Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Flatow - Heimatstube

Flatower Heimatstube

Heimatmuseum Gifhorn

im Historischen Museum Schloss Gifhorn
Schlossplatz 1
38518 Gifhorn
Tel.: 05371/82420
Internet: http://www.heimatkreis-flatow.de/ausschuss-hk.htm

 

Kontakt
Annette Thiele
Historisches Museum Schloss Giffhorn
Schlossplatz 1
38581 Giffhorn
Tel.: 05371/94951066
E-Mail: a.thiele@museen-giffhorn.de

 

Öffnungszeiten
nach Vereinbarung (Tel. 05371/57318) zu den Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag von 14:00-17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage 11:00-17:00 Uhr

 

Die Heimatstube Flatow wurde 1971 im damaligen Kreisheimatmuseum im Schloss Gifhorn eröffnet. Der Landkreis Gifhorn übernahm 1955 die Patenschaft für den Kreis Flatow, zugleich finden seitdem die Treffen der Kreisgemeinschaft Flatow alle zwei Jahre in Gifhorn statt. Die Heimatstube befindet sich zur Zeit in einer Übergangssituation. Geplant ist in absehbarer Zukunft eine Aufbereitung und Neupräsentation der Sammlung. Der vielfältige Sammlungsbestand zeigt zum einen Objekte aus der Heimatregion, geht aber auch auf den Neuanfang nach 1945 und die damit verbundenen aktiven Vertreter im Heimatkreis und der Region Gifhorn ein.

Bild Blick in die Heimatstube


Es gibt einige wenige Textilien wie Aussteuerhandtücher und Handarbeiten. Vier Modelle von Gebäuden zeigen u.a. ländliches Wohnen, ergänzt durch landwirtschaftliche Geräte wie einen Heurechen, eine Axt, eine Flügelegge sowie Haushaltsgeräte wie z.B. einen Fleischwolf, ein Waffeleisen, ein Spinnrad, eine Milchzentrifuge und ein Kaffeeservice. Einige Ölbilder und Grafiken geben einen Eindruck von Landschaft und Bauwerken in und um Flatow. Für den Heimatkreis Flatow von historisch besonderer Bedeutung steht die restaurierte Glocke aus Tarnowke als Symbol für seinen bis Ende des 2. Weltkrieges einstigen Landkreis Flatow.

 

Die Kirchenglocke aus Tarnowke im Landkreis Flatow.
Sie wurde 1729 gegossen, 1944 auf dem Glockenfriedhof entdeckt, restauriert und ist in der Schlosskapelle Gifhorn beheimatet.
Die abgebildete Glocke steht seitdem als Symbol für den Heimatkreis Flatow.

Weiterhin sind Landkarten, Literatur, eine Bildersammlung und Zeitzeugenberichte über einzelne Ortschaften vorhanden. Das Inventar ist weitgehend digitalisiert, ebenfalls eine Heimatkreiskartei der ehemaligen Bewohner.

 

Bild Bild

 

Aktualisiert: 18.03.2020

 

Quellen:

  • Barbara Magen (Hg.): Heimaterinnerungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Projekt zur Zukunft der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten Schriftenreihe des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen 4). Hannover 2019.
  • Helmfried Brünnert, Heimatkreis Flatow & Flatower Vereinigung e.V., 2020.
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.): Dokumentation der Heimatsammlungen von Flüchtlingen, Vertriebenen und Aussiedlern in Niedersachsen. Oldenburg 2012, S. 84f.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Margrit Schlegel: Wegweiser zu pommerschen Museen und Heimatstuben. Hg. vom Pommerschen Kreis- und Städtetag. Mülheim 2008, S. 31-33.
  • Dieter Matzenauer: Lebendige Kultur. Ein Wegweiser zu pommerschen Heimatstuben, Sammlungen und Archiven. Hg. vom Pommerschen Zentralverband e.V. Lübeck-Travemünde 1989, S. 25-26.
  • Wolfgang Kessler: Ostdeutsches Kulturgut in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch der Sammlungen, Vereinigungen und Einrichtungen mit ihren Beständen. Hg. von der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat (OKR). München 1989, S. 175.

Fotografien:

  • Helmfried Brünnert, Heimatkreis Flatow & Flatower Vereinigung e.V., 2018.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Margrit Schlegel: Wegweiser zu pommerschen Museen und Heimatstuben. Hg. vom Pommerschen Kreis- und Städtetag. Mülheim 2008.

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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