Ostdeutsche Heimatsammlungen (überregional)

Heimatmuseum Rodheim-Bieber (Abteilung im Museum)

Heimatmuseum Rodheim-Bieber

im Anbau der Wendelinskapelle
Bild HausGießener Straße 23
35444 Biebertal-Rodheim


Kontakt

Helmut Failing
Grabenstr. 15
35444 Biebertal
Tel.: 06409/9215
Fax: 06409/661528
E-Mail: helmut.failing@t-online.de


Öffnungszeiten
Sonntag
15:00–17:00 Uhr
und nach Vereinbarung


Trägerschaft
Heimatverein Rodheim-Bieber
E-Mail: info@heimatverein-rodheim-bieber.de

 

Im Jahre 2001 wurde das Museum eröffnet. Schon im Vorfeld gab es Überlegungen, eine Abteilung einzurichten, die sich dem Thema „Vertreibung“ annehmen sollte. Ziel war es, die Erinnerung an die Ankunft der Vertriebenen für die nachkommenden Generationen zu bewahren. Zur Einrichtung der Abteilung „Vertreibung“ wurde gezielt nach Objekten gesucht, die in das Konzept passten. Das heißt, nicht alle Objekte haben einen Bezug zum Ort oder dort ansässigen Vertriebenen, sondern der Bezug besteht zum ausgestellten Thema.

 

Bild Ausstellung

 

Bei der überwiegenden Mehrzahl der Gegenstände handelt es sich um Erinnerungsstücke, die von Spätaussiedlern gegen Ende des 20. Jahrhunderts aus Tschechien mitgebracht wurden. Zwischenzeitlich fanden zwei Sonderausstellungen statt: „Weggehen heißt auch ankommen“ und „60 Jahre Vertreibung aus dem Egerland – 1946-2006”.
Zwei besondere Objekte fallen ins Auge: Das Ölbild eines Mannes in Egerländer Tracht, das von einem unbekannten Maler als Auftragsarbeit in amerikanischer Gefangenschaft in Mainz für einen anderen Gefangenen gemalt wurde, dessen Familie aus Böhmen bzw. dem ehemaligen Sudetenland vertrieben wurde.

 

Bild Gemaelde
Ölgemälde aus dem Gefangenenlager Mainz


Das zweite ist eine Kreuzigungsszene im Sturzglas, die aus Unterreichenau [Dolní Rychnov] / Egerland stammt und während der Vertreibung mitgebracht wurde. Der Transport nach Annerod in Hessen erfolgte in Decken gehüllt in einem Kinderwagen. Über familiäre Erbfälle gelangte sie in die Hände ihres jetzigen Besitzers, der sie 2003 der Einrichtung der Ausstellung „Vertreibung“ im Freilichtmuseum Hessenpark zur Verfügung stellte. Etwa im Jahr 2006 holte er sie für die Ausstellung in Rodheim-Bieber wieder zurück.

 

Bild Kruzifix
Kreuzigungsszene im Sturzglas

 

Aktualisiert: 2.7.2020


Quellen:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].


Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].
  • Heimatmuseum Rodheim-Bieber (Außenansicht).

 

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
Telefon: +49 441 96 19 5-0 | Fax: +49 441 96 19 5-33 | E-Mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de