Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Königsberg - Museum

Museum Stadt Königsberg (aufgelöst)

Bild Patenschaftoder Königsberger Sammlungen im  Haus Königsberg in Duisburg
 

Mit der Übernahme der Patenschaft im Jahr 1951 beschloss die Stadt Duisburg die aus dem Königsberger Archiv geretteten Bestände zu übernehmen und weitere "Erinnerungsstücke von historischem Wert"[1] sowie die Symbole der Stadt wie Fahne und Wappen zu bewahren. Daraufhin bat der damalige Kreisvertreter Hellmuth Bieske die Königsberger Gemeinschaft darum, weitere Erinnerungsstücke dem Archiv der Stadt Duisburg zur Verfügung zu stellen. Somit wurde die Grundlage für eine erste Heimatsammlung geschaffen und 1968 konnte das "Haus Königsberg" in der Mülheimer Straße 39 eingerichtet werden.[2]
1992 brachte man das Haus Königsberg  im  neuen Duisburger Kultur- und Stadthistorischen Museum unter, das in einer umgebauten Getreidemühle am Duisburger Innenhafen (Johannes-Corputius-Platz 1) eröffnet wurde. 

 

Bild Postkarte

 

Das Haus Königsberg gehörte über die Stiftung Königsberg dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft an und wurde ehrenamtlich von Mitgliedern der Stadtgemeinschaft Königsberg (Pr.) in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg betreut.
Zu den präsentierten Themen gehörten unter anderem die Geschichte Preußens und Königsbergs, der Deutsche Ritterorden, Simon Dach und der Königsberger Dichterkreis, das Musikleben und die Kunstakademie. Umfangreich war der Bestand an historischen Karten; zudem waren Bernsteinmöbel, Goldschmiedearbeiten und Majolika ausgestellt.

Im Archiv befanden sich die Nachlässe von Ernst Wiechert, Exponate der PRUSSIA-Gesellschaft für Heimatkunde Ost- und Westpreußens sowie Adressbücher und Zeitungen.

Das Museum veranstaltete Sonderausstellungen, wie etwa im Jahr 2004 eine Gedenkausstellung über den Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) und 2012 zum Thema 60 Jahre Patenschaft. Mit einer Sonderausstellung zur Reformation in Königsberg schloß das Museum 2016 seine Pforten. Die Bestände wurden in das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg integriert.

 

Aktualisiert: 18.8.2020



Quellen:

  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.
  • Museum Stadt Königsberg in Duisburg.
  • Ostpreußische Landsmannschaft: Gesamtverzeichnis der ostpreußischen Heimatstuben vom 23.04.2009. Hamburg 2009.
  • Walter Engel und Hans-Jürgen Schuch: Ostdeutsches Kulturerbe. Museen - Heimatstuben - Sammlungen in Nordrhein-Westfalen. Bad Münstereifel 2001, S. 34-35.
  • Wolfgang Kessler: Ostdeutsches Kulturgut in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch der Sammlungen, Vereinigungen und Einrichtungen mit ihren Beständen. Hg. von der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat (OKR). München 1989, S. 115.
  • Ulrich Albinus: Haus Königsberg, Duisburg. In: Jahrbuch für Ostdeutsche Volkskunde, 26 (1983), S. 343-348.
  • Ulrich Albinus: Die Erinnerung an Ostpreußens Hauptstadt lebt. Ein Rundgang durch das Haus Königsberg in Duisburg. In: Der gemeinsame Weg 21 (1981), S. 36-38.
  • Das Haus Königberg in Duisburg. In: Der gemeinsame Weg 2 I (1976), S. 11-12.
  • Alfons Perlick: Die Ostdeutschen Heimatstuben und Heimatsammlungen in Nordrhein-Westfalen. Geschichte - Aufgaben - Berichte. Im Auftrage des Arbeits- und Sozialministeriums. Düsseldorf 1964, S. 80-85.

 Fotografien:

  • Verzeichnis der Heimatstuben in Nordrhein-Westfalen 1977/1978 im Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf. [Stand: 24.02.2009]


[1] Hellmuth Bieske: Aufruf an alle Königsberger. Duisburg übernimmt die Patenschaft. In: Das Ostpreußenblatt vom 25.11.1951, S. 7.

[2] Gerhard Teich: Topographie der Osteuropa-, Südosteuropa- und DDR-Sammlungen. München, New York 1978, S. 66.

 

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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