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Archivführer Stettin

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Schulinspektoren der Kreise und Gemeinden

Durch Verordnung vom 23.10.1817 wurden in Preußen Schulinspektoren der Kreise und Gemeinden berufen. Ihre Aufgaben ähnelten dem Tätigkeitsbereich der Provinzialschulkollegien, betrafen aber das Volksschulwesen auf Kreis- und Gemeindeebene. Schulinspektoren waren meist geistliche Personen. Zu einer völligen Übernahme der Aufsicht über das gesamte Schulwesen durch den Staat kam es erst durch das Gesetz vom 11.3.1872, als die Abhängigkeit der Schulen von den Kirchen aufgehoben wurde. Es hieß hier, daß die Einsetzung von Schulinspektoren der Kreise und Gemeinden und die Festlegung ihres Tätigkeitsgebiets ausschließlich Sache des Staates sei. Zu den Pflichten der Inspektoren gehörte die Auswahl des Lehrkörpers, die Bestätigung von Unterrichtsplänen, die Aufsicht über Verwaltung, Bau, Reparaturen und Finanzen der Schulen. Der Kreisschulinspektor stand direkt den Gemeindeschulinspektoren vor, welche mit Gesetz vom 18.7.1919 abgeschafft wurden; ihre Aufgaben übernahmen die Kreisinspektionen. 1920 wurden auch die Kreisinspektionen aufgelöst und durch Kreisschulräte ersetzt.

Literatur

Bremen, E. v.: Die preußische Volksschule, Stuttgart u. Berlin 1905.

Rohrscheidt, Kurt v.: Volksschulunterhaltungsgesetz, Berlin 1925.

BF

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Stand: 30.11.2004

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