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Archivführer Stettin

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Begriff: Landwirtschaft

117 Bestände:

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0002 Herzoglich Stettiner Archiv (Rep. 4, Archiwum Książąt Szczecińskich)

[1209] 1440–1808 [1828]; 9142 AE, 213 lfm.

Die Herausbildung eines pommerschen Staates reicht bis zum Ende des 11. Jahrhunderts zurück. Als erster historischer Herrscher Pommerns gilt Wartislaw (Warcisław) I., der Gründer der Greifendynastie. Er wurde in den zwanziger Jahren des 12. Jahrhunderts polnischer Lehnsmann. Zu jener Zeit formte sich ein Staat mit einer eigenen, an polnischen Vorbildern orientierten Verwaltung heraus. Seit 1181 war das Herzogtum Pommern ein Lehen des deutschen Reiches, obschon es zwischen 1184 und 1221 vorübergehend ein dänisches Lehen war.

Im 13. Jahrhundert spielten sich in Pommern entscheidende Wandlungsprozesse ab. Ein Netz von Lokationsstädten entstand, die zu Magdeburgischem und lübischem Recht gegründet wurden. Auch das Land wurde schrittweise umgestaltet und kolonisiert. Die wirtschaftlichen Veränderungen führten zur Entstehung einer Ständegesellschaft. Im 12. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde das Herzogtum vom Herzog persönlich verwaltet, der in seinen Händen die Legislative, Exekutive und Jurisdiktion vereinte. In späterer Zeit wurden seine Rechte zugunsten der Stände eingeschränkt, die bei den wichtigsten Fragen der Außen- und Innenpolitik, vor allem aber in Steuersachen mitentschieden.

Seit den dreißiger Jahren des 13. Jahrhunderts entwickelte sich eine Kanzlei des pommerschen Herzogs. Die Produktion von Pergamenturkunden stieg an, deren Aufbewahrungsort immer sorgsamer behütet wurde.

Im Jahre 1295 wurde der Greifenstaat in die beiden Herzogtümer Wolgast und Stettin aufgeteilt, womit die Aufspaltung Pommerns ihren Anfang nahm. Gleichzeitig versuchten die Camminer Bischöfe, aus einem Teil Pommerns ein in territorialer Hinsicht eigenständiges Bistum zu bilden. Die feudale Zersplitterung Pommerns dauerte bis 1478, als es Bogislaw (Bogusław) X. gelang, das Land zu einen. Unter seiner Herrschaft bildeten sich die zentralen Staatsverwaltungsorgane endgültig heraus, deren erstes die pommersche Kanzlei mit dem Kanzler an ihrer Spitze war, welche die Aktivitäten des Herzogs bei der Außen- und Innenpolitik unterstützte. Dann ist das Marschallamt zu nennen, das die Hofräte, die herzogliche Wache, den Hof und die Dienerschaft überwachte sowie sich um die Sicherheit der herzoglichen Person sorgte und für die Einhaltung des Hofzeremoniells Sorge trug. Das dritte zentrale Organ war schließlich der Landrentmeister, dem die Erhebung der Steuern oblag. Zusätzlich richtete Bogislaw X. als höchste gerichtliche Instanz des Herzogtums ein Hofgericht ein, das bis 1575 mit der Kanzlei verbunden war. Die herzoglichen Domänen wurden von Ämtern verwaltet, an deren Spitze Amtmänner standen.

Gegen Ende der Herrschaftszeit Bogislaws X. gewann der Protestantismus in Pommern immer mehr Anhänger; 1534 wurde er Staatsreligion, als die Herzöge sich auf dem Landtag in Treptow für ihn aussprachen. 1532 wurde das Land wieder aufgeteilt – in das Herzogtum Wolgast (Philipp I.) und das Herzogtum Stettin (Barnim XI.). Eine Enklave war das protestantische Fürstbistum, das seit 1566 eine Sekundogenitur der Greifendynastie war.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam es zu einem schrittweisen Aussterben der Greifen. 1625 herrschte der letzte Herzog Bogislaw XIV. wieder über das gesamte Herzogtum Pommern. Nach seinem Tod im Jahre 1637 und dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648 wurde der Greifenstaat zwischen Schweden und Brandenburg aufgeteilt. Letztendlich fielen durch das Grenzabkommen von Stettin 1653 die Gebiete westlich der Oder einschließlich der Gebiete an Oder, Dammschem See, Stettiner Haff und Dievenow mit den Städten Greifenhagen, Altdamm, Gollnow und Cammin an den König von Schweden. Die Gebiete östlich davon gingen an den Kurfürsten von Brandenburg.

Die Teilung des Herzogtums 1532 zwischen Barnim XI. und Philipp I. führte zugleich zu einer Trennung des Archivs. Es wurde seinerzeit bestimmt, daß auf der Burg Wolgast jene Urkunden vereint werden sollten, die den gesamten Greifenstaat betrafen. In Stettin sollten lediglich solche Archivalien verbleiben, die das Herzogtum Stettin betrafen, und außerdem Abschriften der wichtigsten gesamtstaatlichen Dokumente. Entgegen diesem Abkommen wurde Wolgast aber nicht zum Hauptarchiv des Staates. Beide Einrichtungen waren gleichrangig, doch mit der Zeit erlangte das Archiv auf der Stettiner Burg ein Übergewicht.

1642 wurden nach dem Aussterben der Greifendynastie Repertorien für die Akten des Stettiner Archivs angefertigt. Es handelte sich damals bereits um einen abgeschlossenen Bestand aus zwei Teilen (Pars I, II). Der erste Teil zählte 133 Sachgruppen mit Bezug auf die Greifendynastie sowie auf Kontakte mit dem Ausland, der zweite umfaßte 54 Gruppen über innere Angelegenheiten des Herzogtums. Darüber hinaus wurde dem Archiv 1653 als dritter Teil (Pars III) das Archiv des Herzogtums Cammin angeschlossen.

Diese Materialien wurden von der schwedischen Verwaltung übernommen. Nach dem Frieden von Stockholm 1720 verzichtete Schweden auf Stettin und übergab die Archivalien des nicht mehr bestehenden pommerschen Staates den preußischen Behörden. Sie wurden von der 1723 entstandenen Pommerschen Kriegs- und Domänenkammer in Stettin übernommen, die sie später an die Pommersche Regierung weitergab. Die Archivalien wurden im Stettiner Schloß gelagert; eine Inventarisierung der Akten ergab zahlreiche Lücken in der alten Registratur. Der 1767 zum Archivar berufene Rat Stiege ordnete den Bestand nach dem erhaltenen Repertorium von 1642 und fügte hier auch Akten aus den laufenden Registraturen der Regierung und des Landesarchivs ein.

Weitere Arbeiten am herzoglichen Archiv wurden 1811 im Zuge der Aufteilung der Akten auf die reformierten preußischen Verwaltungsbehörden unternommen. In ihrem Ergebnis wurden die herzoglichen Archivalien sowie die von anderen ehemaligen Kanzleien erzeugten Dokumente zwischen der Regierung Stettin und dem Oberlandesgericht in Stettin aufgeteilt, wo man sie, da sie für die Arbeit der Ämter bald als nutzlos gehalten wurden, auf dem Dachboden des Stettiner Schlosses lagerte. Zu einem neuerlichen Interesse an diesen Akten kam es, nachdem Kanzler Hardenberg 1819 eine Verordnung über die Archivalien erlassen hatte. Die alten Akten wurden durchgesehen und den laufenden Registraturen entnommen, um sie dann dem in Stettin gegründeten Provinzialarchiv zu überweisen. Bei der Absonderung des Bestands betrachteten die Archivare die von der Pommerschen Regierung zwischen 1653 und 1808 erzeugten Akten als integralen Bestandteil der Registratur des Archivs der Herzöge von Stettin. Außerdem wurden seinerzeit einige Akten in das herzogliche Archiv aufgenommen, die von der schwedischen Regierung und der Pommerschen Kriegs- und Domänenkammer stammten. Bei der Ordnung der Archivalien wurde das System des Repertoriums von 1642 mit seiner Unterteilung in Pars und Titulus aufrechterhalten. 1933 wurde das Herzoglich Stettiner Archiv wegen der Neuaufstellung des Bestands in den Magazinen des Archivs als Repositur 4 (Rep. 4 Herzoglich Stettiner Archiv) bezeichnet.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Herzoglich Stettiner Archiv zerstreut. Ein Teil des Bestands gelangte nach Spantekow auf Rügen, ein Teil nach Pansin. Von diesem Aufbewahrungsort wurden die Archivalien im Mai 1947 nach Stettin zurückgebracht. Dagegen wurden die Akten aus Spantekow von den deutschen Archivaren in Greifswald gelagert. 1961 übergab das Archiv in Greifswald (damals DDR) im Zuge des Aktenaustauschs einen Teil der herzoglichen Akten an das Stettiner Archiv. Im Landesarchiv in Greifswald: Rep. 4 Herzoglich Stettiner Archiv, 2600 AE, 37,9 lfm., aus den Jahren 1564–1812. Im Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem: HA XV Pommern, Rep. 4 Herzoglich Stettiner Archiv, 2 AE, aus dem Jahre 1630.

Inhalt

Teil (Pars) I.

Religion, Einführung der Reformation, Kirchenorganisation, Zeremonien und religiöse Dispute, Angelegenheiten anderer Religionen (Juden und Katholiken), Berichte von den Beratungen der pommerschen Landtage und der deutschen Reichstage, Korrespondenz mit dem Kaiser über Religion und Schulwesen, aus den Jahren 1440–1809, 94 AE.

Rechtlich-politisches Verhältnis des Herzogtums zum Reich, Korrespondenz mit dem Kaiser, kaiserliche Mandate, Reichstage, politische Bündnisse, Einhaltung des allgemeinen Landfriedens, Schmalkaldischer Bund, Steuer für den Türkenkrieg, Militärkontingente des Herzogtums, aus den Jahren 1507–1790, 153 AE.

Finanzleistungen des Herzogtums zugunsten des Reiches, Festlegung der Höhe der Leistungen, Beschlüsse der Landtage des Herzogtums über Finanzangelegenheiten, aus den Jahren 1521–1703, 28 AE.

Landtage des Herzogtums, Sitzungsprotokolle, Debatten, Beschlüsse, aus den Jahren 1531–1721, 84 AE.

Münzprobleme, Münzprägung, Währungsparitäten, Münzvorschriften, aus den Jahren 1549–1662, 58 AE.

Lehnsabhängigkeit des Herzogtums Pommern vom Kaiser, Formeln für den Lehnseid, Lehnslisten, Forderungen der Kurfürsten von Brandenburg gegenüber den Herzögen, Verpflichtungen des Herzogtums, aus den Jahren [1417] 1541–1696, 25 AE.

Gegenseitige Erbfolge zwischen Brandenburg und Pommern, Abkommen zur Nachfolge, Verhandlungen zwischen Brandenburg und Schweden über die Teilung Pommerns, aus den Jahren 1558–1680, 21 AE.

Polonica, Abkommen und Bündnisse des Herzogtums Pommern mit Polen, Wahlen in Polen, das Lauenburg-Bütower Lehen, Grenzfragen und -händel, von Polen geführte Kriege, Beteiligung von Vertretern der Greifen bei den Reichstagen in Warschau, Handelskontakte, aus den Jahren [1325] 1525–1747, 24 AE.

Pommersche Gesandtschaften nach Polen, Berichte der Gesandtschaften, Instruktionen für die Gesandten, Anleihe für Zygmunt August, Einberufung einer Kommission für Grenzfragen, Abschriften polnischer Reichstagsbeschlüsse und Konstitutionen, aus den Jahren 1560–1787, 25 AE.

Schiffahrt auf Warthe, Netze und Oder, Abkommen über Handel und Schiffahrt, Zollfragen, aus den Jahren 1511–1773, 32 AE.

Pommersch-polnische Grenze, Beschreibungen der Grenze, Grenzhändel, Einberufung einer Kommission für Grenzfragen, Grenzerhebungen, Grenzmatrikel, Grenze zwischen Polen und der Neumark, aus den Jahren [1251] 1538–1773, 32 AE.

Andere Polonica, Breslauer Stapelrecht, Handelsbeziehungen mit Breslau und Danzig, Treffen Herzog Barnims mit Zygmunt August in Danzig (1552), Aufruhr in Danzig, Korrespondenz über Schulden, Raub, Diebstähle, Verfolgung von Verbrechern, Vermittlung, Hilfe für Polen im Krieg gegen die Türkei, polnisch-preußische Grenzabkommen, Warschauer Traktat zwischen Polen und Preußen, aus den Jahren 1512–1773, 83 AE.

Beziehungen mit Parma und dem Königreich Sardinien, Handels- und Militärfragen, aus den Jahren 1551–1751, 3 AE.

Beziehungen mit Spanien und Portugal, französisch-spanische Kriege, englisch-spanische Kriege, Niederlande, Handelsfragen, aus den Jahren 1558–1719, 8 AE.

Beziehungen mit England und Schottland, Religionskriege, Schiffahrt und Handel, aus den Jahren 1539–1801, 10 AE.

Frankreich und Navarra, Kriege in Frankreich, Reisen von Hochadligen nach Frankreich, französische Emigration, darunter die Hugenotten in Stettin und in Pommern, Handel mit Frankreich, aus den Jahren 1584–1804, 8 AE.

Niederlande, Kriege, Schiffahrt, Zollfragen, Handel, Verfolgung von Verbrechern, aus den Jahren 1557–1815, 18 AE.

Schweden, Dänemark, Lübeck und Hamburg, Abkommen und Pakte mit Dänemark und Schweden, Schiffahrt und Handel, Friedenskongreß in Stettin (1570), Durchmarsch und Einquartierung schwedischer Truppen in Pommern, Dreißigjähriger Krieg, Sundzölle, Verwaltungstätigkeit und Erbfolgerecht Schwedens in brandenburgisch Pommern, Kontakte der Behörden im schwedischen und im brandenburgisch-preußischen Teil Pommerns, aus den Jahren 1507–1801, 160 AE.

Livland, Moskau, Kurland, Gesandtschaften nach Moskau und Livland, Polens Ansprüche darauf, Korrespondenz mit den Herzögen von Kurland (Heiraten), Beziehungen Kurlands mit Polen, Durchreise einer russischen Gesandtschaft durch Stettin, Durchmarsch russischer Truppen durch Pommern (Siebenjähriger Krieg), aus den Jahren 1557–1801, 43 AE.

Österreich, Bayern, Pfalz und Sachsen, Handel, Zölle, Korrespondenz der pommerschen Herzöge mit den jeweiligen Herzogsgeschlechtern, aus den Jahren 1504–1635, 16 AE.

Pfalz, Verträge mit dem Herzogtum Pfalz, Beginn des Dreißigjährigen Kriegs, Korrespondenz mit den Herrscherhäusern in Österreich, Bayern, Nassau, Böhmen, Westfalen, Württemberg, Schlesien und Ungarn sowie mit den Magistraten von Augsburg und Regensburg, aus den Jahren 1576–1777, 28 AE.

Sachsen, familiäre Verbindungen, Reisen nach Sachsen, Handel, Zölle, die Zerstörung Magdeburgs, Desertionen, Eintreibung von Schulden, aus den Jahren 1515–1762, 43 AE.

Mansfeld, Militärfragen, Verschuldung der Grafschaft Mansfeld, Auseinandersetzungen, Schulden, Handel, aus den Jahren 1554–1774, 20 AE.

Hessen, Angelegenheiten des in Hessen regierenden Hauses, Salzerzeugung, aus den Jahren 1543–1763, 6 AE.

Jülich, innere und familiäre Angelegenheiten des Herzogshofs, Handel, Geldforderungen, aus den Jahren 1538–1771, 10 AE.

Franken, Korrespondenz mit dem Bischof von Würzburg und dem Herzogtum Nassau-Usingen über Untertanenfragen, aus den Jahren 1564–1753, 3 AE.

Baden, Informationen über die Markgrafen von Baden, aus den Jahren 1589–1774, 4 AE.

Anhalt, Personalien der Herzöge von Anhalt, Korrespondenz beider Höfe über Untertanen- und Erbfragen, aus den Jahren 1549–1765, 6 AE.

Verträge mit Brandenburg, Erbfolge zwischen Brandenburg und Pommern, aus den Jahren [1421] 1518–1632, 43 AE.

Oderzölle, Schiffahrt und Zölle, Zollauseinandersetzungen mit Frankfurt a. O., Zoll in Küstrin, Prenzlau, Schwedt und Odersburg, Schiffahrt auf Oder, Elbe und Havel, Oderregulierung, Handel mit Dänemark, Auseinandersetzungen Stettins mit Stefan Loitz, aus den Jahren 1531–1632, 43 AE.

Grenze mit der Mark, Grenzstreitigkeiten, Auseinandersetzungen, Grenzziehung, gütliche Einigungen, aus den Jahren 1510–1803, 69 AE.

Brandenburg, bilaterale Beziehungen, Reisen der Stettiner Herzöge in die Mark Brandenburg, Verfolgung von Verbrechern, Eintreibung von Schulden, aus den Jahren 1500–1782, 85 AE.

Braunschweig, Lüneburg, Personalien des in Braunschweig regierenden Hauses, herzogliche Reisen, litauische und livländische Fragen, Durchmarsch braunschweigischer Truppen zum Krieg in Preußen (1563), Auseinandersetzungen zwischen beiden Höfen, die Lüneburger Salinen, Salzhandel, aus den Jahren 1519–1749, 42 AE.

Mecklenburg, Erbabkommen, Korrespondenz über Untertanenfragen, aus den Jahren 1498–1764, 6 AE.

Mecklenburgische Zölle, aus den Jahren 1560–1636, 3 AE.

Mecklenburgische Grenze, Grenzstreitigkeiten, aus den Jahren 1530–1801, 9 AE.

Mecklenburgische Politik, Verbindungen der Herrscherfamilien, Übereinkünfte, Handel, Erbansprüche von Untertanen, Beziehungen Mecklenburgs mit Rostock, Unruhen und innere Verhältnisse in Mecklenburg, aus den Jahren 1478–1784, 55 AE.

Preußen, der Krieg in Livland, innere Verhältnisse im Herzoglichen Preußen, Umbenennung des Königlichen Preußens in Westpreußen, aus den Jahren 1556–1773, 20 AE.

Holstein, Verbindungen der Herrscherfamilien, Verfolgung von Verbrechern, aus den Jahren 1556–1774, 13 AE.

Schlesien, Liegnitz, Brieg, Personalien der schlesischen Herzöge, Siebenjähriger Krieg, die Breslauer Privilegien, die Befestigungen von Schweidnitz, Schulden schlesischer Herzöge, Erbangelegenheiten, aus den Jahren 1573–1776, 14 AE.

Kontakte mit verschiedenen Höfen, Personalien von Herrscherfamilien, Gründe für den Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs, Ehrenkonsule von Amerika und England, Informationen über Kometen, religiöse Dispute, Traktat über die Reiterei, aus den Jahren 1576–1811, 24 AE.

Bistum Straßburg, innere Angelegenheiten der Stadt und des Bistums, Personalien der Bischöfe aus den Jahren 1589–1634, 5 AE.

Landtage, Konvokationsschreiben, Verlauf der Landtagssitzungen und Landtags-Abschiede, aus den Jahren 1535–1637, 36 AE.

Dreißigjähriger Krieg, Verteidigungsgesetzgebung des Reiches, Informationen über einzelne Kriegsabschnitte, Korrespondenz der pommerschen Städte mit den militärischen Anführern, Landung schwedischer Truppen in Pommern, Eindringen der polnischen leichten Kavallerie (Lisowczycy) in Pommern, Blockade der Häfen, Eindringen kaiserlicher Truppen nach Pommern, Verteidigung von Stettin (Verzeichnisse der Munitionsvorräte), Kontributionen, Plünderungen und Raubzüge der Armeen, Einrichtung einer provisorischen schwedischen Verwaltung für Pommern und die schwedisch-brandenburgischen Abkommen, aus den Jahren 1609–1678, 85 AE.

Gesandtschaften und Abkommen, Einquartierung fremder Truppen, pommersche Gesandtschaften an Herrscherhöfe, Abkommen zwischen König Gustav Adolf und Bogislaw XIV., der Tod Gustav Adolfs, Verteidigung von Stettin, persische Gesandtschaft in Stettin (1715), aus den Jahren 1628–1715, 40 AE.

Militaria, Informationen über den Dreißigjährigen Krieg, Abkommen Herzogs Bogislaws mit den Befehlshabern der schwedischen und kaiserlichen Armeen, Forderungen der Militärbefehlshaber, aus den Jahren 1627–1635, 5 AE.

Lehnshuldigungen, Register der dem Herzog von den Städten und dem Adel geleisteten Huldigungen, Angaben über Adelsgeschlechter, darunter kaschubische, Erneuerung von Lehnsprivilegien sowie Landtagsbeschlüsse über Lehnsfragen, aus den Jahren 1494–1793, 190 AE.

Genealogie der pommerschen Herzöge, genealogische Tafeln der Greifen, Informationen über einzelne Mitglieder der Herzogsfamilie, Eigentums- und Erbfragen, Prophezeiungen zur Zukunft des Geschlechts, Horoskope, Aufstellungen von Kostbarkeiten, Bücherverzeichnisse, die Lubinus-Karte, Eheverbindungen mit anderen Herrscherhäusern, aus den Jahren 1499–1706, 70 AE.

Herzog Barnim XI., Beziehungen des Herzogs mit Brandenburg und anderen Staaten des Reichs sowie mit Polen, Auseinandersetzungen des Herzogs mit dem Adel über Lehnsgüter, Horoskop des Herzogs, aus den Jahren 1532–1602, 15 AE.

Erbe und Nachlaß Herzog Barnims XI., Testament des Herzogs, seine Schulden, Inventar der Kostbarkeiten, Streitigkeiten unter den Erben, Tod von Barnims Frau, aus den Jahren 1539–1604, 9 AE.

Teilung des Herzogtums Pommern zwischen Mitgliedern des Herrscherhauses, Abkommen der Herzöge, Kleinodien Bogislaws X., Teilung des Herzogtums (1531/1532), Gründung des Pädagogiums, Übereinkünfte zwischen folgenden Angehörigen des Geschlechts: Kasimir IX., Bogislaw XIII., Philipp II., Franz I., Bogislaw XIV., Georg II., Ulrich, Tod und Beerdigung der Herzöge Kasimir IX., Philip II., Franz I., Ulrich und Bogislaw XIV., aus den Jahren [1402] 1523–1667, 98 AE.

Herzogtum Wolgast, Tod und Testament Philipps I. sowie seiner Frau, das Zeughaus in Wolgast, Erben Herzog Philipps I., Grenzfragen des Herzogtums, aus den Jahren 1536–1617, 10 AE.

Erbverträge zwischen den Herzögen von Stettin und Wolgast, aus den Jahren 1563–1590, 3 AE.

Verwaltung des Herzogtums Wolgast, Landesverteidigung, die Kosmographie von Münster, Ordnungsvorschriften, Beziehungen zum Herzog von Kurland, Universität Greifswald, Klöster, Kirchen, Besatzung von Wolgast, Schulden des Herzogs, Ämterbesetzung, herzogliche Güter, städtische Privilegien, Lehnsfragen, Schützenbruderschaften, aus den Jahren 1538–1705, 58 AE.

Zusammenkünfte von Beratern und Beamten der Herzöge von Stettin und Wolgast, gemeinsame Abstimmungen zur Außenpolitik, darunter auch mit Polen, sowie zur Innenpolitik, aus den Jahren 1537–1606, 22 AE.

Zölle, Zollprivilegien, Zollstreitigkeiten, Handelsfragen, aus den Jahren [1424] 1551–1795, 8 AE.

Abgaben für den Fischfang, Ordnungen zum Fischfang, Fischhandel, Auseinandersetzungen und Beschwerden, aus den Jahren 1535–1625, 14 AE.

Die Herzöge von Wolgast, Studien der Herzöge, Testamente, Ableben, Versorgung der Witwen, aus den Jahren 1529–1629, 17 AE.

Familie von Wussow, Lehnsgüter der Familie, Familienangehörige, aus den Jahren 1507–1747, 14 AE.

Grenzprobleme, Grenzauseinandersetzungen und -abkommen des Herzogtums Stettin mit dem Herzogtum Wolgast sowie die Grenzen zwischen Hinter- und Vorpommern, aus den Jahren [1310] 1525–1817, 27 AE.

Familie von Schulenburg, Auseinandersetzungen mit den Herzögen, mit der Kirche und Gemeinden, aus den Jahren 1527–1666, 20 AE.

Familie von Eickstedt, Besitz- und Familienverhältnisse, aus den Jahren 1579–1764, 1 AE.

Familie von Polchow (Neuhaus), Besitz- und Familienverhältnisse, aus den Jahren 1600–1612, 1 AE.

Familie von Ramin, Besitz- und Familienverhältnisse, aus den Jahren 1574–1618, 1 AE.

Familie Trampe und Steiwehr, Besitz- und Familienverhältnisse, aus den Jahren 1519–1678, 3 AE.

Stadt Greifenhagen, Privilegien, Grenzen, Zünfte, Kriegslasten, aus den Jahren [1247] 1525–1804, 6 AE.

Wildenbruch und Schwedt, Grenzen, Auseinandersetzungen um den Urwald, Zollkammer Schwedt, Pachten, aus den Jahren 1547–1787, 4 AE.

Getreidehandel in den Städten, Stralsund, Greifswald, Anklam, Demmin, aus dem Jahre 1595, 1 AE.

Stralsund, Grenzstreitigkeiten, Jurisdiktion, Auseinandersetzungen der Bürger, Handel, Zünfte, Kirchenvisitationen, aus den Jahren 1543–1648, 20 AE.

Lehen, Lehnsgüter von Adel und Städten, Mühlen, Güterverkauf, Streitigkeiten, Steuern, Schulzenämter, die Schulden von Philipp Julius, aus den Jahren 1559–1638, 17 AE.

Beschwerden und Klagen, Suppliken und Beschwerden bei den Herzögen und ihren Beamten über folgende Angelegenheiten: Ehefragen, Zölle, Steuern, Abgaben, Kontributionen, Handel und Schiffahrt, Verleumdungen, Jurisdiktion, Religion, Testamente und Prozesse in den erwähnten Fragen, aus den Jahren 1571–1679, 18 AE.

Barth und Franzburg, Verwaltung der herzoglichen Güter, Lehnsfragen, Auseinandersetzungen, Bautätigkeit, Herzogsburg in Barth, Krankheiten und Beerdigungen von Mitgliedern der Herzogsfamilie, aus den Jahren 1503–1616, 26 AE.

Verwaltung der herzoglichen Güter in Bütow und Rügenwalde, Traktat über Lauenburg und Bütow, Tod Herzog Kasimirs IX., das Kloster in See Buckow, die Übernahme des Richteramts in Speyer durch Barnim XII., Grenzen, Visitationen der Verwaltungen, Steuern, Einkünfte, Pferdezucht, aus den Jahren 1508–1679, 32 AE.

Reisen der Herzöge, Reise Bogislaws X. ins Heilige Land, Philipps I. nach Heidelberg, Johann Friedrichs nach Prag und Ungarn, Barnims XI. nach Erfurt, Franz I. nach Dänemark und Kurland, Philipps II. nach Italien, Ulrichs und Bogislaws XIV. durch Pommern, aus den Jahren 1497–1629, 16 AE.

Ehen der Herzöge und Prinzessinnen, Korrespondenz betr. die Hochzeiten, Ehepläne, Hochzeiten von Prinzessinnen, Aussteuer, Aufstellungen von Gütern und Geschmeide, Wittümer, Tod und Beerdigung der Herzöge Kasimir IX., Barnim XI., Ulrich, Bogislaw XIV. und Ernst de Croy, aus den Jahren 1508–1695, 119 AE.

Naturalabgaben zur Aussteuer der Prinzessinnen, Festlegung der Steuer und Steuerregister, aus den Jahren 1533–1797, 7 AE.

Huldigungen der pommerschen Stände, Pläne, Termine und Aufstellungen der geleisteten Huldigungen, Huldigungsbriefe und Lehnseide (u. a. in polnischer Sprache), aus den Jahren 1500–1632, 39 AE.

Herzogliche Vasallen, Eide und Huldigungen des Adels und der Städte, Lehnsfragen, Kadukrecht, Steuern und Abgaben, Lehnsveräußerungen, Privilegien, Frondienste der Lehnsmänner, Musterungen, Finanzhilfe für den Adel, Meliorationen, Hypothekenbücher, Schulden, Güterkauf und -verkauf, Anleihen, Testamente, Witwen- und Waisenversorgung, Versteigerung von Lehnsgütern, Kirchengüter, wohltätige Stiftungen, Abgaben für Kanzleidienstleistungen, aus den Jahren 1558–1822, 510 AE.

Münzwesen, die Münze zu Stettin, Münzrecht, Währungstaxen, Parität, Verfolgung von Fälschungen, Verbot der Erzausfuhr, Münzedikte, aus den Jahren 1560–1769, 52 AE.

Hofordnungen, Organisation von Hof, Ämtern und Diensten, Bestellung von Beamten, ihre Bezüge und Deputate, Organisation der Regierung nach dem Tod Bogislaws XIV., Einrichtung der Regierung Pommern, Bestellung von Beamten, Versorgung von Beamtenwitwen, aus den Jahren 1531–1814, 275 AE.

Organisation des Gerichtswesens, Privilegien de non apellando, Organisation des Hofgerichts, Vorschriften über die Gerichtsverfahren, Bestellung von Gerichtsbeamten, Gerichtsarchive, Adelslisten, Tagebücher der Regierung (1653–1695), Edikte und Reskripte, Zensur, Reisen der Kurfürsten von Brandenburg und Könige von Preußen, Tauf-, Hochzeits- und Sterbestatistiken (1723–1749), Adreßkalender, Vasallentabellen, die Bibliothek von Herzog und Regierung, Sitzungsbücher der Regierung, Sammlung von Rechten und Vorschriften, aus den Jahren 1544–1810, 568 AE.

Bistum Cammin, Statuten des Bistums, Abschriften von Urkunden, das Bistum betreffende Abkommen, Säkularisierung, Wahl von Herzögen in das Bischofsamt, Lehnshuldigungen, Ämter im Bistum, Klöster, Kirchen und Armenhäuser, aus den Jahren [1356] 1542–1810, 43 AE.

Leistungen des Bistums Cammin an das Reich, aus den Jahren 1548–1598, 3 AE.

Bistumsgrenzen, Grenzauseinandersetzungen und -vereinbarungen, Jagden und Fischfang, aus den Jahren 1513–1669, 14 AE.

Bistum, aktueller Stand der Bischofsherrschaft, ihre Rechte und Besitzungen, der rechtliche Stand der Bauern, Gerichtswesen, Besetzung geistlicher Ämter, aus den Jahren 1547–1806, 32 AE.

Stadt Kolberg, rechtliche Beziehungen zum Bistum, städtische Güter, Gerichte, Streitigkeiten der Stadt, Ämterbesetzung, Grenzen, Handel, Steuern, Kirchen, aus den Jahren 1530–1814, 74 AE.

Domkapitel von Cammin, Statuten und Organisation des Domkapitels, Besitzungen, Steuern, Wahlen der Domherren und ihre Bestellungen, Kirchenvisitationen, aus den Jahren 1490–1784, 34 AE.

Ritterorden, die Johanniter, ihre Güter, Kontakte und Auseinandersetzungen u. a. mit den Herzögen, Besetzung von Ordensgütern durch schwedische Truppen, aus den Jahren 1464–1787, 83 AE.

Konsistorium, Kirchenorganisation in Pommern und Konsistorium, Ämterbesetzung, Präbenden, u. a. im Pädagogium, Kirchenvisitationen, Schulwesen, Spitäler, Bau und Renovierung von Kirchengebäuden, Witwenversorgung, die katholische Kirche, französische Gemeinden, Verfolgung von Verbrechern und Vergehen, aus den Jahren 1560–1810, 271 AE.

Superintendenten, Berufung von Superintendenten und anderen Geistlichen, Kirchengüter, Kirchen- und Schulvisitationen, Verordnungen über Riten, Zeremonien, Gebete, die Führung von Kirchenbüchern, Witwenversorgung, aus den Jahren 1550–1775, 74 AE.

Marienkirche und Pädagogium in Stettin, Organisation der Marienkirche und der St. Otto-Kirche, Ämterbesetzung, Besitzungen, Bibliothek, Streitigkeiten und Abgaben, aus den Jahren 1518–1704, 51 AE.

Universität Greifswald, Promotion von Doktoren, Bezüge von Professoren, Streitigkeiten mit der Stadt, aus den Jahren 1564–1633, 3 AE.

Pädagogium, Organisation und Statuten, Rechte der Studenten und Schüler von Pädagogium und Gymnasium Carolinum, aus den Jahren 1579–1682, 5 AE.

Straf- und Fiskalprozesse, Gerichtsverfahren über Raub, Friedensbruch und andere Kriminalverbrechen, Ausführung von Strafen (Hinrichtung), aus den Jahren 1522–1635, 66 AE.

Landtage, Vorbereitungen zu den pommerschen Landtagen, ihr Verlauf, Beschlüsse, Besetzungen der Landratsämter, Bücher für Verordnungen, Mandate und Ordnungen in Steuer- und Einquartierungsfragen, Ständeprivilegien, aus den Jahren [1429] 1534–1705, 159 AE.

Türkensteuer, Beschlüsse und Aufteilung der Steuern, aus den Jahren 1523–1615, 6 AE.

Landesverteidigung, Mobilisierungen, Musterungen, Kontrolle des Kriegsgeräts, Ernennung von Offizieren und Kriegskommissaren, Steuern für Verteidigungszwecke und Auseinandersetzungen darum, aus den Jahren 1523–1747, 88 AE.

Fiskus, Aufteilung und Höhe der Steuern, Steuererleichterungen und -schulden, Hufenmatrikel, Auswahl der Steuereinnehmer, Schätzung von Schäden (durch Seuchen und Brände), Hausverzeichnisse für Städte, Landvermessungen, Anlage neuer Dörfer, Schäden während des Siebenjährigen Kriegs, aus den Jahren 1574–1766, 346 AE.

Familie Loitz, Informationen über die Familie, Streitigkeiten und Ansprüche des Adels, Auseinandersetzungen wegen des von Kaiser Maximilian II. geführten Kriegs, aus den Jahren 1515–1678, 12 AE.

Edikte und Reskripte, Mandate und Verordnungen zur Innen- und Außenpolitik, aus den Jahren 1524–1812, 563 AE.

Fürsorgewesen, Freiheitsentzug, Städtesachen, Erbfolgeabkommen mit Brandenburg, Ämterbesetzung, Lehnslisten, Steckbriefe, Festnahmebescheide, Zunftprivilegien, Informationen über die Städte, Fürsorgesachen, aus den Jahren 1481–1756, 35 AE.

Privatstädte, Auseinandersetzungen mit dem Adel, Wahl der städtischen Behörden, Gerichtswesen, Grenzen, Privilegien, Zünfte, Handel, Kirchenfragen, aus den Jahren 1592–1812, 42 AE.

Schenkungen und herzogliche Notizen, Bezüge der Beamten sowie des Herzogs de Croy, Lehen, Fürsorge über Alte und Arme in Greifenhagen, Kirchenvisitationen in der Synode Greifenhagen, aus den Jahren 1541–1767, 20 AE.

Kirchen in Stettin, Visitationen, Matrikel, Bautätigkeit, Klöster, Kirchenland, Stiftungen und Spitäler, aus den Jahren 1525–1741, 34 AE.

Kirchen in Stargard i. P., Synoden, Patronatsrecht, Bautätigkeit, Spitäler und Armenhäuser, Stiftungen, Visitationen und Besetzung geistlicher Ämter, Testament und Gröningsches Collegium, aus den Jahren 1539–1786, 69 AE.

Kirchen in Pyritz, Visitationen, Kirchenbesitz, Besetzung geistlicher Ämter, Patronatsrecht, Stiftungen und Schulen, Synoden, Witwenversorgung, aus den Jahren 1536–1784, 52 AE.

Kirchen in Greifenberg, Visitationen, Kirchenbesitz, Matrikel, Ämterbesetzung, Finanzen der Kirchen, Inventar des Kirchenbesitzes, Pacht kirchlicher Güter, Spitäler, aus den Jahren 1510–1753, 23 AE.

Kirchen in Gollnow, Visitationen, Synoden, Einkünfte, Matrikel von Spitälern und Kirchen, aus den Jahren 1537–1760, 7 AE.

Kirchen in Garz a. d. O., Visitationen, Matrikel, Patronatsrecht, Besetzung geistlicher Ämter, aus den Jahren 1532–1747, 5 AE.

Kirchen in Altdamm, Matrikel, Besitz, kirchliche Einkünfte, Pacht von Kirchengütern, Spitäler, aus den Jahren 1586–1745, 4 AE.

Kirchen in Wollin, Visitationen, Matrikel, Patronatsrecht, Bautätigkeit, Besitz, Kloster und Schulen, aus den Jahren 1547–1747, 14 AE.

Kirchen in Gülzow, Matrikel, Einkünfte, rechtliche Situation der Kirchen, aus den Jahren 1592–1667, 3 AE.

Kirchen in Cammin, Streitigkeiten des Domkapitels mit der Stadt, Matrikel, Patronatsrecht, Kirchenbesitz, Verzeichnis der Kirchen, Pacht von Kirchenland, aus den Jahren 1534–1686, 11 AE.

Kirchen in Jacobshagen, Kolbatz, Marienfließ und Saatzig, Matrikel und Visitationen, Kirchenbesitz, Einkünfte, Besetzung geistlicher Ämter, Gründung neuer Pfarreien, Baufragen, Patronatsrecht, aus den Jahren 1554–1757, 27 AE.

Kirchen in Treptow a. d. R., Visitationen und Matrikel, Besetzung geistlicher Ämter, Einkünfte, Baufragen, Besitz, Spitäler, aus den Jahren 1594–1759, 12 AE.

Kirchen in Neustettin, Visitationen, Matrikel, Besitz, rechtliche Situation der Kirchen, Besetzung geistlicher Ämter, Gründung neuer Pfarreien, Patronatsrecht, Baufragen, Spitäler, Schulen, aus den Jahren 1537–1778, 33 AE.

Kirchen in Belgard, Visitationen, Matrikel, Besitz, finanzielle Situation der Kirchen, Besetzung geistlicher Ämter, Patronatsrecht, Spitäler, Schulen, aus den Jahren 1540–1700, 20 AE.

Kirchen in Schlawe, Visitationen, Matrikel, Besitz, Besetzung geistlicher Ämter, Gründung neuer Pfarreien, Patronatsrecht, Armenhäuser, Schulen, Einkünfte, aus den Jahren 1581–1699, 14 AE.

Kirchen in Rügenwalde, Visitationen, Matrikel, Besitz, Besetzung geistlicher Ämter, Patronatsrecht, Einkünfte, Bausachen, Spitäler, Schulen, aus den Jahren 1611–1784, 27 AE.

Kirchen in Stolp, Visitationen, Matrikel, Besitz, Besetzung geistlicher Ämter, Abschlußexamen, Klöster, Spitäler, Armenhäuser, Schulen, Gerichtssachen, die reformierte Gemeinde in Stolp, aus den Jahren 1465–1808, 58 AE.

Kirchen in Lauenburg, Unterstellung der Kirchen unter das Bistum Kujawien, Besetzung geistlicher Ämter, Matrikel, darunter aus dem Kreis Bütow, aus den Jahren 1590–1800, 7 AE.

Kirchen in Daber, Labes, Massow, Regenwalde und Stramehl, Visitationen, Matrikel, Besitz, Einkünfte, Patronatsrecht, Bausachen, Besetzung geistlicher Ämter, Spitäler, Schulen, aus den Jahren 1567–1789, 33 AE.

Kirchen in Freienwalde, Visitationen, Matrikel, Besetzung geistlicher Ämter, Besitz, Einkünfte, Bausachen, Gründung neuer Pfarreien, Armenhaus, aus den Jahren 1567–1812, 14 AE.

StettinHandwerk und Handel, Abschriften von Privilegien, Prozesse des Stadtrats mit den Zünften, Getreideausfuhr, Zölle, Preise, Salzhandel, Fischfang, Mühlen, aus den Jahren [1301], 1506–1608, 14 AE.

Stettin Wege, Brücken, Jagden, Bau von Wasserleitungen, Brücken, Toren und Mauern, Jagden in den städtischen Besitzungen, aus den Jahren 1552–1636, 7 AE.

Stettin Mühlen, Auseinandersetzungen mit Stargard, städtische Mühlen, Stapelrecht, Streit mit Stargard um die Schiffahrt und die Zölle auf der Ihna, aus den Jahren 1458–1623, 6 AE.

Stettin Flüsse, Seen, Grenzfragen, Schiffahrt, Holzflößerei, Oderbrücken, Zölle, Abkommen der Stadt mit Herzog Bogislaw X. über den Dammschen See, aus den Jahren 1491–1757, 9 AE.

Stettin Stapelrecht, Handel, Kaufmannschaft, Abschriften von Privilegien, Handel mit Getreide, Holz, Wein, Wolle, Bier und Heringen, Träger, Zölle, Kaufmannsgilde, aus den Jahren [13. Jh.] 1571–1641, 19 AE.

Stettin Gerichtswesen, Organisation des Stadtgerichts, Schöffen- und Vogteigerichte, Prozesse und Urteile über Schuld-, Erb-, Diebstahl- und Mordsachen, Begnadigungen, Pranger, Galgen, aus den Jahren [1321], 1516–1722, 26 AE.

Stettin Polizeiordnungen, Verordnungen, Vorschriften und Polizeiordnungen über Wucher, Hochzeitsfeierlichkeiten, Taufen, Beerdigungen, Seuchen, Gewänder, Fürsorge, Einhaltung der städtischen Verordnungen, Aufnahme in die Bürgerschaft, aus den Jahren 1535–1648, 22 AE.

Stettin Finanzwesen, Verschuldung, städtischer Fiskus, Schulden, Übereinkünfte mit den Herzögen über die Beseitigung der Verschuldung, Kontrolle des städtischen Besitzes, aus den Jahren 1543–1635, 20 AE.

Stettin Privilegien, Grenzstreitigkeiten, Zollprivilegien, Auseinandersetzung zwischen Stettin und Gollnow über die Grenze zwischen den Flüssen Krampe und Ihna, aus den Jahren 1535–1602, 3 AE.

Stettin Unruhen, Händel, Sicherheitsfragen, Sauberkeit der Straßen, Stadtwache, Streitigkeiten um Häuser, Händel mit den Herzögen, Tumulte und Unruhen in der Stadt, aus den Jahren 1507–1650, 20 AE.

Stettin Zünfte und Handwerk, Privilegien, Zunftvorschriften, Mitgliederverzeichnisse, Kassenrechnungen, Examen, Zeugnisse folgender Zünfte: Apotheker, Bäcker, Böttcher, Brauer, Buchbinder, Drucker, Fleischer, Glaser, Glockengießer, Hutmacher, Knopfmacher, Kürschner, Maler, Maurer, Müller, Musikanten, Sattler, Schmiede, Schneider, Stellmacher, Tischler, Töpfer und Zimmerleute, aus den Jahren 1525–1791, 69 AE.

Stettin Schützenbruderschaft, gerichtliche Ermittlungen über Ehebruch, Schwangerschaft, Schulden, Erbschaft, Stettiner Schützenbruderschaft, aus den Jahren 1553–1672, 6 AE.

Teil (Pars) II.

Stadt Bahn, Organisation des Gerichtswesens, aus dem Jahr 1787, 1 AE.

Stadt Belgard, Privilegien, städtische Behörden, Gerichtswesen, Landbesitz, Weiden, Erbschaften und Nachlässe, Kontributionen, Unruhen und Tumulte, Kaufmannsgilde, Handel, Zölle, Jahrmärkte, Fischfang, Zünfte: Bäcker, Brauer, Gerber, Glaser, Schneider, Schuhmacher, Töpfer und Tuchmacher, städtische Ordnungen, Familie von Versen, aus den Jahren 1555–1777, 84 AE.

Amt Belgard, Belgarder Burg, Beamte, Gerichtswesen, Einkünfte, Polizeiaufsicht, Frondienste der Einwohner, Schulden und Pfänder, Kredite, Landstreitigkeiten, Wälder, Grenzen der Verwaltungsgrenzen, Ziegeleien, Mühlen, Wirtshäuser, Schiffahrt auf der Parsente, Reparatur von Wegen und Brücken, Jahrmärkte, Familien von Kleist, von Zitzewitz, von Podewils, aus den Jahren 1550–1721, 120 AE.

Amt Bütow, Archiv für den Kirchenbau, aus den Jahren 1611–1697, 2 AE.

Stadt Tempelburg und Amt Alt Draheim, Privilegien, Gerichtswesen, Schule und Kirche in der Domäne Draheim, aus den Jahren 1699–1743, 4 AE.

Stadt Rügenwalde, Wahl der städtischen Behörden, Rathaus, Beamte, Finanzwesen, Zölle, Wirtshäuser, Apotheken, Hafen, Zünfte: Bader, Bäcker, Böttcher, Schmiede, Schneider, Schuhmacher und Tischler, Schützenbruderschaft, Brände, Einquartierungen, Informationen über Zanow, Gerichtswesen, aus den Jahren 1568–1770, 49 AE.

Amt Rügenwalde, Beamte, Grenzen, Informationen über die Ortschaften der Domäne, Lehnsbriefe, Schiffahrt, Getreidetransport, Teiche, Flüsse, Fischfang, Brücken, Wege, Brände, Gerichtswesen, Klöster, aus den Jahren [1343] 1462–1793, 34 AE.

Stadt Altdamm, Privilegien, Besitz, Stadtgrenzen, Mühlen, Brauereien, Wirtshäuser, Apotheke, Schiffahrt, Brücken, Wege, Brände, Zünfte: Böttcher, Fleischer, Gerber, Leinweber, Schneider, Schuhmacher und Töpfer, Schützenbruderschaft, Gerichtswesen, aus den Jahren 1570–1674, 34 AE.

Ämter Dölitz, Marienfließ und Saatzig, Anordnungen von Visitationen, Beamte, Grenzen, Frondienste der Untertanen, Pacht, Einquartierung, Fuhrwerke, Aussaat, Hopfenanbau, Vieh- und Fellhandel, Mühlen, Fischfang, Jagden, Jahrmärkte, Brennereien, das Kloster in Marienfließ, Reparatur von Wegen und Brücken, Gerichtswesen, Schulden, aus den Jahren 1511–1751, 150 AE.

Stadt Gartz a. d. O., Privilegien, Wahlen, städtischer Besitz, Informationen über einzelne Ortschaften, Zoll, Mühlen, Fischfang, Handel, Jahrmärkte, Post, Einquartierungen, Zünfte: Gerber, Leinweber und Weber, Krämergilde, Schützenbruderschaft, Kloster, Kirchenangelegenheiten, aus den Jahren [1262] 1550–1758, 33 AE.

Stadt Gollnow, Privilegien, Grenzen, Besitz, Steuern, Brände, Tumulte, Jagden, Brennereien, Wirtshäuser, Handel, Schiffahrt, Zölle, Apotheken, Mühlen, Fischfang, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Brauer, Fleischer, Leinweber, Schneider und Weber, Kaufmanns- und Krämergilden, Schützenbruderschaft, Gerichtswesen, aus den Jahren [1314] 1500–1698, 36 AE.

Stadt Greifenberg, Rathaus, Beamte, Einkünfte, städtischer Besitz, Liegenschaften, Steuern, Kontributionen, Brände, Reparatur von Straßen, Brücken und Dämmen, Mühlen, Wirtshäuser, Handel, Zölle, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Brauer, Gerber, Kürschner, Leinweber, Schneider und Schuhmacher, Schützenbruderschaft, Gerichtswesen, aus den Jahren 1488–1810, 47 AE.

Stadt Greifenhagen, Magistrat, Pflichten der Bürger, städtische Einkünfte, Gerichtswesen, aus den Jahren 1742–1809, 16 AE.

Amt Hohen-Selchow, Grenzstreitigkeiten, Steuern, Fragen von Kauf und Verkauf, Auseinandersetzungen mit der Stadt Gartz a. d. O., aus den Jahren 1528–1674, 14 AE.

Stadt Cammin i. P., städtische Beamte, Auseinandersetzungen der Stadt mit dem Domkapitel, Steuern, Akzise, Kontributionen, Militaria, Zünfte: Bäcker, Schneider und Schuhmacher, Kaufleute, Handel, Zölle, Jahrmärkte, Wirtshäuser, Apotheke, Jagden, Fischfang, Feuersbrunst in der Stadt (1709), Familie von Carnitz, aus den Jahren 1555–1718, 36 AE.

Amt Kolbatz, Beamte, Güterinventare, Einkünfte, Steuern, Grenzfragen, Reparaturen von Wegen, Jagden, Fischfang, Mühlen, Ziegeleien, Sägewerke, Gerichtswesen, das Städtchen Werben, das Kloster Kolbatz, Familie von Petersdorf, aus den Jahren [1209] 1498–1795, 98 AE.

Stadt Lauenburg, Allgemeine Angelegenheiten über die Stadt, aus den Jahren 1579–1772, 1 AE.

Amt Lauenburg, Berufungsverfahren am Gericht Stettin, Beziehungen zu Polen, Akzise, Grenzstreitigkeiten, darunter mit Polen, Mühlen, Wiesen, Fischfang, Strandrecht, aus den Jahren 1576–1782, 21 AE.

Stadt Naugard, Beamte, Renovierung des Rathauses, Gerichtswesen, Grenzstreitigkeiten, aus den Jahren 1749–1810, 9 AE.

Amt Bernstein, Finanzen, Gerichtswesen, Jahrmärkte, Kirchenfragen, Schulen, Spitäler, aus den Jahren 1736–1805, 12 AE.

Stadt Pyritz, Rechte und Statuten, Rathaus, Beamte, Informationen über einzelne Ortschaften, Zölle, Jahrmärkte, Fischfang, Mühlen und Steuern, Patronatsrecht, Wege, Brücken, Brennereien, Zünfte: Bäcker, Kürschner, Leinweber, Schneider, Stellmacher, Schuhmacher und Weber, das Frauenkloster, Gerichtswesen, aus den Jahren 1533–1802, 53 AE.

Amt Pyritz, Beamte, Visitationen, Steuern, Pacht, Jagden, Fischfang, Apotheke, Mühlen, Wege, Gerichtswesen, Tumulte, Auseinandersetzungen des Amts mit Adel, Kirche und Untertanen, aus den Jahren 1500–1698, 46 AE.

Amt Zowen, Beamte, Rechnungen, Grenzfragen, Zölle, Reparaturen von Wegen und Brücken, Mühlen, Schäfereien, Wirtshäuser, Wiesen, Bautätigkeit, Gerichtswesen, aus den Jahren 1572–1748, 30 AE.

Stadt Schlawe, Privilegien, städtische Beamte, Besitz, Finanzen, Schulfragen, Jahrmärkte, Zünfte: Bäcker, Brauer, Goldschmiede und Leinweber, Kaufleute, Apotheken, Zölle, Handel, Mühlen, Fischfang, Reparatur von Wegen, Brücken und Dämmen, Gerichtswesen, Testamente, aus den Jahren 1533–1713, 53 AE.

Stadt Stolp, Statuten, Beamte, Rathaus, Auseinandersetzungen mit den Herzögen, Grenzen und Besitz der Stadt, Regulierung des Flusses Stolpe, Brücken, Deiche, Wege, Zölle, Jahrmärkte, Mühlen, wohltätige Einrichtungen, Militaria, Gerichtswesen, Tumulte, das Frauenkloster, Brauereien, Fischfang, Steuern, der Hafen in Stolpmünde, Zünfte: Bernsteinschleifer, Gerber, Kürschner, Sattler, Schmiede, Schneider, Tischler und Weber, aus den Jahren 1538–1778, 152 AE.

Amt Stolp, Grenzen, Informationen über Ortschaften und Vorwerke, Wälder, Jagden, aus den Jahren [1496] 1539–1664, 20 AE.

Stadt Stargard i. P., Beamte, Wahlen zum Stadtrat, Steuern, Schulden der Stadt, städtischer Besitz, Wiederaufbau des niedergebrannten Rathauses, Auseinandersetzungen mit Stettin, Wollin und dem Domkapitel in Cammin, mit dem Adel und Bürgern, Handel, Zölle, Jahrmärkte, Jagden, Fischfang, Juden, Apotheke, Zünfte: Bäcker, Fleischer, Goldschmiede, Maurer, Schneider, Töpfer, Tuchmacher und Weber, Gerichtswesen, Tumulte, Fürsorgefragen, aus den Jahren [1280] 1536–1790, 214 AE.

Amt Stepenitz, Grenzfragen, Auseinandersetzungen um Wiesen, Weiden und Abgaben, Unfrieden und Tumulte, Gerichtswesen, aus den Jahren 1719–1789, 16 AE.

Amt Stettin, Gütervisitationen, Rechnungen, Informationen über einzelne Dörfer des Amts, Kupferschmiede, herzogliche Mühlen, Bau einer Wasserleitung, Umbau des Stettiner Schlosses, die Orgel in der Schloßkirche, das Loitz-Haus, das Zeughaus in Stettin, Zölle, Gerichtswesen, Schulden, Erbfragen, Grenzstreitigkeiten, Klöster, Jagden, die herzogliche Druckerei, Ordnung für Hirten, die herzoglichen Hofbedienten, aus den Jahren 1529–1698, 75 AE.

Stadt Neustettin, Privilegien, Rathaus, städtischer Besitz, Wahlen der Behörden, Grenzen der städtischen Besitzungen, Gerichtswesen, Prozesse, Kaufmannsgilde, Krämer, Apotheke, Wirtshäuser, Brennereien, Jahrmärkte, Mühlen, Zünfte: Bäcker, Brauer, Fleischer, Leinweber, Schmiede, Schneider, Schuhmacher und Tischler, religiöse und kirchliche Fragen, Familie Herzberg, aus den Jahren 1517–1757, 59 AE.

Amt Neustettin, Reskripte und Verordnungen, Beamte, Rechnungen, Grenzstreitigkeiten, Gründung neuer Vorwerke, Regulierung der Hufen, Untertanenpflichten, Fischfang, Mühlen, Wirtshäuser, Salzhandel, die Glashütte, Reparatur von Wegen und Brücken, Gerichtswesen, Prozesse, Informationen über die Stadt Ratzebuhr, Apanage der Herzoginnen, Beziehungen zum polnischen Adel, Familie von Osten, aus den Jahren 1528–1828, 196 AE.

Stadt Treptow a. d. R., Privilegien, Beamte, städtischer Besitz, Grenzen, Finanzwesen, Schulden, Störungen, Tumulte, Brände, Handel, Schiffahrt, Jahrmärkte, Apotheke, Wirtshäuser, Mühlen, Jagden, Zünfte: Böttcher, Brauer, Kürschner, Leinweber, Schmiede, Schneider und Totengräber, die Kaufmannsgilde, die Schützenbruderschaft, Bautätigkeit, Gerichtswesen, aus den Jahren [1289] 1536–1706, 63 AE.

Amt Treptow, Visitationen, Beamte, Inventare, Liegenschaften, Steuern, Pachten, Inventuren von Gütern und Dörfern, Wiesen, Weiden, Fischfang, Salzhandel, Reparatur von Straßen, Brücken und Dämmen, Gerichtswesen, die Klöster in Belbuck und Treptow, aus den Jahren 1467–1707, 54 AE.

Stadt Fiddichow, Bürgermeisteramt, Korrespondenz, aus den Jahren 1770–1785, 2 AE.

Stadt Wollin, Privilegien, Liegenschaften, Fischfang, Jagden, Handel und Schiffahrt, Zünfte: Bäcker, Brauer, Dachdecker, Kürschner, Schmiede und Schneider, Lebensmittelpreise, Gerichtswesen, aus den Jahren 1526–1637, 17 AE.

Amt Wollin, Verordnungen, Visitationen, Beamte, Rechnungen, Inventare und Liegenschaften, Mühlen, Fischfang, Grenzfragen, Reparatur von Wegen und Brücken, Jagden, Zölle, das Frauenkloster, Gerichtswesen, Familie von Apenburg, aus den Jahren 1540–1720, 48 AE.

Dreißigjähriger Krieg, Einfall der kaiserlichen Truppen in Pommern, Ankunft der schwedischen Armee, die Blockade von Kolberg, Befestigungen der Städte, Lebensmittelmagazine, Einquartierung der kaiserlichen und schwedischen Truppen in pommerschen Städten: Bahn, Belgard, Cammin, Daber, Freienwalde, Gartz, Greifenberg, Körlin, Kolberg, Labes, Lauenburg, Massow, Naugard, Neustettin, Plathe, Polzin, Pyritz, Regenwalde, Rügenwalde, Rummelsburg, Saatzig, Schlawe, Stargard, Stettin, Stolp, Treptow, Wangerin, Wollin und Zachan, Kontributionen und Steuern (in einzelnen Ortschaften Pommerns), der Vertrag von Stralsund, die von den Armeen angerichteten Schäden, Beseitigung der Schäden und Zerstörungen, aus den Jahren 1616–1687, 183 AE.

Teil (Pars) III

Stadt Kolberg, Kirchenfragen, Reformation, Kirchenvisitation in Kolberg und Köslin, Visitationen von Spitälern, Amtsbesetzung, Einkünfte, Kirchenbau, Klöster, Privilegien, Matrikel und das Domkapitel in Kolberg, seine Jurisdiktion, Rechnungen, Liturgie, Auseinandersetzungen mit den Herzögen, Anordnungen des Superintendenten, Schulen, aus den Jahren 1544–1799, 45 AE.

Die Kirche im Herzogtum Cammin, Visitationen und Matrikel der Kirchen in der Synode Kolberg, Besetzung, Einkünfte der Kirchen, Patronatsrecht, Klöster, Spitäler, Schulwesen, aus den Jahren 1501–1696, 28 AE.

Synode Freienwalde, Visitationen, Matrikel und Kircheninventare, Besetzung von Ämtern, Einkünfte, Gerichtswesen, aus den Jahren 1560–1658, 16 AE.

Kirchen in Köslin, Visitationen, Matrikel, Besetzung von Ämtern, Einkünfte, Reparaturen und Bau von Kirchen, Patronatsrecht, Gerichtswesen, aus den Jahren [1416]–1794, 32 AE.

Kirchenrecht, Durchsetzung des kanonischen Rechts, theologische Auseinandersetzungen, Bericht der Kirchensynode Stettin, Prozesse um Zaubereien, aus den Jahren 1576–1668, 4 AE.

Lehen, Vorgehen der Lehnskanzlei gegen den Adel, Lehnseide und -pflichten, Bücher der Lehnsmänner, Streitigkeiten, aus den Jahren 1515–1651, 25 AE.

Grenze des Herzogtums Cammin, Grenzstreitigkeiten des Herzogtums sowie einzelner Städte, Domänen, Vorwerke und Dörfer, Grenzbeschreibungen, aus den Jahren 1512–1754, 60 AE.

Landtage im Herzogtum Cammin, Landtagsberatungen, Kontributionen, Einquartierung von brandenburgischen, kaiserlichen und schwedischen Truppen, Steuern, Absprachen hinsichtlich der Erbfolge im Herzogtum, aus den Jahren 1547–1685, 101 AE.

Die Bischöfe von Cammin, Bischofswahlen, die Predigten der Bischöfe, Lehnshuldigungen, Forderungen der Bischöfe, Steuern zugunsten des Reichs, ein Vorschlag Zygmunts III. Wasa über die Besetzung des Camminer Bischofsamts mit seinem Sohn, aus den Jahren 1545–1636, 15 AE.

Pflichten der Stände, Privilegien, Steuern und Verteidigungsfragen, aus dem Jahre 1563, 1 AE.

Rechtliche Beziehung des Herzogtums Cammin zum Deutschen Reich, rechtliche Situation des Herzogtums, Reichstagsbeschlüsse, Musterungen und Kriegsvorbereitungen im Herzogtum, Durchmarsch fremder Truppen, Steuer für die Türkenkriege, aus den Jahren 1544–1626, 22 AE.

Probstei Kolberg, Grenzfragen, Kirchenbesitz, Besetzung des Amts des Probstes, Steuer zugunsten des Reichs, aus den Jahren 1562–1589, 5 AE.

Stadt Körlin, Privilegien, Beamte, Liegenschaften, Grenzen der Stadt, Zünfte: Brauer, Gerber, Schneider, Schuhmacher und Wagner, wohltätige Stiftung für Fräulein, Mühlen, aus den Jahren 1568–1802, 22 AE.

Kolberg, Zünfte, Zugehörigkeit und Konzessionen folgender Zünfte: Barbiere, Bernsteinschleifer, Brauer, Goldschmiede, Nadler, Sattler, Schmiede, Schuster, Töpfer, Waffenschmiede und Weber, Apotheke, Salinen, Wirtshaus, aus den Jahren 1554–1698, 21 AE.

Beziehungen des Herzogtums Cammin zum Reichskammergericht, Abgaben an das Reichsgericht, Anwälte und Staatsanwälte, aus den Jahren 1521–1628, 2 AE.

Stadt und Amt Bublitz, Stadtgrenzen, Liegenschaften, Zünfte: Brauer, Schmiede, Schuhmacher und Waffenschmiede, Apotheke, Burggericht, Grenzen der Domänenverwaltung, Visitationen, Zoll und Patronatsrecht, Beamte, Streitigkeiten um Weiden und Felder, Informationen über Ortschaften in der Domäne, aus den Jahren 1578–1775, 21 AE.

Amt Köslin, Auseinandersetzungenen der Familie Podewils um den Grundzins in Streitzker, aus den Jahren 1643–1655, 1 AE.

Varia, Register der Einkünfte des Domkapitels Kolberg, ehemalige Inventare, aus den Jahren 1472–1854, 8 AE.

Karten, handschriftliche, vielfarbige Karten, die ursprünglich Anlagen zu einzelnen Vorgängen waren und ihre Signaturen tragen. Sie informieren über die Besitztümer des Herzogs, des Adels und der Städte, über Güterteilungen, Grenzstreitigkeiten und -vermessungen, über den Grenzverlauf von Besitzungen sowie über die Ergebnisse von strittigen Eigentumsfragen, die vom herzoglichen Gericht geklärt wurden. Auf den Karten ist in der Regel der Verlauf einzelner Grenzabschnitte der Güter verzeichnet; eine Ausnahme ist die Karte der ganzen Insel Wollin aus dem Jahre 1654. Die Karten betreffen das historische Gebiet des Herzogtums Stettin. Nur sechs Einheiten besitzen einen in rheinischen Ruten ausgedrückten Maßstab, was umgerechnet ca. 1:4000 und 1:5000 ergibt, aus den Jahren [1561] 1594–1801, 28 AE (die Karten sind Teil der einzelnen Akteneinheiten und tragen ihre Signatur).

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Bestandsführer: Podralski, J.: Archiwum Książąt Szczecińskich [Das Herzoglich Stettiner Archiv], Szczecin 1991, 2 Bde.

Literatur

Medem, L. v.: Das Königliche Provinzialarchiv zu Stettin, in: Zeitschrift für Archivkunde, Diplomatik und Geschichte, Bd. 2 (1835).

Podralski, J.: Akta Archiwum Książąt Szczecińskich przejęte z Niemieckiej Republiki Demokratycznej w roku 1962 [Akten des Herzoglich Stettiner Archivs, die 1962 von der Deutschen Demokratischen Republik übernommen wurden], in: Archeion, Bd. 60 (1974).

Randt, E.: Hundert Jahre Archivpflege in Pommern im Überblick, in: Monatsblätter 1938, H. 4.

Świadectwa historii Pomorza. Księstwo pomorskie 1140–1648. Zeugnisse pommerscher Geschichte. Herzogtum Pommern 1140–1648, hg. v. K. Kozłowski u. M. Schoebel, Szczecin-Greifswald 1999.

Turek-Kwiatkowska, L.: Z dziejów służby archiwalnej. Archiwa na Pomorzu Zachodnim w latach 1808–1914 [Aus der Geschichte der Archivverwaltung. Die Archive Pommerns in den Jahren 1808–1914], Warszawa 1968.

Wielopolski, A.: Archiwum Książąt Szczecińskich [Das Herzoglich Stettiner Archiv] in: Archeion, Bd. 38 (1962).

Wielopolski, A.: Materiały źródłowe do dziejów Polski w Wojewódzkim Archiwum Państwowym w Szczecinie [Quellenmaterialien zur Geschichte Polens im Staatlichen Woiwodschaftsarchiv Stettin], in: Archeion, Bd. 27 (1957).

ED/JP

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0003 Herzoglich Wolgaster Archiv (Rep. 5, Archiwum Książąt Wołogoskich)

[1175–] 1456–1722; 1934 AE, 54,3 lfm.

Der Anfang des Herzogtums Wolgast geht auf die Teilung Pommerns im Jahre 1295 zurück. Das damals entstandene Staatswesen wurde 1478 aufgelöst, als das Land von Bogislaw X. wiedervereinigt wurde. 1532 wurde das Herzogtum Wolgast aufgrund des Vertrags zwischen Barnim XI. und Philipp I. wieder ins Leben gerufen. 1625 trat Bogislaw XIV. als letzter Herzog der Greifendynastie auch die Herrschaft im ganzen Herzogtum Wolgast an (bis 1637). Dies änderte aber nicht die Prinzipien, nach denen der Wolgaster Landesteil regiert wurde, waren hier doch auch weiterhin alle bisherigen Zentralbehörden tätig, darunter die Kanzlei. Es fanden zudem reguläre Sitzungen des herzoglichen Rats statt, der Regierung genannt wurde und dessen Beschlüsse vom Herzog selbst bestätigt wurden. Durch den Westfälischen Frieden (1648) sowie den Grenzvertrag (1653) teilten die Schweden Pommern und übernahmen die Herrschaft über die Gebiete des einstigen Herzogtums Wolgast sowie über den Westen des Herzogtums Stettin.

Nach dem Vertrag von 1532 sollte das Archiv in Wolgast zum Hauptaufbewahrungsort für die herzoglichen Akten aus ganz Pommern werden. 1572 wurde eine Inventarisierung des Wolgaster Archivs vorgenommen, das seinerzeit 1934 AE zählte. Während weiterer Inventarisierungsarbeiten im Jahre 1603 wurden bereits 2361 AE gezählt, die in 60 Sachgruppen (Tituli) zusammengefaßt waren. Nach dem Tod von Philipp Julius (1625) wurde das Archiv in den Jahren 1628–1642 nach Stettin gebracht. 1642 wurden die Wolgaster Bestände ein drittes Mal geprüft; sie umfaßten nunmehr zusammen 3797 AE in 90 Sachgruppen. Von nun an teilte das Herzoglich Wolgaster Archiv (AKW) das Schicksal des Herzoglich Stettiner Archivs. Nach der Übernahme des AKW durch das Provinzialarchiv Stettin in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Bestand nach einem sachlichen System geordnet, das sich am Repertorium von 1642 orientierte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das AKW in die Burg Pansin (Pęzino) sowie wahrscheinlich nach Spantekow evakuiert. Nach dem Krieg kehrte nur ein Teil der AKW-Akten nach Stettin zurück – ca. 80 % der nach Pansin gebrachten Bestände. Heute im Landesarchiv Greifswald: Rep. 5 Herzoglich Wolgaster Archiv, aus den Jahren 1258–1706, 674 AE.

Inhalt

Religion, der Schmalkaldische Krieg, Vorschläge des Kaisers bezüglich der Religion, Unstimmigkeiten zwischen dem Kaiser und den Herzögen aufgrund des Schmalkaldischen Kriegs, Korrespondenz Philipps I. mit dem Markgrafen von Brandenburg über religiöse Angelegenheiten, Religionsordnung für die Stadt Prenzlau, aus den Jahren 1546–1556, 9 AE.

Reichstage, Mandate der Kaiser über Einberufung der Reichstage, kaiserliche Vorschläge, Antworten der Stände und einzelner Reichsherzöge (sog. Repliken, Tripliken), Instruktionen für die herzoglichen Gesandten, die sich zu den Reichstagssitzungen begaben, Beschlüsse, Reichs- und Landtage in Regensburg (1541, 1556, 1559, 1567, 1576, 1582, 1602, 1603, 1607, 1608, 1613), Speyer (1544, 1560, 1570, 1574, 1600), Worms (1549, 1554), Jüterbog (1544, 1561, 1563, 1564, 1567, 1568, 1594, 1599), Augsburg (1547, 1548, 1551, 1559, 1566), Ulm (1553), Nürnberg (1543), Visitationen des Reichskammergerichts, Kaiserwahlen, aus den Jahren 1529–1631, 71 AE.

Reich, Reichstage in Worms (1539), Nürnberg (1543–1544), Speyer (1542–1544), Worms (1545, 1557, 1590), Augsburg (1550), Frankfurt a. M., Regensburg (1557), Hilfssteuern für den Krieg mit der Türkei, Beziehungen mit anderen Herzogtümern des Reichs, Salzhandel, Kaiserwahlen, aus den Jahren 1521–1616, 27 AE.

Gesandtschaften, Konvente der Reichsgesandten in Worms (1557, 1578, 1586), Speyer (1595), Regensburg (1622–1623), aus den Jahren 1557–1623, 5 AE.

Kreislandtage des Reichs, in: Worms (1521, 1544), Speyer (1549), Wismar (1588), Jüterbog (1569, 1571, 1599–1603, 1605, 1606), Leipzig (1597, 1598, 1599), Frankfurt a. O. (1598), Lüneburg (1568), Türkenkriege, polnisch-schwedische Kriege, Steuer- und Münzfragen, aus den Jahren 1521–1607, 21 AE.

Herzogliche Familie, Verlobungen und Heiraten: von Prinzessin Georgia, der Tochter von Herzog Georg, mit Stanisław Latalski, von Prinz Georg, von Prinzessin Sophia, der Tochter Bogislaws X., von Prinzessin Margarete, der Tochter Herzog Georgs, von Prinzessin Anne, der Tochter Herzog Barnims XI., von Prinz Georg I., von Prinzessin Margarete, der Tochter Philipps I., von Prinzessin Hedwig Maria, der Tochter Ernst Ludwigs, von Prinzessin Elisabeth Magdalena, von Prinz Philipp Julius, Begräbnisse von Prinzessin Hedwig Maria, der Tochter Ernst Ludwigs, von Prinzessin Amelia, der Tochter Philipps I., Erbteilungen, Erbantretungen, Aussteuern, „Prinzessinen“-Steuern, aus den Jahren 1512–1629, 26 AE.

Polonica, Tod des polnischen Königs Zygmunt August, Wahl von Henri Valois, ein dem polnischen König gewährter Kredit, der Reichstag in Stężyca (1575), in Warschau (1577, 1578), Durchmarsch polnischer Truppen während des Kriegs gegen Schweden, aus den Jahren 1572–1603, 7 AE.

Schweden, schwedisch-dänischer Frieden (1570), Angelegenheiten von Reval, Kurland, Korrespondenz, Gesandtschaften, aus den Jahren 1570–1635, 6 AE.

Dänemark, Abkommen über die Schiffahrt, Streit um das Kloster in Reinfeld, Zölle, Werbung zur dänischen Armee, Rügener Fragen, Raub von Wolgast (1628), aus den Jahren 1535–1633, 19 AE.

Sachsen, Beziehungen zwischen Sachsen und Pommern sowie Westfalen, der Landtag in Torgau (1612); Tod des Herzogs von Sachsen; innere Verhältnisse in Sachsen, aus den Jahren 1544–1624, 16 AE.

Pfalz, Tod des Pfalzgrafen Philipp Ludwig; Übertritt seiner Söhne zum Katholizismus; Beziehungen zum Kloster in Keyscheim und mit den pommerschen Herzögen, aus den Jahren 1610–1625, 3 AE.

Braunschweig, Heirat der Herzöge, Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Goslar und Braunschweig; Abkommen zwischen Braunschweig, Mecklenburg und Pommern, Abkommen des Herzogs von Braunschweig mit den Herrschern von Lüneburg, Durchmarsch von braunschweigischen Truppen durch Pommern nach Danzig, Streit mit Hamburg; Korrespondenz des pommerschen Herzogs Philipp Julius mit den Höfen in Braunschweig und Lüneburg, aus den Jahren 1542–1623, 13 AE.

Mecklenburg, innere Verhältnisse, Eheschließungen der mecklenburgischen Herzöge, Krieg um Rostock, Besuche der mecklenburgischen Herzöge an den pommerschen Höfen, Beziehungen zwischen beiden Höfen, Handel, Steuern, aus den Jahren 1526–1634, 18 AE.

Livland, Beziehungen zwischen dem Bischof von Riga und dem Livländischen Ordensmeister, Bischofswahl, Briefe Herzog Albrechts an die Reichsherzöge über Werbungen zur Armee, Auseinandersetzungen mit Moskau, Beziehungen zu Schweden, aus den Jahren 1544–1572, 9 AE.

Reichsherzogtümer, Bestimmung von Kommissaren durch den Kaiser zur Entscheidung der Streitigkeiten zwischen dem Herzog von Anhalt und dem Bischof von Halberstadt, Korrespondenz Herzog Albrechts von Hohenzollern mit den pommerschen und schlesischen Herzögen, aus den Jahren 1548–1571, 6 AE.

Brandenburg, Erbverträge zwischen Brandenburg und Herzog Bogislaw X. sowie seinen Nachfolgern, Auseinandersetzungen darüber, aus den Jahren 1493–1577, 7 AE.

Grenze mit der Mark, Grenzstreitigkeiten, Auseinandersetzungen mit der Stadt Hamburg über das Stapelrecht sowie über die Schiffahrt auf der Elbe, aus den Jahren 1554–1583, 2 AE.

Erbverträge und Familienabkommen der pommerschen Herzöge, Barnim XI. mit Philipp I. (1541, 1546, 1556, 1569), Barnim XII. mit Johann Friedrich (1571–1575), Barnim XII. mit Kasimir IX. (1601), Vertrag der pommerschen Herzogin Agnes mit Cornelius Klaus von Gadebusch, aus den Jahren 1532–1616, 20 AE.

Lehnsabhängigkeit vom Kaisertum, Reichstag in Prag (1557), Zölle in Küstrin, Lehnsbriefe des Kaisers, Erneuerung des Lehens, Bestätigung des Lehens durch den Kaiser, Delegationen, Gesandteninstruktionen, Berichte, Bestätigungen von Privilegien, aus den Jahren 1541–1626, 19 AE.

Finanzwesen des Herzogtums, Hofordnung für das Herzogtum Wolgast (1541), Anordnungen für einzelne Ämter, Rechnungen des Herzogtums, Güterverkauf, Ständeversammlungen der Herzogtümer Wolgast und Stettin, Sitzungen und Beschlüsse, Grenzfragen mit Polen, aus den Jahren 1495–1624, 15 AE.

Bistum Cammin, Meinungen von Theologen und dem Kaiser über die Wahl von Bischöfen und des Domkapitels, die Stände des Bistums, Bischofswahlen: Johann Bugenhagen, Erasmus von Manteuffel, Ludwig von Eberstein, Wolf von Borck, die Herzöge Johann Friedrich, Franz und Philipp Julius, Beschreibung der Präbenden des Bistums, Abkommen in Angelegenheiten des Bistums, Privilegien des Domkapitels und der Kirche (Abschriften von 1175), Tausch von Dörfern im Besitz des Domkapitels, den neugewählten Bischöfen geleistete Huldigungen, aus den Jahren [1175] 1525–1623, 19 AE.

Cammin und der Zehnt aus Schwerin, Beschreibung des von Mecklenburg an das Bistum Cammin gezahlten Zehnten, aus den Jahren 1527–1588, 6 AE.

Domkapitel Cammin, Vereidigungen von Bischöfen, Privilegien des Kaisers für das Domkapitel und die Kirche, Statut der Camminer Kirche, Steuern von Untertanen, Präbenden und Benefizien aus dem Gebiet des Herzogtums Wolgast zugunsten des Domkapitels, aus den Jahren 1538–1636, 4 AE.

Kirche in Kolberg, Präpositur in Kolberg, Angaben zur Probstei, bona communia des Kolberger Domkapitels, Kirchenordnung in Kolberg, aus den Jahren 1546–1626, 4 AE.

Stadt Kolberg, Frauenkloster und Streitigkeiten mit der Stadt, aus den Jahren 1579–1585, 1 AE.

Stadt Stettin, Schiffahrt auf der Oder, Streitigkeiten über die Zölle in Küstrin, Zölle auf dem Dammschen See, Grenzauseinandersetzungen mit den Ämtern des Herzogs von Wolgast, Streitigkeiten der Herzöge mit Stettin, Zunftprivilegien, das Schloß in Stettin, Streitigkeiten der Stadt mit den Kirchen, städtische Liegenschaften, die Münze in Stettin, Handel, Streitigkeiten zwischen der Stadt und Ernst von Ramin, aus den Jahren 1535–1632, 17 AE.

Marienstift und Pädagogium, Patronatsrecht und Jurisdiktion gegenüber den Kirchen, Kirchengüter, Schenkungen und Stiftungsgüter, Kirchenlehen, Streitigkeiten des Domkapitels mit dem Adel um Holz, Präbenden, Güter und Schenkungen der Stiftung, Pachten, Untertanen der Stiftung und ihr zugutekommende Präbenden im Herzogtum Wolgast, Übereinkunft zwischen Barnim XI. und Philipp I. über die Gründung und Verwaltung der Stiftung, aus den Jahren 1541–1632, 14 AE.

Hofhaltung und Kanzlei, Hofordnungen, Ordnungsvorschriften, Kanzler, Kanzlei, Sekretäre, Taxen in der Kanzlei, Ordnung und Visitationen der Kanzlei, Hofgericht, Gerichtsbeamte, niedere Gerichte, Verordnungen der Kanzlei, die herzogliche Schatzkammer, Archiv, Stallungen, Engagements von Beamten und Hofbedienten, Entlohnungen, Deputate, Streitigkeiten zwischen Beamten, Entlassungen aus disziplinären Gründen, Heiraten von Beamten, Vereidigungen, Korrespondenz der Beamten mit den Herzögen, Versorgung von Beamtenwitwen, Bücher der geplanten Ausgaben, Ausgaben, Schulden der Herzöge, Gläubiger der Herzöge, Schloßinventare, Bau von Mauern und Wällen, Hoffeierlichkeiten, Bibliothek, Bezüge der Prinzessinnen, Versorgung der herzoglichen Witwen, Tafelgüter der Herzöge, Bezirksverwaltungen, ehemaliger Klosterbesitz, Ordnungen für Amtsleute, Kauf und Verkauf von Land, Steuern, Wege, Visitationen von Wäldern, Sitzungsprotokolle, herzogliche Verordnungen, Handel mit Salz, Wein und Mühlsteinen, die Schiffahrt auf dem Narew, der Arrest von Stettiner Schiffen, Zölle, Militär und seine Organisation, Orchester, Brauerei, Gefängnis, Korrespondenz mit den Reichsfürstentümern, Privatleuten sowie zwischen den pommerschen Herzögen, aus den Jahren 1503–1637, 170 AE.

Militaria, Beziehungen zum Kaiserreich, Einquartierung kaiserlicher Truppen in Pommern, Exzesse, Raub, Drangsal, die Belagerung von Stralsund, Einquartierung schwedischer Truppen, Kriegsordnungen, Steuern, Kontributionen, die Kapitulation von Franzburg, der Krieg in Böhmen und Ungarn, Beziehungen zwischen Pommern und Dänemark, die Verstärkung der Burg Wolgast, die Befestigung der Städte, Beschäftigung eines Waffenschmieds und eines Gießers aus Hamburg, Bau eines Kriegsschiffes, aus den Jahren 1539–1637, 96 AE.

Musterungen, Dienst zu Pferd und Reitübungen, Pferderegister der Lehnsmänner, Ernennung von Anführern, Gießereiwesen, Bemerkungen von Theologen über den Krieg und seine Folgen, aus den Jahren 1521–1636, 12 AE.

Landfiskus, Steuern, Aufnahme von Krediten, Gläubiger, Zölle, Besetzung des Amts eines Landsteuereinnehmers, aus den Jahren 1568–1636, 20 AE.

