Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Reichenstein

Heimatstube Reichenstein

im Jugendzentrum Rheda-Wiedenbrück
Wilhelmstr. 35a
33378 Rheda-Wiedenbrück

Öffnungszeiten
nicht öffentlich zugänglich, nur nach Anmeldung in der Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 05242/963273
Internet: http://www.rheda-wiedenbrueck.de


Im Jahr 1958 übernahm Rheda-Wiedenbrück die Patenschaft für Reichenstein. 1974 wurde die Heimatstube gegründet, deren Träger die Heimatgruppe Reichenstein ist. Ursprünglich war sie im Rathaus Rheda untergebracht, wurde 1979 in die Emstorschule in Rheda verlegt und gelangte etwa 1990 in das Dachgeschoss des Jugendzentrums. Die Heimatstube widmet sich der Bergstadt Reichenstein und ihrer Umgebung, die Ortschaften Dörndorf, Maifritzdorf, Follmersdorf, Ober- und Niederplottnitz und Wolmsdorf eingeschlossen.

Die Sammlung setzt sich zusammen aus Gegenständen des Bergbaus (Grubenlampen), Porzellangeschirr, unter anderem Reichensteiner Porzellan von 1870, einigen Modellen (St. Anna Kirche, Zechenhaus Gertrudenstollen, Vertriebenenwagon, katholische Volksschule, Rathaus, Waldstube) und Textilien: ein Wimpel von 1906, Kaffeewärmer (Perlenstickerei 1818) und verschiedene Stickereien. Besonderes Interesse verdienen die Musikinstrumente, darunter zwei selbstgebaute Fideln und die umfangreiche Bergbau- und Mineraliensammlung. Stadtpläne von Reichenstein [heute: Złoty Stok], Breslau und zwanzig Karten von Glatz und Schlesien umfasst das Kartenmaterial. Zudem sind etwa 100 Bücher über Schlesien und den Bergbau und hunderte gerahmt Postkarten vorhanden. Zu den Archivalien gehören Patente, Urkunden, eine königliche Autorisation und ein Kaufkontrakt, sowie Stollenpläne der Stollenanlagen von 1918.



Quellen:

  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.
  • Informationen Projekt Schlesische Heimatsammlungen am Haus Schlesien vom 06.07.2011.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
Telefon: +49 441 96 19 5-0 | Fax: +49 441 96 19 5-33 | E-Mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de