Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Friedersdorf - Heimatstube

Heimatstube Friedersdorf (aufgelöst)

Bild Ofenecke

Flüchtlingsstube im Heimatmuseum

Vertriebene aus Friedersdorf[1] gründeten 1972 mit Unterstützung des Stadtdirektors Hermann Weber die Heimatstube Friedersdorf, die ursprünglich zusammen mit der Heimatsammlung Gersdorf präsentiert wurde, die sich heute in Bakede befindet. Bad Münder hatte bereits 1956 die Patenschaft für die Vertriebenen aus Friedersdorf und Umgebung übernommen. Eine Vertriebenenliste mit Hausnummernverzeichnis von Friedersdorf, Steinbach, Neuschweinitz, Vogelsdorf / Neidberg und Neuwarnsdorf enthält ihre Namen.

2004 wandelte man mit dem Einverständnis der Friedersdorfer die ortsgebundene Sammlung in eine allgemeine Flüchtlingsstube um, in der gelungene Inszenierungen mit Originalstücken einen Eindruck von der Enge geben, in der die Vertriebenen ihre ersten Jahre verbringen mussten.

Ein Teil der Sammlung ging an die Besitzer zurück, ein anderer wurde in das Schlesische Museum zu Görlitz abgegeben. 2017/18 wurde die Flüchtlingsstube in Bad Münder abgebaut und ihre Bestände eingelagert.

 

Bild Tasche Schluessel

 

 

Aktualisiert: 18.03.2020


Quellen:

  • Barbara Magen (Hg.): Heimaterinnerungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Projekt zur Zukunft der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten Schriftenreihe des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen 4). Hannover 2019.
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.): Dokumentation der Heimatsammlungen von Flüchtlingen, Vertriebenen und Aussiedlern in Niedersachsen. Oldenburg 2012, S. 44.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Wolfgang Kessler: Ostdeutsches Kulturgut in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch der Sammlungen, Vereinigungen und Einrichtungen mit ihren Beständen. Hg. von der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat (OKR). München 1989, S. 258.
  • Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland" des Schlesischen Museums zu Görlitz. 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.08.2008].

Fotografien:

  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.

[1] Friedersdorf [Biedrzychowice] ist ein kleiner Ort am Queis, nordwestlich von Greiffenberg in Schlesien.

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
Telefon: +49 441 96 19 5-0 | Fax: +49 441 96 19 5-33 | E-Mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de