Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Heimatstube des Heimatkreises Römerstadt

Heimatstube des Heimatkreises Römerstadt

im  Museum Lahnau
Hedwig-Schmidt-Haus
Friedenstraße 20
35633 Lahnau-Waldgirmes


Kontakt
Anneliese Ludwig
Lerchenweg 4
35792 Löhnberg
Tel.: 06471 / 61244
E-Mail: annelise-ludwig@web.de
oder
Museum
Tel.: 06441/64522
E-Mail: info@museum-lahnau.de
oder
R. Stahl
Tel.: 0151/288 597 64
E-Mail: info@geschichtsverein-lahnau.de


Öffnungszeiten
März bis Oktober
jeden zweiten Sonntag im Monat
15:00-17:00 Uhr
und nach Vereinbarung



Nach der Vertreibung schlossen sich die in den Kreisen Gießen und Wetzlar angesiedelten Sudetendeutschen aus dem Kreis Römerstadt [Rýmařov] zu dem Verein „Heimatkreis Römerstadt-Altvater e. V.” zusammen. Gründer, Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter des Heimatkreises wohnten in Atzbach und so kam bald der Gedanke an den Aufbau einer Sammlung zur Erinnerung an die Heimat auf.

 

Bild Altvaterturmmodell
In der Sammlung steht auch ein mächtiges Modell des ehem. Altvaterturms

Die Sammlung fand ab 1976/77 auf dem Hofgut Winnerod bei Reiskirchen ein erstes Zuhause, zog aber schon 1981 in das Heimatmuseum in Waldgirmes, weil dort eine bessere Betreuung möglich war.
Innerhalb des Museums nimmt die Heimatsammlung einen Ausstellungsraum im Erdgeschoss ein. Zusätzlich werden eine Wandvitrine im Sitzungs- und Versammlungsraum und im Obergeschoss eine weitere Vitrine bestückt, die überwiegend Trachten aufnimmt.

 

Bild Vitrine
'Trachtenreigen' aus der Altvaterregion


Zu den herausragenden Stücken gehört ein Nachttopf aus dem Besitz der Grafenfamilie Harrach von Schloss Janowitz im Kreis Römerstadt. Die letzte Besitzerin war Angestellte auf dem Schloss und hatte den Topf in den 1960er Jahren mitgebracht.

 

Bild Topf
Ein gräflicher Nachttopf von Schloss Janowitz im Kreis Römerstadt


Ebenso zählt eine Steingutschüssel dazu, die mehrfach gesprungen und zerbrochen ist und die bemerkenswert aufwändig durch ein Geflecht aus verdrehten Drähten repariert wurde. Die Objektgeschichte ist lückenhaft: Entweder führte sie ein Vertriebener während der Vertreibung mit sich oder er erhielt sie in einem Lager.

 

Bild Schuessel
Diese Schüssel stammt aus den 1940er Jahren und hat viel mitgemacht.


Schließlich ist noch auf ein schwarzes Holztablett zu verweisen, das als Schülerarbeit in der Klosterschule Römerstadt entstand. Das auf die Oberfläche aufgelegte und durch eine Glasscheibe geschützte Stanniolbild zeigt eine Weinrebe mit -ranke. Die Vorbesitzerin hatte Kontakt zu der Klosterschule beziehungsweise zu den dortigen Schwestern und brachte dieses Tablett in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit.

 

Bild
Eine Schülerarbeit aus der Klosterschule Römerstadt.

 

Aktualisiert: 5.6.2020


Quellen:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].
  • Bund der Vertriebenen, Landesverband Hessen e.V.: Heimatstuben und Sammlungen in Hessen. Online in Internet: URL: http://www.bund-der-vertriebenen- hessen.de/heimatstuben/pageframe_heimatstuben.html [Stand: 03.03.2009].
  • Museen in Hessen: Ein Führer zu 370 hessischen Museen. 6., neu überarb. Aufl. Kassel 2008, S. 189.

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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