Steuern, Beseitigung von Schulden, Gläubiger, Schatzregister, Landesverteidigung, Landratsrechnungen, Jahresabrechungen, Entlohnungen der Räte, Sekretäre und Hofbedienten, aus den Jahren 1570–1632, 11 AE.

Landtage des Herzogtums Pommern, Schreiben zur Einberufung der Landtage, Mandate und Reskripte, Verhandlungen der Herzöge mit dem Adel, den Städten und den Hofräten, Berichte von den Landtagen, Konventen und Ständeberatungen, Entschließungen, aus den Jahren 1538–1634, 62 AE.

Münzen, Münzsorten, die Münze in Franzburg, aus den Jahren 1551–1624, 2 AE.

Polizei, Unstimmigkeiten der Stände auf dem Landtag in Wollin, Polizeiordnungen, Kaufmanns-, Zunft-, Handels-, Schiffahrts- und Stadtordnungen, Anordnungen über Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Bettler, Hirten und Bauern, Konferenz der Hansestädte mit den holländischen Städten, aus den Jahren 1543–1634, 12 AE.

Stadt Wolgast, Landbesitz, Streitigkeiten, Verordnungen gegen Seuchen, Polizeiaufsicht, Holzverkauf, Zünfte: Brauer, Kürschner, Weber, aus den Jahren 1589–1636, 13 AE.

Stadt Anklam, Streitigkeiten, Kloster, Damm und Fährstelle, Spitäler, Mühlen, aus den Jahren 1557–1636, 16 AE.

Stadt Pasewalk, Streitigkeiten, Zölle, Holzdeputate für die Kirchen, Grenzen und Landbesitz der Stadt, Kirchengüter, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Glaser, Kürschner, Leinweber, Maurer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher, Stellmacher und Tischler, Kloster, Schützenbruderschaft, Brände, Jahrmärkte, aus den Jahren 1560–1636, 19 AE.

Stadt Demmin, Streitigkeiten, Mühlen, Wirtshäuser, Zölle, Fischfang, städtischer Besitz, aus den Jahren 1525–1635, 6 AE.

Stadt Barth, Beamte, Brände, Wirtshäuser, Seeleute, Landbesitz der Stadt, Holzdeputate, Münzfragen, Streitigkeiten, Zölle, Zünfte: Bäcker, Drucker, Gerber, Krämer, Kürschner, Pantoffelmacher, Sattler, Schuhmacher und Tuchmacher, Schützenbruderschaft, Polizeiverordnungen, Apotheke, Gerichtswesen, Prozeßablauf bei Zauberei, Privilegien der Stadt, Streitigkeiten mit Herzog Philipp Julius, aus den Jahren 1562–1636, 31 AE.

Stadt Ueckermünde, Streitigkeiten, Schiffahrt auf dem Fluß Uecker, Zölle, Zünfte: Brauer, Schmiede und Schneider, Notizen über die Stadt, aus den Jahren 1552–1636, 7 AE.

Stadt Neuwarp, Privilegien, Bäckerzunft, Notizen über die Stadt, aus den Jahren [1442], 1611, 2 AE.

Stadt Treptow a. T. (Altentreptow), Streitigkeiten, Grenzfragen, Gärten, städtische Felder, Korrenspondenz der Herzöge mit der Stadt, Zünfte: Bäcker, Brauer, Kürschner, Musiker, Schmiede, Schneider, Tischler und Tuchmacher, Spitäler, aus den Jahren 1556–1636, 9 AE.

Stadt Loitz, Schulden der Herzogin Sophia Hedwig, Wollhandel, Schuhmacherzunft, aus den Jahren 1605–1636, 5 AE.

Stadt Grimmen, Landbesitz der Stadt, Brände, Ziegelei, Armenfragen, Handwerkerprivilegien, aus den Jahren 1546–1627, 7 AE.

Stadt Damgarten, Grenzstreitigkeiten, Zölle, Privilegien, Zünfte: Bäcker, Brauer und Schuhmacher, aus den Jahren [1258] 1592–1722, 6 AE.

Stadt Bahn, Schützenbruderschaft, Kirchenfragen, Zünfte: Schneider und Weber, Mühlen, Streitigkeiten, Privilegien, Verträge der Stadt mit dem Johanniterorden über Zinsen und Pachten, Schäfereien, Zölle, Schöffen, Komturei in Wildenbruch, Kriminalfälle, Brände, Gerichtswesen, aus den Jahren [1480–1483] 1501–1636, 33 AE.

Stadt Usedom, Streitigkeiten über Weiden und Wald, Angelegenheiten der Weber, städtische Pferde, aus den Jahren 1587–1635, 4 AE.

Stadt Franzburg und Richtenberg, Privilegien, Zünfte: Schneider, Schuhmacher und Weber, Sitz des Herzogs in Franzburg, aus den Jahren 1593–1622, 6 AE.

Stadt Jarmen, Notizen über die Stadt, Privilegien, Mühlen, aus den Jahren 1611–1626, 4 AE.

Stadt Gützkow, Notizen über die Stadt, Privilegien, Kirchengüter, städtischer Besitz, Schuhmacherzunft, aus den Jahren 1597–1632, 4 AE.

Stadt Lassan, Schiffahrt, Informationen über die Stadt, Gerichtswesen, aus den Jahren 1605–1627, 3 AE.

Streitigkeiten, Streitigkeiten und Gerichtsprozesse der Herzöge mit dem Adel: von Mörder, von Wussow, von Osten, von Rauschen, von Sasse, von Bugenhagen, von Podewils, von Kamecke, von Moltke, von Schwerin, von Koller, Auseinandersetzungen des Adels untereinander über Schulden, Lehen, Güter, Testamentsvollstreckung und Erbteilung, Kirchengüter, Eintreibung von Schulden, Kriminalsachen, Streitigkeiten der Städte mit dem Adel, der Berzirksamtsleute mit den Städten, Streit Paul von Wieses mit der Komturei in Wildenbruch, Überfälle, Ansprüche der herzoglichen Beamten, Jurisdiktion der Städte und Vögte, Klagen an den Kaiser, aus den Jahren 1491–1648, 165 AE.

Ermittlungen in Geldfragen, Kriminal- und Fiskalfälle, aus den Jahren 1548–1624, 3 AE.

Reskripte und Verordnungen, Korrespondenz zwischen den Herzögen, zwischen den Herzögen und Adel bzw. Beamten, Reskripte des Herzogs von Wolgast, Gratulationsschreiben, aus den Jahren 1568–1626, 16 AE.

Kirche und Kirchenvisitationen, Kirchenordnungen, Patronatsrecht, Bestellung von Geistlichen und ihre Bedienung, Kirchenfilialen, Kirchengüter und Benefizien, Kirchenvisitationen und -matrikel, Superintendenturen, Auseinandersetzungen zwischen Kirchen und Adel sowie Bezirksamtsmännern, Kirchenrechnungen, Klöster und Provisoren, Arme, Spitäler, Schulen, Erzdiakonat, aus den Jahren 1537–1661, 80 AE.

Lehnshuldigungen, Lehnshuldigungen im Herzogtum Stettin, Huldigungen unter den Herzögen Philipp Julius, Barnim XII. und Kasimir IX., von den Städten abgelegte Lehnshuldigungen, aus den Jahren 1574–1626, 19 AE.

Lehnsfragen und Stadtprivilegien, Huldigungen, Erneuerungen von Lehen durch den Adel, herzogliche Entscheidungen über Lehnsgüter, Lehnsbriefe, vor den Herzögen von Stettin geleistete Huldigungen, Huldigungen und Erneuerungen von Stadtprivilegien, Anwartschaften, Komturatslehen, vor dem Herzog von Croy geleistete Huldigungen, Lehnshuldigungen aus dem Land Lauenburg-Bütow, Suppliken, Schenkungen, aus den Jahren 1524–1663, 63 AE.

Herzogliche Entscheidungen, Einverständnis mit Hypotheken und Veräußerungen von Lehnsgütern, Einschlag von Bauholz, Verträge, Finanzprozesse, Entlohnungen, Güter- und Bauerntausch, Testament, Schenkungen, Güterverpfändungen, Anwartschaften, Betreibung von Wirtshäusern, Waisenfürsorge, aus den Jahren 1547–1649, 21 AE.

Stadt Stralsund, städtische Jurisdiktion, Privilegien, Auseinandersetzungen mit den Herzögen, dem Adel, der Bürger mit dem Stadtrat, Reichstagsprotokolle, an die schwedische Königin Christine geschickte Bitte und Protest, Landgüter, Tafelgüter der Herzöge in der Nähe der Stadt, Gerichtswesen und Gerichtsprozesse, Verträge und Abkommen der Bürger, Einnahmen und Kollekten, Steuern, Zünfte, Kaufmannschaft, Handel und Schiffahrt, Zehnt, Mühlen, Fischfang, Gesundheit und Apotheken, Unruhen der Bürger, Schulden, Auseinandersetzungen der Stadt mit dem Herzog um 35 000 Gulden, Belagerung der Stadt (1628), Registratur, Berchmann-Chronik, aus den Jahren 1535–1636, 125 AE.

Universität Greifswald, Privilegien und Jurisdiktion, Auseinandersetzung der Universität mit dem Greifswalder Stadtrat sowie mit dem Domänenverwalter in Eldena und Wolgast, Bedienstete, Ämterbesetzung, Entlohnung der Professoren, Einkünfte und Güter, Rechte des Camminer Domkapitels gegenüber der Universität, Vorschlag zur Übersiedlung der Universität nach Stettin, Pacht der Güter Eldena, Korrespondenz mit Melanchthon, Visitation der Universität, aus den Jahren 1456–1652, 19 AE.

Konsistorium Greifswald, Amtsorganisation, Streitigkeiten mit dem Stadtrat Greifswald, Stadt Usedom, Streitigkeiten mit dem Generalsuperintendenten, Dispens, Schulden, Streitigkeiten Greifswalds mit dem Kloster Eldena, aus den Jahren 1535–1642, 12 AE.

Stadt Greifswald, Privilegien, Jurisdiktion der Stadt, Gerichtswesen, Prozesse über Zauberei, Henker, Finanzwesen, Zünfte, Handel, Schiffahrt, Jahrmärkte, Schafzucht, Fischfang, Torfabbau, Streitigkeiten der Stadt mit Herzog Philipp Julius, mit Lübeck, mit den Zünften, mit den Bürgern, mit dem Adel, mit der Geistlichkeit, mit Wolgast, Verwaltung der städtischen Güter, Streitigkeiten der Kirche um Schulden, Rechte der Pfarrer, Küster und Lehrer, Brücken, Dämme, Wege, Befestigungen, Einquartierung, Fourage, Bürgermeisterbuch, Fall von Bigamie, Visitation der Stadt, aus den Jahren 1534–1634, 49 AE.

Herzogliches Eigentum auf Rügen, Rügener Privilegien, Verwaltung des Bezirks Rügen, Amtsvisitationen, Landgüter, Rechnungen, Entlohnungen der Beamten, Eide, Einkünfte, Gerichtswesen, Adelsgüter, Auseinandersetzungen des Amts mit dem Adel, Grenzstreitigkeiten, Dienst zu Pferd, Schulzenamt, Ämterbesetzung, Auseinandersetzungen mit dem Adel und der Stadt Berg, Protest der Stände von Rügen, Zünfte und Handwerk, Handel, Mühlen, Fischfang, Brauereien, Holzordnung, Wege, Türkensteuer, herzogliches Einverständnis, Suppliken, Kirchenfragen, Zehnt, Reformation des Klosters in Bergen, Stadt Bergen: Privilegien, Apotheke, Brände, aus den Jahren 1565–1637, 89 AE.

Grafschaft Sonnenburg, Wildenbruch und Putbus, Familie von Putbus, Auseinandersetzungen mit dem Adel, Empfehlung von Putbus zum Komtur von Wildenbruch, Grafschaft Sonnenburg, Besetzung des Meisters, Auseinandersetzungen mit den pommerschen Herzögen, Auseinandersetzungen mit dem Adel, Komturei Wildenbruch, Auseinandersetzungen mit dem Adel, Ämterbesetzung, Landgüter, Auseinandersetzungen mit der Stadt Bahn, Schulden, Gutachten der juristischen Fakultät der Universität Frankfurt/O. über einen Streit zwischen Komturei und den Herzögen, Auseinandersetzungen mit den Markgrafen von Brandenburg, Abkommen Herzog Ernst Ludwigs mit der Komturei, Lehen, Untertanen, Güterinventar, Abgaben, Rechnungen, aus den Jahren 1490–1638, 61 AE.

Grenzstreitigkeiten zwischen Pommern und Mecklenburg, Grenze beider Länder, Grenzstreitigkeiten einzelner Orte, Ermittlungen in Streitfällen, Zeugen, Kommissionsprotokolle, Streit um Fischfang, Auseinandersetzungen der Kreisverwaltungen, Grenzhändel, Körperverletzungen, Morde, Streit um die Brücke in Trebel, Bistum Schwerin, Kloster in Stolpe, in Dargun, Zehnt, Auseinandersetzungen um Mühlen und Fuhrwerke, Instruktionen für die Grenzkommissare, Grenzabkommen, Protokolle, Grenzbeschreibungen, Burg und Gut Wolde, aus den Jahren 1500–1664, 65 AE.

Visitationen der herzoglichen Güterverwaltungen, Anordnungen, Visitationen der herzoglichen Beamten in einzelnen Verwaltungen, Register, Belastungen der Verwaltungen, Zeugnisse, Aufstellungen von Getreide, Entlohnungen, Deputate der Beamte, aus den Jahren 1560–1626, 11 AE.

Amt Wolgast, Amtsfragen, Grenzen des Besitztums, Streitigkeiten, Bautätigkeit, Visitationen, Beschreibung der Güter der Verwaltung, Schäfereien, Wirtshäuser, Mühlen, Anordnungen, Einkünfte und Rechnungen, Gerichtswesen, aus den Jahren 1543–1662, 22 AE.

Amt Barth und Franzburg, Register, Auseinandersetzungen um Grenzen und Besitzungen, Inventare von Dörfern, Verträge zwischen den Herzögen über die Aufteilung der Einkünfte, Handel, Klöster, Angelegenheiten der Kirche in Franzburg, Pachten, Rechnungen, aus den Jahren 1532–1642, 29 AE.

Amt Loitz, Verchen und Lindenberg, Gutspachten, Visitationen, Bau des Schlosses in Loitz, Beschreibung der zum Amt gehörigen Dörfer, aus den Jahren 1554–1634, 9 AE.

Amt Eldena, Schäfereien, Visitationen, Schulden, Güterbeschreibungen, aus den Jahren 1571–1637, 8 AE.

Ämter Treptow a. T. und Clempenow, Inventare, Auseinandersetzungen, Visitationen, Anordnungen, Beschreibung der zum Amt gehörigen Dörfer, Gebühren, Pachten, Meliorationen, Schäfereien, Mühlen, aus den Jahren 1560–1633, 24 AE.

Ämter Grimmen und Triebsee, allgemeine Informationen über das Amt, Pachtverträge, Auseinandersetzungen, aus den Jahren 1551–1610, 4 AE.

Amt Stolpe, Visitationen, Mühlen, Auseinandersetzungen, Landbesitz, Güterverpfändungen, Kloster Stolpe, Jagdwesen, Pachtverträge, Anordnungen, Güterinventar, Schulzenämter, aus den Jahren 1543–1669, 23 AE.

Amt Torgelow, Visitationen, Steuern, Handel, Beschreibungen von Gütern und Dörfern, Wirtshäuser, Schulden, Jagdwesen, Hütte, Holzgewinnung, aus den Jahren 1557–1636, 22 AE.

Amt Ueckermünde, Visitationen, Verwaltung, Güterbeschreibungen, aus den Jahren 1548–1632, 6 AE.

Amt Jasenitz, Pachten, Grenzstreitigkeiten, Visitationen, Mühlen, Schmiede, Feuerholz, Jagdwesen, aus den Jahren 1551–1678, 12 AE.

Varia, Anordnungen, Mühlen, Felder, Visitationen, Beschreibungen von Dörfern und Gütern, Adelsgüter im Bereich der Ämter, Schulden der Ämter, Güterverkauf, Kloster, Pachtverträge, Fourage, aus den Jahren 1555–1636, 32 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

Literatur

Medem, L. v.: Das Königliche Provinzialarchiv zu Stettin, in: Zeitschrift für Archivkunde, Diplomatik und Geschichte, Bd. 2 (1835).

Randt, E.: Hundert Jahre Archivpflege in Pommern im Überblick, in: Monatsblätter 1938, H. 4.

Świadectwa historii Pomorza. Księstwo pomorskie 1140–1648. Zeugnisse pommerscher Geschichte. Herzogtum Pommern 1140–1648, hg. v. K. Kozłowski, M. Schoebel, Szczecin-Greifswald 1999.

Turek-Kwiatkowska, L.: Z dziejów służby archiwalnej. Archiwa na Pomorzu Zachodnim w latach 1808–1914 [Aus der Geschichte der Archivverwaltung. Die Archive Pommerns in den Jahren 1808–1914], Warszawa 1968.

JP

Zum Anfang

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1154 Schwedische Regierung in Stralsund (Rep. 10, Rejencja Szwedzka w Stralsundzie)

1610–1814; 85 AE, 3,7 lfm.

Die Schwedische Regierung war das höchste Provinzialverwaltungsamt in Schwedisch Pommern. Ihr Entstehen hängt mit der Bildung der Regierung 1634 zusammen, die das Herzogtum Pommern nach dem Tod Bogislaws XIV. verwalten sollte. Nach der Teilung Pommerns aufgrund der Bestimmungen des Westfälischen Friedens riefen die schwedischen Behörden in ihrem Teilgebiet die Landesregierung ins Leben. Ihre Organisation und Zuständigkeiten wurden im einzelnen durch die Vorschriften des Gesetzes über die Regierungsform von 1663 sowie durch eine Kanzleiordination von 1669 geregelt. An der Spitze des Amts stand ein Statthalter – Generalgouverneur, der direkter Vertreter des Königs, höchster Militärbefehlshaber und Verwalter der Provinz war. Er stand dem Regierungskollegium vor, das aus dem Präsidenten des Hofgerichts in Greifswald (stellvertretender Gouverneur), dem Kanzler, dem Schloßhauptmann, zwei Regierungsräten und 4-6 Landräten als Vertreter der Stände bestand. Die Arbeit der Institution wurde von einem Lehnssekretär, zwei Sekretären, einem Archivar, einem Registrator, Kopisten und Kanzlisten unterstützt. Die Regierung war direkt mit der Lehns-Kanzlei verbunden, obschon diese nach außen hin eigenständig in Erscheinung trat. Zu den direkten Aufgaben der Regierung gehörte die Ausführung sämtlicher Anweisungen des Königs, der Reichstags- und Landtagsbeschlüsse, die Aufsicht über Kirche, Schulwesen und Gerichtswesen, die Ausübung der Polizeigewalt, unter anderem die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung in der gesamten Provinz. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit der Regulierung von Münzen, Maßen und Gewichten, Grenzfestlegung mit anderen Staaten, Versorgung von Garnisonen und Armee sowie mit der Aufsicht über die staatlichen Domänen. Die Regierung konnte auch Polizeifragen, Streitigkeiten zwischen Ständen sowie zwischen der Domanialverwaltung prüfen und entscheiden. Sitz des Amts war Stettin, seit 1713 Stralsund. 1806 wurde die Regierung im Zuge der vom schwedischen König Gustav IV. Adolf eingeleiteten Reformen aufgelöst, doch wurde das Amt 1810 mit seiner alten Organisation und den alten Aufgabenbereichen wieder eingeführt. 1815 wurde die Schwedische Regierung nach der Inbesitznahme Neuvorpommerns durch Preußen endgültig aufgelöst.

Die Akten der Schwedischen Regierung kamen bei mehreren Erwerbungen in das Stettiner Archiv, wo sie die Repositur 10 (Rep. 10 Schwedische Regierung) bildeten. Die letzte Erwerbung fand 1939 statt. Während des Zweiten Weltkriegs blieben die Akten im Stettiner Archiv. 1962 wurde der Bestand Schwedische Regierung (6232 AE) aufgrund des Vertrags über den Archivaustausch zwischen Polen und der damaligen DDR an das Archiv in Greifswald übergeben. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 10 Schwedische Regierung, aus den Jahren 1597–1818, 6318 AE, 72,4 lfm.

Inhalt

Sitzungsprotokolle des Regierungskollegiums, Patente und Anordnungen, schwedische Matrikel, Manufakturen, Auseinandersetzungen der Bürger mit dem Bürgermeister von Bergen, Kollegium der Zwölf in Grimmen, Grenzregulierung zwischen: Meckow-Brussow, Presnitz-Teschnitz, Barckow-Poggendorff, Visitationen von Domänen und Kirchen, Domänenpacht, Kirchengüter, Rikstag (1634), Frieden zwischen Schweden und Rußland und Berufung Adolf Friedrichs zum schwedischen König (1743), Jagd- und Forstwesen, aus den Jahren 1610–1814, 85 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

Literatur

Berger, R.: Rechtsgeschichte der schwedischen Herrschaft Vorpommern 1648–1815, Würzburg 1936.

Gadebusch, Th.: Schwedisch-Pommersche Staatskunde, Bd. 1-2, Stralsund 1786–1788.

Sczaniecki, M.: Główne linie rozwoju feudalnego państwa zachodniopomorskiego [Wichtigste Entwicklungslinien des feudalen pommerschen Staates], Teil 2, in: CPH, Bd. 8 (1956), H. 1.

PG

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5

0004 Kriegs- und Domänenkammer in Stettin (Rep. 12a, 12b, 13a, Kamera Wojenno-Skarbowa w Szczecinie)

1560–1824; 560 AE, 11,8 lfm.

Die Pommersche Kriegs- und Domänenkammer zu Stettin entstand im Januar 1723 und begann ihre Tätigkeit in Stargard. Das neue Amt übernahm die Zuständigkeiten der im brandenburgischen Pommern seit 1653 bestehenden Domänenkammer, die sich mit der Verwaltung der königlichen Besitzungen befaßte, sowie des seit 1713 existierenden Kriegskommissariats, das die städtische Verwaltung und hierbei u. a. die Steuererhebung überwachte. Nach einigen Monaten wurde die Kriegs- und Domänenkammer nach Stettin in das ehemalige Herzogsschloß verlegt. Sie übernahm alle Aufgaben der Provinzverwaltung, Polizeiaufsicht, dazu Wirtschafts-, Steuer- und Sicherheitsfragen in Stadt und Land. Nicht in ihren Kompetenzbereich fielen lediglich Fragen der staatlichen und lehnsrechtlichen Überordnung, das allgemeine Gerichtswesen sowie kirchliche und schulische Angelegenheiten, die der Regierung und dem Konsistorium oblagen. In den Jahren 1765–1766 wurden aus der Kammer noch die Zölle, die Akzise (Regie) und das Tabakmonopol (Tabaks-Compagnie) ausgegliedert, die eigens gebildeten Ämtern anvertraut wurden. Die Kammer versah zudem die Kompetenzen des Sondergerichtswesens, das u. a. Steuer- und Wirtschaftsfragen betraf, in denen der Staat eine der Parteien war. 1782 wurde für diese Fragen innerhalb der Kammer eine eigene Kammer-Justiz-Deputation gegründet. Direkte Ausführende der von der Kammer erlassenen Anordnungen waren für die Städte die Steuerräte, für die Landkreise die Landräte. Dem Amt unterstanden außerdem das 1709 eingerichtete Provinzial-Sanitäts Collegium und das seit 1724 bestehende Kollegium Medicum. Die Kriegs- und Domänenkammer selbst unterstand dem General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainen Direktorium in Berlin. Sie existierte bis 1808, als sie als Ergebnis der Stein-Hardenbergschen Reformen aufgelöst wurde; ihre Kompetenzen wurden gemeinsam mit den Akten von den neugebildeten Ämtern der Provinzialverwaltung übernommen – den Regierungen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Akten der Kriegs- und Domänenkammer in mehreren Schüben von der Regierung Stettin an das Staatsarchiv Stettin übergeben. 1902 wurde der Bestand geordnet; er bestand aus: Kriegs-Archiv Stettin (Rep. 12a) mit 12 Sachgruppen, Domänen-Archiv Stettin (Rep. 12b) mit 25 Sachgruppen, Kriegs-Archiv Köslin (Rep. 13a) mit 11 Sachgruppen sowie aus dem heutzutage selbständig geführten Domänen-Archiv Köslin (Reb. 13b). Dem Bestand wurde außerdem die Interimistische Kriegs- und Domänenkammer in Treptow und Kolberg (Rep. 20) mit 17 Sachgruppen angegliedert. Er war rund 852 lfm. groß. Seit 1942 wurden die Akten der Kriegs- und Domänenkammer schrittweise nach Pansin, Ralswick, Schlemin, Schwerinsburg sowie Spantekow ausgelagert. Die Mehrzahl der Archivmaterialien wurde während der Kämpfe oder in der unmittelbaren Nachkriegszeit zerstört. Nur ein kleiner Teil kehrte in die Stettiner Archivmagazine zurück. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 12a, 12b, 13a, 13b aus den Jahren 1529–1847, 3861 AE, 61,1 lfm.

Inhalt

Kommissionen und Domänenvisitationen in: Kolbatz, Dölitz, Bernstein, Friedrichswalde, Gülzow, Marienfließ, Massow, Naugard, Pyritz, Saatzig, Stepenitz, Treptow a. d. R., Stargard i. P., Pinnow, Spantekow, Stolp, Clempenow, Verchen, Treptow a. Tollense, Lindenberg, Loitz, Ueckermünde, Torgelow und Wollin. Es handelt sich vor allem um Güterrevisionen, Abschriften von Dokumenten aus herzoglicher Zeit, Verordnungen, Urbare, Pachtverträge, Pachtgebühren, Abgaben, Steuern, Kauf- und Verkaufsverträge, Fragen von Straßen- und Brückenreparatur sowie Flußregulierung, außerdem Aufstellungen von Mobilien und Immobilien, u. a. des Stettiner Schlosses sowie anderer herzoglicher Häuser, aus den Jahren 1560–1824, 283 AE.

Beschreibungen von Domänen und Inventare in: Cammin i. P., Kolbatz, Alt-horst, Gülzow, Marienfließ, Massow, Saatzig, Stolpe, Treptow a. T., Stettin, Jasenitz, Lindenburg, Loitz, Ueckermünde, Torgelow und Wollin. Diese Akten beziehen sich auf organisatorische Fragen der einzelnen Domänen, auf ihre Rentabilität und Landvermessungen, aus den Jahren 1560–1811, 107 AE.

Varia, Streitfälle, Kauf- und Verkaufsverträge, Pacht einzelner Vorwerke und Mühlen, Erbermittlungen, Testamente, Siedlungswesen und Bautätigkeit in den Domänen, Kirchenvisitationen, Fragen der Kirchen-, Schul- und Fürsorgeverwaltung, aus den Jahren 1680–1816, 170 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Gaziński, R.: Akta Pomorskiej Kamery Wojenno-Skarbowej przechowywane w Vorpommersches Landesarchiv Greifswald [Die im Vorpommerschen Landesarchiv Greifswald aufbewahrten Akten der Pommerschen Kriegs- und Domänenkammer], SIA, Nr. 10 (1996).

Hintze, O.: Einleitende Darstellung der Behördenorganisation und allgemeinen Verwaltung in Preußen beim Regierungseintritt Friedrichs II., Berlin 1901 [= Acta Borussica, Sechster Band, Erste Hälfte].

Stelmach, M.: Kancelaria pruskich urzędów administracji państwowej na przykładzie rejencji w latach 1808–1945 [Die Kanzlei der preußischen Staatsverwaltungsbehörden am Beispiel der Regierung von 1808 bis 1945], Szczecin 1981.

JP

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6

0005 Domänenarchiv zu Köslin (Rep. 13b, Archiwum Domen w Koszalinie)

1512–1824; 294 AE, 10,85 lfm.

Mit dem Ziel, die Arbeit der Kriegs- und Domänenkammer zu verbessern, wurde 1764 eine Filiale in Köslin eingerichtet, die den Namen Kriegs- und Domänenkammer Deputationscollegium erhielt. Der Deputation in Köslin unterstanden die Kreise Belgard, Herzogtum, Rummelsburg, Schlawe, Stolp, Neustettin sowie das Land Lauenburg-Bütow. In diesem Gebiet befanden sich 12 Domänenverwaltungen, 54 Vorwerke und 245 Dörfer, die von rund 30 000 Menschen bewohnt waren. Dem Kriegs- und Domänenkammer-Deputationscollegium gehörten 9 Räte sowie ein Förster an, denen ein Direktor vorstand. Die Deputation beschäftigte sich vor allem mit Angelegenheiten der Domänen: Finanzen, Pacht, Kauf und Verkauf von Land, vor allem aber mit Überwachung und Kontrolle. Das Deputationscollegium Köslin wurde 1787 aufgelöst.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden aus dem Bestand der Pommerschen Kriegs- und Domänenkammer Stettin die Akten der Kösliner Deputation ausgesondert, die 1326 AE zählten, und der Regierung Köslin übergeben. 1902 wurde aus diesen Akten im Staatsarchiv Stettin ein eigener Bestand mit dem Titel Domänenarchiv zu Köslin gebildet. Nach 1942 wurden diese Archivalien aus Stettin ausgelagert; nach Kriegsende kehrten nur 200 AE in die Stettiner Magazine zurück. 1962 konnten im Zuge des Archivalienaustauschs aus Greifswald 93 AE des Bestands hinzugewonnen werden. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 13b, aus den Jahren 1750–1751, 4 AE.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Kantonsreglement, Unruhen in den Domänen, Protokolle und Rechnungen, Allodifikation von Rittergütern, aus den Jahren 1751–1795, 4 AE.

Beschreibungen von Domänen, Urbare und Inventare, Protokolle, kaschubische Bevölkerung, Akten und Domäneninventare aus Balster, Belgard, Bublitz, Bütow, Rügenwalde, Altdraheim, Körlin, Köslin, Kolberg, Lauenburg, Neustettin, Schmolsin, Stolp und Schivelbein, aus den Jahren 1567–1814, 70 AE.

Kirche, Kauf von Häusern für Pfarrerswitwen, Angelegenheiten der Pfarrer in der Domäne Stolp, aus den Jahren 1706–1771, 8 AE.

Visitationen und Kommissionen, Pachtvorschriften für die königlichen Güter, allgemeine Pachten einzelner Domänenverwaltungen: Balster, Belgard, Bublitz, Bütow, Rügenwalde, Altdraheim, Körlin, Köslin und Kasimirsburg, Kolberg, Lauenburg, Neustettin, Schmolsin, Stolp und Sabin, aus den Jahren 1512–1824, 206 AE.

Schenken, Vertrag über die Schenke in der Domäne Bublitz, Aufhebung der Naturalabgaben, Vorwerke in Balster, Auflösung der Domänenverwaltungen Bublitz und Körlin, Vorwerkspacht, aus den Jahren 1642–1810, 6 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

JP

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0731 Steuerrat Arnswalde (Rep. 17, Radca Podatkowy w Choszcznie)

1739–1810; 287 AE, 3,75 lfm.

Das Amt des Steuerrats (Commissarius Loci, Steuerkommissar) tritt 1680 erstmals in Brandenburg auf. Es handelte sich anfangs um zwei durch das Land reisende Kommissare des Kurfürsten, die die städtischen Akziseeinnehmer kontrollierten. Mit der Zeit erweiterten sich ihre Kompetenzen – Zeichen für die wachsende Kontrolle des Hohenzollernstaates über die Städte, die ihre Selbstverwaltung verloren. Seine endgültige organisatorische Gestalt und seine vollen Kompetenzen erhielt dieses Amt in den Jahren 1713–1722. Seinerzeit wurden einige Steuerräte für jede Provinz des Staates Preußen berufen, wo sie als Vertreter der Kriegs- und Domänenkammern fungierten. Jeder Rat hatte seinen Bezirk, zu dem 6 bis 15 Städte gehörten. Zu seinen Pflichten gehörte es, zweimal im Jahr die ihm unterstellten Orte zu besuchen. In die Kompetenz der Räte fielen Fragen der Polizeiaufsicht und der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Sie kontrollierten die Einnahme von Steuern und städtischen Abgaben, darunter der Akzise, die städtische Verwaltung und Wirtschaft, Handwerk, Handel, Manufakturen, Bau-, Sanitäts-, Sitten-, Polizei- und Brandschutzvorschriften. Der Steuerrat in Arnswalde war einer von drei Vertretern der Neumärkischen Kriegs- und Domänenkammer in Küstrin. Unter seiner Aufsicht befanden sich Städte aus den sog. Hinterkreisen der Provinz: Arnswalde, Friedeburg, Dramburg sowie Schivelbein, das heißt die Städte Arnswalde, Friedeburg, Driesen, Woldenberg, Nörenberg, Dramburg, Neuwedell, Schivelbein, Kallies, Falkenburg und Bernstein. Im Zuge der Stein-Hardenbergschen Reformen wurde das Amt des Steuerrats abgeschafft; seine Aufgaben wurden zwischen Ämtern der Staats- und der Selbstverwaltung aufgeteilt.

Die vom Steuerrat Arnswalde erzeugten Akten wurden nach 1810 aufgeteilt. Die Generalia gelangten an die Registratur der Regierung Frankfurt a. O., von wo aus sie 1913 in das Geheime Staatsarchiv Berlin-Dahlem kamen. Dagegen wurden die Spezialia an die Registraturen der Magistrate in den oben erwähnten Städten gegeben, teilweise auch an die Registratur der Regierung in Köslin. Letztere übernahm die Akten der Städte Kallies, Dramburg, Schivelbein und Falkenburg, die 1815 dieser Provinz zugehörten. 1938 wurden wegen der Angliederung des Kreises Arnswalde von der Provinz Brandenburg an die Provinz Pommern die Akten des Steuerrats vom Berliner Archiv an das Staatsarchiv Stettin überwiesen.

Inhalt

Kriminalia, Verordnungen, Strafen wegen Diebstahls, aus den Jahren 1781–1810, 2 AE.

Städteordnung von 1808, Vorschriften, Trennung des Gerichtswesens von der Stadtverwaltung, Einführung der Städteordnung in Kallies und Dramburg, aus den Jahren 1809–1810, 4 AE.

Sozialfürsorge, Verordnungen, Einrichtung einer Besserungsanstalt in Landsberg a. W. (1799), Sozialfürsorge in den Städten der hinteren Kreise, Verbringung von Landstreichern in die Besserungsanstalt, aus den Jahren 1791–1910, 7 AE.

Münzwesen und Banken, Verordnungen, Banken und Pfandleihanstalten, Glücksspiele, aus den Jahren 1767–1810, 2 AE.

Rechnungen, Vorschriften, Rechnungsprüfung der Stadt- und Kreiskassen, Obligationen und Schuldpapiere, Sonderhaushalt für die Lazarette, aus den Jahren 1782–1810, 6 AE.

Amt des Steuerrats, Büromaterial, amtliche Drucke, Gehälter der Räte und des Dramburger Kreisarztes, Gespanndienste für die Beamten, Wechsel der Amtsräume in Arnswalde, aus den Jahren 1787–1809, 4 AE.

Medizin, Verordnungen, Hebammenschule, Viehimpfungen, aus den Jahren 1777–1810, 4 AE.

Forst- und Jagdwesen, Verordnungen, Forstbedienstete, Holzeinschlag, Holzgebühren, Forstschäden, aus den Jahren 1784–1810, 6 AE.

Handel, allgemeine Verordnungen, jüdischer Handel, Handelskontakte mit Österreich, mit dem Herzogtum Warschau, Seehandlungs-Societät, Einführung von kurmärkischen Maßen und Gewichten in der Neumark, aus den Jahren 1776–1810, 10 AE.

Stempelabgaben und Einkünfte, Verordnungen, Stempelanwalt, Einkünfte aus dem Nachlaß des verstorbenen Steuerrats Michaely, Einkünfte in den Ämtern, aus den Jahren 1787–1810, 4 AE.

Akzise und Monopole, Verordnungen über Akzise, Zölle und das Salzmonopol, Eintreibung der Akzise, aus den Jahren 1782–1810, 6 AE.

Landgüter, Verordnungen, Informationen über den Dienst der Landbevölkerung, Veränderung der Termine zur Ablieferung der Naturalabgaben, Aufteilung von Wüstungen zwischen Landwirten, Kolonisten und Vorwerken, aus den Jahren 1784–1810, 7 AE.

Militärinvaliden, Betreuung der Invaliden und der pensionierten Soldaten, Witwen und Waisen, Bescheinigungen über die Entlassung aus der Armee, aus den Jahren 1801–1809, 5 AE.

Brauereien, Brennereien und Mühlen, allgemeine Verordnungen, Bau von Brauereien und Brennereien, Taxen, Bierabgaben, aus den Jahren 1772–1809, 7 AE.

Provinzial- und Stadtverwaltung, allgemeine Verordnungen, Pläne für die Verbesserung der Stadtverwaltung, städtische Reglements und Verordnungen, Beschreibungen des Zustands der Stadt, Jahrmärkte, Getreide- und Zuchtviehhandel, Dienste, Wolfsjagd, Kosten zur Instandhaltung kirchlicher Gebäude, Vorschriften über Kostbarkeiten, aus den Jahren 1767–1810, 17 AE.

Militaria, allgemeine Verordnungen, Desertionen, Armeelieferungen, Einquartierungen von Truppenteilen, militärische Etappen (Durchmarsch), Gespanndienste und Pferde für die Armee, französische Kontribution, Verordnungen der französischen Truppen, Feldbäckerei, Lebensmittelversorgung der französischen Truppen, Organisation der Militäreinheiten, aus den Jahren 1770–1810, 59 AE.

Kirche und Schulwesen, Vorschriften und Verordnungen, Bau von Kirchen, Schulen und Pfarrhäusern, Lehrerwohnungen, kirchliche und staatliche Feiertage, aus den Jahren 1785–1810, 4 AE.

Kolonisierung, allgemeine Verordnungen, Ansiedlung entlassener Soldaten und Kolonisten in den neumärkischen Kreisen, aus den Jahren 1763–1810, 9 AE.

Industrie, Bergbau und Hüttenwesen, Verordnungen und allgemeine Vorschriften, Vorschläge für den Bau von Manufakturen und Rohstoffmagazinen (für Wolle und Seide), Zucht von Maulbeerbäumen und Seidenraupen, Seidenproduktion, Abgaben für Zunftschüler, Berichte über die Produktion, Torfabbau, Kupferschmiede, Handel, Strumpfmanufaktur in Driesen und Gerberei in Kallies, aus den Jahren 1718–1810, 31 AE.

Bauwesen, Verordnungen und Vorschriften, neumärkisches Baureglement, Baustatistiken, aus den Jahren 1739–1806, 4 AE.

Beamte, allgemeine Verordnungen, Uniformen der Polizeibeamten, Kautionen, Verzeichnisse und Meinungen über die städtischen Beamten, aus den Jahren 1749–1810, 6 AE.

Feuerversicherungen, allgemeine Verordnungen über den Feuerschutz, Umbau von Gebäuden, Einschätzung von Liegenschaften, Beiträge zur Feuerversicherung, aus den Jahren 1782–1810, 12 AE.

Juden, Verordnungen, die Bekenntnisgemeinden und ihre Gremien, Gotteshäuser und jüdische Friedhöfe, aus den Jahren 1784–1810, 8 AE.

Polizeiverwaltung, Verordnungen und allgemeine Vorschriften, Regulierung der Vorschriften über den Handel und das Handwerk, Schlachthöfe, Einsäumung der Wege mit Bäumen, Ordnungspolizei, Ordnungsvorschriften in den Städten, Organisation der Sozialfürsorge, Kontrolle der Preise, Maße und Gewichte, Privatstädte, aus den Jahren 1778–1810, 27 AE.

Militärkantone, Verordnungen und allgemeine Vorschriften, Deserteure, Einziehungen zur Armee aus einzelnen Städten der hinteren Kreise, aus den Jahren 1764–1810, 17 AE.

Statistik, Handelsgenehmigungen, tabellarische Berichte über die Preise von Lebensmitteln, Getreide und Baumaßnahmen, aus den Jahren 1795–1810, 9 AE.

Erbschaftssteuern und Steuern aus Erbschaften im Ausland, Verordnungen und allgemeine Vorschriften, ausländische Nachlässe, Nachlaßgebühren, aus den Jahren 1784–1809, 5 AE.

Nachlaß des Steuerrats Michaely, Anzahlungen auf die Maulbeerbaumzucht, prozessuale Fragen, Feldordnungen, Polizeiordnungen, Zuschüsse zum Wohnungsbau, Hauspläne, aus den Jahren 1774–1806, 15 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Bratring, F. W. A.: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Dritter und letzter Band. Die Neumark Brandenburg enthaltend, Berlin 1809.

Gut, P.: Urząd Radcy Podatkowego w Choszcznie dla miast powiatów tylnych Nowej Marchii [Das Amt des Steuerrats Arnswalde für die hinteren Kreise der Neumark], in: Nadwarciański Rocznik Historyczno-Archiwalny 10 (2003).

Hintze, O.: Einleitende Darstellung der Behördenorganisation und allgemeinen Verwaltung in Preußen beim Regierungseintritt Friedrichs II., Berlin 1901. [= Acta Borussica, Sechster Band, Erste Hälfte]

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0073 Oberpräsidium von Pommern in Stettin (Rep. 60, Naczelne Prezydium Prowincji Pomorskiej w Szczecinie)

1632–1945; 7285 AE, 163,5 lfm.

Von den Reformen des preußischen Staates am Beginn des 19. Jahrhunderts, die in der Historiographie als die Stein-Hardenbergschen Reformen bekannt sind, waren auch die Provinzverwaltungen betroffen. Den Verordnungen vom Dezember 1808 zufolge war der Oberpräsident höchstes Verwaltungsorgan der Provinz. Die Kom-petenzen, die diesem neuen Amt eingeräumt wurden, machten den Oberpräsidenten erstens zum Vertreter der Zentralgewalt, der die ganze Provinzverwaltung kontrollierte, zweitens zum Ausführer von Anweisungen der Zentrale sowie seiner eigenen, im Rahmen seiner Aufgaben getroffenen Entscheidungen, drittens zu einem Beratungsorgan der Regierung. In Pommern wurde ähnlich wie in den anderen preußischen Provinzen das Amt des Oberpräsidenten tatsächlich erst 1815 aufgrund der Verordnung vom 30. April eingerichtet; nun wurde auch sein territoriales Einflußgebiet erst genau bestimmt. Anfangs repräsentierte er die Zentralbehörden und kontrollierte die Verwaltung, unterstützte aber auch die Regierung. Aus Kostengründen wurde das Amt des Oberpräsidenten personell mit dem des Präsidenten der Regierung Stettin zusammengelegt. Die Kompetenzen der Oberpräsidenten wurden durch die Instruktion vom 23. Oktober 1817 wesentlich gestärkt. Von nun an hatten sie das Recht, die Arbeit der Regierungsbeamten zu überwachen und zu kontrollieren, ohne direkt in die von ihnen bearbeiteten Fragen einzugreifen. Dadurch wurden die Kontrollrechte der Oberpräsidenten über die gesamte Provinzialverwaltung verstärkt. Gleichzeitig wurde jeder von ihnen zu direkten Vorgesetzten aller provinziellen Institutionen. Trotz seiner evidenten Aufwertung war das Amt aber von seinem Charakter her ein koordinierendes, kontrollierendes und repräsentierendes Organ, das noch keine Ebene in der direkten Verwaltungshierarchie Landrat–Regierung–Zentralbehörden darstellte. Ein deutlicher Wandel erfolgte erst 1825 (Instruktion vom 31. Dezember). Von diesem Moment an repräsentierte der Oberpräsident im Territorium seiner Provinz den König, er war Vertreter des Staates in Ständefragen (im Provinziallandtag), vertrat die Interessen der Provinz gegenüber dem König und den Zentralbehörden, leitete alle für die Provinz gemeinsamen Angelegenheiten, beaufsichtigte die Staatsverwaltung und die Tätigkeit der Selbstverwaltungen, entschied Beschwerden und Klagen über niedrigere Verwaltungsorgane, führte die Anweisungen der Zentralbehörden aus, war eine Instanz bei Kompetenzstreitigkeiten und hatte schließlich alle Ämter von provinziellen Charakter unter sich. Die Instruktion von 1825 führte dazu, daß das Amt des Oberpräsidenten offiziell zu einer zwischen dem Innenministerium und den Regierungen vermittelnden Instanz wurde. Von nun an kam ihm eine Machtfülle zu, die jener des Regierungsdepartements für Provinzialfragen (das bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts existierte) entsprach. Außerdem nahm der Oberpräsident an den Beratungen des Staatsrates teil und wurde als Vertrauensmann zu einem Werkzeug des bürokratischen Zentralismus mit großem Einflußbereich. Während der folgenden Jahre wurde die Verwaltung auf Provinzebene nicht wesentlich verändert und behielt die in der Mitte der 1820er Jahre erlangten Aufgaben. Zu deutlichen Wandlungen kam es erst in den 1870er Jahren, als die Kompetenzen des Staates und des Konsistoriums im Provinzialschulkollegium voneinander abgegrenzt wurden. Das Kollegium wandelte sich aus einer Abteilung des Konsistoriums zu einem eigenen Provinzialschulkollegium. Darüber hinaus nahm in dieser Zeit in der hier behandelten Institution ein Referat für Fabrikaufsicht seine Arbeit auf, das sich um die Verhältnisse in den größeren Firmen Pommerns kümmerte. Schließlich trennten die Gesetze der Jahre 1880 und 1883 das Amt des Oberpräsidenten von jenem des in der Provinzhauptstadt residierenden Regierungspräsidenten. Durch diese Beschlüsse wurde die Existenz zweier intermediärer Verwaltungsebenen endgültig besiegelt. Auf der anderen Seite forderten schon in den 1880er Jahren liberale Politiker, daß man sich, um die Arbeit der Bürokratie zu verbessern, zwischen dem Erhalt einer zweiten Verwaltungsinstanz entweder auf Ebene der Provinz oder des Regierungsbezirks entscheiden müsse. Dennoch wurde das Amt des Oberpräsidenten nicht verändert; am Ende des 19. Jahrhunderts übte er die Kontrolle über die gesamte Provinzverwaltung (administrative Gewalt) aus und hatte außerdem die politische und gerichtliche Gewalt inne (Verwaltungsgerichtsbarkeit). Im Falle einer Kriegsgefahr oder bei Naturkatastrophen wurde der Oberpräsident zum obersten zivilen Entscheidungsträger in seinem Tätigkeitsgebiet. In der Verwaltungsgerichtsbarkeit nahm der Oberpräsident die Rolle der zweiten Instanz bei Streitigkeiten zwischen den Regierungen untereinander, zwischen Regierungen und politischen Behörden sowie schließlich zwischen politischen Behörden und Landräten ein. Auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene waren die Entscheidungen des Amts endgültig. Das Oberpräsidium übte in seinem Territorium auch die Oberaufsicht über die protestantische und die katholische Kirche, über die Judengemeinden, verschiedenerlei Provinzialverbände und -institutionen sowie über das Schulkollegium und das gesamte Schulwesen aus. Erst während der Weimarer Republik wurden Versuche unternommen, u. a. das Oberpräsidium der Provinz zu reformieren, doch hatten sie aus Geldmangel keinen Erfolg. Auf Provinzebene sollte damals aus den zusammengefaßten Ämtern des Oberpräsidenten und der Regierung eine Instanz geschaffen werden, die sich zwischen den Kreisbehörden und den Ministerien befunden hätte. Vor diesem Hintergrund kam es bei der Organisation der hier zu behandelnden Behörde in den 1930er Jahren zu einschneidenden Änderungen. Durch die Verordnung vom 3. September 1932 wurde der Oberpräsident ständiger Vertreter der Regierung in der Provinz. Er überwachte sämtliche politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. Alle Provinzbehörden wurden dazu verpflichtet, ihm Informationen zu sämtlichen Themen zu liefern, die ihn interessierten. Der Oberpräsident überwachte unter Aufsicht des Ministers sowie in Zusammenarbeit mit dem Provinzialrat auch die Selbstverwaltung und alle Ämter, deren Tätigkeitsgebiet über die Grenzen eines Regierungsbezirks hinausreichte. In der NS-Zeit hatte wegen der Verbindung von Staatsämtern und Parteifunktionen der Gauleiter das Amt des Oberpräsidenten inne.

Die Akten des Oberpräsidiums von Pommern gelangten in mehreren Schüben in das Stettiner Archiv. Die ersten kamen 1871 in die Magazine. Weitere Aktenpartien wurden schrittweise in den Jahren 1883, 1925, 1931, 1939 (zwei Partien), 1942 und 1944 (Landeskulturabteilung) übergeben. Gleichzeitig wurde aus Furcht vor alliierten Bombenangriffen seit 1942 damit begonnen, die Bestände des Stettiner Archivs auszulagern. Die Akten des Oberpräsidiums von Pommern wurden in den Jahren 1943–1944 mehrheitlich nach Nippoglense und Endingen gebracht. Nach 1945 wurden die in Nippoglense liegenden Archivalien nach Stettin zurückgeführt, wo sie schließlich 1971 geordnet wurden. Dagegen gelangten die Archivalien aus Endingen nach Greifswald, wo sie bis zum heutigen Tage aufbewahrt werden. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 60 Oberpräsident von Pommern, aus den Jahren 1815–1934, rund 3130 AE, 76 lfm. Im Geheimen Staatsarchiv PK in Berlin-Dahlem: HA XV Pommern, Rep. 60 Oberpräsident der Provinz Pommern, 31 AE aus den Jahren 1817–1944.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, königlicher Hof, Reisen und Hochzeiten von Mitgliedern der königlichen Familie, Huldigungen, Wahlen zum Reichstag und zu den Landtagen, Kontakte mit verschiedenen Ministerien, Außenpolitik, Kontakte mit Frankreich, Schweden, England, Dänemark und Rußland, Arbeitsämter, Versicherungen, Arbeitslose, öffentliche Arbeiten, Programme für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in einzelnen Kreisen, aus den Jahren 1802–1934, 189 AE.

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Provinzialselbstverwaltung, Landtage, Abgeordnetenwahlen, Eröffnung und Schließung der Sitzungen der pommerschen Landtage, Landtage in anderen Provinzen des Reiches: Ostpreußen, Westpreußen, Westfalen, Brandenburg, Provinz Posen, Hannover, Rheinprovinzen, Hessen, Schleswig-Holstein und Schlesien, Kreistage nach Kreisen, Organisation der Provinzialämter, pommersche Beamte aller Ebenen, Wahlen, Entlohnungen, Pflichten, laufende Kosten, Personalakten, Organisation und Tätigkeit von Kreis- und Gemeindeämtern, kommunale Fragen, Auszeichnungen, aus den Jahren 1793–1934, 1000 AE.

Jurisdiktion, Organisation und Tätigkeit der Gerichtsverwaltung, rechtliche Vorschriften, Verordnungen, Prozeßfragen, aus den Jahren 1818–1932, 33 AE.

Finanzen, Finanzämter und ihr Personal, Münzsystem, Wertpapiere, Kredite und kreditvergebende Institutionen, Anleihen, Verschuldung, Zuschüsse, Zölle und Steuern, Grenzkontrollen, neues Steuersystem, Grund- und Gebäudesteuern, Handwerks-, Tabak-, Verbrauchs-, Import- und Kommunalsteuern, Steuerreformen, Banken und Bankbeamte, Landbanken und Stadtkassen, Ritterschaftliche Bank, Sparkassen und ihre personelle Besetzung, Provinzial-Hilfs-Kasse, Revisionen und Kontrollen von Sparkassen, Organisation und Tätigkeit von Kreis-, Gemeinde- und Stadtsparkassen, aus den Jahren 1780–1934, 372 AE.

Bautätigkeit, Vorschriften und Verordnungen, Bauaufsicht und ihre Beamten, Bau von Schulen und Lehrerwohnhäusern in Stettin und Pölitz, von Häfen in Cammin, Jasmund, Leba, Stepenitz, Stettin und Swinemünde, von Kirchen, Denkmälern und dem Stettiner Theater, Wiederaufbau und Erhaltung des Stettiner Schlosses, aus den Jahren 1798–1934, 82 AE.

Handwerk, Industrie, Verordnungen und Vorschriften, Handwerker, Aufsicht über das Handwerk, Zunftfragen, Gesellen, Kredite für Handwerk und Industrie, Fabriken in der Provinz, rohstoffördernde Industrie und Hütten, Lagerstätten von Braunkohle und Torf, Mühlen, Brauereien, Brennereien, Zuckerraffinerien, Tuchherstellung, Salinen, Tabakindustrie, Unterstützung des Schiffsbaus, Schwarzmarktpreise, aus den Jahren 1816–1934, 127 AE.

Handel, ökonomische Gesellschaften, Börse, Binnen- und Hochseeschiffahrt, der Handel Stettins, Tarife, Transportkosten, Binnenhandel mit Leinsamen, Wein, Holz, Wolle und Kohle, Märkte und Jahrmärkte, Restaurants, Hotelwesen, kaufmännische Vereinigungen, seewärtiger Handelsverkehr, Häfen, Zölle, Sundzölle, Hafengebühren und ihre Regelung, Handel und Schiffahrt in verschiedene Länder Europas und der Welt, aus den Jahren 1816–1934, 126 AE.

Kommunikation, Post, Telegraph, Bau und Reparatur von Chausseen und Wegen, Finanzierung einzelner Bauvorhaben, Autobahn, Bau, Nutzung und Reparatur von Eisenbahnlinien, Schmalspurbahnen, Brücken und Dämme, ihr Bau und ihre Erhaltung, Fähren, Auto- und Flugzeugverkehr, die Post und ihre Organisation, Postgebühren, Telegraph, Bau von Telegraphenleitungen, Meteorologisches Institut, aus den Jahren 1816–1939, 286 AE.

Hochsee- und Küstenschiffahrt, Hafen in Kolberg, Wasserweg Stettin–Swinemünde, Seeämter, Schiffahrtsversicherungen, Dampfschiffahrt, Versicherung von Kapitänen und Steuerleuten, Leuchttürme, Markierung der Wasserwege, Dampfschiffahrts- und Seeschiffahrtsgesellschaften, Unfälle auf dem Meer, Seerettung, aus den Jahren 1815–1934, 45 AE.

Medizin, Veterinärmedizin, Sanitärfragen, Anordnungen und Vorschriften, Gesundheitsdienst, Ärzte, Ärztekammern, medizinisches Kollegium, Hebammen, ihre Schulung und Prüfungen, Veterinärmediziner, Vereinigung der Veterinärmediziner, Unfälle, Krankenversicherung, Rettungswesen, gesundheitliche Betreuung, Krankenhäuser, Heilanstalten, Erholungsheime, Badeorte, Körperertüchtigung, Sport, Sportvereine, Apotheken, Apothekergesellschaften, Gründung und Tätigkeit der Apotheken in verschiedenen pommerschen Ortschaften, ansteckende Krankheiten und ihre Bekämpfung, Epidemien, Quarantäne, Tierkrankheiten, Sanitär- und Veterinäraufsicht, aus den Jahren 1816–1934, 381 AE.

Sozialfürsorge, Stiftungen, Ämter der Sozialfürsorge in einzelnen Ortschaften und ihre Tätigkeit, Armen-, Familien- und Jugendfürsorge, Beihilfen, Unterstützung von Witwen und Waisen, Spenden für Arme und Krüppel, Waisenhäuser und Erziehungsanstalten in verschiedenen Ortschaften, Stiftungen und Legate, aus den Jahren 1780–1937, 356 AE.

Presse, Verlage, amtliche Tageszeitungen, Buch- und Pressehandel, Pressetitel, verbotene Drucke, Schul-, Adreßbücher, kulturelle Institutionen, Kartographie, hydrographische Karten, Karten der Wasserwege, Kreise und der ganzen Provinz, das Stettiner Archiv, die Erarbeitung einer Geschichte Pommerns, Theater, Kinos, musikalische, wissenschaftliche und kulturelle Gesellschaften, Denkmalschutz (auch Naturdenkmalschutz), Museen, aus den Jahren 1769–1934, 226 AE.

Statistik, Statistisches Büro, Volkszählungen, Standesämter, Statistiken von Schulen, Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr auf den Wasserstraßen, Landvermessungen, aus den Jahren 1832–1931, 25 AE.

Versicherungen, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen, Versicherungsanstalten, Beamte, Witwen- und Waisenkassen, Unterstützungs- und Sterbekassen in verschiedenen Orten, ihre Organisation und ihr Wirken, Satzungen, Feuerversicherungen, Versicherungsgesellschaften, Brandschäden, Schiffsversicherungen, aus den Jahren 1782–1945, 283 AE.

Polizei und Sicherheit, Vorschriften und Verordnungen, Polizeiämter und -beamte in der Provinz, die Polizeischule in Treptow a. d. R. und ihre Finanzen, Ausländerpolizei, Konsulate in Stettin, Vizekonsulate in Stralsund, Emigration aus Pommern, politische und kriminelle Verbrecher, Überwachung verschiedener gesellschaftlicher und politischer Organisationen, Propaganda, Zensur, verbotene Drucke, Kontrolle der Bühnen, Lotterien, Polizeivorschriften, Ermittlungen, Tumulte und Unruhen, Gefängnisse, Besserungsanstalten, Arbeitslager, aus den Jahren 1812–1944, 256 AE.

Militaria, Militärbehörden und -schulen, Quartiere, Übungsplätze, Mobilisierung, Verproviantierung der Armee, Lieferung von Lebensmitteln und Fourage für die Napoleonischen Truppen, Lebensmittellager, Entschädigungen und Kriegsschulden sowie ihre Beseitigung, Lazarette und Krankenhäuser, Versorgung der Verwundeten, Kriegsversehrte, Versorgung demobilisierter Soldaten, Rotes Kreuz und andere Organisationen der Verwundeten- und Kriegsversehrtenbetreuung, Kriegsgefangene, Geldsammlungen für das Militär, Jahrestage und Militärparaden nach Kreisen, aus den Jahren 1788–1936, 232 AE.

Schulwesen, Vorschriften und Verordnungen, Schulverwaltung, Prüfungskommissionen, finanzielle Fragen, Überwachung von Schulen unterschiedlicher Typen, pommersches Schulkollegium, Lehrer, ihre Ernennung und Entlohnung, Gymnasien und Progymnasien, Lehrerseminare, Weiterbildungskurse, Marienstift, Berufsschulen, Sonderschulwesen, Stipendien, Schul- und Volksbibliotheken, aus den Jahren 1815–1944, 218 AE.

Religionen und Bekenntnisse, Verordnungen, Verzeichnisse der Synoden, kirchliche Stiftungen, die neue Liturgie, Seminare, Visitationen, Bau und Reparatur von Kirchen, protestantische Geistliche und Kirchenbeamte, katholische Pfarreien und Geistliche, Kirchenbesitz, Steuern, Kollekten, Friedhöfe, religiöse Vereinigungen, jüdische Gemeinden in den einzelnen pommerschen Städten, aus den Jahren 1811–1941, 292 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Vorschriften und Verordnungen, übergeordnete Institutionen, Generalkommissionen, Beamte, Eigentumsverhältnisse, Parzellierung, Grenzziehung, Domänen, Vermessungen, neue Siedlungen, Steuern, Verschuldung, Entschuldung, landwirtschaftliche Kredite, Kreditgesellschaften, Zuschüsse für einzelne Güter, Mißernten, Naturkatastrophen, Lebensmittelpreise, Ackerbaukultur, landwirtschaftliche Ausstellungen, Schulen und Kurse für Landwirte, Kartoffelkrankheiten, Setzlinge, Gemüseanbau, Obstanbau, Pferde-, Vieh- und Borstenviehzucht, landwirtschaftliche Gesellschaften, aus den Jahren 1773–1944, 595 AE.

Meliorationen und Überschwemmungen, Meliorationsfonds, Kredite, Kosten der Meliorationsarbeiten, Melioration einzelner Güter, Verwaltung der Wasserwirtschaft, Vorschriften und Verordnungen, Entwässerungsgenossenschaften, ihre Organisation und Tätigkeit, Flußregulierung, Fonds für die Flußregulierung, Überschwemmungen, Sturmschäden, aus den Jahren 1818–1942, 166 AE.

Forst- und Jagdwesen, Vorschriften und Verordnungen, Verwaltung der Wälder, Holzlieferungen, Jagdwesen, Jagdtermine, Bau von Forsthäusern, Vogelschutz, aus den Jahren 1813–1933, 28 AE.

Fischfang, Verordnungen und Vorschriften, Fischfang in Binnen- und Hochseegewässern, Beamte, Häfen und Fischerhäfen, Heringsfang, Fischbesatz, Fischer und ihre Organisationen, Kontrollen, aus den Jahren 1816–1935, 52 AE.

Abteilung für Ackerbaukultur, Verwaltung und ihre Kompetenzen, Kontakte mit den Ministerien, Kompetenzstreitigkeiten, Beamte, Räumlichkeiten für die Bedürfnisse der Beamten, Siedlungswesen in verschiedenen Gegenden und Orten Pommerns, Pachten, Pläne neuer Siedlungen, Programm für die Stärkung der Bauernhöfe, Landkauf und -verkauf, Rentengüter, Grenzen und Vermessungen von Gütern, jüdische Güter und ihre Enteignung, Fonds für die Entwicklung der Landwirtschaft, Sparkassen, Regulierung einzelner Flüsse, Meliorationen, Überschwemmungen, Entwässerungsgenossenschaften, Ansiedlungskredite nach Kreisen, Grundrente, Staatsfonds zur Hebung der Ackerbaukultur, Streitfragen zwischen Landwirten und Ämtern, Entschuldung der Landwirtschaft, Personalakten von Beamten, aus den Jahren 1907–1945, 1519 AE.

Varia, Verordnungen und Vorschriften, Provinziallandtage, Reglementierung und Verteilung von Lebensmitteln während des Ersten Weltkriegs, Schulwesen und Bibliotheken, Internate, Hebung der Qualifikationen von Lehrern, Unterstützungen, Rechnungen und Kassenfragen, Sterbekassen, Beamte des Oberpräsidiums, ihre Pflichten und Entlohnung, Kosten der laufenden Verwaltung, Personalakten der Beamten, Bau und Erhalt von Straßen, Krankenhäuser, Verwaltung und Besitzungen der Krankenhäuser, Einkünfte der Krankenhäuser und ihre Kontrolle, Hebammenausbildung, Stiftungen, aus den Jahren 1632–1945, 396 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Białecki, T., Mazurkiewicz, T., Muszyński, M.: Podziały administracyjne Pomorza Zachodniego w latach 1800–1970 [Die Verwaltungsgliederung Pommerns in den Jahren 1800–1970], Szczecin 1970.

Branig, H.: Die Oberpräsidenten der Provinz Pommern, BSt NF, Bd. 46 (1959).

Fenske, H.: Die Verwaltung Pommerns 1815–1945, Köln, Weimar u. Wien 1993.

Frankiewicz, B.: Przegląd zawartości treściowej Naczelnego Prezydenta Prowincji Pomorskiej [Übersicht über den Inhalt der Akten des Oberpräsidenten der Provinz Pommern], SIA, Nr. 2 (1986).

Gierszewski, S.: Naczelne władze Prus Zachodnich (1772–1920). Zmiany administracyjne a sukcesje registratur [Die Oberbehörden Westpreußens (1772–1920). Änderungen der Verwaltung und Abfolge der Registraturen], in: Archeion, Bd. 33 (1960).

Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Bd. 3, Pommern, hg. v. W. Hubatsch, Marburg 1975.

Poniatowska, A.: Źródła do dziejów Pomorza Zachodniego w zespole akt Pruskiego Naczelnego Prezydenta Prowincji Pomorskiej [Quellen zur Geschichte Pommerns im Bestand des Preußischen Oberpräsidenten der Provinz Pommern], in: Archeion, Bd. 42 (1965).

Salmonowicz, S.: Administracja i prawo w prowincjach pomorskich [Verwaltung und Recht in den pommerschen Provinzen], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. IV, Teil 1 (1850–1918), hg. v. S. Salmonowicz, Toruń 2000.

Salmonowicz, S.: Podziały terytorialne i ustrój polityczny ziem pomorskich w latach 1815–1850 [Territoriale Gliederung und politisches System der pommerschen Gebiete in den Jahren 1815–1850], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. III, Teil 1, hg. v. G. Labuda, Poznań 1993.

Stelmach, M.: Kancelaria pruskich urzędów administracji państwowej na przykładzie rejencji w latach 1808–1945 [Die Kanzlei der preußischen Staatsverwaltungsbehörden am Beispiel der Regierung in den Jahren 1808–1945], Szczecin 1981.

Szukała, M.: Akta Naczelnego Prezydenta Prowincji Pomorze w zasobie Landesarchiv Greifswald [Die Akten des Oberpräsidenten der Provinz Pommern in den Beständen des Landesarchivs Greifswald], SIA, Nr. 11 (1997).

Wielopolski, A.: Ustrój polityczny Pomorza Zachodniego w XIX wieku [Das politische System Pommerns im 19. Jahrhundert], Poznań 1966.

RG

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0092 Regierung Stettin (Rep. 65a, Rejencja Szczecińska)

[1377] 1567, 1684, 1692–1945; 33374 AE, 722,3 lfm.

Die Niederlage Preußens im Krieg gegen Frankreich 1806 machte die innere Schwäche des Hohenzollernstaates deutlich. Ein Teil der regierenden Elite sah nun ein, daß der einzige Weg zur Rettung des Königreichs Preußen in tiefgreifenden Reformen bestand. Im Rahmen dieser Reformen wurde auch die territoriale Verwaltung umgebaut. Mit Anordnung vom 26. Dezember 1808 wurde die bisherige Kriegs- und Domänenkammer durch neue Ämter ersetzt, die sog. Regierungen, deren Organisation, Kompetenzen und Tätigkeitsgebiete präzisiert wurden. Die in Stettin ins Leben gerufene Regierung war anfangs für ganz Pommern zuständig; ihr Sitz war seit Februar 1809 wegen der in Stettin residierenden französischen Garnison Stargard. Mit ihrer eigentlichen Arbeit begannen die Regierungsbeamten im März 1809. Zu den Aufgaben des neuen Amts gehörten unter anderem die Verwaltung des anvertrauten Gebiets, die Aufsicht über Schulen, Kirche, Post, Industrie, Handwerk und Handel. Nach innen wurde die Regierung in fünf Deputationen (Abteilungen) unterteilt, und zwar in die Polizei-, Militär-, Geistliche und Unterrichts-, Finanz- und Abgaben-Deputation. Jede Deputation zählte 3 bis 10 Mitglieder und beriet kollegial. Die Arbeiten der ganzen Regierung wurden von einem Regierungspräsidenten geleitet. Nachdem die französischen Truppen aus Pommern verdrängt worden waren, wurde (seit Juli 1814) das Herzogsschloß in Stettin zum Sitz der Regierung. Die innere Unterteilung Preußens (Gesetz vom 30. April 1815) in Provinzen und Regierungen sicherte die Existenz der Stettiner Regierung endgültig ab. Gleichzeitig hob dieses Gesetz die Aufteilung der Regierung in 5 Deputationen auf und führte eine Zweiteilung ein. An der Spitze jeder Abteilung stand ein Direktor. Abteilung I befaßte sich mit Fragen der Staatsverwaltung, mit Sicherheit und öffentlicher Ordnung, Medizin und Gesundheitsschutz, Fragen der Ackerbaukultur, Kommunal-, Kirchen-, Schul- und Militärangelegenheiten sowie mit Statistik, Zensur und Bautätigkeit. Abteilung II unterstanden alle Einkünfte des Staates (Steuern, Abgaben, Zölle u. ä.), Industrie, Jagd- und Forstwesen, alle Angelegenheiten der Bereiche Haushalt, Kasse und Rechnungen sowie schließlich die Aufsicht über die Hauptkasse. Die Unterteilung der Regierung in zwei Abteilungen sollte die Bearbeitung der anfallenden Arbeiten erleichtern. Die beiden Abteilungen bildeten keine eigenständigen Ämter innerhalb der Regierung, obwohl sie einige Entscheidungen in Eigenverantwortung treffen konnten. Wichtigere Fragen wurden auf gemeinsamen Sitzungen unter Vorsitz des Präsidenten entschieden. Als im Jahre 1815 in jeder Provinz das Amt des Oberpräsidenten eingerichtet wurde, wurde die Regierung zu einer Staatsverwaltungsbehörde der mittleren Ebene, deren Aufgabenbereich endgültig durch die Instruktion vom 23. Oktober 1817 geregelt wurde. Ab 1817 verlor die Regierung die Aufsicht über das Mittelschulwesen sowie über die Geistlichkeit (diese Aufgaben gingen an das Konsistorium sowie an das Provinzialschulkollegium über), von 1823 bzw. 1826 an auch über die Verwaltung der mittelbaren Steuern (diese wurde von der Provinzialsteuerdirektion übernommen). 1825 erschienen zwei Verordnungen, welche den Kompetenzbereich und die innere Struktur der Regierung Stettin erneut änderten. Sie wurde in drei Abteilungen gegliedert – die Abteilung des Inneren, die Abteilung für die Kirchenverwaltung und Schulwesen sowie in die Abteilung für die direkten Steuern und die Domänen und Forsten. Die Abteilung des Inneren befaßte sich unter anderem mit Verwaltungsfragen, öffentlicher Sicherheit, Medizin und Gesundheitsschutz, Industrie, kommunalen und militärischen Fragen, mit dem Bauwesen, der Zensur sowie mit Statistik. Die Abteilung für Kirchenverwaltung und Schulwesen beaufsichtigte das Schulwesen, die Kirchen und die Erziehungsanstalten, aber auch die Gemeinden der unterschiedlichen Bekenntnisse. Zu den Aufgaben der Abteilung für die direkten Steuern und die Domänen und Forsten zählten die Eintreibung der direkten Steuern, Fragen der Finanzverwaltung sowie die Aufsicht über die staatlichen Domänen und Wälder. 1825 wurde in den Regierungen, in denen die Funktion eines Präsidenten vom Oberpräsidenten der Provinz ausgeübt wurde, die Stelle eines Stellvertretenden Präsidenten geschaffen, der den Präsidenten während dessen Abwesenheit oder Krankheit vertrat. 1850 wurden die Kompetenzen der Abteilung für die Kirchenverwaltung und Schulwesen eingeengt und einige Aufgaben dem evangelischen Konsistorium anvertraut. 1880 wurde das Amt des Regierungspräsidenten von jenem des Oberpräsidenten getrennt. 1883 wurde das kollegiale System der Abteilung des Inneren aufgehoben und alle Befugnisse des Kollegiums auf den Präsidenten übertragen. Von nun an hieß diese Abteilung auch Präsidialabteilung. In den beiden übrigen Abteilungen wurde weiterhin kollegial entschieden. In seiner neuen Form beschäftigte sich Abteilung I (die Präsidialabteilung) mit der Staatsverwaltung, mit öffentlicher Sicherheit und Ordnung, Medizin und Gesundheitsschutz, Industrie, Handwerk, Handel und Kommunikation, mit militärischen und kommunalen Fragen, mit der Aufsicht über die Religionsgemeinschaften, Zensur, Bautätigkeit sowie Statistik. Abteilung II (für Kirchenverwaltung und Schulwesen) bearbeitete Patronatsfragen, Kirchenbau, die Ausweisung von Friedhöfen, beaufsichtigte den Kirchenbesitz, das staatliche und private Schulwesen. Abteilung III (für Domänen und Forsten) überwachte die Staatseinnahmen aus Grundsteuern, verwaltete die Domänen und staatlichen Forsten sowie die Bautätigkeit auf den Domänen. Im Jahre 1919 wurde der Abteilung III die Aufsicht über die direkten Steuern genommen; 1924 verlor sie die Kontrolle über Katastersachen, die an die Präsidialabteilung gingen. Gleichzeitig wurden im selben Jahr Direktoren an die Spitze der Abteilungen II und III gestellt, ohne aber die kollegiale Entscheidungsfindung der Abteilungen aufzuheben. Zu wesentlichen Änderungen kam es in den Jahren 1932–1933. Im Oktober 1932 wurde die Kollegialität der Abteilungen II und III aufgehoben und die Stellung des Regierungspräsidenten gestärkt. Zugleich wurde die Zahl der Abteilungen auf vier erhöht: Allgemeine Abteilung, Abteilung für das Kirchen- und Schulwesen, Landwirtschaftliche Abteilung sowie Forstabteilung. Von nun an beschäftigte sich die Allgemeine Abteilung unter anderem mit Personal-, Rechnungs-, Finanz-, Polizei- und Gendarmeriefragen, mit Kommunikation, Wegen und Brücken, Handwerk und Handel sowie mit Problemen der Selbstverwaltung, des Siedlungswesens, Wohnungsbaus, der Sozialfürsorge, öffentlichen Gesundheit, Medizin, Tiermedizin, Statistik, mit Katasterfragen und der Hauptkasse. Zu den Kompetenzen der Abteilung für das Kirchen- und Schulwesen gehörte unter anderem die Aufsicht über die evangelische und die katholische Kirche, über Grundschulen, weiterführende Schulen und Berufsschulen sowie schließlich über die Jugend selbst. Die Landwirtschaftliche Abteilung verwaltete die staatlichen Domänen und überwachte die gesamte Produktion und Ackerbaukultur. Die letzte Abteilung, jene für das Forstwesen, befaßte sich mit den staatlichen, kommunalen und privaten Forsten. Von 1933 an wurde der Regierungspräsident vom preußischen Ministerrat ernannt. In dieser Form war das Regierungspräsidium bis 1945 tätig.

Mit der Übergabe von Akten an das Provinzialarchiv begann die Regierung Stettin 1860, als in der Behörde Akten aussortiert wurden. Weitere Zugänge gab es in den Jahren 1872–1875. Seit 1882 legte der Regierungspräsident regelmäßige Termine für das Aussortieren von Akten fest, an denen Archivare einen Teil der Akten aussonderten und in das Staatsarchiv überwiesen. Nach 1900 erfolgte die Übernahme von Regierungsakten durch das Archiv aufgrund anderer Prinzipien. Im Regierungspräsidium entstand nun eine große Registratur, in der Akten aufbewahrt wurden, die nicht zur Aussortierung vorgesehen waren, für das Amt aber noch von aktuellem Wert waren. Von nun an gelangten die Archivalien aus dieser Registratur direkt in das Stettiner Archiv. Derartige Zugänge (nach den neuen Grundsätzen) gab es 1901, 1911, 1929–1930, 1936, 1938 und 1940. Ab 1942 wurde aus Furcht vor alliierten Bombenangriffen damit begonnen, die Regierungsakten auszulagern. Der größte Teil kam nach Pansin, Spantekow, Groß Tychow und Nippoglense. Nach dem Ende der Kampfhandlungen begann in den Jahren 1946–1948 die polnische Archivverwaltung damit, den verstreuten Bestand wieder zusammenzutragen. In die Archivlager gelangten in mehreren Partien auch die Regierungsakten. 1946 waren in Stettin die Akten aus Pansin und Groß Tychow vorhanden, während die Archivalien aus Nippoglense in das Archiv in Bromberg kamen und erst 1948–1950 nach Stettin gebracht wurden. Die in Spantekow ausgelagerten Faszikel gelangten nach Greifswald und wurden dem dortigen Archiv eingegliedert. 1948 wurden auch Regierungsakten übernommen, die sich noch im Gebäude der einstigen Regierung Stettin befanden. 1950 wurde der Bestand abgeglichen, anschließend wurde der aus dem Regierungspräsidium übernommene Teil inventarisiert. 1974 wurde der Bestand endgültig bearbeitet und erhielt ein Findbuch. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 65a Stettin, aus den Jahren 1897–1947, 223 AE, 19,0 lfm.

Inhalt

Präsidialabteilung

Gesetzgebung, Anordnungen der Staatsbehörden, Abschriften von Gesetzen und Rundschreiben, Polizei- und Finanzverordnungen, aus den Jahren 1809–1921, 61 AE.

Verwaltung des Staates, Kontakte mit anderen Staaten, Grenzen, staatliche Oberbehörden, aus den Jahren 1803–1921, 111 AE.

Organisation des Regierungsbezirks, Verordnungen und Vorschriften, Beschäftigung von Beamten, Finanzfragen, Personalakten, Überwachung der Kreisverwaltung und der Polizeiämter, Disziplinarfragen, aus den Jahren 1808–1895, 345 AE.

Königlicher Hof, Reisen, Ableben und Hochzeiten von Mitgliedern der königlichen Familie, Auszeichnungen, Jubiläen, Verleihung des Adelstitels, aus den Jahren 1810–1917, 65 AE.

Verwaltung der Regalien, Solegewinnung, Post, Lotterien, Fiskalabgaben, Steuern, Informationen über die Industrieproduktion, aus den Jahren 1809–1875, 94 AE.

Aufsicht über Korporationen, Güterverschuldung, Sicherheit in den Dörfern, Müller, Staatszuschüsse, Kommunalverbände, Veteranenvereinigungen, Landwirtschaften, aus den Jahren 1810–1902, 62 AE.

Aufsicht über Stiftungen und Vereinigungen, Kreiskrankenhäuser, Stiftungen, Schulen, Waisenhäuser, Rechnungskontrolle, Stipendien, Vereinsregister, aus den Jahren 1762–1943, 368 AE.

Statistik, Karten, Ortsnamenswechsel, statistische Tabellen nach Kreisen, Bevölkerung, Karten des Regierungsbezirks, ihre Anfertigung und Aufbewahrung, aus den Jahren 1809–1938, 626 AE.

Provinziale Selbstverwaltung, Ständeverzeichnisse, Aufteilung von Landgütern, Beamtenverzeichnisse, Kommunalverwaltung, aus den Jahren 1809–1928, 11 AE.

Landtage, Verordnungen und Vorschriften, Wahlen zu den Kommunal- und Provinzialparlamenten, zum preußischen Landtag und zum Reichstag, Präsidentschaftswahlen, aus den Jahren 1806–1935, 129 AE.

Gesetzgebung der Selbstverwaltung, Anordnungen und Gesetze zu den Provinzen und Kreisen, Grenzen von Kreisen und Gemeinden, Grenzregulierung auf dem Wasser, aus den Jahren 1814–1944, 81 AE.

Aufsicht über die Selbstverwaltung in Staatsdomänen (Ämtern), Gerichte, Schulzen, neue Steuern, Polizei, kommunale Angelegenheiten, aus den Jahren 1811–1877, 151 AE.

Aufsicht über die Selbstverwaltung in den Kreisen, Kreistage, Sitzungen und Beschlüsse der Kreisausschüsse, Berichte, Beamte der Kreis- und Gemeindeverwaltungen, Kasse und Haushalt, Verschuldung, Kredite, Steuern, Zölle, aus den Jahren 1810–1943, 377 AE.

Aufsicht über die dörfliche Selbstverwaltung, Beschluß über die dörfliche Selbstverwaltung, Schulzen, Dorfgerichte, Rittergüter, Gemeindebeschlüsse, aus den Jahren 1786–1892, 65 AE.

Aufsicht über die städtische Selbstverwaltung, städtische Ordnungen, Verordnungen, Wahl der Selbstverwaltungskörperschaften, Abgeordnete, Wirtschaft, Zünfte, Bürgerrechte, Archive und Bibliotheken, die Finanzen der Städte, Kassen, Zuschüsse, Finanzpläne, Steuern, Aufsicht über die Selbstverwaltung in den einzelnen Städten, aus den Jahren 1763–1944, 1197 AE.

Schiffahrt, Wasserbau, Häfen, Pilotenamt, Schiffsbewegung, Verwaltung der mit dem Meer zusammenhängenden Fragen, Binnenschiffahrt, Vertiefung von Wasserwegen, Wasserstände, medizinische Versorgung, Verwaltungsabgaben, Wasserpolizei, Personenschiffahrt, Segeln, Wracks, Seerettung, Schulwesen, Bau des Hafens in Swinemünde, Schiffsbau, Sturm- und Kriegsschäden, aus den Jahren 1801–1935, 494 AE.

