Ostdeutsche Heimatsammlungen (überregional)

Ostdeutsche Vertriebenen-Heimatstube im Heimatmuseum Neukirchen

Ostdeutsche Vertriebenen-Heimatstube

Bild Haus

im Heimatmuseum Neukirchen
Markt 5-6
34626 Neukirchen

Kontakt
Museum
Tel.: 06694/-440 oder -1506

Pro Neukirchen e.V.
Tel.: 06694/911350


Öffnungszeiten
nach Vereinbarung


Träger
Stadt Neukirchen

 
In den 1970er Jahren begann BvD-Ortsvorsitzender Rudolf Hübl (Schönhengstgau) ostdeutsche Kulturgüter zu sammeln mit dem Ziel, eine Heimatstube anzulegen. Dabei wurde er seit 1976 unterstützt von Kurt Weigt (Schlesien), dem Vorsitzenden des BdV-Kreisverbandes Ziegenhain. 1977 stellte die Stadt Neukirchen dem BvD-Kreisverband Ziegenhain e. V. (Ende 2005 aufgelöst) erst zwei Räume, später eine gesamte Etage (1. OG) in der ehemaligen Lateinschule am Marktplatz zur Verfügung. Hier richteten die Vertriebenen nach und nach Ausstellungsräume, einen Archivraum und das BvD-Kreisbüro ein. Die Ostdeutschen Heimatstuben wurden am 14. November 1981 der Öffentlichkeit übergeben und gingen gleichzeitig in das Eigentum der Stadt Neukirchen über. Seit 1984 wird das Gebäude auch als regionales Heimatmuseum genutzt.

 

Bild Kloster
Ein Wallfahrtsandenken mit der Darstellung des Kloster auf dem Muttergottesberg bei Grulich (tschech: Králíky)



Die Ausstellung der ostdeutschen Heimatvertriebenen ist weitgehend nach Regionen gegliedert (Böhmen und Mähren, Schlesien, West- und Ostpreußen, Pommern, Banat/Rumänien). Im Flur und im ersten Raum („Flüchtlingsstube“) werden die Vertreibung allgemein und die Nachkriegszeit in Hessen thematisiert. Hier erinnern Kisten an den Transport aus dem Osten und selbstgebaute Möbel an den Neuanfang im Westen.

 

Bild Inszenierung
Blick in die "Flüchtlingsstube"

 

Bild Hausrat
Hausrat aus der 'alten Heimat'

 

Die umfangreiche Sammlung umfasst unter anderem Alltagsgerät, sakrale Objekte (z. B. Wallfahrtsandenken), Bunzlauer Keramik, Porzellan („Kaffeedippeln“), Glas, Textilien (u. a. Makramee-Arbeiten, Klöppelspitzen, Babywickelbänder) und Münzen. Durch Figurinen und Einzelteile vertreten sind Trachten aus Pommern, Oberschlesien, Schreiberhau, dem Schönhengstgau, Südmähren, dem Banat und Siebenbürgen. Die ausgestellten Kleidungsstücke wurden teilweise von in der Region tätigen Tanz- und Trachtengruppen erworben.

 

Bild Trachtenpuppen
Trachtenpuppen aus der Slowakei



Aktualisiert: 27.1.2021


Quellen:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].
  • Museen in Hessen: Ein Führer zu 370 hessischen Museen. 6., neu überarb. Aufl. Kassel 2008, S. 221.

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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