Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Johann Eimann Stube in Speyer

Johann Eimann Stube

Bild Trachtenpuppen im Haus Pannonia
Friedrich Ebert Str. 106
67346 Speyer
Tel. 06232-44190

Ansprechpartner
Paul Nägl
Röntgenweg 2a
67346 Speyer
Tel.: 06232-43300
E-Mail: hup.naegl(Klammeraffe)gmx.de


Öffnungszeiten
nach Vereinbarung und aktuell im Internet: http://www.donaudeutsche-speyer.de


Die Johann Eimann Stube befindet sich im Dachgeschoß des Hauses Pannonia in Speyer. Das Haus wurde 1981 errichtet und ist von einem großen Freigelände umgeben. Zum Haus gehört eine überdachte Außenanlage, die ein Modell der Ulmer Schachtel und landwirtschaftliche Geräte beherbergt. Es bietet zudem verschiedene Veranstaltungsräume. Im Laufe der Jahre haben sich einige Erinnerungsgegenstände und museale Objekte angesammelt, die die Gäste des Hauses mitgebracht und die Eingang in die Johann Eimann Stube gefunden haben. Johann Eimann wanderte Ende des 18. Jahrhunderts aus Durchroth im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz in die Batschka aus. Er ist Verfasser des Werkes: "Der deutsche Kolonist, (Erinnerung) oder die deutsche Ansiedlung unter Kaiser Joseph dem Zweiten in den Jahren 1783 bis 1787 absonderlich im Königreich Ungarn in dem Bácser Comitat". Ein Schwerpunkt der Präsentation im Haus Pannonia liegt daher auch auf der Batschka. Die Ausstellung thematisiert die Auswanderung nach Südosteuropa, das Alltagsleben (v. a. Landwirtschaft) und die Flucht, Vertreibung bzw. das Lagerleben während und nach dem zweiten Weltkrieg.


Bild Wagen


Ein großer Fluchtwagen steht in der Mitte des Hauptraumes, dahinter folgen Stelltafeln, die über die Geografie des Donaugebietes informieren sowie über die Einwanderung der Deutschen, unter anderem auch aus dem Gebiet um Speyer. In den seitlichen Vitrinen werden Trachten, Modelle, Musikinstrumente und Archivalien präsentiert. Viele Abbildungen und Fotografien von Kirchen und Festen veranschaulichen das Alltagsleben in der Batschka und in anderen Regionen Südosteuropas. In einem Seitenzimmer ist eine Stubeneinrichtung inszeniert.


Bild Küche

Neben einer Küchenecke samt Herd und hauswirtschaftlichen Geräten findet man dort Tisch und Stühle, ein Paradebett, Heiligenbilder und -figuren sowie einen gefüllten Kleiderschrank mit Trachten und weiteren Textilien. Den hinteren Bereich des Dachgeschosses nimmt ein großes Modell des Dorfes Bukin in der Batschka ein. Es zeigt sehr detailliert die Dorfstruktur und anhand der Nummerierung der einzelnen Häuser kann man deren vormalige Bewohner identifizieren.


Bild Modell


Quellen:

  • Informationen der Donaudeutschen Landsmannschaft in Rheinland-Pfalz e.V., Stadtverband Speyer [Stand: Oktober 2009].
  • Informationen Vereine Speyer: http://www.speyer.de/de/leben/vereine/liste/114 [Stand: Oktober 2009].
  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.
  • Organe und Einrichtungen der Donaudeutschen Landsmannschaft. In: Donaudeutsche Landsmannschaft in Rheinland Pfalz e.V.: 300 Jahre Donauschwaben. Jubiläumsausgabe zum 50-jährigen Bestehen der Donaudeutschen Landsmannschaft in Rheinland-Pfalz 1951-2001 (Donauschwäbisches Archiv : Reihe 3, Beiträge zur donauschwäbischen Volks- und Heimatforschung; 103). München 2003, S. 179-217, hier S. 204-212.

Fotografien:

  • Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland. Ein Projekt am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 2008-2012.


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
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