Handel, Jahrmärkte, Preiskontrolle, Vereinigungen, Jahrmärkte in einzelnen Kreisen, Handelsverkehr mit dem Ausland, Warentransport über die See, aus den Jahren 1823–1944, 66 AE.

Handwerk, Verordnungen und Vorschriften, Berufsschulwesen, Kriegsversehrtenschulungen, Handwerkerweiterbildung, Zuschüsse für Berufsschulen, Lehrer, Lehrpläne, Prüfungskommissionen, Lehrlinge, Gesellen, Handwerkerkarten, Handwerkskammer, das Handwerk in einzelnen Städten und Kreisen, aus den Jahren 1794–1944, 666 AE.

Kommunikation, Breitspurbahnen, Tarife, Arbeiter, Eisenbahnverwaltung, Fahrpläne, Bau von Eisenbahnlinien zwischen einzelnen Ortschaften, Schmalspurbahnen, Staatsanleihen, Zuschüsse, Unfälle, Militärtransport, Privateisenbahnen, Bau, Reparatur sowie Instandhaltung von Wegen und Brücken in einzelnen Kreisen und Städten, Anordnungen, Finanzen, Straßenverkehr, Straßenbeleuchtung, Straßendienste, Pläne für den Autobahnbau, Polizeiüberwachung der Straßen, Transitstraßen, Autobusverkehr, Fahrschulen, Transportgesellschaften, Straßenbahnlinien, Flugverkehr, aus den Jahren 1752–1944, 1410 AE.

Post, Verordnungen und Vorschriften, Postgebühren, aus den Jahren 1809–1880, 5 AE.

Telegraph, Bau und Nutzung staatlicher Telegraphenlinien, aus den Jahren 1845–1942, 10 AE.

Landwirtschaft, Verordnungen, Parzellierung, Getreidepreise, Anbau und Ernten, Beihilfen, Versuchsanbau, Landverkauf, landwirtschaftliche Organisationen und Gesellschaften, Landwirtschaftliche Hochschule, Landwirtschaftskammern, Kolonisierung und Siedlungswesen, Landbank, landwirtschaftliche Kassen, Regulierung von Eigentumsbeziehungen, Regulierung von Abgaben, Enteignungen, Gemüse- und Obstanbau, landwirtschaftliches Schulwesen, Kriegsgefangene im landwirtschaftlichen Arbeitseinsatz, Bienenzucht, Zucht, Tierkrankheiten, Dorfhandwerk, aus den Jahren 1784–1931, 394 AE.

Forstwesen, Jagdwesen, Holzausfuhr, Aufforstung, Zuschüsse, Schutzwaldungen und Jagdgenossenschaften, Erlaubnis zum Abschuß von Wild, von Wildschweinen angerichtete Schäden, aus den Jahren 1809–1920, 29 AE.

Meliorationen, Meliorationsfonds, Bewirtschaftung von Ödland, Torfmoore, Meliorationskanäle, Regulierung von Flüssen und Bächen, Finanzen, Entwässerungsgenossenschaften, Meliorationen in einzelnen Kreisen, Instandhaltung von Meliorationsgräben, Melioration von Ihna, Plone und Randow, Beschwerden, aus den Jahren 1779–1928, 381 AE.

Wasserwirtschaft, Wasserstände, Verschmutzungen, Befestigung der Oderufer, aus den Jahren 1806–1908, 48 AE.

Kanalisation, Kanalisationsbau, Wasserleitungen, aus den Jahren 1895–1932, 14 AE.

Wasserverkehr, Zuschüsse zur Instandhaltung der Wasserstraßen, Binnen- und Hochseeschiffahrt, Wasserstraße Stettin–Swinemünde, Instandhaltung der Ufer, Schiffsverkehr, aus den Jahren 1863–1943, 9 AE.

Bauwesen, Verordnungen, Bauaufsicht, Beamte, Berichte, Kontrolle von Bauarbeiten, Pläne, Kostenvoranschläge, Beschwerden, Industriebauten, Wohnungsbauten, ländliche Bauten, Bau von Rathäusern, öffentlichen Gebäuden, Schulen und Gerichten, Baudenkmäler, Denkmäler, Schloß der Pommerschen Herzöge, aus den Jahren 1736–1942, 527 AE.

Industrie, Fabriken, Manufakturen, Seidenraupenzucht, Maulbeerbäume, Wollpreise, Tabak, Zuckerraffinerien, Hütten, Mühlen, Landesausstellung, Fabrikaufsicht, Arbeitsunfälle, aus den Jahren 1808–1944, 83 AE.

Elektrizitätswerke, Einrichtung eines Stromnetzes, Hochspannungsnetz, Umspannwerke, aus den Jahren 1886–1942, 26 AE.

Medizin und Tiermedizin, Organisation der Gesundheitsämter, Finanzen, Berichte, Apotheker, Sterilisationen, Beihilfen, Erbkrankheiten, sanitäre Fragen in den Häfen, Organisation des Gesundheitsdienstes, Krankenhäuser und Heilanstalten, private Krankenversorgung, Apotheken und Drogerien, Seebäder, Hebammen, Säuglingsbetreuung, sanitäre Zustände, Kampf gegen den Alkoholismus, Tiermedizin, aus den Jahren 1742–1945, 358 AE.

Lebensmittelaufsicht, Transport, Versorgung, Preise, Lager, Bier- und Weinherstellung, Fisch-, Fleisch- und Milchhandel, Brotverkauf und Brotpreise, aus den Jahren 1802–1935, 87 AE.

Sozialfürsorge, Verordnungen, Unterhaltung von Armenhäusern, Beihilfen, Geldsammlungen, Betreuung von geistig Kranken, Waisenhäuser, Stipendien, Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Besserungsanstalten, jugendliche Verbrecher, Versicherungen, Hilfskassen, Aufsicht über Moral und gute Sitten, aus den Jahren 1802–1944, 76 AE.

Presse, Zensur, Kultur, verbotene Drucke, Zensur von Schriften, Verlage, Theater, Zirkus, Vergnügungslokale, Versammlungsschutz, Aufsicht über Veranstaltungen und Konzerte, Baudenkmäler, Museen, Denkmäler, aus den Jahren 1806–1933, 44 AE.

Gerichtswesen, Streitigkeiten, Erbsachen, aus den Jahren 1842–1943, 37 AE.

Fischfang, Gesetze, Verordnungen, Fischfang in Binnen- und Hochseegewässern, Fischfanggeräte, Fischervereinigungen, Fischerkähne, Fischhandel, Preise, Versicherungen, Fischbesatz, Fischmarkt in Stettin, Fischverarbeitung, aus den Jahren 1813–1931, 202 AE.

Polizei, Verordnungen, Staatswappen, Flaggen, Reisen staatlicher Würdenträger, Landesverrat, Einteilung in Polizeibezirke, Ernennung von Beamten, Auszeichnungen, Waffenkontrolle, Unruhen, Polizeiämter, Organisation und Reorganisation der Polizei, Polizeiverwaltung in den Kreisen, Städten und Erholungsorten, Badeanstalten, Grünanlagen, Obdachlose, Polizeibeamte, Beschwerden, Ausstellung von Personalausweisen, Erwerb der preußischen Staatsbürgerschaft, Abschiebung aus dem Reich, Ausländer, Ausländeraufsicht, Arbeitserlaubnis für Ausländer, Auswanderung in einzelne Länder, Pässe, Herumtreiberei, Gefängnisse, Besserungsanstalten, Kinderheime, aus den Jahren 1811–1943, 1170 AE.

Brandschutz, Verbot des Tabakrauchens, Absicherung von Schornsteinen, Entschädigungen, Feuerwehr, Versicherungen, Statistik, aus den Jahren 1805–1914, 83 AE.

Standesämter, Bevölkerungserfassung, Statistik, Adoption von Kindern, Änderung von Nachnamen, aus den Jahren 1813–1945, 35 AE.

Arbeiterfürsorge, Gesetzgebung, Arbeitslose, Versicherungen, Unfälle, Renten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bei der Melioration, öffentliche Arbeiten beim Bau von Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen, Sportanlagen und Kanalisation, aus den Jahren 1901–1932, 277 AE.

Sicherheitspolizei, Waffenhandel, Strafregister, politische Umtriebe, Kriegsgefangenentransport, Versammlungen politischer Parteien, innere Polizei, Spionage, Asyl, Flugschriften, Organisation der Sicherheitsdienste, Niederschlagung von Unruhen, Streiks, die Sozialdemokraten, Anarchisten, Kommunisten, politische Parteien, Polizeiaufsicht in den Städten, aus den Jahren 1806–1944, 288 AE.

Kommunale Institutionen, Kontrolle der Wasserleitungen, Sozialfürsorge, Banken, Anleihen, aus den Jahren 1917–1941, 6 AE.

Schützenbruderschaften, Organisation und Tätigkeit der Schützenbruderschaften in Altdamm, Anklam, Bahn, Cammin i. P., Daber, Demmin, Fiddichow, Freienwalde, Gollnow und Pasewalk, aus den Jahren 1810–1930, 13 AE.

Wilde Ehen, Polizeiaufsicht, aus den Jahren 1810–1928, 3 AE.

Münzwesen, Pfandbriefe, Fälscherei, Rückzug beschädigten Geldes aus dem Umlauf, aus den Jahren 1810–1867, 12 AE.

Jüdische Gemeinden, jüdische Bevölkerung in Pommern, Verzeichnisse, Synagogenbau, Riten, Ehen, Anteil an Handel und Handwerk, aus den Jahren 1808–1938, 43 AE.

Dienstboten, Angelegenheiten des häuslichen Dienstpersonals, aus den Jahren 1882–1906, 3 AE.

Finanzen, Steuern, Banken, Depositen, Anleihen, Erbschaften, Beschlagnahme von Besitz, Aufhebung der Mehlsteuer, Einkommens- und Umsatzsteuer, Zuschüsse, Regierungshauptkasse, Sparkassen, Katastersachen, aus den Jahren 1805–1939, 579 AE.

Konzessionen, Industriesachen, Berichte, Mühlenverzeichnisse, Holzhandel, Konzessionen für Hausierer, Fabriken, Sägewerke, Brauereien, Weinkeller, Druckereien, Ölmühlen, Ziegeleien, Konzessionen zum Verfolg unterschiedlicher wirtschaftlicher Tätigkeiten, aus den Jahren 1792–1871, 596 AE.

Politische Polizei, politische Versammlungen, Auseinandersetzungen zwischen Parteien, Spionage, Tätigkeit polnischer Organisationen, Erlaubnis zum Waffenbesitz, aus den Jahren 1924–1943, 256 AE.

Gendarmerie, Gestapo, Personalakten von Gendarmerieoffizieren, Schulungen, personelle Besetzung, Dienstverlauf, Anordnungen der Gestapo, Suchen, Verhaftung von Kommunisten in Stettin, aus den Jahren 1849–1945, 24 AE.

Militaria, Gesetzgebung, Vorschriften über den Militärdienst, Sterbeakten von Soldaten, Demobilisierung, Offiziere, Auszeichnungen, Disziplin, Strafen für Spionage und Verbrechen, Kriegsversehrte, Beihilfen, Kriegsentschädigungen, Kantone, Verzeichnisse von Deserteuren, Medizinische Betreuung von Soldaten, Ausmusterungen, Einberufungen, Offiziersverzeichnisse, Quartiere, Befestigungen, Verproviantierung und Versorgung der Armee, Durchmarsch und Fuhrwerke, militärische Übungen, Finanzen und Rechnungen, Erster Weltkrieg, Veteranenvereinigungen, aus den Jahren 1692–1945, 1090 AE.

Abteilung für das Kirchen- und Schulwesen

Allgemeine Verwaltung, Instruktionen, Aufteilung der Tätigkeiten, Verzeichnisse von Büchern und Karten, Schulverzeichnisse, finanzielle Kontrollen, Lehrerverzeichnisse, Schulverbände, aus den Jahren 1814–1931, 14 AE.

Synoden, Synoden der protestantischen Kirche in verschiedenen Städten Pommerns: Altenkirchen, Altdamm, Anklam, Bahn, Barth, Cammin i. P., Daber, Demmin, Franzburg, Freienwalde, Garz a. O., Garz a. R., Gollnow, Greifenberg, Greifenhagen, Greifswald, Grimmen, Gülzow, Jakobshagen, Kolbatz, Labes, Loitz, Naugard, Pasewalk, Penkun, Pyritz, Regenwalde, Richtenberg, Stargard i. P., Stettin, Stralsund, Treptow a. R., Treptow a. T., Usedom, Ueckermünde, Werben, Wolgast und Wollin, aus den Jahren [1377] 1567–1944, 7119 AE.

Schulen, Grund- und Volksschulen, Schuldisziplin, Visitationen, Bibliotheken, Schulinspektionen, Schuldeputationen in den Städten, Lehrerfortbildung, Lehrerexamen, Krankenversicherung, Leibesertüchtigung, Mädchenschulwesen, Lehrerseminare, aus den Jahren 1811–1945, 171 AE.

Einkünfte von Lehrern und Geistlichen, Pacht von Schul- und Kirchenland, Schulgärten, Seidenraupenzucht, Belastungen von Schulen und Kirchen, Militärdienst von Lehrern, aus den Jahren 1816–1944, 27 AE.

Entlohnung von Lehrern und Geistlichen, Kontrolle von Kirchen- und Schulrechnungen, Entlohnung von Lehrern, Haushaltspläne der Schulen, Stiftungen und Beihilfen, Gebühren, Verwaltungsetats in den Schulen, aus den Jahren 1810–1929, 165 AE.

Schulbau, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Schul- und Kirchenbauten, Mittel zu ihrem Bau, Verzeichnisse der Kirchen unter königlichem Patronat, Versicherungen, aus den Jahren 1814–1911, 10 AE.

Kollekten und Beihilfen für Lehrer und ihre Familien, pensionierte Lehrer, Hilfsfonds, Mädchenheim, Blindenanstalt, Stiftungen, Stipendien, aus den Jahren 1811–1932, 63 AE.

Kanzleihilfen, Tagebücher für Entwürfe und Korrespondenz, aus den Jahren 1857–1928, 8 AE.

Abteilung für Domänen und Forsten

Allgemeine Verwaltung, Gesetzgebung, Begutachtung von Verordnungen, Pacht und Verkauf von Grund, Feuerversicherungen, Abgaben zu kirchlichen und schulischen Zwecken, Melioration, Pächterregister, Parzellierung von Gütern, landwirtschaftliches Schulwesen, aus den Jahren 1811–1933, 78 AE.

Beschreibung von Gütern, Inventare von Gebäuden und Baumbestand, aus den Jahren 1811–1876, 17 AE.

Kirchen in den Domänen, Instandhaltung der Kirchen und Unterhalt der Geistlichen, aus den Jahren 1829–1913, 2 AE.

Visitationen und Kontrollen der Domänen, Revision der Staatsgüter, Dorfkrüge und Pachten, aus den Jahren 1807–1861, 6 AE.

Verpachtung von Vorwerken, Verzeichnisse von Vorwerken, Zustand der Landwirtschaft in den Domänen, Meliorationsfonds, Mühlen, Brennereien, Ziegeleien, Bodenbewirtschaftung, Fischfang, aus den Jahren 1764–1932, 218 AE.

Leistungen und Abgaben, Befreiung der Landbevölkerung von Lasten und Diensten, Änderungen in den Grundbüchern, aus den Jahren 1809–1916, 86 AE.

Gerichtswesen, Verhandlungen und Ausführung von Urteilen über Personen, die mit ihrer Pacht in Rückstand sind, Schuldner, Hypotheken, Landverkauf auf gerichtlichem Wege, Gerichtsverwaltung, Gerichtswesen in Städten und auf dem Lande, aus den Jahren 1809–1852, 66 AE.

Straf- und Finanzermittlungen, Ermittlungen und Verfahren in Disziplinar-, Straf- und Finanzsachen gegen Domänenbeamte, aus den Jahren 1837–1863, 34 AE.

Bauwesen, Baupläne, Brückenbau, Vorkehrungen gegen Feuer und Hochwasser, Entschädigungen für Abgebrannte, aus den Jahren 1813–1890, 98 AE.

Personalfragen, personelle Besetzung von Ämtern, Akten der Beamten, Ernennungen und Einstellungen, aus den Jahren 1811–1912, 174 AE.

Brandschutz, aus den Jahren 1810–1827, 1 AE.

Entschädigungen, Vorschriften, Naturkatastrophen, aus den Jahren 1812–1873, 5 AE.

Haushalt, Haushaltspläne und Haushalte einzelner Domänenämter, Domänenkassen, aus den Jahren 1824–1923, 50 AE.

Rechnungen der Domänenverwaltung, aus den Jahren 1842–1899, 8 AE.

Vermessungen, Katastersachen, Anfertigung von Karten, Organisation und Tätigkeit der Plankammer, aus den Jahren 1809–1901, 12 AE.

Kautionen, Sicherung der von den Magistraten gezahlten Kautionen, aus dem Jahre 1802, 1 AE.

Requisitionen, Leistungen der Domänen an die staatlichen Behörden, Schäden, Unfallversicherungen, aus den Jahren 1827–1905, 10 AE.

Erbrecht, Nachlässe, Übernahme von Gütern durch den Fiskus, aus den Jahren 1873–1919, 37 AE.

Domänenämter in: Cammin i. P., Dölitz, Friedrichswalde, Gülzow, Jasenitz, Klempenow, Kolbatz, Marienfließ, Massow, Naugard, Pudagla, Pyritz, Saatzig, Schwedt, Stepenitz, Stettin, Treptow, Ueckermünde, Verchen und Wollin, aus den Jahren 1710–1945, 4897 AE.

Vorwerkspacht im Regierungsbezirk Stralsund, Kauf- und Verkaufsverträge, Pacht aus den Jahren 1823–1945, 99 AE.

Torfabbau bei Karolinenhorst und Swinemünde, Rechnungen, Eisenbahnlinie von Stettin nach Stargard, aus den Jahren 1815–1947, 25 AE.

Pachtverträge in der Domäne Spantekow, Pachtrechnungen, aus den Jahren 1806–1839, 24 AE.

Vorwerkspacht in den Kreisen: Anklam, Cammin i. P., Demmin, Greifenberg, Greifenhagen, Pyritz, Randow, Regenwalde, Saatzig, Ueckermünde, Usedom-Wollin, aus den Jahren 1817–1944, 594 AE.

Forsten, Forstverwaltung in einzelnen Domänenämtern: Cammin i. P., Dölitz, Friedrichswalde, Gülzow, Kolbatz, Marienfließ, Massow, Naugard, Saatzig, Stepenitz, Treptow und Wollin, aus den Jahren 1684, 1801–1930, 1451 AE.

Prozesse, Rechtsstreitigeiten zwischen Domänenverwaltungen, Grundbesitzern, Bauern und der Selbstverwaltung in unterschiedlichen Fragen, aus den Jahren 1770–1923, 1124 AE.

Steuern, Berichte über Steuern und Einkünfte einzelner Domänenämter, Haushaltspläne, Gebühren für allgemeine Pachten, Regulierung der Grundsteuererhebung, aus den Jahren 1800–1867, 1880–1944, 638 AE.

Varia, Vermessungen von Vorwerken und Dorfland, Bodenklassifikation, Forstreviere, schwedische Matrikel, Dorfschulen, Kirchenrechnungen, Fischfang, Pachten, Prozesse, Nachlässe, Holzdeputate, Separationen, Rechnungen und Kassensachen, Kauf- und Verkaufsverträge für Land, Eigentumsurkunden, Separationsrezesse, Hypothek, Bausachen, Bau und Reparatur von Häusern, Wegen und Kanalisation, Entschädigungen, Meliorationen, Straßenverzeichnisse, Waldarbeiter, aus den Jahren 1692–1944, 2851 AE.

Karten, vielfarbige und einfarbige, handschriftliche, gedruckte, Verwaltungs- und topographische Karten von Städten und ihrer Umgebung (im Maßstab 1:200 000, 1:100 000, 1:25 000 und 1:10 000), Domänen und Forsten, Karten von Straßen, Eisenbahnlinien, Städten, Wehrmauern, wichtigeren Objekten (Kirchen, Bahnhöfen, Fabriken, Flugplätzen), Pläne für Hochspannungsleitungen, Kanalisationen, Straßenbahngleise, Autobuslinien, Kreuzungen, Meliorationspläne, Pläne für den Wasserbau, Pläne für Maschinen und technische Vorrichtungen (im Maßstab 1:50 000, 1:1000, 1:500, 1:100 und 1:50), aus den Jahren 1808–1945, 2595 AE (die Karten sind Teil der einzelnen Akten und tragen ihre Signatur).

Archivalische Hilfsmittel Findkartei, Karten; Findbuch.

Literatur

Białecki, T., Mazurkiewicz, M., Muszyński, A.: Podziały administracyjne Pomorza Zachodniego w latach 1800–1970 [Die Verwaltungsgliederung Pommerns in den Jahren 1800–1970], Szczecin 1970.

Fenske, H.: Die Verwaltung Pommerns 1815–1945, Köln, Weimar u. Wien 1993.

Gierszewski, S.: Naczelne władze Prus Zachodnich (1772–1920). Zmiany administracyjne a sukcesje registratur [Die Oberbehörden Westpreußens (1772–1920). Änderungen der Verwaltung und Abfolge der Registraturen], in: Archeion, Bd. 33 (1960).

Knemeyer, R.: Regierungs- und Verwaltungsreformen in Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Köln u. Berlin 1970.

Namslau, G.: Geschichte der Königlichen Regierung zu Stettin, in: Festschrift zur Einweihung des neuen Regierungsgebäudes in Stettin, Stettin 1911.

Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Bd. 3, Pommern, hg. v. W. Hubatsch, Marburg 1975.

Salmonowicz, S.: Administracja i prawo w prowincjach pomorskich [Verwaltung und Recht in den pommerschen Provinzen], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. IV, Teil 1 (1850–1918), hg. v. S. Salmonowicz, Toruń 2000.

Salmonowicz, S.: Podziały terytorialne i ustrój polityczny ziem pomorskich w latach 1815–1850 [Territoriale Gliederung und politisches System der pommerschen Gebiete in den Jahren 1815–1850], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. III, Teil 1, hg. v. G. Labuda, Poznań 1993.

Stelmach, M.: Kancelaria pruskich urzędów administracji państwowej na przykładzie rejencji w latach 1808–1945 [Die Kanzlei der preußischen staatlichen Verwaltungsbehörden am Beispiel der Regierung in den Jahren 1808–1945], Szczecin 1981.

Wielopolski, A.: Ustrój polityczny Pomorza Zachodniego w XIX wieku [Das politische System Pommerns im 19. Jahrhundert], Poznań 1965.

ED/RG

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10

1153 Regierungen in Frankfurt a. O., Marienwerder, Schneidemühl und Stralsund – Sammlung von Bestandsresten

1795–1944; 419 AE, 6,3 lfm.

Die Sammlung setzt sich aus Fragmenten von vier Regierungen der Provinzen Brandenburg (Frankfurt), Westpreußen (Marienwerder) und Pommern (Schneidemühl, Stralsund) zusammen. Die Faszikel der am besten erhaltenen Bestände der Regierung Frankfurt beziehen sich ausschließlich auf Oberförstereien im Kreis Arnswalde sowie mit einigen Stücken der Präsidialabteilung auf den Wegebau im Kreis Friedeberg (beide Kreise wurden 1938 an Pommern angeschlossen). Die Regierung Stralsund ist fast durchgehend durch Akten der Abteilungen für Domänen und Forsten sowie für Kirchen und Schulwesen vertreten. Von den übrigen Regierungsbezirken befinden sich in Stettin lediglich einzelne Faszikel. Diese Akten sind wahrscheinlich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg (Frankfurt, Köslin, Schneidemühl, Stralsund) oder während des Kriegs (Marienwerder) nach Stettin gelangt. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 65b Köslin, 34 AE, 0,5 lfm., aus den Jahren 1820–1945, Rep. 65c Stralsund, 8483 AE, 163,4 lfm., aus den Jahren 1707–1944. Im Staatsarchiv Köslin: Regierung Köslin, 15538 AE, 329,1 lfm., aus den Jahren 1579–1945. Im Staatsarchiv Danzig: Regierung Marienwerder, 10553 AE, 267,7 lfm., aus den Jahren [1698] 1808–1944. Im Staatsarchiv Posen: Regierung Schneidemühl, 15948 AE, 413,5 lfm., aus den Jahren 1919–1945.

Inhalt

Regierung Frankfurt, Verordnungen und Jahrespläne der Oberförstereien, Waldpacht, Einteilung der Oberförstereien in Reviere, Vermessungen der Waldparzellen, Gewinnung und Verkauf von Holz, Torf, Jagdverträge und -pacht, Pacht von Wiesen und Binnengewässern, Fischfang, Grenzregulierung, Forstverwaltung, Personalakten von Forstbeamten, Waldarbeiter, Haushaltspläne, Kassenfragen und Rechnungen, Bau und Reparatur von Forsthäusern, Bau von Wegen, Brücken und Eisenbahnen in Waldgebieten, Wasserkraftwerke, Hausbau für Arbeiter, Forstfachschulen, Meliorationen, Forstkulturen, Waldbrände und -krankheiten, Vorkehrungen gegen Brände, durch wilde Tiere verursachte Ernteschäden, Windbrüche, Beschwerden und Prozeßfragen, Chausseebau, Armenfürsorge, aus den Jahren 1807–1941, 360 AE.

Regierung Marienwerder, Korrespondenz, Waldfragen, Holzdeputate, aus den Jahren 1810–1901, 2 AE.

Regierung Schneidemühl, Pacht von Seen in der Gegend von Marienwalde, Fischfang, Flußregulierung, Entwässerungsgenossenschaften, aus den Jahren 1921–1944, 3 AE.

Regierung Stralsund, Verordnungen, Korrespondenz, Organisation der Regierung, Wahlen zu den Selbstverwaltungsorganen, Kolonisation, Meliorationen, Verzeichnis des Grundbesitzes im Kreis Franzburg, Auflösung von Gutsbezirken, Bau und Reparatur von Gebäuden in den Staatsdomänen, Rechnungen, Finanz- und Kassenfragen, Separation des Kirchenlands, Besetzung von Pfarreien, Kirchenbau, Sterbekasse, Schulberichte, Schulkasse, Visitationen und Kontrolle von Stiftungen, Optanten, Aufsicht über die Entwässerungsgenossenschaften, Hafeninspektion in Stralsund, Schiffsregister, sanitäre Überwachung, Organisation der Unterstützung der Familien von während des Ersten Weltkriegs Gefallenen, Personalakten der Regierungsbeamten, aus den Jahren 1795–1941, 54 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

RG

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13

0097 Landratsamt Belgard (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Białogardzie)

1739–1939; 200 AE, 6,1 lfm.

Die Landratsakten aus Belgard gelangten in zwei Partien 1921 (17 AE) und 1937 (ca. 500 AE) in das Stettiner Archiv. Durch die Evakuierung des Archivbestands aus Stettin kamen die Bestände zwischen Mai und Juni 1944 nach Tütz. Hier wurde ein Teil unter nicht völlig geklärten Umständen zerstört. Der erhaltene Rest wurde am Ende der 1940er Jahre nach Stettin gebracht. Ein Teil der Archivalien wurde außerdem direkt aus dem Sitz der Kreisverwaltung übernommen.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Huldigung unter König Friedrich Wilhelm IV., Wahlen zu Reichs- und Landtagen, Behördenorganisation der Weimarer Republik, Volksabstimmungen, Reisen hoher Staatsbeamter, Auszeichnungen, Adelswappen und Adelsfragen, aus den Jahren 1840–1938, 27 AE.

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Wahlen zu Land- und Kreistagen, Wahl von Landräten und Gemeindeverwaltungen, Ortsnamensänderungen, Kreisverwaltung, Ernennung einzelner Beamter, Brunnenbau, Schlachthof Belgard, aus den Jahren 1799–1939, 51 AE.

Presse, Kultur, Bildung, Herausgabe von Zeitungen, geographische und historische Daten über den Kreis, Sammlungen von Altertümern, Stadtmauern in Belgard, Theatervorstellungen, Filmvorführungen, Denkmalbau, aus den Jahren 1816–1939, 10 AE.

Grundeigentum, Siedlungswesen, Aufstellungen von Rittergütern, Grundregulierungen und -parzellierungen, Siedlungsaktion, aus den Jahren 1775–1938, 1 AE.

Statistik, Bevölkerungszahl, aus den Jahren 1917–1938, 1 AE.

Polizei, Sicherheit, Polizeiorganisation, Sanitäraufsicht, Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, Ausländer, Spionage, Auswanderung aus Deutschland, Pässe, Überwachung von Vereinen, politischen und karitativen Organisationen, Zigeuner, Kontrolle von Aufführungen, aus den Jahren 1809–1939, 52 AE.

Medizin, Krankenhäuser und Lazarette, Apotheken, Ärzte und mittleres medizinisches Personal, Typhusepidemie, Amt des Kreistierarztes, Tätigkeit des Bades in Bad Polzin, aus den Jahren 1739–1937, 7 AE.

Sozialfürsorge, Stiftungen, Hilfe für Arme, Krüppel und Veteranen, Stipendien, Gräber französischer Soldaten in Polzin, aus den Jahren 1852–1938, 6 AE.

Kommunikation, Post, Pläne und Bau von Eisenbahnlinien, Bahnhöfe, Instandhaltung der Straßen, Organisation und Tätigkeit der Post, aus den Jahren 1857–1939, 9 AE.

Brandschutz, Brandschutzgerät, aus den Jahren 1877–1936, 2 AE.

Handel, Messen, aus den Jahren 1868–1905, 1 AE.

Handwerk, Industrie, Zünfte der Schneider und Schuhmacher, Manufakturen, Seidenraupenzucht, Industriebetriebe, aus den Jahren 1850–1938, 8 AE.

Schulen, Progymnasium Belgard, aus den Jahren 1869–1889, 1 AE.

Fischfang, Inkrafttreten des Gesetzes über den Fischfang (vom Mai 1871), aus den Jahren 1874–1885, 1 AE.

Meliorationen, Regulierung der Parsente, Trockenlegung von Sumpfgebieten, aus den Jahren 1841–1924, 3 AE.

Militaria, Landwehr, Mobilisierungen, aus den Jahren 1817–1866, 3 AE.

Juden, Wanderung, Abschiebung eines polnischen Juden, aus den Jahren 1852–1939, 2 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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14

0095 Landratsamt Arnswalde (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Choszcznie)

1672–1898; 245 AE, 6,3 lfm.

Die vom Landratsamt in Arnswalde erzeugten Akten gelangten in zwei Schüben in das Stettiner Archiv, 1939 (202 AE) und 1944. Zwischen Mai und Juni 1944 wurden die in Stettin liegenden Materialien aus Furcht vor alliierten Luftangriffen nach Tütz verbracht. In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre kehrten sie in das Archiv nach Stettin zurück (245 AE).

Inhalt

Staatsverwaltung, Selbstverwaltung, Edikte, Verordnungen, Vorschriften, Organisation der Verwaltung und des Gerichtswesens, Landratswahlen, Registratur, Wahlen zu den Landtagen, Gemeinde- und Kreisparlamenten, Adelslisten, Bildung von Gemeinden, Städte und Kommunalverwaltung, aus den Jahren 1734–1890, 41 AE.

Polizei und Sicherheit, Ausweisung von Ausländern, Auswanderung aus Deutschland, gesellschaftliche Organisationen zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, Unruhen und Tumulte, Brandschutz, Feuerversicherungen, aus den Jahren 1783–1830, 44 AE.

Industrie, Handwerk und Handel, Aufsicht über Bergbau und Hüttenwesen, Preistabellen, wandernde Handwerker, Holzflößerei, Wirtshäuser, aus den Jahren 1766–1890, 8 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Verordnungen und Vorschriften, Meliorationen in einzelnen Dörfern und Vorwerken, Entwicklung des Gemüseanbaus, Anbau von Maulbeerbäumen und Seidenraupenzucht, landwirtschaftliche Schulen, aus den Jahren 1724–1898, 28 AE.

Jagdwesen, Verordnungen über Wölfe, Organisation von Wolfsjagden, aus den Jahren 1762–1839, 5 AE.

Kommunikation, Verordnungen und Vorschriften, Bau und Instandhaltung von Wegen, Bau von Eisenbahnlinien, aus den Jahren 1799–1895, 12 AE.

Bauwesen, Bau und Reparatur von Brücken, Gründung von Mühlen, aus den Jahren 1772–1847, 7 AE.

Medizin und Veterinärmedizin, Sanitärverordnungen und -vorschriften, Choleraepidemie, Viehseuchen, aus den Jahren 1831–1879, 9 AE.

Sozialfürsorge, Verordnungen und Vorschriften, Bau von Armenhäusern, Armenfürsorge, aus den Jahren 1796–1875, 5 AE.

Presse, Bibliotheken, Zeitschriften, Zensur, Bau von Bibliotheken, aus den Jahren 1840–1893, 5 AE.

Schulwesen, Verzeichnisse von Privatschulen, Pensionen, Lehrerlisten, aus dem Jahre 1835, 1 AE.

Religionen und Bekenntnisse, Kirchenrechnungen, Verzeichnisse jüdischer Familien, aus den Jahren 1812–1844, 2 AE.

Statistik, statistische Tabellen mit Einwohnerzahlen, Anbauflächen, Tierzählungen sowie Informationen über einzelne Ortschaften im Kreis, aus den Jahren 1764–1870, 22 AE.

Steuern, Abgaben für Jagd, Tabakanbau, Waldnutzung, Pferdezucht und Landwirtschaft, Hufentabellen, Kontributionen, Kataster, Mühlen, aus den Jahren 1672–1869, 46 AE.

Militaria, Kantonsfragen, Mobilmachungen, Kriegskontributionen, aus den Jahren 1764–1817, 10 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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16

0100 Landratsamt Greifenberg (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Gryficach)

1809–1938; 550 AE, 11,6 lfm.

Die Akten des Landrats von Greifenberg wurden in zwei Partien 1871 (13 AE) und 1886 (einige hundert AE) nach Stettin gebracht. Wahrscheinlich gab es in den 1930er Jahren noch kleinere Zugänge. Zwischen Mai und Juni 1944 wurden die Akten des Landratsamts Greifenberg nach Tütz evakuiert. Von hier aus kehrte der Bestand in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre nach Stettin zurück. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 66 Greifenberg, aus den Jahren 1811–1932, 0,03 lfm.

Inhalt

Staatsverwaltung, Selbstverwaltung, Verordnungen und Vorschriften, Tod von Mitgliedern der königlichen Familie, Wahlen von Abgeordneten zum Reichstag, zum preußischen Landtag sowie zu den Landtagen, Verwaltung in den Städten, Bau von Brunnen und Pumpen, Ausweisung von Friedhöfen, Leichentransport, Numerierung von Häusern, Kreiskasse, Wahlen von Landrat, Kreis-, Kommunal- und Gemeindebeamten, staatliche Auszeichnungen, Zahlung von Kriegsschulden, aus den Jahren 1815–1934, 53 AE.

Gerichtswesen, Organisation der Gerichte, Gefängnisse, städtischer Henker, aus den Jahren 1826–1925, 3 AE.

Polizei und Sicherheit, Verordnungen und Vorschriften, Nationalsozialismus, Unruhen, politische und gesellschaftliche Organisationen, Anarchisten, Rotes Kreuz, Aufsicht über Presse, Lichtspiele, Lotterie und Glücksspiele, Auswanderung aus Deutschland, Rückkehr von Auswanderern, Ausländer, Verleihung der Staatsbürgerschaft, Bevölkerungsabwanderung aus Ostpreußen, Fremdarbeiter, Ausstellung von Pässen, Sitten, Besserungsanstalten und Gefängnisse, Organisation der Polizei, Gendarmerie, vermißte Personen, Feuerversicherung, Brandschutz, Brandstatistik, aus den Jahren 1825–1937, 100 AE.

Finanzen und Steuern, Münzsachen, direkte Steuern, Handwerkersteuern, Steuerverwaltung, aus den Jahren 1822–1894, 6 AE.

Industrie, Handwerk, Handel, Verordnungen und Vorschriften, Manufakturen, Fabriken, Hütten, Salinen, Elektrifizierung, Mühlen, Meisterprüfungen, Zünfte: Bäcker, Dachdecker, Friseure, Gerber, Glaser, Goldschmiede, Fleischer, Lackierer, Maler, Müller, Polsterer, Sattler, Schlosser, Schmiede, Schneider, Schuhmacher, Tischler, Uhrmacher und Wagner, Ausschank, Märkte, aus den Jahren 1829–1935, 40 AE.

Landwirtschaft, Erb- und Rentengüter, Parzellierungen, Gemeindeland, Regulierungen, Kolonisierung, landwirtschaftliche Gesellschaften, Verteilung der Naturalabgaben und Lasten in einzelnen Dörfern, Gemüsebau, Pferde- und Viehzucht, Imkerei, Meliorationen, Uferbefestigung von Bächen, Entwässerungsgenossenschaften, Hochwasser-, Sturm- und Orkanschäden, Ackerbaukultur, landwirtschaftliche Schulen, aus den Jahren 1817–1938, 161 AE.

Forstwesen und Fischfang, Verordnungen, Vorschriften und Gesetze über den Fischfang, Heringsfang, Fischzucht, Forstverwaltung, Jagdwesen, aus den Jahren 1822–1934, 9 AE.

Kommunikation und Post, Straßenpolizei, Bau und Instandhaltung von Brücken, Chausseen, Straßen und Dämmen, Verzeichnisse und Kontrollen von Brücken, Straßenaufsicht, Straßengebühren, Bau von Eisenbahnlinien, Schiffahrt und Hafenbau in Deep, Holzflößerei auf der Rega, Organisation der Post, aus den Jahren 1819–1932, 32 AE.

Medizin, Einrichtung von Krankenhäusern sowie Anstalten für Geistesgestörte und Blinde, Apotheken, Seebäder in Rewahl, Horst und Deep, Sanitäraufsicht, Kreisarzt, medizinisches Personal, Hebammen, aus den Jahren 1841–1932, 17 AE.

Sozialfürsorge, Stiftungen, Unterstützung Hilfsbedürftiger, Königin-Louisen-Stiftung, aus den Jahren 1820–1928, 3 AE.

Presse, Kultur, Veröffentlichungen, Zensur, Denkmalschutz, Gesellschaft der Kunstfreunde, Naturschutzgebiete, aus den Jahren 1809–1934, 12 AE.

Schulwesen, Berufs- und Grundschulen in einzelnen Ortschaften, Organisation des Gymnasiums in Greifenberg, Lehrer, ihre Bestellung und Kontrolle, aus den Jahren 1821–1932, 18 AE.

Religionen und Bekenntnisse, Verordnungen und Vorschriften, Finanzen, Bau und Reparatur von Kirchen, Pfarrhäuser, religiöse Organisationen, Geistliche, Juden, aus den Jahren 1819–1934, 40 AE.

Statistik, Bevölkerungsdaten, Daten zu Landnutzung, Tabakanbau und -handel, aus den Jahren 1823–1931, 8 AE.

Militaria, Mobilmachungen, Rekrutenverzeichnisse, Beschlagnahmen während der Napoleonischen Kriege, Informationen über den Bau der deutschen Kriegsflotte, Krieg mit Dänemark, Gefallene im Krieg gegen Frankreich (1870), Betreuung von Kriegsversehrten und Familien von Gefallenen, Veteranenvereinigungen, aus den Jahren 1822–1930, 48 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

RG

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18

0102 Landratsamt Cammin i. P. (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Kamieniu Pomorskim)

1753–1940; 443 AE, 8,7 lfm.

Die Akten des Landratsamt Cammin i. P. wurden in kleinen Gruppen schrittweise an das Archiv in Stettin übergeben. Die ersten Faszikel kamen 1900 nach Stettin (38 AE), weitere 1920 (15 Säcke), 1922 (21 AE), 1924 (24 AE), 1929 (15 AE), 1935–1938, 1940 (255 AE) und 1943 (71 AE). 1944 wurde der Bestand nach Tütz ausgelagert, wo im Jahr darauf unter ungeklärten Umständen ein Teil der Archivalien zerstört wurde. In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre wurden die Akten des Landratsamts Cammin von polnischen Archivaren sichergestellt und kehrten dann nach Stettin zurück.

Inhalt

Staats- und Selbstverwaltung, Vorschriften und Verordnungen, Beamte, Verleihung der Staatsbürgerschaft, Übergabe von Akten an das Stettiner Archiv, aus den Jahren 1799–1930, 11 AE.

Polizei und Sicherheit, Arbeiter- und Soldatenräte, Reichswehr-Freiwillige, politische Vorkommnisse, polnische Saisonarbeiter, gesundheitsbehördliche Überwachung, Aufsicht über das Handwerk, Meldewesen, Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern, Naturkatastrophen, aus den Jahren 1787–1934, 29 AE.

Handwerk und Schiffahrt, Zünfte: Bäcker, Dachdecker, Fleischer, Maler, Maurer, Müller, Polsterer, Sattler, Schiffer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher, Tischler, Töpfer, Wagner und Zimmerleute aus Cammin i. P., Gülzow, Stepenitz, Küstenschiffahrt, Uferbefestigungen in der Gegend von Divenow, Bernsteinfischerei, Straßen- und Eisenbahnbau, aus den Jahren 1868–1937, 30 AE.

Landwirtschaft, Forstwesen und Fischfang, Parzellierung und Regulierung von Land in einzelnen Dörfern, Landverkauf, Abgaben und Lasten, Jagd, Forstschutz, Wildschäden, Bepflanzung von Dünen, Fischfang, aus den Jahren 1849–1933, 148 AE.

Schulwesen, Bau und Unterhaltung von Volksschulen in verschiedenen Ortschaften, Zuschüsse für die Schulen, Regulierung der Abgaben für Kirche und Schulen, Ergänzung der Ausbildung, Einrichtung von Schulvereinen, aus den Jahren 1818–1930, 108 AE.

Kirche, Erhalt der Kirchen in einzelnen Orten, Pfarreien, Kirchengebäude, Kapellen, Evangeliken, Altlutheraner, Friedhöfe, Frauenstift in Cammin, seine Statuten, Rechnungen, Personalfragen der Stiftung sowie Nachlässe, Reparatur der zur Stiftung gehörenden Gebäude, Instandhaltung von Denkmälern und Altertümern, aus den Jahren 1753–1940, 117 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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19

0103 Landratsamt Kolberg (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Kołobrzegu)

[1799] 1815–1939; 314 AE, 7,7 lfm.

Die Akten des Landratsamts Kolberg gelangten im Dezember 1938 in das Stettiner Archiv (617 AE). Zwischen Mai und Juni 1944 wurden sie aus Furcht vor alliierten Luftangriffen nach Tütz gebracht. Hier wurde ein erheblicher Teil des Bestandes unter nicht völlig aufgeklärten Umständen zerstört. In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre kehrte der erhaltene Rest (rund 300 AE) nach Stettin zurück.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Verordnungen und Vorschriften, Wahlen zu Reichstag und preußischem Landtag, aus den Jahren 1861–1930, 5 AE.

Staats- und Selbstverwaltung, Organisation des Landratsamtes, Beamte auf Kreisebene, Entlohnungen, Uniformen und Dienstpflichten, aus den Jahren [1799] 1872–1934, 9 AE.

Polizei, Sicherheit, Aufsicht über politische und gesellschaftliche Organisationen, Kontrolle von Aufführungen, Unruhen, Streiks und Tumulte, Arbeiter- und Soldatenräte, ausländische Arbeiter, u. a. aus Polen, Paßfragen, Auswanderung aus Deutschland, Zuerkennung der Staatsbürgerschaft, aus den Jahren 1850–1937, 72 AE.

Finanzen, Steuerschätzung und -erhebung, aus den Jahren 1849–1892, 3 AE.

Bauwesen, Bauaufsicht, Bauerlaubnis, Rathaus in Kolberg, aus den Jahren 1815–1920, 4 AE.

Industrie, Handwerk, Nutzung von Dampfmaschinen, Molkereien, Zuckerraffinerien, Handwerker-Sparkassen, Zünfte, Kommissionen für die Meisterprüfungen, Beschäftigung von Frauen und Kindern, aus den Jahren 1851–1933, 22 AE.

Brandschutz, Verordnungen und Vorschriften, Reinigung von Kaminen, Löschmaterial, Brandverluste, aus den Jahren 1857–1934, 9 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Gesetze, Verordnungen und Vorschriften, Korrespondenz in landwirtschaftlichen Fragen, Separation und Parzellierung von Land, Erhaltung der Dünen, die Beamten und ihre Entlohnung, Rentengüter, Regulierung von Abgaben und Gebühren in einzelnen Dörfern, aus den Jahren 1867–1933, 111 AE.

Melioration, Meliorationspläne in verschiedenen Ortschaften, Regulierung der Parsente, Sturmschäden, aus den Jahren 1816–1920, 13 AE.

Fischfang, Fischfang in Seen, Fischfangflotte, Fischergesellschaft, Hochsee-Fischfangflotte, Unfälle auf See, aus den Jahren 1870–1920, 7 AE.

Kommunikation, Post, Telegraph, Pläne für den Bau eines Kanals zwischen Cammin i. P. und Treptow a. R., Postverbindung Kolberg–Treptow, Organisation der Post, Installation von Telegraphen, Bau, Reparatur und Instandhaltung der Chausseen, Wege und Brücken, Absteckung und Nutzung von Eisenbahnlinien, aus den Jahren 1853–1928, 11 AE.

Schiffahrt, Küsten-, Hochseeschiffe, Seereisen, aus den Jahren 1859–1870, 2 AE.

Medizin, medizinisches Personal, Beamte, Apotheken, Gesundheitskommission, aus den Jahren 1849–1920, 5 AE.

Sozialfürsorge, Stiftungen, Waisen- und Altenheime, Armenhilfe, aus den Jahren 1850–1923, 9 AE.

Presse, Bibliotheken, Kultur, Flugschriften, Druck und Verbreitung der Presse, verbotene Drucke, Einrichtung von Schulbibliotheken, aus den Jahren 1867–1939, 10 AE.

Schulwesen, Landwirtschaftsschule, aus den Jahren 1901–1907, 2 AE.

Kirche, Pfarrer, Einrichtung von Friedhöfen, Steuern zur Unterhaltsgewährung für Pfarrer und Schulen, aus den Jahren 1872–1931, 4 AE.

Statistik, Bevölkerungs-, Handwerks- und Industrietabellen, natürliche Bevölkerungsbewegung, triangulare Vermessungen, aus den Jahren 1847–1934, 6 AE.

Militaria, Mobilmachungen, Grenzschutz, Pulvertransport, Waffen- und Munitionshandel, aus den Jahren 1848–1937, 10 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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20

0105 Landratsamt Lauenburg (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Lęborku)

1719–1937; 858 AE, 18,9 lfm.

Die Akten des Landratsamts Lauenburg wurden in drei Partien an das Stettiner Archiv abgegeben. Der erste Zugang war 1926, der zweite 1934 (2 Kisten), der dritte 1939 (11 Kisten, 764 AE). 1944 wurden die Archivalien des Landratsamts Lauenburg nach Tütz gebracht. Hier verschwand ein Teil davon wahrscheinlich 1945 unter nicht ganz klaren Umständen. Die erhaltenen Materialien kehrten in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre nach Stettin zurück.

Inhalt

Allgemeine und Selbstverwaltung, den preußischen Königen und deutschen Kaisern geleistete Huldigungen, Sterbefälle der königlichen Familie, Reisen höherer Staatsbeamter, Jahrestage und Jubiläen, Gesetze, Verordnungen und Vorschriften, Provinzialrecht von Pommern und Westpreußen, Wahl und Bestätigung von Landräten, Kreisverwaltung, Organisation der Regierung Köslin und Kreisgrenzen, Einführung neuer Verordnungen, Wahlen zu den Reichs- und Landtagen, Sitzungsprotokolle der Land- und Kreistage, Adelsverzeichnisse, Städtesachen, Organisation der Gemeinden, Erhaltung von Stadtmauern, Türmen, Denkmälern und Baudenkmälern, aus den Jahren 1768–1932, 99 AE.

Polizei, Verordnungen und Vorschriften, Polizeiverwaltung, Aufsicht über die jüdische Bevölkerung, Zensur, Listen verbotener Drucke, Polizeibezirke, Kontrolle von Spielen und Lotterien, Flugwesen und Flugzeuge, Straßenzeichen, Auswanderung aus Deutschland und Zuwanderung von Ausländern, Dokumente zur Bestimmung der staatlichen Zugehörigkeit, Verleihung der Staatsbürgerschaft, Optanten, Gendarmerie, Novemberaufstand in Polen, Aufsicht über Wirts- und Gasthäuser, ausländische Saisonarbeiter (darunter auch solche aus Polen), Pässe, Meldesachen, aus den Jahren 1795–1936, 143 AE.

Grundbesitz und Ackerbaukultur, Wechsel des Besitzrechts, Kauf- und Verkaufsverträge für Land, Verzeichnisse von Adelsgütern, Grenzziehung und -streitigkeiten, Reform der Patrimonialgerichtsbarkeit, Fürsorgewesen, Meliorationen, Pacht von Fischgründen, Verringerung der Reallasten, Kartoffelanbau, Kartoffelkrankheiten, Ernten, Gründung neuer Kolonien, Anbau des Maulbeerbaums, Entwicklung der landwirtschaftlichen Kulturen, Nutzung von Sümpfen, aus den Jahren 1719–1935, 77 AE.

Finanzen, Zölle zur Instandhaltung von Deichen, Stadtkassen und ihre Rechnungen, Kreissteuern, Kreiskasse, aus den Jahren 1823–1924, 9 AE.

Statistik, Viehsteuer, Ortsverzeichnisse, Listen der Taubstummen, Handwerksstatistik, Kreisverwaltung, Berufsverzeichnisse, Kreisbeschreibungen, Listen von Dissidenten und jüdischer Bevölkerung, Pressemeldungen über Statistik und Zustand des Kreises, aus den Jahren 1774–1919, 20 AE.

Industrie und Handel, Edikte, Verordnungen und Vorschriften, Maße und Gewichte, berufsständische Verbände, Papierherstellung, Ölmühlen, Handwerkerschulen, Märkte und Jahrmärkte, Handels- und Schiffahrtsverträge, Kapitäne und Steuermänner der preußischen Handelsmarine, Schützenbruderschaft in Lauenburg, aus den Jahren 1783–1931, 87 AE.

Kommunikation, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Wegen, Brücken, Deichen und Eisenbahnlinien, Festlegung von Poststrecken, Lastwagenverkehr, Telegraph, aus den Jahren 1752–1934, 22 AE.

Wasserwirtschaft und Melioration, Grenze am Fluß Piasnitz zwischen Pommern und Westpreußen, Unglücke auf hoher See, Holzflößerei auf der Rheda, Hafen in Leba, Melioration von Feuchtwiesen, Flößerei auf der Leba, Uferbefestigung von Wasserläufen, Regulierung von Flüssen, aus den Jahren 1825–1912, 20 AE.

Fischfang, Forst- und Jagdwesen, Verordnungen in Fischfangfragen, Fischfang auf dem Leba-See und dem Sarbsker See, Fischfangpachten, Gewinnung von Feuerholz, Waldschäden durch Insekten und Raubvögel, Förster und Revierwächter, Jagdbezirke, Pacht von Jagdgründen, Waldbrände, Wildschäden, Bernsteinfischerei, aus den Jahren 1765–1933, 33 AE.

Brandschutz, Einrichtung pommerscher und lokaler Feuerversicherungen, Brandschäden in einzelnen Ortschaften, Feuerkassen, Versicherungen, aus den Jahren 1782–1920, 110 AE.

Medizin und Sozialfürsorge, Edikte und Verordnungen, Einsetzung des Kreisarztes, Apotheken, Hebammen, Choleraepidemie, tiermedizinische Betreuung, Viehseuchen, Hundetollwut, Pferdekrankheiten, Lazarett in Leba, Taubstummen- und Blindenanstalten, Armenhilfe, Vorbereitung eines Arbeitshauses in Neustettin, Witwenunterstützung, Versicherungen gegen Unglücksfälle, aus den Jahren 1725–1932, 43 AE.

Varia, Entschädigungen, Fourage, Uniformen, Beamte, Brandschäden in verschiedenen Ortschaften, Versicherungen, Schornsteinreinigung, Kreisfeuerkasse, Erteilung von Konzessionen, Veteranenverbände, aus den Jahren 1774–1937, 195 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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21

0109 Landratsamt Regenwalde in Labes (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Łobzie)

1777–1945; 1055 AE, 22,2 lfm.

Die Akten des Landrats von Labes wurden dem Archiv in Stettin schrittweise übergeben. Der erste Zugang war 1872, der zweite 1922 (rund 20 AE), der dritte in mehreren Partien zwischen 1934 und 1944 (vor allem mehrere hundert AE mit Personalia, die größtenteils verlorengegangen sind). Im Juni 1944 wurden die Akten des Landratsamts Labes nach Tütz gebracht, wo die meisten wahrscheinlich 1945 unter nicht bekannten Umständen zerstört wurden. Die erhaltenen Reste gelangten in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre zurück nach Stettin. In der ersten Hälfte der 1950er Jahre wurde in Labes eine große Zahl von Archivalien des Landratsamts Labes gefunden (ca. 1000 AE). Sie gelangten in die Magazine des Stettiner Archivs, wo sie dem aus Tütz zurückgekommenen Bestand angegliedert wurden.

Inhalt

Staatsverwaltung, Reichstagswahlen und Wahlen zum Amt des Präsidenten, Rassengesetze, aus den Jahren 1891–1938, 8 AE.

Allgemeine Verwaltung und Selbstverwaltung, Verordnungen und Vorschriften, Land- und Kreistagswahlen, Bürgermeisterwahlen, Nominierungen und Instruktionen für Landräte, Beamte, Arbeitszeit, Auszeichnungen, Gemeindeorganisation, Instruktionen für Gemeindevorsteher, Grenzänderungen, Wohnungsfragen, landwirtschaftliche Organisationen, Personalakten, aus den Jahren 1816–1944, 87 AE.

Polizei und Sicherheit, Verordnungen und Vorschriften, Rechte und Pflichten der Polizeibeamten, Disziplin, Gemeindepolizei, Diebstahl, Aufsicht über Presse, Lotterien und Tanzlokale, Auswanderung aus Deutschland, Ausländer, Landarbeiter, Arbeitslose, gesellschaftliche und politische Organisationen, staatsfeindliche Aktivitäten, polnische Zwangsarbeiter, Gefängnisse, Selbstmorde, Morde, Paßfragen, Personaldokumente, Rotes Kreuz, Personen mit Danziger Staatsbürgerschaft, Bevölkerungsbewegung, Aussiedlungen, Optanten, Zuteilungen von Waffen und Sprengstoffen, Beschwerden, aus den Jahren 1812–1944, 189 AE.

Finanzen, Kreiskasse, ihre Verwaltung und Rechnungen, Steuern, Amortisierung der Kreisschulden, Kreisbudget, aus den Jahren 1841–1944, 27 AE.

Bauwesen, Verordnungen und Vorschriften, Bauaufsicht, aus den Jahren 1905–1937, 11 AE.

Industrie, Handwerk, Zünfte, Herstellung von Leuchtgas, elektrische Beleuchtung, Zünfte: Bäcker, Bauarbeiter, Dachdecker, Fleischer, Friseure, Gerber, Photographen, Sattler, Schmiede, Schneider, Schuhmacher, Tischler und Wagner, wandernde Handwerker, Verzeichnisse von Zunftorganisationen, Handwerkskammer, Beschäftigung Minderjähriger in den Fabriken, Arbeiterräte, aus den Jahren 1848–1944, 58 AE.

Handel, Verbot des Kaufs und Verkaufs von Singvögeln, Handel mit Edel- und Nichtedelmetallen, Kontrolle der Lebensmittelpreise, Maße und Gewichte, Sonntagsruhe des Handels, aus den Jahren 1848–1944, 15 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Verordnungen und Vorschriften, Regulierung und Teilung von Land, Versicherung und Einlagerung der Ernte, Landverkauf, Landarbeiten, Schäden, Vermessungen, Gemüse- und Obstanbau, Siedlungswesen, aus den Jahren 1777–1944, 46 AE.

Forst- und Jagdwesen, Forstbeamte und -polizei, Jagdrecht, Schutz von Wild, Jäger, Bewaffnung, Munition, Gewänder, Hunde, Pferdehaltung, Dienstwohnungen, aus den Jahren 1865–1939, 34 AE.

Fischfang, Allgemeines, Fischfangaufsicht, aus den Jahren 1928–1940, 2 AE.

Kommunikation, Post, Straßen- und Wasserpolizei, Bau und Reparatur von Wegen, Eisenbahnlinien und Brücken, Verzeichnisse fester Straßen, Dämme, Aufsicht über Brücken, Radio, Organisation der Post, Einrichtung des Telegraphenwesens, aus den Jahren 1827–1944, 47 AE.

Medizin, Tiermedizin, Verordnungen und Vorschriften, Beamte, Krankenhäuser, Ärzte, Wahlen zur Ärztekammer, Apotheken, Krankenkassen, Krankenversicherungen, Tiermediziner, Desinfektionen, ansteckende Krankheiten bei Menschen und Tieren, Epidemien, krankheitsbedingte Schließung von Schulen, Leichentransport, aus den Jahren 1816–1944, 79 AE.

Sozialfürsorge, Anstalten der Sozialfürsorge, Hilfe und Betreuung von Kindern und kinderreichen Familien, Kriegsversehrte, Entschädigungen, Kranken- und Unfallversicherung, Arbeitslose, Renten, aus den Jahren 1824–1944, 31 AE.

Presse, Bibliotheken, Herausgabe von Zeitschriften, Beschlagnahme von Drucken, Auftragsvergabe von Büchern und Zeitungen, Archivalien, aus den Jahren 1901–1943, 13 AE.

Schulwesen, Gesetze, Verordnungen und Vorschriften, Schuldeputation, Schulverbände, Berufs- und Privatschulen, Schulinspektion, Schulkontrollen, Pausen, Bibliotheken, Unterhaltung der Schulen, Lehrer, Volksschulen in einzelnen Ortschaften, aus den Jahren 1818–1944, 290 AE.

Kirchen, Reparaturen und Unterhaltung von Kirchen und zugehörigen Gebäuden in einzelnen Ortschaften, Friedhöfe, Kirchenland, Judengemeinden, aus den Jahren 1825–1944, 24 AE.

Statistik, Volkszählungen, Viehsteuer, Verzeichnisse ausgeübter Berufe, Fischfang, Handwerksstatistik, trigonometrische Vermessungen, Brandstatistik, aus den Jahren 1872–1943, 29 AE.

Brandschutz, Feuerwehr, Löschgerät, Feuerversicherungen, Organisation der Freiwilligen Feuerwehr, aus den Jahren 1886–1938, 8 AE.

Militaria, Kriegslasten, Veteranenverbände und -vereinigungen, die Gendarmerie und ihre Bewaffnung, Beseitigung von Bombenschäden, Luftschutz, Beschlagnahmen, Einquartierungen, Freistellungen von der Armee, französische Kriegsgefangene, aus den Jahren 1816–1945, 57 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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24

0117 Landratsamt Stolp (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Słupsku)

1810–1936; 317 AE, 10,35 lfm.

Die Akten des Landratsamts Stolp wurden schrittweise an das Archiv in Stettin abgegeben: 1876 (2 AE), 1900 (3 AE), 1922 (10 AE), 1934 sowie 1938 (5 Säcke). Diese Materialien wurden 1944 nach Tütz ausgelagert, von wo sie in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre nach Stettin zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Reichstagswahlen, Grenzschutz und Grenzverkehr, Vorkommnisse und Streitigkeiten um Grenzpfähle, Verordnungen gegen die „polnische Gefahr“, aus den Jahren 1864–1934, 6 AE.

Kommunalwirtschaft, Verbesserung der Wohnsituation, Elektrifizierung, Arbeiterkolonien, Wohnungen für Obdachlose, Änderungen von Ortsnamen, Ausweisung eines Schutzgebiets bei Leba, Denkmal Kaiser Wilhelms I. in Stolp, aus den Jahren 1879–1934, 13 AE.

Gerichtswesen, Verordnungen, Organisation der Gerichte, Lokaltermine, aus den Jahren 1877–1933, 9 AE.

Polizei und Sicherheit, Verordnungen und Vorschriften, Aufsicht über politische und religiöse Vereinigungen und Organisationen, Streiks, Bürger fremder Staaten, Kriegsgefangene, ausländische Saisonarbeiter, Verfolgung von Verbrechern, Staatsbürgerschaftsfragen, Auswanderung aus Deutschland, Zensur, Herausgabe von Zeitschriften, katholische Dissidenten, Landarbeiterstreiks, Naturkatastrophen, aus den Jahren 1810–1935, 72 AE.

Finanzen, Verwaltung und Revision der Kreiskasse, Darlehns- und Sparkasse, Einlagen, Kreditverein, aus den Jahren 1859–1933, 9 AE.

Bauwesen, Bau eines Fischerhafens in Rowe sowie von Häfen in Leba und Stolpmünde, aus den Jahren 1857–1929, 4 AE.

Handel, Lebensmittelaustausch, Märkte und Jahrmärkte, Milchhandel, aus den Jahren 1901–1929, 4 AE.

Industrie, Handwerk, Pacht für Bernsteinsammler, Verdienst von Tagelöhnern, Industriebetriebe, Papierfabrik, Handwerkskammer, Berufsverbände, Zünfte: Schmiede und Wagner, aus den Jahren 1845–1935, 15 AE.

Landwirtschaft, Zucht, Verordnungen, ländliche Industrie, Ziegen-, Rinder- und Pferdezucht, Futter, Verkauf von Zuchttieren, Brotgetreide, Gemüseanbau, aus den Jahren 1825–1933, 40 AE.

Forstwesen, Aufsicht über die Wälder, Pacht von Jagdgründen, Wildschäden, aus den Jahren 1918–1931, 5 AE.

Fischfang, Lage der Fischer, Fischfang auf dem Leba-See, Versicherung von Booten und Netzen, Küsten- und Hochseefischfang, aus den Jahren 1872–1933, 16 AE.

Kommunikation, Verordnungen und Vorschriften, Binnen- und Hochseetransport, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Chausseen, Eisenbahnlinien und Brücken, Eisenbahntarife, aus den Jahren 1817–1933, 22 AE.

Medizin, Tiermedizin, Sanitäraufsicht, Epidemien, Apotheken, Ärzte, gesundheitlicher Zustand der Bevölkerung in einzelnen Ortschaften, Tiermediziner, Schlachthof, Fleischbeschau, aus den Jahren 1824–1936, 51 AE.

Schulwesen, Verordnungen und Vorschriften, Handels-, Industrie- und Gartenbauschulen, Hilfskasse, Konzessionen für Hauslehrer, schulische Fortbildungskurse, Navigationsschule in Stolpmünde, aus den Jahren 1810–1935, 29 AE.

Militaria, Kavallerie, Bau von Ställen für militärische Zwecke, Kriegsgefangene und ihre Nutzung bei Landarbeiten, Rekruten, aus den Jahren 1824–1832, 22 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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25

0116 Landratsamt Saatzig (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Stargardzie Szczecińskim)

1717–1932; 741 AE, 14,5 lfm.

Die Akten des Landratsamts Stargard (mit Sitz in Saatzig) gelangten in drei Erwerbungen an das Stettiner Archiv, zunächst 1929 (1 Sack), dann 1935 (1 Kiste) und 1938–1939 (20 Säcke). 1944 wurde der Bestand nach Tütz ausgelagert, von wo aus er in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in das Archiv zurückkehrte.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Huldigung der Stände unter Friedrich Wilhelm IV., königliche Reisen, Lehnsfragen, Wahl preußischer Abgeordneter in das deutsche Parlament (1848) sowie in den preußischen Landtag, aus den Jahren 1763–1920, 11 AE.

Selbstverwaltung, Kommunalwirtschaft, Verordnungen und Vorschriften, Kreismedizinalkommission, Kanalisation in Stargard, Nachlaß von Verstorbenen und Schenkungen, staatliche Auszeichnungen, Nachtwächter, Siegel und Wappen, kommunale Angelegenheiten in einzelnen Ortschaften, Gemeindevorsteher und Schöffen, Beamte, Grenzveränderungen und Gebietsaustausch zwischen einzelnen Kreisen, Kreistagswahlen, Rittergutsmatrikel, Bezirksverwaltung, aus den Jahren 1799–1932, 161 AE.

Polizei, Preußischer Beamtenbund, Polizeiorganisationen, Aufsicht über Eisenbahnen, Straßen und Flüsse, Bevölkerungsbewegung, Transport von Verbrechern, Sozialisten und Anarchisten, Ausländeraufsicht, Zensur, aus den Jahren 1816–1931, 28 AE.

Finanzen, Stadtkassen, Kreiskasse, Verwaltung, aus den Jahren 1811–1910, 4 AE.

Industrie, Handwerk und Handel, Verordnungen, Gasbeleuchtung, Konzessionen, Schenken und Gasthäuser, Kreishandwerkerprüfungskommission, Kleinhandel, aus den Jahren 1792–1903, 9 AE.

Landwirtschaft, Hufenverzeichnis im Kreis, Regulierung des Landbesitzes, Verteilung von Lasten und Grundsteuern auf die parzellierten Grundstücke in einzelnen Ortschaften, Beseitigung zusätzlicher Reallasten, Feuerholz, Viehzucht, Hagel, Siedlungswesen, Landwirtschaftskammer, aus den Jahren 1717–1926, 230 AE.

Jagd, Fischfang, Jagdabgaben, Fischfangvorschriften, aus den Jahren 1784–1904, 3 AE.

Kommunikation, Bau und Reparatur von Wegen sowie Eisenbahnlinien, Baufonds, Fährstellen, Erwerb von Gelände für den Bau von Wegen und Eisenbahnlinien, Brücke über die Ihna, Schiffahrt auf der Ihna, Post, aus den Jahren 1754–1927, 65 AE.

Medizin, Hebammenwesen, Krankheitsbekämpfung, Cholera, Typhus, Medizinalverwaltung, aus den Jahren 1796–1913, 7 AE.

Sozialfürsorge, Hilfe für Arme, Jugend, Kriegsversehrte, Veteranen, Witwen, ausgesetzte Kinder, Unterstützungen für Beamten- und Offizierswitwen, Erziehungsanstalten, Stiftungen, aus den Jahren 1776–1925, 17 AE.

Schulwesen, Töchterpensionen, Bau und Reparatur von Schulen, Abgaben für ihre Instandhaltung, Lehrer und ihre Entlohnung, Versicherungen, Unterstützungskassen für Waisen und Witwen verstorbener Lehrer, aus den Jahren 1760–1922, 12 AE.

Kirche, Bau und Reparatur von Kirchen und Kirchengebäuden in verschiedenen Ortschaften, Friedhöfe, Pacht von Kirchenland, die katholische Kirche in Stargard, aus den Jahren 1811–1922, 81 AE.

Statistik, Industrie-, Handwerks-, Landwirtschafts-, Schul- und Kirchenstatistik, Schiffsbewegung auf deutschen Wasserwegen, aus den Jahren 1811–1927, 7 AE.

Brandschutz, Verordnungen, Wiederaufbau niedergebrannter Häuser, Feuerwehr, Schornsteinfeger, aus den Jahren 1814–1928, 5 AE.

Meliorationen und Hochwasser, Regulierung von Flüssen und Kanälen sowie Uferbefestigung in verschiedenen Ortschaften, Säuberung von Flußbetten, Absteckung von Meliorationsgräben, Entwässerung von Torfmooren, Anlage von Mühlen und Bau von Wehren, Hagel, aus den Jahren 1808–1925, 101 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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26

0107 Landratsamt Randow (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Szczecinie)

1702–1939; 1770 AE, 44,1 lfm.

Die Akten des Stettiner Landratsamts gelangten in vier Partien an das Archiv: zunächst 1889, dann 1929 (52 AE), 1937 (31 AE) und schließlich 1940. Im Juni 1944 wurden die Archivalien dieses Bestandes nach Tütz gebracht. Nach 1945 wurden sie von polnischen Archivaren übernommen (2096 AE) und nach Stettin geschickt. 1970 wurden bei Ordnungsarbeiten 345 AE ausgesondert, die keinerlei historische Bedeutung besaßen.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Verordnungen und Vorschriften, französisch-preußische Beziehungen, Reichstags- und Landtagswahlen, Hofangelegenheiten, Reisen von Mitgliedern der königlichen Familie sowie höherer Beamter, staatliche Feiertage, Auszeichnungen, Nationalfarben, Erinnerungsmünzen, finanzielle Hilfe für die östlichen Staatsgebiete, aus den Jahren 1705–1939, 127 AE.

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Organisation der Kreis-, Patrimonial- und Bezirksgerichte, Gerichtspersonal, Petitionen an den Provinziallandtag und an die Kommunalparlamente, Kreistagswahlen, Sitzungen der Kreisdeputierten, Wahlen und Tätigkeit der Landräte, Beamte auf Kreisebene, Dienstanweisungen, Aufsicht über die Gemeinden, Registratur, Unterstützung für Beamtenwitwen, Regulierung kommunaler Lasten, Straßen- und Wegereinigung, Bau von Brunnen und Wasserleitungen, Wohnungsangelegenheiten, Instandhaltung der Stadtmauern, Hausnumerierung, Organisation der Gemeinden und Wahl der Gemeindeabgeordneten, Gemeindevorsteher, aus den Jahren 1721–1937, 200 AE.

Polizei, Sicherheit, Organisation der Polizeibezirke, Staatsbürgerschaft, Paßfragen, Visa, Staatsangehörigkeitsdokumente, Auswanderung aus Deutschland, Saisonarbeiter (darunter auch polnische), Ausländeraufsicht, Spionage, Streiks, Anarchisten, polnische Aufständische von 1831, politische Parteien: Sozialdemokraten und Kommunisten, gesellschaftliche Organisationen, Inkraftsetzung der Verordnung über die Parteien (vom 28. Februar 1933), Arbeiter- und Soldatenräte, Veteranenvereinigungen, Unruhen im „Völkerfrühling“ (1848), Sammlung von Mitteln zum Bau einer Kriegsflotte, Sportvereine, berufsständische Organisationen, Festnahmen, aus den Jahren 1813–1937, 235 AE.

Medizin, Veterinärmedizin, Patente und Verordnungen, Epidemien u. a. von Cholera und Pocken, Viehseuchen, Ärzte, Verzeichnisse des medizinischen Personals, Tiermediziner, Organisation der Krankenhäuser, Augenklinik, Taubstummenanstalten, Hebammenschule, Apotheken, aus den Jahren 1772–1935, 63 AE.

Sozialfürsorge, Stiftungen, Gesellschaft zur Schülerhilfe, Beihilfen, Witwen-, Waisen- und Armenfürsorge, verwahrloste Kinder, Kreisinspektion des Roten Kreuzes, aus den Jahren 1793–1939, 16 AE.

Presse, Bibliotheken, Kultur, Organisation des Kreisarchivs, Sammlung und Sicherstellung von Dokumenten, Briefen und Tagebüchern aus dem Ersten Weltkrieg, Volkslieder, Denkmalsbau, Erhaltung von Kunstdenkmälern, Natur- und Kulturdenkmäler, archäologische Denkmäler, Naturschutzgebiete, aus den Jahren 1763–1939, 17 AE.

Schulwesen, Schulstatistik, Schulbau, Organisation von Bibliotheken, Kirchen- und Privatschulen, Schulräte, Hilfskassen für die Familien verstorbener Lehrer, Sonder- und Berufsschulwesen, Lehrer, Schulen in einzelnen Ortschaften, aus den Jahren 1767–1939, 67 AE.

Kirche, Bau und Reparatur von Kirchen sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäuden im Besitz der Kirche, Feuerversicherung von kirchlichen Gebäuden, Friedhöfe, Pacht von Kirchenland, Gemeinderäte, Kirchen in einzelnen Ortschaften, Baptistengemeinde, aus den Jahren 1721–1937, 53 AE.

Juden, Gründung von Bekenntnisgemeinden durch die im Kreis lebende jüdische Bevölkerung, Haushaltspläne der Judengemeinden, Ansiedlung ausländischer Juden, Schulwesen, aus den Jahren 1816–1927, 12 AE.

Verkehr, Post, Telegraph, Verordnungen und Vorschriften, Verkehrspolizei, Wegeverwaltung, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Wegen, Straßen, Normal- und Schmalspurbahnen sowie Brücken, Bepflanzung der Straßenränder mit Bäumen, Landkauf für geplante neue Straßen, Dämme, Eisenbahnverwaltung, Einrichtung von Post- und Telegraphenämtern, aus den Jahren 1797–1939, 190 AE.

Hochsee- und Küstenschiffahrt, Wasserpolizei, Binnenschiffahrt, Beamte, Steuermänner, Kennzeichnung von Wasserwegen, Hochsee-, Küsten- und Binnenschiffe, Motorboote, Rettungsgerät, aus den Jahren 1814–1939, 16 AE.

Bauwesen, Bauvorschriften, Erteilungen der Bauerlaubnis, Konzessionen, Bau von Brennereien, Brauereien und Mühlen in verschiedenen Orten sowie von Ölmühlen, aus den Jahren 1798–1938, 63 AE.

Industrie und Handwerk, Einrichtung einer Handwerkskammer, rechtliche Vorschriften, Handwerksstatistik, Handwerkergerichte und -räte, Zünfte: Bäcker, Fischer und Fleischer, Meisterprüfungen, Einrichtung von Schmieden, Beschäftigung Minderjähriger, Einstellung und Entlassung von Arbeitern, Hilfskassen, Gesellenausbildung, Manufakturen, Kalköfen, Fabrikgründung und -verzeichnisse, Mühlen, Nutzung, aus den Jahren 1797–1939, 78 AE.

Handel, Woll-, Vieh- und Salzhandel, Märkte, Jahrmärkte, Einrichtung von Schenken, aus den Jahren 1811–1880, 12 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Pommersche Landwirtschaftskammer, Lehns-, Ritter- und Rentengüter, Domänenverwaltungen, Adelsverzeichnisse, Aufstellungen von Adelsgütern, Hofverzeichnisse, Landgemeinden, Gemeindevorsteher, Nachtwächter, Weiden und Wiesen, Regulierung von Land und Abgaben in einzelnen Dörfern, Parzellierungen und Grundteilungen, Pachten, Siedlungswesen, Ackerbaukultur, Gemüsebau, Maulbeerbäume, Schaf-, Ziegen-, Vieh- und Schweinezucht, Pelztierfarmen, Tabakanbau, aus den Jahren 1702–1939, 359 AE.

Meliorationen, Hochwasser, Vorschriften und Verordnungen, Hochwasserschäden, Regulierung, Befestigung und Säuberung von Flüssen (Oder, Plone, Randow) und Entwässerungsgräben, Wassermühlen, Meliorationen, aus den Jahren 1772–1936, 78 AE.

Forstwesen, Jagd, Vorschriften und Verordnungen, Forstverwaltung, Jagdverträge und -pachten sowie ihre Revision, aus den Jahren 1731–1927, 9 AE.

Fischfang, Verordnungen, Fischer, Fanggröße, aus den Jahren 1872–1932, 4 AE.

Brandschutz, Brandschutzverordnungen und -vorschriften, Freiwillige Feuerwehr, Feuerstatistik, Feuerversicherungen, aus den Jahren 1753–1939, 37 AE.

Statistik, Bevölkerungsverzeichnisse, Kreisstatistik, Tabellen der Geburten und Sterbefälle, Namensänderung, Landvermessung, aus den Jahren 1815–1938, 17 AE.

Finanzen, Kommunalfonds, Steuerlisten, Streitigkeiten, Steuereinnehmer, Bürgersteuern, Grund- und Gebäudeabgaben, aus den Jahren 1805–1938, 16 AE.

Militaria, französische Besatzung, von den Franzosen auferlegte Kontributionen und Lasten, Kriegsschulden aus den Napoleonischen Kriegen und ihre Beseitigung, während des Ersten Weltkriegs erlassene Polizeiverordnungen, Organisation der Gendarmerie, Demobilisierung, Kriegsversehrtenfürsorge, Kriegsgefangene, Quartiere, aus den Jahren 1806–1929, 83 AE.

Varia, Fischfang, politische Parteien, Bauerlaubnis, Jagdwesen, Wahlen zu den jüdischen Gemeindevertretungen, Brunnen, Wälder, Armeeangelegenheiten, aus den Jahren 1816–1938, 18 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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27

0114 Landratsamt Schivelbein (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Świdwinie)

1795–1932; 209 AE, 4,68 lfm.

Das Landratsamt Schivelbein überwies seine Akten in drei Partien an das Stettiner Archiv. Die erste erfolgte 1875 (51 AE), weitere 1892 (14 AE) sowie 1932–1933. 1944 wurde der Bestand nach Tütz gebracht, wo er teilweise zerstört wurde. Die erhaltenen Akten kehrten nach 1945 in das Archiv in Stettin zurück.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Wahlen zum Reichspräsidenten sowie zum Reichstag und dem Provinziallandtag, aus den Jahren 1844–1932, 8 AE.

Selbstverwaltung, Städteordnung, Wahlen zum Provinzialverband, Ratsherren und Stadtverordnete, organisatorische Änderungen im Kreis, Beamte und ihre Ernennung, Registratur, Bürgermeisterwahlen in Schivelbein, Auszeichnungen, aus den Jahren 1844–1932, 36 AE.

Polizei und Sicherheit, Organisation des Selbstschutzes, Republikverteidigung, Aufsicht über politische Parteien und gesellschaftliche Organisationen, Vereine der Veteranen, Landarbeiterstreiks, politische Verbrecher, Zensur, Kriminalfälle, Auswanderung aus Deutschland, Zuwanderung von Ansiedlern von außen, Einbürgerung, Änderung der Staatsbürgerschaft, Schützenbruderschaft in Schivelbein, Dienstaufsicht, aus den Jahren 1811–1932, 52 AE.

Finanzen, Verschuldung des Kreises, Kreiskasse, aus den Jahren 1831–1909, 3 AE.

Industrie und Handwerk, Handwerksstatistik, Dorfschmieden, Ziegeleien, Mühlen, Kraftwerke, Installation von Dampfkesseln, Reorganisation der Zünfte, Handwerkskammer, aus den Jahren 1795–1932, 11 AE.

Meliorationen, Regulierung der Rega, Nutzung von Torfmooren, Meliorationsfonds, aus den Jahren 1909–1926, 7 AE.

Kommunikation und Post, Aufsicht über die Chausseen, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Wegen, Straßen, Eisenbahnlinien und Brücken, Verkehrspolizei, Entschädigungen für wegen Straßenbauten enteignetes Land, Post, Briefträger, Einrichtung von Telegraphen, aus den Jahren 1847–1932, 17 AE.

Medizin, Krankenkassen, geschlossene Heilanstalten, Apotheken, Hebammenwesen, aus den Jahren 1836–1932, 7 AE.

Stiftungen der kaiserlichen Familie, aus den Jahren 1851–1931, 2 AE.

Presse, Bibliotheken, Zeitungen, Druckereien, Einrichtung von Bibliotheken, aus den Jahren 1852–1920, 1 AE.

Schulwesen, Schulgesetze, aus den Jahren 1905–1920, 1 AE.

Kirche, Verordnungen und Vorschriften, Kirchenvisitationen, Instandhaltung von Begräbnisstätten gestorbener Kriegsgefangener, aus den Jahren 1872–1932, 3 AE.

Juden, Bevölkerungsverzeichnisse, Streitigkeiten, religiöse Angelegenheiten, aus den Jahren 1860–1916, 2 AE.

Statistik, statistische Tabellen, Schulstatistik, Steuerlisten, aus den Jahren 1856–1906, 5 AE.

Militaria, militärische Auszeichnungen, Kriegsschulden, Denkmäler, Bewaffnung, Kasernen in Schivelbein, Lager, Quartiere, Deserteure, Landvermessungen, aus den Jahren 1812–1906, 26 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Grenzregulierung und Parzellierungen in einzelnen Ortschaften, Adelsverzeichnisse (Vasallentabellen), Matrikel, Zahl der Hufen im Kreis, Weiterbildung von Landwirten, Dorfschulwesen in Schivelbein, Streitigkeiten um Wälder, landwirtschaftliche Ausstellungen, Gerichtswesen, aus den Jahren 1807–1932, 28 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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28

0118 Landratsamt Swinemünde (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Świnoujściu)

1730–1932; 349 AE, 9,84 lfm.

