Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Reichenstein

Heimatstube Reichenstein

im Jugendzentrum Rheda-Wiedenbrück
Wilhelmstr. 35a
33378 Rheda-Wiedenbrück

Kontakt
nur nach Anmeldung
bei der Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 05242/963273
Internet: http://www.rheda-wiedenbrueck.de

 

 Josef Bögner Leibnizstraße 7 32549 Bad Oeynhausen Tel. 05731 32 42

Blick in die Reichensteiner Heimatstube 2020

 

Die früher selbständigen Städte Rheda und Wiedenbrück haben für die ehemaligen schlesischen Städte Frankenstein (Wiedenbrück, 1952) und Reichenstein (Rheda, 1958) Patenschaften übernommen. Seit 1970 werden diese Patenschaften von der Stadt Rheda-Wiedenbrück weitergeführt. In Rheda-Wiedenbrück besteht bis heute die Heimatstube Reichenstein. Die Sammlung der ehemaligen Kreisstadt Frankenstein befindet sich beim Kreis Gütersloh (im Kreishaus in Wiedenbrück).

1974 wurde die Heimatstube Reichenstein gegründet, deren Träger die Heimatgruppe Reichenstein ist. Ursprünglich war im Rathaus Rheda untergebracht, wurde sie 1979 in die Emstorschule in Rheda verlegt und gelangte etwa 1990 in das Dachgeschoss des Jugendzentrums. Die Heimatstube widmet sich der Bergstadt Reichenstein und ihrer Umgebung, die Ortschaften Dörndorf, Maifritzdorf, Follmersdorf, Ober- und Niederplottnitz und Wolmsdorf eingeschlossen.

 

Josef Bögner Leibnizstraße 7 32549 Bad Oeynhausen Tel. 05731 32 42

Bergbau in der Reichensteiner Heimatstube 2020


Die Sammlung setzt sich zusammen aus Gegenständen des Bergbaus (Grubenlampen), Porzellangeschirr, unter anderem Reichensteiner Porzellan von 1870, einigen Modellen (St. Anna Kirche, Zechenhaus Gertrudenstollen, Vertriebenenwagon, katholische Volksschule, Rathaus, Waldstube) und Textilien: ein Wimpel von 1906, Kaffeewärmer (Perlenstickerei 1818) und verschiedene Stickereien. Besonderes Interesse verdienen die Musikinstrumente, darunter zwei selbstgebaute Fideln und die umfangreiche Bergbau- und Mineraliensammlung. Stadtpläne von Reichenstein [heute: Złoty Stok], Breslau und zwanzig Karten von Glatz und Schlesien umfasst das Kartenmaterial. Zudem sind etwa 100 Bücher über Schlesien und den Bergbau und hunderte gerahmter Postkarten vorhanden. Zu den Archivalien gehören Patente, Urkunden, eine königliche Autorisation und ein Kaufkontrakt, sowie Stollenpläne der Stollenanlagen von 1918.

In Zloty Stok, dem heutigen Reichenstein, hat Frau Elżbieta Szumska neben einem von ihr geführten Besucherbergwerk zusammen mit ihrem Mitarbeiter Piotr Romanowski ein Museum eröffnet, dessen Exponate zum Teil aus ihren privaten Sammlungen stammen. Das Museum steht im Austausch mit der Heimatstube in Rheda-Wiedenbrück.

 


Aktualisiert: 26.11.2020


Quellen:

  • Piotr Romanowski: Ein Tag wie Howard Carter in Luxor. Epitaph der Frau eines Reichensteiner Münzmeisters entdeckt, in: Frankenstein-Münsterberger Rundschau mit Bergglocke Reichenstein 15. Jahrgang, Nr. 11/12, 2020, S. 1.
  • Begegnungen in Reichenstein [betrifft Museum], in: Frankenstein-Münsterberger Rundschau mit Bergglocke Reichenstein 15. Jahrgang, Nr. 11/12, 2020, S. 2.
  • Ulrich Windau, Josef Bögner, Piotr Romanowski: Die Reichensteiner Porzellanmanufaktur. Ein Beitrag zur Geschichte der schlesischen Porzellanindustrie, in: Frankenstein-Münsterberger Rundschau mit Bergglocke Reichenstein 15. Jahrgang, Nr. 9/10, 2020, S. 1-4.
  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.
  • Informationen Projekt Schlesische Heimatsammlungen am Haus Schlesien vom 06.07.2011.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2020].

Fotografie:

  • Josef Bögner, Bad Oeynhausen.



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