Ostdeutsche Heimatsammlungen (überregional)

Ostdeutsche Kultur- und Heimatstuben mit Schönbacher Stube

Ostdeutsche Kultur- und Heimatstuben mit Schönbacher Stube

im Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde
im Kurmainzer Amtshof
Amtsgasse 5
64646 Heppenheim


Kontakt
ab ca. Mitte 2020
Museumsleiter
Ulrich Lange
Tel. 06252/69112
Fax: 06525/69162
E-Mail: museum@stadt.heppenheim.de

 


Öffnungszeiten
ab ca. Mitte 2020
Mittwoch, Donnerstag
Samstag und Sonn- Feiertag
14:00-17:00 Uhr

Montag, Dienstag, Freitag
geschlossen


Trägerschaft
Noch befindet sich die Heimatsammlung in der Trägerschaft des BdV-Kreisverbands Bergstraße und der BdV-Ortsgruppe Heppenheim. Aber sie wird im Laufe des Jahres 2021 in die Trägerschaft der Stadt Heppenheim überführt.
Bis dahin gilt:

Ansprechpartner
Gerhard Kasper
Merianstr. 6
64646 Heppenheim
Tel.: 06252/3285
E-Mail: kasper49@web.de

Öffnungszeiten
Ende März bis Ende Oktober
Sonntag 10:00-12:30 Uhr
und nach Vereinbarung

 

Nach dem Wechsel der Trägerschaft wird die Heimatstube, die sich im Dachgeschoss eines Flügels des Stadtmuseums befindet, vom Museum verwaltet werden. Der Zugang erfolgt dann auf Anfrage, ist allerdings recht beschwerlich nur über die mehr als 60 Stufen einer historischen Wendeltreppe zu erreichen. Daher wird derzeit ein digitaler Rundgang durch die aktuelle Heimatsammlung erarbeitet, der in die Präsentation des Museums integriert wird. 

Der Sammlungsschwerpunkt der Heimatstube liegt mit dem auf den früheren von Deutschen besiedelten Regionen Ost- und Südosteuropas und Schönbach [tschech. Luby].
Die Ausstellung folgt einem Gesamtkonzept, das die Raumkonstruktion mit durchgehenden Ständerreihen und Dachschrägen berücksichtigt: Die so gebildeten Nischen sind Themen zugeordnet und bilden die einzelnen Ausstellungsabteilungen. Es finden sich beispielsweise Abteilungen zu „Ostpreußen“, „Schlesien in Wort und Bild“ oder „Siebenbürgen“. Ein durchgängiges didaktisches Konzept mit einer einheitlichen Beschriftung/Betextung besteht nicht. In vielen Ausstellungseinheiten liegen Exponate ohne weitere Erläuterung, andere haben Erklärungen auf maschinenbeschriebenem DIN-A4-Papier, wiederum andere werden durch handschriftliche Hinweise erläutert.

 

 

Bild Raum

Bild Raum


Der Gesamteindruck des Ausstellungsraumes wurde während der Begehung im November 2010 durch eine Fotoausstellung, eine der Sonderveranstaltungen, dominiert. Zudem fällt eine Vielzahl an Trachtenpuppen auf. Eine Vitrine verweist auf andere Heimatstuben im Kreisgebiet, zum Beispiel in Lorsch oder Bensheim.

 

Bild Tasche
Brieftasche mit persönlichen Dokumenten aus dem 'Sudetenland'


Eines der herausragenden Objekte ist eine gefüllte Lederbrieftasche mit persönlichen Dokumenten, die über einen Sammler in die Heimatstube gelangte. Der Vorbesitzer stammte aus Schönpriesen [Krásné Březno]. Ebenso zählt das um 1920 erschienene Hausbuch für christliche Familien von Pfarrer Gustav Hofelich dazu, das auf der Flucht aus Ostpreußen unter einem Mantel getragen wurde. Während eines Fliegerangriffs hielt das Buch einen Granatsplitter ab und rettete so dem Besitzer das Leben.

Bild Buch
Das Hausbuch rettete seinem Besitzer das Leben


Eine interessante Geschichte hat auch der Kurenwimpel. Diesen Wimpel erhielt General Hollidt 1943 als Abschiedsgeschenk in Königsberg. Dessen Sohn besuchte vor einigen Jahren die Heppenheimer Heimatstube und traf dort einen der Betreuer, der während des Krieges Ordonnanzoffizier bei seinem Vater war und überließ ihm den Wimpel als Dauerleihgabe.

Bild Kurenwimpel
Holzwimpel eines Fischerbootes aus dem kurischen Haff

 

 Aktualisiert: 23.6.2020


Quellen:

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
Telefon: +49 441 96 19 5-0 | Fax: +49 441 96 19 5-33 | E-Mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de