Die Akten des Landratsamts Swinemünde kamen in drei Erwerbungen an das Archiv in Stettin: 1881 (69 AE), 1882 und 1939 (über 308 AE). Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand nach Tütz ausgelagert, wo unter ungeklärten Umständen rund 60 % verschwanden. Der erhaltene Teil des Bestands wurde nach 1945 nach Stettin zurückgebracht.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Wahlen zum Parlament des Norddeutschen Bunds und zu den Landtagen, Anwesenheit des deutschen Kaisers und des russischen Zaren im Hafen von Swinemünde (1907), aus den Jahren 1836–1919, 4 AE.

Staats- und Selbstverwaltung, Verordnungen und Vorschriften, Wahlen und Bestätigungen der Landräte, Kreistierarzt, Kreisverwaltung, Stadt Swinemünde, Seebad Misdroy, Dünen, Land- und Stadtgemeinden, Beamte, aus den Jahren 1763–1928, 22 AE.

Polizei und Sicherheit, Gesetze, Verordnungen und Vorschriften, Polizeiorganisation, Ausländerkontrolle, Altlutheraner, Aufsicht über Fremdarbeiter (darunter auch Polen), Kontrolle von Wirtshäusern und Schenken, Aufsicht über politische Organisationen (Sozialdemokraten), gesellschaftliche und wirtschaftliche Organisationen (Hafenarbeiter), Streiks, Sanitärkontrolle, Republikschutz, Veteranenvereinigungen in einzelnen Ortschaften, Vereine zur Unterstützung des Flottenbaus, Sammlungen von Briefen und Andenken aus dem Ersten Weltkrieg, Zensur, Zeitungen, Zeitschriften, Pässe, Verleihungen der Staatsbürgerschaft, Lotterien, Glücksspiele, Aufsicht über den Handel, Preiskontrolle, tödliche Unfälle, Herumtreiber, aus den Jahren 1730–1925, 182 AE.

Finanzen, die Kommunalkasse und ihre Rechnungen, Witwenfonds, Kommunalsteuern, aus den Jahren 1776–1925, 12 AE.

Bauwesen, Hafenbau, Kanäle, Katastrophen auf hoher See, Bauerlaubnis, Ausbau von Misdroy, Instandhaltung von Stadtmauern und -toren, Brunnen, Reitbahn, aus den Jahren 1737–1925, 8 AE.

Industrie und Handwerk, Bergverwaltung, Einrichtung von Fabriken und ihre Ausrüstung mit Dampfkesseln, Nutzung der vom Meer angeschwemmten Steine und Muscheln, Zünfte, Gründung einer Gesellschaft der Seidenraupenzüchter, aus den Jahren 1852–1924, 8 AE.

Landwirtschaft, Regulierungen und Separationen, Ernten, Meliorationen, Vereinigung der Kleinbauern, Pferdezucht, Organisation der Viehzüchter, ornithologische Gesellschaft, Naturschutz, aus den Jahren 1816–1929, 13 AE.

Forstwesen, Jagd, Fischfang, Erschließung der Wälder, Waldarbeiter, Bepflanzung der Straßenränder und Friedhöfe mit Bäumen, Wolfsjagd, Vogelschutz, Einschränkung des Heringsfangs, Salzen von Heringen und Dorschen, aus den Jahren 1764–1925, 12 AE.

Kommunikation, Straßenpolizei, Zustand der Straßen, Schwerlastverkehr, Bau und Reparatur von Straßen, Wegen, Brücken und Eisenbahnlinien, Vertiefungsarbeiten, Reinigung der Strände, Postpferde, Postverbindung Swinemünde–Wolgast, aus den Jahren 1803–1928, 25 AE.

Sozialfürsorge und Stiftungen, Armenfonds, Einrichtung von Stiftungen, Versicherungen, aus den Jahren 1844–1890, 4 AE.

Schulwesen, Schulfragen in einzelnen Ortschaften, Bau und Renovierung von Schulen, Lehrer, aus den Jahren 1816–1932, 19 AE.

Kirche, kirchliche Stiftungen, Landstreitigkeiten und -einkünfte, religiöse Gesellschaften, katholische Kirche, aus den Jahren 1841–1929, 10 AE.

Statistik, Ortschaftsverzeichnisse, Entfernungen zwischen einzelnen Orten, Kreis-topographie, Bevölkerungszahl, Schul- und Kirchenstatistik, Verkehr auf den Binnengewässern, Informationen über die Nutzung des Landes, aus den Jahren 1841–1929, 12 AE.

Militaria, Verproviantierung der Armee bei Durchmärschen, Hilfe für Kriegsveteranen, Betreuung der Familien gefallener Soldaten, Invalidenunterstützung, Landwehrübungen, Lager, Mobilmachungen, Kriegslasten, aus den Jahren 1806–1913, 18 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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29

1334 Landratsamt Ueckermünde (Rep. 66, Starostwo Powiatowe w Ueckermünde)

1846–1925; 16 AE, 0,2 lfm.

Die Akten des Landratsamts Ueckermünde kamen wahrscheinlich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in das Stettiner Archiv. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 66 Landratsamt Ueckermünde, aus den Jahren 1810–1945, 11 lfm.

Inhalt

Störungen der öffentlichen Ordnung, Tumulte, Separationen und Parzellierungen von Bauernhöfen in Ziegenort, aus den Jahren 1846–1925, 16 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

RG

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35

0124 Kreisbauamt Rummelsburg (Rep. 67, Powiatowy Urząd Budowlany w Miastku)

1905–1940; 34 AE, 0,45 lfm.

Die Umstände der Aktenübernahme durch das Stettiner Archiv und ihr Zeitpunkt sind nicht bekannt.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Vorschriften, Beschäftigung von Beamten, Büromaterial, technische Einrichtungen, aus den Jahren 1920–1934, 4 AE.

Bauaufsicht, Pommersche Straßenbau-Gesellschaft, Bau, Instandhaltung und Verzeichnisse von Straßen im Kreis, Landschaftsveränderungen durch Straßenbau, öffentliche Gebäude, Industrie-, Wirtschafts- und Wohngebäude, Pacht von Land und Wäldern, Eisenbahn von Pollnow nach Zollbrück, aus den Jahren 1905–1940, 30 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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37

0047 Domänenrentamt Belgard (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Białogardzie)

1805–1857; 22 AE, 0,6 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Dokumente zu einzelnen Domänendörfern, aus den Jahren 1821–1851, 12 AE.

Pachten, Verkauf und Pacht einzelner Parzellen, Höfe und Güter im Bereich der Domänenverwaltung, aus den Jahren 1805–1853, 6 AE.

Kommunikation, Instandhaltung und Reparatur von Wegen und Brücken, aus den Jahren 1827–1857, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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38

0048 Domänenrentamt Baldenburg (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Białym Borze)

1692–1895; 329 AE, 3,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Privilegien, Edikte und Verordnungen, strittige Fragen, aus den Jahren 1692–1828, 12 AE.

Kirche, Mennoniten, Pfarrgebäude, Schulen, Kirchen, aus den Jahren 1801–1824, 2 AE.

Wirtschaft, Bodenklassifikation, Privatwälder, Obstbaumschule, Sozialfürsorge, Verzeichnis des nicht steuerpflichtigen Landes, Schmiede, Maße und Gewichte, Pechsiedereien, aus den Jahren 1772–1873, 15 AE.

Hypothek, Eigentumsregulierung, Einträge in das Hypothekenbuch in alphabetischer Ordnung nach dem Ortsnamen und der Nummer der Parzelle, Grenz- und Eigentumsstreitigkeiten, aus den Jahren 1777–1895, 300 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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39

0049 Domänenrentamt Marienwalde (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Bierzwniku)

1771–1916; 79 AE, 1,2 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Vorschriften, Kreisordnung (1872), Statistik, Steuern, aus den Jahren 1807–1911, 4 AE.

Fischfang, verschiedene Fragen betr. den Fischfang, aus den Jahren 1805–1909, 1 AE.

Finanzen, Verzeichnisse, Eintreibung von Steuern und Renten, Verkauf besteuerter Parzellen, aus den Jahren 1827–1896, 5 AE.

Grenzstreitigkeiten, aus den Jahren 1826–1912, 1 AE.

Siedlungswesen, Anlage neuer Höfe und Siedlungen, aus den Jahren 1840–1906, 1 AE.

Industrie, Baupläne, aus den Jahren 1847–1912, 1 AE.

Kirche und Schulwesen, Zuständigkeit der Geistlichkeit, Bau, Instandhaltung und Reparaturen von Kirchen und Schulen, Recht der Kirche zur Beteiligung an der Aufteilung des Gemeineigentums, Auseinandersetzungen um die Plätze in der Kirche, Aufhebung des Beichtgelds, Belastungen zugunsten der Schulen, aus den Jahren 1814–1877, 14 AE.

Varia, nach Ortsnamen geordnet, Aufhebung von Lasten, Grenzregulierungen und Separationen, Verleihung und Änderung von Eigentum, Kommunalwirtschaft, Besetzung der Dorfgerichte, Bau einer Orgel in der Kirche von Regenthin, Hilfe für die Kirche und die Schulen, Streitfragen, aus den Jahren 1771–1916, 52 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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40

0050 Domänenrentamt Bublitz (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Bobolicach)

1726–1849; 21 AE, 0,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Haushaltspläne, Registratur, Kaufverträge, aus den Jahren 1726–1727, 1791, 2 AE.

Dokumente über einzelne Dörfer des Amts, aus den Jahren 1788–1849, 19 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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41

0051 Domänenrentamt Brüsewitz (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Brudzewicach)

1670–1873; 89 AE, 0,6 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Eigentumsfragen, Teilung und Tausch von Höfen und Parzellen, Mühlenpacht, Streitfragen, Instandhaltung von Wegen und Brücken, Spanndienste für die Armee, Schenken, Sozialfürsorge, polizeiliche Aufsicht, Brandschutz, Bau und Reparatur von Schul- und Kirchengebäuden, aus den Jahren 1670–1873, 89 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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42

0052 Domänenrentamt Bütow (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Bytowie)

1708–1913; 179 AE, 1,95 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Kontrolle der Domäne in Bütow, Prozeßfragen, Regulierung von Eigentumsverhältnissen und Abgaben, Aufhebung des Weiderechts, Bau, Instandhaltung und Reparatur von Vorwerken, Wirtschaftsgebäude, Brücken, die Burg in Bütow, Burggerichtsbarkeit, Deputate an Bauholz, Versorgung der Domänenverwaltung mit Büromaterial, Aufhebung von Burgdiensten, Adelsgüter und -dörfer, kaschubische Bevölkerung, Schulzenhöfe, Grenzziehung, Absteckung von Wegen, Verkauf und Trennung von Land, Bauernhöfen sowie Wirtschaftsgebäuden, Besitzwechsel, Parzellierungen, Schenken, Mühlenkauf, ihr Bau und ihre Tätigkeit, Papiermühle und Sägewerk in Groß Tuchen, Fischfang, Umwandlung der Natural- in eine Geldrente, Sägewerk und Ölmühle in Morgenstern, Aufgabe des Weiderechts in den Wäldern der Oberförsterei Borntuchen, aus den Jahren 1708–1913, 179 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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43

0053 Domänenrentamt Tempelburg (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Czaplinku)

[1186–1644] 1672–1908; 95 AE, 1,23 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Urkunden und Privilegien, Vorschriften, Parzellierungen und Gründung neuer Siedlungen, Statistik, Amts- und Büroaufgaben des Personals, Versorgung des Amts mit Büromaterial, Grenzstreitigkeiten, Post, aus den Jahren [1186–1644] 1828–1900, 11 AE.

Finanzen, Kassenangelegenheiten, Berichte, Rechnungen, Postgebühren, Auflösung von Servituten, Verkauf und Pacht von Parzellen, Seen sowie Schilfsammlung, aus den Jahren 1837–1905, 29 AE.

Forstwesen und Fischfang, Holzverkauf, Bewertung und Pacht von Wäldern, Vorschriften über den Fischfang, Fischschutz, Ermittlungen und Strafen wegen Wilderei, Verkauf des Sees Groß Liepen, aus den Jahren 1838–1908, 9 AE.

Brücken, Verzeichnis, Bau und Instandhaltung von Brücken, Senkung des Wasserstands im Dratzig-See und Verkauf des dadurch gewonnenen Lands, aus den Jahren 1762–1903, 5 AE.

Rechtsprechung, Ermittlungen in Angelegenheiten des Fischfangs, aus dem Jahre 1844, 1 AE.

Varia, nach Ortsnamen geordnet, Domänenberichte, Verkauf und Parzellierung von Land, Kommunalwirtschaft in den Dörfern, Sozialfürsorge, polizeiliche Aufsicht, Brückenreparatur, Prozeßfragen, Aufhebung von Domänenabgaben, Finanzfragen, aus den Jahren 1672–1901, 40 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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44

0054 Domänenrentamt Rügenwalde (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Darłowie)

1692–1884; 296 AE, 6,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden 1940 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Übernahme der Amtsverwaltung durch die Pächter, allgemeine und polizeiliche Vorschriften, Aufhebung der Grundlasten (1850), polizeiliche Aufsicht, Statistik, Bildung neuer Siedlungen, aus den Jahren 1692–1873, 12 AE.

Kommunikation, Bau und Instandhaltung von Wegen, Dämmen und Brücken, aus den Jahren 1817–1873, 8 AE.

Wasserwirtschaft, Säuberung der Gräben, Beobachtung des Wasserstands in den Flüssen, aus den Jahren 1814–1874, 3 AE.

Holzdeputat, Verzeichnisse und Abtransport von Brennholz, aus den Jahren 1810–1844, 3 AE.

Bauwesen, Reparatur und Bau von Mühlen, Wirtschaftsgebäuden in den Vorwerken, Wohnhäusern, aus den Jahren 1806–1847, 7 AE.

Finanzen, Vorschriften, Pachten, Rechnungsberichte über die Pachten, Revision der Domänenkasse, Grundstücksverkauf, Prozesse und finanzielle Streitigkeiten, Schätzung von Land und Gehöften, Reduzierung der Grundlasten (1850), Domänenbudget, aus den Jahren 1806–1874, 30 AE.

Industrie, Mühlen, Streitigkeiten um die Brennerei und die Brauerei, Mühlenpacht, aus den Jahren 1817–1840, 9 AE.

Varia, nach Ortsnamen geordnet, Grenzregulierung, Absteckung von Wegen und Verkauf von Parzellen, Schulzenamt in den Dörfern, Schulzengehöfte, Pacht, Verkauf von Bauernhöfen und Vorwerken, Verleihung von Bauernhöfen zu erblichem Besitz, Natural- und Geldrenten (-abgaben), Reparatur und Bau von Wirtschafts- und Wohngebäuden, darunter auch in der Burg Rügenwalde, Schleusen, Brücken und Dämmen, Parzellierung von Vorwerken, Regulierung der Verhältnisse zwischen Bauern und Domänenverwaltung, Fischfang, Landmessungen und Grundbewertungen, Mühlen, Ölmühle, Weiderecht in den Wäldern, Aussonderung von Kassenbüchern, Einfangen herrenloser Hunde, aus den Jahren 1700–1884, 224 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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45

0055 Domänenrentamt Jacobshagen (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Dobrzanach)

1730–1887; 43 AE, 0,15 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Eigentum, Anerkennung und Veränderung von Eigentum, Verkauf von Höfen und Parzellen, Einträge in die Hypothekenbücher, Parzellierung, Aufhebung des gemeinschaftlichen Weiderechts und seine Aufteilung in Jacobshagen, Schulbau, aus den Jahren 1730–1887, 43 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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46

0056 Domänenrentamt Draheim (Rep 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Drahimiu)

[1390–] 1631–1922; 51 AE, 0,9 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Verwaltungsakten, Handelsprivileg für polnische Kaufleute (1390), Übernahme der Starostei Draheim durch den Großen Kurfürsten, Entlohnung der Beamten und der Bediensteten der Starostei, Inventar der Starostei (1672), Urkundensammlung, Aufhebung der Holzrente der Schulzen, aus den Jahren [1390] 1644–1879, 8 AE.

Pachten, Kauf und Pacht der Burgruine Draheim, Verkauf von Seen im Bezirk Draheim, aus den Jahren 1851–1922, 2 AE.

Grenzregulierung auf den Seen des Bezirks Draheim, aus den Jahren 1845–1849, 1 AE.

Fischfang, Streitigkeiten über den Fischfang in der Drage sowie im Dratzig- und Krössin-See, aus den Jahren 1631–1637, 1855–1857, 2 AE.

Varia, nach Ortsnamen geordnet, Aufteilung der Allmende, Rezesse, Verleihung der Eigentumsrechte an Bauernhöfen, Landverkauf, aus den Jahren 1637–1851, 38 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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47

0057 Domänenrentamt Körlin (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Karlinie)

1773–1874; 303 AE, 3,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt (Die Akten betreffen überwiegend Domänen in Köslin und Kasimirsburg, aber auch in Belgard)

Allgemeine Verwaltung, Verträge für die Generalpacht, Haushaltspläne, Auflösung des Amts (1874), Bediente und Gesindel, Sicherung der Gärten, aus den Jahren 1824–1874, 6 AE.

Finanzen, Aufhebung der Dominiallasten, Grund- und Gebäudesteuer, Grenzregulierung, Bau von Dorfstraßen, Verkauf von Parzellen, Besitzveränderungen, Erhebung von Abgaben (vor 1811), aus den Jahren 1850–1867, 5 AE.

Kommunikation, Instandhaltung von Wegen und Brücken, aus den Jahren 1808–1869, 4 AE.

Streitigkeiten, Klagen über als Pfand erhaltene Summen, Einreichung von Domänenrechnungen, Verzeichnis der auszusondernden Akten, aus den Jahren 1856–1874, 4 AE.

Sozialfürsorge, Witwenversorgung, Auseinandersetzung zwischen wohltätigen Organisationen, aus den Jahren 1855–1873, 2 AE.

Varia, nach Ortsnamen geordnet, Grenzstreitigkeiten, Wegebau, Verkauf und Aufteilung von Land, Bauernwirtschaften und Gehöften, Besitzwechsel, Parzellierungen, Schenke, Eigentumsakten der Höfe, Parzellierung und Verkauf von Wald, Instandhaltung von Brücken, Wegen, Dämmen und Wehren, Einrichtung neuer Bauernhöfe, Sozialfürsorge und medizinische Betreuung der Dorfbewohner, Dorfschulen, polizeiliche Ermittlungen und polizeiliche Aufsicht über Verdächtige, Dokumente zu Flurstücken in einzelnen Dörfern, aus den Jahren 1773–1874, 282 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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48

0058 Domänenrentamt Kasimirsburg (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Kazimierzu)

1745–1861; 15 AE, 0,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden in zwei Partien in den Jahren 1942–1943 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Organisation der Domäne, Generalpacht, aus den Jahren 1745–1751, 1837–1861, 2 AE.

Kommunikation, Instandhaltung von Wegen und der Brücke nach Kasimirsburg, aus den Jahren 1850–1858, 1 AE.

Varia, nach Ortsnamen geordnet, Grundstücksverkauf, Grundpacht, aus den Jahren 1805–1856, 12 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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49

0059 Domänenrentamt Kolberg (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Kołobrzegu)

1766–1852; 30 AE, 0,6 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Organisation der Domäne, Haushaltspläne, Finanzfragen, aus den Jahren 1775–1835, 2 AE.

Pachten, Anträge auf Pacht, Kosten für die Reparatur von Brunnen, Pumpen und Rohrleitungen, Absteckung von Dorfstraßen, aus den Jahren 1766–1832, 3 AE.

Varia, nach Ortschaften geordnet, Regulierung der Eigentumsverhältnisse, Rezesse über: Aufteilung der Allmende, Aufhebung der Getreideabgabe, Aufgabe von Waldprivilegien, Verkauf des Forstreviers Seefeld, Kaufvertrag für das Vorwerk Stöckow, aus den Jahren 1815–1852, 25 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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50

0060 Domänenrentamt Lauenburg (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Lęborku)

1746–1875; 90 AE, 1,4 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Statistik, Änderungen der Kreisgrenzen, Berufung der Landräte, Suche nach Deserteuren, Ernteausfälle, Hypotheken, Besetzung der Bauernstellen, kaschubische Bevölkerung, Fischfang, Besetzung der Schulzenstellen, Entschädigungen, Haushaltspläne der Domänenverwaltung, Kontrolle der Einnahmen, aus den Jahren 1777–1874, 24 AE.

Varia, nach Ortschaften geordnet, Schulzenämter, Grundansprüche, Regulierung der Eigentumsfragen, Dorfbeschreibungen, Aufteilung der Allmende und Separationen, Verkauf von Vorwerken und Parzellen, Verkauf und Reparatur von Wirtschafts-, Wohn- und Amtsgebäuden, Meliorationen, Hypotheken, aus den Jahren 1746–1875, 66 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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51

0061 Domänenrentamt Marienfließ (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Marianowie)

1653–1890; 561 AE, 3,2 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden in zwei Partien 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Varia, nach Ortschaften geordnet, Kommunalangelegenheiten der Domäne, Regulierung von Zinsen, Abgaben und anderen Gebühren, Instandhaltung von Meliorationsgräben, Grenzbeschreibung, Verkauf von Gehöften, Bau und Reparatur von Häusern und Mühlen, Güterschätzungen, polizeiliche Aufsicht, Sozialfürsorge, Schulzenämter in den Dörfern der Domäne, Akten von Voll-, Kleinbauern- und Kossätenwirtschaften, Hofinventare, aus den Jahren 1653–1890, 561 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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52

0062 Domänenrentamt Reetz (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Rzeczu)

1740–1875; 37 AE, 0,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Amtsgeschäfte, Bildung von Landgemeinden, Amtsregistratur, aus den Jahren 1845–1875, 3 AE.

Pachten, Verträge für Generalpachten, Verkauf von Land und Forsten, Fischfangpachten, aus den Jahren 1758–1869, 4 AE.

Konzessionserteilung für Schenken, aus den Jahren 1831–1873, 2 AE.

Mühlen, Mühlenzwang, Domänenmühle in Reetz, ihre Einnahmen und Ausgaben, Rechnungen, aus den Jahren 1807–1812, 8 AE.

Finanzen, Rechnungen, aus den Jahren 1806–1808, 2 AE.

Kirche, Gottesdienste der Anabaptisten, aus den Jahren 1865–1868, 1 AE.

Streitigkeiten und Pflichten, Wirtschaftsregister, Erwerb des Eigentumsrechts, Auflösung und Beseitigung von Diensten und Abgaben, Grenzstreitigkeiten, Streitigkeiten um das Weiderecht für Schafe, Privilegien für Bau- und Feuerholz, Einrichtung eines Friedhofs in Zägensdorf, Gut und Haushaltspläne der dortigen Kirche, Reparatur von Sakristei und Schule dort, aus den Jahren 1740–1875, 17 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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53

0063 Domänenrentamt Stolp (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Słupsku)

1792–1905; 86 AE, 1,95 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, statistische Berichte, Kommunalangelegenheiten des Amts, Haushaltspläne, Aussonderung von Akten, Unterteilung und Verkauf von Parzellen, u. a. für Gärten, Forstprivileg, Holzgebühren, Rechnungen der Domänenverwaltung, aus den Jahren 1792–1866, 20 AE.

Brücken und Wege, Reparatur und Instandhaltung von Wegen, Dämmen und Brücken, aus den Jahren 1832–1865, 3 AE.

Varia, geordnet nach Ortsnamen, Taxierung von Bauernhöfen, Aufteilung der Allmende, Separationen, Regulierung kommunaler Angelegenheiten, Aufbau abgebrannter Höfe und Vorwerksgebäude, Reinigung von Meliorationsgräben, Reparatur von Brücken, Prozeßfragen, Verkauf von Flurstücken und Höfen, Waldprivilegien, Festlegung der Grenze zwischen Stolp und dem Dorf Flinkow, aus den Jahren 1802–1905, 63 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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54

0064 Domänenrentamt Schmolsin (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Smołdzinie)

1637–1852; 20 AE, 0,45 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Organisation des Amts, Beschreibung der Domänengrenzen, Fischfangprivileg auf dem Leba-See, Brückenbau in Lupow, aus den Jahren 1781–1848, 5 AE.

Varia, geordnet nach Ortsnamen, Aufteilung der Allmende, Regulierung der Eigentumsfragen, Wirtschaftsgebäude, Instandhaltung von Kanälen, Schilfrohrsammlung, aus den Jahren 1637–1720, 1828–1852, 15 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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55

0065 Domänenrentamt Stepenitz (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Stepnicy)

1652–1931; 81 AE, 0,8 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Gewinnung von Bauholz, Fischfang im Stettiner Haff und in den angrenzenden Gewässern, Fischfangverbote, darunter auch für Aale, Auseinandersetzungen um den Fischfang, Fischversorgung, Fischereipachten, die Gebühren dafür, Wilderei, Schleppnetzfischerei, Steuern und Gebühren für den Fischfang, Schilfsammlung, Aufhebung von Abgaben und Grundlasten, Parzellierung von Wirtschaften, Regulierung von Eigentumsverhältnissen, Einrichtung eines jüdischen Friedhofs in Stepenitz, Revision der Haffordnung, Winterfischerei, Statistik, Instandhaltung des Schiffahrtskanals in Stepenitz und die polizeiliche Aufsicht über ihn, Gebühren zugunsten der Pfarrei Kunow, aus den Jahren 1652–1931, 81 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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56

0066 Domänenrentamt Saatzig (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Szadzku)

1732–1919; 19 AE, 0,18 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Gericht und Schulzenamt in Gräpnitzfelde, Siedlungsverträge, Verzeichnisse der Kolonisten, Landparzellierung, Bauern- und Kätnerwirtschaften, Wartung von Brücken und Meliorationsgräben, Landverkauf, aus den Jahren 1732–1919, 19 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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57

0067 Domänenrentamt Stettin (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Szczecinie)

1640–1916; 168 AE, 2,65 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden 1940 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung und Finanzen, Domänenmatrikel in Jasenitz, Stettin, Torgelow und Wollin, Ausgaben und Einnahmen der Domäne, Kopfsteuer, Kätner, Akten zu einzelnen Dörfern, aus den Jahren 1640–1784, 7 AE.

Kirche und Schulwesen, Bau und Reparatur von Schulen und Kirchen, Verordnungen, Sondereinnahmen der Marienstiftung in Stettin, aus den Jahren 1732–1740, 1833, 3 AE.

Jagd und Fischfang, Jagdwaffen, Fischfang und Einnahmen daraus, Jagdpachten durch Trawler, Wilderei, Sammlung von Flechtbinsen aus dem Dammsee, Streitfragen in Zusammenhang mit dem Fischfang, aus den Jahren 1716–1916, 22 AE.

Bauwesen, Mühlen in Altdamm und Gollnow, Baufonds der Ämter in Jasenitz und Stettin, aus den Jahren 1703–1810, 1850–1915, 2 AE.

Varia, geordnet nach Ortschaften, Organisation der Dorfgerichte, Einführung eines Reglements über die Aufhebung der Reallasten, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Gebäuden, Kirchen und Schulen, Separation des Kirchenbesitzes, Glocken in Bismarck, Boblin und Polchow sowie Glocke und Uhr in Neuenkirchen, Schulzenamt, Pacht von Vorwerken, Bauernhöfen und Kirchenland, Landstreitigkeiten, Unterhalt von Pastorenwitwen, Fischfang in Neuwarp, Einzug von Kontributionen, Aufteilung der Allmenden der Gemeinde und Domänen, Brand und Wiederaufbau der Kirche in Podejuch, Jagdprivilegien in Pölitz und Messenthin, Pfandbriefe auf Kirchenland, Forstordnung, Bauholz, Rechnungen für Holz und Futter, aus den Jahren 1716–1872, 134 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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58

0068 Domänenrentamt Neustettin (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Szczecinku)

1702–1875; 95 AE, 1,8 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Separationsrezesse, Landverkaufsverzeichnisse, aus den Jahren 1702–1863, 5 AE.

Kommunikation, Landverkauf, Bau, Instandhaltung und Reparatur von Brücken, Dämmen und Wegen, Bepflanzung der Straßenränder mit Bäumen, Reinigung von Meliorationsgräben, Mühlen, Inventar der Klosterziegeleigebäude, aus den Jahren 1825–1870, 6 AE.

Finanzen, unrechtmäßiges Weiden des Viehs in den königlichen Wäldern, Bezahlung und Entrichtung der Gebühren für die Aufhebung der Reallasten, Grundsteuern, aus den Jahren 1840–1873, 3 AE.

Bauwesen und kommunale Angelegenheiten, Hof- und Baudienste, Eidesleistungen von Beamten, Vergehen, Erbpacht der Kolonisten in Augenweide und ihre Klagen, Grundbuch Bahrenberg, Reparatur von Wegen und Brücken in der Domäne Bublitz, aus den Jahren 1824–1873, 8 AE.

Eigentum, Grundbücher, Vorwerksverkauf, Parzellen, Pacht und Verkauf von Seen, Fischfang, Erbpachten, Verleihung von Eigentum, polizeiliche Verwaltung, Instandhaltung von Kanälen und Flüssen, Entwässerung von Wiesen, Rezeß über das Recht am Wald, Brückenbau, Pacht von Kirchenland, Urkunden aus Ratzebuhr, Aufteilung der Allmende, Aufhebung der Rente, aus den Jahren 1710–1875, 73 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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59

0069 Domänenrentamt Schivelbein (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Świdwinie)

1802–1878; 78 AE, 0,75 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Dienstanweisungen, Verlauf und Aufteilung der Dienstgeschäfte, Kompetenzstreitigkeiten, Bürobedarf, Inventare, aus den Jahren 1826–1878, 4 AE.

Finanzen, statistische Berichte, Domänenvorwerke, Feuerversicherung für die Burg Schivelbein, Vorschriften über die Einziehung von Gebühren, Haushaltspläne, Domänenrechnungen, aus den Jahren 1811–1865, 18 AE.

Forstwesen, Überarbeitung von Verträgen über Waldverkauf, Baufragen der Forstverwaltung, aus den Jahren 1827, 1872, 3 AE.

Bauwesen, Kosten zur Instandhaltung von Dienstwohnungen, Bau des Gefängnisses und von Dienstwohnungen, Reinigung des Flusses Rega, aus den Jahren 1822–1824, 1868, 3 AE.

Varia, geordnet nach Ortschaften, Hofpacht, Kommunalfragen der Landgemeinden, Aufteilung der Allmende, Mühlen, Schätzung und Güte der Bodenqualität, Verkauf von Land, Wäldern, Vorwerken und Höfen, Weideprivilegien, Bau und Instandhaltung von Brücken, Grundbuch, Berichte über die Einkünfte der Ordenskommende Schivelbein, Besitzregister der Kommende, Rezesse über die Aufhebung der Frondienste, aus den Jahren 1802–1872, 50 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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60

0070 Domänenrentamt Wollin (Rep. 71, Urząd Domenalno-Rentowy w Wolinie)

1720–1912; 162 AE, 1,3 lfm.

Die Akten des Bestandes wurden gegen Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie wahrscheinlich nach Bonin oder Tütz evakuiert, von wo aus sie 1945 unvollständig zurückkehrten.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Verordnungen, Vorschriften über den Ablauf der Dienstgeschäfte, Organisation der Registratur, Hypothek, Umzäunung von Feldern und Wiesen, Kommunalvorschriften und -verordnungen, Kreis- und Gemeindeordnungen, Porto für Dienstsendungen, aus den Jahren 1825–1905, 11 AE.

Finanzen, Befreiungen von der Grundsteuer, Kassenfragen, Rechnungen, Haushaltspläne der Domäne, aus den Jahren 1832–1910, 7 AE.

Varia, geordnet nach Ortschaften, Verkauf von Holz und Land, Brand und Wiederaufbau der Ziegelei Kodram, Erhebung von Abgaben zugunsten verschiedener Pfarreien, Unterstützung für die Pfarrei Kunow, Angelegenheiten einzelner Bauernwirtschaften, Eigentumsrecht an Eichen in Warnow, Beschäftigung von Dienstpersonal in der St. Nikolaikirche in Wollin, Fischfang im Camminer und Stettiner Haff, in der Dievenow und in anderen angrenzenden Gewässern, Einkünfte aus dem Fischfang, Streitigkeiten um den Fischfang, Trawler-Gilde Wollin, Beschwerden, Bau neuer Fischerboote (Trawler), Prozeßfragen (hauptsächlich zu Fischfang), u. a. mit den Trawler-Gilden Stettin und Neuwarp, Fischbesatz von Seen, Besetzung von Bauernwirtschaften, Sammeln von Schilfrohr und Flechtbinsen, Aufhebung von Gutsdiensten, Waldverzeichnisse, aus den Jahren 1720–1912, 144 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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61

0071 Domänenrentämter Balster, Cammin, Clempenow, Friedrichswalde-Kolbatz, Gorgast, Gülzow, Jasenitz, Karzig, Köslin, Köstin, Lebehnke, Massow, Pudagla, Pyritz, Schlochau, Schwedt, Schwendt, Treptow a. d. R., Ueckermünde, Verchen und Virchow-Sabin – Bestandsreste

1626–1934; 149 AE, 2,6 lfm.

Diese Sammlung enthält die Reste von 21 Beständen von Domänenrentämtern aus Pommern, Westpreußen und Ostbrandenburg (Neumark). Die Akten wurden seit dem Ende der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Archivalien dieser Ämter nach Bonin und Tütz ausgelagert, von wo aus sie nach 1945 stark dezimiert in die Stettiner Archivregale zurückkehrten. Jedes Amt bildete ursprünglich einen eigenen Bestand, doch wurden sie wegen des großen Aktenverlustes während des Zweiten Weltkriegs schließlich zu einer Sammlung von Bestandsresten zusammengefaßt.

Inhalt

Domänenrentamt Balster, Bauernhöfe, ihre Grenzen, Grundsätze für Vererbung und Verkauf, Dienstpflichten der Landwirte, Ansiedlung von Kolonisten aus Polen im Dorf Kietz, Reparatur von Mühlen der Domäne, aus den Jahren 1691–1856, 13 AE.

Domänenrentamt Cammin, Finanzen, Rechnungen und Haushalt des Doms, Domänen, Armenhaus St. Johannis, Stipendium von Köselitz, Aufnahme der Wieke des Doms und des Domkapitels in die Landgemeinde Cammin, Anteil der Stadt bei den Schulkosten in den beiden Wieken, Nachtwächter in den Dörfern des Domkapitels, Instandhaltung der Wege, Vermietung von Gebäuden des Domkapitels, aus den Jahren 1802–1866, 18 AE.

Domänenrentamt Clempenow, richterliche Matrikel, Haushaltspläne der Domänen, Berichte, Bau und Reparatur der Kirche in Clempenow, Aufgabe des Grundzinses und der Erbpachten, aus den Jahren 1742–1892, 7 AE.

Domänenrentamt Friedrichswalde-Kolbatz, Berufung von Schulzen und Schöffen, Friedhöfe, Bau und Reparatur von Schulen, Kirchen, Wirtschaftsgebäuden und Wohnhäusern, Streitigkeiten, Propinationszwang, Jagdregalien, Grenzregulierung, Verzeichnisse von Mohnfeldern und Aufhebung der Pflicht zur Mohnaussaat, Organisation der Domäne Friedrichswalde, Aufteilung der Allmende, aus den Jahren 1737–1878, 15 AE.

Domänenrentamt Gorgast, neue Schätzung der Domäne, aus dem Jahre 1820, 1 AE.

Domänenrentamt Gülzow, Reise des preußischen Königs nach Pommern, Sozialfürsorge, Vorschriften über den Handel und die jüdische Bevölkerung, Tabakanbau und -verarbeitung, Lehnsbank, Forstpachten, aus den Jahren 1709–1800, 8 AE.

Domänenrentamt Jasenitz, Schulzenämter, Kosten ihrer Aufrechterhaltung, Landgemeinden, Berufung von Beamten, Dorfgerichte, Instruktionen über die Steuereinziehung, Bau der Orgel in der Kirche von Stolzenhagen, aus den Jahren 1773–1873, 10 AE.

Domänenrentamt Karzig, Kirchenrechnungen aus Staffelde, aus den Jahren 1821–1856, 1 AE.

Domänenrentamt Köslin, Bauernhöfe, Kossäten, Grundaufteilung, Landverkauf, aus den Jahren 1802–1868, 9 AE.

Domänenrentamt Köstin, Stettiner Mühlen, ihr Kauf, Bau und Unterhaltung, Regelung der Domanialabgaben der Mühlen, Bau und Reparatur der Kirche, des Pfarrhauses und der Schule in Völschendorf, aus den Jahren 1779–1855, 3 AE.

Domänenrentamt Lebehnke, Domänenpachtrechnungen, aus den Jahren 1814–1815, 1 AE.

Domänenrentamt Massow, Besetzung der Pfarrstelle in Rosenow, aus den Jahren 1698–1829, 1 AE.

Domänenrentamt Pudagla, Streitigkeiten mit Schwedisch-Pommern um den Fischfang, Pachten, Fischfangfragen in der Domäne, Auseinandersetzungen darüber mit dem Generalpächter, Bau und Reparatur von Kirchengebäuden, Reinigung und Instandhaltung von Grenzgräben, aus den Jahren 1694–1880, 7 AE.

Domänenrentamt Pyritz, Pacht von Pfarrland, Bau einer Schule und einer Sakristei, Reparatur des Kirchturms in Köselitz, Schule in Garden, aus den Jahren 1818–1848, 6 AE.

Domänenrentamt Schlochau, Zeichnungen zweier Vorwerke der Domäne, aus dem Jahre 1805, 1 AE.

Domänenrentamt Schwedt, Aufhebung der Reallasten, Bau und Reparatur von Schulen und Kirchen, Kaufverträge, Kirchenmatrikel, Instandhaltung von Bauernhöfen, Grenzstreitigkeiten, Gesetzesvergehen, Vorwerke, Verträge der Domänenverwaltung mit den Schulzen, aus den Jahren 1626–1853, 9 AE.

Domänenrentamt Schwendt, Grenze zu Polen und Paßfragen, Kommunalangelegenheiten, Streitfälle, Wasser und Wasserläufe, Schulen, Kirchen, aus den Jahren 1873–1934, 6 AE.

Domänenrentamt Treptow a. d. R., Schulen und Sakristeien in Kirchhagen und Eiersberg, aus den Jahren 1851–1852, 1 AE.

Domänenrentamt Ueckermünde, Fischfang auf dem Stettiner Haff und den küstennahen Gewässern, Fischfangrechnungen, Pachten, Bau und Reparatur von Schule und Sakristei in Liepgarten, Kirchenmatrikel aus Torgelow, aus den Jahren [1664] 1721–1853, 9 AE.

Domänenrentamt Verchen, Aufteilung der Allmende, Kirchenbesitz, Bau und Reparatur von Schule und Sakristei in Schönfeld, Witwenhaus, Erbpacht von Weiden, aus den Jahren 1795–1877, 5 AE.

Domänenrentamt Virchow-Sabin, statistische Berichte, Erbpachten, Bauholz, Umwandlung von Naturalabgaben in Geldrenten, Bau von Bauernhöfen und Ansiedlung von Kossäten, Tausch und Verkauf von Grundstücken, Grenzziehung, Grund- und Gebäudesteuer, Berufung von Gemeindevorstehern, aus den Jahren 1715–1879, 18 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

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62

1199 Ordensamt Kollin (Zarząd Domeny Zakonnej w Kolinie)

1720–1811; 31 AE, 0,5 lfm.

Das Gut Kollin gehörte seit dem 13. Jahrhundert dem Johanniterorden. Im 14. Jahrhundert gehörte er zur Ballei Brandenburg und hatte seit 1426 seinen Hauptsitz in Sonnenburg. Im 16. Jahrhundert wurde der Johanniterorden in Pommern und Brandenburg aufgrund der Reformation zu einer weltlichen Vereinigung des Adels; Ordenspfründner waren seit dem Ende des 17. Jahrhunderts Mitglieder der Familie Hohenzollern. Aus den Ordensgütern wurden Ordensdomänen gebildet, u. a. in Kollin. Diese Domäne wurde, ähnlich wie die Krongüter, vom Generalpächter verwaltet. 1810 kam es zur Säkularisierung des Ordens, der direkt den staatlichen Domänen angegliedert wurde. 1811 wurde der Güterkomplex Kollin an den bisherigen Pächter verkauft.

Nach der Auflösung der Domäne Kollin wurden die Akten an die Registratur des Regierungsbezirks Stettin übergeben. 1911 gelangten sie gemeinsam mit einem Teil der Akten der Regierung an das Stettiner Archiv. 1974 wurden die Archivalien der Ordensdomäne Kollin bei der Bearbeitung der Akten der Regierung Stettin zu einem eigenen Bestand zusammengefaßt.

Inhalt

Verwaltung, Verordnungen, Kontrollen und Inventarisierungen des Guts, Rechnungen, aus den Jahren 1753–1814, 9 AE.

Pachten, Ernennungen von Generalpächtern, Pachtabgaben, aus den Jahren 1720–1808, 14 AE.

Bauwesen, Bau einer Brennerei und einer Brauerei, von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Renovierungen, aus den Jahren 1742–1811, 8 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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94

0081 Generalkommission Frankfurt a. O. (Komisja Generalna we Frankfurcie nad Odrą)

1826–1924; 91 AE, 2,7 lfm.

Die im Stettiner Archiv aufbewahrten Akten des Bestands betreffen ausschließlich die Provinz Pommern. Ein kleiner Teil bezieht sich außerdem auf allgemeine Angelegenheiten, vor allem vor 1881. Die Archivalien der Frankfurter Kommission gelangten nach dem Zweiten Weltkrieg in das Archiv. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 81e General Kommission Frankfurt/O., 0,04 lfm., aus den Jahren 1911–1927.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Organisation der Aktivitäten und Kompetenzen der Generalkommissionen, Sonderkommissionen, Dienstanweisungen, Organisation der Kanzleiarbeit, Personalfragen, Einzug der Beamten zur Armee, aus den Jahren 1839–1919, 35 AE.

Bauwesen, Bau von Wirtschafts- und Wohngebäuden auf Rentenhöfen, aus den Jahren 1900–1914, 5 AE.

Melioration, Finanzierung, aus den Jahren 1900–1924, 3 AE.

Bewirtschaftung von Ödland, Trockenlegung von Feuchtgebieten in Oslawdamerow, Czarndamerow und Doderlage, aus den Jahren 1895–1916, 7 AE.

Bienenzucht, aus den Jahren 1908–1917, 1 AE.

Statistik, Verzeichnisse von Rentengütern, Pferderegister, Preislisten für den Landkauf, Wechsel der Eigentümer, Verwaltungsberichte, aus den Jahren 1876–1920, 14 AE.

Staatliche Beihilfen, Bildung von Spar- und Darlehnskassen, finanzielle Unterstützung von Rentenhöfen, Landwirtschaftliche Hilfsfonds, aus den Jahren 1885–1918, 17 AE.

Sozialfürsorge, darunter medizinische Versorgung und Versehrtenfragen sowie Verteidigung des Deutschtums im Osten, aus den Jahren 1907–1915, 5 AE.

Meliorationen und Eigentumsansprüche, aus den Jahren 1826–1924, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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95

0080 Generalkommission Stargard i. P. (Komisja Generalna w Stargardzie Szczecińskim)

1738–1904; 834 AE, 4,8 lfm.

Der Bestand besteht aus Prozeßakten von Streitfällen, die bei der Regelung der Eigentumsverhältnisse zwischen Bauern, Gutsbesitzern und Städten entstanden. Es handelt sich um Rechtsstreitigkeiten über Grundteilungen, Grundtausch, Grenzziehung zwischen den Besitzungen, Änderung von Reallasten etc. Viele Akten enthalten Eigentumsdokumente aus dem 18. Jahrhundert. Die erhaltenen Fälle betreffen lediglich vier Kreise des Regierungsbezirks Stettin: Demmin, Greifenhagen, Pyritz und Wollin. Im Bestand auch eine Sammlung von 484 Separationskarten. Die Archivalien der Generalkommission Stargard sind nach dem Zweiten Weltkrieg in das Archiv gekommen. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 81e, Generalkommission Stargard, 0,05 lfm., aus den Jahren 1852–1880.

Inhalt

Streitfälle aus dem Kreis Demmin, aus den Jahren 1752–1810, 115 AE.

Streitfälle aus dem Kreis Greifenhagen, aus den Jahren 1826–1828, 1 AE.

Streitfälle aus dem Kreis Pyritz, aus den Jahren 1784–1865, 258 AE.

Streitfälle aus dem Kreis Wollin, aus den Jahren 1817–1851, 36 AE.

Originale, Reinschriften und Kopien von Regulations- und Separationskarten, wenige Stadtpläne mit Darstellungen der Ergebnisse der Separation von bürgerlichem Landbesitz, selten auch mit Visualisierungen der städtischen Bebauung. Die erhaltenen Materialien betreffen einige pommersche Kreise. Der Maßstab der Karten wird in rheinischen Ruten oder Dezimalzoll angeben; 70 % der Karten sind im Maßstab ca. 1:5000 und 1:4000 ausgeführt, der Rest in größeren Maßstäben: ca. 1:3000, ca. 1:2500, ca. 1:2000, ca. 1:1000, zwei Karten im Maßstab ca. 1:15 000, aus den Jahren 1738–1904, 484 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei (Karten); Findbuch; Stelmach, M.: Katalog planów miast i wsi Pomorza Zachodniego z XVII–XIX wieku w zbiorach Wojewódzkiego Archiwum Państwowego w Szczecinie [Katalog der Stadt- und Dorfpläne Pommerns aus dem 17.–19. Jh. im Staatlichen Woiwodschaftsarchiv Stettin], Szczecin 1980.

ED/PG

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96

0083 Sonderkommissionen Kolberg, Stettin, Neustettin – Bestandsreste

1872–1918; 10 AE, 0,4 lfm.

Es haben sich Reste der Akten dreier Sonderkommissionen in Kolberg, Stettin und Neustettin erhalten. Sie betreffen Landkauf, die Anlage von Kolonistenwirtschaften sowie Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Auflösung der Allmenden. Die Archivalien der Sonderkommissionen sind nach dem Zweiten Weltkrieg in das Stettiner Archiv gelangt.

Inhalt

Sonderkommission Kolberg, aus den Jahren 1904–1918, 2 AE.

Sonderkommission Neustettin, aus den Jahren 1909–1914, 5 AE.

Sonderkommission Stettin, aus den Jahren 1872–1914, 3 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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97

0082 Landeskulturamt Frankfurt a. O. (Krajowy Urząd Kultury Rolnej we Frankfurcie n. O.)

1852–1933; 456 AE, 6,15 lfm.

Die Archivalien des Landeskulturamts Frankfurt a. O. wurden gemeinsam mit den Akten des Oberpräsidenten der Provinz Pommern übernommen und dann zu einem eigenen Bestand zusammengefaßt.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Rundschreiben und Verordnungen zu Funktion, Organisation und Tätigkeitsfeldern der Generalkommission und des Landeskulturamts Frankfurt a. O. sowie der untergeordneten Ämter – der Sonderkommissionen und der Kulturämter, aus den Jahren 1852–1932, 36 AE.

Rentenhöfe, ihre Organisation, Siedlungsfragen und Finanzhilfen, aus den Jahren 1917–1933, 14 AE.

Beihilfen und Sozialfürsorge für Landwirtschaft und ländliche Bevölkerung, Kranken- und Rentengelder, aus den Jahren 1907–1932, 14 AE.

Flußregulierung, Vorschriften über die Oderregulierung von 1905, Flußregulierungsfonds, aus den Jahren 1906–1930, 5 AE.

Statistik, jährliche Finanzberichte, aus den Jahren 1922–1930, 4 AE.

Aussonderung eigener Akten der Behörde sowie Betrieb der Druckerei, aus den Jahren 1900–1929, 4 AE.

Darlehen für Siedler aus Pommern nach einzelnen Ortschaften geordnet: Belgard, Bublitz, Bütow, Dramburg, Demmin, Franzburg, Greifenhagen, Greifswald, Kolberg-Körlin, Köslin, Neustettin, Randow, Saatzig, Schlawe, Schivelbein, Stolp, aus den Jahren 1925–1933, 158 AE.

Verfahren bei Streitfällen, verfolgt von der Schlichtungskammer, betreffen die Aufhebung von Eigentumsrechten, aus den Jahren 1920–1932, 13 AE.

Siedlungswesen, Parzellierung und Anhebung der Ackerbaukultur, Siedlungswesen, Erstellung von Entwicklungsplänen für Rentengüter, Parzellierung von Rittergütern, aus den Jahren 1906–1935, 208 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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98

0084 Kulturämter Köslin, Neustettin, Schlawe, Stargard, Stettin und Stolp – Bestandsreste

1905–1940; 58 AE, 1,3 lfm.

In den 1920er Jahren bestanden in der Provinz Pommern 12 Kulturämter. 1938 wurde diese Zahl auf neun verringert; jedes Amt war nun für zwei bis vier Kreise zuständig. Heute werden im Stettiner Archiv Bestandsreste von sechs pommerschen Kulturämtern aufbewahrt. Die Akten der Kulturämter sind nach dem Zweiten Weltkrieg an das Stettiner Archiv abgegeben worden. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 81a, Kulturamt Stettin, 1 lfm.

Inhalt

Kulturamt Köslin, Finanzfragen, Gehälter, Dienstreisekosten, Fragen des ländlichen Siedlungswesens, aus den Jahren 1909–1936, 9 AE.

Kulturamt Neustettin, Organisation der Büroarbeit, Siedlungswesen, Flurbereinigung, Krediterteilung, Gesetz zur Neubildung deutschen Bauerntums, Ausbau der Viehzucht und des Pflanzenanbaus, aus den Jahren 1919–1940, 10 AE.

Kulturamt Schlawe, Personalfragen der Mitarbeiter, Bürofragen, Finanzen des Amts, Rentengüter, ländliches Siedlungswesen und seine Kosten, aus den Jahren 1910–1930, 21 AE.

Kulturamt Stargard, Bildung und Zuteilung von Landwirtschaften auf der Grundlage der Aktion „Neubildung deutschen Bauerntums“, finanzielle Belastungen dieser Höfe (1933–1939), Regulierung des Flusses Ihna, aus den Jahren 1920–1928, 10 AE.

Kulturamt Stettin, Verfahrensfragen, Finanzen des Amts, aus den Jahren 1919–1928, 4 AE.

Kulturamt Stolp, Viehzucht, Kauf von Bauernhöfen, Eigentumsregulierung in Borntuchen, aus den Jahren 1905–1927, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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99

1373 Landwirtschaftliche Spruchkammer Deutsch Krone-Flatow (Rolnicza Izba Rozjemcza Wałcz-Złotow)

1920–1924; 14 AE, 0,3 lfm.

Über den Erwerb der Akten durch das Stettiner Archiv ist nichts bekannt.

Inhalt

Organisation der Kammer, Wahl des Vorsitzenden und der Mitglieder, Budgetfragen, Landarbeiterstreik, Streitigkeiten zwischen den Landarbeitern und den Grundbesitzern, aus den Jahren 1920–1924, 14 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

PG

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295

0581 Bezirksausschuß zu Stettin (Wydział Obwodowy w Szczecinie)

1872–1942; 718 AE, 8,2 lfm.

Die Akten des Bezirksausschusses zu Stettin wurden von den polnischen Archivaren 1948 direkt aus den Räumlichkeiten der Regierung Stettin übernommen.

Inhalt

Selbstverwaltung, Aufsicht über Kommunalangelegenheiten nach einzelnen Kreisen, Grenzänderungen, Zuschlagung oder Abtrennung von Landgütern zu einzelnen Kreisen oder Gemeinden, aus den Jahren 1872–1937, 18 AE.

Polizei, Bauaufsicht, Ausbau des Amtsgebäudes, Wasserpolizei, rechtliche Absicherung von hydrotechnischen Bauten, Anträge auf Sicherstellung, aus den Jahren 1908–1935, 8 AE.

Finanzen, Pommersche Kreditverbände, Darlehnsanträge, aus den Jahren 1911–1930, 7 AE.

Kultur, Theaterfragen, Bewilligungen für Vorführungen, aus den Jahren 1885–1935, 4 AE.

Vereinigungen, Vereinigung der Rechtsberater, aus den Jahren 1925–1933, 1 AE.

Wasserwirtschaft und Fischfang, Einführung des Wasser- und Fischereigesetzes, Einträge in das Wasser- und Fischereibuch nach einzelnen Kreisen über: Genehmigungen für Wasserbauten, Entwässerungs- und Bewässerungskanäle, Staudämme, Dämme, Meliorationen sowie den Fischfang auf Flüssen, Seen und auf dem Stettiner Haff, aus den Jahren 1914–1942, 671 AE.

Kommissar für Streiks und Unruhen, Eisenbahnerstreik, Abschiebung von Ausländern, Unruhen und Beseitigung der dabei entstandenen Schäden, aus den Jahren 1920–1939, 9 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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297

0098 Kreissauschuß Belgard (Rep. 66a, Wydział Powiatowy w Białogardzie)

1774–1939; 329 AE, 5,4 lfm.

Die Akten des Kreisausschusses Belgard wurden in zwei Partien an das Stettiner Archiv abgegeben, zuerst 1939 und dann 1943. Wahrscheinlich blieben die Materialien des Kreisausschusses Belgard bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Stettin.

Inhalt

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Verordnungen und Vorschriften, Wahl der Selbstverwaltungsbehörden in den Gemeinden, Schulzen und Schöffen, Wahl von Mitgliedern und Sitzungsprotokolle des Kreisausschusses, Landesverwaltung, Beamte des Ausschusses, Abgeordnetenwahlen und Verhandlungen des Kreistags, Auseinandersetzungen, Lieferung von elektrischer Energie und Gas, Brandschutz und Brandschutzgerät, aus den Jahren 1843–1939, 67 AE.

Gerichtswesen, Auseinandersetzungen um Lasten aus Patronatsrecht und um Entscheidungen der Polizeibehörden zur Wegenutzung, um die Nutzung von Wäldern und in Baufragen, auch um Schulgebühren, aus den Jahren 1840–1924, 25 AE.

Kultur, Gründung von Schulbibliotheken, Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde, Wanderbibliotheken und ihr Unterhalt, Schülerfortbildung, Stipendien, Sammlungen von Altertümern, Aktionen zugunsten der Auslandsdeutschen, aus den Jahren 1892–1935, 12 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Zusammenlegung von Gutsbezirken und Landgemeinden, Aufteilung von Landgütern, Erhebung von einigen Vorwerken zu eigenständigen Gütern, Eigentumsfragen, Parzellierungen, Regulierungen von Grenzen und Abgaben, Gründung neuer Siedlungen, Landbestellung, Pferdezucht, Gerichtswesen, aus den Jahren 1841–1939, 74 AE.

Medizin, Ärztelisten, Krankenbetreuung, Heilung der Tuberkulose, Hebammenwesen, aus den Jahren 1867–1932, 8 AE.

Sozialfürsorge, Verordnungen und Vorschriften, Armenhilfe, Zustände der Wohnungen, Landarbeiter, Arbeitslose, Kriegsversehrten- und Jugendbetreuung, Stiftungen, Jugend- und Schulorganisationen, Sport, Einrichtung einer Landeskrankenkasse, aus den Jahren 1858–1939, 41 AE.

Kommunikation, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Wegen und Brücken, Verzeichnisse von vom Staat gebauten Brücken, Einrichtung der Telegraphie, Regulierung der Parsente, Schmalspurbahnen, aus den Jahren 1774–1932, 45 AE.

Industrie und Handwerk, Schornsteinfegerzunft in Bad Polzin, Mühlen und Windmühlen in einzelnen Ortschaften, Installation von Dampfkesseln, Ölmühlen, Brennereien, Sägewerke, Ziegeleien, Gerbereien, Spinnereien, Konzessionen für den Betrieb von Werkstätten, aus den Jahren 1805–1932, 52 AE.

Finanzen, Steuerverzeichnisse, Kreiskasse und ihre Verwaltung, aus den Jahren 1870–1926, 5 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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298

0096 Kreisausschuß Arnswalde (Rep. 66a, Wydział Powiatowy w Choszcznie)

1916–1925; 24 AE, 0,3 lfm.

Die Akten des Kreisausschusses Arnswalde wurden erst in den Jahren nach 1938 in das Stettiner Archiv aufgenommen, als das Gebiet der Provinz Pommern angegliedert wurde. Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Bestand in Stettin und wurde erst nach 1945 zerstreut. Seine Reste wurden 1971 inventarisiert.

Inhalt

Entstehung von Viehzuchtgesellschaften, Viehabgaben, Lebensmittelkontrolle, Obsternte, Getreide, Mühlenrevisionen, Kriegswirtschaft, Beschäftigung von Kriegsgefangenen, Handwerkerverbände, Verkauf von militärischem Gerät, Geheimpolizei, Dorfwerkstätten, Teiche, Verwaltung, aus den Jahren 1916–1925, 24 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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299

0099 Kreisausschuß Dramburg (Rep. 66a, Wydział Powiatowy w Drawsku)

1711–1943; 587 AE, 9,6 lfm.

Die Akten des Kreisausschusses Dramburg wurden in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre an das Archiv Stettin abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs blieben sie in den Stettiner Magazinen.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Verordnungen und Vorschriften, Hilfe für die Familien verstorbener Beamter, „Dramburger Kreisblatt“, Kreisgrenzen, Sitz der Kreisverwaltung, Zuschüsse, Wahlen zum Kreisausschuß sowie seine Sitzungsprotokolle, Ernennungen und Entlohnungen der Beamten, Verwaltungsgericht, Prozeßakten, Wahlen und Sitzungsprotokolle des Kreistags, Instruktionen, Kreisrat, Organisation von Verwaltungsbezirken, Wahl zu den Gemeindegremien, Schulzen und Schöffen, Stadtordnungen und Lasten von Dramburg, städtische Beamte, städtischer Besitz, Einrichtung neuer Gemeinden und selbständiger Güter, Wirtschaftsverbände, Ausweisung von Standesamtsbezirken und Tätigkeit der Standesämter, Beamtenhäuser, Versorgung der Bevölkerung mit Brennmaterial, Baumaterialien, Vorbereitung eines Schwimmbeckens, aus den Jahren 1711–1942, 189 AE.

Selbstverwaltung, Kommunalangelegenheiten in einzelnen Ortschaften, Änderungen der Grenzen von Selbstverwaltungseinheiten, aus den Jahren 1822–1941, 42 AE.

Polizei und Brandschutz, Verordnungen und Vorschriften, Polizeibeamte, Straßenpolizei, Bauaufsicht, Organisation der Feuerwehr, Brandschutzgerät, aus den Jahren 1828–1943, 16 AE.

Finanzen, Verordnungen und Vorschriften, Rechnungsrevision, Gründung und Tätigkeit der Kreissparkasse, Darlehen und Schulden, Kredite, Handwerker-, Hunde-, Jagd-, Bier- und Stempelsteuer, Schuldbriefe, Kreishaushaltspläne, Finanzstatistik, Konzessionen, aus den Jahren 1826–1941, 56 AE.

Industrie, Handwerk und Handel, Handwerksbetriebe und ihre Registrierung, Gründung einer Ziegelei und von Kalkbrennereien, Konzessionen zum Betrieb von Ausschank, Gastwirtschaften und Schnapsverkauf in einzelnen Ortschaften, aus den Jahren 1846–1940, 34 AE.

Landwirtschaft und Melioration, Einrichtung von Siedlungs- und Landgesellschaften, Arbeitsunfälle, Kolonisierungsaktion, Pommersche Landwirtschaftskammer, Obst- und Gemüsebau, Meliorationsfonds, aus den Jahren 1878–1940, 23 AE.

Forstwesen, Jagd und Fischfang, Verordnungen und Vorschriften, Pacht von Jagdgründen, Auseinandersetzungen um Wildschäden, Fischervereinigungen, aus den Jahren 1905–1937, 9 AE.

Kommunikation, Bau, Reparatur und Instandhaltung von Wegen, Straßen und Brücken, Deichbau, Normal- und Schmalspurbahnen, Streitfragen, Einsäumung der Straßen mit Obstbäumen, aus den Jahren 1873–1943, 96 AE.

Medizin und Veterinärmedizin, Kosten von Krankentransporten, Unfälle, Hebammen, Sanitärfragen, Schutzimpfungen und ihre Kosten, Bau von Krankenhäusern und ihre Instandhaltungskosten, Krankenkassen, Besetzung von Arztstellen, Tierkrankheiten und ihre Bekämpfung, aus den Jahren 1874–1942, 59 AE.

Sozialfürsorge, Ordnungen und Verordnungen, Witwenhilfe, Armenfürsorge, verwahrloste Kinder, Hilfsvereine für Minderjährige, Stiftungen, Anstalten für verkrüppelte Kinder, Kreiskinderheim, aus den Jahren 1855–1933, 20 AE.

Schulwesen, Gymnasium in Dramburg, Schulen in einzelnen Ortschaften, ihr Bau und ihre Instandhaltung, Landwirtschaftsschule, Internate, Lehrer, Versorgung mit Unterrichtsmitteln, Schulgebühren, aus den Jahren 1874–1942, 43 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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301

0110 Kreisausschuß Regenwalde (Rep. 66a, Wydział Powiatowy w Łobzie)

1873–1944; 444 AE, 9,5 lfm.

Die Akten des Kreisausschusses Regenwalde wurden bis 1945 im Amtsarchiv aufbewahrt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein Teil von ihnen zerstört, der Rest gelangte in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre nach Stettin.

Inhalt

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Verordnungen und Vorschriften, Provinzialsteuern, Meteorologischer Dienst, Belastung durch Einquartierungen, Gründung von Standesämtern und deren Personal, Ausländerehen, Gesellschaften und Aktiengesellschaften, Ausstellungen, Zeitungsartikel, Wahlen zu den Kreistagen und deren Beratungen, Sitzungen des Kreisausschusses, Kreiswappen, Wahlen zum Landtag und dessen Tätigkeit, Wahlen der Finanzkommission sowie der Mitglieder zur Landeslandwirtschaftskammer, Selbstverwaltung und Wahlen in den Gemeinden, aus den Jahren 1873–1944, 116 AE.

Gerichtswesen, Schiedsrichter, Streitigkeiten zwischen Gemeinden und Landbesitzern, Beschwerden über die Belastungen von Gemeinden, Höhe der Kosten für den Unterhalt von Schulen, aus den Jahren 1874–1936, 13 AE.

Polizei und Sicherheit, Verordnungen, Umsiedlung von Baltendeutschen, Beschwerden über die Polizeiverwaltung, Verzeichnisse der vereidigten Richter, Polizeihunde, aus den Jahren 1875–1940, 8 AE.

Finanzen, Verordnungen und Vorschriften, Einziehung der Kreissteuern, Finanzstatistik, Handwerk-, Schank-, Jagd-, Gebäude-, Gemeindesteuern, Kreisobligationen, Kreiskasse und ihr Personal, Rechnungen und Revisionen, Ordnung der Sparkasse und ihre Revisionen, aus den Jahren 1873–1944, 63 AE.

Industrie, Verzeichnis von Handwerksbetrieben, Wasserbau, Modernisierung von Ziegeleien, aus den Jahren 1887–1929, 4 AE.

Handel, Konzessionen und Erlaubniserteilungen für Kleinhandel sowie für die Führung von Wirtshäusern und Schenken, aus den Jahren 1878–1939, 23 AE.

Landwirtschaft, Grundbesitz, Landwirtschafts- und Forststatistik, Siedlungsaktion und Bau neuer Siedlungen, Gerichtswesen, aus den Jahren 1874–1939, 9 AE.

Bauwesen, Bilanz der Wohnungsbaugesellschaft, Auseinandersetzung um den Bau einer Schule und eines Pfarrhauses, Wohnungsbau (auch für Landarbeiter), Reparatur des Sitzes der Kreisverwaltung, aus den Jahren 1885–1936, 8 AE.

Jagdwesen und Fischfang, Korrespondenz, Jagdreviere, Fischfangrechte, Fischfang, aus den Jahren 1875–1934, 6 AE.

Kommunikation, Verordnungen und Vorschriften, Pläne, Bau, Instandhaltung und Reparatur von Wegen, Brücken, Dämmen sowie Normal- und Schmalspurbahnen, aus den Jahren 1878–1939, 115 AE.

Medizin und Tiermedizin, Krankenfürsorge, Bau eines Kreiskrankenhauses, Katholisches Krankenhaus in Grünhof, Viehseuchen, aus den Jahren 1875–1935, 6 AE.

Sozialfürsorge, amtliches Fürsorgewesen, Versichertenverzeichnis, Jugend- und Waisenfürsorge, Landeskrankenkasse, öffentliche Arbeiten, aus den Jahren 1875–1940, 9 AE.

Schulwesen, Verordnungen und Vorschriften, Volksbibliotheken, Leistungen für den Unterhalt von Schulen in einzelnen Ortschaften, aus den Jahren 1874–1940, 64 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

Zum Anfang

304

0115 Kreisausschuß Schivelbein (Rep. 66a, Wydział powiatowy w Świdwinie)

1873–1937; 105 AE, 2,75 lfm.

Die Akten des Kreisausschusses Schivelbein wurden bis 1932 im Archiv der Behörde aufbewahrt und wurden dann (nach der Auflösung des Kreises Schivelbein) nach Belgard gegeben. Erst 1939 gelangten die Schivelbeiner Materialien gemeinsam mit jenen des Kreisausschusses Belgard an das Stettiner Archiv. Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Bestand in Stettin.

Inhalt

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Wahlen von Mitgliedern sowie Beschlüsse des Kreisausschusses, Landtags- und Kreistagswahlen, Wahlen von Beamten auf Gemeindeebene: Gemeindevorsitzende, Schöffen, Steuereinnehmer, Kreisbeamte sowie Standesämter, Kreisstatistik, Arbeitsvermittlung, Steuern, „Das Schivelbeiner Kreisblatt“, aus den Jahren 1873–1932, 52 AE.

Polizei, Dienstaufsicht, Vorstellungen und Wandertheater, Kreisfeiertage, Kriegsgräber, aus den Jahren 1874–1932, 8 AE.

Kommunikation, Bau, Instandhaltung und Reparatur von Wegen und Eisenbahnlinien, Straßenarbeiter, Chausseeaufsicht, Strafen für Vergehen im Straßenverkehr, Brandschutzausrüstung, aus den Jahren 1874–1937, 15 AE.

Landwirtschaft, Waldschutz, Forstschäden, Gründung von Kolonien, Befestigung und Regulierung der Rega, Bachuferbefestigung, aus den Jahren 1874–1932, 7 AE.

Sozialfürsorge, Unterstützung und Hilfe für hilfsbedürftige Jugendliche, deutsche Flüchtlinge, ihre Unterbringung und Betreuung, Sozialhilfe, Betreuung von Arbeitslosen, Obdachlosen, Säuglingen und Tuberkulosekranken, aus den Jahren 1880–1932, 19 AE.

Medizin, Kreiskrankenhaus, Hebammenwesen, Einrichtung einer Veterinärstation, aus den Jahren 1874–1920, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

Zum Anfang

306

0104 Kreisausschüsse in Cammin i. P., Deutsch Krone, Greifenhagen, Kolberg-Körlin, Naugard, Pryritz, Stargard i. P. und Stolp – Sammlung von Bestandsresten

1837–1943; 27 AE, 0,6 lfm.

Die meisten Bestandsreste von Kreisausschüssen stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gelangten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in das Stettiner Archiv.

Inhalt

Kreisausschuß Cammin i. P., kommunale Angelegenheiten der Gemeinde Ludwigsbau, aus den Jahren 1856–1924, 1 AE.

Kreisausschuß Greifenhagen, Personalien, Bau und Reparatur von Wegen, Wasserleitung in Fiddichow, aus den Jahren 1891–1939, 6 AE.

Kreisausschuß Kolberg-Körlin, Entlohnungen und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, Vorsorgemaßnahmen gegen die Herumtreiberei, aus den Jahren 1888–1920, 2 AE.

Kreisausschuß Naugard, Bau einer Chaussee nach Massow, Vermietungsgesetz, Kreiskrankenhaus Gollnow, aus den Jahren 1891–1936, 3 AE.

Kreisausschuß Pyritz, Kandidaten für die Ernennung zu Kreisbeamten, Henker, aus den Jahren 1837–1932, 2 AE.

Kreisausschuß Stolp, Pacht der Kreisabdeckerei in Kleschinz, Verwaltungsstreitigkeiten, Unterhaltung des Ständehauses, aus den Jahren 1904–1935, 5 AE.

Kreisausschuß Stargard i. P., Wassermühlen und Staustufen, Gesetz über die Vermietung, aus den Jahren 1904–1943, 4 AE.

Kreisausschuß Deutsch Krone, Meliorationen, Konzessionen zur Anlage von Wasserkraftwerken, Flußuferbefestigung, Verordnungen in Schulfragen, aus den Jahren 1892–1939, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

RG

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308

0186 Magistrat Bahn (Rep. 38b, Akta miasta Banie)

1345–1940; 261 AE, 3,15 lfm.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts war Bahn eine kleine Burgsiedlung. 1234 übergab Herzog Barnim I. den Ort den Templern und erlaubte die Abhaltung von Märkten. Die formale Verleihung der Stadtrechte erfolgte erst in der Mitte der 1390er Jahre. Die Stadtgewalt wurde seinerzeit von einem Vogt ausgeübt (der 1303 genannt wird). Nach 1312 ging Bahn in den Besitz der Johanniter über. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts bildete sich in der Stadt eine Selbstverwaltung heraus (1345), die aus einem zehnköpfigen Rat mit einem Bürgermeister an der Spitze bestand. 1478 wurde der Ort während der pommersch-brandenburgischen Kriege vollständig zerstört. Mit Mühe wiederaufgebaut, fiel er 1528 einer Feuersbrunst zum Opfer. Das gesamte Mittelalter und die Neuzeit hindurch war Bahn, dessen wirtschaftliche Grundlage in der Landwirtschaft lag, ein lokales Handwerker- und Handelszentrum. Es ist bekannt, daß hier im Jahre 1550 900 Einwohner lebten. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Städtchen mehrmals von den kaiserlichen Truppen und der schwedischen Armee geplündert, was es restlos ruinierte. Nach der Aufteilung Pommerns zwischen Brandenburg und Schweden (Rezeß von 1653) gehörte Bahn kurz zum schwedischen Herrschaftsbereich, ehe es (nach 1679) in Brandenburg-Preußen lag. Im Laufe des 18. Jahrhunderts ist hier keine größere wirtschaftliche Belebung festzustellen; Existenzgrundlage für die Einwohner war weiterhin die Landwirtschaft (die Stadt besaß ein Vorwerk). 1740 bestanden die städtischen Gewalten aus zwei Bürgermeistern, einem Schaffner (der für die Finanzen zuständig war), einem Sekretär sowie einigen Ratsherren, während die gesamte Bevölkerung knapp über 1000 Menschen umfaßte. 1743 gab es insgesamt 178 gemauerte Häuser und 81 Scheunen. In Zusammenhang mit der Stadtreform (1808) ging die Macht in Bahn in die Hände einer gewählten Stadtverordnetenversammlung und eines durch sie bestimmten Magistrats über. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer wirtschaftlichen Belebung. Damals bestanden hier eine große Mühle, ein Sägewerk, eine Molkerei, ein Gartenbaubetrieb, eine fischverarbeitende Fabrik und ein gutes Dutzend Handwerksbetriebe. 1895 erhielt Bahn eine Eisenbahnanbindung an Greifenhagen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl schrittweise und betrug 1816 1396 Personen, 1856 2406, 1900 2708, 1928 2896 und 1939 2880 Personen.

Die Akten der Stadt Bahn gelangten erst in den Jahren 1935 und 1939 in das Stettiner Archiv. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie bei der Evakuierung der Archivbestände nach Pansin und Ralswick ausgelagert. Nach 1945 kehrte der in Pansin aufbewahrte Teil des Bestands nach Stettin zurück. Die restlichen Faszikel wurden von deutschen Archivaren in Greifswald gelagert. 1962 wurden im Rahmen des Archivalienaustauschs mit der damaligen DDR die Akten der Stadt Bahn der polnischen Seite übergeben. 1967 wurden die Archivalien geordnet und ein Findbuch angelegt. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Bahn, 8 AE, aus den Jahren 1345–1881.

Inhalt

Privilegien, Einwohner, allgemeine Fragen, Dokumente, Repertorien, Organisierung des Stadtgerichts, räumliche Entwicklung, Separationen, Absteckung von Straßen, Passage, französische Kriegsgefangene, Bürgerbriefe, Schützenbruderschaft, aus den Jahren 1345–1915, 14 AE.

Verwaltung und Finanzen, Verordnungen und Vorschriften, Stadtchronik, Registraturplan, Kartographie, Wahlen zu den städtischen Gremien, Deputationen, städtische Beamte, Bürgermeister, Stadträte, Kämmerer, Sparkasse, Sitzungsprotokolle der Stadtverordnetenversammlung, Rechnungsfragen, Streitigkeiten zwischen dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung, Bauwesen, Bau und Renovierung des Rathauses, der Schule, des Forsthauses, der Brücke, des neuen Krankenhauses, Eigentum der Kammer, Parzellen, Pachten von Gemüsegarten, Stadtwaage und Wiesen, Einnahmeregister, Wälder, Jagdwesen und Fischfang, Holzgewinnung, Verpachtung von Jagdrevieren, Torf, Grenzrevisionen und -regulierungen, Grenzstreitigkeiten, Vermessungen, Kirche, Bau des Pfarrhauses, Ausbau der Marienkirche, Reparatur und Vergrößerung des Gebäudes der Stadtschule, Handwerks- und Mädchenschule, Privatschulen, Lehrer, das St. Georgs-Krankenhaus und seine Verwaltung, Einnahmen und Renovierungen, jüdische Bevölkerung, jüdischer Friedhof und jüdische Schule, aus den Jahren 1586–1933, 156 AE.

Staatliche Oberhoheit, Verordnungen und Reskripte, Huldigungen, Feiertage, Jubiläen und Jahrestage, Vermessungen, Statistik, aus den Jahren 1663–1913, 16 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Gendarmerie, Aufsicht über Arbeiter und Industrie, Konzessionen, Zünfte, Brandschutz, Straßenbau, Straßenbeleuchtung, Elektrizität, Gesundheitsvorsorge, Hebammen, Gesundheitskommission, Choleraepidemien, Tierärzte, Parzellierungen und Meliorationen, aus den Jahren 1698–1915, 56 AE.

Militaria, Rekrutenaushebung, Mobilmachungen, Übungsplatz, Kriegslasten, Kontributionen, Orden und Auszeichnungen, aus den Jahren 1758–1913, 15 AE.

Steuern, Tabak- und Grundsteuern, Niedrigspannungsleitungen, aus den Jahren 1824–1940, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w za-sobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Zarys dziejów miast i osiedli województwa szczecińskiego [Überblick über die Geschichte der Städte und Siedlungen der Woiwodschaft Stettin], in: Szczecin, Nr. 4-5 (1961).

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310

0188 Magistrat Belgard (Rep. 38b, Akta miasta Białogardu)

[1299–] 1424–1930; 158 AE, 1,8 lfm.

Belgard, das zu den ältesten pommerschen Städten gehört (sein Ursprung reicht ins 7. Jahrhundert zurück, in den Jahren 1102 und 1107 wurde es von Bolesław Schiefmund erobert), wurde 1299 von Herzog Bogislaw IV. zu lübischem Recht gegründet. Ein 12 Personen zählender und von einem Bürgermeister geführter Stadtrat erscheint hier erstmals 1303. Der Ort spielte als Mitglied der Hanse die Rolle eines überlokalen Zentrums für Handel und Handwerk. Besonders wichtig und bekannt waren die hiesigen Pferde-Jahrmärkte. Im 15. Jahrhundert wurde Belgard auch zu einem nicht unbedeutenden Ort handwerklicher Produktion. Zudem erwarb die Stadt im Laufe des Mittelalters ausgedehnte Ländereien, die im 15. Jahrhundert aus vier Dörfern und acht Vorwerken bestanden. An der Wende zum 16. Jahrhundert betrug die Einwohnerzahl ca. 3000 Personen. Die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts sah eine Verlangsamung der Entwicklung. Die sich vertiefende Krise wurde durch den Dreißigjährigen Krieg verstärkt. 1628 war die Einwohnerzahl auf 1445 Personen gefallen. Nach der Teilung Pommerns (Rezeß von 1653) kam Belgard an Brandenburg. Ein gewisser wirtschaftlicher Aufschwung war im 18. Jahrhundert zu verzeichnen, als sich die Bevölkerung auf 1621 Personen vergrößerte. Das Gesetz von 1808 führte auch in Belgard zur Einrichtung einer aus Wahlen hervorgehenden Stadtverordnetenversammlung, die ihrerseits den Magistrat bestimmte. Die Magistratsverfassung wurde durch das Gesetz von 1853 gestärkt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich hier neben dem recht starken Handwerk eine kleine und mittlere Industrie. Die Stadt wurde auch zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt; 1859 erhielt sie eine Gleisanbindung nach Schivelbein, Köslin und Kolberg, 1878 mit Neustettin. Parallel zur wirtschaftlichen Bedeutung von Belgard wuchs seine Bevölkerung, die 1812 1938 Personen, 1871 6040 Personen und 1938 16 068 Personen betrug.

Die Akten der Stadt Belgard wurden in zwei Partien 1882 und in der Mitte der 1930er Jahre an das Stettiner Archiv übergeben. Im Sommer 1944 wurden die Belgarder Materialien nach Tütz ausgelagert. In den Jahren 1946–1949 gelangten bei der Zusammenführung der verstreuten Bestände nur Reste des 1944 evakuierten Bestands zurück nach Stettin. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Belgard, 4 AE aus den Jahren 1510–1786.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Privilegien, Ordnungen, Listen von Stadträten, Archiv, Abschriften von Dokumenten über die Stadt, Tabellen, Vermessungen von Landbesitz, Volkszählungen, Listen von Wählern und Inhabern der Bürgerrechte, aus den Jahren [1299] 1424–1915, 33 AE.

Stadtkämmerei, Verordnungen und Vorschriften, Haushalte, Separationen, Rechnungen, Anlage einer Schäferei, Streitigkeiten, Grenzregulierungen, Mühlen, Kämmereikasse, Bauholz, Wege, Dämme und Brücken, Verkauf des städtischen Lazaretts, Armenkasse, Schulden, Instandhaltung des Brunnens, Rezesse, Vermessungen und Regulierungen in den städtischen Gütern, Hypothek, aus den Jahren 1610–1898, 46 AE.

Manufakturen, Zuckerraffinerie, Walkmühle, Einrichtung einer Färberei, Färben von Stoffen und anderen Materialien, aus den Jahren 1693–1789, 4 AE.

Schulwesen, Schule in Bad Polzin, aus den Jahren 1840–1862, 1 AE.

Kirchen, Krankenhäuser, Stiftungen, Bau und Reparaturen von Kirchen, kirchliche Gebäude, Einnahmeverzeichnisse, St. Georgskrankenhaus, Pfarrerstelle, aus den Jahren 1540–1885, 15 AE.

Polizeiaufsicht, Feuerschutz, Parzellen in der Stadt, Konzessionen, Baupolizei, Kontrolle der Zünfte: Glaser, Schlosser, Schneider, Tischler und Töpfer, Apotheken, Streitigkeiten, Feuerversicherungen, Versicherungsgesellschaften, aus den Jahren 1619–1930, 59 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Białogard 1299–1999. Studia z dziejów miasta [Belgard 1299–1999. Studien zur Geschichte der Stadt], hg. v. B. Polak, Koszalin u. Białogard 1999.

