Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Wansener Heimatstube

Wansener Heimatstube

Bild Presse

Heimathaus im "Roten Amt"
Cherusker Str. 1
33647 Bielefeld - Brackwede

Trägerschaft:
Heimatgemeinschaft Wansen und Stadt Bielefeld

Öffnungszeiten
nach telefonischer Vereinbarung
(Betreuer Herr Endreß, Tel. 0521/85506)


Die Heimatstube wurde 1959 von Rektor Fritz Baumgart gegründet und befand sich im Neubau der Frölenbergschule in Bielefeld-Brackwede. Nach dreimaligem Umzug ist sie zusammen mit dem Heimatarchiv seit 1990 im Heimathaus Brackwede untergebracht. Sie dient nicht nur als Heimatmuseum, sondern auch als Versammlungsraum der noch aktiven Landsmannschaften und Ortsgruppen. Auf drei Räume verteilt, ist der Bestand in großen Schränken untergebracht. Die Betreuer der Heimatstube sind jederzeit bereit, Nachlässe schlesischer Familien aufzunehmen und somit die vorhandene Sammlung zu erweitern.


Bild Ausstellung


Die Sammlung besteht vorwiegend aus Haushaltsgegenständen, Stickereien, Notgeld, ‚Heimaterde‘, Kirchen- und Gesangbüchern des 19. und 20. Jahrhunderts sowie einigen zeitgenössischen Zeichnungen und Landkarten. An Modellen ist die evangelische Kirche dargestellt und sechs Höfe sowie Wansener Bauwerke und die Nachbildung eines Pfluges. An Erinnerungsgegenständen sind ein Lorgnon (Brille), und eine Tabakpresse aus dem 19. Jahrhundert interessant. Die etwa 250 Bücher sind verzeichnet. 400 Fotografien in Alben können eingesehen werden.

Das Gebiet um Wansen [Wiązów], nordöstlich von Strehlen gelegen, gehört zu den ältesten Besitzungen des Bistums Breslau. Im Jahr 1250 gab Herzog Heinrich III. von Schlesien dem Bischof Thomas I. die Erlaubnis, bei dem Dorf "Wanzow" eine Stadt nach deutschem Recht zu gründen. Die Stadt wurde Markt- und Handelsplatz. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde in Wansen Tabak angebaut, später wich der Anbau auf Gemüse, vor allem Gurken aus, und die bis ins 20. Jahrhundert blühende Zigarrenherstellung erfolgte mit auswärtigem Tabak. Weiterhin bedeutend war die Bruchsteingewinnung: der Granitsteinbruch wurde nach 1945 weiter ausgebaut.




Quellen:

  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.
  • Projekt "Dokumentation der Heimatstuben" am Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft "Ostdeutscher Museen, Heimatstuben und Sammlungen", gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen 2009.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].

Fotografien:

  • Projekt "Dokumentation der Heimatstuben" am Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft "Ostdeutscher Museen, Heimatstuben und Sammlungen", gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen 2009.


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
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