Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Böhmerwaldmuseum Passau

Böhmerwaldmuseum Passau (integriert)

Bild Blick in die Ausstellung

im Passauer Oberhausmuseum
Oberhaus 125
(Zugang: innerer Burghof)
94034 Passau


Kontakt
Tel.: 0851/396 800
Fax: 0851/396810
E-Mail: museumskasse@passau.de 


Öffnungszeiten vom 15. März bis 15. November
Montag bis Freitag
9:00-17:00 Uhr
Samstag, Sonn- & Feiertage
10:00-18:00 Uhr

 

Im Fürstenbau des Passauer Oberhausmuseums können seit 2007 Besucher und Besucherinnen  das bereits 1954 gegründete Böhmerwaldmuseum in moderner Konzeption besichtigen. Der "Verein Böhmerwaldmuseum Passau e. V." zeigt in den von der Stadt Passau als Patenstadt der Böhmerwäldler zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten Sachzeugnisse, Modelle, Text- und Bildtafeln. Alle Texttafeln sind dreisprachig (deutsch, englisch, tschechisch). Das Passauer Böhmerwaldmuseum knüpft an die Tradition des 1923-45 bestehenden Böhmerwaldmuseums in Oberplan [Horní Planá] an, das eine wichtige Rolle in der deutschen Kulturarbeit spielte.



Bild Bücher
Beispiele für die Produktion der 1855 in Winterberg gegründeten Verlagsanstalt J. Steinbrenner

 

Das heutige Böhmerwaldmuseum will aber nicht nur auf die Vergangenheit verweisen, sondern vor allem im Hinblick auf die großen politischen Veränderungen seit 1990 dazu beitragen, ein übereinstimmendes Geschichtsverständnis der früheren deutschen Bewohner des Böhmerwaldes beziehungsweise ihrer Nachkommen und seiner jetzigen tschechischen Bevölkerung zu fördern. Die gemeinsame Identifikation mit dieser Kulturlandschaft Mitteleuropas soll darüber hinaus zum Einsatz für den Erhalt ihres einmaligen Reizes anregen.
Das drei Räume umfassende Museum weist zunächst auf die geographischen und geschichtlichen Besonderheiten des Böhmerwaldes hin sowie auf die vielen Beziehungen zwischen Passau und dem Böhmerwald. Im Anschluß  werden Flucht und Vertreibung und deren Folgen für Passau und Umgebung thematisiert. Die Besucher und Besucherinnen erfahren außerdem Wissenswertes zur Geschichte des Böhmerwaldmuseums Oberplan. Die Passionsspiele in Höritz und die Wallfahrten des Böhmerwaldes bilden weitere Ausstellungsthemen. Dem in Oberplan geborenen Dichter und Maler Adalbert Stifter (1805-68) ist ebenfalls eine Ausstellungseinheit gewidmet. Der dritte Ausstellungsraum widmet sich den Themen Land und Forstwirtschaft, Haushandwerk, 'Volkskunst', Kleidung und Tracht, Fremdenverkehr, Schul- und Bildungswesen vor 1945. Durch die Fenster des Museums kann der Besucher die Aussicht auf Passau und den Böhmerwald genießen.
2012 ging das Museum an die Stadt Passau über. Der Verein unterstützt die Sammlung weiterhin mit Rat und Tat und bietet Veranstaltungen an.
Die Universität Passau hat zusammen mit der Südböhmischen Universität Budweis im Rahmen des Projektes Geschichtsbausteine Bayern-Böhmen historisch didaktische Bausteine für den Unterricht zum Böhmerwaldmuseum im Oberhausmuseum erarbeitet.

 

Bild Privileg
Niederschrift der Privilegien der Künischen Freibauern aus dem 18. Jahrhundert


Aktualisiert: 20.5.2020


Quellen:

  • Klaus Mohr (Hg.): Sudetendeutsche Heimatsammlungen von A bis Z. Online in Internet: URL: http://www.sudetendeutsches-archiv.de [Stand: 04.01.2021].
  • Michael Henker (Hg.): Die Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern. München 2009, S. 85.
  • Heinrich Kuhn: Sudetendeutsche Heimatsammlungen: Museen, Archive, Galerien, Bibliotheken, Heimatstuben, Privatsammlungen. Hg. vom Sudetendeutschen Archiv. 2. Erw. Neuaufl., München 1985, S. 38-41.

Fotografien:

  • Michael Henker (Hg.): Die Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern. München 2009, S. 85.



HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a | 26127 Oldenburg
Telefon: +49 441 96 19 5-0 | Fax: +49 441 96 19 5-33 | E-Mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de