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Knie, H.: Z problematyki badań nad Białogardem i okolicą [Die Problematik der Erforschung von Belgard und seiner Umgebung], in: Szczecin 1957, H. 3.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

RG

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311

0187 Magistrat Baldenburg (Rep. 38b, Akta miasta Białego Boru)

1792–1928; 122 AE, 1,5 lfm.

Als Stadt wurde Baldenburg erstmals im Jahre 1382 erwähnt, in dem es, im Ordensstaat gelegen, das Kulmer Stadtrecht erhielt (bestätigt 1395). Durch den Zweiten Thorner Frieden (1466) kam Baldenburg an Polen. Seine Einwohner beschäftigten sich hauptsächlich mit Landwirtschaft, Handwerk und Kleinhandel. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelten sich hier Leinweberei und Schuhmacherei. Nach einer Steuererhebung vom Ende des 16. Jahrhunderts gab es im Städtchen 81 Häuser, die von 654 Einwohnern bewohnt waren. In dieser Zeit wurde der Ort von einem Bürgermeister verwaltet, dem ein sechsköpfiger Stadtrat zur Seite stand. Nach der ersten Teilung Polens (1772) gelangte Baldenburg an Preußen. 1789 wurde die Stadt von 137 Hauseigentümern mit ihren Familien bewohnt, darunter 42 Leinweber und 34 Schuhmacher. Die Einführung der neuen Städteordnung in Preußen 1808 führte in Baldenburg zur Einrichtung von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat. Im Laufe des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm das Städtchen den Charakter eines kleinen Handwerks- und Handelszentrums an. Es entstanden hier u. a. eine Ziegelei und ein recht großes Sägewerk. 1878 erhielt Baldenburg eine Eisenbahnanbindung an Neustettin und Rummelsburg. Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung wuchs auch die Bevölkerungszahl der Stadt – von 1000 Personen im Jahre 1810 über 1385 im Jahre 1857 und 2449 im Jahre 1900 bis auf 2603 im Jahre 1925; 1939 betrug sie 2294 Personen.

Die Akten wurden in zwei Partien an das Stettiner Archiv abgegeben, 1939 und 1941. 1943 wurde der Bestand nach Tütz und Ralswick evakuiert. Aus letzterem Archiv wurden die Archivalien nach dem Zweiten Weltkrieg nach Greifswald gebracht, während jene aus Tütz nach Stettin zurückkehrten. 1961 wurde im Rahmen des Archivalienaustauschs der Bestandteil aus Greifswald dem Archiv in Stettin übergeben. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Baldenburg, 1 AE, aus den Jahren 1813–1897.

Inhalt

Stadtverwaltung und städtische Organe, Stadtverordnetenversammlung, Schuldeputation, Kontrollprotokolle, Numerierung der Wohngebäude, Grenzen des städtischen Besitzes, Grenzstreitigkeiten und -regulierungen, aus den Jahren 1811–1920, 9 AE.

Kommunale Einrichtungen, Mühlen, Bau und Reparatur von Straßen, der Brücke und Dämmen, neuer Belag des Marktplatzes, Beleuchtung und Absteckung von Straßen, städtischer Schlachthof, Turnzentrum, Badeanstalt, städtisches Krankenhaus, Wasserleitungen, Gaswerk, aus den Jahren 1833–1928, 31 AE.

Kirche und Schulwesen, Bau der Kirche, des Pfarrhauses und anderer kirchlicher Gebäude, katholische Kirche, Vakanzen und Besetzung kirchlicher Ämter, neuer Friedhof, Schulbau und -reparatur, handwerkliche Fortbildungs- und Grundschule, Besetzung von Lehrerstellen, jüdische Schule, aus den Jahren 1806–1924, 33 AE.

Polizeiliche Aufsicht, lokale Verordnungen, Überwachung der Parteien (Sozialdemokraten), Rotes Kreuz, Bedrohungen durch Brände, medizinische Betreuung, jüdische Gemeinde, aus den Jahren 1812–1921, 11 AE.

Baupolizei, Feuerwehr, allgemeine Angelegenheiten der Baupolizei, Molkereigenossenschaft, Freiwillige Feuerwehr, Feuerlöscher und anderes Brandschutzgerät, aus den Jahren 1792–1921, 8 AE.

Handwerk und Handel, Aufsicht über Handwerk und Kleinindustrie, Schuhmacherzunft, gemeinsame Zünfte der Dreher, Faßbinder und Stellmacher sowie der Müller, Bäcker und Fleischer, Zünfte der Glaser, Maler, Schneider, Tischler und Zimmerleute, Zunftordnungen, Reorganisation der Zünfte, Bildung neuer Zunftorganisationen, Gesellenprüfungen, aus den Jahren 1853–1927, 16 AE.

Gesundheit, Hebammen, Hebammenausbildung in Danzig, Tierärzte, aus den Jahren 1858–1911, 2 AE.

Vereine, Schützenbruderschaft, Kriegerverein, Handwerkerorganisationen, aus den Jahren 1868–1919, 4 AE.

Kommunalwirtschaft und Landwirtschaft, Bau der Chaussee nach Neustettin, Bau von Eisenbahnlinien, Telegraphenleitungen, Baumschule, Eisenbahnrampe für den Abtransport von Vieh, aus den Jahren 1860–1921, 8 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

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312

0191 Magistrat Freienwalde (Rep. 38b, Akta miasta Chociwla)

1449–1881; 318 AE, 2,83 lfm.

Erstmals wird Freienwalde 1321 genannt. Sein Beginn hängt mit der wirtschaftlichen Tätigkeit der Familie von Wedel zusammen, die als wahrscheinlicher Gründer der Siedlung gilt. Bekannt ist, daß 1338 die zuvor erworbenen Stadtrechte von Freienwalde bestätigt wurden. Besitzer eines Teils der Stadt waren seinerzeit die Bischöfe von Cammin, des anderen die Markgrafen von Brandenburg; Vasallen beider Seiten waren die erwähnten Wedels. 1600 erhielt die Stadt das lübische Recht, 1603 wurde sie ein Lehen der pommerschen Herzöge. Nachdem die Greifendynastie ausgestorben war, kam Freienwalde wieder an Brandenburg. Die gesamte Zeit über fand die Bevölkerung des Städtchens ihr Auskommen in der Landwirtschaft sowie im Handwerk und im kleinen Handel. Der Dreißigjährige Krieg bedeutete für die Stadt den wirtschaftlichen und demographischen Kollaps. Eine größere Entwicklung ist auch im 18. Jahrhundert nicht zu sehen, was sich u. a. am Ausbleiben eines größeren Einwohneranstiegs zeigt (1749: 850 Personen, 1782: 872, 1794: 937). Zu einer gewissen Belebung kam es in Freienwalde erst im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Stadt erhielt eine Straßenverbindung nach Stargard (1843) sowie eine Eisenbahnverbindung mit Stargard und Belgard (1859, Teil der Strecke Stettin–Danzig). Von nun an kam Freienwalde die Rolle eines lokalen Handwerker- und Handelszentrums zu. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ging ein schrittweises Anwachsen der Bevölkerung einher, die 1812 1008 Personen umfaßte, 1852 2019, 1900 2531 und 1939 3400 Personen.

1898 übergaben die städtischen Behörden ihre Archivalien als Depositum an das Stettiner Archiv. Das Schicksal des Bestands während des Zweiten Weltkriegs ist nicht bekannt. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Freienwalde, 3 AE, aus den Jahren 1338, 1455, 1805–1847.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Schöffenbuch, Wahlen von Bürgermeistern und Ratsherren, städtische Beamte, Verordnungen der Landesherrschaft und des Magistrats, Aufteilung der behördlichen Tätigkeiten, Akzise, Grenzen der Stadt, Grenzmatrikel, Feier zum hundertsten Jahrestag des Anschlusses an Preußen, aus den Jahren 1449–1876, 26 AE.

Industrie und Handwerk, Lehrlings- und Gesellenbücher, Kassenbücher, Mühlen, Wollager, Manufakturen, Walkmühle, Termine der Jahr- und Wochenmärkte, aus den Jahren 1744–1881, 11 AE.

Landwirtschaft, Landeigentum, städtische Landgüter, Pacht von Vorwerken und Teilen von Vorwerken, Renovierung der Wohnung des Superintendenten, Montage und Reparatur der Orgel, aus den Jahren 1732–1836, 8 AE.

Sozialfürsorge, Medizin, St. Georgsspital, Armenfürsorge, Hilfe für Brandopfer, Steuerbefreiungen, aus den Jahren 1733–1852, 9 AE.

Schulwesen, Kirchen, Einrichtung der Marienkirche, Pacht von Kirchenland, Patronatsrecht, Renovierung von Pfarrhaus und städtischer Schule, katholische Kirche, jüdische Schule, Lehrerstipendien und -pensionen, aus den Jahren 1694–1876, 17 AE.

Jagdwesen, Fischfang, Schützenbruderschaft, Pacht des Fischereirechts und Auseinandersetzungen um dieses Recht, aus den Jahren 1673–1827, 5 AE.

Brandschutz, Feuerversicherung, Gründung eines Katasters für Immobilien in der Stadt, Gelder für Opfer von Feuersbrünsten, aus den Jahren 1779–1850, 5 AE.

Jurisdiktion, Akten von Prozessen zwischen den Behörden und den Bürgern der Stadt über verschiedene Angelegenheiten, aus den Jahren 1620–1867, 35 AE.

Städtische Finanzen, Kämmereietats, Kämmereikasse und ihre Revision, Einnahmen und Ausgaben der Kämmereikasse, Kämmereirechnungen, Schulkasse, Landwirtschafts- und Forstkasse, Krankenhausrechnungen, Armenkasse, Ausgaben der Stadt während der Napoleonischen Kriege, Grundstücks-, Tabak- und Luxussteuer, städtische Schulden, aus den Jahren 1677–1865, 102 AE.

Statistik, Wirtschaftsstatistik, Bevölkerung der Stadt, Verzeichnisse der Kopfsteuer auf Vieh und Pferde, Lebensmitteltaxen, Tabellen zur Entwicklung der Produktion von Handwerk und Tabakanbau, aus den Jahren 1719–1846, 24 AE.

Militaria, Mobilmachung der Armee, Lieferung von Pferden und Schuhen an die Armee, von den Napoleonischen Armeen der Stadt auferlegte Lasten, Lazarette, französische und preußische Einquartierungen, Requirierung von Lebensmittel, Pulver- und Holztransport, Proviantmagazin, Lieferung von Verbandmaterial, Kriegskosten, Fourage, aus den Jahren 1789–1840, 67 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Zarys dziejów miast i osiedli województwa szczecińskiego [Überblick über die Geschichte der Städte und Siedlungen der Woiwodschaft Stettin], in: Szczecin, Nr. 4-5 (1961).

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313

0190 Magistrat Arnswalde (Rep. 38b, Akta miasta Choszczna)

1611–1905; 508 AE, 7,75 lfm.

Arnswalde war zu Beginn eine frühmittelalterliche Burg am Arnswalder See. Um 1263 wurde die Gegend mitsamt des Burgwalls von den Brandenburgern erobert, die in den Jahren 1269–1289 östlich der Burg die Stadt anlegten. Seit 1318 gab es in Arnswalde einen Stadtrat mit einem Bürgermeister an der Spitze. 1445 war es im Besitz von 154 Hufen Land, auch eine Münze bestand hier. Zwischen 1402 und 1454 befand sich Arnswalde mit der ganzen Neumark vorübergehend unter der Herrschaft des Deutschen Ordens. Anschließend kehrte es zu Brandenburg zurück, um seit 1472 Sitz eines Landvogts zu werden. Das ganze Mittelalter hindurch bis in die Frühe Neuzeit war Arnswalde ein lokales Zentrum für Handwerk und Handel. 1576 lebten hier 464 Menschen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts fanden in der Stadt vier allgemeine Handwerkermärkte sowie ein Pferdemarkt statt. Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) wurde Arnswalde ruiniert; seine Einwohnerzahl fiel 1649 unter 500. Erst das 18. Jahrhundert bedeutete eine gewisse wirtschaftliche Belebung. Handwerk und Handel enwickelten sich, es entstanden viele Häuser und auch ein neues Rathaus wurde gebaut. Parallel zum wirtschaftlichen Fortschritt kam es zu einem demographischen Aufschwung. 1710 zählte Arnswalde 1610, 1750 1911 und 1780 2052 Einwohner. Die in Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts durchgeführten Reformen brachten der Stadt die Selbstverwaltung in Form einer aus Wahlen hervorgegangenen Stadtverordnetenversammlung und eines von dieser bestimmten Magistrats mit einem Bürgermeister an der Spitze. Im Laufe des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in der Stadt einige kleine Fabriken gegründet – für Zündhölzer, Maschinen, Tuche, Bürsten und Pappe. Darüber hinaus waren hier eine Dampfmühle, ein Sägewerk, eine Ziegelei und eine Zuckerfabrik tätig. 1847 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung mit Stettin und Kreuz. Mit der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung weiter. 1816 lebten in Arnswalde 2442 Menschen, 1857 5096, 1900 8665, 1925 10 411 und 1939 13 988.

Die Akten der Stadt Arnswalde wurden erst 1940 vom Stettiner Archiv übernommen. Nach 1942 wurden diese Materialien nach Pansin und Ralswick ausgelagert. Der in Pansin lagernde Teil wurde 1946 von polnischen Archivaren gesichert, während die Ralswicker Akten bis heute im Landesarchiv Greifswald aufbewahrt werden, Rep. 38b Arnswalde, 9,0 lfm., aus den Jahren 1650–1897.

Inhalt

Verwaltung, Verhandlungen der Provinzial- und Kommunallandtage der Neumark, Magistratsverfassung (1853), Wahlen der Stadträte, Deputationen, Stellenausschreibungen für städtische Beamte, Kämmereiverwaltung, Beschäftigung von Förstern und ihre Entlohnung, Steuerbeamte, aus den Jahren 1645–1879, 31 AE.

Finanzen, Stadtkasse und ihre Revision, städtische Schulden, Steuerverordnungen, Verbrauchs- und Handwerkssteuern, Rechnungen, Bestätigungen der Haushalte, Befreiung von Abgaben, Zölle, aus den Jahren 1611–1871, 19 AE.

Landwirtschaft, Verordnungen zur Landwirtschaft, Organisation der landwirtschaftlichen Deputation, Grenzregulierung der Landbesitzungen, Grenzen der Dörfer Granow, Gottberg und Schönwerder, Feuer in Granow und Verkauf von Holz an die Abgebrannten, Lasten der Kätner, Bauernbefreiung, Organisation des städtischen Vorwerks, seine Separation und sein Verkauf, Nutzung von Land im Besitz der Stadt, Verpachtung von Stadtgütern, Verkauf von Land im Besitz der Stadt, Viehweiden, Beschäftigung von Hirten, Feldwächter, Mühlen und Windmühlen, aus den Jahren 1711–1879, 62 AE.

Forstwesen, Bewirtschaftung der städtischen Wälder, Forstdeputation, Bedarf an Holz und sein Verkauf, Verpachtung von Wäldern und Waldwiesen, Reparaturen der Forsthäuser, Feuerholz, Deputate an Bauholz, Veruntreuungen von Holz, Torfgewinnung, Jagdwesen, Bau und Reparatur von Wegen und Brücken, Befestigung von Bachufern, aus den Jahren 1709–1870, 47 AE.

Handel, Verordnungen über den Handel, Verkauf von Krämerprodukten, Viehmärkte, Marktgebühren, Warenpreise, aus den Jahren 1741–1875, 16 AE.

Handwerk und Industrie, Verordnungen über das Bierbrauen, Verpachtung der Stadtwaage, Zünfte: Pantoffelmacher, Sattler, Schuhmacher, Stellmacher, Weißgerber und Kürschner, Gesellenkassen, Verpachtung der Ziegelei, Brennerei, Seifenproduktion, Gründung einer Bürstenfabrik, Revisionen von Maßen und Gewichten, aus den Jahren 1810–1878, 18 AE.

Kirche und Schulwesen, Kirchenfragen, Vereinigung der evangelisch-lutherischen mit der reformierten Gemeinde, neue Liturgie, Kirchenkolleg, Amt des Superintendenten, Pfarrerwohnung, Besetzung kirchlicher Ämter, Visitationen, Kirchenkasse und ihre Rechnungen, Verpachtung von Kirchenland, Weide, Garten, Testamente zugunsten der Kirche, Auseinandersetzungen mit den Pächtern, Bau und Reparatur der Orgel, Vorbereitung des Holzgerüsts zur Aufhängung der Glocken, Reparatur der Uhr, Renovierung des Pfarrhauses, neues Gebäude für die Superintendantur, Renovierungen der Kirche und des Kirchturms, Bau einer Schule und ihre Instandhaltung, Verpachtung des Schulkellers, Schulvisitationen, Organisation der Schuldeputation, Schulkasse und ihre Etats, Beschäftigung und Auswahl der Lehrer, Gründung einer privaten Knabenschule, Selbsthilfekasse, Stipendien, Stiftungen, aus den Jahren 1733–1887, 73 AE.

Militaria, Garnison, Bau und Renovierungen von Militärgebäuden, Kontributionen, von den russischen Truppen angerichtete Schäden, Werbungen, Durchmärsche, Lazarett, Requirierung von Fourage und Lebensmitteln, Gespanndienste, Militärmagazin, Deserteure, Organisation der Bürgerwehr, Uniformierung, Rechnungen, Rekrutierung, Einberufung von Freischützenabteilungen, Kriegsgefangene, Einquartierungen und Verzeichnisse von Offiziersquartieren, französische Kriegskontribution, Kriegsschulden der Stadt, Versorgung von Soldatenfamilien mit Lebensmitteln und Brennholz, Betreuung von Soldatenkindern, Kriegsversehrtenhilfe, militärische Personalerfassung, Kantonsfragen, Kavalleriepferde, Militärübungen, Bau eines Pulvermagazins, Besetzung der Stelle des Garnisonsbefehlshabers, Mobilmachungen, Gendarmerie, aus den Jahren 1758–1877, 118 AE.

Polizei, Schutz von Gebäuden, Überwachung der jüdischen Bevölkerung, von Wirtschaften und Schenken, der Bibelgesellschaft, der Prostitution, Volkszählungen, Tabellen der jüdischen Bevölkerung, Wolfsjagden, Feuersicherheit, Feuerversicherungen, Brände in der Stadt, Brandkontrollen, Bauaufsicht, Bau des Rathauses, Erhalt der Stadtmauern, Bauerlaubniserteilungen, aus den Jahren 1739–1905, 86 AE.

Gerichtswesen, Gerichtsfragen, Organisation des Gerichts, Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und ihren Einwohnern, Verhaftungen, Verhöre, Denunziationen, Prozesse, aus den Jahren 1711–1872, 38 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

Literatur

Berg, K.: Die Einführung der Städteordnung in Arnswalde, Arnswalde 1909.

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Schuhmacher, W.: Wanderungen und Streifzüge durch den Kreis Arnswalde, Arnswalde 1937.

Zarys dziejów miast i osiedli województwa szczecińskiego [Überblick über die Geschichte der Städte und Siedlungen der Woiwodschaft Stettin], in: Szczecin, Nr. 4-5 (1961).

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316

0195 Magistrat Preußisch Friedland (Rep. 38b, Akta miasta Debrzno)

1712–1937; 653 AE, 11,8 lfm.

Die Anfänge von Preußisch Friedland gehen bis ins frühe Mittelalter zurück, als hier eine kleine Siedlung und eine pommersche Grenzburg bestanden. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das Gebiet Teil des Deutschordensstaates. Stadtrechte erhielt die Siedlung im Jahre 1354 aus den Händen des Hochmeisters Winrich von Kniprode. Die Ordensritter machten Preußisch Friedland zu einem Befestigungspunkt für die Südgrenze ihres Staates. Entgegen seiner ursprünglichen Anlage wurde Preußisch Friedland an der Wende zum 15. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum für Tuchmacherei und Weberei. Die hier hergestellten Produkte wurden hauptsächlich nach Konitz gebracht. Während des Dreizehnjährigen Kriegs wurde die Stadt zerstört und fiel nach dem Thorner Frieden (1466) an die polnische Krone (Starostei Schlochau, Woiwodschaft Pommerellen). Die Steuererhebung von 1564 weist das damalige Preußisch Friedland als Landstädtchen aus, das 115 Häuser zählte. Es arbeiteten hier lediglich zwölf Bauern – vier Schuhmacher, drei Schmiede, drei Ofensetzer sowie je ein Tuchmacher und Fleischer. Den Registern der Jahre 1570–71 zufolge lebten in der Stadt 942 Einwohner in 127 Häusern. In der Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte Preußisch Friedland einen wirtschaftlichen Niedergang. 1627 wurde es von den Schweden geplündert und 1659 von einer Seuche heimgesucht; 1696 brach eine Feuersbrunst aus, die nur drei Häuser verschonte. Durch die erste Teilung Polens fiel Preußisch Friedland an Preußen. Die Preußen führten im Städtchen eine gründliche Verwaltungsreform durch. Die bisherige Selbstverwaltung wurde durch einen ernannten Magistrat ersetzt. Grundlage für den Lebensunterhalt war im 18. Jahrhundert weiterhin die Landwirtschaft, doch daneben entwickelten sich das Handwerk und der Kleinhandel. 1783 zählte die Stadt 1138 Einwohner. Die Reformen vom Anfang des 19. Jahrhunderts (1808) gaben den Bürgern ihre Selbstverwaltung wieder zurück. An der Spitze der Stadt stand eine aus Wahlen hervorgegangene Stadtverordnetenversammlung, die den Magistrat bestimmte. Die Arbeit des Magistrats wurde von Deputationen unterstützt, die sich mit konkreten Fragen befaßten. 1853 zählte die Stadtverordnetenversammlung von Preußisch Friedland 18 Mitglieder (Legislative), der Magistrat einige Personen (Exekutive). Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Preußisch-Friedland zur Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen, 1938 kam es an Pommern (Regierungsbezirk Schneidemühl). Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Einwohnerzahl folgendermaßen: 1800 – ca. 2000, 1900 – 3758, 1925 – 3549, 1939 – 3842.

1904 kamen die städtischen Akten an das Archiv in Danzig, von wo sie nach dem Ersten Weltkrieg an das Geheime Staatsarchiv in Berlin übergeben wurden. 1939 wurde der Bestand in das Stettiner Archiv gebracht. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie nach Ralswick und Schlemmin evakuiert. Von letzterem Ort wurden sie nach Goslar gebracht und kehrten 1947 im Rahmen der Rückführung an das Stettiner Archiv zurück. Die Archivalien aus Ralswick kamen zunächst an das Archiv in Greifswald, von wo sie 1961 auf der Grundlage des Vertrags über den Archivalienaustausch nach Stettin geschickt wurden. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Preußisch Friedland, 7 AE, aus den Jahren 1776–1920.

Inhalt

Pergamenturkunden, Privilegien für die Stadt, Schenkungen, von den Königen Zygmunt August und Stefan Bathory verliehene Steuerbefreiungen, Grenzstreitigkeiten der Stadt und ihrer Bürger, aus dem 14.–17. Jahrhundert, 52 AE.

Landes- und Stadtverfassung, königliche Edikte, Verordnungen der vorgesetzten Behörden, Bekanntmachungen des Magistrats, Trennung der Provinzen West- und Ostpreußen, Reisen hochgestellter Persönlichkeiten, Verleihung des Stadtrechts, Wahlen zum Kreis- und Reichstag, aus den Jahren 1772–1931, 38 AE.

Allgemeine Verwaltung, Instruktionen und Verordnungen über die Arbeit des Magistrats, Registratur, Einführung von städtischen Ordnungen, aus den Jahren 1772–1932, 11 AE.

Bürgermeister und Beamte, Beamteneide, Wahlen in die Stadtverordnetenversammlung, Wahlen von Magistratsmitgliedern und Bürgermeistern, Einstellung einzelner Beamter, aus den Jahren 1783–1926, 25 AE.

Tätigkeit des Magistrats, Versammlungen, Sitzungsprotokolle von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat, Wahlen zu den städtischen Gremien und Ämtern, darunter auch der Bürgermeister, aus den Jahren 1810–1933, 36 AE.

Gerichtswesen, Urteile des Schöffengerichts, Prozeßakten, aus den Jahren 1747–1861, 11 AE.

Auseinandersetzungen der Bürger mit dem Magistrat, Regulierung von Grundeigentum, Beschwerden über den Magistrat, Akten der Prozesse zwischen den Bürgern und der Stadt, aus den Jahren 1719–1931, 9 AE.

Allgemeine Statistik, statistische Tabellen, polizeiliche Daten über die Stadt, Tabellen zum ökonomischen Potential der Stadt, aus den Jahren 1773–1854, 7 AE.

Statistik der Bevölkerungsbewegung, Verzeichnisse der sich in der Stadt ansiedelnden und die Stadt verlassenden Bürger, natürliche Bevölkerungsbewegung, Meldefragen, Angaben zur Einwohnerzahl, Reisende in der Stadt, aus den Jahren 1773–1923, 14 AE.

Siedlungswesen, Kolonisierung, Ansetzung von Kolonisten auf städtischen Gütern, Tabellen der von ihnen gezahlten Steuern, aus den Jahren 1782–1900, 12 AE.

Jüdische Bevölkerung, Beseitigung der jüdischen Bevölkerung, Gründung einer Schule, Finanzen der Gemeinde, aus den Jahren 1772–1926, 10 AE.

Grenzen, Regulierungen von Grenzen und Pachten für städtisches Land, Grenzstreitigkeiten mit benachbarten Dörfern, Verpachtungen von Anbaufläche, Wiesen, Wäldern, Seen und Flüssen, des Armenhauses, der Mühle, der Ziegelei, des Brückenzolls sowie des städtischen Lazaretts, Regulierung der Hypothekensachen der Schule, Stelle zur Torfgewinnung, Forstverwaltung, Feuerversicherung, aus den Jahren 1717–1931, 51 AE.

Finanzen, Steuern, Kassenbücher, Akzise, Zölle, städtischer Haushalt, Schulden, Personal der Kämmereikasse, Schäden, die von der Stadtgemeinde übernommen werden, aus den Jahren 1772–1930, 30 AE.

Einwohnersteuern, Gebäudekataster, Einkommensteuer, Gebäudesteuer, aus den Jahren 1851–1935, 6 AE.

Handwerkersteuern, Höhe der Steuern, Befreiungen, Veränderungen, Zusammenstellung der Verbindlichkeiten, aus den Jahren 1824–1921, 9 AE.

Grundsteuer, Grundkataster, jährliche Zusammenstellungen der Verbindlichkeiten, Vorschriften über die Eintreibung der Grundsteuer, aus den Jahren 1812–1925, 11 AE.

Bevölkerungs- und Handwerksstatistik, Volkszählungen, Berufe der Einwohner, Handwerksstatistik, aus den Jahren 1831–1928, 5 AE.

Kommunales Bauwesen, Bauerlaubniserteilung, Straßenschilder und Hausnummern, Reparatur kommunaler Einrichtungen, Bau und Renovierungen von Wohngebäuden sowie öffentlichen Gebäuden: Rathaus, Post, Krankenhaus, Armenhaus, Schlachthof und Mühle, Erhaltung der Stadtmauern, städtische Brunnen, Entwässerung des Torfmoores, aus den Jahren 1775–1936, 55 AE.

Kommunikation, Wege, Brücken, Kanalisation, Bau und Reparatur von Wegen, Straßen, Gehwegen, Brücken, Kanalisation, Wasserleitungen, Straßenbeleuchtung, Bau der Eisenbahn Schneidemühl–Konitz, Postverkehr, aus den Jahren 1782–1935, 44 AE.

Brandschutz, Katastrophen, Brandschutzvorschriften, Schätzung der Schäden, aus den Jahren 1739–1928, 10 AE.

Öffentliche Gebäude, Bibliothek, Stadtbad, Krankenkasse, Ressource, Gaswerk, Stadtsparkasse, aus den Jahren 1851–1928, 8 AE.

Handwerk, Handwerkerkammer, Streitigkeiten zwischen den Handwerkern, Zünfte: Maurer, Schmiede, Schneider, Schornsteinfeger, Schuhmacher und Tuchmacher, Hebammen, Beschäftigung beim Bau der Festung Graudenz, Gesellen, aus den Jahren 1774–1936, 28 AE.

Handel, Taxen von Gebühren für den Handel mit Lebensmitteln, Wein, Bier und Tabak, Umschlag von Holz und Salz, Münzfragen, Märkte und Jahrmärkte, Schankkonzessionen, aus den Jahren 1772–1934, 32 AE.

Land- und Forstwirtschaft, Tabakanbau, Leinsamen, Anlage von Gemüsegärten, Imkerei, Zucht, Wolfsjagden, aus den Jahren 1772–1927, 19 AE.

Städtisches Schulwesen, Elementar-, Handwerker-, Handelsschulen, Lehrerseminar, Privatschulen, Lehrpläne, Einstellung von Lehrern, Beschwerden, aus den Jahren 1772–1937, 71 AE.

Kirchen, protestantische und katholische Kirche, Kirchenverwaltung und Besetzung kirchlicher Ämter, Bau und Umbau von kirchlichen Gebäuden, religiöse Fragen, aus den Jahren 1712–1929, 22 AE.

Gesundheit und Sozialfürsorge, Sanitärkommissionen, Seuchen, Nüchternheitsvereine, tabellarische Informationen über den Gesundheitsdienst, aus den Jahren 1775–1924, 11 AE.

Militaria, Einquartierungen, Rekrutenaushebung, Grenztruppen, Kriegervereine, Hilfe für Soldatenwitwen, Mobilmachung, Reklamationen, Kriegswirtschaft, aus den Jahren 1772–1928, 40 AE.

Versorgung der Armee, Soldfragen, Fourage für die Napoleonischen Einheiten, Pferde für die Armee, aus den Jahren 1786–1814, 5 AE.

Bürgerwehr, Schützenbruderschaft, Organisation der Bürgerwehr, aus den Jahren 1818–1848, 2 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Sicherheitsvorschriften, Sanitäraufsicht, Umtriebe, Arbeiterräte, Zensur, Feiertage und Feierlichkeiten, Wilderei, illegaler Fischfang, aus den Jahren 1774–1935, 21 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Barkowski, A.: Zur Feier des 550jährigen Bestehens der Stadt Preußisch Friedland, Preußisch Friedland 1904.

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Z dziejów ziemi człuchowskiej [Aus der Geschichte des Schlochauer Landes], hg. v. K. Ślaski, Poznań 1967.

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318

0194 Magistrat Neuwedell (Rep. 38b, Akta miasta Drawna)

1733–1936; 361 AE, 4,9 lfm.

Die Gegend, in der später Neuwedell entstehen sollte, war im Frühmittelalter Grenzland zwischen Pommern und Großpolen. Zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert existierten hier eine Burg und eine kleine Siedlung. In den 1290er Jahren wurde das Gebiet von den Markgrafen von Brandenburg unterworfen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erhielten die Wedels die Burg und das zugehörige Gelände von den Markgrafen. Erst in den Jahren 1363–1373 bekam das Gemeinwesen die Stadtrechte, doch waren die seinerzeit ernannten Behörden gänzlich von den lokalen Feudalherren abhängig. In den Jahren 1402–1454 gehörte die Stadt mit der gesamten Neumark zum Staat des Deutschen Ordens; die Wedels mußten einen Lehnseid leisten. Nach 1454 wurde Neuwedell wieder brandenburgisch. Die gesamte Zeit hindurch war der Ort ein kleines Handels- und Handwerkszentrum, besaß aber recht intensive Kontakte mit Großpolen wie auch mit Pommern. Während des Dreizehnjährigen Krieges wurde er verwüstet. Erst die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts bedeutete für Neuwedell eine gewisse wirtschaftliche Stabilisierung. Um 1750 lebten hier 994 Menschen. In der Stadt gab es seinerzeit eine Schmiede und ein kleines Stahlwerk. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestimmten die Bürger in freien Wahlen eine Stadtverordnetenversammlung und einen Magistrat (Städteordnung von 1808). Während des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Neuwedell die Weberei, auch wurden sieben Ziegeleien, eine Fliesenfabrik, eine Netzherstellung und ein Dampfsägewerk gegründet. 1895 erhielt das Städtchen eine Eisenbahnanbindung mit Arnswalde und Kallies. Das wirtschaftliche Wachstum ließ die Bevölkerungszahl steigen. 1816 lebten hier 1042 Personen, 1857 2174 und 1900 2821, doch 1939 war die Zahl wieder auf 2711 gesunken.

Die Akten der Stadt Neuwedell gelangten 1942 in das Stettiner Archiv. Ein Jahr später wurde der Bestand nach Ralswick ausgelagert, von wo er nach dem Zweiten Weltkrieg in das heutige Landesarchiv Greifswald kam: Rep. 38b Neuwedell, 10,4 lfm., aus dem 18. Jahrhundert bis 1934. Im Stettiner Archiv befindet sich jener Teil des Bestands, der nach dem Zweiten Weltkrieg von polnischen Archivaren in der Registratur der Behörde sichergestellt werden konnte.

Inhalt

Registratur, Beamte, Gehälter der Bürgermeister, Wahl der Stadträte, Gesundheitskommission, Armendeputation, Schöffenlisten, Sitzungsprotokolle der Stadtverordneten, Protokollbücher, Magistratsangelegenheiten, Beschlüsse der Kreistage, Reichstagswahlen, Deutscher Städtetag, Registratur, Bibliothek, aus den Jahren 1811–1932, 37 AE.

Vorschriften und Verordnungen, Verordnungen über Steuer-, Erb-, Turn- und Judenfragen, Vorschriften über die Berücksichtigung von Kriegsversehrten bei der Besetzung städtischer Stellen, Entschlüsse über die Erhebung von Gebühren während der Jahrmärkte, Verordnungen über allgemeine Fragen, Vereinheitlichung und Einsparungen in der Verwaltung, aus den Jahren 1765–1935, 14 AE.

Bevölkerung, Erfassung und Statistik, Einwohnerlisten, Urwählerverzeichnisse, Meldefragen, Verzeichnisse der Steuerzahler, Geburten- und Sterberegister, Wirtschaftsstatistik, Verzeichnisse von Zuchtvieh, aus den Jahren 1847–1916, 24 AE.

Städtischer Besitz, Verpachtungen von Jagden in den städtischen Waldgebieten, wirtschaftliche Nutzung der Wälder, Gewinnung und Verkauf von Holz, freie Holzdeputate, Bau eines Forsthauses, Versteigerungen von Schuldnern, Torfmoore, Landbesitzungen der Stadt, Verpachtungen von Wiesen und Anbaufläche, Verbesserung der Landkultur, Regulierung der Lasten für einzelne Grundstücke, Vorwerk, Verpachtungen von Fischgründen, aus den Jahren 1803–1913, 31 AE.

Prozesse und Streitigkeiten, Auseinandersetzungen zwischen den Bürgern der Stadt, zwischen den Bürgern und der Stadt, der Stadt und dritten Personen um Pachten, Grenzen, Weiden, Mieten, Schulden und Baulichkeiten, aus den Jahren 1809–1895, 15 AE.

Handwerk, Handel, Industrie, Münzfragen, Verzeichnisse von Jahrmärkten in benachbarten Städten, Stadtwaage, falsche Münzen, Zunftverordnungen, Hausgewerbe, Gesellenkasse, aus den Jahren 1823–1921, 14 AE.

Schulwesen, Stiftung zur Unterstützung des Armenunterrichts, Sonntags- und Ergänzungsschule, Schulbau, Unterbrechungen des Unterrichts durch Geburtstagsfeiern für den König, Vorbereitung von Lehrerwohnungen, Einstellung und Entlohnung von Lehrern, Verordnungen über Schulen, aus den Jahren 1828–1923, 13 AE.

Versicherungen, Geschlechtskrankheiten, Krankenkasse und ihre Rechnungen, Flecktyphus, Unfall- und Altersversicherung für Arbeiter und Landarbeiter, Sterbekasse, Kennzeichnung von Giften und giftigen Pilzen, aus den Jahren 1823–1922, 11 AE.

Sozialfürsorge, finanzielle Beihilfen, Darlehen für Kriegsversehrte, Armenfürsorge in der Stadt, Unterhalt von Kriegsversehrten, aus den Jahren 1843–1924, 9 AE.

Militaria, Einstellung von Kriegsversehrten in der Stadtverwaltung, Fourage, Revisionen der Kantonslisten, Rehabilitationen, Rückforderungen von eingezogenen Rekruten, Rekrutenverzeichnisse, Mobilmachungen, Quartiere, Garnisonsfragen, Reserve, Kriegslasten, Kriegsgefangene, aus den Jahren 1823–1921, 45 AE.

Finanzen, Feuerkasse, Finanzstatistik, Einnahmen und Ausgaben der Kämmereikasse, Steuerbefreiungen, Kämmereirechnungen, Klassifikation der Steuern, Kontrolle von Postschecks, Schulsteuerlisten, Verordnungen über Finanzfragen, Handwerkssteuern, Reform der Kommunalsteuern, Kreissteuern, aus den Jahren 1741–1932, 93 AE.

Städtische Bautätigkeit, Vorschriften über Baufragen, Kaminreinigung, Verlegung des Schießstandes der Schützenbruderschaft, Erhalt von Baudenkmälern, Bauerlaubniserteilungen, Instandhaltung von Straßen und Dämmen, Brunnen, aus den Jahren 1740–1936, 15 AE.

Polizeiaufsicht, Vorschriften über Handwerksaufsicht, Bauwesen, Wege, Chausseen und Eisenbahnen, Aufsicht über die Bevölkerung, Kriegsgefangene, die Schützenbruderschaft, Preise, das Gerichtswesen, die Gefängnisse, Aufsicht über den Handel und das Handwerk, Konzessionen zum Betrieb von Wirtshäusern und Schenken, Kontrolle der Beschäftigung, Aufsicht über ausländische Arbeiter, aus den Jahren 1808–1929, 35 AE.

Naturkatastrophen, Explosion eines Dampfkessels, Brände und Beseitigung der Brandschäden, Edikt über Meliorationsfragen, aus den Jahren 1733–1926, 5 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Schuhmacher, W.: Wanderungen und Streifzüge durch den Kreis Arnswalde, Arnswalde 1937.

Zarys dziejów miast i osiedli województwa szczecińskiego [Überblick über die Geschichte der Städte und Siedlungen der Woiwodschaft Stettin], in: Szczecin, Nr. 4-5 (1961).

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319

0193 Magistrat Dramburg (Rep. 38b, Akta miasta Drawska)

1582–1934; 53 AE, 0,6 lfm.

Die Entstehung Dramburgs an der Stelle einer pommerschen Wachburg (Grenze zu Großpolen) hing mit der Kolonisationspolitik der Markgrafen von Brandenburg zusammen, die um 1284 diesen Teil Pommerns unter ihre Gewalt brachten. 1297 gründeten die Markgrafen Otto und Konrad hier eine Stadt zu deutschem (brandenburgischem) Recht. Erster Vogt der Neugründung wurde Arnold von Goltz. 1306 wurde in Dramburg eine große Mühle errichtet. In den Jahren 1400–1454 gehörte der Ort zum Deutschordensstaat, ehe er zu Brandenburg zurückkehrte. Seit 1540 waren die Johanniter im Besitz der Stadt (bis zum 18. Jahrhundert). In dieser Zeit lebten die Einwohner von Dramburg (1599 ca. 1300 Personen) hauptsächlich von der Landwirtschaft, neben der sich auch das Handwerk entwickelte (u. a. Textilhandwerk und Schuhmacherei). Der Dreißigjährige Krieg ruinierte die Stadt (1671 zählte sie nur ca. 500 Einwohner). Dennoch wurde sie nach dem Westfälischen Frieden (1648) zum Stapelplatz für Salz und Heringe auf dem Weg nach Großpolen, was den Wiederaufbau Dramburgs ermöglichte. Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem lokalen Produzenten und Exporteur von Textilien (hauptsächlich nach Großpolen), außerdem nahmen Brauerei, Steinbearbeitung und kleine Betriebe der Holzindustrie einen Aufschwung (2 Sägewerke). 1877 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung mit Ruhnow und Falkenburg. Im 18., 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl von Dramburg kontinuierlich; sie betrug 1720 1200 Personen, 1750: 1320, 1801: 1558, 1857: 3413, 1900: 5883, 1925: 6401 und 1939: 8091 Personen.

Die Behörden von Dramburg übergaben die städtischen Archivalien in zwei Partien an das Stettiner Archiv, 1881 und 1934. Über das Schicksal des Bestands während des Zweiten Weltkriegs liegen keine Informationen vor. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Dramburg, 4 AE, aus den Jahren 1566–1668.

Inhalt

Städtischer Besitz, Register von Feldern und Wiesen, städtisches Kataster, Verzeichnisse von Häusern und Immobilien sowie ihrer Eigentümer, Streitfragen, Verpachtungen, Vertrag der Stadt mit Joachim von Wedel, Teilung von Allmenden, aus den Jahren 1582–1847, 12 AE.

Krankenhaus, Kirche, Sozialfürsorge, Kircheninventare und -rechnungen, Krankenhausrechnungen und -hypothek, Stipendien, aus den Jahren 1683–1841, 8 AE.

Finanzen, Kriegsschulden, Militaria, Einkünfte und Ausgaben der Stadt, Rechnungen der Stadtkasse, Mieten, Depositenbuch, Haushaltspläne der Schule, des Schlachthofs und der ganzen Stadt, Kämmereietat, Kriegslasten und -schulden, Bau eines Lazaretts, Einquartierungen, aus den Jahren 1582–1934, 33 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Drawsko Pomorskie 1297–1997. Studia z dziejów miasta [Dramburg 1297–1997. Studien zur Geschichte der Stadt], hg. v. B. Polak, Koszalin u. Drawsko Pomorskie 1997.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Niessen, P. v., Geschichte der Stadt Dramburg, Dramburg 1897.

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320

0196 Magistrat Gollnow (Rep. 38b, Akta miasta Goleniowa)

1550–1884; 1284 AE, 13,2 lfm.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts war Gollnow eine kleine, inmitten des Waldes an der Ihna gelegene Niederlassung, die von Herzog Barnim I. 1268 zur Stadt erhoben wurde. Die zu Magdeburger Recht gegründete neue Stadt erhielt große Privilegien sowie beträchtlichen Landbesitz. Grundlegende Änderungen der äußeren Bedingungen beschleunigten 1314 die Umgründung zu lübischem Recht, das die Kaufmannschaft bevorteilte. 1318 wird in den Quellen erstmals ein Gollnower Stadtrat genannt, 1361 ein Bürgermeister. Die Stadt entwickelte sich aufgrund ihrer Landbesitzungen und der Ausbeutung der umliegenden Urwaldgebiete. Eine wichtige Rolle spielten auch Handwerk und Handel, insbesondere der über Ihnamünde betriebene Seehandel. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zählte Gollow rund 1000–1100 Einwohner. Im 16. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts traten die Zünfte der Bäcker, Brauer und Fleischer an die Spitze des Gollnower Wirtschaftslebens. Als weitere Spezialisierungen werden in den Quellen genannt: Böttcher, Schmiede, Schneider, Schuhmacher und Weber. Die Stadt war außerdem ein lokales Handelszentrum (Wochenmarkt) und betrieb über den Hafen Ihnamünde auch Seehandel. Der unabhängige Handel der Stadt führte zu häufigen Konflikten mit Stettin. Diese Auseinandersetzungen wurden letztendlich 1615 durch eine beiderseitige Vereinbarung beigelegt, die alle Handelserschwernisse zwischen den beiden Städten aufhob. In dieser Zeit wurde die Verwaltungs- und Gerichtsgewalt in der Stadt weiterhin vom Stadtrat ausgeübt. Ihm gehörten im 16. Jahrhundert zwei Bürgermeister, zwei Kämmerer, einige Ratsherren sowie Sekretäre an, insgesamt elf bis zwölf Personen. Die Mitglieder des Rats stammten aus den einheimischen Kaufmanns-, Brauer- oder reichen Krämerfamilien. Jedem Mitglied des Rats oblag die Aufsicht über einen bestimmten Teil des städtischen Wirtschaftslebens; der erste Bürgermeister verwaltete die Stadt als Ganzes, der zweite überwachte die städtische Gerichtsbarkeit. Zu den Pflichten der Kämmerer gehörte die Sorge um die Finanzen Gollnows. Es wird geschätzt, daß die Stadt um 1628 1500–1600 Einwohner hatte. Zu einer wirtschaftlichen und demographischen Krise führte der Dreißigjährige Krieg. Außer den direkten Verlusten (Raubzüge, Seuchen, Zerstörung der städtischen Infrastruktur) war für diese schwere Zeit mitverantwortlich, daß die Absatzmärkte schrumpften und die Stadt durch eine Grenze von ihrem natürlichen Hinterland abgetrennt wurde. Die Stadt kam nämlich infolge der Teilung Pommerns (Grenzrezeß von 1653) zum schwedischen Landesteil. Erst 1677 wurde Gollnow schließlich Teil von Brandenburg. An der Wende zum 18. Jahrhundert begann sich das städtische Handwerk emporzuarbeiten. In den 1720er Jahren waren hier Vertreter von 30 Handwerken tätig (insgesamt 117 Meister), während die Gesamtbevölkerung rund 1100 Personen zählte. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vergrößerte sich die Mitgliederzahl der meisten Zünfte; auch entstanden neue Spezialisierungen und der Handelsverkehr der Stadt belebte sich. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts untergliederte sich die Gollnower Bevölkerung in drei Gruppen. Zur ersten, welche die Stadt regierte, gehörten die Vertreter des Stadtrats, die Kaufleute, Brauer und Schulmeister. Die zweite bestand aus Mitgliedern der vornehmsten Zünfte – aus Bäckern, Fleischern, Schuhmachern und Tuchwebern. Zu dieser Gruppe gehörten auch die Mitglieder elf geringerer Zünfte, der Böttcher, Dreher, Fischer, Leinweber, Maurer, Müller, Schiffer, Schmiede, Schneider, Tischler und Töpfer. Die letzte, dritte Gruppe setzte sich aus jenen Bürgern zusammen, die Landwirtschaft betrieben, außerdem aus Trägern, Fuhrleuten, Handlangern, Gesinde und Gastwirten. 1720 wurde unter preußischer Aufsicht die Stadtverwaltung reorganisiert, und zwar in Anlehnung an ein detailliertes Reglement, das die Zuständigkeiten und die Tätigkeitsbereiche der städtischen Behörden festlegte. Diesen Vorschriften zufolge standen an der Spitze der Stadt zwei Bürgermeister, ein Schaffner, ein Syndikus sowie zwei Senatoren, von denen einer zugleich Sekretär war. Während des 18. Jahrhunderts ist (trotz des Rückschlags durch den Siebenjährigen Krieg) ein Anstieg der Gollnower Bevölkerung zu verzeichnen – von 1677 Personen im Jahre 1745 auf 2200 im Jahre 1796. 1808 wurde im Zuge der Modernisierung Preußens auch die Verwaltung der preußischen Städte reformiert. Auch Gollnow erhielt (1808) eine neue Ordnung. Von nun an sollte die Stadt von einer gewählten Stadtverordnetenversammlung und dem Magistrat verwaltet werden, denen Deputationen und Kommissionen zur Seite standen. Das Wahlrecht stand nur Bürgern der Stadt zu, die ein entsprechendes Vermögen besaßen. Für kleine Städte unter 3500 Einwohnern (zu denen Gollnow gehörte) betrug das Quorum 150 Taler Jahreseinkommen, alternativ war der Besitz eines Hauses in der Stadt nachzuweisen. 1813 hatten in Gollnow 327 Personen das Bürgerrecht, von denen 280 das Wahlrecht besaßen. Die 1810 gewählte Stadtverordnetenversammlung bestand aus 33 Mitgliedern, aus deren Reihen der Magistrat gewählt wurde. Das Gesetz von 1853 stärkte das Magistratssystem. Weiterhin war die durch Wahlen bestimmte Stadtverordnetenversammlung höchstes beschlußfassendes Gremium. Der Magistrat zählte (nach 1853) zehn Personen, von denen drei die engere Verwaltung bildeten (Bürgermeister, stellvertretender Bürgermeister und ein Stadtrat, das sog. Magistratskollegium). Neben dem Magistrat wurde die Stadt von Magistratsdeputationen verwaltet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Gollnow Deputationen für Baufragen, die städtischen Wälder, Wirtschaft, die städtische Kämmerei, eine Bürgerdeptation, eine für Holzgewinnung, eine Schul- und eine Armendeputation. In der städtischen Kanzlei arbeiteten ein Registrator und ein Kanzlist. Zudem waren besoldete Beamte der Stadt der Schatzmeister der Hauptkasse, der Stadtarzt, ein Oberförster mit einigen Förstern sowie einige Polizisten, die dem Bürgermeister unterstellt waren. Besoldet wurde auch das Amt des Bürgermeisters, seines Stellvertreters sowie des zum Magistratskollegium gehörenden Stadtrats. Das gesamte 19. Jahrhundert hindurch blieb Gollnow ein kleines Zentrum für Handel, Handwerk und Industrie. Es befanden sich hier eine Kupferschmiede, eine Nadelfabrik, einige Möbelwerkstätten, drei Brauereien (nach 1847), fünf Brennereien, eine Destillation sowie fünf Wassermühlen. Die bescheidene Industrie wurde von einem starken Handwerk ergänzt. Die Stadt wurde auch zu einem recht wichtigen Eisenbahnknotenpunkt, indem sie Verbindungen mit Neudamm und Naugard (1882), Cammin und Wollin (1892) sowie Massow (1903) erhielt. Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt wuchs ihre Bevölkerung. 1811 zählte sie 2929 Einwohner, 1828 war die Zahl auf 3920 gestiegen, um 1843 4911 Bürger zu erreichen. 1864 lebten in Gollnow 7413 Menschen, 1895 8181, 1910 10 258. Im Jahre 1928 wiesen die Statistiken 11 815 Bürger aus, 1938 dann 13 500.

Die Gollnower Archivalien wurden aufgrund einer 1879 zwischen dem Magistrat und dem Stettiner Archivdirektor getroffenen Vereinbarung dorthin überführt. Ausgewählte Urkunden und Akten sollten als Depositen in das Archiv gelangen. Erste Archivalien (Pergamenturkunden) wurden bereits 1879 übergeben; weitere Zugänge erfolgten in den Jahren 1882, 1899, 1900–1901 und 1937. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Akten der Stadt Gollnow aus Angst vor Luftangriffen in zwei Teile geteilt, von denen einer 1943 nach Pansin, der andere 1944 nach Endlingen gebracht wurde (heute in Greifswald). In den Jahren 1946–1947 wurden die Pansiner Materialien nach Stettin zurückgebracht. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Gollnow, 1980 AE, 37,5 lfm., aus den Jahren 1268–1938.

Inhalt

Städtische Verfassung, Protokolle der Magistratssitzungen, Tätigkeit einzelner Behörden, Wahlen zu den städtischen Gremien, Magistratsdeputationen: Bau-, Forst-, Kämmerei-, Schul- und Armendeputation sowie ihre Sitzungsprotokolle, sanitäre Aufsicht sowie Aufsicht über die Wälder und den Fluß Ihna, Nachrichten über die Stadt, aus den Jahren 1560–1878, 104 AE.

Städtische Verwaltung, Wahlen der Bürgermeister, der Stadtverordnetenversammlung, Ergänzungswahlen, Ernennungen von Beamten, städtischer Chirurg, Arzt, Tierarzt, Gehalt der Beamten, Urlaube, Beschwerden über städtische Beamte, Disziplinarfragen, Forstverwaltung, Forstwächter, Stadtpolizei, Steueraufteilung, aus den Jahren 1745–1878, 129 AE.

Statistik, statistische Tabellen, Handwerkertabellen, Aufteilung von städtischen Steuern und Vieh, Topographie Pommerns, aus den Jahren 1709–1867, 22 AE.

Finanzen, von den Untertanen gezahlte Gebühren, Kämmereirechnungen, Finanzberichte, Revisionen der Kämmereikasse, Begleichung von Rechnungen, Zustand der Landgüter im städtischen Besitz, Beamtenstellen der Kämmerei, Wirtschaftsinventare der Landwirtschaften und Ziegeleien, Hypotheken auf städtische Grundstücke, aus den Jahren 1730–1860, 32 AE.

Einnahmen der städtischen Kämmerei, Verpachtungen städtischer Zölle, Weiden, Stapelrecht, Schenken in Ihnamünde, Fischfang, Deiche, Verpachtungen städtischer Besitzungen, Ansetzung von Kolonisten, Kauf und Verkauf von städtischem Land, Vermietung von Gebäuden, Holzhandel, Holzlager und Hafen an der Mündung der Ihna, Torfabbau, Stadtwaage, Ziegelei, Gärten hinter der Stadtmauer, aus den Jahren 1625–1879, 57 AE.

Städtische Besitzungen, Vogt aus Barfußdorf, Grenzstreitigkeiten zwischen Barfußdorf und Münchendorf, Grenzgräben, Regulierung der Abgaben, Pachtprozesse, Melioration, Einrichtung neuer Landwirtschaften, Übergabe von Land an Bauern, Hauländerei, Kolonisten, städtisches Vorwerk, Mühle, Arme in Hackenwalde, Schenken, Vermessungen von Sümpfen, Hypotheken, Bau einer Windmühle, Kupferschmiede, Salzmagazin, Holzdeputate, Schäferei, aus den Jahren 1552–1869, 121 AE.

Forsten, Verordnungen, Aufteilung und Waldgrenzen, Walddienste, Verpachtungen und Auseinandersetzungen um Wald, Verbesserung von Forstkulturen, Holzgewinnung, Deputate für die St. Katharinenkirche und die städtische Kämmerei, Versorgung der Stadtbevölkerung mit Brennholz, Einschlag, Korbweiden, aus den Jahren 1602–1869, 90 AE.

Jagdwesen, Privilegien und Verordnungen, Forstpolizei, Jagdpachten, Auseinandersetzungen und Prozesse, Kampf gegen die Wilderei, aus den Jahren 1619–1879, 12 AE.

Torf, Torfmoore und ihre Nutzung, Torfmoore an der Krampe, Gründung eines Torfabbaus, aus den Jahren 1763–1880, 9 AE.

Ausgaben der städtischen Kämmerei, Steuerschätzungen der Güter, Bau und Reparatur von Häusern, Schulbau, Renovierung des Rathauses, Reparatur des Pfarrhauses, der städtischen Uhr, des Forsthauses Ihnamünde, Instandhaltung und Pflege der Stadttore und -mauern, Wolliner Tor, Eiskeller, Militärlazarett, Brückenreparaturen, Instandhaltung des Ihnakais sowie von Wegen und Entwässerungsgräben, Bau eines Deichs durch die Ihnasümpfe, Instandhaltung von Straßen und Gehwegen, Gewinnung von Baumaterialien, aus den Jahren 1627–1877, 71 AE.

Kredite, städtische Schulden, Gesuche um Kredite, Kriegslieferungen und -leistungen, Kriegskosten, Einquartierungen, Kontributionen, Rechnungen für Lebensmittel und Fourage, Kredite der Kämmerei, aus den Jahren 1721–1857, 17 AE.

Grenzen, Beschreibung der Grenze zwischen den Besitzungen von Gollnow und dem Eigentum der Marienkirche in Stettin, Grenzregulierung, Grenzziehung zwischen der Stadt und Stepenitz, Lübzin und Barfußdorf, zwischen Barfußdorf und Münchendorf sowie zwischen Barfußdorf und Glewitz, Vermessungen und Kennzeichnung der Grenzen, Grenzstreitigkeiten, aus den Jahren 1550–1879, 38 AE.

Vermessungen, Register der bebauten Stellen in der Stadt, Größe der den Bürgern gehörenden Feldern, der städtischen Wiesen, der Sümpfe, städtisches Kataster, Größe der Wälder, Vermessungen der Dörfer Barfußdorf und Münchendorf, aus den Jahren 1722–1832, 8 AE.

Bürgerliche Güter, Bau eines Kommandantenhauses und die Pacht seines Gartens, Verpachtung von städtischen Feldern, Wiesen und Gärten, Mietzinsen, aus den Jahren 1743–1848, 9 AE.

Bauwesen, Verordnungen und Vorschriften, Hypotheken auf Bauland, baulicher Zustand verschiedener Stadtteile, aus den Jahren 1783–1868, 5 AE.

Städtische Besitzungen, bäuerliche Lasten, Gemeindefragen, Ansetzung von Kolonisten, Schulzen in den städtischen Dörfern, Lage der Bauern, Parzellierung von Land, Versicherung und Feuerwehr, Schmiede, Ernennung von Schulzen, Aufteilung von Allmenden, aus den Jahren 1721–1875, 35 AE.

Kirchen, Schulen, Stiftungen, Bau und Reparatur von Kirchen sowie der Schulen in Barfußdorf, Kattenhof und Münchendorf, Witwenhaus, Rechnungen der städtischen Kirchen, Umbau der St. Katharinenkirche, Reparatur der St. Georgskirche, Vergrößerung des Friedhofs, Vakanzen auf Pfarrstellen, Stellungen des Organisten und des Kantors, Bibelgesellschaft, Einstellung von Lehrern, Mädchenschule, Besetzung des Rektorenamts der Stadtschule, Gehalt der Lehrer, Unterrichtspausen, Schulkasse, Privatschulen, Schul- und Turnverein, Hl.-Geist-Spital, seine Ausstattung, sein Personal, Reparaturen und Rechnungen, St. Georgs-Spital, Bau eines Hauses für den Superintendenten, Armenhaus, Armenkasse, Sterbekasse, Stiftungen in der Stadt, aus den Jahren 1625–1884, 187 AE.

Handel und Industrie, Verordnungen, Konzessionen, Jahrmärkte, Lederbetriebe, Glashütte, Installation von Dampfmaschinen, Textilfabrik, Spinnerei, Wollmagazine, Maulbeerbaumplantagen, Seidenraupenzucht, Anbau von Korbweiden, Gründung einer Ölmühle, Färberei, Warenflößerei auf der Ihna, Privilegien für die Schiffahrt, Schiffe und ihre Besatzungen, Seehandel, Binnenschiffahrt, aus den Jahren 1614–1878, 46 AE.

Handwerk und Zünfte, Zunftakten und -privilegien: Bierbrauer, Dreher, Fischer, Müller, Pantoffelmacher, Schmiede, Schneider, Tischler, Töpfer, Tuchmacher, Weber, Zimmerleute; Gilden der Kaufleute und Seeleute, Schützenbruderschaft, Meisterprüfungen, Seemannshaus und seine Rechnungen, Spendhauskasse für Seeleute, Klagen der Handwerker, Kauf von Gerätschaften zum Bierbrauen, Schiffsrouten, Arbeitskommission, Unterstützungskasse, aus den Jahren 1587–1879, 70 AE.

Juden, Edikte, den Juden gewährte Privilegien und Konzessionen, Bitten um die Zuerkennung der Bürgerrechte, Verzeichnisse jüdischer Familien, jüdische Gemeinde, aus den Jahren 1761–1877, 6 AE.

Zölle, Geld und Steuern, städtische Akzise, Zölle, Geldfälscherei, Prägung neuer Münzen, Postgebühren, Armeesteuer, Stempelgebühren, Versorgung der Armee mit Mehl, Fleisch und Holz, französische Kontributionen, Zählung der Steuern auf Handwerker, Privatpersonen und Immobilien, Steuertabellen, Gebühren für Verbrauch und Absatz, Steuerermäßigungen für Abgebrannte, Pfandbriefe, aus den Jahren 1715–1878, 57 AE.

Huldigungseide, der schwedischen Königin Christiane geleistete Huldigung, Übergabe Pommerns durch Schweden an Preußen, Trauerfeierlichkeiten nach dem Ableben von Friedrich II., in der Stadt begangene Feiertage und Feierlichkeiten, aus den Jahren 1652–1877, 7 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Reisen preußischer Könige und Mitglieder des Herrscherhauses, Reisen höherer Beamter, Postpferde, Organisation der Verwaltung und des Stadtgerichts, Verbot von Kauf und Verkauf einiger Waren, Überwachung von medizinischem Personal, Kätnern, Zünften, Schnapsverkauf, Märkten und Jahrmärkten, Lotterien, Feuerschutzverordnungen und Feuerkasse, Versicherungsgesellschaft, Kontrolle der Gebäude, Befestigung der Ihnaufer, Überwachung der Holzflößerei, Instandhaltung von Wegen, Straßen, Dämmen und Gräben, Anlage von Brunnen, Reparaturen von Brücken, Verschönerung der Umgebung der Stadt, Verordnungen über die Polizei, aus den Jahren 1741–1873, 152 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Dzieje Goleniowa [Geschichte Gollnows], hg. v. H. Lesiński, Szczecin 1990.

Gaziński, R.: Akta miasta Goleniowa w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Akten der Stadt Gollnow im Landesarchiv Greifswald], SIA, Nr. 13 (1999)

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Lesiński, H.: Z dziejów dawnego Goleniowa [Aus der Geschichte des alten Gollnow], in: PZP, Bd. 17 (1973), H. 2.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

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321

0198 Magistrat Greifenberg (Rep. 38b, Akta miasta Gryfic)

[1327, 1558–] 1599–1899; 525 AE, 6,8 lfm.

Greifenberg wurde 1262 von Herzog Wartislaw III. zu lübischem Recht gegründet. Reich ausgestattet, entwickelte es sich u. a. dank der Flößerei auf der Rega sehr positiv. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts taucht ein zehnköpfiger, von einem Bürgermeister geleiteter Stadtrat auf. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt Mitglied der Hanse. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts zählte sie bereits ca. 2000 Einwohner. Der Aufschwung der Stadt wurde vom Dreißigjährigen Krieg unterbrochen, durch den sie entvölkert und ruiniert wurde. Außerdem kam Greifenberg, nachdem die pommersche Greifendynastie 1637 ausgestorben war, 1653 an die Kurfürsten von Brandenburg. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde neben dem Stadtrat ein zehnköpfiges Kollegium eingerichtet (1673), das als beratendes und begutachtendes Organ fungierte. Doch erst im 18. Jahrhundert kam es zu einer erneuten wirtschaftlichen Belebung. Die Stadt besaß seinerzeit zehn Dörfer, fünf Vorwerke, zwei Schenken und zwei Mühlen. Auch das örtliche Handwerk blühte auf. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Stadt von einem zwölfköpfigen Rat regiert, der sich aus drei Bürgermeistern, drei Schaffnern und sechs Senatoren zusammensetzte. Durch die Änderung des Verwaltungssystems in den Jahren 1716 und 1722 ging die Macht in der Stadt in die Hände eines fünfköpfigen Magistrats über (Bürgermeister, Gerichtsbürgermeister, Schaffner und zwei Senatoren). Im Laufe des 18. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl Greifenbergs und betrug 1740 1724 Personen, 1794 dann 2138 Personen. Die Reformen am Anfang des 19. Jahrhunderts (Städteordnung von 1808) brachten eine weitere Umorganisation der städtischen Behörden mit sich. An ihrer Spitze stand nun eine gewählte, zwanzigköpfige Stadtverordnetenversammlung (gesetzgebendes Organ), aus der ein sechsköpfiger Magistrat bestimmt wurde (ausführendes Organ), der aus dem Bürgermeister, seinem Vertreter sowie vier Stadträten bestand. Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Greifenberg bereits ein gut entwickeltes lokales Industrie- und Handelszentrum. 1882 erhielt es eine Eisenbahnverbindung mit Stettin und Kolberg. Zugleich wurde die Stadt zu einem lokalen Knotenpunkt der Schmalspurbahnen – es bestanden Strecken nach Horst Seebad (1896), Dargislaff (1898), Gülzow (1901) sowie Trieglaff (1913). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestanden in Greifenberg eine Zuckerraffinerie, eine Fabrik für keramische Erzeugnisse, eine Kalkbrennerei, eine Marmeladen- und Stärkefabrik, eine Mühle und ein Sägewerk. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung von Greifenberg und betrug 1816: 2280, 1857: 4461, 1900: 6477, 1925: 8371 und 1939: 10 805 Einwohner.

Die Akten der Stadt Greifenberg gerieten in mehreren Partien in das Stettiner Archiv. Die ersten kamen 1905 nach Stettin, weitere zwischen den Kriegen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Greifenberger Materialien im Zuge der dezentralen Archivauslagerung nach Ralswick auf Rügen gebracht. Am Ende der 1940er Jahre gelangten sie nach Greifswald und wurden 1962 aufgrund des Abkommens über den Archivalienaustausch zwischen der damaligen DDR und Polen vom Staatlichen Woiwodschaftsarchiv Stettin übernommen.

Inhalt

Privilegien und städtische Verfassung, Kopienbuch der städtischen Privilegien mit einer Chronik und einer Liste der Landesvögte, 18. Jh., 1 AE.

Bauwesen, Reparatur der Stadtmauern, Bau des Krankenhauses, Rathaus, Renovierung von Brücken, Befestigung von Bachufern, städtische Brunnen und ihre Verwaltung, Damm, Straßenbeleuchtung, aus den Jahren 1724–1896, 28 AE.

Landwirtschaft, Verordnungen, Vorschriften, Verbesserung der Landbaukulturen, Pflanzung von Maulbeerbäumen, Entschädigungen, Wahl und Bestätigung von Kornmessern, Ökonomiedeputation der Stadtverordnetenversammlung, Revision der Getreiderechnungen, Zucht von Rindvieh, Schweinen und Geflügel, Weideland, landwirtschaftliche Ausstellungen, aus den Jahren 1700–1880, 24 AE.

Städtischer Landbesitz, Grenzen der Stadtgüter, Vermessungen einzelner Felder, Auseinandersetzungen, Grenzgräben, Grenzregulierungen, aus den Jahren 1619–1848, 16 AE.

Zölle und Jahrmärkte, Brückenzölle, städtische Akzise, Jahrmärkte, Erschwernisse für die Greifenberger Hutmacher in Gülzow, Erschwernisse auf anderen Märkten und Jahrmärkten, Vieh- und Krämermärkte, aus den Jahren 1695–1897, 21 AE.

Versicherungen, Zerstörungen während des Siebenjährigen Krieges, Feuerkataster, Feuerversicherungsgesellschaften, Brandschutzverordnungen, aus den Jahren 1763–1861, 6 AE.

Kirche, Fonds für die Witwen geistlicher Personen, Kirchenbibliothek, Beerdigungen, kirchliche Feiertage, Bibelgesellschaft, Verkaufsverbot an Feiertagen, Kirchenarchiv, Rechnungen der Marienkirche, Kirchturmuhr, Kosten zur Instandhaltung der altlutheranischen Kirche, des Pfarrhauses und der Schule, Besetzung kirchlicher Stellen in der Stadt und ihrem Landbesitz, Beschwerden über Geistliche, Streitfälle, Reparatur von kirchlichen Gebäuden in den städtischen Dörfern, Renovierung des Turms, des Pfarrhauses, des Witwenhauses, Separation von Kirchenland, Streit um das Patronatsrecht, aus den Jahren 1676–1884, 40 AE.

Schulwesen, Vorschriften und Verordnungen, Stadtschule, Sitzungsprotokolle der Schuldeputation, Schulverwaltung, Schulstatistik, Lehrbücher und Hilfsmittel, Unterrichtspläne, Unterbrechungen des Unterrichts, Lehrer, ihre Bestätigung und ihr Gehalt, Abitur, Gymnasium, Bau einer neuen Schule, Instandhaltung und Renovierung von Schulgebäuden in der Stadt, Dorfschulen, aus den Jahren 1666–1894, 55 AE.

Sozialfürsorge, Kollekten, Armenkasse und ihre Revision, Armenhaus und sein Unterhalt, Sitzungen der zuständigen Deputation, Arbeitervereine, Vereine zur Unterstützung von Armen und Kranken, St.-Georgs- und Heilig-Geist-Spital, Ausstattung der Spitäler, Streitigkeiten und Prozesse, Stipendien, Legate, Betreuung von Tagelöhnerfamilien, Rechnungen und ihre Revisionen, aus den Jahren 1660–1894, 40 AE.

Staatsgewalt, Landtage, Verhandlungen über Schulden, Beziehungen zum Ausland, Amnestien, Wahlen von Abgeordneten zum Norddeutschen Parlament, Reisen des Königs und von Mitgliedern des königlichen Hauses, Geburtstage und Todesfälle in der königlichen Familie, Säcularfeier der Angliederung Pommerns an Preußen, aus den Jahren 1599–1875, 17 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Kontrolle fremder Schriften, Zensur, Verzeichnisse verbotener Drucke, Beobachtungen des Wasserstands der Rega, Nutzung des Flusses zur Verflößung von Holz, Verbesserung der Landstraßen und die Pflanzung von Bäumen an den Straßenrändern, Angelegenheiten der jüdischen Bevölkerung, Konzessionen für jüdische Familien, Gesellenaufsicht, Choleraepidemie, Sanitärkommission, aus den Jahren 1752–1888, 33 AE.

Handwerk, Handel, Schiffahrt, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Buchbinder, Dachdecker, Dreher, Färber, Fleischer, Gerber, Glaser, Hutmacher, Kupferschmiede, Maurer, Müller, Nagelmacher, Sattler, Schlosser, Schmiede, Schneider, Schuhmacher, Stellmacher, Tischler, Töpfer, Tuchmacher, Uhrmacher, Weber und Zimmerleute, Gesellenfragen, Verzeichnisse der Meister, Prüfungen, Auseinandersetzungen, Tuchmanufaktur, Gründung einer Tuch- und Flanellfabrik, Tabakverwaltung, Statistik, Wollager, Leinwandherstellung, Konzessionen zur Verarbeitung von Tabakblättern, Beschäftigung Minderjähriger, Prozeß der Stadt mit dem Kloster in Belbuck um die freie Schiffahrt auf der Rega, Fluß- und Seehandel, Einfuhrverbot für einzelne Waren, Denunziationen, Informationen über Seeleute, Zeugnisse guter Geburt, Schulzeugnisse, Auseinandersetzungen und Beschwerden, Wahlen zur Kreisprüfungskommission, Münzfragen, neue Maße und Gewichte, aus den Jahren [1327–1558] 1701–1888, 98 AE.

Statistik, Vorbereitung einer Karte Pommerns, Bevölkerungsverzeichnisse, Wollgewinnung, Viehsteuer, Verzeichnisse der städtischen Güter, Tabellen der Getreidepreise, Informationen über die Bebauung der Stadt, Handwerks- und Handwerkerverzeichnisse, aus den Jahren 1718–1888, 16 AE.

Militaria, Kriegsversehrte, Betreuung der Waisenkinder ehemaliger Soldaten, Garnison, Verwaltung, Rechnungen, Gebäude des Militärfiskus, Lazarett, Reparatur des Garnisonspferdestalls, Ausbau und Instandhaltung der Garnisonsinfrastruktur, Renovierungen, Getreidelager, Bau neuer Lager, Versorgung mit Lebensmitteln und Futter, schwedische, französische und preußische Einquartierun-gen, Stab, Requirierungen, Durchmärsche, Ausgaben der Stadt zum Unterhalt der Armee, Betreuung von Soldatenfamilien, Mobilmachungen, der Stadt von Russen und Franzosen auferlegte Kontributionen, aus den Jahren 1640–1899, 105 AE.

Finanzen, Register der städtischen Kämmerei, Rechnungen, Stadtkasse, Kämmereikassenbuch, aus den Jahren 1697–1846, 25 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Wehrmann, M.: Geschichte von Land und Stadt Greifenberg, Greifenberg 1927.

Zarys dziejów miast i osiedli województwa szczecińskiego [Überblick über die Geschichte der Städte und Siedlungen der Woiwodschaft Stettin], in: Szczecin, Nr. 4-5 (1961).

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323

0199 Magistrat Nörenberg (Rep. 38b, Akta miasta Ińska)

1564–1938; 221 AE, 1,8 lfm.

Die erste Erwähnung Nörenbergs als Stadt (civitas) stammt von 1312. Ihre Lokation ist aber zu Beginn des 14. Jahrhunderts zu vermuten und mit der Einnahme der Umgebung durch Brandenburg in Verbindung zu bringen. Bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist in Nörenberg ein Stadtrat mit einem Bürgermeister nachzuweisen. 1350 verpfändeten die Herrscher Brandenburgs das Städtchen der Familie Wedel, und als sie es 1354 nicht ablösen konnten, gaben sie es ihr als Lehen. In den Jahren 1401–1454 gehörte es wie die gesamte Neumark dem Deutschen Orden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (nach 1454) kehrte die Stadt an Brandenburg zurück und wurde Eigentum der Kurfürsten. Das gesamte Mittelalter über lebten die Bürger von der Landwirtschaft, von Rinder- und Schweinezucht sowie vom Fischfang. Außerdem war Nörenberg ein kleines, lokales Handels- und Handwerkszentrum. Dies änderte sich auch in der Neuzeit nicht. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort ruiniert und 1657 von polnischen Truppen zerstört. 1719 lebten hier nur noch 298 Menschen. Diese Zahl stieg bis 1750 auf 605 Bürger. 1775 wurde Nörenberg Eigentum der Familien Götze und Bornstedt. Die Städtereform vom Beginn des 19. Jahrhunderts (Gesetz von 1808) sowie die folgenden Ordnungen von 1831 und 1853 führten in Nörenberg die Magistratsverfassung ein; in Wahlen wurden ein Stadtrat (gesetzgebendes Organ) und ein Magistrat (ausführendes Organ) bestimmt. Das gesamte 19. Jahrhundert und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts über bewahrte das Städtchen seinen agrarischen Charakter, besaß zugleich aber auch ein gutes Dutzend Handwerker. 1896 wurde eine Schmalspurbahn eröffnet, die Nörenberg mit Stargard und Dramburg verband. 1816 hatte die Bevölkerungszahl 1043 betragen; 1857 waren es 1932 Personen, 1900 2648 und 1939 3040 Einwohner.

Die Akten der Stadt Nörenberg gelangten in mehreren Partien in das Stettiner Archiv. Die größten Erwerbungen waren 1882 und 1911. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand geteilt; der größere Teil (ca. 180 AE) kam nach Ralswick auf Rügen. In Stettin blieben nur 33 AE, die nach 1945 von polnischen Archivaren gesichert werden konnten. Die Akten aus Ralswick gelangten am Ende der 1940er Jahre nach Greifswald. 1962 übernahm das Stettiner Archiv auf der Grundlage eines Abkommens mit der damaligen DDR einen Teil des in Greifswald befindlichen Bestands. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Nörenberg, 5 AE, aus den Jahren 1567–1588.

Inhalt

Staatliche Zugehörigkeit, Matrikel der Grenze zwischen Pommern und der Neumark, Verordnungen und Vorschriften, Landratswahlen, Huldigungen, Durchfahrten des Königs und von Mitgliedern der königlichen Familie, allgemeine Fragen des Königshauses, aus den Jahren 1564–1934, 17 AE.

Selbstverwaltung, Reichtsgawahlen, Provinziallandtag und Wahlen zu ihm, Kreistagswahlen, Kreisausschuß, aus den Jahren 1812–1938, 12 AE.

Gerichtswesen, Verordnungen, Vorschriften und Gesetze über die Gerichte, Gerichtsorganisation, Bau und Reparatur des Gerichtsgebäudes, aus den Jahren 1713–1937, 8 AE.

Verfassung und Verwaltung, Städteordnungen, städtische Verfassung, Wahl von Stadtverordneten und ihre Pflichten, Uniformen der städtischen Polizei, Gendarmerie, Nachtwachen, Magistrat, Reisekosten städtischer Beamter, Magistratsdeputationen, Übergabe von Akten an das Stettiner Archiv, Verordnungen und Vorschriften, Brände, Aufsicht über Fremde und Reisende, Feuerversicherungen, Verordnungen über die Zeitschriftenkontrolle, Preise und Tumulte, Bekämpfung des Diebstahls, aus den Jahren 1715–1938, 38 AE.

Bevölkerung, Verzeichnisse der Besitzer des Bürgerrechts sowie der restlichen Einwohner der Stadt, Registrierung der jüdischen Bevölkerung, Beschwerden über die Stadt, aus den Jahren 1836–1934, 5 AE.

Landwirtschaftliche Besitzungen, Grenzen, Sümpfe, städtisches Kataster, Vermessungen von Feldern, Verpachtungen von Kämmereigärten, aus den Jahren 1566–1909, 9 AE.

Kommunale Einrichtungen, städtische Brunnen und Wasserleitungen, Verkauf der Gasanstalt, Straßenbeleuchtung, Privatstraßen, Friedhofsordnungen, aus den Jahren 1840–1937, 9 AE.

Finanzen, Staatsschulden, Mieten, Schulden der städtischen Kämmerei, Monatsrechnungen, Hypothekenbank, Verordnungen über Stempelgebühr, Zölle, Lotterie und Steuern, aus den Jahren 1781–1938, 23 AE.

Handwerk, Handel und Fischfang, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Fischer, Fleischer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher, Tischler, Töpfer und Stellmacher, Verordnungen über Handelsfragen, Holzdiebstahl, Beschwerden, Gewinnung und Verkauf von Holz, Verpachtung von Gewässern, aus den Jahren 1734–1937, 32 AE.

Kirchen, Schulen, Sozialfürsorge, Kirchenrechnungen, Bau und Reparatur der Kirche sowie des Pfarrhauses, Besetzung kirchlicher Stellen, Konfirmationen, Handwerkerschule, Lehrer und ihre Auswahl, Einstellung und Gehälter, Kollekten, Armenfürsorge im Kreis, aus den Jahren 1803–1938, 30 AE.

Öffentliche Gesundheit, Pockenepidemie, aus den Jahren 1827–1919, 4 AE.

Verbände und Vereine, Sportclubs, Fahrradverein, Schützenbruderschaft, Vereine, aus den Jahren 1898–1937, 9 AE.

Militaria, Verordnungen und Vorschriften, Kriegsgefangene, Organisation und Übungen der Landwehr, Fourage, Betreuung von Soldatenfamilien, Kriegsversehrte, aus den Jahren 1810–1937, 13 AE.

Varia, Verordnungen über verschiedene Dinge, städtische Wälder, Lehrergehälter, Streitfälle und Prozesse, Verpachtungen, Töpferzunft, Testamente, aus den Jahren 1823–1934, 12 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Zarys dziejów miast i osiedli województwa szczecińskiego [Überblick über die Geschichte der Städte und Siedlungen der Woiwodschaft Stettin], in: Szczecin, Nr. 4/5 (1961).

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324

0200 Magistrat Jastrow (Rep. 38b, Akta miasta Jastrowia)

1602–1933; 69 AE, 1,5 lfm.

Im Frühmittelalter waren die Gegenden, in denen später Jastrow entstehen sollte, bewaldete und kaum besiedelte Grenzgebiete zwischen Pommern und Großpolen. An der Wende zum 14. Jahrhundert kam das Land unter brandenburgische Herrschaft, um anschließend unter Kazimierz dem Großen an Polen zurückzufallen. Erstmals erwähnt wird Jastrow 1363 als königliches Dorf. Einer Steuererhebung von 1565 zufolge gab es hier fünf Häuser. In dieser Zeit gehörte das Dorf zur Starostei Usch. Erst 1602 verlieh Starost Piotr Potulicki Jastrow die Stadtrechte, was im Jahr darauf Zygmunt III. Wasa urkundlich bestätigte. Die neue Stadt zählte rund 800 Einwohner. Von nun an wurden die Amtsgeschäfte von einem von den Bürgern gewählten und vom Starosten bestätigten Bürgermeister ausgeübt, dem ein vierköpfiger Stadtrat zur Seite stand. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verfiel das Städtchen in unruhigen Zeiten und infolge von Kriegen (1697 lebten hier nur noch 133 Bürger). Erst im 18. Jahrhundert nahm Jastrow wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. Besonders intensiv entwickelte sich die Weberei (1789 gab es 123 Weber), daneben aber auch Schneiderei und Schuhmacherei, wodurch der Ort einen handwerklich-industriellen Charakter annahm. Nach der ersten Teilung Polens (1772) kam Jastrow zu Preußen. Die neue Städteordnung (von 1808) erlaubte es den Bürgern, eine achtzehnköpfige Stadtverordnetenversammlung zu wählen, die Magistrat und Bürgermeister bestimmte. Im Laufe des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts festigte die Stadt ihre Position als Handwerkszentrum. Es gab hier 119 Schuster, 81 Tuchmacher, 21 Schmiede, 19 Schneider und 16 Tischler, Fabriken für Zigarren, Möbel und Schuhwerk. 1878 erhielt Jastrow einen Eisenbahnanschluß nach Neustettin, 1879 nach Schneidemühl, 1908 nach Tempelburg und 1914 nach Flatow. In dieser Zeit wuchs die Einwohnerzahl, von 4645 (1871) über 5418 (1900) und 5538 (1925) auf 5895 (1939).

