Ostdeutsche Heimatsammlungen (überregional)

Heimatmuseum Nauheim

Heimatmuseum Nauheim

Schulstraße 6
64569 Nauheim
Telefon: 06152/61204
Fax: 06152/6548
E-Mail: museum-nauheim(at)web.de
Internet: http://www.heimatmuseum-nauheim.de


KontaktBild Ausstellung
Ute Ansahl-Reissig
Königstätter Str. 22
64569 Nauheim
Tel.: 0171/65 315 17
E-Mail: uansahlrei@t-online.de


Öffnungszeiten

jeden 4. Sonntag im Monat
14:00-16:00 Uhr
außer in den Schulferien
und nach Vereinbarung


In Nauheim wurden bewusst Vertriebene angesiedelt, deren Beruf Musikinstrumentenbauer war. Sie brachten nicht nur ihre Kenntnisse mit und schufen Arbeitsplätze, sondern konnten auf diese Weise ihre handwerklichen Fähigkeiten und die Gesangs- und Musikkultur einbringen und weiter entwickeln, aber auch wirtschaftliche Strukturen im Ort schaffen, die letztlich bis in die jüngste Vergangenheit wirksam waren.
Das örtliche Museum besitzt zwei unterschiedliche Sammlungen in Zusammenhang mit der Vertreibung: die „klassische“ Heimatstube für die Region Erzgebirge und eine umfangreiche Musikinstrumenten-sammlung. Letztere zeigt unter anderem historische und moderne Instrumente sowie Halb- und Fertigprodukte des Instrumentenbaus in Nauheim.
Die Tatsache, dass es diese Sammlung mit fast 200 Musikinstrumenten aus unterschiedlichen Zeiten, darunter auch Originale von Adolphe Sax, im Museum gibt, ist ein trefflicher Beleg für die Integrations-leistungen der Vertriebenen in Nauheim.

 

Bild Instrumentenbau
Halbprodukte aus der Instrumentenfertigung


Unter den fast 2.000 Vertriebenen und Flüchtlingen, die in Nauheim nach 1945 Aufnahme fanden, befanden sich auch viele Personen aus dem Erzgebirge. Sie gründeten gemeinsam mit Vertriebenen aus Weiterstadt einen Verein (den Vorläufer des heute bestehenden Erzgebirgischen Heimatvereins) und richteten sich in dem 1987 eröffneten Museum der Gemeinde eine eigene Heimatstube ein. In dieser sind Beispiele erzgebirgischer Schnitzkunst sowie Objekte zum Thema Bergbau (Modell, Gesteine) zu sehen. Die Objekte stammen sowohl aus dem böhmischen als auch dem sächsischen Teil des Erzgebirges. Neben einer Werkbank für Gitarrenbauer aus dem Egerland ist das in Teilen funktionsfähige Modell eines erzgebirgischen Silberbergwerks eines der herausragenden Objekte.

 

Bild Modell

Auf der Webseite des Museums zeigt ein fünfminütiger Film einen Rundgang durch das Haus, der die reichhaltigen Bestände sichtbar werden läßt.


Aktualisiert: 17.6.2020


Quellen:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].
  • Museen in Hessen: Ein Führer zu 370 hessischen Museen. 6., neu überarb. Aufl. Kassel 2008, S. 216f.

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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