Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Patenschaftsmuseum Goldap

Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen

Harsefelder Str. 44 a
21680 Stade
Tel.: 04141/7977537 oder 04142/3552
Internet: http://www.goldap.de/


Öffnungszeiten
Mittwoch
13:00-16:30 Uhr
sonst nach Vereinbarung, auch für Gruppen
Familie Trucewitz
Tel.: 04142/3552


Der Landkreis Stade stellte seinem Patenkreis Goldap gleich im Jahr der Patenschaftsübernahme 1952 eine Traditionsecke im Kreishaus zur Verfügung. Später bekamen die Goldaper einen Raum, in dem erste Erinnerungsstücke zusammengetragen wurden. 1970 begingen die Goldaper die 400-Jahr-Feier der Stadtgründung. Zu diesem Anlass übergab der Landkreis Stade die in dem historischen Gebäude „Am Wasser West“ neu eingerichtete „Goldaper Heimatstube“ der Kreisgemeinschaft. Ein erneuter Umzug 1987 in die Große Schmiedestraße 5 wurde als Gelegenheit genutzt, die inzwischen angewachsene Sammlung zu sichten und nach musealen Gesichtspunkten eine Dauerausstellung zu gestalten. Aus Sicherheitsgründen waren dort  die Museumsräume verschlossen. Über einen Anruf wurden dem Besucher zu den genannten Zeiten die Museumsräume geöffnet. Der - nur hierfür zu benutzende - Telefonapparat befand sich im Dielenbereich des Hauses an der rechten Wandseite.

 

Bild Ausstellung
Blick in die Präsentation am Standort Große Schmiedestraße

 

2011 wurde die Präsentation am jetzigen Standort neu eröffnet. Die umfangreiche und stetig wachsende Sammlung umfasst in der Hauptsache Dokumente, Fotos und Gegenstände des täglichen Bedarfs.

Bild Ausstellung



Die Ausstellung thematisiert verschiedene Bereiche wie Gesellschaft, Verwaltung, Landschaft, Landwirtschaft und Jagd. Beeindruckend sind die Modelle des Kaiserlichen Jagdschlosses und der Hubertuskapelle aus der Rominter Heide. Zur umfangreichen Bibliothek gehören ca. 1.200 Bände zum Thema Ostpreußen, eine Reihe von Tonbandaufnahmen in ostpreußischer Mundart, historische und zeitgenössische Videofilme von Ostpreußen sowie Filmaufnahmen von Reisen nach Goldap in den vergangenen 20 Jahren. Das Thema Haushalt wird vor allem durch Textilien präsentiert. Ergänzt wird das Museum durch einen Archivraum.

 

Weitere Informationen:
http://www.stade-tourismus.de/de/patenschaftsmuseum

 
Aktualisiert: 18.3.2020

 


Quellen: 

  • Barbara Magen (Hg.): Heimaterinnerungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Projekt zur Zukunft der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten Schriftenreihe des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen 4). Hannover 2019.
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Hrsg.): Dokumentation der Heimatsammlungen von Flüchtlingen, Vertriebenen und Aussiedlern in Niedersachsen. Oldenburg 2012, S. 145f.
  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.
  • Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen. Online im Internet: URL: http://www.stade-tourismus.de/de/patenschaftsmuseum [Stand: 18.01.2012].
  • Ostpreußische Landsmannschaft: Gesamtverzeichnis der ostpreußischen Heimatstuben vom 23.04.2009. Hamburg 2009.
  • Kurt J. Ellert: Die "Goldaper Heimatstube" in Stade. In: Jahrbuch für ostdeutsche Volkskunde 26 (1983), S. 390-398.
  • Bestandserhebung Ostdeutsche Heimatstuben 1984/85. In: Akten des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V., Geschäftsstelle Hannover.

Fotografien:

  • Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: Projekt "Erfassung und Dokumentation des Kulturguts der Heimatsammlungen und Heimatstuben in Niedersachsen 2008/2009", im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration.



HINWEIS

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