Städtische Akten kamen 1939 in das Stettiner Archiv 1939. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie nach Ralswick evakuiert, von wo sie 1945 ins heutige Landesarchiv Greifswald gelangten, Rep. 38b Jastrow, 4 AE, aus den Jahren 1788–1927. Die heute im Stettiner Archiv befindendlichen Urkunden und Akten wurden 1953 in der staatlichen Altpapier-Sammelstelle in Deutsch Krone gefunden.

Inhalt

Pergamenturkunden, Verleihung und Bestätigung der Stadtrechte (Piotr Potulicki, Zygmunt III., Władysław IV., Jan Kazimierz, Ludwika Maria, Michał Korybut Wiśniowiecki, Jan III. Sobieski, August II. der Starke), Befreiung von der Teilnahme an der Ernte im Vorwerk Łubieńsko und Bestätigung dieses Privilegs, Verleihung des Rechts zur Abhaltung eines Jahrmarkts und von Wochenmärkten, Senkung der von den Bürgern erhobenen Abgaben und viele Bestätigungen dieser Urkunde, Grenzen der städtischen Besitzungen, aus den Jahren 1602–1755, 17 AE.

Allgemeine Verwaltung, Stadt- und Gerichtsbücher, Bücher über die Tranksteuer und die Hiberna (Kriegssteuer zu den Winterquartieren der Soldaten), Protokolle, Verordnungen der preußischen Behörden, Abschriften der städtischen Privilegien, Wahl der städtischen Gremien, Vorschriften über die Wälder, Bau der katholischen Schule und von Wohnhäusern, Ernennung von Lehrern, Unterhaltung des Stadtgerichts, Zunftgerichtswesen, Landbesitz der Stadt, Verpachtung von Einnahmen, die der Stadt aus Jahrmärkten erwuchsen, aus den Jahren 1602–1928, 29 AE.

Städtischer Schlachthof, Pacht und Ausbau des Schlachthofs, Wächter, Finanzen, aus den Jahren 1888–1933, 6 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Kontrolle der Jahrmärkte und Märkte, Wohnungsfragen, Zunftordnungen, Einquartierungen, Verluste durch die Anwesenheit französischer Truppen, Judenschule, Unterricht in jüdischer Religion, Reparatur des Straßenbelags, handwerklicher Unterricht, Hypotheken des Landbesitzes, Stadtverordnetenversammlungen, Fälle von Kindstod, Heiraten, aus den Jahren 1821–1928, 17 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Schulz, F.: Chronik der Stadt Jastrow, Jastrow 1896.

RG

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326

0202 Magistrat Kolberg (Rep. 38b, Akta miasta Kołobrzegu)

[1126–] 1425, 1518–1944; 3748 AE, 71,6 lfm.

Der Anfang von Kolberg ist mit einer slawischen Burg in Verbindung zu bringen, die auf dem rechten Ufer der Persante lag. Bereits im 10. Jahrhundert gehörte sie zu den wichtigsten pommerschen Burgen. Für ihre Bedeutung waren die günstigen natürlichen Voraussetzungen entscheidend: fruchtbarer Boden, wildreiche Wälder, die Nähe des Meeres, vor allem aber die Salinen. Die Burg bestand bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. 1255 gründeten Wartislaw III. und Bischof Hermann von Gleichen Kolberg zu lübischem Recht in direkter Nachbarschaft der Salinen. Die Stadt erhielt seinerzeit viele Privilegien und wirtschaftliche Vorrechte. 1255 entstand ein Stadtrat, der aus 24 Ratsherren bestand, von denen 2/3 den sog. sitzenden Rat ausmachten. Ihm oblag die politische und gerichtliche Gewalt in der Stadt. Letztere teilte er sich allerdings mit dem Feudalherrn, also dem Bischof von Cammin. Sein Repräsentant, der Vogt, stand an der Spitze des Stadtrats. Nach 1297 wurde die Position des bischöflichen Vogts schwächer. Er wurde nun Vorsitzender der städtischen Schöffenbank (des Stadtgerichts); seinen Platz im Rat übernahm der von den Ratsherren gewählte Bürgermeister (proconsul). Grundlage für die Existenz der Kolberger Bevölkerung waren das Salzsieden, der Seehandel und der Fischfang. Dank einer entwickelten Waren-Geld-Wirtschaft und einem an Rohstoffen reichen Hinterland entwickelte sich das Handwerk. Seit dem 13. Jahrhundert entstanden in Kolberg Zünfte und Gilden. Eine große Bedeutung für die städtische Wirtschaft hatte auch der Seehafen. Exportiert wurden Salz, Bier, Honig, Öl, Tuche und Schuhe. Handelspartner waren die Städte Schwedens, Norwegens und der Hanse. Die Stadt dehnte sich aus. In dieser Zeit betrug ihre Einwohnerzahl 4-5000 Menschen; die Verbesserung der Lebensbedingungen erlaubte es den Bürgern, ihre Stadt mit Mauern zu umschließen, die von Türmen gekrönt waren und aus denen drei Haupttore hinausführten.

Im 16. Jahrhundert übte weiterhin der Stadtrat die Macht in der Stadt aus. Seit 1585 setzte er sich aus 23 Ratsherren zusammen, die hauptsächlich den Kaufleuten, den Seeleuten und den Mitgliedern der Salzgilde entstammten. Zum Rat gehörten auch zwei Bürgermeister und zwei Kämmerer. Jedem Ratsherren unterstand ein Gebiet des städtischen Wirtschaftslebens, das er überwachte. Ihre Ämter übten sie lebenslang aus. Zu ihren Pflichten gehörten u. a. die Verwaltung der Stadt und der städtischen Güter sowie die Aufsicht über Handwerk und Handel. In den Händen des Rats ruhte auch das städtische Gerichtswesen, das sog. höhere Gericht. Die städtischen Handwerker wurden dem Rat gegenüber von den Aldermännern der vier Hauptzünfte vertreten: der Bäcker, Schneider, Schmiede und Schuhmacher. Sie hatten keinen direkten Einfluß auf die Stadtregierung, sondern fungierten als beratendes Organ.

Im 16. Jahrhundert wurde der Aufschwung Kolbergs durch den Niedergang der Hanse, die Handelskonkurrenz holländischer und englischer Kaufleute gebremst. Doch in der zweiten Hälfte des 17. und im 18. Jahrhundert konnten die Schwierigkeiten überwunden werden. In den Jahren 1653–1670 galt es, die Schäden des Dreißigjährigen Krieges zu beseitigen; die Vorstädte wurden erheblich ausgebaut, insbesondere die von Fischern und Hafenarbeitern bewohnte Hafensiedlung; der Warenumschlag erhöhte sich stark. Diesmal waren Hauptabnehmer des Kolberger Salzes, seiner Heringe und seines Holzes Stettin, Neuwarp, Wollin, Cammin, Treptow, Rügenwalde sowie die skandinavischen Städte. Rund 70 % der Bevölkerung lebte vom Handwerk und von der Bodenbearbeitung, der Rest waren Beamte, Kaufleute, Fischer und Salzarbeiter. Nach dem Tod von Herzog Bogislaw XIV. und dem Westfälischen Frieden kam Kolberg unter brandenburgische Herrschaft. Zwischen 1713 und 1740 führte der preußische Staat weitreichende Reformen durch, die darauf abzielten, die unterschiedliche Verfassung einzelner Städte zu beseitigen und ihre Verwaltung staatlichen Organen zu unterstellen. 1717 erhielt Kolberg eine neue städtische Ordnung. Sie beließ den Stadtrat, der zu einem Magistrat umgewandelt wurde und aus zwei Bürgermeistern bestand, die von den preußischen Behörden ernannt wurden, aus zwei Kämmerern, welche die städtische Wirtschaft direkt steuerten, aus einem Kämmereikontrolleur, einem Richter, vier Senatoren und einem Sekretär. Die städtische Verwaltung und Wirtschaft wurde der strikten Kontrolle der Kriegs- und Domänenkammer in Stettin unterstellt.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geriet Kolberg in eine ernste Krise. Während der Belagerung von 1807 wurde der größere Teil der Innenstadt zerstört oder beschädigt; alle Vorstädte brannten ab. Die Wirtschaft stagnierte, die Salzgewinnung ging zurück, der Hafen verlor seine Bedeutung. 1808 wurde die neue Städteordnung eingeführt, die den Stadtgemeinden die Selbstverwaltung gab. So wie die anderen Städte erhielt auch Kolberg die Selbständigkeit in städtischen Fragen, insbesondere bei der städtischen Wirtschaft, der polizeilichen Aufsicht und dem Gerichtswesen. Diese Ordnung wurde 1831 und 1853 ergänzt. Alle Stadtbürger wählten die Stadtverordneten, denen die Kontrolle aller Magistratsorgane oblag, vor allem aber der städtischen Finanzen. Die Exekutive wurde vom Magistrat ausgeübt, dem ein Bürgermeister vorstand. Zu seinen Pflichten gehörte die Verwaltung der Stadt und ihrer Besitzungen, die Aufsicht über Handel und Handwerk sowie über die Finanzen. Zur Kontrolle einzelner Zweige der Verwaltung wurden verschiedene Deputationen gebildet, der die Stadtverordneten angehörten. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Lage. Die Stadt wurde wiederaufgebaut, der Hafen umgebaut und modernisiert. Man nahm den Handel mit dänischen, schwedischen, norwegischen, englischen, niederländischen und deutschen Städten wieder auf. Eine immer größere Bedeutung kam, besonders im 20. Jahrhundert, dem Fischfang zu. Auch die bereits bestehende Industrie entwickelte sich: Reparaturwerft, Metallgießerei, Ziegelei, Kalköfen, eine Zigarrenfabrik, Brauereien und lebensmittelverarbeitende Betriebe. Es gab auch eine Badeanstalt und 1860 begann der Kurbetrieb. Ausgebaut und verbessert wurde zudem das Verkehrsnetz – zwischen 1830 und 1860 entstanden zahlreiche Chausseen und Straßen, zwischen 1859 und 1899 Eisenbahnstrecken. Die Magistratsverfassung blieb mit gewissen Änderungen bis 1933 bestehen. In diesem Jahr wurde die Stadtverordnetenversammlung aufgelöst; die gesamte Macht ging an den Bürgermeister über. Von nun an verwaltete er die Stadt mit Hilfe einiger von ihm abhängiger Berater, die auf Antrag des Gauleiters von den vorgesetzten Behörden ernannt wurden. Die wirtschaftliche Entwicklung Kolbergs führte auch zu einem demographischen Anstieg. 1740 zählte die Stadt 2545 Einwohner, 1777: 1869, 1816: 4636, 1857: 8230, 1900: 20 417, 1925: 28 812 und 1939: 33 508 Einwohner.

Die ersten Akten der Stadt Kolberg kamen 1899 in das Stettiner Archiv, noch bevor 1901 ein entsprechender Vertrag zwischen dem Archiv und der städtischen Verwaltung abgeschlossen wurde. Weitere Zugänge fanden in den Jahren 1901–1922 statt. Die letzten Akten wurden 1923 nach Abschluß eines zweiten Depositenvertrags (1922) abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Teil der Akten, hauptsächlich Pergamenturkunden und Handschriften, im September 1942 nach Pansin evakuiert. Von hier aus gelangten sie unter ungeklärten Umständen nach 1945 ins Landesarchiv Greifswald (Rep. 2, 38bU, 38b Kolberg, 528 AE, 0,15 lfm. aus den Jahren 1266–1910). Die übrigen Akten blieben im Stettiner Magazin, wo sie 1945 von den polnischen Archivbehörden vorgefunden wurden.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Reisen von Mitgliedern des Herrscherhauses, Lehns- und Huldigungsfragen, Verordnungen, Edikte und Privilegien, Wahlen zu Provinziallandtag und Landtag, aus den Jahren [1276] 1582–1877, 99 AE.

Städtische Verwaltung, Ordnungen, Entwurf für eine städtische Ordnung, Akten des Kanzleidienstes, Sitzungen und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung, städtische Deputationen und Kommissionen, städtische Beamte, darunter Mitglieder des Magistrats und der Bürgermeister, Vereidigungs- und Schöffenbücher, Kämmereiakten, Bibliothek, Archiv, Feuerschutzfragen, aus den Jahren 1518–1889, 240 AE.

Bürgertum, Bürgereide, Privilegien für die Bürger, Untertanenverzeichnisse, Ansiedlungsfragen, aus den Jahren 1615–1863, 38 AE.

Stadtgericht und Gerichtsbeamte, Organisation der Gerichte, Richter und Gerichtsbeamte, Salinengericht, Klagen und Beschwerden, aus den Jahren 1563–1874, 102 AE.

Städtischer Besitz, Stadtgüter in den Dörfern Altbork, Alt Werder, Bodenhagen, Büssow, Deep, Freienfelde, Groß Jestin, Henkenhagen, Mohrow, Necknin, Nehmer, Neu-Bork, Neu-Geldern, Neu-Werder, Rossenthin, Sellnow, Semmerow, Siemötzel, Spie und Ulrichshof, Regulierung der Verhältnisse zwischen Bauern und Gutsbesitzern, Kolonisierung, Gärtner, dörfliche Bebauung, Separation des Lands, Schmieden, Schenken, aus den Jahren 1570–1881, 283 lfm.

Allmenden und Grenzen, Festlegung der Grenze zwischen Stadt und Dörfern, Ordnung zur Teilung der Allmenden, Regulierung der Eigentumsverhältnisse, Landkultur und Parzellierung der Weiden sowie Grenzstreitigkeiten, aus den Jahren 1632–1894, 175 AE.

Bauwesen, Kommission für Baufragen, Berichte über die Bebauung leerer Parzellen, öffentliche Bautätigkeit, Bau und Instandhaltung der städtischen Kirchen, Schulen und Krankenhäuser, Bau und Reparatur von Mühlen, Instandhaltung und Reparatur von Kais, Bau und Renovierungen von Kasernen, Militärbaracken und -magazinen, Bau einzelner Privathäuser, des Theaters, von Badeanstalten, des Göpelwerks, von Denkmälern, Baurechnungen der Stadtkasse, Konzessionen für Bauten in den Vorstädten und Bauerlaubniserteilungen, Verzeichnis aller Häuser, Scheunen und Gärten in den Vorstädten, Feststellung der Eigentumsrechte verschiedener städtischer Parzellen, aus den Jahren 1651–1880, 173 AE.

Statistik, Vermessungen, Kataster, Zählungen der Kolberger Bevölkerung, Tabellen der Berufe, Produktion und Viehbestands, statistische Tabellen, Matrikel des Herzogtums (1792), Vermessung von Land, Wäldern, Torfmooren und Salinen, allgemeines Kataster aller städtischen Grundstücke und Rezeß einzelner Kolberg gehörender Dörfer, Münzfragen, städtische Maße und Gewichte, aus den Jahren 1562–1866, 78 AE.

Hafen, Hafenbau, Schiffahrtsordnung, Hafenordnungen, Lageplan des Hafens, Akten über die Küsten, Hafenanlagen und den städtischen Hafen, Hafenbeamte, Tabellen der einlaufenden Schiffe, Hafenzölle, Protokoll des Hafengerichts, Seeberichte, Kassenrechnungen des Hafens, Seebad, Seemannsheim, Hafenregister, Kassenbuch des Hafens sowie Hafenbuch, aus den Jahren 1540–1911, 299 AE.

Finanzen, Berichte über den finanziellen Zustand der Stadt, Berichte über städtische Ausgaben und Einnahmen, Stadtrechnungen, Depositen, Krankenkasse, Invalidenkasse, Stadtkasse, Sparkasse, Steuern, Zölle, Mauten, Steuerfragen einzelner Bürger, Kämmereiregister und Rechnungsfragen, Darlehen, Kreditfragen, Pfandbriefe, Testamente, Hypotheken, Erbsachen, Lotterien, aus den Jahren 1573–1922, 489 AE.

Handel, Industrie und Handwerk, Verordnungen über den Handel und die Handelsbeziehungen mit fremden Ländern, Konzessionen zur Gründung von Fabriken, Fabriken und Manufakturen, Handel mit Schweden, Frankreich und anderen Staaten, Hanse, Import und Export englischer Waren, Getreidehandel, Verordnungen über die Hausiererei, Brennereien, Jahrmärkte, Ankauf von Getreide, Brennholz, Kalk und Kohle aus Polen, Dänemark und anderen Staaten, Handel mit Gold und Silber, Kupfer und Eisen, Papier und Lumpen, Salz, Wolle, Roßhaaren und Zucker, Verordnungen über das Handwerk, Privilegien für das Handwerk, Handwerkerreglement, neue Handwerksordnung und Meisterprivilegien, Verzeichnisse der Handwerksmeister in der Stadt und in den Dörfern, Konzessionsvergabe, Privilegien für einzelne Zünfte, Akten der Zünfte und Gilden, Kalkwerke und Ziegeleien, Salinen, Mühlen, aus den Jahren 1525–1923, 380 AE.

Pachten, Generalpachten der städtischen Güter, Verpachtung von Ackerland, Weideland, städtischen Vorwerken sowie Verpachtung von Acker- und Weideland der Kirche, Verpachtung von Land aller Spitäler und Stiftungen, Verpachtung der Waage, Zollabgaben an der Brücke, Jagdrecht, Vermietung der Kegelbahn, Pachtverträge für Mühlen und die Ziegelei, Kalkgewinnung und Versteigerungen, aus den Jahren 1694–1876, 83 AE.

Landwirtschaft und Forsten, Forstwirtschaft, Forsthaushalt der Stadt, Kontrolle der Wälder und Instruktionen für die Förster, Wälder in einzelnen Ortschaften, Holzverkauf, Zuteilung von Holz an die Beamten, Kirchen und Krankenhäuser, Klagen der Dörfer über die Höhe des Holzdeputats, Jagdwesen, Nutzung der städtischen Wiesen, Getreideernte auf den Wiesen, Verwaltung der Torfmoore, Torfgewinnung sowie damit befaßte Beamte und Deputationen, Ordnung über den Fischfang auf den pommerschen Binnengewässern, Fischfang, Fischbesatz von Flüssen, Verpachtung von und Klagen über den Fischfang in den Flüssen, aus den Jahren 1543–1932, 201 AE.

Juden, Handel, Wahl der Mitglieder und des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, aus den Jahren 1759–1871, 5 AE.

Militaria, Krieg gegen Frankreich, Durchmarsch russischer und französischer Truppen durch Pommern, Kasernenbau, Garnisonsfragen, Kommandantur, Flotte, Bau und Regulierung der Festungsgrenzen, Ausdehnung der Befestigungen, Versorgung und Einquartierung der Truppen, Kontributionen, Kriegszerstörungen, städtische Kompanie und Verteidigung der Stadt, Reglement der Bürgerwehr, Einrichtung des Landsturms, neues Reglement für Soldaten und Verordnungen für den Landsturm, Garnisonskrankenhaus, Lazarett, Verwaltung des Kantonskrankenhauses, Beihilfen für Kriegsversehrte, für Frauen und Kinder, aus den Jahren 1612–1881, 201 AE.

Kirchen und Schulen, Kirchenordnung, Kirchenkommission, Separatisten, Kirchenbau, Kirchenrechnungen, Kirchengüter, Akten über die Verwaltung folgender Kirchen: St. Marien, St. Nikolai, St. Georg, Hl. Geist und St. Gertrude, Kirchen in den städtischen Besitzungen, Klöster, Friedhöfe, Beerdigungsgebühren, Klosterspitäler, Instruktionen über öffentliche Anstalten und Krankenhäuser, Befreiungen von der Steuer pius corporibus, Legate, Grundstreitigkeiten, Mietzinsen des Klosters sowie Akten des Klostergerichts, Spitäler und Sozialfürsorge, Arbeitskodex der Ärzte, Verwaltung des Spendhauses, städtische Fürsorge, Raum-, Finanz- und Personalprobleme der Sozialfürsorge, Asyl für unheilbar Kranke, Beihilfen für Witwen und Waisen, Stiftungsakten, Finanz- und Wirtschaftsfragen des Spendhauses, Beschlüsse der Schuldeputation, bessere Organisation der Elementarschulen, Bau und Renovierung von Schulen, einzelne Schulen: Real-, Stadt-, Mädchen-, Elementar-, St. Otto-, St. Georgsschule, Ritterakademie, Navigationsschule, Hebammenschule, Besserungsanstalt für Mädchen, private Mädchenschulen, aus den Jahren 1551–1936, 711 AE.

Kommunalwirtschaft, Straßenbeleuchtung, Reparatur von Rinnsteinen und Gossen, Vertiefung des Mühlgrabens, Reinigung der Stadt, Reinigung von Gräben und Bächen, Bau und Instandhaltung von Brunnen, Kanalisation und städtischem Springbrunnen, Reparatur von Straßen, Dämmen und öffentlichen Plätzen, Bau von Chausseen und Straßen in Pommern, Verordnungen über Schleusen und Brücken, Post, Eisenbahnlinien, aus den Jahren 1663–1933, 102 AE.

Manuskripte, Abschriften von Genealogien, Stadtgeschichte, Handelsprivilegien der Stadt, Berichte von königlichen und herzoglichen Besuchen, Streitigkeiten zwischen der Stadtverwaltung und den Bürgern, Nachrichten über die Stadt, aus den Jahren [1126] 1425–1944, 89 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Dzieje Kołobrzegu [Geschichte Kolbergs], hg. v. B. Drewniak u. H. Lesiński, Poznań 1967.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kowalenko, W.: Najdawniejszy Kołobrzeg [Das älteste Kolberg], in: PZ, Nr. 7–8 (1951).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Lesiński, H.: Handel morski Kołobrzegu [Der Seehandel Kolbergs], Szczecin 1982.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Piotrowski, K.: Z historii portów Kołobrzegu, Darłowa i Ustki w XIX w. [Aus der Geschichte der Häfen Kolberg, Rügenwalde und Stolpmünde], in: Zeszyty Naukowe Politechniki Szczecińskiej, Ekonomika, Nr. 8 (1960).

Riemann, H.: Geschichte der Stadt Kolberg, Kolberg 1924.

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329

0205 Magistrat Leba (Rep. 38b, Akta miasta Łeby)

[1313–] 1483–1899; 92 AE, 1,2 lfm.

Erstmals erwähnt wurde Leba im Jahre 1286 als Fischersiedlung auf der Nehrung zwischen Ostsee und Leba-See. Seit 1309 war Alt-Leba wie auch das gesamte Pommerellen Teil des Deutschordensstaates. Die Stadtrechte (nach lübischem Recht) erhielt Leba zu Beginn der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts (1357 oder 1362). In der Anfangszeit stand ein Schulze an der Spitze der Gemeinde. Ein Bürgermeister und ein Stadtrat sind erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts nachzuweisen. 1454 kehrte der Ort zu Polen zurück, wurde aber schon 1455 mit dem Lauenburger Land als Lehen ein Teil Pommerns. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verschlechterten sich die natürlichen Verhältnisse auf der Nehrung so sehr (Wanderdünen, Überflutungen der Flüsse, Stürme etc.), daß die Bürger 1560–1572 zwei Kilometer südöstlich von Alt-Leba eine neue Stadt gründeten. 1575 erhielt Neu-Leba (später einfach nur noch Leba genannt) von Herzog Johann Friedrich das Kulmer Recht. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert gab es zwei Bürgermeister und einen aus acht Mitgliedern bestehenden Stadtrat. Nach dem Aussterben der Greifendynastie (1637) kam Leba mit dem ganzen Lauenburger Land an Polen, ging aber aufgrund der Verträge von Wehlau und Bromberg 1657 an die Kurfürsten von Brandenburg über. Die gesamte Zeit hindurch war die Existenzgrundlage der hiesigen Bürger der Fischfang, u. a. von Lachsen, aber auch Land- und Forstwirtschaft sowie der Holz- und Getreidehandel (auf dem Seeweg). 1808 führte die neue Städteordnung dazu, daß in Leba eine vierundzwanzigköpfige Stadtverordnetenversammlung gewählt und ein Magistrat (Bürgermeister, Kämmerer, vier Stadträte) bestimmt wurde. In der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in der Stadt eine deutliche Belebung der Wirtschaft festzustellen. Es wurde nun die Leba reguliert und ihre Flußufer befestigt, man baute Wellenbrecher zum Schutz der Hafeneinfahrt, hob ein kleines Hafenbecken aus und entwickelte die fischverarbeitende Industrie (Räuchereien, Netzherstellung, Eisfabrik, Kühlhäuser, Konservenfabrik). 1899 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung mit Lauenburg. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Leba Seebad. Der wirtschaftliche Aufschwung zog ein erhebliches Anwachsen der Bevölkerungszahl nach sich, die folgendermaßen verlief: 1812 – 701 Personen, 1831 – 806, 1852 – 1093, 1880 – 1333, 1910 – 1920, 1939 – 2849.

Die Akten der Stadt Leba gelangten in mehreren Partien in den Jahren 1881, 1936, 1941 und 1943 nach Stettin. Nach 1943 wurde der Bestand nach Ralswick evakuiert, von wo die erhaltenen Materialien nach Greifswald gebracht wurden. 1961 kehrten sie im Rahmen des Archivalienaustauschs mit der damaligen DDR nach Stettin zurück. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 2, 38bU Leba, 6 AE, aus den Jahren 1500–1693.

Inhalt

Sammlung von Urkunden und Urkundenabschriften, Zusammenfassungen des Stadtbuchs, Privilegien sowie Abschriften von Privilegien, welche die Stadt erhalten hatte, aus den Jahren [1313] 1535–1861, 9 AE.

Selbstverwaltung und Stadtgut, Beschlüsse und Anträge der Stadtverordnetenversammlung, Landbesitzungen, aus den Jahren 1829–1853, 3 AE.

Eigentumswechsel des Grundbesitzes, Steuerbelastungen des Landes, Separationen, Regulierung der Steuern, Vermessungen und Grundteilung, aus den Jahren [1802] 1831–1881, 4 AE.

Bauwesen, Bauverträge, Hausbau, aus den Jahren 1827–1873, 3 AE.

Meliorationen, Abholzung und Vorbereitung des Landes für die Landwirtschaft, Meliorationsgräben, Wert und Ausmaß der Ernten, aus den Jahren 1829–1876, 5 AE.

Forstwesen und Fischfang, Streitigkeiten um den Fischfang auf dem Sarbsker See, das Salzen von Heringen und Sprotten, Verordnungen in Forstfragen, aus den Jahren [1639] 1777–1875, 4 AE.

Jurisdiktion, Verordnungen über Gerichtsgebühren, Auseinandersetzungen und Strafen, aus den Jahren 1833–1877, 5 AE.

Gastronomie, Wirtschaften, Schenken, Tanzlokale, Ressource, aus den Jahren 1835–1874, 3 AE.

Seekatastrophen, Küstenfragen, Unfälle auf hoher See und Strandung von Schiffen, Schiffahrt, aus den Jahren [1743] 1786–1854, 4 AE.

Auswanderung, Ausreisen und Pässe, aus den Jahren 1850–1879, 4 AE.

Juden und Dissidenten, Angelegenheiten der örtlichen Juden, Geburten- und Sterbelisten von Andersgläubigen, aus den Jahren [1818] 1850–1875, 3 AE.

Kommunikation, Straßenbau, Chaussee Leba–Lauenburg, Entschädigungen, Straßenpolizei, Eisenbahn, aus den Jahren 1836–1884, 5 AE.

Schiffahrt, Allgemeine Schiffahrtsfragen, Küstenrettung, Segelunterricht in der Lebaer Schule, Torpedoboote auf dem Leba-See, aus den Jahren 1822–1891, 5 AE.

Brandschutz und Naturkatastrophen, Stadtbrände, Beseitigung von Brandschäden, andere Katastrophen, aus den Jahren [1720] 1830–1872, 16 AE.

Industrie und Handwerk, statistische Tabellen des Handwerks, Unterstützungskasse, Reorganisation der Zünfte, Tischler, Böttcher, Dreher, Stellmacher, aus den Jahren [1798] 1835–1899, 5 AE.

Kirche, Bau und Reparaturen der Kirche sowie der Kirchengebäude, Friedhof, Kirchenglocken, Religion, aus den Jahren [1685] 1794–1884, 8 AE.

Schulwesen, Schulvorschriften, Schulen im städtischen Landbesitz, Einsetzung von Lehrern, aus den Jahren 1840–1881, 4 AE.

Gemeinde Scharnhorst, Informationen über die Gemeinde, aus den Jahren 1851–1866, 1 AE.

Stadtbuch, aus den Jahren 1483–1775, 1 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Cramer, R.: Geschichte der Lande Lauenburg und Bütow, 2 Bde., Königsberg 1858.

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gerlach, A.: Leba, in: Unser Pommerland, Bd. 11 (1926).

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kopittke, R.: Kreis Lauenburg, Königsberg 1932.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Schultz, F.: Geschichte des Kreises Lauenburg in Preußen, Lauenburg 1912.

Szopowski, Z.: Małe porty Pomorza Zachodniego w okresie do drugiej wojny światowej [Die kleinen Häfen Pommerns bis zum Zweiten Weltkrieg], Warszawa u. Poznań 1962.

Szultka, Z.: Szkice historyczne o dawnej Łebie [Historische Skizzen über das alte Leba], Gdańsk u. Łeba 2000.

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331

0207 Magistrat Rummelsburg (Rep. 38b, Akta miasta Miastka)

1617–1933; 626 AE, 6,18 lfm.

Rummelsburg entstand im südlichen Grenzsaum des Schlawer Landes. Bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts gehörte es den Herzögen von Danzig. 1310 wurde es vom Deutschen Orden erobert, doch schließlich fiel es in der Mitte des 15. Jahrhunderts an Pommern. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war es im direkten Besitz der Familie von Massow. 1617 erhielt Rummelsburg (aufgrund einer Entscheidung des Herzoglichen Hofgerichts Stettin) die Stadtrechte (vielleicht war dies lediglich die Bestätigung einer früheren Gründung noch aus den Zeiten des Deutschen Ordens), doch die Besitzer der Gegend, die von Massows, erkannten diese Entscheidung nicht an. Die Massows regierten die Stadt faktisch durch ihren Vogt. Der Stadtrat war nur ein beratendes Organ für den Vogt und konnte nur mit Einverständnis der örtlichen Feudalherren gewählt werden. 1653 kam das Gebiet an Brandenburg. 1707 wurden Rummelsburg zum wiederholten Male die Stadtrechte verliehen, doch seine Entwicklung wurde 1719 durch eine gewaltige Feuersbrunst gehemmt, während der fast alle schriftlichen Privilegien der Siedlung zerstört wurden. In dieser Situation bestätigte Friedrich Wilhelm I. 1721 nochmals den städtischen Charakter von Rummelsburg und verlieh ihm das lübische Recht. Im 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Lage der städtischen Siedlung, die sich zu einem lokalen Handels- und Handwerkszentrum entwickelte. In dieser Zeit stieg die Bevölkerungszahl von 1983 Einwohnern im Jahre 1740 auf 2347 im Jahre 1794. Gegen Ende des 17. und im 18. Jahrhundert wurde Massow zu einem Zentrum der Tuchmacherei, das seine Erzeugnisse in Großpolen und Pommerellen absetzte. 1747 arbeiteten hier 44 Tuchmachermeister; diese Zahl wuchs bis 1786 auf 96. Im 18. Jahrhundert wurde in Massow auch Tabak hergestellt; außerdem entwickelte sich die Baumwollindustrie. Die neue Städteordnung (1808) führte zur Bildung einer Stadtverordnetenversammlung mit 24–36 Mitgliedern. Sie berief das Magistratskollegium, dem der Bürgermeister, der Kämmerer sowie vier bis sechs ehrenamtliche Stadträte (die unter den Stadtverordneten gewählt wurden) angehörten. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts brach aufgrund der hohen Zölle an der Grenze zum Königreich Polen die Tuchproduktion in Massow völlig zusammen. Erst in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte sich das städtische Wirtschaftsleben neu orientieren. Nun entwickelte sich die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und lokaler Rohstoffe – Sägewerk, Ziegelei, drei Spinnereien. Das Wachstum Massows wurde auch durch den Bau von Eisenbahnlinien nach Schlawe und Stolp (1878), Schlochau (1902) sowie Bütow (1909) beeinflußt. Parallel wuchs die Bevölkerungszahl – 1812: 3163 Personen, 1831: 3393, 1861: 5406, 1900: 5335 und 1939: 8516.

Die Akten Rummelsburgs wurden in sechs Partien in den Jahren 1899, 1902, 1908, 1934, 1936 und 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie nach Ralswick ausgelagert, von wo aus sie nach Greifswald kamen. 1962 kehrten sie aus der damaligen DDR zurück. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Rummelsburg, 1 AE, aus dem Jahre 1813.

Inhalt

Angelegenheiten von Staat, Land und Kreis, Edikte und Steuerverordnungen, Land- und Kreistagswahlen, Erbvorschriften, Privilegien der Stadt, Grundeigentum, Aufhebung der Untertänigkeit in den städtischen Besitzungen, Unruhen in der Stadt, aus den Jahren 1794–1848, 19 AE.

Statistik, statistische Tabellen, Informationen über den Ursprung der Siedlung, Bevölkerungsstatistik, Tabellen zur Entwicklung von Tuchmacherei, Spinnerei und anderer Gewerke, aus den Jahren 1775–1854, 15 AE.

Verfassung und Verwaltung der Stadt, städtische Verfassung, den städtischen Behörden und normalen Bürgern zustehende Rechte, Beziehungen der Patronatsherren aus der Familie von Massow zu den Bürgern, Wahlen von Bürgermeistern und Stadträten, Bestätigungen und Entlassungen von Bürgermeistern und Magistratsmitgliedern, ihre Gehälter, Magistratsdeputationen, Besetzung der Kämmerei, Stadtkasse, allgemeine Verwaltungsfragen, aus den Jahren 1617–1896, 73 AE.

Städtischer Haushalt, Kassen, Steuern, Prozesse der Stadt mit den Patronatsherren, Grenzstreitigkeiten mit dem benachbarten Adel, Rechnungen, Register und Personal der Kämmerei, Einnahmen und Ausgaben der Stadtkasse, Kommunalsteuern, Haushaltspläne, aus den Jahren 1709–1933, 40 AE.

Gerichtswesen, Henkeramt, Edikte und Verordnungen über Gerichtsfragen, Streitigkeiten der Stadtgemeinde mit Patronatsherren und Bürgermeistern, Gefängniswesen, Eigentumstitel, städtischer Henker, aus den Jahren 1708–1865, 35 AE.

Auseinandersetzungen um Grenzen und städtischen Landbesitz, Rezesse, Register und Regulierungen der Grenzen der Stadt und ihres Landbesitzes, Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarn, Landstreitigkeiten, Eigentumsrecht, Verlauf und Änderungen von Grenzen, aus den Jahren 1639–1865, 28 AE.

Städtischer Landbesitz, Verpachtung von Anbauflächen, Wiesen, Weiden und Gewässern, Kauf, Verkauf und Nutzung des städtischen Landbesitzes, Verpachtung der Stadtwaage, Kauf, Verkauf und Nutzung von Baulichkeiten in der Stadt, aus den Jahren 1742–1862, 19 AE.

Landwirtschaft, allgemeine Angelegenheiten der städtischen Landwirtschaft, Kolonisten, Separationen, Entschädigungen, Anlage von Vorwerken, Bau und Ausbau landwirtschaftlicher Objekte, Scharwerke, Viehzucht, Weideland und Wiesen, Gewässer, Sümpfe und Torfmoore, aus den Jahren 1674–1886, 66 AE.

Öffentlicher Hoch-, Tief- und Straßenbau, Bau von Getreidespeichern, Einsäumung der Straßenränder mit Bäumen, Bau und Instandhaltung von Brücken, Staustufen in Flüssen und Bächen, Bau eines neuen Rathauses, eines Brunnens auf dem Marktplatz, eines Depots sowie von Straßen und Chausseen in der Umgebung der Stadt, aus den Jahren 1736–1888, 27 AE.

Post, die Post betreffende Verordnungen, aus den Jahren 1766–1847, 1 AE.

Forsten und Jagden, Edikte und Verordnungen, Denunziationen von Holzdiebstahl, Verwaltung der Forsten, Auseinandersetzungen, Versteigerungen, Forstverzeichnisse, Verkauf von Brennholz, Verordnungen über Jagdfragen, Wolfsjagd, aus den Jahren 1772–1889, 17 AE.

Handel und Industrie, Edikte und Verordnungen, Handwerks- und Industriestatistik, Steuern, Bau, Nutzung und Verpachtung von Mühlen, Sägewerk, Gerbereien, Spinnereien, Färbereien, Weberschule, Tabakplantagen, Seidenraupen- und Maulbeerbaumzucht, aus den Jahren 1739–1865, 51 AE.

Handwerk, Reglements, Edikte zu Fragen des Handwerks, Gesellenvereine, Hilfskassen, Gesellen- und Meisterprüfungen, einzelne Gewerke: Böttcher, Fleischer, Pantoffelmacher, Schlosser, Schuhmacher und Tuchmacher, Beschwerden, aus den Jahren 1750–1882, 35 AE.

Polizei, Edikte, Verbote, Verordnungen, Bauaufsicht, Industrieverwaltung, Brandschutzvorkehrungen, Fremdenpolizei, Paßfragen, Zensur, Sicherheit und öffentliche Ordnung, Marktpolizei, Jahrmärkte, Gebühren der Händler, Akzise, Zölle, Stempel, Glücksspiele, Falschgeld, Münzzeichen, Beerdigungen, aus den Jahren 1739–1833, 70 AE.

Militaria, Erfassung, Vereidigung von Rekruten mit katholischem und jüdischem Bekenntnis, Einquartierung französischer Einheiten, Lebensmittellieferungen, Deserteure, Landwehr, Kriegsopferhilfe, Kriegsversehrtenfürsorge, Kontributionen, Kriegsverluste, aus den Jahren 1671–1871, 49 AE.

Kirche und Schulwesen, Verordnungen, Korrespondenz, Friedhöfe, Bibelgesellschaft, Kirchenrechnungen, Rechnungen der Schulkassen, Ausbau der Schulen, Engagement von Personen auf Lehrer- und Pfarrstellen, Beschwerden, aus den Jahren 1699–1884, 55 AE.

Sozialfürsorge, Armenarbeit, staatliche Hilfe, Armenkassen, Bäder, Beihilfen, Unterbringung von Armen, aus den Jahren 1770–1886, 17 AE.

Juden, Edikte, Verordnungen, Verzeichnisse der jüdischen Bevölkerung, Unterricht, aus den Jahren 1763–1848, 7 AE.

Persönliche Angelegenheiten, Sterbekasse, Witwen- und Aussteuerkasse, aus den Jahren 1841–1858, 2 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Festschrift der Stadt Rummelsburg in Pommern anläßlich ihres 400-jährigen Bestehens, Rummelsburg 1933.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

RG

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332

0209 Magistrat Mohrin (Akta miasta Morynia)

1816–1941; 12 AE, 0,3 lfm.

Im Frühmittelalter entstand auf einer Halbinsel, die sich in den Mohriner See vorschob, eine Wehrburg und einen Kilometer von ihr entfernt eine kleine Siedlung. Im 13. Jahrhundert befand sich die Gegend unter brandenburgischer Herrschaft. Die Lokation der Stadt erfolgte aller Wahrscheinlichkeit nach vor 1307, denn von nun an wird Mohrin in den Quellen als „civitas“ bezeichnet. In den Jahren 1402–1454 gehörte die Stadt vorübergehend zum Deutschordensstaat, ehe sie zu Brandenburg zurückkehrte. 1433 wurde sie von den Hussiten zerstört, was ihre weitere Entwicklung hemmte. Existenzgrundlage der Bürger waren Landwirtschaft, Viehzucht und Fischfang im See. Vom Ende des 15. Jahrhunderts an fanden in Mohrin jährlich drei Märkte für Vieh und Pferde sowie Wochenmärkte statt. Erst im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist ein kleiner Wirtschaftsaufschwung festzustellen. Es gab nun eine Brennerei, zwei große Bäckereien und ein gutes Dutzend handwerklicher Betriebe. 1892 wurde das Städtchen an die Bahnlinie von Stettin nach Küstrin angeschlossen. Die wenig dynamische wirtschaftliche Entwicklung findet ihre Bestätigung in der demographischen Stagnation von Mohrin. Seine Bevölkerung betrug 1790: 1803 Personen, 1816: 1939, 1857: 1350, 1900: 1261, 1925: 1348 und 1939: 1230 Personen.

Die in Stettin aufbewahrten Akten der Stadt Mohrin wurden nach 1945 von polnischen Archivaren aus der Amtsregistratur übernommen.

Inhalt

Landkauf und -verkauf, Fischfanggebühren, Eisenbahn und Straßen, Bau von Denkmälern, Post, Organisationen und Stiftungen in der Stadt, Bauanträge und Bauerlaubniserteilungen, aus den Jahren 1816–1941, 12 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

RG

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334

0211 Magistrat Neuwarp (Rep. 38b, Akta miasta Nowego Warpna)

1713–1944; 379 AE, 3,6 lfm.

Erstmals urkundlich als Stadt (civitas) erwähnt wird Neuwarp in den Jahren 1317 und 1352. Das genaue Datum der Stadtgründung ist aber nicht bekannt. Man weiß nur, daß der Ort 1397 das Recht zum freien Handel bis zum Meer erhielt. Nach einer Feuersbrunst bestätigte Herzog Joachim I. 1442 den Bürgern das lübische Stadtrecht, die Zoll- und Handelsfreiheiten sowie die Fischfangrechte auf dem Neuwarper See. 1556 erhielt Neuwarp von Herzog Philipp I. eine weitere Bestätigung seiner bisherigen Privilegien und Freiheiten. Den gesamten Zeitraum hindurch beschäftigte sich die Einwohnerschaft hauptsächlich mit Landwirtschaft, Viehzucht und Fischfang. Außerdem wurden Boote gebaut und Netze hergestellt. Nach dem Aussterben der Greifendynastie (1637) und der Teilung Pommerns (Rezeß von 1653) zwischen Brandenburg und Schweden lag Neuwarp in den der schwedischen Krone unterstehenden Gebieten. Die Schweden machten sich die Lage der Stadt auf einer Halbinsel zunutze und versuchten sie gegen Ende des 17. Jahrhunderts in eine Grenzfestung umzuwandeln. Seit 1720 befand sich Neuwarp unter preußischer Verwaltung. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der lokale Schiffsbau; die Neuwarper Werften konnten bis in die 1780er Jahre erfolgreich mit den Stettiner Werften konkurrieren. Hier lebten viele Kapitäne, Steuermänner und Seeleute (außerdem Fischer), und der hiesige Hafen spielte für den lokalen Handel eine gewisse Rolle. Parallel zum deutlichen Aufschwung Neuwarps stieg auch seine Bevölkerungszahl, und zwar von 990 im Jahre 1740 auf 1181 im Jahre 1782. Der Anfang des 19. Jahrhunderts brachte den Bürgern Reformen (Gesetz von 1808), durch die eine in freien Wahlen bestimmte Stadtverordnetenversammlung eingesetzt wurde, aus der wiederum ein Magistrat gewählt wurde. Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren in der Stadt einige handwerkliche Betriebe, eine kleine Fischkutterwerft, eine Netzproduktion sowie eine Fischräucherei tätig. 1905 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluß nach Daber. In dieser Zeit stieg die Bevölkerungszahl und betrug 1816: 1412 Personen, 1857: 1812, 1900: 1951 und 1939: 2055 Personen.

Die Akten der Stadt Neuwarp gelangten in den 1930er Jahren in das Stettiner Archiv. Im Juni 1944 wurde der Bestand geteilt. Ein Teil der Archivalien wurde nach Ralswick ausgelagert, von wo sie nach Greifswald kamen, während ein anderer Teil in Stettin blieb und 1945 von polnischen Archivaren im Archivgebäude sichergestellt werden konnte. 1958 wurden in Neuwarp 237 Faszikel mit städtischen Akten gefunden, hauptsächlich vom Ende des 19. und aus dem 20. Jahrhundert. Sie kamen ebenfalls nach Stettin. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Neuwarp, 1236 AE, 7,35 lfm., aus den Jahren [1512, 1646] 1652–1938.

Inhalt

Teil I

Kirche und Sozialfürsorge, Verordnungen, Kirchengut, Witwen, Waisenhaus, Kollekten, Fürsorgewesen, aus den Jahren 1732–1808, 10 AE.

Handel, Getreide- und Salzumschlag, Bier- und Schnapstaxen, Buchhandel, Kontakte zwischen Preußen und England, Vorschriften über den Bernsteinhandel in Stolp, aus den Jahren 1736–1796, 10 AE.

Gerichtswesen, Verordnungen, Diebstähle, Ehebruch, Verkauf von Weiden, aus den Jahren 1714–1795, 6 AE,

Verwaltung, Lebensmittellieferungen für das Magazin in Stettin, Verordnungen in Sterbefragen, Kohleneinfuhr, Ausfuhrverbot für einige Güter aus Preußen, Beamte, aus den Jahren 1729–1796, 6 AE.

Bauwesen, Vorschriften und Privilegien für Personen, die Schiffe bauen und reparieren, Bau einer Sakristei, Post, Kommission zur Regulierung der Grenzen der städtischen Besitzungen, aus den Jahren 1723–1885, 8 AE.

Pässe, Erlaubnisse für Schiffe unter neutraler Flagge, Maße und Träger, Repertorium, aus den Jahren 1744–1872, 8 AE.

Land- und Forstwirtschaft, Grenzen der Forstreviere, Befestigung der Ufer von Bächen und Gräben, Meliorationen, Viehseuchen und -zucht, städtische Grundstücke, Edikte über Leinen und Flachs, aus den Jahren 1724–1796, 9 AE.

Polizei, Edikte, Münzfragen, Meereskatastrophen, Bestrafung illegalen Kaffeeimports, Rekrutenlisten, Streitigkeiten und Beschwerden, aus den Jahren 1715–1889, 10 AE.

Städtische Kämmerei, Steuerfragen, Wirtschaftstabellen, aus den Jahren 1767–1797, 7 AE.

Salzhandel, Kauf und Verkauf von Salz, Preise, Siederei, Aufhebung der Meilengelder, aus den Jahren 1787–1806, 6 AE.

Steuern, Finanzen, Vorschriften und Instruktionen, Akzise, Zölle, Manufaktursteuern, Auszahlungsbelege, Rechnungen, Bezahlungen, Stadtkasse, aus den Jahren 1715–1806, 16 AE.

Militaria, Edikte, Verordnungen gegen Deserteure, Rekrutenaushebung, Verbot der Ausfuhr von Munition nach Frankreich, Erwerb von Zugpferden, Kriegsversehrtenfürsorge, Kantonslisten, Unruhen während der Werbungen, Fourage, Soldaten am Ende ihrer Dienstzeit, Kontributionen, Kasse für Kriegsversehrtenbeihilfen, Korrespondenz, aus den Jahren 1713–1824, 26 AE.

Teil II

Allgemeine Verwaltung, Vorschriften, Beschwerden, städtische Beamte, Gründung einer Bibliothek, Büromaterial, Heizung und Reinigung der Büroräume, Versorgung von Beamtenwitwen, Registratur, Porto, Telefonleitungen und elektrische Kabel, Urlaub der Mitarbeiter, aus den Jahren 1865–1936, 19 AE.

Städtische Körperschaften, Wahlen und Bestätigungen von Stadtverordneten sowie Landtagsabgeordneten, Beamte, Hilfsarbeiter, Stadtkasse, Magistratskommissionen, Sitzungsprotokolle der Stadtverordnetenversammlung, Beschlüsse der städtischen Körperschaften, Schulstatistik, aus den Jahren 1869–1944, 29 AE.

Forstwesen und Fischfang, Verordnungen, Gewinnung von Feuerholz, Bewirtschaftung der Wälder und Anhebung der Forstkulturen, Forsthaus, Sümpfe, Fischfang im Neuwarper See, Wälder auf der Eisenbahnlinie von Glashütte nach Neuwarp, aus den Jahren 1872–1936, 19 AE.

Liegenschaften, Verpachtung von Grundstücken, Gärten, Wiesen, Sümpfen, Jagden, Fischgründen, Gemeindesteuern, städtische Plätze, Straßen, Friedhofsaufsicht, Mieten, Streitigkeiten, aus den Jahren 1822–1937, 26 AE.

Gerichtswesen, Klagen, Streitigkeiten zwischen Bürgern und Stadt um Land und Steuern, Friedhofsvorschriften, Kassenrevisionen, städtische Uhr, Käufe und Verkäufe, Entschädigungen für Wildschäden, aus den Jahren 1887–1943, 15 AE.

Stadtkasse, Schulden, Stadtsparkasse, Revision der Hauptkasse, Kassenpersonal, Darlehen, Wertpapiere, Pommerscher Sparkassenverband, aus den Jahren 1884–1941, 14 AE.

Schulwesen, Schulprogramme, Turnen, Privatschulen, Gründung einer Berufsschule für Mädchen, Försterschule, Schulkasse und -deputation, Lehrer, Schulstatistik, Spielplätze, Volksschule, Einrichtung und Pflege eines Turnplatzes und von Turngeräten, Schulbücherei, Renten und Hilfszahlungen, aus den Jahren 1870–1936, 38 AE.

Sozialfürsorge, Arme, Vorbereitung von Krankenstuben, Hinterlassenschaften, Totengräber, Hebammen, Wohnbeihilfe, Gründung und Unterhaltung einer Diakonie, aus den Jahren 1876–1936, 12 AE.

Kommunales Bauwesen, Baupläne, Bau und Instandhaltung des Rathauses, von Schulen, Armenhäusern, Bezirksgericht, Forsthaus, Beinhaus, Hafenanlagen, Straßenreparatur, Instandhaltung von Wegen und Gräben, Straßenbeleuchtung, Reinigung von Rinnsteinen, Vertiefung der Wasserstraße zum Hafen, Verladekai, Promenade, Bau einer städtischen Badeanstalt, Bau von Wegen in der Nähe der Stadt, Wohnungsbau, Bau einer Eisenbahnlinie nach Neuwarp, Abgrenzung eines neuen Friedhofs, aus den Jahren 1836–1936, 48 AE.

Fremdenverkehr, Vorbereitung eines Zentrums für Lungenkranke, Sommergäste, Badeanstalt, Versuche zur Gründung eines Seebads, gesellschaftliche Organisationen in der Stadt, aus den Jahren 1895–1943, 22 AE.

Varia, Kauf- und Verkaufsverträge, Feuerversicherungen, Wahlen, Eisenbahn, Grundbuch, Pachten, Kredite der Pommerschen Bank, Vermietung von Wohnungen, aus den Jahren 1759–1936, 15 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miasta Nowe Warpno w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Akten der Stadt Neuwarp im Bestand des Landesarchivs Greifswald], SIA, Nr. 11 (1997).

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

RG

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335

0212 Magistrat Ratzebuhr (Rep. 38b, Akta miasta Okonka)

1640, 1706–1943; 787 AE, 9,3 lfm.

Erstmals erwähnt wird das Dorf Ratzebuhr 1547. 1597 erhielt die Siedlung von Herzog Johann Friedrich die Erlaubnis, drei Märkte im Jahr zu veranstalten. Im genannten Zeitraum hatte die Ortschaft keine formellen Stadtrechte. 1628 gab es hier 45 Bauernhöfe und sechs Kätner sowie zwei Mühlen und eine Schenke. Zudem arbeiteten hier 34 Schuhmacher. Das gesamte Mittelalter und die frühe Neuzeit hindurch gehörte Ratzebuhr zu Pommern (Domäne Neustettin). Nach dem Aussterben der Greifendynastie (1637) und der Teilung Pommerns (Grenzrezeß von 1653) fiel der Ort an Brandenburg. Erst 1754 erhob der preußische König Friedrich II. Ratzebuhr zur Stadt (lübisches Stadtrecht). Es wurde ein Bürgermeister bestimmt, der von drei Stadträten unterstützt wurde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Ratzebuhr zu einem bedeutenden Weber- und Tuchmacherzentrum, das Stoffe nach Großpolen und Pommerellen exportierte. Dennoch bestand das Städtchen 1784 nur aus einer einzigen Straße, an der das Rathaus und 123 Häuser (darunter 22 aus Ziegeln gemauerte) standen. Unter den Berufsgruppen gab es außer den Landwirten vor allem Weber und Tuchmacher (85 Personen), Schuhmacher (8) sowie Schneider (6). Die wirtschaftliche Entwicklung des Orts führte zu einer wachsenden Bevölkerung, die von 864 im Jahre 1740 bis auf 1029 im Jahre 1794 stieg. Die neue Städteordnung (1808) bewirkte die Einsetzung einer aus Wahlen hervorgegangenen Stadtverordnetenversammlung. Das Magistratssystem wurde durch das Gesetz von 1853 noch gestärkt, wobei zugleich aber auch die beschlußfassenden Kompetenzen der Stadtverordnetenversammlung von den exekutiven Funktionen des Magistrats getrennt wurden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schrumpfte die Tuch- und Leinenproduktion wegen der an den Grenzen zum Königreich Polen eingerichteten Zollerschwernisse erheblich. In dieser Situation entstanden in Ratzebuhr neben einigen Tuchfabriken eine Molkerei, eine Ziegelei, zwei Sägewerke und eine Möbelfabrik. 1878 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung mit Neustettin und Jastrow. 1843 zählte Ratzebuhr 1579 Einwohner, 1900 waren es 2245, 1925 2611 und 1939 2941 Einwohner.

Die Akten der Stadt Ratzebuhr gelangten 1881 an das Stettiner Archiv. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand nach Ralswick evakuiert, von wo aus er nach 1945 in das Archiv in Greifswald gelangte. Dagegen stammen die in Stettin aufbewahrten Akten aus der Registratur der Behörde und wurden 1950 von polnischen Archivaren sichergestellt. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Ratzebuhr, 0,15 lfm., aus den Jahren 1750–1880.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Wahlen, Sitzungsprotokolle von Stadtverordnetenversammlung und Kommissionen, Beziehungen zu Tempelburg, Volkszählungen, Beamte, Kultur und Bibliotheken, aus den Jahren 1640, 1730–1936, 89 AE.

Finanzen, städtische Haushalte, Steuern, Pachteinnahmen, Ankauf von Gold und Silber, städtische Kämmerei, Instandhaltung von Wegen, Straßen und Gebäuden, aus den Jahren 1745–1940, 127 AE.

Stadtgut, Vermessungen und Tausch von Grundstücken, Grenzfestlegung, Verkauf von Wiesen, Verpachtung von Wäldern und Jagdrechten, Forstwirtschaft, Holzdeputate für das Rathaus und die Stadtschule, Kiesgrube, Abgaben für die Einlagerung von Getreide, Kolonisten, Land für den Siedlungsbau, städtische Schmieden, aus den Jahren 1741–1936, 48 AE.

Grenzen, Kataster, Vermessungen von Wiesen und Anbaufläche, Parzellierung, Hypotheken, Landverkauf, Organisierung des Vorwerks, Verzeichnis von Gebäuden und anderen Liegenschaften, Grenzstreitigkeiten und -festlegungen, aus den Jahren 1776–1936, 21 AE.

Zünfte, Handwerk und Handel, Färberei, Handwerkerkonzessionen, Zunftsteuern, Zunftordnungen und -vorschriften, Meisterprüfungen, Zünfte: Fleischer, Leinweber, Schmiede, Schneider, Schornsteinfeger, Schuhmacher und Stellmacher, Manufakturen, Wollmagazin, Fabrikinspektionen, Leinwandfabrik, Sägewerk, Molkerei, Bezahlung und Arbeitsbedingungen der Arbeiter, Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, Konzessionen zur Wollverarbeitung, Mühlenbau, Fleischerei, Wein- und Bierkeller, aus den Jahren 1743–1936, 89 AE.

Kommunikation, Eisenbahnbau und Grundstücksentschädigungen, Straßenverkehrsvorschriften und -gebühren, Pflasterung und Instandhaltung von Wegen, aus den Jahren 1874–1936, 9 AE.

Bauwesen, Bau von Fabriken, einem Forsthaus, der Post, des Rathauses, eines Spritzenhauses, der Schule und des Gefängnisses, Reparatur von Wegen und Brücken, Bauvorschriften und -erlaubniserteilungen, Arbeiten zum Hochwasserschutz, aus den Jahren 1753–1936, 56 AE.

Schulwesen, Personalfragen der Lehrer, Finanzkontrollen der Schulen, Bau einer Privatschule, Mittelschule, Lehrerseminar, Schulprogramme, Schuldeputation, Gesundheitsvorsorge in den Schulen, Bau von Lehrerwohnhäusern, Jugendfürsorge, aus den Jahren 1706–1936, 44 AE.

Kirche und Sozialfürsorge, Besetzung von geistlichen Ämtern, Verpachtung von Kirchengebäuden und -land, Hilfe für Kranke und Arme, Organisation der Sozialhilfe, Fürsorgekommission, Armenhaus, aus den Jahren 1746–1901, 36 AE.

Prozesse, Streitigkeiten zwischen den Bürgern und den städtischen Behörden, Diebstähle, Produktfälschung, aus den Jahren 1772–1943, 69 AE.

Statistik, Tabellen für den Holzeinschlag, Feldernten, Preise für Getreide, Brot und Fleisch, Tabellen der Manufakturproduktion, Gebäudestatistik, Einwohnerverzeichnisse, Verzeichnisse der jüdischen Bevölkerung, Kantonslisten, Sterbefälle, Abstimmungsergebnisse, aus den Jahren 1767–1936, 30 AE.

Kommunalwirtschaft, Instandhaltung der städtischen Grünanlagen, Verschönerung der Stadt, Beleuchtung von Straßen und Plätzen, Instandhaltung von Wegen und Straßen, Gaswerk, Kanalisation, Badeanstalt, Elektrizitätswerk, städtischer Friedhof, aus den Jahren 1806–1884, 21 AE.

Militaria, Lebensmittellieferungen, Beteiligung am Bau der Festung Kolberg, Verzeichnisse von militärdienstpflichtigen Personen, Unterhaltung der französischen Truppen, Lieferungen von Geld und Pferden, Einquartierungen, Kriegsverluste, Unterhaltung der städtischen Bürgerwehr, Mobilmachung, Kriegsversehrte, aus den Jahren 1730–1937, 70 AE.

Polizeiaufsicht, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Sozialdemokratie, Kaufmännische Vereinigung, Kriegerverein, Schützenbruderschaft, Radfahrclub, Polizeivorschriften und -kontrollen, Sittenfragen, Alkoholausschank, Gefängnis, Aufsicht von Versammlungen und Belustigungen, Paßausgabe, Presse, Einbürgerung von Ausländern, Kontrolle von Maßen und Gewichten, aus den Jahren 1767–1909, 55 AE.

Gesundheitsdienst, medizinisches Personal, Hebammen, Stadtarzt, ansteckende Krankheiten, Impfungen, sanitäre Kontrollen, illegale Praxis, aus den Jahren 1783–1935, 23 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

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339

0215 Magistrat Regenwalde (Rep. 38b, Akta miasta Reska)

1582–1944; 630 AE, 10,2 lfm.

Ein erster Versuch zur Lokation von Regenwalde fand 1255 auf Initiative des Kolberger Bürgers Theoderich Horn statt. Er war nicht von Erfolg gekrönt, obwohl hier bereits seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts eine auf dem Gebiet eines alten slawischen Burgwalls gelegene Burg existierte. Erst die zweite Lokation, die wahrscheinlich kurz vor 1288 erfolgte, war von Dauer. 1295 befand sich die Regenwalder Burg im Besitz der Familien Bork und Vidant, die auch das Städtchen selbst beherrschten. 1365 wurde der den Vidants gehörende Teil von Regenwalde von den pommerschen Herzögen übernommen. Ab 1447 war ganz Regenwalde in den Händen der Borks (bis 1808). Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Stadt verwüstet; es kam zu einem großen Bevölkerungsrückgang. Nach dem Aussterben des Greifenhauses (1637) und der Teilung Pommerns zwischen Schweden und Brandenburg (1653) kam Regenwalde an Brandenburg. Die gesamte Zeit hindurch sicherten Landwirtschaft und Viehzucht, in begrenztem Maße aber auch Handwerk und Kleinhandel die Existenz der Bürger. Zu einer größeren Belebung des Wirtschaftslebens kam es erst im 19. Jahrhundert. Die Städteordnung (1808) führte auch in Regenwalde zur Einrichtung einer Selbstverwaltung (bestehend aus einer gewählten Stadtverordnetenversammlung und einem von ihr bestimmten Magistrat); sie trug zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Nun entstanden ein Sägewerk, eine Ölmühle, eine Gerberei und eine Walkmühle. 1843 wurde in der Stadt eine Landmaschinenfabrik gegründet. 1893 erhielt Regenwalde eine Eisenbahnanbindung mit Plathe und 1906 mit Labes. Im Laufe des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl von Regenwalde und betrug 1816: 1192 Personen, 1857: 2402, 1900: 3396, 1925: 4023 und 1939: 5014.

Die Akten der Stadt Regenwalde gelangten in den 1930er Jahren in das Stettiner Archiv. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand aus Furcht vor alliierten Luftangriffen nach Pansin ausgelagert. Hier wurde er 1946 von polnischen Archivaren sichergestellt und danach wieder nach Stettin gebracht.

Inhalt

Allgemeine Abteilung, Denkmalschutz, Regionalmuseum, Vorschriften über die Tätigkeit des Magistrats und seiner Kommissionen, Wahlen von Bürgermeistern und Stadträten und ihre Bestätigung, Wahlen von Mitgliedern der städtischen Kämmerei, Personalakten einzelner Stadträte, Wählerverzeichnisse, städtische Verwaltung, Registratur, Sitzungsprotokolle der Stadtverordnetenversammlung, Verleihung von Hausnummern in der Stadt, Bibliothek, Vorbereitung eines Adreßbuchs, Stiftungen, städtischer Landbesitz, Forstkulturen, Torfmoore, Verpachtung sowie Kauf und Verkauf von städtischem Land, städtische Plätze, Kiesgruben, Feuerversicherung von Wohngebäuden, der Post und des Rathauses, Reparatur von Häusern, städtische Darlehen und Schulden, Verpachtung von Wiesen, Seen, des Fischfangs auf der Rega und der Jagd, Bürgerrechte, städtische Steuern, Prozesse der Stadt mit ihren Bürgern, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Schmiede, Schuhmacher, Tischler und Töpfer, Hilfs- und Sparkasse, Bau und Renovierungen von Schulen, Unterricht, Einstellung von Lehrern, Privatschulen, Mädchenschule, Kultur, Sozialfürsorge, Armenhaus, Krankenhaus, Aufsicht über die guten Sitten, Friedhof, Straßenreparatur, Brunnen, Gaswerk, Straßenbeleuchtung, Schlachthof, Siedlung, Verschönerung der Stadt, Denkmäler, Jahrmärkte, Feuerversicherungen, Organisation der Feuerwehr, Badeanstalten, Kanalisation, Verpachtung von Grundstücken, Wandertheater, Kunst, Literatur, aus den Jahren 1582–1939, 438 AE.

Polizei, Organisation und Vorschriften, Unterhaltskosten der Polizei, politische Polizei, Stadt- und Kreisgericht, Anarchisten, Spionage, Aufruhr, Erlaubnis zum Waffenbesitz, Überwachung der Arbeiter, Auswanderung, Zustrom von Ausländern, Meldesachen, Vereine, Parteien, darunter die Sozialdemokraten und die Kommunisten, Verbände, Clubs, Schützenbruderschaft, Desinfektionen, Kontrolle von Apotheken und Geschäften, Abdeckereien, Veterinärmediziner, Streitigkeiten um Land, Separationen, Liegenschaftsregister, Wege, Bauaufsicht, Krankenhausbau, Renovierung des Rathauses, Eisenbahn, Telegraph, Schornsteinfeger, Aufsicht über die Zünfte, den Handel, die Schankgerechtigkeit, die Theater, Konzessionen, Zirkus, Märkte, Judengemeinde, altlutheranische Gemeinde, katholischer Religionsunterricht, Sterbekasse, Krankenkasse, Tagelöhner, Arbeitslose, aus den Jahren 1773–1939, 153 AE.

Staatsbürgerschaft, Zuerkennung von Auszeichnungen und der Staatsbürgerschaft, Wahlen von Abgeordneten zum Reichstag und den Kreistagen, Arbeiterund Soldatenräte, Kriegervereine, Reservisten, Quartierlisten, Statistik, Verzeichnisse der Akten, Schulfragen, aus den Jahren 1767–1944, 39 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Z dziejów ziemi łobeskiej [Aus der Geschichte des Labeser Landes], hg. v. T. Bia-łecki, Szczecin 1973.

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340

0216 Magistrat Zanow (Rep. 38b, Akta miasta Sianowa)

1777–1945; 1659 AE, 21,6 lfm.

Erstmals erwähnt wird Zanow 1335. 1343 wurde die Stadt von Peter II. Svenz aus Pollnow zu lübischem Recht gegründet. Die neue Stadt wurde zu einem der Zentren des seinerzeit entstehenden „Svenzonenstaates“. Die außergewöhnliche Rolle der Svenzonen in Hinterpommern führte zu Konflikten mit den Herzögen von Wolgast. In den Jahren 1347–1357 löste Bogislaw V. den „Svenzonenstaat“ schrittweise auf, worin ihn der Camminer Bischof Johann Lauenburski unterstützte. Als Lohn für die der Dynastie geleisteten Dienste erhielt Jan Lauenburski, nachdem die Lauenburger Linie der Swenzonen erlosch (1357), Pollnow und Zanow. Die Herzöge behielten nur das Zanower Jagdschlößchen. Dagegen blieb die Stadt selbst bis in die 1620er Jahre im Besitz der Bischöfe von Cammin. Die gesamte Zeit hindurch war die Stadt ein kleines lokales Handwerks- und Handelszentrum. Sieht man einmal von den Händeln mit dem nahen Köslin ab, so unterbrach erst der Dreißigjährige Krieg die ruhige Existenz der Bürger. Zahlreiche Einquartierungen von kaiserlichen und schwedischen Truppen ruinierten die Stadt völlig. Durch den Westfälischen Frieden (1648) und den schwedisch-brandenbur-gischen Grenzrezeß (1653) kam Zanow mit dem gesamten mittleren Hinterpom-mern an Brandenburg. Die Stadt war jedoch so heruntergekommen und entvölkert, daß sie der Gruppe der drittrangigen Ortschaften zugeordnet wurde. Ihre Vertreter hatten kein Recht zur Teilnahme an den Landtagen. Außerdem wurden den Bürgern die Gerichtsrechte genommen und an Rügenwalde gegeben. Bald darauf beantragte Zanow die Rücknahme dieser Beschlüsse der Provinzverwaltung und das Städtchen erhielt erneut die Erlaubnis, Delegationen auf den Landtag zu schicken. Dennoch lebten hier 1740 bloß 450 Personen. Während des Siebenjährigen Kriegs wurde Zanow mit Erdwällen umgeben und mußte bei den Durchmärschen der russischen Truppen bedeutende Verluste hinnehmen. Erst die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts brachte der Stadt eine merkliche wirtschaftliche Belebung. 1780 entstanden die städtische Mühle, ein Sägewerk und eine Ölmühle. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde im Zuge der preußischen Reformen die sog. Städteordnung erlassen (1808), welche die bisherige Verfassung der Städte ordnete und vereinheitlichte. Von nun an sollte eine aus Wahlen hervorgegangene Stadtverordnetenversammlung den Ort verwalten. Ihr ausführendes Organ war der Magistrat und die mit ihm zusammenarbeitenden Deputationen. Die Reformen vom Beginn des 19. Jahrhunderts verursachten eine langsame Entwicklung der Stadt. Zu einer weiteren Belebung des wirtschaftlichen Lebens trug der Bau der Chaussee Köslin–Danzig bei (begonnen 1828). 1845 nahm eine erste Zündholzfabrik ihren Betrieb auf. Das Gesetz von 1853 festigte die bisherige Magistratsverfassung. An der Spitze der Stadt stand weiterhin eine von den Bürgern gewählte Stadtverordnetenversammlung. Sie war ein ausschließlich beschlußfassendes Organ, das in Zanow 18 Mitglieder zählte. Die Stadtverordneten bestimmten den Magistrat. 1869 erhielt die Stadt eine Eisenbahnanbindung mit Köslin und Schlawe. An der Wende zum 20. Jahrhundert wurden alle Straßen gepflastert, Gehwege angelegt und das Zentrum kanalisiert. 1910 gab es hier drei Zündholzfabriken, zwei Betonwerke, zwei Sägewerke, eine Fliesenfabrik, eine Molkerei und eine Mühle. 1924 betrug die Zahl der städtischen Beamten Zanows zehn Personen, ehe sie wieder auf fünf bis sechs fiel (1928–1936). Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl der Stadt kontinuierlich. 1857 hatte Zanow 1522 Einwohner, 1900 waren es 2763 und 1939 3055 Einwohner.

Die ältesten Archivalien Zanows (elf Pergamenturkunden) wurden dem Stettiner Archiv 1897 zur Aufbewahrung übergeben. Weitere Zugänge (ausschließlich Faszikel) gab es 1934, 1936, 1940 und 1943. Zugleich wurden schon 1942 die Zanower Dokumente im Zuge der Bestandsauslagerung aus dem Stettiner Archiv nach Pansin geschickt. Es ist nicht bekannt, was mit den in Stettin aufbewahrten Akten geschah. Sie scheinen den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden zu haben. Die Akten, aus denen heute das Archiv der Stadt Zanow besteht, befanden sich 1945 im Stadtarchiv. Sie wurden erst zu Beginn der 1950er Jahre nach Stettin gebracht. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38bU Zanow, 11 AE, aus den Jahren 1348–1714.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Kreisverwaltung, Reichs- und Kreistagswahlen, Präsidentschaftswahlen, Einführung von Reichsgesetzen, Sitzungen der Bezirksabteilung, Abstimmungen, Gemeindewahlen, Ministerialrundschreiben, aus den Jahren 1839–1938, 40 AE.

Städtische Verwaltung, Verordnungen, Vorschriften und städtische Rechte, Satzungen, städtische Kommissionen, Deputationen, Wahlen der Stadtverordnetenversammlung, Protokollbuch der Stadtverordnetenversammlung, Besetzung von Beamtenstellen, Arbeitszeit, Gehälter, Rendant, städtischer Sekretär, Richter, Polizei, Kontrollen, Revisionen, polizeiliche Vorschriften, Staatsfeiertage, Auszeichnungen, Ausstellung von Ausweisen, Auswanderung, Verleihung der Staatsbürgerschaft, Passierscheine, Ausweisungen, Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Einwohnerschutz, Strafen, Zensur, Strafverfolgung und -ermittlung, Erlaubnis zum Waffenbesitz, Kriminalpolizei, städtische Haftanstalt, Versetzung in den Ruhestand, städtisches Gerichtswesen, aus den Jahren 1800–1944, 228 AE.

Schulwesen, Beschäftigung von Lehrern, Schulen in der Stadt, Berufsschulen, Vorschriften, Finanzen, Beiträge, Pensionen, Gebühren, aus den Jahren 1831–1938, 91 AE.

Bauwesen, Baugenehmigungen, neue Gebäude, Renovierungen, Schul- und Industriebau, Stadtbad, Krankenhaus, Bauaufsicht, aus den Jahren 1850–1940, 101 AE.

Militaria, Einquartierungen, Flugabwehr, Versorgung, soziale Angelegenheiten der Soldaten, aus den Jahren 1820–1941, 29 AE.

Medizin, Sanitärfragen, städtische Krankenhäuser, St. Georgs-Krankenhaus, Krankenkasse, Geisteskranke, Impfungen, Hebammen, Wasserheilkunde, Viehkrankheiten, aus den Jahren 1824–1945, 68 AE.

Wohnungsfragen, allgemeine Probleme, Renovierung von Gebäuden, Einrichtung von Wohnungen, aus den Jahren 1878–1937, 13 AE.

Kirche, Gottesdienste, kirchliche Abgaben, Geistlichkeit, aus den Jahren 1828–1937, 7 AE.

Finanzen, Haushalte und Haushaltspläne, Stadtkasse, finanzielle Kontrollen und Statistiken, Handwerks-, Industrie- und Kommunalsteuer, Abgaben von Bier und Vergnügungen, Darlehen, Schulden, Mieten, Kautionen, Pfandbriefe, Versteigerungen, aus den Jahren 1836–1943, 123 AE.

Sparkasse, Einrichtung einer Stadtsparkasse, Monats- und Jahresberichte, Darlehen, Hypotheken, finanzielle Tätigkeit, aus den Jahren 1904–1945, 376 AE.

Siedlungswesen und Verpachtungen, Kolonisierung, Aussiedlungen, Siedlungsgelände, Verpachtungen, aus den Jahren 1829–1941, 27 AE.

Städtisches Eigentum, Kauf von Ackerland, Wiesen und Weiden, Grenzregulierung, Tongewinnung, Besitzbücher und Eigentumsrechte der Stadt, aus den Jahren 1781–1944, 31 AE.

Grenzstreitigkeiten, Grenzfestlegung, Streitigkeiten und Prozesse um Grenzen, aus den Jahren 1854–1934, 4 AE.

Wälder, Vorschriften, Kauf von Waldgebieten, Forstwirtschaft, Holzgewinnung, Wildschäden, Verpachtung von Jagdgründen, Waldarbeiter, Forsthaus, aus den Jahren 1777–1944, 31 AE.

Landwirtschaft und Zucht, Gärten und Schrebergärten, Meliorationen, Viehverzeichnisse, Anhebung der Ackerbaukultur, aus den Jahren 1812–1939, 14 AE.

Wasserwirtschaft und Fischfang, Brunnen, Damm, Brachland, Einrichtung eines Wasserschauamts, Kanalbau, Flußregulierung, Fischfang, aus den Jahren 1824–1937, 21 AE.

Handwerk, Handel und Industrie, Vorschriften über den Wanderhandel, Zünfte, Konzessionen, Handwerkerkammer, Marktvorschriften, Handelskammer, Kontrolle von Maßen, Gewichten und Preisen, städtisches Kraftwerk, Industriekasse, Arbeitslose, Beschäftigung von Minderjährigen, Gehälter, Arbeiterbewegung, aus den Jahren 1840–1944, 137 AE.

Kommunikation, Vorschriften, mechanische Fahrzeuge, Aufsicht über die Kommunikation, Straßentransport, Eisenbahn, Tankstellen, aus den Jahren 1871–1938, 29 AE.

Brandschutz, Feuerversicherungen, Ausrüstung, Schäden, Brandaufnahme, Freiwillige Feuerwehr, aus den Jahren 1837–1938, 49 AE.

Wegebau und Instandhaltung der Straßen, Absteckung von Straßen, Pflasterung, Beleuchtung, Kanalisation und Wasserleitungen, Benennung der Straßen, Wegebau, aus den Jahren 1816–1940, 52 AE.

Meldefragen, Bescheinigungen über den vorübergehenden Aufenthalt, An- und Abmeldungen, aus den Jahren 1877–1944, 23 AE.

Sozialfürsorge, Hilfszahlungen, Arbeitslosenhilfe, Fürsorgeheime, Kriegsversehrte, Betreuung von Krüppeln, Flüchtlingen, Geisteskranken, Kindern und Jugendlichen, Lungenkranke, Gefangene, aus den Jahren 1824–1938, 67 AE.

Versicherungen, Versicherung der Stadt, der Tagelöhner, der Waldarbeiter, Unfall-, Schulversicherungen, Entschädigungen, aus den Jahren 1883–1942, 18 AE.

Parteien, Vereine und Verbände, Material über: Kriegerverband, Verband vom Blauen Kreuz, Rotes Kreuz, Frauenverband, Handwerkerbund, Pommerscher Fischerverband, Geflügelzüchterverband, Sängervereinigung, NSDAP, Hitlerjugend, aus den Jahren 1845–1937, 38 AE.

Jüdische Gemeinde, Organisation der Gemeinde, Verzeichnisse der jüdischen Bevölkerung, aus den Jahren 1824–1937, 4 AE.

Stiftungen und Legate, Schulstiftungen, Legate, aus den Jahren 1829–1937, 11 AE.

Kultur, Sport und Unterhaltung, Stadtarchiv, Notizen zur Geschichte der Stadt, städtisches Siegel, Bibliothek, Kunstwerke, Vergnügungen, Kino, Theaterstücke, Sport, aus den Jahren 1876–1944, 21 AE.

Post, Funkverkehr, Telegraph, Post, Telefonnetz, Entwicklung des Funkverkehrs, aus den Jahren 1845–1936, 6 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Popielas-Szultka, B.: Polityka miejska Święców [Die Städtepolitik der Swenzonen], in: Studia nad dziejami miast i mieszczaństwa w Polsce [Studien zur Geschichte der Städte und des Bürgertums in Polen], Bd. 2, hg. v. J. Czaja u. J. Tandecki, Toruń 1996.

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342

0218 Magistrat Stargard in Pommern (Rep. 38b, Akta miasta Stargardu Szczecińskiego)

[1409–] 1551–1940; 9789 AE, 166,5 lfm.

