Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Namslauer Heimatstube

Namslauer Heimatstube

Kreisverwaltung Euskirchen
Archiv, Frau Roitzheim
Jülicher Ring 32
53879 Euskirchen

Trägerschaft
Namslauer Heimatfreunde e.V. und Kreis Euskirchen
Internet: http://www.namslau-schlesien.de/

Öffnungszeiten
nicht öffentlich zugänglich (Anfragen zum Sammlungsbestand:
Christa Ulke, Herder-Str. 19, 50389 Wesseling)


Der kleine Sitzungssaal in der Kreisverwaltung Euskirchen wird als Namslauer Heimatstube bezeichnet. Die Kopfseite des Raumes nimmt der Plan der Festung Namslau (1722 - 1724) ein, der nach einem Original im Heeresarchiv Wien erstellt wurde. Wappen und Fotografien nehmen Bezug auf Geschichte und Bedeutung der Stadt. In Vitrinen sind Archivalien, Zeichnungen und Gläser ausgestellt. Von Bedeutung ist das Brau-Urbar (ein Verzeichnis der Einkünfte und Güter) von 1709.


Bild Urkunde


Im Archiv befindet sich eine geordnete Sammlung von Kopien zur Geschichte des Kreises Namslau aus den verschiedensten Archiven des deutschsprachigen Raumes. Weitere Sammlungsbestände befinden sich in der Bücherei der Kreisverwaltung und im Medienzentrum des Kreises in Kall, hier eine große, vollständig inventarisierte Dia-Sammlung.

Namslau [Namyslów] liegt rund 50 km östlich von Breslau und wurde am 14. März 1249 gegründet. Die Herrschaft über den Ort wechselte häufig zwischen den schlesischen Herzögen. 1335 ging Namslau an König Karl IV. über und gehörte schließlich zum Herzogtum Breslau. Es folgte der Ausbau der Stadtbefestigung und der Burg, so dass Namslau der Belagerung durch die Hussiten standhielt. Wirtschaftliche Bedeutung hatten der Handel und die Tuchmacherei, die im Gefolge des Dreißigjährigen Krieges jedoch einen Niedergang erfuhren. Zwar wurde Namslau unter preußischer Herrschaft Kreisstadt, doch die Bedeutung der Stadt blieb eher gering. Im 19. Jahrhundert war das Wirtschaftsleben ländlich geprägt. Das bekannteste Unternehmen war die Brauerei Haselbach, die eine schon im 14. Jahrhundert nachweisbare Brautradition fortsetzte. August Haselbach erwarb 1862 die 1538 errichtete Schlossbrauerei und kaufte 1895 das Schloss.




Quellen:

  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].


Fotografien:

  • Projekt "Dokumentation der Heimatstuben" am Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft "Ostdeutscher Museen, Heimatstuben und Sammlungen", gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen 2009.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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