Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Patschkau

Heimatstube Patschkau

im Stadtmuseum Einbeck
Steinweg 11/13
37574 Einbeck
Tel.: 05561/971710
Fax 05561/971711
E-Mail: museum(Klammeraffe)einbeck.de
Homepage: http://www.einbeck-online.de (Kultur & Freizeit / Stadtmuseum)


Postanschrift:
Postfach 1824
37559 Einbeck


Kontakt
Leo Schiller
Schlesischer Heimatverein Patschkau und Umgebung e.V.
Lerchenstr. 108
49088 Osnabrück
Tel.: 0541/187841
E-Mail: schillerdo(Klammeraffe)aol.com

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11:00 - 16:00 Uhr


Die Patenschaft Einbecks für die ehemaligen Patschkauer besteht seit 1954. Die Heimatsammlung Patschkau ist ein Beispiel für die gelungene Integration einer ehemaligen Heimatstube in das örtliche Museum. Seit 2007 werden ausgewählte Exponate in einer ästhetisch ansprechenden Präsentation als Teil der neuen Dauerausstellung gezeigt. Ein Schlüsselbund der Familie Reinelt aus der Zollstraße 2 in Patschkau [heute poln. Paczków] ist das zentrale symbolische Element der Ausstellung.

Bild Schluessel

Daneben steht ein anschauliches Modell der katholischen Stadtkirche St. Johannes, vom ehemaligen Patschkauer Friedhofswärter Franz Friebel gefertigt. Neben einigen Büchern, vor allem Gesangbüchern, findet sich diverses Archivgut, bemerkenswert hier das Register der Patschkauer Schützenbruderschaft von 1773–1846. Auffallend ist der Wegweiser im Stil der Holzschnitzschule Bad Warmbrunn mit der Aufschrift „Heimatlos“.

 


Bild Modell
Modell der katholischen Stadtkirche St. Johannes

Ein Infoschrank enthält weiteres Material, darunter Tonaufnahmen, die einen Eindruck von oberschlesischer Mundart vermitteln. Ein Film zeigt einen Spaziergang durch das heutige Patschkau; das historische Panorama entfaltet sich in einer großen Foto- und Ansichtskartensammlung. Seit 2011 ergänzt ein zweiter Ausstellungsbereich die Heimatsammlung. Unter dem Titel „Angekommen – aufgenommen“ wird die Ankunft und allmähliche Integration der ehemaligen Patschkauer in der neuen Heimat Einbeck in Szene gesetzt. Damit bleibt die Heimatsammlung kein isoliertes Thema, sondern die Geschichte wird folgerichtig fortgeschrieben.


Bild Schuhloeffel



Quellen:

  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.): Dokumentation der Heimatsammlungen von Flüchtlingen, Vertriebenen und Aussiedlern in Niedersachsen. Oldenburg 2012, S. 74f.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand 13.08.2008].

Fotografien:

  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
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