Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Abteilung über Flüchtlinge und Vertriebene (Neustadt) im Konrad-Zuse-Museum Hünfeld

Abteilung über Flüchtlinge und Vertriebene

Bild Haus

Schwerpunkt Neustadt

im Konrad-Zuse-Museum
Kirchplatz 4-6
36088 Hünfeld
Tel.: 06652/919884
Fax: 06652/919879
E-Mail: zuse-museum(at)huenfeld.de


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch und Freitag bis Sonntag
15:00-17:00 Uhr


1946 kamen etwa 1.900 Vertriebene aus dem Kreis Friedland/Isergebirge in den Raum Hünfeld, darunter viele Personen aus Neustadt an der Tafelfichte [tschech.: Nové Město pod Smrkem]. Die Ansiedlung der Vertriebenen führte zu einer wirtschaftlichen Umstrukturierung des bisher überwiegend landwirtschaftlich geprägten Raumes. 1955 übernahm die Stadt Hünfeld die Patenschaft für die Neustädter aus dem Isergebirge, deren Bundestreffen regelmäßig in Hünfeld stattfinden.

 

Bild Ausstellung
Blick in die Ausstellung über die Vertriebenen aus dem Heimatkreis Friedland/Isergebirge


Seit 2000 gab es im Hünfelder Rathaus eine „Galerie der Neustädter Heimatgilde“. Die dort ausgestellten Gegenstände wurden 2007 bei der Erweiterung des Konrad-Zuse-Museums in die neue Abteilung über „Flüchtlinge und Vertriebene (u. a. aus Neustadt a. d. T.)“ integriert und somit in die stadtgeschichtliche Dauerausstellung eingebunden.

 

Bild Becher
Ein Andenkenbecher mit der Darstellung des Aussichtsturms auf der Tafelfichte


Die Ausstellung informiert mit Texten (auch Zeitzeugenberichte) und Bildern über die Vertreibung, die Ansiedlung der Vertriebenen und die Auswirkungen dieser Entwicklung auf den Raum Hünfeld. Die Sammlung umfasst neben historischen Fotografien und Bildwerken Gegenstände aus Nachlässen, z. B. Porzellan, Glas und Textilien. Zudem sind Koffer, Kisten und Körbe als Zeugnisse der Vertreibung zu sehen. Ein hölzernes Modell des Aussichtsturms auf der Tafelfichte, Heimaterde, Wappenteller, sowie Wimpel von Vertriebenentreffen und -vereinigungen ergänzen den Bestand. Weitere Objekte, archivalisches Material und Nachlässe werden im Depot des Museums aufbewahrt.

 

Bild Korb
Ein Rückentragekorb, der bei der Vertreibung mitgeführt wurde

 

Aktualisiert: 29.4.2020


Quellen:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
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