Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Heimatstube des Heimatkreises Bärn

Heimatstube des Heimatkreises Bärn

Bild GewandAm Alten Stück 3 (Bürgerhaus)
35428 Langgöns
Internet:  http://www.baern.de

Kontakte
Ingeborg Kohler
Tel.: 06403/62889

Alfred Herold
Tel.: 06182/4296


Träger
Heimatkreis Bärn e. V. und Gemeinde Langgöns


Öffnungszeiten

nach Vereinbarung (Frau Kohler)


Seit 1962 besteht eine Patenschaft des Landkreises Gießen über die Vertriebenen aus dem nordmährischen Heimatkreis Bärn [tschech.: Moravský Beroun]. Die Gemeinde Langgöns, in der jährlich die Bärner Heimattreffen stattfinden, übernahm 1963 die Patenschaft für die ehemaligen Bewohner von Groß-Dittersdorf [tschech.: Čermná] (das Dorf musste nach 1946 einem Militärübungsplatz weichen) und stellte 1974 dem Heimatkreis Bärn e. V. Räume für die Präsentation der seit 1962 zusammengetragenen Heimatsammlung zur Verfügung. 2003 zog die Bärner Heimatstube in freigewordene Räume des heutigen Langgönser Bürgerhauses um. Der Sammlungsbestand sowie Büro- und Besprechungsräume mit Bibliothek und Archiv des Heimatkreises Bärn e. V. sind hier nun auf zwei Etagen untergebracht.

Bild Medaille
Medaille mit Darstellung des „Deutschen Hauses“ in Bärn (Grundsteinlegung am 9. Juni 1924)


Bereits im Treppenhaus geben Karten, Bilder, Fotografien und andere Objekte einen Einblick in den Heimatkreis und das Thema Vertreibung. In dem mit vielen Vitrinen ausgestatteten ersten Obergeschoss kann ein umfangreicher Bestand an Sachgütern aus verschiedenen Lebensbereichen besichtigt werden (u. a. Porzellan, Glas, Hausrat, Geräte und Produkte von Schuhmachern aus dem Kreis Bärn, Musikinstrumente, Bekleidung und Textilien, Gegenstände aus dem kirchlichen und religiösen Bereich).

Bild Naehmaschine
Eine Leder-Nähmaschine, die Emil Mader aus Bautsch [Budišov nad Budišovkou] in den 'Westen' mitnahm, um hier sein Handwerk weiter ausüben zu können


Die drei Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss enthalten vor allem Präsentationen zu verschiedenenen Orten des Heimatkreises Bärn (von Vertriebenen angelegte Orts- und Familienchroniken, Fotos, Bilder, Karten/Pläne, Modelle, persönliche Dokumente und andere Archivalien), unter anderem eine österreichische Uniform mit Pickelhaube aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und die Saatreiterfahne der Gemeinde Gundersdorf [tschech.: Guntramovice] aus dem Jahr 1935. Zahlreiche Gedenktafeln erinnern an die Kriegsopfer u. a. aus Bautsch, Christdorf, Domstadtl, Groß-Waltersdorf, Hof, Rautendorf und Reigersdorf.

Bild Kiste
Die Transportkiste einer vertriebenen Familie aus Ober-Gundersdorf




Quellen:

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012]. (Fotografie oben rechts: Ein Priestergewand aus der Pfarrkirche St. Anna in Domstadtl)
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
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