Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Wünschelburg

Heimatstube Wünschelburg

Altes Rathaus
Hauptstraße 72
59609 Anröchte

Trägerschaft:
Heimatgemeinschaft Wünschelburg e. V. und Gemeindeverwaltung Anröchte

Öffnungszeiten
nicht öffentlich zugänglich
nach Vereinbarung mit Dore Gerwin (Tel.: 02947/ 4136)


1952 übernahm Anröchte die Patenschaft über Wünschelburg. Seit 1994 befindet sich eine kleine Heimatstube in der alten Schule von Anröchte. Eingerichtet wurde sie von Paul und Hannelore Menzel sowie Hermann Gerwin. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden die Objekte in verschlossenen Glasschränken und Tischvitrinen gezeigt. Der Bestand setzt sich zusammen aus Textilien, Gegenständen des Haushalts, Porzellan, einigen Gemälden sowie Archivalien und Kartenmaterial. Von Bedeutung sind vor allem die Vereinsfahnen, die Fahne des katholischen Gesellenvereins und ein Klingelbeutel aus dem 19. Jahrhundert.


Bild Fahne
Ausschnitt aus der Fahne des Katholischen Gesellenverein Wünschelburg

Die Betreuung erfolgt ehrenamtlich durch das Ehepaar Gerwin, das auch stetig bemüht ist, Familiennachlässe sicherzustellen. Wünschelburg [Radków] liegt am Rand des Heuscheuergebirges und ist seit 1341 als "civitas" belegt. Bedeutender Wirtschaftsfaktor war die Tuchmacherei, Wünschelburger Tuche wurden bis Italien exportiert. Mit dem Anschluss an die Eisenbahn seit 1903 erstarkte die Sandsteinindustrie in der Region, die nach 1945 weitergeführt und ausgebaut wurde. Das Berliner Reichstagsgebäude und andere Bauten der Stadt wurden z. T. mit Wünschelburger Sandstein errichtet.




Quellen:


Fotografien:

  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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