Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Saazer Heimatmuseum

Saazer Heimatmuseum

Bild Lithographie

Markgräfliches Schlösslein
Bahnhofstraße 1
91166 Georgensgmünd
Tel.: 09172/638 945; 09172/638 987 oder 06078/3573
E-Mail: mail(Klammeraffe)kulturkreis-saaz.de
Internet: http://www.saazer-heimatmuseum.de


Öffnungszeiten
nach Vereinbarung


Saaz [Žatec], in Nordböhmen gelegen, war und ist das Zentrum eines weltweit bedeutenden Hopfenanbaugebietes. Viele heimatvertriebene Saazer zog es daher nach Nürnberg und die südlich anschließenden Hopfenanbaugebiete - so auch Hermann Wurdinger sen., dessen Familie seit vielen Jahren mit dem Hopfenhandel verbunden war und auf dessen seit den 1960er Jahren zusammengetragene Sammlung von Büchern, Urkunden, Bildern und Festschriften aus dem Saazerland das heutige Saazer Heimatmuseum begründet ist. Im schönen Ambiente des aufwendig renovierten Jagdschlössleins der Ansbacher Markgrafen aus dem Jahr 1666 in Georgensgmünd können Interessierte seit 1999 in zwei Räumen im 2. Obergeschoß Trachtenraritäten, Bilder und Graphiken, wertvolle Kacheln und einen großen Dokumentationsbestand zum Leben in Saaz bis 1945 betrachten. Seit kurzem bietet ein Computer in der Ausstellung zusätzliche Informationen zu den über 2.500 Exponaten. Zu den ältesten Objekten zählen ein romanisches Relief, das ehemals zum Hauptportal der Saazer Stadtkirche gehörte, wie auch Urkunden aus dem 14. Jahrhundert mit Aufzeichnungen des Johannes Henslin (Johannes von Saaz), Verfasser des "Ackermanns aus Böhmen", das zu den bedeutendsten Werken der spätmittelalterlichen deutschen Literatur zählt.



Bild Relief
Romanisches Relief eines Herrscherbildes, 11. Jh., ursprünglich Teil des Hauptportals der Saazer Stadtkirche



Quellen:
  • Klaus Mohr (Hg.): Sudetendeutsche Heimatsammlungen von A bis Z. Online in Internet: URL: http://www.sudetendeutsches-archiv.de [Stand: 04.01.2010].
  • Michael Henker (Hg.): Die Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern. München 2009, S. 39.
  • H. Helmer: Saazer Heimatmuseum Georgensmünd. In: Sudetenpost, 15.01.2009, S. 7.
  • Heinrich Kuhn: Sudetendeutsche Heimatsammlungen: Museen, Archive, Galerien, Bibliotheken, Heimatstuben, Privatsammlungen. Hg. vom Sudetendeutschen Archiv. 2. Erw. Neuaufl., München 1985, S. 252.


Fotografien:

  • Michael Henker (Hg.): Die Heimatsammlungen der Sudeten- und Ostdeutschen in Bayern. München 2009, S. 39.


HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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