Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Jägerndorfer Heimatstuben

Jägerndorfer Heimatstuben (eingelagert)

voraussichtlich ab 2022 im
Markgrafenmuseum
Kaspar-Hauser-Platz 1
91522 Ansbach

 

Kontakt
Heimatstuben
Diether Ertel
Tel.: 08638/4767
E-Mail: dietherertel@web.de
Internet: http://www.jaegerndorf-sudetenland.de


Heimatarchiv
Peter Nickmann
Tel.: 09824/91125 
Der Archivbestand wird schrittweise digitalisiert unter:
www.nickmann.website/privat/Archivbestand.html

 

Die Heimatstuben befanden sich im denkmalgeschützten Fachwerkgebäude im Rathaushof am Martin-Luther-Platz 1 (91508 Ansbach). Sie beherbergten nach einer Erweiterung im Jahr 2000 in sechs Räumen Exponate, die einen Überblick über die Geschichte des sudetenschlesischen Herzogtums Jägerndorf, vor allem unter den Fürsten von Brandenburg-Ansbach und Liechtenstein sowie über Stadt und Kreis Jägerndorf bis 1945 gaben. Jägerndorf [Krnov] liegt am Übergang vom schlesischen Oder-Tiefland zum Altvatergebirge. Ansbach und Jägerndorf sind historisch eng verbunden: 1523 bis 1603 waren die Markgrafen von Ansbach auch Herzöge von Jägerndorf. 1954 übernahm die Stadt Ansbach die Patenschaft über die Stadt Jägerndorf.

Bild Blick in die Heimatstube



In den Heimatstuben wurde die Geschichte Jägerndorfs, das sich im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen industriellen Zentrum entwickelte und bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zu den bedeutendsten Industriestandorten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zählte, anhand von zahlreichen Schautafeln und Bildern, Gebrauchsgegenständen des Haushalts, des Handwerks und der Landwirtschaft, Textilien (u. a. Klöppelspitzen aus Hotzenplotz [Osoblaha] und Trachten), Gläsern, Porzellan und Keramik, sowie geretteten Gegenständen aus katholischen und evangelischen Kirchen wieder lebendig. An verschiedenen Wochenenden des Jahres wurden in den Heimatstuben Sonderausstellungen zu bestimmten Themen gezeigt. Wegen Sanierung des Rathausareals wurden die Heimatstuben 2021 zunächst im Stadtarchiv eingelagert. Teile der Sammlung sollen im Depot verbleiben, während ausgewählte Exponate in die Neukonzeption des Markgrafenmuseums integriert werden.

 

Aktualisiert: 5.10.2021


Quellen:

  • Klaus Mohr (Hg.): Sudetendeutsche Heimatsammlungen von A bis Z. Online in Internet:
    URL: http://www.sudetendeutsches-archiv.de [Stand: 04.01.2021].
  • Michael Henker (Hg.): Die Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern. München 2009, S. 14.
  • Schlesisches Museum zu Görlitz: Projekt "Schlesische Heimatstuben in der Bundesrepublik Deutschland". 2000/2007. Online in Internet: URL: http://www.schlesisches-museum.de/hst/ [Stand: 13.1.2021].
  • Heinrich Kuhn: Sudetendeutsche Heimatsammlungen: Museen, Archive, Galerien, Bibliotheken, Heimatstuben, Privatsammlungen. Hg. vom Sudetendeutschen Archiv. 2. Erw. Neuaufl., München 1985, S. 113f.

 

Fotografie:

  • Michael Henker (Hg.): Die Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern. München 2009, S. 14.

 

HINWEIS

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