Die Geschichte von Stargard geht bis in die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts zurück, als an der Stelle eines Übergangs über die Ihna eine starke Wachburg errichtet wurde. Mit der Zeit entstand im Schatten der Stargarder Befestigungen eine Handwerkersiedlung (11.–12 Jahrhundert). 1124 wurde die Bevölkerung vom Bamberger Bischof Otto getauft. Seit 1185 war Stargard bereits eine eigene territoriale Einheit (Provincia Starogardensis). Zur formellen Lokation kam es hier 1253 durch Herzog Barnim I., der der Stadt das Magdeburger Recht und bedeutende wirtschaftliche Rechte verlieh, darunter sogar die Möglichkeit zum Seehandel (Ihnaschiffahrt und Hafen in Ihnamünde). 1278 stand an der Spitze der Stadt ein Schulze gemeinsam mit einem achtköpfigen Schöffengericht. Abgesehen von diesen gab es seinerzeit zwölf Ratsherren, die aber erst im 14. Jahrhundert größere Befugnisse erhielten. Die Entwicklung des Warenaustauschs und die Beteiligung am Ostseehandel waren (neben politischen Faktoren) dafür ausschlaggebend, daß Stargard 1292 das lübische Stadtrecht erhielt, das den Kaufleuten stärker entgegenkam. Die Beteiligung der Stadt am Ostseehandel und insbesondere die Kontakte mit Skandinavien verursachten einen erheblichen Wirtschaftsaufschwung. Der Wohlstand der Einwohner zeigte sich nicht nur in den stattlichen Sakral- und Wehrbauten, sondern auch im ausgedehnten Landbesitz der Stadt. Im Laufe des 14. Jahrhunderts bildete sich in Stargard endgültig eine städtische Selbstverwaltung heraus. An der Spitze des Gemeinwesens standen damals drei Bürgermeister und ein einundzwanzigköpfiger Rat, dem drei Schaffner angehörten, die den städtischen Besitz überwachten. Im Laufe eines Jahres wurde das eigentliche Amt von zwei Bürgermeistern und zwei Dritteln der Ratsmitglieder ausgeübt, das heißt von zwölf Ratsherren und zwei Schaffnern (amtierender Rat). Gleichzeitig wurde jedes Jahr ein Drittel der Ratsmitglieder ausgetauscht; die einzelnen Ratsherren waren ausschließlich Mitglieder der Kaufmannsgilde. Die wirtschaftliche Lage Stargards wurde zum Anlaß eines offenen Kriegs gegen Stettin (1454–1464), das um seine führende Rolle in diesem Teil Pommerns fürchtete. Der Konflikt endete mit der Niederlage Stargards, was die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt deutlich hemmte. Dennoch gab es hier zu Beginn des 17. Jahrhunderts 25 Zünfte sowie vier Gilden (der Kaufleute, Tuchmacher, Seeleute und Brauer). In dieser Zeit belief sich die Einwohnerzahl auf rund fünf- bis sechstausend. Eine wahre Katastrophe bedeutete für Stargard der Dreißigjährige Krieg. Die Einquartierungen der kaiserlichen und schwedischen Truppen sowie ein Stadtbrand (1635) stürzten die Einwohnerschaft in den Ruin. Die Situation verkomplizierte sich durch das Aussterben des Greifengeschlechts und den Niedergang des pommerschen Staates noch weiter. Durch den Westfälischen Frieden, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, sowie den Grenzrezeß (1653), kraft dessen Pommern zwischen Schweden und Brandenburg aufgeteilt wurde, gelangte Stargard zum Staat Brandenburg-Preußen. Die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts sowie die ersten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts hindurch war es Hauptstadt des brandenburgisch-preußischen Teils von Pommern. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts setzten die Provinzialbehörden Reformen durch, welche das Übergewicht des Stadtrats brachen. Von nun an wurde Stargard von einem Magistrat regiert, der aus drei Bürgermeistern, einem Syndikus, einem Schaffner, vier Senatoren und einem Sekretär bestand. Der erste Bürgermeister überwachte die Arbeit des gesamten Magistrats und nahm an den Landtagen teil. Der zweite führte die Gerichtssachen und der dritte war für die öffentliche Ordnung zuständig. Die Tätigkeit des Magistrats wurde wiederum von einer vierzigköpfigen Bürgervertretung kontrolliert (Collegium Tribunitium). In den 1720er Jahren waren die städtischen Behörden bereits völlig von der Provinzialverwaltung abhängig (Pommersche Kriegs- und Domänenkammer). Zudem wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch das örtliche Handwerk reformiert. Die Zunftordnungen wurden geändert und die alten Privilegien eingeschränkt; außerdem wurde der Zugang zu einzelnen genossenschaftlichen Vereinigungen erleichtert und wurden gemeinsame Zünfte gebildet. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden in Stargard erste Manufakturen; die Einwohnerzahl betrug seinerzeit rund 5500 Menschen. Am Anfang Beginn des 19. Jahrhunderts wurden in Preußen grundlegende Reformen durchgeführt (nach der Niederlage im Krieg gegen Napoleon), darunter an vorderer Stele die Reform der städtischen Selbstverwaltung (1808). Das Gesetz von 1808 veränderte die städtische Verfassung von Grund auf. Die Unterteilung in staatliche und private Städte wurde aufgehoben. Alle Ortschaften wurden rechtlich gleichgestellt und in Abhängigkeit von ihrer Einwohnerzahl in drei Kategorien unterschieden: große (über 10 000 Einwohner), mittlere (3500 bis 10 000) und kleine (unter 3500). Von der Einwohnerzahl hing die Mitgliederzahl der städtischen Organe ab, der gewählten Stadtverordnetenversammlung und des von ihr bestimmten Magistrats. In Stargard gehörten der Stadtverordnetenversammlung 54 Personen an, während der Magistrat aus drei besoldeten Mitgliedern (Bürgermeister, Syndikus und Kämmerer) und zehn unbesoldeten, ehrenamtlichen Mitgliedern bestand. Die Städteordnung von 1853 stärkte die Magistratsverfassung mit ihrer Unterscheidung von zwei kommunalen Gremien. Von nun an war die Stadtverordnetenversammlung das alleinige beschlußfassende Organ (in Stargard nunmehr 30 Mitglieder), während das Magistratskollegium die Exekutive bildete. Es bestand seinerzeit teilweise aus Berufsbeamten (Bürgermeister, Syndikus, Kämmerer, Schulrat), teilweise aus Ehrenamtlichen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist in Stargard ein deutliches Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Der Ort erhielt nun zahlreiche moderne kommunale Einrichtungen: Gaswerk (1856), städtisches Krankenhaus (1879), Wasserleitungen (1897) sowie Kanalisation und Stromversorgung (1899). In der Umgebung wurde ein ganzes Straßennetz gebaut; außerdem entstanden Bahnverbindungen mit Stettin (1846), Posen (1847/48), Köslin (1859), Pyritz (1882), Schneidemühl (1895) sowie eine Schmalspurbahn nach Nörenberg (1895). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Stargard zu einem bedeutenden Industriezentrum. Es gab hier u. a. ein großes Eisenbahnausbesserungswerk, eine Landmaschinenfabrik, Fabriken für Seife und Textilien, eine Brennerei, einige Brauereien sowie zahlreiche handwerkliche Betriebe. Die wirtschaftliche Entwicklung des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte zu einem bedeutenden demographischen Aufschwung. Die Bevölkerungszahl betrug 1816: 8042 Menschen, 1857: 13 060, 1900: 26 858, 1925: 32 545 und 1939: 39 780. Die 1853 eingeführte Städteordnung blieb in Stargard bis in die Weimarer Republik bestehen, als 1923 das Kommunalwahlrecht geändert wurde. Dies hatte einen großen Anstieg der Wahlberechtigten zur Folge. 1933 führten weitere Änderungen der nationalsozialistischen Regierung zu einer Konzentration der Exekutive und Legislative in den Händen des Bürgermeisters, der vom Innenminister berufen wurde.

Die Akten der Stadt Stargard gelangten 1921 auf der Grundlage eines Vertrags zwischen den städtischen Behörden und dem Archiv nach Stettin. Weitere Partien wurden vom Stargarder Magistrat in den Jahren 1923, 1927, 1931, 1936 und 1938 nach Stettin abgegeben. 1942 wurden die Stargarder Akten in die Schlösser Pansin und Ralswick ausgelagert, wo sie den Krieg überstanden. Während die Pansiner Akten in den Jahren 1946 und 1947 nach Stettin zurückkehrten, gelangten jene aus Ralswick zunächst nach Greifswald, von wo sie 1962 im Rahmen des Archivaustauschs teilweise nach Stettin zurückkehrten. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b, 38bU Stargard, 406 AE, aus den Jahren 1366–1945.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Reisen von Monarchen und der königlichen Familie, Lehns- und Huldigungsfragen, Edikte und Verordnungen, Kreistage, Kontakte mit den Provinzbehörden, aus den Jahren 1663–1940, 88 AE.

Städtische Verwaltung, Ordnungen, Beschlußvorlagen, städtische Deputationen und Kommissionen, städtische Beamte, darunter auch die Bürgermeister, Berichte des Magistrats, Versammlungen der Ratsherren, Archiv, Bibliothek, Berichte an die vorgesetzten Behörden, polizeiliche Anordnungen, Polizeibeamte, Versammlungskontrolle, Streiks, Arbeiterbewegung, Pressezensur, Kontrolle der Buchhandlungen, Überwachung von Wegen und Brücken, Kontrolle von Maßen und Gewichten, Konzessionserteilung, aus den Jahren 1718–1940, 637 AE.

Kommunikation, Sicherheit im Straßenverkehr, Eisenbahn- und Straßenbahnlinien, aus den Jahren 1818–1937, 18 AE.

Versicherungen, Tätigkeit der Versicherungsgesellschaft, Arbeiterversicherungen, Versicherung der Krankenhausgebäude, Kontrolle der Gebühren, aus den Jahren 1742–1936, 32 AE.

Brandschutz, Feuerwehrausrüstung und -instruktionen, Freiwillige Feuerwehr, Feuerkataster, Feuerversicherungen, Feuerkasse, Auszahlung von Entschädigungen, aus den Jahren 1742–1936, 90 AE.

Bevölkerungsbewegung, Meldefragen, Auswanderung nach Polen, Griechenland, in die Türkei und nach Rußland, Ausstellung von Pässen, Erlaubnis zur Aus- und Einreise, Flüchtlinge aus Polen, Siedlungswesen im städtischen Landbesitz, aus den Jahren 1753–1909, 32 AE.

Verbände und Vereine, Künstlerverband, Puppentheater, Bibelgesellschaft, Handwerker- und kaufmännische Vereine, Sportvereine, aus den Jahren 1810–1935, 61 AE.

Judengemeinde, Wahlen zu den Leitungsgremien, Tabellen der Geburten, Heiraten und Sterbefälle, Ordnungen, Staatsbürgerschaft der Mitglieder jüdischer Familien, aus den Jahren 1755–1893, 17 AE.

Statistik, statistische Tabellen und Berichte, Verzeichnisse der Bevölkerung, von Zuchttieren und Obstbäumen, Berichte über die Ackerfläche, Eigentümer von Bauernhöfen, Geburten, Heiraten und Sterbefälle, aus den Jahren 1722–1935, 63 AE.

Lotterien, Organisation von Lotterien auf Jahrmärkten und daraus herrührende Einkünfte, aus den Jahren 1818–1897, 3 AE.

Städtische Uhren, Reparaturen, laufende Wartung, aus den Jahren 1774–1899, 4 AE.

Bürger, Standesamt, Schutz der Bürger, Bürgergarde, Erwerb der Bürgerrechte, aus den Jahren 1811–1927, 51 AE.

Gerichtswesen, Richter- und Schöffenwahl, Prozesse, Berufungen, Kriegsgericht, Gefängnisse und Besserungsanstalten, Prozesse der Stadt und gegen die Stadt, Streitfragen zwischen Bürgern der Stadt, aus den Jahren 1628–1937, 134 AE.

Finanzen, Listen der Steuerpflichtigen, städtischer Haushalt und seine Kontrolle, städtische Einnahmen und Ausgaben, Finanzkorrespondenz, Geldstrafen, Stadt-sparkasse, Stempel-, Fiskal- und Gerichtsabgaben, Darlehen und Schulden, Finanzierung des städtischen Bauwesens, städtisches Kataster, Land-, Forst- und Feuerkasse, Rechnungen über die Weidewirtschaft, Einkünfte aus dem Handwerk, Kosten der Separation städtischer Grundstücke, Kriegskontributionen und Armeesteuern, Armenkasse, Kirchen-, Schul- und Krankenhausrechnungen, Liegenschaftssteuer, Verpachtung von Grundstücken in den städtischen Dörfern, Verpachtung von Grundstücken der Kirchen und Schulen, Eigentümerlisten, Verpachtung städtischer Plätze, aus den Jahren 1592–1933, 4054 AE.

Landwirtschaft, Landkulturen, Wiesen, Weiden, Gerichtswesen, städtische Dörfer, Nutzung von Brachland, finanzielle Hilfe für die Landwirtschaft, Torfabbau, Hypotheken, aus den Jahren 1687–1921, 76 AE.

Forst- und Jagdwesen, Fischfang, Anordnungen, Forstdeputate und -kulturen, Jagdkonzessionen, Verpachtung von Jagdgründen, Streitigkeiten um Fischfanggerechtigkeiten, aus den Jahren 1702–1936, 186 AE.

Städtische Grenzen, Separationen und Bauernbefreiung, Grenzregulierung, Teilung von Wiesen und Weiden, Grundvermessungen, Grundstückspacht, Pachtgebühren, aus den Jahren 1667–1931, 172 AE.

Wege, Brücken und Reinigung von Straßengräben, Bau und Reparatur von Wegen und Brücken, Kanalisation, aus den Jahren 1835–1931, 34 AE.

Darlehen und Schulden, Gebäudesteuer, Aufforstungsdarlehen, Streitigkeiten und Prozesse um Schulden, aus den Jahren 1620–1931, 46 AE.

Verkauf von Häusern und öffentlichen Einrichtungen, Sitzungsprotokolle, Berichte, Auseinandersetzungen mit der Stadt, Steuerfragen, Gaswerk, Straßenbeleuchtung, Verlegung von Rohrleitungen, Elektrizitätswerk, Wasserleitungen, Kanalisation, Wartung von Pumpen, Bau einer Badeanstalt und einer Wäscherei, städtischer Schlachthof, aus den Jahren 1756–1919, 131 AE.

Handwerk und Industrie, Handwerkerverzeichnisse, Handwerkerkassen, Schulung von Lehrlingen, Neuorganisation der Zünfte, Zunftordnungen, Apotheken, Zünfte: Bäcker, Bader, Böttcher, Brauer, Brenner, Buchbinder, Buchdrucker, Bürstenmacher, Dachdecker, Dreher, Färber, Fleischer, Spinner, Gärtner, Gerber, Gewandschneider, Glaser, Goldschmiede, Hutmacher, Klempner, Korbmacher, Kürschner, Maler, Maurer, Modistinnen, Sattler, Schlosser, Schreiner, Töpfer, Uhrmacher, Waffenschmiede, Stellmacher, Weber und Zimmerleute, Manufakturen und Fabriken, Berichte, Finanzen, Dampfmaschinen, chemische Betriebe, Fabriken für Seife und Zichorie, Eisenbahnausbesserungswerk, Arbeiterversicherungen, Krankenkassen, Mühlen, Ziegeleien, Sägewerke, Göpelwerke, Öl- und Windmühlen, aus den Jahren 1621–1940, 425 AE.

Handel, Feststellung der Preise, Bier- und Schnapsausschank, Bierpreise, Handel mit Lebensmitteln und Fleisch, Viehmärkte, Straßenhandel, Leinwandhandel, Eisverkauf, aus den Jahren 1697–1933, 66 AE.

Bau öffentlicher Straßen und Brücken, Renovierungen alter und Bau neuer Straßen und Brücken, Straßenbeläge, Auseinandersetzungen, aus den Jahren 1723–1907, 95 AE.

Flußregulierung, Regulierung der Ihna und Instandhaltung ihrer Ufer, Schiffahrt auf der Ihna, Reinigung von Gräben, aus den Jahren 1657–1891, 25 AE.

Bauwesen, Bau und Renovierung des Rathauses, des Zollamts, Wohnhäuser, Reparaturen und Instandhaltung von Kirchen, Stadttoren und Stadtmauern, städtische Badeanstalt, Reparatur von Mühlen, Bau eines Pfarrhauses an St. Johannis, Abriß von St. Augustin, der St. Georgs-Kapelle, Reparatur der Marienkirche, Bau und Renovierung der städtischen Schulen, von Turnhallen und Lehrerhäusern, Renovierung des Gebäudes des Gröningschen Collegiums, aus den Jahren 1653–1932, 258 AE.

Schulwesen, Akten der Schulkommssionen, Aufteilung der Befugnisse zwischen Magistrat und Schuldeputation, Verordnungen und Vorschriften, Lehrerernennungen, Lehrbücher, Lehrpläne, Realschule und höhere Schule, Prüfungen, Programme, Lehrer, Berufsschulen, Handwerkerfortbildungsschulen, Unterrichtsergebnisse, Sitzungen der pädagogischen Räte, Einstellung von Lehrern, Unterrichtsmittel, Stipendien, Kaufmannsschule, Fortbildungsschule für Mädchen, Gröningsches Collegium, Material zur Geschichte des Schulwesens in Stargard, Judenschule, Privat- und Sonderschulen, Erteilung der Erlaubnis zur Betreibung einer Schule an Privatpersonen, Taubstummenschule, Schulverwaltung, Lehrergehälter, Schulkassen, Finanzkontrollen, Schulvereine, Hilfen für den Unterricht und Beihilfen, Lehrerrenten, Dorfschulen und ihre Finanzen, aus den Jahren 1740–1939, 850 AE.

Kirchen, Vorschriften und Verordnungen über finanzielle Angelegenheiten, Kirchenkommission, Kirchenvisitationen, Verkauf und Verpachtung von kirchlichem Besitz, Kirchenmusik und Kirchenfeiern, Versicherung der Kirchen, Streitfragen, aus den Jahren 1596–1928, 549 AE.

Sozialfürsorge, Vorschriften und Verordnungen, Beihilfen, Finanzkontrolle, wohltätige Stiftungen und Vermächtnisse, Schenkungen, Verwaltung der Armenanstalten, Kontrolle der Waisenhäuser, Lebensmittelverteilung, Witwenfürsorge, Krankenhäuser, Stipendien für Studenten, aus den Jahren 1636–1940, 352 AE.

Militaria, Quartierregister, Reitbahn, Renovierung des Zeughauses, Schießstände, Aufenthalt französischer Truppen, Kontributionen, Lebensmittelmagazine, ärztliche Hilfe, verwundete Soldaten, Kriegsschulen, Kasernenbau, Mobilmachung, deutsch-französischer Krieg, Befestigungsbau, Requirierungen durch französische Truppen, Lebensmittel und Uniformierung für preußische Einheiten, von der Stadt während des Siebenjährigen Krieges und während der Befreiungskriege erlittene Schäden, Übungen der Landesverteidigung, Herbst- und Frühjahrsmanöver, Lazarette, Gefangenenlager, Kriegsbeihilfen, Hilfe für Kriegsversehrte und ihre Familien, Waisen, Lebensmittelversorgung während des Ersten Weltkriegs, militärische Vorbereitung der Jugend, aus den Jahren 1689–1939, 515 AE.

Varia, königliche Familie, Pässe, Visen, Rechte und Pflichten der Bürger, Verpachtungen und Verkauf von Grundstücken, Prozesse, Aufteilung von Gemeindeland, Grenzregulierung, Wahl von Stadträten bzw. Stadtverordneten, Beschäftigung von Beamten, Auszeichnungen und Gratifikationen, Steuern, Zölle, städtische Schulden, militärische Fragen, Versorgung und Einquartierung der Armee, Brandschutzverein, Krankenkasse, Krankenhäuser, Bau von Straßen, Brücken und Eisenbahnen, Wälder und Holzgewinnung, Torf, Ziegeleien, Handel, Maße und Gewichte, Mühlen, städtischer Transport, Regulierung der Ihna, Friedhöfe, Kirchen, städtische Uhren, Schulen, Verwaltung des städtischen Besitzes, Stiftungen, Handwerk, Theater, aus den Jahren [1409] 1551–1940, 601 AE.

Gröning-Stiftung (Supplement), Verordnungen, Ordnungen, Kuratoren, Unterhalt der Schule, Stipendien, Angelegenheiten der Professoren, Auseinandersetzungen innerhalb der Stiftung, mit dem Magistrat, in den Besitzungen der Stiftung, Testamente, Rechnungen, Korrespondenz, aus den Jahren 1653–1863, 124 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Boehmer, F.: Geschichte der Stadt Stargard in Pommern, 2 Bde., Stargard 1903.

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Dzieje Ziemi Stargardzkiej [Geschichte des Stargarder Landes], hg. v. B. Dopierała, Poznań 1969.

Filipowiak, W.: Początki Stargardu [Die Anfänge Stargards], in: Szczecin 1961, H. 7-8.

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Gaziński, R.: Wojna Szczecina ze Stargardem o handel morski (1454–1464) [Der Krieg Stettins gegen Stargard um den Seehandel (1454–1464)], in: MZP 39 (1993).

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Rogosz, R.: Badania ratownicze na Starym Mieście w Stargardzie [Rettungsgrabungen in der Stargarder Altstadt], in: MZP 26 (1980).

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Rogosz, R.: Początki Stargardu w świetle dotychczasowych badań archeologicznych [Die Anfänge Stargards im Licht der bisherigen archäologischen Untersuchungen], in: MZP 19 (1973).

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Teske, M.: Geschichte der Stadt Stargard, Stargard 1843.

Wehrmann, M.: Stargard in Pommern und sein Bürgermeister Peter Groening, in: BSt NF 33 (1931), H. 2.

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344

0221 Magistrat Schivelbein (Rep. 38b, Akta miasta Świdwina)

1700–1933; 60 AE, 1,5 lfm.

Anfangs war Schivelbein eine frühmittelalterliche Burg am Handelsweg von Kolberg nach Großpolen. 1280 (erste Erwähnung) kauften die Markgrafen von Brandenburg das Schivelbeiner Land den Bischöfen von Cammin ab. Drei Jahre später ging auch Schivelbein selbst in den Besitz der Markgrafen über; zuvor hatte es dem Prämonstratenserkloster Belbuck (bei Treptow a. d. R.) gehört. 1296 erhielt Schivelbein von den brandenburgischen Markgrafen die Stadtrechte. 1319 wurde die Stadt an die Familie von Wedel verkauft, was ihre weitere Entwicklung einleitete und den Bürgern unter anderem großen Landbesitz einbrachte. 1384 verkaufte Hasso von Wedel Schivelbein an den Deutschen Orden. 1455 ging die Stadt wieder an die Markgrafen von Brandenburg. Und schließlich war die Stadt in den Jahren 1540–1808 Eigentum des Johanniterordens, der hier eine Kommende einrichtete. Den gesamten Zeitraum über war die Landwirtschaft Lebensgrundlage der Bürger Schivelbeins, erst in zweiter Linie das Handwerk und in geringem Maße auch der Handel (lokales Austauschzentrum). Zu Beginn des 17. Jahrhunderts zählte die Stadt 250 Häuser und rund 1600 Einwohner. Eine Selbstverwaltung bildete sich schrittweise im 14. Jahrhundert heraus. Von 1311 stammt der erste sichere Hinweis auf einen Stadtrat. In der Mitte des 15. Jahrhunderts (1447) übten vier Bürgermeister die Verwaltung der Stadt aus, die von einem zehnköpfigen Rat unterstützt wurden. Der Ordnung von 1540 zufolge dauerte ihre Amtszeit ein Jahr. Zu einem deutlichen wirtschaftlichen und demographischen Niedergang kam es durch den Dreißigjährigen Krieg. Eine Stabilisierung und anschließend eine Belebung der Entwicklung erfuhr Schivelbein erst in der zweiten Hälfte de 18. Jahrhunderts. In dieser Zeit (Ordnung von 1719) wurde die Stadt von einem lebenslang eingesetzten Magistrat verwaltet, der aus Bürgermeister, Vizebürgermeister, Kanzler sowie zwei oder drei ehrenamtlichen Stadträten bestand. Nach der Einführung der preußischen Städteordnung (Ordnung von 1808) wurde in Schivelbein eine vierundzwanzigköpfige Stadtverordnetenversammlung gewählt, die einen Magistrat mit einem Bürgermeister an der Spitze bestimmte. Nach 1815 wurde Schivelbein Teil Pommerns und Garnisonsstadt. Doch erst in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandelte sich Schivelbein von einem Land- und Handwerkerstädtchen zu einem kleinen Industrie- und Handwerkszentrum. Wichtige Faktoren für die günstige Entwicklung der Stadt war der Bau einer Chaussee nach Stargard und Polzin (1848) sowie der Eisenbahn von Stettin nach Köslin (1859). Die wirtschaftliche Entwicklung Schivelbeins drückt sich auch im Wachstum der Bevölkerung von 1513 Einwohnern 1811 auf 5043 Einwohner 1861 aus. In der Zwischenkriegszeit zählte die Stadt bereits über neuntausend Menschen (1925: 9200, 1939: 9702).

Die Akten der Stadt Schivelbein wurden 1881 und 1940 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs nach Ralswick ausgelagert, gelangte der Bestand in das Archiv Greifswald. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38bU, 38b, 38HS Schivelbein, 27 AE, aus den Jahren 1378–1853.

Inhalt

Städtische Selbstverwaltung, Wahlen zu den städtischen Gremien, Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenversammlung, Sitzungsprotokolle der Stadtverordnetenversammlung, Verwaltung der städtischen Torfmoore, aus den Jahren 1860–1989, 11 AE.

Städtisches Eigentum, Grenzen der städtischen Besitzungen und ihre Regulierung, Vermessungen und Landkauf, Forstfragen, Trockenlegung von Seen, aus den Jahren 1802–1921, 8 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Aufsicht über den Landbesitz der Stadt, Paßfragen, Kontrolle der Herumtreiber, unglückliche Unfälle, Schützenbruderschaft, aus den Jahren 1810–1915, 8 AE.

Industrie und Handwerk, Organisation und Neuorganisation der Zünfte (Bäcker, Töpfer), Berufsschule, Statistik der Hüttenbetriebe, Ziegelei und Glashütte, Jahrmärkte, aus den Jahren 1797–1933, 7 AE.

Judengemeinde, Wahlen zu den Gemeindegremien, aus den Jahren 1871–1899, 1 AE.

Schulwesen, Stadtschule, aus den Jahren 1877–1910, 1 AE.

Kirche, Matrikel, Kirchenbauwesen, Krankenhaus, aus den Jahren 1700–1898, 5 AE.

Stiftungen, Familienstiftungen Virchov und Baggrov, aus den Jahren 1881–1918, 3 AE.

Finanzen, Verwaltung der Stadtsparkasse, kommunale Finanzen, aus den Jahren 1880–1908 2 AE.

Militaria, Versorgung der französischen Truppen mit Lebensmitteln und Fourage, Lebensmittelmagazin, Entschädigungen, Hilfe für preußische Krieger, Übungen der Landesverteidigung, aus den Jahren 1812–1879, 7 AE.

Rechtsprechung, Protokollbuch des Schiedsgerichts, Klagen des Magistrats, Prozeßakten, aus den Jahren 1841–1896, 3 AE.

Standesamt, Verzeichnisse der vor dem 25. Lebensjahr gestorbenen Personen, Korrekturen der Register von Geburten, Eheschließungen und Sterbefällen, aus den Jahren 1875–1896, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Kortlepel, L.: Schivelbeiner Geschichte und Geschichten, Schivelbein 1925.

Lindmajer, J.: Miasto i powiat Świdwin w latach 1919–1932 [Stadt und Kreis Schivelbein in den Jahren 1919–1932], in: Rocznik Koszaliński, Nr. 3 (1967).

Lindmajer, J.: Powiat Świdwiński w okresie wojen napoleońskich w latach 1806–1815 [Der Kreis Schivelbein während der Napoleonischen Kriege 1806–1815], in: Rocznik Koszaliński, Nr. 4 (1968).

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

Świdwin 1296–1996. Studia z dziejów miasta [Schivelbein 1296–1996. Studien zur Geschichte der Stadt], hg. v. B. Polak, Koszalin u. Świdwin 1996.

Zechlin, H.: Geschichte der Stadt und des Kreises Schivelbein, Schivelbein 1890.

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346

0222 Magistrat Bad Schönfließ (Akta miasta Trzcińska Zdrój)

1706–1943; 1098 AE, 17,6 lfm.

Die Geschichte von Bad Schönfließ ist bis ins frühe Mittelalter zurückzuver-folgen, als hier eine Wehrburg und eine kleine Fischersiedlung existierten. In den sechziger Jahren des 13. Jahrhunderts gehörten die Burg und das erstmals 1248 erwähnte, neben ihr gelegene Dorf zusammen mit der näheren Umgebung zu Brandenburg. Wahrscheinlich 1266 verliehen die Markgrafen von Brandenburg der Siedlung die Stadtrechte (seit 1281 als „civitas“ bezeichnet). Zu Beginn des 14. Jahrhunderts bildete sich ein Stadtrat mit einem Bürgermeister an der Spitze heraus. 1356 erhielt die Stadt die Zollfreiheit in der Neumark, 1364 das Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten. In den Jahren 1402–1945 gehörte die Stadt gemeinsam mit der Neumark dem Deutschen Orden, um dann wieder zu Brandenburg zurückzukehren. 1433, während der Ordensherrschaft, wurde Schönfließ von den Hussiten vollständig zerstört. 1599 lebten hier lediglich 217 vollberechtigte Bürger. Der Dreißigjährige Krieg stürzte die Stadt in den totalen Ruin. In der ganzen Stadt wurden 1634 nur 54 bewohnte Häuser gezählt, die übrigen (149) waren verfallen und standen leer. Erst das 18. Jahrhundert brachte der Stadt eine wirtschaftliche Stabilisierung. Die Zahl der Häuser stieg auf 209; die Einwohnerzahl erreichte um 1750 fast 1500. Die Städteordnung von 1808 führte in Schönfließ eine bürgerbestimmte Verwaltung ein – eine Stadtverordnetenversammlung mit zwölf auf sechs Jahre gewählten Mitgliedern sowie einen von ihr ernannten Magistrat. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich kleine Industriebetriebe. So entstanden zwei Mühlen, eine kleine Landmaschinenfabrik, eine Fabrik zur Obstverarbeitung, eine Molkerei und eine Ziegelei. Außerdem gab es ein gutes Dutzend handwerkliche Betriebe verschiedener Spezialisierungen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts stärkten die preußischen Behörden die Magistratsverfassung (Gesetz von 1853), indem sie die Kompetenzen klar zwischen Stadtverordnetenversammlung und Magistrat aufteilten. Von nun an war die Stadtverordnetenversammlung das alleinige legislative, der Magistrat das alleinige exekutive Organ. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der Nähe Borsäurevorkommen entdeckt, was zur Einrichtung einer Heilanstalt führte. 1899 erhielt das Städtchen eine Schienenverbindung nach Pyritz und Jädickendorf (Strecke Küstrin–Stettin). Zu weiteren Veränderungen in der städtischen Verfassung kam es in den 1930er Jahren (Beschlüsse von Januar 1933 und Dezember 1934). Die Kompetenzen des Bürgermeisters wurden deutlich gestärkt, der nicht nur Organ der ausführenden, sondern auch der gesetzgebenden Gewalt wurde. Die Rolle der Stadtverordnetenversammlung (30 Personen) wurde auf die eines beratenden Organs beschränkt. Die im 19. Jahrhundert zu verzeichnende demographische Entwicklung von Schönfließ wurde im 20. Jahrhundert unterbrochen – 1816: 1495 Personen, 1857: 2419, 1900: 2607, 1925: 2299, 1939: 2264.

Die Akten der Stadt Bad Schönfließ wurden nach 1945 von polnischen Archivaren aus der Amtsregistratur übernommen. Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam: Magistrat Bad Schönfließ, 887 AE, aus den Jahren [1373] 1500–1935.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung:

Gesamtstaatliche Angelegenheiten, Edikte, Huldigungen, Auszeichnungen und Orden, Staatsfeiertage, aus den Jahren 1720–1928, 10 AE.

Verfassung, aus den Jahren 1850–1928, 3 AE.

Kanzlei, Bürowesen, allgemeine Vorschriften, Verordnungen, Registratur, Siegel und Schilder, Beschwerden über die Stadtverwaltung, aus den Jahren 1836–1928, 11 AE.

Verwaltungsvorschriften, Städtebund, Gesetze und Verordnungen, Steuerbekanntmachungen, Ablegung von Eiden, Jagden, Fragen von Salz, Holz und Pferden, aus den Jahren 1721–1929, 15 AE.

Städtische Behörden, Stadtverordnete, Kommissionen, Wahlen, Städteordnung von 1853 und ihre Einführung, Wahlen der Stadtverordneten, Personalfragen der Stadtverordneten, Deputationen für Wohnungen, Landwirtschaft, Bauwesen, Kirchen und Forsten, Reichspräsidentenwahlen, Saisonarbeiter, Spionage, Anstellung von Beamten, aus den Jahren 1789–1941, 99 AE.

Lebensmittelrationierung, Erster Weltkrieg, Gefangenenbetreuung, Reglementierung von Fleisch, Fett, Brot, Mehl, Zucker, Milch, Kartoffeln, Seife und Öl, Rationierung von Tierfutter, Heuernte, Gefangenenaufsicht, Lazarett, Rotes Kreuz, aus den Jahren 1914–1923, 50 AE.

Badewesen, Änderung des Ortsnamens (Bad), Deutscher Bäderverband, Verwaltung, Patienten, Verordnungen, aus den Jahren 1896–1935, 28 AE.

Einwohner, Streitigkeiten mit den Behörden, schiedsgerichtliche Verfahren, aus den Jahren 1749–1924, 20 AE.

Kommunal- und Wohnungswirtschaft, Baudenkmäler, Bau und Instandhaltung von Straßen, Wegen, Brücken und Eisenbahnen, Bahnhof, Promenade, Stadtmauern, Denkmalschutz, kommunale Wohnungen, Installation und Austausch von Rinnen, aus den Jahren 1808–1929, 73 AE.

Verpachtung und Verkauf von Land, Forstwirtschaft, Grenzfragen, Beschwerden und Klagen der Pächter, aus den Jahren 1774–1928, 8 AE.

Melioration, Wiesen, Seen und Gräben, Landwirtschaft, Jagdwesen, Fischfang, aus den Jahren 1788–1928, 51 AE.

Städtische Finanzen, Steuern, Hypotheken, steuerliche Vorschriften, Grundsteuern, Gebäudesteuern, Steuern auf Handwerk, Hunde und Kirchen, Widerruf von Steuern und Steuerbefreiungen, Hypotheken, Sparkasse, aus den Jahren 1822–1930, 128 AE.

Post, Eisenbahn, Bau einer Linie nach Stargard, Telegraph, aus den Jahren 1822–1928, 45 AE.

Verkauf von Büchern und Leihbücherei, aus den Jahren 1845–1928, 2 AE.

Gerichtswesen, Gesetzessammlungen, Institution des Schiedsrichters, Wahlen von Richtern, Geschworenengericht, Sitzungen, Testamente, Fälschungen von Münzen, Banknoten und Wertpapieren, aus den Jahren 1763–1928, 15 AE.

Handwerk, Gesetze, Kommissionen, Handel, Zünfte: Bäcker, Böttcher, Fleischer, Gerber, Maurer, Schlosser, Schmiede und Schneider, Kaufmannsgilde, Schützenbruderschaft, aus den Jahren 1786–1935, 56 AE.

Grundschulen, Berufsschulen, Lehrer und ihre Gehälter, Unterrichtsgeld, Baufachschule, aus den Jahren 1712–1929, 29 AE.

Kirchen, Fürsorge, Friedhöfe, Verordnungen, Kirchengebäude, Stiftung von Orgeln und Glocken, aus den Jahren 1810–1928, 12 AE.

Sozialversicherungen, private Versicherungen, Unfallversicherungen, Handwerker- und Landarbeiterversicherungen, Krankenkasse, aus den Jahren 1884–1928, 25 AE.

Gesundheitsdienst, Krankenhauswesen, ansteckende Krankheiten und Geisteskrankheiten, Aufsicht, St. Georgs-Krankenhaus, Einstellung von Ärzten, Hebammen, Apotheken, Anstalt für Epileptiker, Geisteskranke, Hilfe für Witwen und Waisen, aus den Jahren 1809–1934, 50 AE.

Bevölkerungsstatistik, Landwirtschafts- und Handwerkerstatistik, Volkszählungen, Viehtabellen, Tabellen für die Getreideernte, für Handwerker, für Gebäude, aus den Jahren 1867–1936, 19 AE.

Polizeiliche Aufsicht:

Allgemeine Vorschriften, Meldevorschriften, Kontrolle von Wegen, Maßen und Gewichten, Feuerwehraufsicht, Aufsicht über den Handel, Polen, Juden, Ausländer, Einbürgerung, Verordnungen, Sittenpolizei, Kriminalpolizei, politische Polizei, Gefängniswesen, Ergreifung von Entlaufenen, Meldungen, Saisonarbeiter, Arbeitslosigkeit, Beihilfen, Aufsicht über die Wagen und Maße, Fälscherei, Glücksspiel, Lotterien, Kinos und Theater, Zirkus, Sozialdemokratie, aus den Jahren 1706–1943, 151 AE.

Verkehrspolizei, Autoverkehr, Straßenkontrollen, Reparatur der Straßenbeläge, Fliegerei, aus den Jahren 1815–1928, 16 AE.

Bauaufsicht, Verordnungen, Gefängnisse, aus den Jahren 1807–1927, 12 AE.

Militaria, Kontributionen, Lieferungen, Einquartierung, Manöver, Mobilmachungen, Fourage, Veteranen, Kriegsversehrte, Kriegskosten, Versorgung von Verwundeten, Einquartierung von Truppenteilen, aus den Jahren 1807–1928, 35 AE.

Vereine, Organisationen, Gesang-, Kegel-, Kaufmanns-, Radfahrvereine, Sozialdemokratie, Lehrer, Stiftungen, Sport- und Berufsvereine, aus den Jahren 1752–1928, 45 AE.

Veterinäraufsicht, Beschäftigung von Veterinärmedizinern, Pferde- und Taubenkrankheiten, Kampf gegen Raubtiere, Viehseuchen, Schweinekrankheiten, Schlachthöfe, aus den Jahren 1813–1928, 16 AE.

Brandschutz, Feuerwehr, Brände, Feuergesellschaft, Freiwillige Feuerwehr, Behebung von Brandschäden, Ermittlungen, Löschgerät, aus den Jahren 1813–1937, 74 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

Riech, B.: Chronik von Bad Schönfließ und der Ratsschützengilde zu deren 300 j. Jubelf. 1622–1922, Schönfließ 1922.

Z dziejów Ziemi Chojeńskiej [Aus der Geschichte des Königsberger Landes], hg. v. T. Białecki, Szczecin 1969.

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348

0225 Magistrat Fiddichow (Rep. 38b, Akta miasta Widuchowej)

1681–1893; 44 AE, 0,6 lfm.

Die erste Erwähnung von Fiddichow stammt von 1159 (castrum Viduchow). Im Laufe des 13. Jahrhunderts gewann die Siedlung den Charakter eines Marktes (oppidum). Doch 1283 nahm Herzog Bogislaw IV. Fiddichow das Marktrecht und verlieh es Greifenhagen. Deshalb erhob Herzog Barnim III. Fiddichow erst 1347 in den Rang einer Stadt. Die neue Stadt blieb jedoch in Privatbesitz (des Burchard von Belevanz sowie der Familien von Steinwehr, von Trampe und von Hohenstein). Die Verwaltung der Stadt wurde von einem Stadtrat ausgeübt (erstmals erwähnt in einer Urkunde von 1347), obwohl das letzte Wort den jeweiligen Besitzern gehörte. Nach der Teilung Pommerns 1295 lag Fiddichow im Herzogtum Stettin. Das gesamte Mittelalter über entwickelte sich hier in bescheidenem Maße Handel und Handwerk, obschon die Stadt prinzipiell von der Landwirtschaft lebte. Nach der Teilung Pommerns zwischen Schweden und Brandenburg (Rezeß von 1653) gelangte Fiddichow unter schwedische Herrschaft. Zu Brandenburg kam es erst nach 1679. Im 18. Jahrhundert ist eine gewisse wirtschaftliche Entwicklung zu verzeichnen. 1718 wurden einige Spinnereien gegründet. Erst 1749 erhielten die Einwohner einen größeren Einfluß auf ihre Geschicke. Sie bekamen nun das Recht zur freien Wahl eines Bürgermeisters, von Ratsherren und Schöffen. Von nun an hatte der Magistrat das Recht, in Zivil- und Strafsachen zu urteilen (zuvor hatten dies die Besitzer getan). 1740 wurde Fiddichow von 540 Menschen bewohnt. Diese Zahl wuchs bis 1791 auf 844. 1782 wurden gerade einmal 81 Wohn- und Wirtschaftsgebäude gezählt. In diesem Jahr waren in Fiddichow mehr als zwanzig Handwerker tätig, darunter zwei Bäcker, zehn Böttcher, fünf Brauer, zwei Maurer, zwei Tischler, ein Gärtner und ein Apotheker. Im Laufe des 19. Jahrhunderts begann die Bevölkerungszahl langsam zu wachsen; sie betrug 1820: 1510 Personen, 1852: 2443, 1895: 2752. Danach (erste Hälfte des 20. Jahrhunderts) kam es zu einer Stagnation der Bevölkerungszunahme; die Zahlen bewegten sich zwischen 2700 und 3000 Personen (1930er). Der Bau der Eisenbahnlinie Stettin-Küstrin (1873) in einer Entfernung von vier Kilometern von der Stadt hatte eine gewisse Belebung zur Folge; nun wurde u. a. eine Zuckerraffinerie gebaut.

Die Akten der Stadt Fiddichow gelangten 1880, 1934 und 1939 an das Stettiner Archiv. Ihr Verbleib während des Zweiten Weltkriegs ist ungewiß. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38bU, 38HS Fiddichow, 12 AE, aus den Jahren 1427–1733.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Verordnungen der Oberbehörden, Gerichtswesen, Privilegien, allgemeine Informationen über die Stadt, Auseinandersetzungen mit Personen von außen, Pachten, Rechnungen, aus den Jahren 1681–1856, 20 AE.

Kirche und Schulwesen, Akten der Pastoren, Besetzung der Kantorenstelle, Einsetzung von Lehrern, Bau eines Lehrerhauses, Schulvisitationen, aus den Jahren 1750–1847, 5 AE.

Fischfang, allgemeine Fragen der Fischer, Auseinandersetzungen, Prozesse und Strafen, aus den Jahren 1703–1851, 4 AE.

Landwirtschaft und Forstwesen, Separationen von städtischem Land, Auseinandersetzungen, Viehzucht, Grenzregulierungen, aus den Jahren 1745–1851, 4 AE.

Juden, allgemeine Akten der Gemeinde, Erfassung der jüdischen Bevölkerung, aus den Jahren 1692–1893, 7 AE.

Varia, Belastung der Eigentümer des städtischen Landes, Bestellung von Militärkommandanten, Schenken, aus den Jahren 1746–1815, 3 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Gaziński, R.: Akta miast pomorskich i nowomarchijskich z terenu Polski w zasobie Archiwum Krajowego w Greifswaldzie [Die Akten der pommerschen und neumärkischen Städte auf polnischem Gebiet im Landesarchiv Greifswald], in: Szczecińskie Studia Historyczne, Nr. 13 (2000).

Gloede, H.: Aus Fiddichows Geschichte, Fiddichow 1897.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 2, Wrocław u. a. 1967.

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0465 Magistrat Falkenburg (Rep. 38b, Akta miasta Złocieńca)

1588–1936; 1695 AE, 26,25 lfm.

Das Gebiet, in dem später Falkenburg entstehen sollte, befand sich bis zur Wende des 11. zum 12. Jahrhundert in pommerschem Besitz. Im ersten Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts wurde die Gegend vom polnischen König Bolesław Schiefmund (Krzywousty) eingenommen und Polen angegliedert. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts stabilisierte sich an der Drage die Grenze zwischen Großpolen und Pommern; Falkenburg wurde zur großpolnischen Grenzsiedlung. An der Wende zum 14. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Markgrafen von Brandenburg erobert. Während der Folgejahre befand sich die Gegend von Falkenburg im Besitz der Familie von Wedel. Vertreter dieser Familie (Lüdeke und Hasso von Wedel) verliehen der Siedlung 1333 die Stadtrechte. An der Spitze des neuen Gemeinwesens stand ein Vogt, der zugleich Vertreter der Eigentümer (der Wedels) war. Um 1400 ging die Macht in der Stadt an einen achtköpfigen Rat mit einem Bürgermeister über. Zwischen 1402 und 1454 gehörte Falkenburg zum Ordensstaat und kehrte dann zu Brandenburg zurück. Um 1600 wurden die Borks Herren der Stadt. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Stadt von kaiserlichen Truppen gründlich gebrandschatzt und 1708 von einer Feuersbrunst verwüstet. Seit 1671 wurde Falkenburg von zwei Bürgermeistern verwaltet, die an der Spitze des Stadtrates standen. Seit ca. 1600 ging auch das Gerichtswesen im Stadtgebiet an den Rat über. Erst im 18. Jahrhundert sind in der Stadt Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung festzustellen, was mit dem raschen Aufschwung der Leinwand- und Tuchherstellung zusammenhing. In der Mitte des 18. Jahrhunderts lebten in Falkenburg 953 Einwohner. Der Beginn des 19. Jahrhunderts bedeutete für Falkenburg einschneidende Änderungen. 1808 wurde der Ort mitsamt dem Kreis Dramburg an Pommern angegliedert; die neue Städteordnung (Dezember 1808) führte in Falkenburg zur Wahl einer Stadtverordnetenversammlung, die aus ihren Reihen einen Magistrat mit einem Bürgermeister an der Spitze bestimmte. Die nächste Städteordnung von 1853 stärkte die Magistratsverfassung in der preußischen Monarchie. Von nun an war der Stadtrat ein ausschließlich beschlußfassendes Organ, während dem aus Bürgermeister, Syndikus, Kämmerer und einigen Ratsherren bestehenden Magistratskollegium ausschließlich die Exekutive oblag. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde das Städtchen zu einem wichtigen Zentrum der Tuchproduktion, deren Erzeugnisse für den Export in das Königreich Polen bestimmt waren. 1838 erhielt die örtliche Spinnerei den ersten Dampfantrieb Pommerns. Außerdem gab es hier zwei Maschinenfabriken, zwei Sägewerke, drei Ziegeleien, eine Gerberei, eine Molkerei und zwei Mühlen. 1877 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung mit Dramburg und Tempelburg, 1900 mit Kallies und 1903 mit Bad Polzin. Dieser Zeitraum sah auch einen erheblichen demographischen Aufschwung. Falkenburg zählte 1820 2014 Einwohner, 1890: 4100, 1925: 5341 und 1938: 7841.

Die Akten der Stadt Falkenburg wurden in fünf Partien in den Jahren 1881, 1913, 1933, 1934 und 1936 an das Stettiner Archiv abgegeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand aufgeteilt und nach Ralswick und Marthenthin ausgelagert. Die Akten aus Ralswick wurden nach 1945 in das Archiv in Greifswald gebracht. Auf der Grundlage des Abkommens über den Archivaustausch mit der damaligen DDR kehrten sie nach Stettin zurück. Die in Marthenthin aufbewahrten Akten wurden nach 1945 von polnischen Archivaren sichergestellt und nach Stettin geschickt. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38b Falkenburg, 0,05 lfm., aus den Jahren 1894–1930.

Inhalt

Oberbehörden, königliche Familie, Reisen von Mitgliedern der Königsfamilie, Reichspräsidentenwahlen, Reichs- und Landtagswahlen, Provinziallandtage, staatliche Feiertage, Sitzungen des Kreisausschusses, Verlegungen einiger Kreisämter, aus den Jahren 1832–1932, 28 AE.

Verband der städtischen Selbstverwaltungen, Einberufung des Verbands im Regierungsbezirk Köslin, Beratungen und Treffen seiner Vertreter, Selbstverwaltung der Städte des Reiches, aus den Jahren 1887–1930, 7 AE.

Verwaltung der Stadt, Geschichte und städtisches Wappen, 600-Jahr-Feier der Lokation, städtische Verfassung, Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung, Sitzungsprotokolle der Stadtverordnetenversammlung, Stadtverwaltung, Bürgermeisterwahlen, Arbeiter- und Soldatenräte, Beamte unterschiedlicher Ebenen, ihre Ernennung und Einstellung, Kanzlei, Archiv, Verzeichnisse aufbewahrter Dokumente, Jahresberichte der Verwaltung, Aufteilung der Tätigkeiten von Ämtern und Beamten, Haftpflichtversicherungen, bei der Stadt eingegebene Suppliken und Beschwerden, Scharwerke, aus den Jahren 1621–1933, 178 AE.

Städtischer Besitz, Grenzen, Kauf und Verkauf von Land und Gebäuden, Grundstückstausch, Verpachtung von Feldern, Wiesen, Weiden und Gärten, städtisches Vorwerk, Separationen, Parzellierungen, Aufteilungen, der Stadt angegliederte Gebiete, Grenzen der städtischen Besitzungen, Grenzfestlegung, Grenzauseinandersetzungen, aus den Jahren 1808–1936, 101 AE.

Landwirtschaft, Verordnungen und Ordnungen, Bearbeitung des Landes, Mechanisierung der Landwirtschaft, Aufhebung der bisherigen Lasten, Grundsteuer, Zucht und Zahlenbestand des Viehs, Seuchen unter Zuchttieren, Torfgewinnung, landwirtschaftliches Schulwesen, aus den Jahren 1681–1930, 35 AE.

Fischfang, Verordnungen, Pachten, Streitigkeiten um Teiche und den Fischfang, aus den Jahren 1779–1930, 9 AE.

Forst- und Jagdwesen, Verordnungen und Vorschriften, Protokolle der Forstdeputation, Wilderei und andere Gesetzesverstöße in den Wäldern, wirtschaftliche Pläne und Anhebung der Forstkulturen, Verkauf oder Tausch von Waldgebieten, Gewinnung von Holz und sein Verkauf, Waldpflege, Schädlingsbekämpfung, Brandschutz, Grenzen der städtischen Wälder und Grenzstreitigkeiten, Forsthaus, Verpachtung der Jagd, aus den Jahren 1837–1932, 49 AE.

Städtische Einrichtungen, Stadtwaage, Bau, Ausbau, Renovierungen und Nutzung des Schlachthofes, Bau und Nutzung des Gaswerks, Erwerb von Kohlen, städtische Mühlen und Walkmühlen, Kanalisation und Wasserleitungen, Theater, Kino, kommunaler Friedhof, Bau einer Friedhofskapelle, Wohnungsfragen, Brunnen, Pumpen und Springbrunnen, Benennung von Straßen, städtisches Kataster, Grundbuch, aus den Jahren 1720–1931, 82 AE.

Städtische Finanzen, Stadtkasse, Vorbereitung des Amtssitzes, Revisionen, Rechnungen, Personal, Sparkasse, Entstehung, Revisionen, Personal, Einkünfte der Stadt, Depositen, außergewöhnliche Einkünfte und Ausgaben, Haushaltspläne, Rechnungswesen, Steuereinkünfte und -befreiungen, Handwerkersteuern, Kredite, Schulden, aus den Jahren 1722–1934, 155 AE.

Handel, Handwerk und Industrie, Verordnungen, Privilegien und Konzessionen für Handel und Handwerk, Handwerkskammer, Zünfte, Gesellen, Ordnungen: Bäcker, Fleischer, Pantoffelmacher, Schmiede, Tischler, Tuchmacher und Stellmacher, Aufsicht über Fabriken, Handwerk und Handel, Streitigkeiten der Eigentümer von Werkstätten mit Gesellen, Marktpreise von Lebensmitteln, Maße, Gewichte, Jahrmärkte, Installierung von Dampfmaschinen und -kesseln in Fabriken, Einstellungen und Arbeiterfragen, Versicherungen, Unfälle unter den Arbeitern, Beschäftigung von Minderjährigen, Erholung, Erlaubnis zum Betrieb von Schankwirtschaften, Wirtshäusern und gastronomischen Betrieben, Meisterprüfungen, Gesellenprüfungen, Lehrlingsausbildung, aus den Jahren 1710–1930, 144 AE.

Kommunikation, Straßenverkehr, Telephon, Bau, Umbau und Instandhaltung von Straßen, Plätzen und Chausseen, Sauberkeit in der Stadt, Brückenbau und –repara-tur, Regulierung und Reinigung von Gräben und Bächen, Post, Telephon und Telegraph, Vorkehrungen zum Hochwasserschutz, aus den Jahren 1811–1930, 37 AE.

Bauwesen, Verordnungen, Vorschriften, Aufsicht und Bauerlaubnisse, Bau und Reparatur von Objekten im kommunalen Eigentum: Rathaus und Gericht, Wohnungsbau, Sport- und Erholungsanlagen, aus den Jahren 1843–1933, 64 AE.

Polizei, Verordnungen über die Polizei, Organisation, Uniformierung, Überwachung von Presse und Verlagen (Zensur), Strafen für diverse Vergehen, Verfolgung von und Informationen über Verbrecher, Aufsicht über Bettler und Herumtreiber, Paßwesen, Auswanderung in die Vereinigten Staaten, Ausländer, Meldefragen, Überwachung von Vereinigungen und Vereinen, Bespitzelung der Arbeiter, Ausgabe von Attesten, aus den Jahren 1832–1932, 110 AE.

Gerichtswesen, Bezirksgericht, sein Personal und sein Amtsgebäude, Prozesse und Auseinandersetzungen der Stadtverwaltung mit den Bürgern, Vaterschaftsverfahren, Fürsorgerecht, Hypothekenbücher, aus den Jahren 1588–1931, 67 AE.

Standesamt, Bezirksstatistik, Verordnungen und Vorschriften, Geburten-, Heirats- und Sterberegister, Registrierung der Ausländer, jüdische Bevölkerung, Bevölkerungs- und Beschäftigungsstatistik, aus den Jahren 1813–1930, 52 AE.

Brandschutz, Ordnungen und Verordnungen, Schutz von Wohngebäuden, Freiwillige Feuerwehr, Brandschutzgerät, Kontrollen des Brandschutzes und Kontrollrevisionen, Feuerversicherungen, Brände und Entschädigungen, Brandstatistik, aus den Jahren 1790–1932, 96 AE.

Medizin, Verordnungen, Lebensmittelaufsicht, Fleischbeschau, Kampf gegen Ratten und Fliegen, Hundetollwut, Tierkrankheiten, Sanitärkommission, medizinisches Personal, Bau, Renovierung und Ausstattung des Krankenhauses, Hebammen, medizinisches Gerät, Krankenhausverwaltung, Einkünfte und Schenkungen an das Krankenhaus, kostenpflichtige Behandlung, Gründung von Kurorten und Seebädern, Geisteskranke, Irrenanstalten, Todesfälle, aus den Jahren 1825–1935, 144 AE.

Sozialfürsorge, Einberufung und Tätigkeit von Organisationen der Armenpflege, Betreuung von Kindern und Armen, Armenhäuser und ihr Unterhalt, Stiftungen, aus den Jahren 1846–1931, 46 AE.

Schulwesen, Schuldeputation, derem Sitzungsprotokolle, Verordnungen, Lehr- und Unterrichtspläne, Bau, Renovierung und Ausstattung von Schulen, Einrichtung von Privat-, Ergänzungs- und Mädchenschulen, Finanzielles, Stipendien, Ernennungen und Gehälter der Direktoren und Lehrer, Personalakten der Lehrer, Hilfsarbeiter, Versicherungen von Lehren und Schülern, weiterführende und Berufsschulen, Schulstatistik, -sparkasse, -chroniken, aus den Jahren 1811–1934, 209 AE.

Kirche, Verordnungen, Visitationen, Patronatsrecht, Besetzung geistlicher Ämter, Kirchengüter und –einkünfte, Verpachtung von Kirchenland, Bau und Renovierungen kirchlicher Gebäude, katholische Gottesdienste, Judengemeinde, Bewegung der jüdischen Bevölkerung, Gemeindeschulen, Wahlen der gemeindlichen Gremien, aus den Jahren 1590–1932, 41 AE.

Militaria, Einberufungen, Mobilmachung, Einquartierungen, Fourage, Leistungen zugunsten von Armee und Kriegsversehrten, Lazarett, Beihilfen für Soldatenfamilien, Kriegsgefangene, Soldatenfriedhof, Schützenbruderschaft, Kaiserdenkmal, aus den Jahren 1653–1928, 39 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Deutsches Städtebuch, hg. v. E. Keyser, Bd. 1, Stuttgart u. Berlin 1939.

Kratz, G.: Die Städte der Provinz Pommern, Berlin 1865.

Miasta polskie w tysiącleciu [Polnische Städte im Millenium], Bd. 1, Wrocław u. a. 1965.

RG

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353

0229 Gemeinde Loitz (Urząd Gminy Łysomice)

1874–1933; 52 AE, 0,75 lfm.

Die Verwaltung der Gemeinde Loitz unterstand dem Landrat in Stolp und dem dortigen Kreisausschuß, bei denen gegen Entscheidungen der Gemeindebehörden Berufung eingelegt werden konnte.

Die Akten der Gemeinde Loitz gelangten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an das Stettiner Archiv.

Inhalt

Verordnungen und allgemeine Verwaltung, Repertorium der Gemeindeakten, allgemeine Verordnungen, Bevölkerungsverzeichnisse, Landtagswahlen, Schöffen, Gemeindeverwaltung, aus den Jahren 1874–1932, 8 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Straßenaufsicht, Medizin, polizeiliche Vorschriften und Anordnungen, Bestrafung von Einwohnern, tiermedizinische Betreuung, Überwachung des Handels, Militaria, Verordnungen zur Mobilmachung, Gesinde, Baugenehmigung, Aufsicht über Maße und Gewichte, Instandhaltung von Straßen und Brücken, aus den Jahren 1874–1932, 23 AE.

Versicherungen, Feuerversicherung, Unfallversicherung, Versicherung gegen Pferde- und Viehkrankheiten, Pommerscher Feuerschutzverein, aus den Jahren 1874–1933, 7 AE.

Meldefragen, Melderegister, ausländische Arbeiter, Einwohnerverzeichnisse des Gutsbezirks, aus den Jahren 1892–1930, 3 AE.

Handwerk und Beschäftigung, Verordnungen über die Beschäftigung von Frauen und Minderjährigen, allgemeine Informationen über das Handwerk, aus den Jahren 1878–1930, 3 AE.

Finanzen und Steuern, Einnahmen der Gemeindekasse, Steuern auf Grund und Gebäude, Gemeinde- und Kreissteuern, aus den Jahren 1892–1932, 6 AE.

Fischfang und Landwirtschaft, allgemeine Angelegenheiten des Fischfangs, Erntestatistik, aus den Jahren 1875–1932, 2 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

RG

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423

1161 Greifswalder Hofgericht (Rep. 30, Sąd Nadworny w Greifswaldzie)

1604–1848; 1656 AE, 27,3 lfm.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts (um 1560) wurde für das Herzogtum Wolgast ein eigenes Hofgericht eingerichtet. Anfangs befand sich sein Sitz auf dem Wolgaster Herzogsschloß, von 1642 bis zu seiner Auflösung 1849 in Greifswald. Dieses Gericht war ähnlich wie sein Gegenstück im Herzogtum Stettin die erste Instanz zunächst in Zivilprozessen, später auch in Strafprozessen des Adels und privilegierter Personen, mit Ausnahme des Rügener Adels, der sein eigenes Landvogteigericht in Bergen besaß. Außerdem nahm das Hofgericht des Herzogtums Wolgast als Obergericht Berufungen gegen Urteile von Stadt-, Patrimonial- und Domänengerichten an. Gegen seine Urteile beim Reichskammergericht konnte Berufung eingelegt werden, obwohl dieses Recht durch das teilweise, seit 1648 durch das volle privilegium de non appellando beschränkt war. Nach der endgültigen Aufteilung Pommerns 1653 zwischen Schweden und Brandenburg wurde das Schwedische Königliche Tribunal in Wismar Berufungsinstanz gegen die Urteile des Greifswalder Hofgerichts. Nach der Übernahme Schwedisch-Pommerns durch die Hohenzollern 1815 blieb das Greifswalder Hofgericht mit kaum veränderten Aufgaben bis zur Reform des preußischen Justizwesens 1849 bestehen.

Nach der Auflösung des Gerichts wurden seine Akten in der Registratur des Appellationsgerichts Greifswald aufbewahrt, wo ein Teil ausgesondert wurde. 1865 kamen sie an das Provinzialarchiv Stettin. Die Akten des Hofgerichts wurden letztlich in vier Gruppen aufgeteilt: Rep. 30 Reste des Bergener Landvogteigerichts, Rep. 30a Allgemeine Akten, Rep. 30b Verzeichnis der ältesten Hofgerichtsakten, Rep. 30c Konkurssachen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Teil des Bestands nach Bonin ausgelagert (Rep. 30c), wo er bei Kriegsende verlorenging. Die restlichen Archivalien blieben in den Stettiner Magazinen. 1961 wurde aufgrund des Vertrags über den Archivalienaustausch zwischen Polen und der damaligen DDR ein Teil des Bestands an das Landesarchiv Greifswald abgegeben: Rep. 73 Hofgericht Greifswald, ca. 890 AE, 28,2 lfm., aus den Jahren 1683–1846. Im Stettiner Archiv sind lediglich Teile von zwei Sachgruppen verblieben (Rep. 30a, 30b).

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Korrespondenz mit den Staatsbehörden, Eintragung von Advokaten, Notaren sowie Staatsanwälten, Gerichtsvisitationen, Lieferung von Akten an das Tribunal in Wismar, Repertorien der Gerichtsakten, aus den Jahren 1634–1839, 22 AE.

Urteilsbücher, aus den Jahren 1651–1841, 14 AE.

Prozesse, alphabetisch nach Streitsachen geordnet, sie betreffen hauptsächlich zivilrechtliche Auseinandersetzungen um Schulden, Land, Grenzen, Erbteilung und Erbrecht, Anerkennung von Testamenten, Verleihung und Anerkennung von Eigentumsrechten, Kauf und Verkauf von Gütern, Versteigerungen, das Recht zur Rechtsprechung über Untertanen, die Aufhebung privilegierter Zustände, Befreiungen aus der Untertänigkeit, Privilegien, Lehnsfragen (Anerkennung und Verleihung von Lehen, Nachfolgerecht in den Lehnsgütern). Strafprozesse über die Störung der öffentlichen Ordnung, Zauber, Entführung und Verrat, aus den Jahren 1604–1848, 1620 AE.

Prozesse nach alphabetischer Reihenfolge der Streitsachen:

A, 27 AE

B, 164 AE

D, 142 AE

E, 57 AE

F, 44 AE

G, 149 AE

H, 94 AE

I, 13 AE

K, 98 AE

M, 30 AE

N, 31 AE

O, 27 AE

P, 54 AE

R, 30 AE

S, 257 AE

T, 27 AE

U, 20 AE

V, 18 AE

W, 224 AE

Z, 10 AE

Unterschiedliche Anlegenheiten, 104 AE

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Gut, P.: Organizacja sądownictwa w pruskiej prowincji Pomorze w latach 1806/1808–1848/1849 [Die Organisation des Gerichtswesens in der preußischen Provinz Pommern zwischen 1806/1808 und 1848/49], Szczecin 2002.

Gut, P.: Procesy archiwotwórcze akt sądowych pruskiej prowincji Pomorze do 1945 roku [Archivbildende Prozesse der Gerichtsakten aus der preußischen Provinz Pommern bis 1945], in: Archiwa instytucji wymiaru sprawiedliwości w służbie państwa i obywateli [Die Archive von Institutionen des Justizwesens im Dienste des Staates und der Bürger], hg. v. J. Baranowski u. U. Zarzycka-Sutter, Łódź 2001.

PG

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424

0008 Kösliner Hofgericht (Rep. 25, Sąd Nadworny w Koszalinie)

1582–1883; 313 AE, 5,9 lfm.

1720 ordnete König Friedrich Wilhelm I. an, für den Ostteil der preußischen Provinz Pommern ein neues Obergericht einzurichten. Es entstand das Kösliner Hofgericht, das lediglich Zivilprozesse behandelte, und zwar erstinstanzlich für den Adel sowie als Berufungsinstanz von Urteilen der Stadt-, Domänen- und Patrimonialgerichte. Alle Strafsachen wurden direkt an die Kammer für Strafsachen bei der Regierung in Stettin übergeben. Das Kösliner Gericht behandelte auch keine Lehnsfragen, da für ganz Preußisch-Pommern die Lehnskanzlei in Stettin zuständig war. 1780 wurde beim Kösliner Gericht ein Vormundschaftskollegium eingerichtet, das sich auch mit Depositen befaßte. 1783 erhielt das Kösliner Hofgericht das Recht, Hypothekenbücher für Adelsgüter in den östlichen Kreisen Hinterpommerns anzulegen – in den Kreisen Belgard, Herzogtum (die späteren Kreise Kolberg und Köslin), Rummelsburg, Schlawe, Stolp und Stettin. 1804 wurde der Einflußbereich des Gerichts um die Lande Lauenburg und Bütow erweitert, die bislang dem Departement Westpreußen angehört hatten. Das Kösliner Hofgericht bestand bis 1808, als es aufgrund des Gesetzes vom 26. Dezember über die Reform der Provinzialverwaltung zu einem Oberlandesgericht umgestaltet wurde.

Die Hofgerichtsakten wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Registratur des Oberlandesgerichts Köslin aufbewahrt. 1844 wurden sie dem Provinzialarchiv Stettin übergeben, wo sie inventarisiert und geordnet wurden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Kösliner Akten nach Schwerinsburg (Kreis Anklam) ausgelagert, von wo aus sie nach Kriegsende in das Landesarchiv Greifswald gelangten. 1961 kehrte der Bestand Kösliner Hofgericht im Rahmen des deutsch-polnischen Archivalienaustausches in das Stettiner Archiv zurück.

Inhalt

Gerichtsorganisation, Vorschriften, Neuorganisation der Behörde, aus den Jahren 1764–1817, 3 AE.

Auseinandersetzungen der Städte, zwischen den Städten Bärwalde, Bublitz, Rummelsburg und Neustettin, um Grenzen, Gerichtswesen und Patronatsrechte, aus den Jahren 1604–1807, 4 AE.

Aufhebung von Allmenden, Separationen von Land und Auflösung von Allmenden in Guts-, Gemeinde-, Stadt- und Domänenbezirken, aus den Jahren 1769–1802, 75 AE.

Familienstreitsachen, Vormundschaft, Güterverkauf, Testamente, aus den Jahren 1582–1817, 191 AE.

Inventare adliger Güter, Steuerveranlagungen, Schätzung des Werts von Gütern, Rechnungen, Einkünfte und Ausgaben, aus den Jahren 1623–1785, 9 AE.

Ständefragen, Einberufung des Adels zur Beratung, Nobilitierungen, aus den Jahren 1613, 1731–1746, 2 AE.

Hypotheken, Anlegung von Hypothekenbüchern in den Landen Lauenburg und Bütow, darunter auch für den kaschubischen Adel, Pfandbriefe und Obligationen, aus den Jahren 1773–1883, 8 AE.

Zuschüsse, für die Entwicklung von Adelsgütern in den Landen Lauenburg und Bütow, für den Wiederaufbau von Kirchen und Armenhäusern, aus den Jahren 1682–1804, 6 AE.

Prozesse, Grenzstreitigkeiten, aus den Jahren 1746–1827, 15 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Gut, P.: Organizacja sądownictwa w pruskiej prowincji Pomorze w latach 1806/1808–1848/1849 [Die Organisation des Gerichtswesens in der preußischen Provinz Pommern zwischen 1806/1808 und 1848/49], Szczecin 2002.

Gut, P.: Procesy archiwotwórcze akt sądowych pruskiej prowincji Pomorze do 1945 roku [Archivbildende Prozesse der Gerichtsakten aus der preußischen Provinz Pommern bis 1945], in: Archiwa instytucji wymiaru sprawiedliwości w służbie państwa i obywateli [Die Archive von Institutionen des Justizwesens im Dienste des Staates und der Bürger], hg. v. J. Baranowski u. U. Zarzycka-Sutter, Łódź 2001.

PG

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494

0009 Domkapitel Cammin (Rep. 8, Kapituła Katedralna w Kamieniu Pomorskim)

[1338] 1488–1834; 1510 AE, 17,55 lfm.

Das 1175 gestiftete Domkapitel Cammin war eine kanonische Korporation, deren Mitglieder ein gemeinschaftliches Leben führten. In der Anfangszeit besaß es keinen Grundbesitz und wurde direkt vom Bischof unterhalten. Erst nach einigen Jahrzehnten erhielt es erste Schenkungen und die volle Jurisdiktion über seine Güter. Die Einkünfte aus den Präbenden wurden in gemeinschaftliche und individuelle Ausgaben aufgeteilt. An der Spitze des Kapitels stand der Prior, der Verwalter der gemeinschaftlichen Güter. Im 12. Jahrhundert entstand das Amt des Dekans, der die Gottesdienste und Zeremonien im Dom beaufsichtigte. Der Dekan war außerdem Vorgesetzter des niederen Klerus in der Stiftskirche. Zu den Beamten des Domkapitels zählten außerdem ein Thesaurius, der die Ausstattung und Einrichtung der Kathedrale überwachte, der für Gesang und Musik verantwortliche Kantor sowie der Scholastiker als Notar des Domkapitels und Rektor der Domschule. Im 13. Jahrhundert begegnet unter den Beamten des Domkapitels auch ein Vicedominus, der vom Bischof dazu ausersehen war, an den Beratungen der Domherren teilzunehmen. Die Zahl der Domherren schwankte zwischen vier und sechzehn. Zu den wichtigsten Privilegien des Domkapitels gehörte das Recht der Bischofswahl und der Wahl der Beamten des Domkapitels. Herzog Bogislaw X. setzte der Bedeutung des Domkapitels Grenzen, indem er vom Papst das Privileg erwirkte, Kanoniker und Bischof selbst zu ernennen. Im Gegenzug erhielt das Kapitel das Recht, an den pommerschen Landtagen teilzunehmen, doch mußte es dafür nun Steuern zahlen. Die Reformation beeinflußte die Stellung des Domkapitels nicht; 1569 bestätigte der Landtag in Wollin alle seine älteren Privilegien. 1578 erhielt es neue Statuten, die seine Strukturen aber nicht veränderten. Von nun an waren die Herzöge lediglich Patrone und Stifter des Domkapitels mit dem Recht, die Stellen einzelner Kanonikate zu besetzen. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts bestand das Kapitel aus Dekan, Domprobst, Kantor, Kämmerer, Scholastiker, Vicedominus, Syndikus und sieben Kanonikern. 1669 bestätigte die schwedische Königin Eleonore alle bisherigen Privilegien. Im 18. Jahrhundert besaß das Domkapitel 24 Dörfer und zwei Vorwerke; es gab hier 6 Schulzenwirtschaften, 118 Halbbauern und 68 Kätner. Außerdem lebten in den Besitzungen 26 Fischer und 8 Häusler. 1689 bestätigte Kurfürst Friedrich III. alle Privilegien des Domkapitels, erlegte ihm aber zugleich die Pflicht auf, die Universität in Frankfurt/Oder zu finanzieren (1000 Taler jährlich). 1810 erließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. das Edikt über die Säkularisierung von Klostergütern und Kirchenstiftungen. Das Domkapitel wurde aufgelöst und sein Besitz fiel an den Fiskus.

1818 wurden die teilweise zerstörten Akten des Domkapitels an das Regierungsarchiv in Stettin überwiesen. 1831 gab die Regierung diese Akten an das Provinzialarchiv Stettin weiter. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand nach Pansin und Schlemin ausgelagert. Nur ein Teil dieser Akten kehrte nach dem Krieg nach Stettin zurück; ein anderer Teil gelangte in das Landesarchiv Greifswald: von wo er 1962 nach Stettin überführt wurde.

Inhalt

Beziehungen der Herzöge zu anderen Herrschern sowie Privilegien des Domkapitels, Korrespondenz mit den von Eberstein, mit den Herzögen von Mecklenburg, den Markgrafen von Brandenburg, den Herrschern von Schweden, Auseinandersetzungen mit den Ständen, Privilegien, Übereinkunft Brandenburgs und Schwedens mit Bogislaw von Croy hinsichtlich des Bistums Cammin, Grenze zwischen dem schwedischen und dem brandenburgischen Teil Pommerns, religiöse Privilegien des Domkapitels sowie Fragen seiner Reform, Ständeprivilegien, Statuten des Domkapitels (1714–1751), Gebete, Danziger Getreidehandel, aus den Jahren 1520–1810, 23 AE.

Lehnshuldigungen, Reise preußischer Könige nach Stettin, aus den Jahren 1717–1798, 6 AE.

Pommersche Landtage, Kontributionen, Kontingente, Reparatur der Häfen in Rügenwalde, Kolberg und Stolpmünde, Ständerecht, Delegierte auf den Landtagen, aus den Jahren 1625–1815, 11 AE.

Verordnungen der vorgesetzten Behörden, Resolutionen des Markgrafen, Reskripte, Verordnungen der Kriegs- und Domänenkammer, aus den Jahren 1655–1809, 14 AE.

Statistik, Vasallentabelle, genealogisches Handbuch, historische Daten, Adreßkalender, Bevölkerungszahl, aus den Jahren 1722–1810, 8 AE.

Tätigkeit der Kapitelverwaltung, Handel mit Getreide, Bernstein und anderen Waren, Bauernordnungen, Dienstpersonal, Arme, Suppliken, Untertanen des Domkapitels, Eide, Patente und Reskripte, Münzfragen, Handwerk, Gespanndienste, Maße, Rechnungen des Domkapitels, Karte von Pommern (1718), Musik, Gerichtswesen, Witwen, Bauernbefreiung (1788), aus den Jahren 1488–1788, 40 AE.

Lehen der Klöster, des Adels und der Domherren, Lehnspflichten, Allodien, aus den Jahren 1500–1821, 7 AE.

Militaria, Musterungen, Einquartierung von Militär, Räubereien, Kontributionen und durch den Unterhalt der Armee entstehende Lasten, Dreißigjähriger Krieg, Befestigungen, Blockade von Kolberg, Einmarsch russischer Truppen, Steuern, Werbung zur Armee, Kriegsschäden, aus den Jahren 1563–1821, 82 AE.

Universität Frankfurt/Oder, finanzielle Leistungen zugunsten der Universität, aus den Jahren 1658–1707, 2 AE.

Kreis Wollin, Amtsgewalt im Kreis, aus den Jahren 1700–1715, 3 AE.

Jagd, Fischfang und Holzeinschlag, Auseinandersetzungen um Fischfang, Fischereirecht, Recht zum Holzeinschlag, aus den Jahren 1560–1799, 16 AE.

Angestellte auf dem Land, Wachmänner, Henker, Schweinekastrierer, aus den Jahren 1500–1814, 7 AE.

Gehälter, Verdienste der Beamten und des Dienstpersonals, aus den Jahren 1641–1798, 4 AE.

Bauwesen, Bau und Reparatur von Baulichkeiten im Besitz des Domkapitels, aus den Jahren 1576–1728, 6 AE.

Konvent, Protokolle, Einberufung des Konvents, Registratur, aus den Jahren 1541–1792, 20 AE.

Präbenden, Benefizien, Register der Bedienungen für die Kanoniker, Besetzung der Ämter des Prälaten und der Kanoniker, Kollegiatsstatuten, Register der Einnahmen, Unterhalt von Ämtern, Expectativen für das Amt des Prälaten und der Kanoniker, Gehälter, Register der gemeinsamen Güter der Camminer Kirche, aus den Jahren 1500–1823, 67 AE.

Beamte und Stellen im Domkapitel, Wahlen und Einführungen der Bischöfe, Vorschlag Zygmunts III. Wasa über die Wahl seines Sohns zum Bischof, Bischof von Croy, Schulden des Domkapitels, Vicedominat, Ämterbesetzung, Streitigkeiten, Dekanat und Steuern, Kantorat, Bauwesen, Expectativen, Landbesitz des Domkapitels, Einnahmeregister, Pachten, Schulden, Domkapitel Kolberg, Archidiakonat Demmin, aus den Jahren 1500–1815, 132 AE.

Auszeichnungen und Orden, Orden und Auszeichnungen für Prälaten und Kanoniker, Auseinandersetzungen um Orden, aus den Jahren 1755–1812, 7 AE.

Schulden und Schuldner, Schuldlisten, Güterregister, Schuldenregister, Kirchenschulden, Obligationen, Gerichtsverfahren in Schuldfragen, aus den Jahren [1338] 1482–1777, 34 AE.

Testamente und Nachlässe, Testamente einzelner Personen, Nachlässe, Inventare und Verzeichnisse von Nachlässen, Schulden, aus den Jahren 1529–1807, 24 AE.

Judicialia, Prozesse und Gerichtsverfahren, Patronat, Verordnungen über das Oberlandesgericht, Organisation des Kapitelgerichts, Diebstähle, Morde, Schlägereien, Vergiftungen, Zaubereien, versuchte Brandstiftung, Kindesmord, Vergewaltigungen, Schulden, Grenzen, Zinsen, Gehälter, Pfuscher, Präbenden, Güter, Schenken, Gärten, Auseinandersetzungen zwischen dem Domkapitel und der Stadt Cammin, Getreidehandel, Lehen, Nachlässe, Verlobungen, Schäfereien, Untertanen, Pachten, Dienstpersonal, Zehnt, Weiderecht, Allodien, Kontributionen, aus den Jahren 1496–1775, 181 AE.

Stadt Cammin, Schenkungen des Domkapitels, Gärten, Kirchenmatrikel, kirchliche und Schulgebäude, Register der Camminer Kirche, Schul- und Kirchenbedienstete, Klöster, Schiffahrt auf der Rega, Armenhaus, aus den Jahren 1496–1775, 78 AE.

Landbesitz, Register gemeinsamer Güter, Feldwächter, Einkünfte, Nachrichten und Daten über einzelne Dörfer, Güter und Vorwerke, Pläne des Kapitelbesitzes, Pachten, Pfandgüter, Jagden, Schulzenämter, Mühlen, Feldvermessungen, Hochwasser, Scheunen, Schäfereien, Torfgewinnung, Schenken, Jurisdiktion über die Untertanen, Pflichten der Untertanen, Gespanndienste, Bauernhöfe, Fischfang, berittene Wächter, Kapitelgericht, Schulzenämter, Auseinandersetzungen um Land, Felder, Grenzen, Weiden und Wiesen, Suppliken, Unruhestiftung, Schlägereien, Diebstahl, Mord, Vergewaltigungen, Vergiftungen, Zauber, Brandstiftung, Kontributionen und von den sächsischen und russischen Truppen verursachte Schäden (1711–1713), Steuern, ländliches Bauwesen, Feuerholz, Verwüstung der Wälder, Kirchenvisitationen, Patronat, Berufung von Predigern und Küstern, Kirchenbesitz, Auseinandersetzungen der Kirchen um Land, Kapellen, Rechnungen, Kircheninventare und -bücher, Stipendien, Kirchenbauwesen, Witwen, Reskripte und Verordnungen der Kriegs- und Domänenkammer, Beamte des Bogislaw von Croy, aus den Jahren 1494–1800, 491 AE.

Visitationen und Inventare, Visitationen von Beamten des Domkapitels, Beschreibungen von Dörfern, Register der Kontributionen zahlenden Personen, Generalvisitation, Inventare dörflicher Pfarrhäuser, Kirchenrechnungen, Untertanenverzeichnisse, aus den Jahren 1576–1787, 16 AE.

Privilegien, Beschwerden, Aufruhr, Korrespondenz über Gnadenbeweise, aus den Jahren 1617–1752, 4 AE.

Areal und Steuern, Hufenmatrikel und -tabellen, Grundsteuern, Bodenklassifikation, Verbesserung der Weiden, aus den Jahren 1633–1760, 18 AE.

Einkünfte des Domkapitels, Register der Einnahmen, Auszüge aus den Hufenmatrikeln, Register der Einnahmen und Schulden, der Bediensteten und Dienste, der gemeinsamen Güter und Pachten, Zehnt, Unfallregister, Zinsen, Verzeichnisse von Naturalabgaben, Kontributionen, Verwaltungsrechnungen, Register der Getreideeinkünfte und Schuldner, Reskripte, Verordnungen, Streitigkeiten des Domkapitels mit der Armenkasse, Register für Strafen wegen nicht gezahlter Steuern, aus den Jahren 1478–1808, 124 AE.

Rechnungen, Rechnungen einzelner Kanoniker und Prälate, Einnahmen und Ausgaben, Verzeichnisse in Verzug stehender und freiwilliger Steuern, Kassenakten und Kaufprotokolle, Kassenbücher, aus den Jahren 1507–1808, 12 AE.

Ausgaben, Ausgabenregister der Herzogin Sophia, geheime Ausgaben, Ausgabenregister des Domkapitels, aus den Jahren 1518–1683, 4 AE.

Steuern, Patente und Steuerverordnungen, Reichs-, Kopf-, Viehsteuer, Stempelabgabe, „Türken“-, Hufensteuer, Kontributionen, Zehnt, Steuerzulage, Steuer- und Akziseregister, Quittungen, Salzimport, aus den Jahren 1551–1820, 41 AE.

Repartitionen, Einteilung der Städte in Viertel, aus den Jahren 1708–1777, 2 AE.

Varia, Adelsgeschlechter, Streitigkeiten, Pfarrchöre, Verzeichnisse geschlossener Ehen, Assekuranz des Domkapitels, Brände in Wollin, Reliquien in Cammin, Angaben zu einzelnen Dörfern, Verkauf eines Schulzenamts, Camminer Matrikel (1496), Verzeichnisse der Kanoniker des Kolberger Domkapitels (1172–1501), Volkszählungen, aus den Jahren 1172–1825, 26 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Heyden, H.: Kirchengeschichte von Pommern, 2 Bde., Stettin 1937–1938.

Hoogeweg, H.: Die Klöster und Stifter der Provinz Pommern, 2 Bde., Stettin 1924–1925.

Marciniak, J.: Dobra kapituły kamieńskiej do połowy XV wieku. Studium z dziejów społecznych gospodarstwa feudalnego [Die Güter des Camminer Domkapitels bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Studien zur Sozialgeschichte der Feudalwirtschaft], Poznań u. Szczecin 1970.

