Sammlungen nach Herkunftsgebieten

Abteilung "Egerland" im Oberhessischen Museum Gießen

Abteilung Egerland im Oberhessischen Museum (eingelagert)

im Leib'sches Haus
Georg-Schlosser-Str. 2
35390 Gießen

Das Leib'sche Haus ist aufgrund der anstehenden Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sowie der Einrichtung der neuen Dauerausstellung seit dem 20. Juli 2021 bis voraussichtlich Sommer 2025 geschlossen.


Kontakt
Ingrid Paulus
Markwald 19
35398 Gießen
Tel.: 0641/25570
E-Mail: paulus_thome(at)web.de

 
Träger
Egerländer Gmoi Gießen e. V. und Stadt Gießen
Tel.: 0641/25570


Nachdem 1946 der erste reguläre Transport mit Vertriebenen aus der Tschechoslowakei Gießen erreicht hatte (etwa 1.200 Personen), fanden vor allem Egerländer in der Stadt und Umgebung Aufnahme. 1979 wurde auf Wunsch der 1952 gegründeten Egerländer Gmoi Gießen mit dem Aufbau einer Heimatstube begonnen, die als Bestandteil des Oberhessischen Museums 1980 eröffnet werden konnte. Durch einen Einbruchsdiebstahl im Jahr 1995 verlor die Sammlung 110 ihrer wertvollsten und attraktivsten Gegenstände (Schmuck, Glas, Porzellan etc.).

 

Bild Rose
Gesinterte Rosen aus Karlsbad [Karlovy Vary]


Die Ausstellung der Egerländer Gmoi Gießen befindet sich im zweiten Obergeschoss des Leib’schen Hauses und schließt an die volkskundliche Abteilung des Oberhessischen Museums an. Gezeigt werden vor allem Porzellangeschirr, böhmische Trinkgläser, persönliche Dokumente (überwiegend aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts), bemalte Truhen und Gegenstände aus dem religiösen Bereich (Gebetbücher, Heiligenfiguren, Konfirmationsandenken etc.).

 

Bild Buch
Ein handgeschriebenes Gebetbuch

 

Drei Figurinen veranschaulichen die Egerländer Tracht der Frauen und Männer, weiterhin sind Tücher, Schleifenbänder und Kopfbedeckungen (z. B. eine Brauthaube) ausgestellt. Eine eigene Vitrine enthält Graslitzer und Schönbacher Musikinstrumente. Zusammen mit Informationstexten und einer großen Wandkarte „Das Egerland“ soll die Präsentation einen Überblick über die kulturellen Besonderheiten und die Geschichte des Egerlandes vermitteln.

 

Bild Partitur
Partituren Egerländer Volkslieder

Ein Egerländer Archiv wurde im März 2018 in Zusammenarbeit mit Dr. Horst Engel, Leiter des Karlsbader Museums, Wiesbaden, aufgelöst. Trachten, Noten, Literatur und Bilder wurden der befreundenten Gmoi Vöhringen übergeben.  Schaufensterpuppen komplett eingekleidet in original Egerländer Trachten - jeweils eine Frauen-, Männer-, Mädchen und Bubentracht wurden dem Altvaterturm in Lehesten/Thüringen gestiftet.
 

Aktualisiert: 20.10.2021


Quellen:

Fotografien:

  • Projekt des Hessischen Sozialministeriums und des Hessischen Museumsverbandes [Stand: 07.12.2012].

HINWEIS

Das BKGE verfügt nicht über ein Archiv oder personenbezogene Dokumente. Für konkrete Anfragen, etwa zu bestimmten Personen und ihren Biographien oder zu Dokumenten wie Ortsplänen, Kirchenbüchern und historischen Fotografien, möchten wir Sie bitten, sich direkt an die Betreuer/innen der jeweiligen Heimatsammlungen zu wenden.
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
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