Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Hirschberg - Kuratorium

Kuratorium für die Patenschaft Hirschberg

Ständehausstraße 1
31061 Alfeld / Leine

Trägerschaft
Kuratorium für die Patenschaft Hirschberg

 

Betreuung durch Ina Gravenkamp vom Stadtmuseum Alfeld
Tel.: 05181/829738
E-Mail: museum.alfeld@t-online.de


Öffnungszeiten
nach Vereinbarung
Kontakt: Karsten Riemann
E-Mail: Riemann.Karsten(at)web.de


Die 1958 gegründete Heimatstube Hirschberg ist seit den 1970er Jahren in vier Räumen der ehemaligen Stadtsparkasse untergebracht. Die Gründung der Sammlung stand im Zusammenhang mit der Übernahme der Patenschaft des ehemaligen Landkreises Alfeld für die Vertriebenen aus Stadt und Kreis Hirschberg. Der ursprüngliche Bestand wurde aus Erinnerungsstücken zusammengestellt, die auf der Flucht mitgebracht worden waren, darunter ein Weidenkorb, der das gesamte Hab und Gut einer Familie beherbergte, das sie mitnehmen durfte. Zur Sammlung gehören außerdem Trachten und Trachtenhauben, Textilien in Blaudruck und mit Stickerei, Archivgut und Bücher, z.B. ein Hirschberger Gesangbuch aus dem 18. Jahrhundert. Unter den Büchern befinden sich mehrere Ortschroniken.
Bemerkenswert sind die Exponate, die der Geschichte des Tourismus zuzurechnen sind: alte Werbeplakate, Postkarten oder Andenkenporzellan. Die Sammlung wird ständig erweitert, z.B. um aktuelle Kristallstücke aus der Josephinenhütte. Originell sind die verschiedenen Rübezahlfiguren, drei von ihnen fast lebensgroß, ebenso wie das Modell eines „Heemtehauses“, eines Umgebindehauses, mit abnehmbarem Dach.


Aktualisiert am 12.3.2020

Bild Werbetafel
Tourismuswerbetafel „Seifershau“, ca. 1930er Jahre

 

Hirschberg [Jelenia Góra] liegt im Talkessel zwischen Boberkatzbachgebirge und dem Kamm des Riesengebirges mit der Schneekoppe. Die Stadt ist das Fremdenverkehrszentrum für das Riesengebirge.

Bild Gesangbuch
„Neues Hirschbergisches Gesangbuch“

Quellen:

  • Barbara Magen (Hg.): Heimaterinnerungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Projekt zur Zukunft der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten Schriftenreihe des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen 4). Hannover 2019.
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.): Dokumentation der Heimatsammlungen von Flüchtlingen, Vertriebenen und Aussiedlern in Niedersachsen. Oldenburg 2012, S. 34f.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.10.2008].
  • Wolfgang Kessler: Ostdeutsches Kulturgut in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch der Sammlungen, Vereinigungen und Einrichtungen mit ihren Beständen. Hg. von der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat (OKR). München 1989, S. 272.

 

Fotografie:

  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration

 

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
Telefon: +49 441 96 19 5-0 | Fax: +49 441 96 19 5-33 | E-Mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de