Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Kolberg

Archiv und Heimatstube Kolberg (Abgabe nach Dänemark)

Bild Flaschen

 

Über die Geschichte der Kolberger Heimatstube gibt es nur wenige gesicherte Informationen. Eine erste Heimatstube existierte in der Patenstadt Lübeck, die aber aufgelöst und deren Bestände zwischengelagert wurden. 2004 übernahmen die Herausgeber der Heimatzeitschrift „Strand-Distel“, Familie Bonhof, die Reste der Sammlung und richteten im Auftrag des Heimatkreises die Heimatstube in ihren privaten Räumlichkeiten ein. Diese hatte den Charakter eines Archivs, in dem Interessierten Gelegenheit zur Recherche gegeben wurde. 2022 entschieden sich die Betreiber ihr Haus (im Tannenweg 1  in  21447 Handorf b. Lüneburg) nicht länger als Archiv zur Verfügung zu stellen und gaben die Sammlung nach Tinglev in Dänemark, wo sie einige Monate eingelagert wurde. Inzwischen befindet sich ein Großteil der Exponate in Vitrinen im Hotel Skanpol in Kołobrzeg (Kolberg). Die Archivalien allerdings sind weiterhin eingelagert.


Zentraler Sammlungsbestand sind Bücher sowie Bild- und Archivmaterial (u. a. Fluchtberichte). An Exponaten finden sich einige Einzelstücke, wie beispielsweise Bierflaschen und eine Schürze sowie die Original-Urkunde „Ehrenbürger von Kolberg 1911 Dr. E. Dietrich“ und die Original-Taufschale in Silber der Garnisonskirche von 1864.
Die wenigsten Archivalien können indessen der ursprünglichen Heimatstube zugeordnet werden. Der weitaus größere Teil ist entweder Privatbesitz, gehört zum Altbestand (Leihgaben) oder ist Neubestand im Zusammenhang mit der Heimatzeitschrift.

Internet: https://kolberg-koerlin.de/

 

Aktualisiert: 23.11.2022


Quellen:

  • Barbara Magen (Hg.): Heimaterinnerungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Projekt zur Zukunft der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten Schriftenreihe des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen 4). Hannover 2019.
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.): Dokumentation der Heimatsammlungen von Flüchtlingen, Vertriebenen und Aussiedlern in Niedersachsen. Oldenburg 2012, S. 93.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Wolfgang Kessler: Ostdeutsches Kulturgut in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch der Sammlungen, Vereinigungen und Einrichtungen mit ihren Beständen. Hg. von der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat (OKR). München 1989, S. 180.
  • Dieter Matzenauer: Lebendige Kultur. Ein Wegweiser zu pommerschen Heimatstuben, Sammlungen und Archiven. Hg. vom Pommerschen Zentralverband e.V. Lübeck-Travemünde 1989, S. 39.
  • Schleswig-Holstein als Patenland. Ostdeutsches Kulturgut zwischen Nord- und Ostsee. Hg. vom Landesverband der Vertriebenen Deutschen - Vereinigte Landsmannschaften - Schleswig-Holstein e.V. 2. Aufl. Neubearb. Kiel 1983, S. 17.

Fotografie:

  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.

HINWEIS

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