Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Schambeker Sammlung im Korallen- und Heimatmuseum Nattheim

Abteilung Schambek [Zsámbék] im Korallen- und Heimatmuseum Nattheim

in der Alten Schule
Neresheimer Str. 9
89564 Nattheim

Kontakt
Tel.: 07321/73248
oder 07321/9784 -0
E-Mail: museum@nattheim.de


Öffnungszeiten
jeden ersten Sonntag im Monat
14:00 - 17:00 Uhr
Dezember und Januar
jeden Sonntag
14.00 - 17.00 Uhr
sowie nach telefonischer Voranmeldung


Im Korallen- und Heimatmuseum kann man die weltberühmten Nattheimer Korallen bewundern. Neben den fossilen Korallen aus der Jurazeit werden wichtige Zweige der lokalen Rohstoffgewinnung (Eisen, Holzkohle, Stein, Tabak) und deren Verarbeitung aus mehreren Jahrhunderten gezeigt.

Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2000 wird der Besucher aber auch über die Geschichte der Heimatvertriebenen aus Schambek [Zsámbék] informiert. Exponate wie Milchtopf, Mohnmörser, ein mit 1886 datierter Wäscheschrank und ein Hausaltar von ca. 1890 geben Einblicke in die Bereiche Küche und Wohnen. Hervorzuheben ist hier der sogenannte "Blutzer", ein enghalsiges, unglasiertes Tongefäß, das als Wasserkrug (fünf Liter) diente, einer antiken Amphore gleich. Durch die Tonwand drang Feuchtigkeit nach außen, so dass die Verdunstungskälte auf der tönernen Außenwand das Wasser im Inneren im Sommer kühl hielt. Ergänzend finden sich in der Sammlung verschiedene Wohnhausmodelle.
Rock (Männerjacke), Röckl (gefälteter Frauenrock), Schopftuch (haubenartiges, traditionell gebundenes Kopftuch) und Brautkranz vermitteln einen Eindruck von der farbenfrohen Schambeker Tracht des vorigen Jahrhunderts.

2017 wurde der Schambeker Heimatverein aufgelöst.

Bild Schrankdetail
Zweitüriger Wäscheschrank mit Besitzvermerk: Barbara Huber, 1886 (Detail)



Aktualisiert: 27.7.2020


Quellen:

  • Annemarie Röder (Hg.): Gerettet - gesammelt - gesichtet: Heimatsammlungen von Vertriebenen und Flüchtlingen in Baden-Württemberg. Stuttgart 2012, S. 55.
  • Projekt zur Erfassung der Heimatstuben in Baden-Württemberg 2010. Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart, im Auftrag des Innenministeriums Baden-Württemberg.

 Fotografien:



HINWEIS

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