Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Liegnitzer Sammlung

Liegnitzer Sammlung Wuppertal

Bild Ausstellung

Rubensstraße 4 (Altes Rathaus)
42329 Wuppertal (Vohwinkel)

Trägerschaft
Bundesgruppe Liegnitz e.V. (BGL)
Historische Gesellschaft Liegnitz e.V. (HGL)
Stadt Wuppertal

Öffnungszeiten
Dienstag 12 - 16 Uhr
und nach Vereinbarung (Tel.: 0202 / 5634126)


Die Stadt Wuppertal übernahm 1952 die Patenschaft für die aus Liegnitz Stadt und Land geflüchteten und vertriebenen Deutschen. Im Jahr 1980 gründete die Bundesgruppe Liegnitz die Heimatsammlung. Sie war bis 2009 auf einer Etage in einem der beiden klassizistischen „Haspel-Häuser“ untergebracht und wurde dort vom Arbeitskreis Liegnitzer Sammlung Wuppertal präsentiert, in dem die beiden Liegnitzer Vereine, die Bundesgruppe Liegnitz - Stadt und Land - e.V. und die Historische Gesellschaft Liegnitz e.V. kooperieren.
Der Arbeitskreis hat inzwischen mehrere Sonderausstellungen organisiert, die unter anderem in Breslau, Düsseldorf, Königswinter, Liegnitz, Siegburg und Görlitz zu sehen waren. Kooperationen mit dem Kupfermuseum und dem Staatsarchiv in Liegnitz sind den Vereinen wichtig.

Die Liegnitzer Sammlung, die Mitglied des Rheinischen Museumsbundes ist, enthält Gegenstände aus Stadt und Landkreis Liegnitz und aus dem ehemaligen Herzogtum. Zum reichhaltigen Bestand gehören Grafiken und Zeichnungen, Möbel, Schriftstücke, Münzen, archäologische Fundstücke, Bunzlauer Keramik und Textilien. Hervorzuheben sind die wertvollen Möbelstücke und die archäologischen Funde, ferner eine reiche Sammlung Münzen vor allem des 16. / 17. Jahrhunderts.

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An Textilien sind Leinen, Tücher, Fahnen, Trachtenhauben aus Schlesien sowie Trachtenpuppen im Bestand. Dioramen (Schaukästen) mit Kriegsdarstellungen zeigen einzelne Schlachten seit dem 13. Jahrhundert. Die Sammlung enthält zudem Bunzlauer Tonwaren und Gebrauchsgeschirr sowie Porzellane, Gläser und Bestecke. Der Grafikbestand setzt sich aus etwa 100 Stahl- und Kupferstichen von Blätterbauer zusammen, 120 Zeichnungen und Aquarelle von E. Springer, ca. 100 Aquarelle von Carl Loewe, einige Ölgemälde von Hubertus Breitkopf und Kupferstiche von Rudolf Haake. Der Buchbestand enthält Bände aus dem 16. und 17.Jahrhundert und alle Ausgaben des "Geschichts- und Altertumsverein Liegnitz". Zudem sind die Amtsblätter der königlichen preußischen Regierung zu Liegnitz 1811 bis 1943 vorhanden. Liegnitz war Sitz des Regierungspräsidiums von Niederschlesien. Eine Sammlung von etwa 1500 Postkarten von Liegnitz in der Zeit von 1885 bis 1945 sowie diverse Fotografien und Luftaufnahmen vermitteln ein historisches Bild der Stadt.

Im Juni 1993 wurde eine Partnerschaft zwischen Wuppertal und Legnica vereinbart. Abwechselnd finden die Patenschaftstreffen der Liegnitzer in Wuppertal und die Heimattreffen in Legnica / Liegnitz statt.



Quellen:

  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.
  • Projekt "Dokumentation der Heimatstuben" am Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft "Ostdeutscher Museen, Heimatstuben und Sammlungen", gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen 2009.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].

Fotografien:

  • Projekt "Dokumentation der Heimatstuben" am Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft "Ostdeutscher Museen, Heimatstuben und Sammlungen", gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen 2009.


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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