JP

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495

0036 Stettiner Evangelisches Konsistorium (Rep. 33, Konsystorz Szczeciński)

1556–1939; 12364 AE, 202 lfm.

1534 entschlossen sich die pommerschen Herzöge auf dem Landtag in Treptow, den lutherischen Protestantismus als herrschende Religion anzunehmen. Die Kirchenordnung von 1535 wurde zur Grundlage der Bildung einer neuen Kirchenorganisation in Pommern. Diese Ordnung wurde 1542 um eine sog. Kirchenagende und 1556, 1569 und 1591 um zusätzliche Verordnungen ergänzt. Haupt der neuen Kirche war der Herrscher. Das Land wurde in drei Superintendenturen unterteilt (in Stettin, Stolp und Wolgast). An der Wende zum 17. Jahrhundert entstanden Superintendenturen noch in einigen weiteren Städten Pommerns. Gesetzgebendes Organ waren die jährlichen Synoden. 1545 wurde auf der Synode in Stettin die Einrichtung eines Konsistoriums als Kollegium für Schulen und Fragen der kirchlichen Gerichtsbarkeit beschlossen. Zu seinem Sitz wählte man Greifswald und Stettin. Im 18. Jahrhundert wurde auch in Köslin ein Konsistorium eingerichtet. Nach dem Untergang des Herzogtums Pommern griffen die schwedischen Behörden in ihrem Herrschaftsgebiet stark in Religionsfragen ein und wollten die örtliche Kirchenorganisation an das orthodoxe Vorbild der lutherischen Kirche Schwedens anpassen. Dagegen konzentrierte sich im brandenburgisch-preußischen Landesteil die kalvinistische Hohenzollerndynastie auf die verwaltungstechnische Kontrolle der Kirche. Nach der Einnahme Stettins durch die Preußen wurde die Stadt 1738 Sitz der aus Stargard verlegten Behörden für Kirchen- und Schulverwaltung: des Generalsuperintendenten und des Konsistoriums, das Kandidaten für das Pfarramt sowie Lehrer prüfte und bestätigte. Letzteres war auch Gericht für Kirchen- und Ehefragen. Dem Konsistorium gehörten der Regierungspräsident als Direktor, zwei weltliche und drei geistliche Räte an, darunter der Generalsuperintendent. 1808 wurde die Leitung der religiösen Angelegenheiten an die neugebildete Regierung in Stargard überwiesen. Mit Verordnung vom 30.4.1815 wurden für jede Provinz eigene Konsistorien gebildet, die unter der Verwaltung des Oberpräsidenten der jeweiligen Provinz standen. Dem Konsistorium unterstand neben inneren Fragen der Kirche das Grund- und Mittelschulwesen. Mit der Verordnung vom 23.10.1817 wurde aus dem Konsistorium die Schulverwaltung ausgegliedert, es war nun lediglich für Bekenntnisfragen zuständig. Dennoch blieb ein Einfluß des Konsistoriums auf die Schulprogramme auch weiterhin bestehen, da die Gymnasien und Lehrerseminare unter der Aufsicht der Konsistorialräte blieben. Seit 1845 waren die Oberpräsidenten der Provinzen nicht mehr gleichzeitig auch Vorsitzende der Konsistorien, doch wurden auch später in der Regel weltliche Personen in dieses Amt berufen. Zum Konsistorium gehörten neben dem Vorsitzenden ein Superintendent sowie sieben weltliche und geistliche Mitglieder. Im März 1872 wurden die Aufgabenbereiche von Staat und Konsistorium beim Schulwesen endgültig voneinander getrennt. Das Konsistorium wurde in der Kirchenstruktur zu einem Organ, das einerseits die Tätigkeit des Generalsuperintendenten, des Superintendenten und der Pfarrer, andererseits der Kollegialorgane koordinierte – der Provinzialsynode, der Kreissynoden und der Gemeindekirchenräte. Seit 1877 unterstand das Konsistorium einer Oberbehörde: dem 1850 gebildeten Evangelischen Oberkirchenrat in Berlin. Im Nationalsozialismus kam es zu einer Änderung bei der Verfassung der protestantischen Kirche, die mit einer starken Einschränkung der Kompetenzen des Konsistoriums einherging. Aufgrund der Kirchenverfassung vom 11. Juli 1933 entstanden in den einzelnen Provinzen Landeskirchen, die vom Reichsbischof abhängig waren, der wiederum auf Antrag des Innenministers eingesetzt wurde. Höchste legislative Behörde war die Nationalsynode, an der Spitze der Verwaltung stand die Kirchenkanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche. Diese Strukturen hatten ohne größere Änderungen bis 1945 Bestand.

1881 wurde auf der Provinzialsynode in Greifswald auf Antrag des damaligen Staatsarchivdirektors Dr. Gottfried von Bülow entschieden, jene Kirchenakten (von Superintendentur, Pfarreien und Konsistorium) im Archiv zu deponieren, die für die laufende Verwaltung nicht mehr gebraucht wurden. Die erste Erwerbung von Konsistorialakten durch das Staatsarchiv Stettin gab es 1891, eine weitere 1901. 1936/37 wurden die Erwerbungen zusammengefaßt und der Bestand geordnet, er erhielt seine heutige Form (Rep. 33) und wurde in drei Sektionen unterteilt: Generalia, Synodalia und Specialia. Während des Krieges wurden die Konsistorialakten im März, Juni und November 1943 auf das Schloß von Graf Schlieffen in Klein Soltikow im Kreis Schlawe evakuiert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrten diese Archivalien ins Staatsarchiv Stettin zurück. Im Landesarchiv Greifswald: Konsistorium Stettin, 70 AE, 0,8 lfm., aus den Jahren 1590–1816.

Inhalt

I. Generalia

Allgemeine Rechte, Kirchenverordnungen und Verordnungen des Konsistoriums, Edikte und Reskripte, Verordnungen über wirtschaftliche Angelegenheiten, aus den Jahren 1569–1809, 63 AE.

Verfassung des Stettiner Konsistoriums, Statut und Organisation, Ernennung der Superintendenten und Konsistorialräte, ihr Verdienst, Dienstreisen der Superintendenten, Verlegung des Konsistoriums von Stargard i. P. nach Stettin, aus den Jahren 1569–1810, 66 AE.

Kirchenämter, Verzeichnisse von Geistlichen, Verzeichnisse von Pfarrern und Kirchen in Vorpommern, Wahlen von Pfarrern, Visitationskosten, Bildung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Eingaben zur Erlaubnis, seelsorgerische Betreuung zu leisten, Prüfungskommissionen, theologische Prüfungen für Predigerkandidaten, aus den Jahren 1598–1809, 47 AE.

Bekenntnisse, Dissidenten und Katholiken in Polen, Beziehungen zwischen der lutherischen Kirche und der französisch-reformierten Kirchengemeinde, Böhmische Brüder, Annahme des lutherischen Bekenntnisses durch Juden, Kalvinisten und Katholiken, katholische Messen in lutherischen Kirchen, katholische Priester und ihre Beziehung zu Regierung und Konsistorium, Edikte über die Mennoniten, aus den Jahren 1715–1809, 12 AE.

Kirchenaufsicht, Visitationen von Pfarreien und Stiftungen, Protokolle der Generalsynoden, Kontrolle der Kirchenmatrikel, Verordnungen über die rechtmäßige Führung der Kirchenbücher, Gutachten über Pfarrer und andere Pfarrbeamte, aus den Jahren 1556–1809, 48 AE.

Seelsorge, Kirchenagenden, Verordnungen über die Einführung neuer Gebete, neuer Feiertage und Kirchenlieder, Festlegungen zum Termin von Taufen, Hochzeiten und Bestattungen in den Kirchen, aus den Jahren 1566–1809, 58 AE.

Schulwesen und Erziehung, Schulverordnungen, Einrichtung eines theologischen Seminars, Liste der Stipendiaten an den Universitäten, lutherische Studien in Frankfurt/Oder, Lehrerbesoldung, Vakanzen von Lehrerstellen, Schulbau, Schulen für Soldatenkinder, Judenschulen, aus den Jahren 1699–1810, 104 AE.

Sozialfürsorge, Anstalten der Sozialfürsorge, Abführung von Geldstrafen an die Sozialfürsorgekasse, Fürsorge für Pfarrerwitwen und -kinder, aus den Jahren 1778–1809, 6 AE.

Juristische und ökonomische Angelegenheiten kirchlicher Institutionen, Befreiung von Zöllen, Akzisen und Einquartierungen, Seidenraupenzucht, Seidenanstalten, Feuerversicherungen, Verordnungen über die Zensur kirchlicher Drucke, aus den Jahren 1728–1811, 88 AE.

Rechte und Pflichten der Geistlichen, Kirchenmatrikel und Visitationsberichte, Aufstieg von Kandidaten für das geistliche Amt, Verpflichtungen der Pfarrer gegenüber Erben, Deputate und andere den Pfarrern zustehende Leistungen, Veränderung des Patronatsrechts über Gemeinden, Lieferungen der Pfarreien an die französischen Truppen, aus den Jahren 1590–1812, 57 AE.

Kirchengüter, Verordnungen, Bau von Kirchengebäuden und ihre Reparatur, Pfarrgüter in Vor- und Hinterpommern, Stiftungen, aus den Jahren 1735–1810, 73 AE.

II. Synodalia

Anklam, Visitationen, Landbesitz von Kirchen und Stiftungen, Pfarrinventare, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Schulen, Seidenraupenzucht, Hilfskasse für Pfarrerwitwen und -kinder, aus den Jahren 1739–1808, 36 AE.

Bahn, Visitationen, Kirchenbesitz, Berichte über die Führung von Kirchen und Schulen, Bewertungen von Pfarrern, Gemeindeinventare, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1739–1846, 19 AE.

Freienwalde, Visitationen, Schulwesen, Landgüter, Seidenraupenzucht, Ackerland, Wiesen, Gärten, Armenhäuser, aus den Jahren 1729–1809, 31 AE.

Daber, Visitationen, Landgüter, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Seidenraupenzucht, Ackerland, Wiesen und Gärten im Besitz der Kirchen, Kapellen und Armenhäusern, Gemeindeinventare, aus den Jahren 1732–1809, 38 AE.

Demmin, Visitationen, Landgüter, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Kirchen- und Gemeindeinventare, Organisation von Pfarreien in Kolonistendörfern, aus den Jahren 1664–1809, 26 AE.

Jakobshagen, Visitationen, Synodalgüter, Schulwesen, Seidenraupenzucht, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Unterstützungskasse, aus den Jahren 1611–1809, 46 AE.

Gartz a. O., Visitationen, Güter, Bewertungen von Pfarrern, Gemeindepersonal und Pfarramtskandidaten, Seidenproduktion, Schulkataloge, aus den Jahren 1682–1809, 10 AE.

Gülzow, Visitationen, Landgüter, Synodalstatuten, Schulwesen, Unterstützungskasse, Seidenraupenzucht, Gemeindeinventare, aus den Jahren 1734–1809, 43 AE.

Gollnow, Visitationen, Landgüter, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Spitäler, Gemeindeinventare, Schulwesen, Seidenraupenzucht, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, aus den Jahren 1739–1809, 20 AE.

Greifenberg, Visitationen, Schulwesen, Landgüter, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Seidenraupenzucht, Ackerland, Wiesen, Gärten, Inventare, aus den Jahren 1672–1808, 33 AE.

Greifenhagen, Visitationen, Landgüter, Schulwesen, Bewertungen von Pfarrern und Pfarrpersonal, Ackerland, Wiesen und Gärten, Unterstützungskasse für Pfarrerwitwen, Gemeindeinventare, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, 1611–1809, 27 AE.

Cammin i. P., Visitationen, Synodalgüter, Gemeindeinventare, Schulwesen, Seidenraupenzucht, Ackerland, Wiesen, Gärten, Unterstützungskasse, aus den Jahren 1738–1809, 34 AE.

Kolbatz, Synodalgüter, Schulwesen, Bewertungen von Pfarrern, Pfarrei- und Schulpersonal, Gemeindeinventare, Seidenraupenzucht, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, aus den Jahren 1739–1809, 30 AE.

Labes, Visitationen, Synodalgüter, Gemeindeinventare, Bewertungen von Pfarrern, Schulwesen, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1739–1809, 34 AE.

Massow, Visitationen, Synodalgüter, Schulwesen, Bewertungen von Pfarrern, Pfarrei- und Schulpersonal, Gemeindeinventare, Unterstützungskasse, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1709–1809, 36 AE.

Naugard, Visitationen, Synodalbesitz, Gemeindeinventare, Schulwesen, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1738–1809, 31 AE.

Pasewalk, Visitationen, Synodalgüter, Schulorganisation, Gemeindeinventare, Bewertungen von Pfarrern, Unterstützungskasse für Pfarrerwitwen, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1761–1809, 14 AE.

Penkun, Visitationen, Pfarreien und Pfarrer, Synodalgüter, Schulwesen, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1687–1809, 33 AE.

Pyritz, Visitationen, Synodalgüter, Bewertungen von Pfarrern, Gemeindeinventare, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Schulwesen, aus den Jahren 1736–1809, 39 AE.

Regenwalde, Visitationen, Synodalgüter, Bau und Reparatur von Kirchen, Bewertungen von Pfarrern sowie Pfarr- und Schulpersonal, Gemeindeinventare, Schulwesen, Kontributionen, aus den Jahren 1669–1809, 37 AE.

Stargard i. P., Besetzung der Pfarrstellen, Bewertung der Pfarrer, Visitationen, Synodalgüter, Unterstützungskasse für Pfarrerwitwen, Gemeindeinventare, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1736–1809, 39 AE.

Stettin, Visitationen, Synodalgüter, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Bewertungen von Pfarrern, Gemeindeinventare, Unterstützungskasse, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1744–1809, 22 AE.

Treptow a. T. (Altentreptow), Visitationen, Bewertungen von Pfarrern, Synodalgüter, Gemeindeinventare, Schulwesen, Unterstützungskasse, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1740–1809, 36 AE.

Treptow a. R., Visitationen, Synodalgüter, Bewertungen von Pfarrern, Einrichtung einer Unterstützungskasse für Pfarrerwitwen, Gemeindeinventare, Schulwesen, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1737–1809, 38 AE.

Ueckermünde, Visitationen, Gemeindeinventare, Schulwesen, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Ackerland, Wiesen, Gärten, Seidenraupenzucht aus den Jahren 1616–1844, 23 AE.

Usedom, Visitationen, Synodalgüter, Gemeindeinventare, Gründung von Pfarreien in Kolonistendörfern, Spitäler, Armenhäuser, Schulwesen, aus den Jahren 1631–1809, 29 AE.

Werben, Visitationen, Synodalgüter, Bewertungen von Pfarrern, Pfarrei- und Schulpersonal, Gemeindeinventare, Schulwesen, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1695–1809, 38 AE.

Wollin, Visitationen, Synodalpfarrer, Bewertungen von Pfarrern, Pfarrei- und Schulpersonal, Stiftungen, Armenhäuser, Gemeindeinventare, Seidenraupenzucht, aus den Jahren 1658–1809, 19 AE.

III. Pfarreien und Pfarrer (Specialia)

Pfarreien, 920 Ortschaften alphabetisch geordnet, nach Themen: Pfarrorganisation, Visitationen, Kirchen, Stiftungen, Armenhäuser, Spitäler, Schulwesen, einzelne Schulen; Pädagogium, Jageteuffel-Kolleg, Ratsschule, Lastadische Schule in Stettin, andere Bekenntnisse; Französische reformierte Kirchengemeinde Stettin, aus den Jahren [1570] 1594–1820, 4551 AE.

Pfarrer, alphabetisch geordnet nach Namen und Ortschaften, nach Themen: Streitigkeiten, Kirchenbau, Bau von Pfarrgebäuden, Pachten, aus den Jahren [1554] 1581–1808, 5288 AE.

Evangelisches Konsistorium Köslin, alphabetisch geordnet nach Synoden: Alt Kolziglow, Belgard, Bublitz, Dramburg, Körlin, Köslin, Kolberg, Lauenburg, Neustettin, Ratzebuhr, Rügenwalde, Rummelsburg, Schivelbein, Schlawe, Stolp und Tempelburg, nach Themen: Ernennungen von Pfarrern, Streitigkeiten, Schulwesen, kaschubische Bevölkerung, aus den Jahren 1581–1809, 653 AE.

Varia, Verzeichnisse und Meinungen über Pfarramtskandidaten, Hilfskassen für Pfarrerwitwen, kirchliche Feierlichkeiten, evangelische Missionsgesellschaften, Mischehen, Scheidungen, Vorankündigungen, Kirchengebühren, Seminarien, Verteilung von Bibeln, Katechumenen, Dispense, an die Kämmereikasse gezahlte Kautionen, Visitationen, einzelne Kirchen, ihr Bau und ihre Reparaturen, Schulwesen, Rechnungen, aus den Jahren 1570–1874, 1914–1939, 389 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Heyden, H.: Die Kirchen Stettins und ihre Geschichte, Stettin 1936.

Marszałek, F.: Akta Konsystorza Ewangelickiego w Wojewódzkim Archiwum Państwowym w Gdańsku [Die Akten des Evangelischen Konsistoriums im Staatlichen Woiwodschaftsarchiv in Danzig], in: Archeion 33 (1961).

Salmonowicz, S.: Administracja i prawo w prowincjach pomorskich [Verwaltung und Recht in den pommerschen Provinzen], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. 4, Teil 1 (1850–1918), hg. v. S. Salmonowicz, Toruń 2000.

Salmonowicz, S.: Podziały terytorialne i ustrój polityczny ziem pomorskich w latach 1815–1850 [Die territoriale Gliederung und die politische Verfassung der pommerschen Gebiete in den Jahren 1815 bis 1850], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommern], Bd. 3, Teil 1, hg. v. G. Labuda, Poznań 1993.

Wielopolski, A.: Ustrój polityczny Pomorza Zachodniego w XIX wieku [Das politische System Pommerns im 19. Jahrhundert], Poznań 1966.

JP

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497

0038 Johanniskloster zu Stettin (Rep. 39, Klasztor św. Jana w Szczecinie)

1603–1874; 42 AE, 1,05 lfm.

Die Klosterstiftung St. Johannis entstand nach der Reformation durch die Säkularisierung des in Stettin seit 1240 bestehenden Franziskanerklosters. Der Name der Stiftung hing mit der Johanniskirche zusammen, dem Gotteshaus der Franziskaner. Der Besitz bestand aus einer Schenkung des pommerschen Herzogs Otto I. von 1332 im Dorf Schmelenthin, einer Schenkung von 1343 in Völschendorf sowie einigen Häusern in Stettin. Die Stiftung war Eigentum der Stadt und kümmerte sich vor allem um die Betreuung von Kranken und Armen. Im 19. Jahrhundert wurde der Klosterbesitz von der Johannis-Kloster-Deputation verwaltet.

Der Bestand der Stiftung wurde 1940 aus den nach der Auflösung des Landratsamts Randow nach Stettin gelangten Akten ausgesondert. Ende 1942 wurden die Archivalien der Stiftung wahrscheinlich nach Pansin ausgelagert, von wo aus sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ins Stettiner Archiv zurückkehrten.

Inhalt

Stiftungseigentum, Pachtung von Land der Kirche in Podejuch, Statistik der Klosterdörfer Schmelenthin und Völschendorf, Bauerlaubnis, Untertanenlisten, Separationen, Steuern, Ausgaben und Einnahmen, aus den Jahren 1603–1874, 42 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Heyden, H.: Die Kirchen Stettins und ihre Geschichte, Stettin 1936.

MSz

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499

0041 Marienkirche in Greifenberg (Rep. 38c, Kościół Najświętszej Marii Panny w Gryficach)

1469–1885; 572 AE, 7,71 lfm.

Zwischen 1303 und 1328 ließ der Stadtrat von Greifenberg die St. Marienkirche erbauen. Der erste gotische Bau wurde durch Brände in den Jahren 1496, 1558, 1562 und 1568 teilweise zerstört. 1658 brannte die Kirche dann bei einer Feuersbrunst ganz ab, zusammen mit einem Teil der Stadt. Nach der Zerstörung der Kirche begann man rasch mit ihrem Wiederaufbau. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert errichtet, blieb sie bis heute unbeschädigt. Die Pfarrei der Marienkirche besaß großen Landbesitz, der während der Reformation säkularisiert wurde. Die Marienkirche betreute Schulen, Spitäler und Armenhäuser in Greifenberg.

Die Akten der Pfarrei wurden 1904–1905 in zwei Partien als Depositum an das Staatsarchiv Stettin gegeben (Rep. 38c). 1943 wurde der Bestand in das Schloß der Familie von Puttkamer in Nippoglense ausgelagert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er kurzzeitig im Staatsarchiv Bromberg aufbewahrt, ehe er 1948 nach Stettin zurückkehrte. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38 c–f., St. Marienkirche Greifenberg, 23 AE, aus den Jahren 1439–1618.

Inhalt

Allgemeine Angelegenheiten der Kirche, Verordnungen über die Liturgie, Visitationen, Synodalprotokolle, Besetzung kirchlicher Ämter, Reparaturen, Bau einer Orgel, Repertorien des Superintendenturarchivs, aus den Jahren 1469–1855, 19 AE.

Verwaltung der Kirchengüter, Güterverzeichnis, Pachtabgaben, Kriegsschäden, aus den Jahren 1668–1868, 27 AE.

Krankenhäuser, Krankenhausbau, Verwaltung und finanzielle Angelegenheiten des Hl. Geist-Spitals und des St. Georgs-Spitals, aus den Jahren 1536–1805, 95 AE.

Schulen und Armenhaus, Stadtschule, Stipendien, Schulen der Greifenberger Synode, Schulen in Grandshagen, Lübsow, Deutsch Pribbernow, Rensekow und Schwessow, Schulbibliotheken, Finanzen des Armenhauses, aus den Jahren 1707–1847, 192 AE.

Auseinandersetzungen, Streitfragen zwischen Pfarrei und Diakonen, Magistrat und Pächtern, aus den Jahren 1556–1850, 21 AE.

Finanzen, Einkünfte, Ausgaben und Rechnungen, aus den Jahren 1554–1885, 218 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur:

Lemke, K.: Zur Geschichte der Marienkirche in Greifenberg, in: Unsere Heimat Greifenberg, 1936, Nr. 6/7.

Wehrmann, M.: Geschichte von Land und Stadt Greifenberg, Greifenberg 1927.

MSz

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506

1181 Greifswalder Juristenfakultät (Rep. 33, Wydział Prawny Uniwersytetu w Greifswaldzie, Kolekga Gellentiena)

[1150–] 1545–1871; 83 AE, 0,6 lfm.

Die Juristische Fakultät entstand als eine von vier Fakultäten der 1456 gegründeten Universität Greifswald. Ähnlich wie die anderen Fakultäten wurde ihre Organisation durch eine eigene Satzung geregelt. Die erste Satzung wurde 1460 vom Grün-der der Universität und Professor dieser Fakultät, Heinrich Ruben, erarbeitet. In späteren Jahrhunderten wurde sie mehrfach geändert, u. a. 1545–1547, 1642 und 1730–1733. Die Juristische Fakultät bildete nicht nur Juristen aus und bot juristischen Unterricht an, sondern diente auch als Gericht, an das sich andere Gerichte mit dem Ersuchen um Hilfe bei der Rechtsprechung wandten, indem sie die Akten des betreffenden Falls beilegten. Die Professoren der Fakultät waren gleichzeitig ein Schöffengericht, das Gerichtsprozesse führen und Urteile sprechen konnte, die für normale Richter bindend waren.

Die Akten der Juristischen Fakultät wurden 1880 als Altpapier verkauft, konnten aber dank dem Amateurhistoriker C. R. Gellentien gerettet werden und kamen 1883 an das Staatsarchiv Stettin, unter dem Namen Rep. 31 Greifswalder Juristen Fakultät. 1930 wurden die Materialien vom Archivar Hans Frederichs geordnet. Das seinerzeit entstandene Findbuch war in fünf Sachgruppen unterteilt und enthielt 234 inventarisierte Einheiten (insgesamt 242 AE), von denen heute 83 erhalten sind. Was mit den Akten während des Zweiten Weltkriegs geschah, ist nicht bekannt.

Inhalt

Herzogliche Korrespondenz, Briefe, Schreiben von Mitgliedern der herzoglichen Familie – der Greifen, der Könige von Dänemark und Schweden, der Universität, des Greifswalder Stadtrats über unterschiedliche Angelegenheiten, aus den Jahren 1562–1809, 27 AE.

Herzogliche Domänen, Korrespondenz der herzoglichen Beamten mit der Juristischen Fakultät in Greifswald über Domänenfagen, u. a. Verzeichnisse der Äbte der einstigen Klöster in Grobe und Pudagla, Domänenverwalter, aus den Jahren [1150] 1582–1695, 14 AE.

Städte, Korrespondenz zwischen den Herrschern einzelner Städte und der Universität. Die erhaltenen Akten betreffen Anklam, Barth, Rügenwalde, Ribbnitz und Schlawe, u. a. Verzeichnisse der Bürgermeister, biographische Nachrichten über sie, aus den Jahren 1582–1690, 5 AE.

Adelsgeschlechter, Korrespondenz von Vertretern von Adelsgeschlechtern aus ganz Pommern, darin zahlreiche biographische und genealogische Daten, aus den Jahren 1583–1871, 30 AE.

Varia, Prozesse, darunter über Hexereien sowie über Konflikte zwischen den Studenten, aus den Jahren 1545–1824, 7 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch; Personenverzeichnis.

Literatur

Gut, P.: Akta Fakultetu Prawnego w Greifswaldzie w Archiwum Państwowym w Szczecinie [Die Akten der Juristen-Fakultät Greifswald im Staatsarchiv Stettin], SIA, Nr. 12 (1998).

Lorenz, S.: Aktenversendung und Hexenprozeß. Dargestellt am Beispiel der Juristen Fakultäten Rostock und Greifswald 1570/1582–1630, Frankfurt a. M. 1982.

Molitor, E.: Die Greifswalder Juristenfakultät, in: Festschrift zur 500-Jahrfeier der Universität Greifswald, Bd. 2, Greifswald 1956.

PG

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516

0037 Marienstift in Stettin (Rep. 38e, Fundacja Najświętszej Marii Panny w Szczecinie)

[1263–] 1500–1932; 2368 AE, 21,6 lfm.

1261 gründete Herzog Barnim I. bei der St. Peter- und Paul-Kirche in Stettin eine Stiftung, der er ausgedehnten Landbesitz und Privilegien verlieh. Zwei Jahre später wurde sie in die neugebaute Marienkirche verlegt. Nach der Reformation vergrößerten sich die Mittel der Stiftung; sie bestanden aus den Einkünften aus einigen bei Stettin gelegenen Dörfern, dem Besitz der Marien- und der Ottokirche. Die Anstalt besaß auch zahlreiche Häuser und Plätze in Stettin. Wichtigste Aufgabe der Stiftung war die Finanzierung des Herzoglichen Pädagogiums. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurden die Besitzungen von Schweden besetzt, doch nach dem Grenzrezeß von 1653 wurde die Tätigkeit der Stiftung fortgesetzt – sie hatte nun die Pflicht, das von den schwedischen Behörden eingerichtete Regnum Gymnasium Carolinum zu unterhalten. Nach der Übernahme Stettins durch Preußen veränderte Friedrich Wilhelm I. den Namen der Schule schon 1715 in Akademisches Gymnasium. Zugleich wurde die Autonomie der Stiftung beschränkt, indem ein Marienstiftskuratorium eingesetzt wurde, das als staatliche Aufsicht fungierte und aus den vier Kuratoren bestand, die über das Stiftungsvermögen entschieden. Hauptaufgabe des Kuratoriums war die Finanzierung der seit 1869 Marienstiftsgymnasium heißenden Schule sowie die Beteiligung am Bau zahlreicher Schulen in Stettin. Die Stiftung blieb in dieser Form bis 1945 bestehen.

1874 wendete sich das Staatsarchiv Stettin an die Kuratoren der Stiftung und bat sie, jene Akten zu übergeben, die zur Herausgabe des nächsten, zweiten Bandes des „Pommerschen Urkundenbuchs“ nötig seien. Bis 1917 erhielt das Archiv in zwei Partien den größeren Teil der Stiftungsakten, die mit einem letzten Zugang nach dem Ende des Ersten Weltkriegs vervollständigt wurden. Diese Akten wurden geordnet, wobei die vom Stiftungsarchivar Schultz 1752 eingeführte Systematik beibehalten wurde. Der Bestand wurde 1943 ins Puttkamer-Schloß in Nippoglense evakuiert, von wo aus er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, teils unvollständig, nach Stettin zurückkehrte.

Inhalt

Schenkungen, Privilegien, Satzungen, königliche Edikte und Patente, Konferenzen der Kuratoren, Einrichtung eines Archivs, Stiftungsvermögen, Pläne von Dörfern und Grundstücken, aus den Jahren 1713–1874, 76 AE.

Kirche, Streitigkeiten um das Patronatsrecht, Feierlichkeiten zur 500-Jahr-Feier der Marienkirche, Kirchenvisitationen, Sammlungen des naturkundlichen Kabinetts des königlichen Gymnasiums, Eigentumsfragen in Alt Grape, Stipendien, Legate, Präbenden und Benefizien, aus den Jahren 1603–1839, 17 AE.

Kirchengüter, Stiftsgüter in einzelnen Dörfern: Klein Reinkendorf, Marsdorf, Mellen und Neu Grape, Einkünfte aus Wasser- und Windmühlen, Ausstattung der Marienkirche Stettin, Fragen über die Beerdigung von Gemeindemitgliedern der Marienkirche, Einkünfte der Marienkirche und aus den Stiftsdörfern, Inventar des Pädagogiums, Bau und Reparatur des Direktorenhauses, Umbau des Marienkirchturms, Einrichtung einer Bibliothek und eines Lesesaals, Vermietung von Häusern, gerichtliche Auseinandersetzungen, aus den Jahren 1542–1839, 905 AE.

Kontributionen, Nachlässe bei Getreide und Geldabgaben, Angelegenheiten der Stiftsdörfer, aus den Jahren 1730–1756, 2 AE.

Einkünfte und Ausgaben, Verzeichnis der Einnahmen und Ausgaben der Stiftung und des Herzoglichen Pädagogiums, aus den Jahren 1551–1659, 146 AE.

Kredite, gerichtliche Streitigkeiten um Mietzinsen und unbezahlte Kredite, aus den Jahren 1504–1827, 232 AE.

Auseinandersetzungen zwischen Stiftung und staatlicher Verwaltung, Auseinandersetzungen um Schulden mit der schwedischen und der preußischen Verwaltung, aus den Jahren 1633–1815, 6 AE.

Polizeiliche Aufsicht, polizeiliche Vorschriften, Verordnungen über die Wein- und Bierherstellung, ansteckende Krankheiten, Instandhaltung von Wegen und Brücken, aus den Jahren 1584–1884, 54 AE.

Stellenbesetzung, Bestellung von Kuratoren, Diakonen, Kantoren, Capitularen, Prädikanten, Professoren, Verwaltern sowie Dienstpersonal, aus den Jahren 1553–1834, 103 AE.

Immunitäten, der Kirche und der Stiftung verliehene Privilegien, aus den Jahren [1263] 1595–1788, 6 AE.

Jurisdiktion der Stiftung, Stadtrecht Gustavs II. Adolf, preußisches Landrecht, preußisches Prozeßrecht, Rechtsprechung der Stiftung auf dem Lande, Grenzrezesse, aus den Jahren 1618–1834, 90 AE.

Karten und Kataster, Vermessungen der Stiftsdörfer zwischen Oder und Randow, Pläne von Bauernhöfen, aus den Jahren 1684–1826, 12 AE.

Zölle, Verordnungen über die Zölle, aus den Jahren 1655–1724, 7 AE.

Akzise, Edikte über die Akzise, aus den Jahren 1709–1767, 4 AE.

Militaria, Einberufung von Offizieren in die Landesmiliz, Werbungen in den Stiftsdörfern, Einquartierung von Truppen, Armeekontributionen, königliche Verordnungen gegen Deserteure, aus den Jahren 1628–1816, 50 AE.

Private Bautätigkeit, Vertrag über den Kauf eines steuerfreien Hauses, aus dem Jahre 1736, 1 AE.

Verlassene Häuser, Übergabe der Häuser an die Stiftung, Steuerfragen, aus den Jahren 1570–1787, 11 AE.

Varia, Schenke in Marsdorf, Jagdpachten, Bestellung von Schulzen und Nachtwächtern in den Stiftsdörfern, Gemeindefragen in Scholwin, Brandschutz, Baupolizei, Bekämpfung von Konkubinaten in den Stiftsdörfern, städtische Steuern, Beziehungen zum Magistrat, Eigentumsfragen, Rechnungen, aus den Jahren 1500–1932, 593 AE.

Karten, handschriftliche und mehrfarbige Karten vom Landbesitz der Stiftung (Kirche und Schule), der verpachteten Parzellen, Pläne der der Stiftung gehörenden Dörfer sowie der angrenzenden Gebiete, Karten von Land, das einzelnen Bauernfamilien gehört, Pläne von Wegen und Brücken, Plan des Stiftungsgebäudes in Stettin sowie der Kirche und der Schule in Scholwin, Karten des Stiftslands in den Dörfern Alt Grape, Barfußdorf, Brietzig, Karow, Klein Reinkendorf, Marienwalde, Nieder-Zahden, Repenow, Schmellenthin, Scholwin, Torney und Wamlitz in Maßstäben, die in rheinischen Ruten und rheinischen Fuß angegeben sind und nach der Umrechnung rund 1:5000 und größer entsprechen, aus den Jahren 1750–1912, 53 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Fredrich, C.: Die ehemalige Marienkirche zu Stettin und ihr Besitz, in: BSt NF, Bd. 21 (1918); Bd. 23 (1920).

Wehrmann, M.: Die Gründung des Domstiftes in Stettin, in: BSt, Bd. 36 (1886).

Wehrmann, M.: Geschichte des Königlichen Marienstifts-Gymnasium 1544–1894, Stettin 1894.

ED/MSz

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524

0707 Direktion des Landarmenwesens Pommern in Stettin (Dyrekcja Zakładów Opiekuńczych na Pomorzu Zachodnim w Szczecinie)

1799–1913; 93 AE, 2,4 lfm.

Die Generallandarmenverpflegungs-Direktion wurde durch ein Reglement von 1799 als Ständeinstitution geschaffen; sie sollte die beiden Provinzialarbeitshäuser in Ueckermünde und Neustettin verwalten und damit zur Beseitigung von Bettlerei und Herumtreiberei in Pommern beitragen. Sie unterstand einem Generaldirektorium; an ihrer Spitze stand der Präsident der Pommerschen Kriegs- und Domänenkammer in Stettin. Die sechs Mitglieder der Direktion wurden vom Landtag unter Vertretern von Adel und Städten gewählt. Die Tätigkeit des Direktoriums fand ihr Ende bei der Aufhebung der Ständeordnung. Am 8.1.1811 wurden ihre Aufgaben von der Polizeideputation der Regierung Pommern übernommen, an deren Sitzungen zu Fragen des Landesarmenwesens ständische Deputierte für das Landesarmenwesen teilnahmen. Nach der Erneuerung der Ständeordnung 1823 übernahmen die Kommunallandtage erneut die Armenfragen; mit einem neuen Reglement vom 26.3.1831 wurde die Generallandarmenverpflegungs-Direktion restituiert. Ihre neue Rolle kann man als beratend und meinungsbildend charakterisieren. Die Mitglieder der Direktion wurden vom Kommunallandtag für Hinterpommern und Altvorpommern gewählt; es gab sechs, drei aus dem Adel sowie drei aus Städten und Landgebieten. Die Direktion unterhielt keine laufende Verwaltung; ihre Mitglieder sollten wie früher von der Regierung zu Beratungen einberufen werden. Außerdem hatte ein Mitglied der Direktion die Pflicht, einmal jährlich eine Visitation in beiden Arbeitshäusern durchzuführen. Diese Institution bestand nur bis Ende 1832, als ihre Aufgaben von der Landstube des Kommunallandtags übernommen wurde. Pläne zu einer neuerlichen Einsetzung einer Direktion wurden bei den Arbeiten an einer Revision des Reglements zur Landesarmenpflege ventiliert. Sie rührten aus der Notwendigkeit her, das Reglement an die neuen Gesetze über die Armenhilfe und den Kampf gegen Bettelei und Herumtreiberei von 1842/1843 anzupassen. Dennoch wurde es nicht modifiziert, erst das zu Beginn der 1870er Jahre erlassene Unterstützungswohnsitzgesetz verursachte diesbezügliche Änderungen. Aufgrund einer Verordnung vom 29.7.1871 wurde im folgenden Jahr das Amt des Direktors für das Landarmenwesen geschaffen, das gemeinsam mit dem Kommunallandtag und der Landstube an der Verwaltung und Aufsicht über die Armen im Lande teilhaben sollte. Zu seinen Aufgaben gehörten u. a. die Vertretung der General-Landesarmen-Kasse der Provinz Pommern nach außen, die die Führung seiner laufenden Geschäfte zwischen den Beratungen der Landstube, die Aufsicht über die Armeneinrichtungen, Entscheidungen über die Art und Weise der Aufsicht über einzelne Arme im Land usw. Diese Institution hatte allerdings keinen langen Bestand, da durch die Provinzialordnung vom 29.6.1875 und die königliche Verordnung vom 27.12.1876 die beiden bislang in der Provinz Pommern bestehenden Landesarmenverbände (für die Regierungsbezirke Stettin und Köslin sowie für den Regierungsbezirk Stralsund) zusammengelegt wurden; am 1.1.1877 wurden die Amtsgeschäfte an den Provinzialverband gegeben, genauer gesagt an den Provinzialausschuß, den Landeshauptmann und den Provinziallandtag.

Wann die Akten der Armenanstalten vom Stettiner Archiv übernommen wurden und was mit ihnen während des Zweiten Weltkriegs geschah, ist unbekannt.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Landesarmenreglement, allgemeine staatliche Vorschriften, Berufung von Vertretern der Städte zur Mitarbeit in Armenfragen, Einstellung von Beschäftigten in den Erziehungs- und Armenanstalten, Reform der Sozialfürsorge, Übertragung der Fürsorgerechte für Arme, geistig Behinderte, Taube und Blinde an die Provinzialverwaltung, aus den Jahren 1799–1878, 10 AE.

Finanzen, General-Landesarmen-Kasse der Provinz Pommern, Darlehen für die Armenkasse, Regulierung der Eigentumsfragen an der Armenanstalt Ueckermünde, Rechnungen, Geldsammlungen, aus den Jahren 1813–1873, 21 AE.

Landesarmenanstalt Ueckermünde, Verbesserung der Organisation, Ausbau, Reparaturen der Anstalt, Beschäftigte, Verwaltung, Tätigkeitsberichte und Statistik, Kauf einer Brauerei, einer Brennerei und eines Vorwerks in Neuhof, Haushalt der Anstalt, Grenzstreitigkeiten und Jagdgerechtigkeit in Neuhof, kommunale Fragen des Anstaltsbesitzes Neuhof, Aufhebung des Weideprivilegs, Gipserei, aus den Jahren 1811–1913, 40 AE.

Landesarmenanstalt Neustettin, Dienstanweisung für Beamte, Ordnungsvorschriften, Registratur der Anstalt, Jahresberichte und Statistik, Haushalte, Landkauf, Einrichtung eines Vorwerks, wirtschaftliche Tätigkeit der Anstalt, Bau und Reparatur von Gebäuden, aus den Jahren 1815–1877, 22 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

ACh

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530

0307 Vereine und Organisationen – Bestandsreste

1813–1944; 82 AE, 1,5 lfm.

Diese Sammlung enthält die Archivalien von knapp dreißig Parteien, Organisationen und politischen, gesellschaftlichen sowie kulturellen Vereinigungen, die im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Pommern tätig waren. Es handelt sich um:

– Deutsche Akademie, eine zur Zeit der Weimarer Republik und im Dritten Reich bestehende Organisation, deren Ziel es war, im Ausland für die deutsche Sprache und Kultur zu werben.

– Druidenloge „Wiking zur Guten Fahrt“ (Swinemünde), die seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestand und im Februar 1933 aufgelöst wurde.

– Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, gegründet um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

– Deutsche Demokratische Partei, eine 1919 gegründete liberale Partei, die in einigen Regierungen der Weimarer Republik vertreten war und 1933 aufgelöst wurde.

Deutscher Ostmarkenverein, entstanden 1894 in Posen (nach den Nachnamen der Gründer Heinemann, Kennemann und Tiedemann in der Umgangssprache auch „Hakata” genannt). Er besaß zahlreiche Ortsvereine, auch in Pommern. Hauptziel der Organisation war die Unterstützung des Deutschtums in den östlichen Provinzen Preußens. 1933 aufgelöst.

– Vaterländischer Frauenverein in Stettin, ein Zweigverein der 1872 in Deutschland gegründeten Organisation. Ihr Ziel war es, den weiblichen Mitgliedern in Krankenhäusern sowie in Zeiten epidemischer Krankheiten zu helfen.

– Pommersche Bibelgesellschaft, gegründet 1816 in Stettin, um Druck und Verbreitung des Alten und des Neuen Testaments zu unterstützen.

– Pommersche Ökonomische Gesellschaft, entstanden 1810 in Köslin, um die Interessen der Grundbesitzer in Pommern zu vertreten, sich für den landwirtschaftlichen Fortschritt einzusetzen sowie landwirtschaftliche Ausstellungen zu organisieren.

– Sozialdemokratische Partei Deutschlands, entstanden 1875 und nach der Machtergreifung Hitlers verboten.

– Landesgeschichtliche Forschungsstelle der Provinz Pommern, gegründet 1910 unter dem Namen Historische Kommission für Pommern. 1934 wurde der Name geändert in Landesgeschichtliche Forschungsstelle der Provinz Pommern, 1939 erneut in Landeskundliche Forschungsstelle der Provinz Pommern. Sie bestand bis 1945 und wurde 1951 in Hannover unter der ersten Bezeichnung reaktiviert. Wichtigstes Ziel der Kommission waren die Inventarisierung der Bestände der nichtstaatlichen Archive, die Edition von Quellen und Veröffentlichungen.

– Verein für Naturwissenschaftliche Liebhaber Stettin, gegründet am Ende des 19. Jahrhunderts.

– Verein der Freiwilligen von 1813, Stettin, eine Organisation von Kriegsteilnehmern aus dem Jahre 1813, die Mitglieder der für den Krieg gegen Napoleon geschaffenen freiwilligen Einheiten vereinte.

– Verschönerungsverein Rummelsburg, gegründet 1895.

– Verein für Heimatkunde und Heimatschutz in Köslin, entstanden 1910 in Köslin. Sein Ziel war die Unterstützung von pommerscher Landeskunde, Archäologie und Geschichte.

– Stettiner Hilfsverein für die Armee im Felde, eine 1866 gegründete Organisation, deren Ziel es war, den Soldaten im preußisch-österreichischen Krieg zu helfen. Sie führte vor allem Spendensammlungen durch und war auch während des deutsch-französischen Kriegs aktiv.

– Entomologischer Verein zu Stettin, gegründet 1837. Es war die dritte derartige Vereinigung in Europa nach Paris (1832) und London (1833). Sie beschäftigte sich mit der Erforschung des Lebens der Insekten und trug eine entomologische Sammlung zusammen. Langjähriger Vorsitzender des Entomologischen Vereins war Heinrich Dohrn, der sich sehr für die Entstehung des Städtischen Museums in Stettin einsetzte (1913), in dem die Sammlungen des Vereins ein Obdach fanden.

– Ornithologischer Verein zu Stettin, entstanden vor dem Ersten Weltkrieg.

Landwirtschaftlicher Verein Wollin, entstanden nach 1918.

– Gesellschaft für Zeitungskunde und Buchdruck in Pommern, gegründet 1929 in Stettin. Seit 1937 Teil der Landesgeschichtlichen Forschungsstelle der Provinz Pommern.

– Evangelischer Bund in Rummelsburg, entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts.

– Lehrerverein Rummelsburg, Lehrerverein Wollin, gegründet um 1892 (Rummelsburg) und um 1884 (Wollin).

– Verein Deutscher Chemiker, gegründet 1933.

– Reichsbund der deutschen Beamten, gegründet 1933.

– Deutscher Ostbund, entstanden nach dem Ersten Weltkrieg, unterstützte die Tätigkeit des Deutschen Ostmarkenvereins. Sein Ziel war es u. a., deutschen Umsiedlern aus Polen zu helfen. 1934 aufgelöst.

– Reichsluftschutzbund, gegründet 1933. Ziel dieser Organisation war es, die Zivilbevölkerung zur Selbstverteidigung gegen die Folgen von Fliegerangriffen auszubilden, Luftschutzbunker zu bauen und Bombenschäden zu beheben.

– Bund der Technischen Angestellten und Beamten, entstanden in der Weimarer Republik.

Die Sammlung wurde 1988 aus Akten gebildet, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in das Stettiner Archiv gelangt waren. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 97a-p Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Bezirkssekretariat Pommern, 0,01 lfm., aus den Jahren 1932–1933.

Inhalt

Deutsche Akademie, Satzung, Anordnungen, Mitgliederverzeichnisse, Korrespondenz, aus den Jahren 1926–1944, 5 AE.

Druidenloge „Wiking zur Guten Fahrt“ (Swinemünde), Verordnungen der Freimaurer in Deutschland, Sitzungsprotokolle, aus den Jahren 1843–1926, 2 AE.

Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, Tätigkeitsberichte, aus den Jahren 1854–1855, 1 AE.

Deutsche Demokratische Partei (DDP), Korrespondenz, aus dem Jahre 1923, 1 AE.

Deutscher Ostmarkenverein (Zweigverein Rummelsburg), Berichte, Mitgliederverzeichnisse, -beiträge, Korrespondenz, aus den Jahren 1905–1922, 5 AE.

Vaterländischer Frauenverein in Stettin, Satzung, Korrespondenz, aus den Jahren 1874–1877, 1 AE.

Pommersche Bibelgesellschaft, Satzung, Mitgliederverzeichnis, Rechnungen, aus dem Jahre l873, 2 AE.

Pommersche Ökonomische Gesellschaft, über die Zeitschrift der Gesellschaft, landwirtschaftliche Ausstellung, aus den Jahren 1839–1863, 3 AE.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Verkauf von Druckmaschinen, aus den Jahren 1933–1934, 1 AE.

Landesgeschichtliche Forschungsstelle der Provinz Pommern, Sitzungsberichte der Historischen Kommission für Pommern, Korrespondenz, aus den Jahren 1901–1939, 4 AE.

Verein für Naturwissenschaftliche Liebhaber Stettin, Sitzungsprotokolle, Kassenbuch, aus den Jahren 1900–1943, 3 AE.

Verein der Freiwilligen von 1813, Stettin, finanzielle Angelegenheiten, aus den Jahren 1813–1884, 6 AE.

Verschönerungsverein Rummelsburg, Satzung, Sitzungsprotokolle, Finanzen, aus den Jahren 1895–1932, 3 AE.

Verein für Heimatkunde und Heimatschutz in Köslin, Korrespondenz, aus den Jahren 1911–1928, 5 AE.

Stettiner Hilfsverein für die Armee im Felde, Versammlungsprotokolle, Verzeichnisse von Spenden für die Armee, Korrespondenz, Lazaretthilfe, Ausgaben, aus den Jahren 1866–1871, 4 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Wollin, Sitzungsprotokolle, aus den Jahren 1920–1933, 1 AE.

Entomologischer Verein zu Stettin, Kontakte mit den Behörden, Korrespondenz, Flugschriften, Mitgliederverzeichnis, aus den Jahren 1838–1941, 6 AE.

Ornithologischer Verein zu Stettin, Satzung, wissenschaftliche Korrespondenz, aus den Jahren 1914–1937, 2 AE.

Gesellschaft für Zeitungskunde und Buchdruck in Pommern, Satzung, Tätigkeitsberichte, Korrespondenz, aus den Jahren 1928–1937, 1 AE.

Evangelischer Bund in Rummelsburg, Korrespondenz, Mitgliedsbeiträge, aus den Jahren 1907–1929, 2 AE.

Lehrerverein Rummelsburg, Tätigkeitsberichte, Mitgliederbeiträge, aus den Jahren 1892–1914, 2 AE.

Lehrerverein Wollin, Tätigkeitsberichte, aus den Jahren 1884–1898, 1 AE.

Verein Deutscher Chemiker, Satzung, Verordnungen, Akten über die chemische Industrie, aus den Jahren 1933–1944, 1 AE.

Reichsbund der deutschen Beamten, Verordnungen aus den Jahren 1933–1937, 1 AE.

Deutscher Ostbund, Korrespondenz, Betreuung von Umsiedlern, Kontakte mit anderen Zweigvereinen des Ostbunds, aus den Jahren 1920–1925, 7 AE.

Reichsluftschutzbund, Verordnungen, Übungen des Selbstschutzes, Bau von Bunkern, aus den Jahren 1937–1943, 9 AE.

Bund der Technischen Angestellten und Beamten, Berichte, aus dem Jahre 1929, 1 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

MSz

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531

0308 Landwirtschaftliche Vereine in Pommern – Sammlung von Bestandsresten

1788–1939; 188 AE, 1,9 lfm.

Die Sammlung vereint den aktenmäßigen Nachlaß von 38 Vereinen, die in Pommern im 19. und 20. Jahrhundert bestanden. Die ersten entstanden bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts: 1810 die Pommersche Ökonomische Gesellschaft in Köslin, 1821 der Landwirtschaftliche Verein auf Rügen. Ihre Aufgabe war die wirtschaftliche und nachbarschaftliche Selbsthilfe, die Förderung von landwirtschaftlicher Bildung und Landkultur durch die Veranstaltung von Vorträgen, Kursen, landwirtschaftlichen Ausstellungen sowie die Vorstellung neuer Pflanzen- und Tierarten, aber auch durch die Unterstützung von Versuchs- und Zuchtbetrieben. Den größten Aufschwung nahmen die landwirtschaftlichen Vereine zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als unter den Auspizien der Pommerschen Landwirtschaftskammer in gleich mehreren hundert Orten landwirtschaftliche Vereine mit einer Mustersatzung entstanden. Die Vereine auf unterschiedlichen Gebieten aktiv – in einem Dorf oder einer Gemeinde, einem Kreis oder der ganzen Provinz. Auch die Mitgliederzahl differierte stark und reichte von einem guten Dutzend bis zu mehreren hundert. Die meisten landwirtschaftlichen Vereine wurden 1933/34 aufgelöst, die Akten von der landwirtschaftlichen Organisation der NSDAP übernommen.

Die Sammlung wurde 1940 an das Stettiner Archiv übergeben und als Repositur 171 geführt. Es ist unbekannt, was mit ihr während des Kriegs geschah.

Inhalt

Landwirtschaftlicher Verein Bahn, Satzung, Versammlungsprotokolle, aus den Jahren 1916–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Belkow, Sitzungsprotokolle, Mitgliederverzeichnisse, finanzielle Angelegenheiten, aus den Jahren 1911–1933, 2 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Wilhelmsfelde, Protokollbuch, Korrespondenz, aus den Jahren 1910–1933, 3 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Borntuchen, Versammlungsprotokolle, aus den Jahren 1931–1933, 1 AE.

Verein ehemaliger landwirtschaftlicher Winterschüler Bütow, Ausgabenbuch, Versammlungsprotokolle, aus den Jahren 1921–1933, 2 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Klein Schönfeld, Satzung, Mitgliederverzeichnis, Korrespondenz, aus den Jahren 1929–1932, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Ferdinandstein, Protokoll- und Kassenbücher, Mitgliederverzeichnisse, aus den Jahren 1930–1933, 2 AE.

Baugülde Zunft- und Ackerbürger-Verein in Rügenwalde, Mitgliederverzeichnisse, Kassenfragen, Versammlungsnotizen, aus den Jahren 1788–1908, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Rügenwalde, Protokollbuch, aus den Jahren 1891–1914, 1 AE.

Bauernverein Gülzow, Kassenfragen, Mitgliederverzeichnisse, 1892–1933, 2 AE.

Bienenwirtschaftlicher Verein Gülzow, Protokollbuch, 1914–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Gornow, Kassenbuch, aus den Jahren 1901–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Greifswalder Kreis, Protokollbücher, Vorstandssitzungen, Korrespondenz, aus den Jahren 1875–1939, 11 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Greifenhagen, Satzung, behördliche Vorschriften, Kassen- und Protokollbücher, Korrespondenz, aus den Jahren 1877–1933, 3 AE.

Verein für Landwirte auf Jasmund, Mitgliederverzeichnis, Versammlungsprotokolle, aus den Jahren 1885–1925, 2 AE.

Camminer Bauernverein, Satzung, Protokollbücher, Mitgliederverzeichnisse, Versammlungen und Sitzungsunterlagen, Kassenfragen, 1892–1933, 12 AE.

Cammin-Gülzow Landwirtschaftlicher Zweigverein, Satzung, Kassen- und Protokollbücher, Mitgliederverzeichnisse, aus den Jahren 1895–1933, 4 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Lauenburg, Satzung, Korrespondenz, Protokollbuch, aus den Jahren 1899–1933, 10 AE.

Landwirtschaftlicher Tabakbauverein Nipperwiese, Satzung, Kontakte mit der Landwirtschaftskammer, Kassenbuch, 1931–1934, 2 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Polschen, Versammlungsprotokolle, Mitgliederverzeichnisse, Korrespondenz und Druckschriften, aus den Jahren 1924–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Retzowsfelde, Protokollbuch, aus den Jahren 1913–1932, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein auf Rügen, Reglement und Satzung des Vereins, Versammlungsprotokolle, Finanzen der Organisation, Rechnungen, Ausstellungen und Zuchtschauen, Statistiken, Viehzuchtstation, Verzeichnisse von Akten und Bibliothekskatalog des Vereins, Vortrag über die Geschichte des Vereins (1846), Mitgliederverzeichnisse, Arbeiterlöhne, aus den Jahren 1821–1885, 98 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Roderbeck, Satzung, Kontakte mit der Landwirtschaftskammer, aus den Jahren 1930–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Woltersdorf, Kassenbücher, aus den Jahren 1930–1934, 2 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Gebersdorf, Kassenbuch, aus den Jahren 1919–1931, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Stargard i. P., Satzung, aus den Jahren 1821–1837, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Hausfrauenverein Neumark, Satzung, Kassen- und Protokollbuch, Korrespondenz, aus den Jahren 1922–1934, 3 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Stecklin, Kassen- und Protokollbücher, aus den Jahren 1930–1933, 2 AE.

Stettiner Zweigverein der Pommerschen Oekonomischen Gesellschaft, Kontakte mit dem Hauptvorstand der Gesellschaft, landwirtschaftliche Ausstellung (1852), Versammlungsprotokolle, Mitgliederverzeichnisse, Informationsbroschüren, Vorschriften, aus den Jahren 1850–1889, 5 AE.

Landwirtschaftlicher Verein des Kreises Randow zu Stettin, Satzung, Korrespondenz, Referate, Versammlungsprotokolle, Finanzen, aus den Jahren 1901–1930, 3 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Radensfelde ehemalig Tschebiadkow, Satzung, Mitgliederverzeichnisse, Rechnungen, Korrespondenz, aus den Jahren 1927–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Groß Tuchen, Mitgliederverzeichnis, aus dem Jahr 1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Klein Tuchen, Satzung, Versammlungsprotokolle, Informationsschriften der Landwirtschaftskammer, Rechnungen, aus den Jahren 1920–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Woltin, Protokoll- und Kassenbücher, aus den Jahren 1920–1933, 2 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Selchow, Mitgliederverzeichnis, aus den Jahren 1929–1933, 1 AE.

Landwirtschaftlicher Verein Sinzlow-Kortenhagen, Protokollbuch, aus den Jahren 1910–1925, 1 AE.

Hausfrauenverein Sinzlow-Kortenhagen, Kassen- und Protokollbücher, aus den Jahren 1929–1934, 2 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

PG

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532

0314 Generaldirektion der Seehandlungs-Sozietät in Berlin (Generalna Dyrekcja Związku Handlu Morskiego w Berlinie)

1701–1943; 189 AE, 4,65 lfm.

Die Seehandlungs-Sozietät wurde am 14.10.1772 von Friedrich II. in Berlin gegründet. Ihr vorrangiges Ziel war die Unterstützung des Seehandels und die Förderung des Manufakturwesens. An der Spitze der Gesellschaft standen drei Direktoren (einer residierte in Cadix) und ein Hauptkassierer, die alle vom preußischen König ernannt wurden. Im Mai 1775 wurde die Seehandlungs-Sozietät mit der Preußischen Salz-Handlungs-Compagnie vereinigt, deren Ziel es war, in Polen Salz zu vertreiben. Seit ihrer Gründung hatte die Generaldirektion ihren Sitz in Berlin und überwachte die Arbeit der gesamten Organisation sowie der ausgegliederten Salzcompagnie. 1782 arbeiteten in der Berliner Direktion insgesamt 37 Personen. 1783 wurden Auslandsabteilungen in Hamburg und Amsterdam eröffnet. Darüber hinaus verfügte die Salzcompagnie über ein Netz von Salzkontoren in Polen. Zugleich wurden in allen preußischen Provinzhauptstädten Regionalabteilungen der Sozietät gegründet. Trotz diverser finanzieller Probleme war die Institution sehr aktiv – sie überwachte die Gründung neuer Manufakturen und beeinflußte den Ausbau der Flotte und den Anstieg des Überseehandels. 1784 besaß die Gesellschaft eine Handelsflotte von 11 Schiffen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden in Berlin 89 Beamte beschäftigt, 1800 arbeiteten in allen existierenden Kontoren und Außenstellen über 200 Personen. Die Sozietät überdauerte die Krise der napoleonischen Zeit und war Preußen auch im 19. Jahrhundert zu Dienste.

Die Akten der Seehandlungs-Sozietät wurden an der Wende zum 20. Jahrhundert von der Preußischen Staatsbank übernommen. 1920 gaben die Bankbehörden den ältesten Teil der Materialien an das Geheime Staatsarchiv Berlin-Dahlem ab. Diese Akten wurden bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bearbeitet und befinden sich bis heute in Dahlem (HA I, Rep. 109 Seehandlung). Die übrigen Akten der Sozietät (vor allem aus dem 19. Jahrhundert) wurden während des Zweiten Weltkriegs von der Bankdirektion aus Furcht vor Luftangriffen auf Berlin nach Pansin geschickt. 1943 befanden sich hier rund 500 AE der Generaldirektion der Seehandlungs-Sozietät. Während der Kampfhandlungen oder in den ersten Monaten nach Kriegsende verschwand ein Teil der Akten unter bis heute ungeklärten Umständen. Zweihundert von ihnen wurden 1946 von der polnischen Archivverwaltung gesichert, die sie anschließend an das Stettiner Archiv weitergab.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, Sitz, Klagen, Abschriften von Lehnsbriefen, Geheimregistratur, Landgüter und Immobilien der Organisation, Provinzial-Steuerdirektion Stettin, Ableben Friedrich Wilhelms III. und Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV., Armenfürsorge, Verwaltung der Preußischen Staatsbank, Konzessionierung von Versicherungsagenten, Umsetzung der Frankreich auferlegten Kontribution (1871–1873), aus den Jahren 1701–1932, 26 AE.

Finanzen, Sparkasse, Lombardkasse, Bilanzen, Kassenbücher, Rechnungen, Bankberichte, Deckung des Defizits der Sozietät und Stärkung ihres Haushalts, Versteigerungstermine, Staatsschulden, private Rechnungen, aus den Jahren 1776–1943, 34 AE.

Industrie, Organisation und Tätigkeit von Maschinenbaufabriken, Gründung einer Eisengießerei, Baumwoll- und Wollspinnereien, Verkauf von Spinnmaschinen, Verwaltung einzelner Betriebe, Papiermühle, Bau von Schiffsdampfmaschinen, Bau von Booten und Schiffen, Walzwerk, Wassermühlen und Aufstauung von Flüssen, Verkauf von Betrieben, Bau und Nutzung einer Dampfmühle, Leinweberei, aus den Jahren 1797–1920, 49 AE.

Handel, Zustand und Entwicklungstendenzen des Seehandels, Kauf von Chemikalien: Salpeter, Soda und Alaun, Verkauf von Salpeter an das Kriegsministerium, Wollhandel, Export von Garn nach Rußland, Wollagenten, Salzhandel und Salzkontor in Königsberg, Kontore in Breslau, Warschau, Fordon und Stettin, Salzmagazine in Stralsund und Stettin, Versorgung der preußischen Untertanen mit Salz, Handel mit Hamburg, Salzhandel mit Spanien, Getreidehandel mit England, Indien, Südamerika, Haiti und China, Handelsagenten in Lima und Chile, Handelshaus Rothschild, Warenaustausch zwischen Europa und den spanischen Kolonien, Leinenhandel und Leinenankauf in Schlesien, Verkauf von Leinenstoffen, Korrespondenz mit dem Elb-Zollkommissariat in Wittenberg, aus den Jahren 1775–1872, 59 AE.

Schiffahrt und Schiffe, Gründung einer Dampfschiffahrt auf der Strecke Stettin–Swinemünde, Personenschiffahrt Berlin–Hamburg, Expeditionen nach Nordamerika, Südamerika und Kanton, Rechnungen für die Nutzung von Schiffen, Berichte von Seereisen, Bedienung von Dampfmaschinen, Reglements für Handelsschiffe, Bewaffnung von Wasserfahrzeugen, Bau von Fluß- und Hochseeschiffen, Kauf fertiger Wasserfahrzeuge, aus den Jahren 1824–1849, 21 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Meuss, J. F.: Friedrich der Grosse und die Gründung der Seehandlung, in: Marine Rundschau 1912.

RG

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533

1157 Preußische Landesrentbank in Berlin (Pruski Krajowy Bank Rentowy w Berlinie)

1851–1936; 388 AE, 6 lfm.

Die Preußische Landesrentbank in Berlin entstand 1850. Ihr Hauptsitz befand sich in Berlin, die einzelnen Provinzen besaßen eigene Lokaldirektionen. Die Rentenbank war eine Kreditanstalt, die mit Landbesitzern Verträge über die Auszahlung einer Rente abschloß, d. h. einer dauerhaften periodischen Quote im Gegenzug gegen eine einmalige Kapitaleinlage.

Bis zum Ersten Weltkrieg hatte die Direktion der Bank, deren Tätigkeitsgebiet Ost- und Westpreußen umfaßte, ihren Sitz in Königsberg. Nach 1919, als die Provinz Westpreußen aufgelöst wurde, wurde das Gebiet der neugebildeten Grenzmark Posen-Westpreußen aus der Preußischen Landesrentbank ausgegliedert und der Bankdirektion in Berlin unterstellt.

Die Akten der Bank über die Grenzmark wurden vom Stettiner Archiv nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen.

Inhalt

Übernahme von einzelnen Rentenleistungen für Landgüter in den drei Kreisen Deutsch Krone, Flatow und Schlochau, aus den Jahren 1851–1936, 389 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

RP

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534

1191 Landschafts-Bezirks-Direktion in Stolp (Okręgowa Dyrekcja Ziemstwa w Słupsku)

1780–1945; 1904 AE, 36,4 lfm.

Die Pommersche Landschaft wurde 1781 in Stettin gegründet. Es handelte sich um die dritte derartige Institution in der preußischen Monarchie, nach jenen der Provinzen Schlesien (1770) und Brandenburg (1777). Die Landschaften waren Kreditanstalten, zunächst nur für Adelsgüter, die bei wirtschaftlichen Veränderungen unterstützt werden sollten: Meliorationen, Flurbereinigungen, Einführung neuer Feldfrüchte. Handlungsgrundlage für die Landschaften war die Erteilung von Hypothekenkrediten an Großgrundbesitzer aus Fonds, die aus staatlichen Zuschüssen sowie Pfandbriefen stammten, welche von allen Teilhabern der Organisation verbürgt wurden. Die finanziellen Operationen wurden von den bei den Landschaften entstehenden Landschaftlichen Banken durchgeführt. Ausführendes Organ der Pommerschen Landschaft war die Generaldirektion in Stettin mit vier Bezirksdirektionen: in Anklam für die Kreise Demmin, Randow, Ueckermünde, Usedom und Wollin, in Stargard für die Kreise Greifenhagen, Labes, Naugard, Pyritz und Saatzig, in Treptow für die Kreise Belgard, Greifenberg, Cammin, Kolberg, Köslin und Neustettin sowie in Stolp für die Kreise Bütow, Lauenburg, Rummelsburg und Schlawe. Die Bezirksdirektionen beschäftigten sich direkt mit der Kreditabwicklung. Sie unterstanden gemeinsam mit der Stettiner Direktion der Kontrolle gewählter Versammlungen – der General- und Bezirksversammlungen der Landschaft sowie dem sog. Engeren Ausschuß. Dieser bestand aus den Bezirksdirektoren sowie aus Delegierten aus jedem Kreis. Die gewählten Versammlungen wählten die Zentral- und die Bezirksorgane. Zudem befand sich die Landschaft seit 1809 unter der Aufsicht eines königlichen Kommissars in Person des jeweiligen Provinzialoberpräsidenten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erweiterte sich der Kreis derer, die die Hilfe der Landschaft in Anspruch nahmen, und umfaßte nun auch große Bauernwirtschaften. Für letztere wurde 1871 sogar eine eigene Institution eingerichtet, der Pommersche Landkreditverband, der seit 1896 Neue Pommersche Landschaft für Kleingrundbesitz genannt wurde. Doch nach einigen Jahrzehnten wurden die Angelegenheiten des Kleingrundbesitzes 1934 wieder in den Aufgabenbereich der Landschaft für den Großgrundbesitz eingegliedert. In den 1870er Jahren kam es zu einer Zentralisierung der Provinziallandschaften. 1873 wurde eine gesamtpreußische Central-Landschaft gebildet. In der Zwischenkriegszeit war die Landschaft neben der Kreditvergabe für die bereits bestehenden Güter und Bauernwirtschaften auch für das Siedlungswesen und die Bildung neuer Höfe zuständig, insbesondere in den östlichen Kreisen des Regierungsbezirks Köslin.

Die ersten Akten der Bezirksdirektion der Landschaft in Stolp erwarb das Stettiner Archiv 1932. Über weitere Aktenzugänge sowie über die Geschicke des Bestands während des Zweiten Weltkriegs ist nichts bekannt. Im Staatsarchiv Köslin, Abteilung Stolp: Landschafts-Bezirks-Direktion in Stolp, aus den Jahren 1702–1945, 973 AE, 14,0 lfm.

Inhalt

I. Landschaft:

Direktion und Büroorganisation, Wahlen von Mitgliedern, Syndikus, Sekretär und Direktor des Landschaftsvorstands, Einstellung und Pflichten der Beamten, Satzungen der Landschaft (1871, 1943), Versicherung, Gehälter der Beamten, Personalakten von Direktor Leo von Kathen (1931–1936), aus den Jahren 1781–1944, 17 AE.

Sitzungen von Kollegien und Finanzen, Verzeichnisse von Zinszahlungen auf Pfandbriefe, Revisionen von Stempelgebühren, Sitzungen des Kollegiums, der Syndici und der Bezirksdirektion, Feuerversicherung, Gebühren, Versicherung der Beamten, Behördenformulare, Sitz der Landschaft, Reparaturen, Lebensversicherungen, Gesetze über Ansiedlung und Kredite, Hypotheken, Kredite, aus den Jahren 1832–1945, 38 AE.

Kredite und Hypotheken, Erlaubniserteilungen für die Bezahlungen von Reparaturkosten, Verwaltung des Bezirksfonds, Bankkonten der Landschaft, Verzeichnisse der Pfandbriefe, Zentrallandschaft-Bank, aus den Jahren 1825–1939, 13 AE.

Pachten, Güterverwaltung, Verzinsung, Gesetze und Vorschriften, Korrespondenz zwischen der Bezirks- und der Provinzialdirektion, Fideikommisse, Pfandbriefe, Zwangsverwaltung von Landgütern, Umorganisierung der Landschaft, Ansiedlung, Osthilfe, Erbhöfe, aus den Jahren 1783–1944, 28 AE.

Belastungen und Aufkauf von Pfandbriefen, Umwandlung von Pfandbriefen, Proteste, Information über Pfandbriefe, Berechnungen von Zinsen, aus den Jahren 1811–1928, 12 AE.

Präsidiumssitzungen, Versammlungsberichte, Generalversammlungen der Landschaft, Bilanzen, Wahl der Gremien (Räte, Direktoren) und Delegierten, Entstehung und Sitz der Landschaft in Stettin, Reparaturen, Registratur und Kanzlei der Bezirksdirektion, Rechnungsfragen, Entschädigungen, Proteste gegen die Grundsteuer, aus den Jahren 1780–1934, 121 AE.

Depositen, Stiftungen und Vermögensbelastungen, Organisation der Central-Landschaft für die Preußischen Staaten, Pfandbriefe, Streitfragen und Prozesse, Depositen der Stiftung, Bildung des Landkreditverbands, Berichte und Referate, Stiftungen, Majoratsgüter und Legate der Familien von Osten, Massow, Weiher, Below, Puttkamer, Stojenthin, Krockow und Zitzewitz, Akten von Rittergütern und Gütern in den Kreisen Lauenburg und Stolp, Testamente, Güterverleihungen, aus den Jahren 1795–1944, 98 AE.

II. Neue Pommersche Landschaft für den Kleingrundbesitz

Verwaltung und Vorstand, Beamtengehälter, Wasserversorgung, Informationen der Grundbuchabteilungen über die Preise verkaufter Güter, Banken und Kreditanstalten, Raumfragen der Landschaft, Berechnungen von Verzinsung, Hauptversammlung (1920–1921), aus den Jahren 1901–1936, 8 AE.

Kredite und Pfandbriefe, Darlehen und Pfandbriefe einzelner Höfe, Verleihung von Höfen in den Kreisen Bütow, Lauenburg, Rummelsburg, Schlawe und Stolp, aus den Jahren 1893–1944, 469 AE,

Zwangsverwaltung von Höfen in den Kreisen Bütow, Lauenburg, Schlawe und Stolp, aus den Jahren 1915–1939, 41 AE.

Schätzung von Landgütern, Darlehnserteilung, Pfändung, Zwangsverwaltung und -versteigerung, Kauf- und Verkaufsverträge, Verleihungen von Gütern und Höfen in den Kreisen Bütow, Lauenburg, Rummelsburg, Schlawe und Stolp, aus den Jahren 1781–1944, 1059 AE.

Archivalische Hilfsmittel: Findbuch.

Literatur:

Stępiński, W.: Przemysł rolny, spółdzielczość i finanse rolnictwa [Landindustrie, Genossenschaftswesen und ländliche Finanzen], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. 4, Teil 1 (1850–1918), hg. v. S. Salmonowicz, Toruń 2000.

Stępiński, W.: Własność junkierska na Pomorzu Zachodnim w latach 1807–1914 [Das Junker-Eigentum in Pommern zwischen 1807 und 1914], 2 Bde., Szczecin 1989.

BF

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539

0029 Gut Büssow (Rep. 39, Akta dóbr Buszów)

1722–1930; 24 AE, 0,3 lfm.

Erstmals erwähnt wird die Ortschaft Büssow 1337 im Landbuch der Neumark als Besitz der Familie von Morsin. Der letzte Vertreter dieser Familie starb wahrscheinlich zwischen 1361 und 1372. Nun gelangte das Dorf in den Besitz der Familie von Wedel. Höchstwahrscheinlich zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde es der Familie von Wreech verliehen, die Büssow und die nahegelegenen Dörfer Lauchstädt und Wutzig bis zum 18. Jahrhundert besaß. 1779 verkaufte Ludwig von Wreech Büssow an den Major Georg Friedrich von Wulffen. An der Wende zum 19. Jahrhundert ging das Dorf in den Besitz Heinrich von Lindenaus über, der es 1817 an Friedrich Weigl verkaufte. 1819 wurde es von Christian Wilhelm Bieler gekauft. Diese Familie besaß das Gut Büssow das gesamte 19. Jahrhundert über. Nach den Landreformen in den 1820er Jahren entstanden in Büssow 14 Bauernwirtschaften mit je rund 100 Morgen, 6 Kleinbauernstellen mit je rund 50 Morgen sowie zwei Kätnerstellen. Dagegen war der Besitz der Bielers insgesamt 7651 Morgen groß. 1908 verkaufte Otto Bieler das Gut an den schlesischen Industriellen Oskar Bulaschinski, der es im kommenden Jahr an Felix Busch weiterveräußerte. 1925 zählte das Dorf 563 Einwohner. Das Gut Büssow blieb wahrscheinlich bis 1945 im Besitz der Familie Busch.

Die Akten von Gut Büssow wurden im Mai 1939 an das Stettiner Archiv abgegeben. 1943 wurden sie nach Pansin ausgelagert, von wo aus sie nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Stettin zurückkehrten.

Inhalt

Akten über Rechts- und Eigentumstitel, Vermessungstabellen über die Grundfläche des Vorwerks Büssow sowie des zu ihm gehörenden Vorwerks Känzchenberg, Steuerberechnungen und Preisfestsetzung für das Gut Machern, aus den Jahren 1841–1860, 3 AE.

Herrschaftsakten, Beziehungen zu den benachtbarten Gütern, Grenzregulierun-gen und -streitigkeiten, Meliorationspläne, Separationsrezeß, Streitigkeiten der Dorfgemeinde und der Bauern, Bau einer Schule in Büssow, Ernennung von Pastoren, Kirchenrechnungen, aus den Jahren 1722–1930, 18 AE.

Wirtschaftsakten, Heuernte, Fischfang, Fischzucht, aus den Jahren 1839–1930, 3 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Niessen, P. v.: Geschichte der Neumark im Zeitalter ihrer Entstehung (von den ältesten Zeiten bis zum Aussterben der Askanier), Landsberg a. W. 1905.

Treu, C.: Geschichte der Stadt Friedeberg in der Neumark und des Landes Friedeberg, Friedeberg Nm 1909.

Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen, Bd. 3: Provinz Brandenburg, Berlin 1932.

MSz

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540

1340 Gut Kunow (Akta dóbr Kunow)

1725–1909; 25 AE, 0,17 lfm.

Das Dorf Kunow wurde erstmals 1256 erwähnt, als Lehen der Familie Eisholz, die es bis 1562 besaß. Anschließend übernahm Balthasar von Wolde das Gut. Einer seiner Nachfahren, Bogislav von Wolde, verkaufte Kunow 1723 an Sophie von der Albe, geb. Borcke. 1726 kaufte der Markgraf von Schwedt, Friedrich Wilhelm von Brandenburg, das Dorf. Einige Jahre nach dessen Tod wurden die Güter von seinen drei Töchtern geteilt. Das Dorf Kunow fiel an Phillipine Auguste Amalie, die Frau des Grafen von Hessen-Kassel. 1788 verkaufte sie das Gut an den preußischen König Friedrich Wilhelm II., der es der Domäne Schwedt eingliederte. Finanzielle Schwierigkeiten des preußischen Staates während der französischen Besatzung führten dazu, daß Friedrich Wilhelm III. befahl, viele Domanialgüter zu verkaufen, darunter auch Kunow. 1812 wurde es vom bisherigen Pächter Friedrich Froreich als Eigentum erworben. Der nächste Besitzer war Ernst Voß, der 1829 seine Rechte am Allodial-Rittergut Kunow an Hermann Kolberg veräußerte. 1865 umfaßte der Besitz 1913 Morgen Ackerland. Im Dorf selbst lebten 603 Personen, die insgesamt 3937 Morgen Land besaßen. Nach Hermann Kolbergs Tod verkaufte seine Witwe das Gut an Hermann Nobbe. 1890 wurde Wilhelm Fischer Eigentümer von Kunow. Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte das 460 ha große Gut Georg Nicolai. 1932 lebten im Dorf 476 Menschen.

Die Akten des Gutes Kunow wurden 1939 an das Stettiner Archiv übergeben (Rep. 39). Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand ins Schloß Pansin ausgelagert. Nach dem Krieg kehrte er in die Archivmagazine zurück.

Inhalt

Königliche Verordnungen, Matrikel, Gutsinventare, Eigentumstitel, Materialien über die Familien von Wolden und Kolberg, Separationsrezesse, Lagepläne, Grundbuch des Gutes, Quittungen, aus den Jahren 1725–1909, 25 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

Literatur

Berghaus, W.: Landbuch des Herzogthums Pommern und Fürstenthums Rügen, Bd. 2, Berlin u. Anklam 1865.

Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen. Bd. 4: Provinz Pommern, Berlin 1932.

Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern, Leipzig 1939.

MSz

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541

1341 Gut Marienfelde (Akta dóbr Myśligoszcz)

1569–1852; 12 AE, 0,2 lfm.

Die Akten des Gutes Marienfelde im Kreis Schlochau gehörten im 16. Jahrhundert der Familie Grodzieński und gelangten 1566 in den Besitz der Familie Potulicki.

Ein Teil der Materialien zu Marienfelde wurde 1939 vom Stettiner Archiv übernommen (sog. Polonica).

Inhalt

Prozesse, Pachten, Kauf des Guts durch Piotr Potulicki, Testamente, Kosten für die Einquartierung von Truppen, Rechnungen, aus den Jahren 1569–1852, 12 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findkartei.

MSz

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542

0028 Gut Schlagenthin (Rep. 39, Akta dóbr Sławęcin)

1618–1888; 185 AE, 1,1 lfm.

Der erste Hinweis auf das Dorf Schlagenthin (damals: Slawenthin) stammt aus dem Jahre 1337. Im 16. Jahrhundert besaß das Dorf 64 Hufen. Zwischen 1365 und 1752 gehörte es der Familie von Blankensee. 1752 wurde es in zwei unabhängige Teile aufgeteilt, die den Familien von Jargow und von Göllnitz gehörten. 1801 fiel der Teil der von Jargows als Erbe an die Familie von Göllnitz. 1829 wurde Gut Schlagenthin (insgesamt 4921 Morgen) von Wilhelm Ferdinand Eben (Ebenstein) gekauft, der es 1850 an seinen Sohn Carl Hermann weitergab. 1925 zählte das Dorf Schlagenthin 538 Einwohner. Die letzte Besitzerin des Gutes vor 1945 war Gertrud Otto.

1942 übergab die letzte Besitzerin die Akten von Schlagenthin an das Stettiner Archiv (Rep. 39 Zg. 85/1942). Im Mai 1943 wurden diese Materialien geordnet und anschließend nach Pansin ausgelagert, von wo aus sie 1946 nach Stettin zurückkehrten.

Inhalt

Eigentum, Eigentumsverhältnisse zwischen den Familien von Blankensee und von Schön, aus den Jahren 1760–1781, 3 AE.

Landvermessungen, Auszug aus dem Kataster, aus den Jahren 1628, 1787–1826, 1 AE.

Wert des Guts, Schätzung des Werts der Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Baupläne und Inventarisierung des Guts, aus den Jahren 1714–1885, 4 AE.

Separationen und Grundteilungen, königliche Verordnungen über die Separationen, Separationen im Kreis Arnswalde, Separationen in Schlagenthin, aus den Jahren 1766–1835, 7 AE.

Eigentumsregulierungen, Regulierung der Güter in Schlagenthin, Regelung der Eigentumsverhältnisse zwischen dem Dorf und dem Gut, aus den Jahren 1817–1847, 6 AE.

Hypothek des Guts, Verzeichnis der Schuldner und Gläubiger, aus den Jahren 1665–1856, 3 AE.

Steuern, Verbindlichkeiten, die vom Gut in Schlagenthin an das Steueramt in Arnswalde überwiesen worden sind, aus den Jahren 1773–1856, 3 AE.

Pachten, Pachtverträge zwischen der Familie von Blankensee und den Pächtern, aus den Jahren 1727–1791, 7 AE.

Polizeiliche Aufsicht, Aufsicht über die Wege, Entwässerung von Gräben, Brandschutz, Bekämfung von Hochwasser, aus den Jahren 1826–1852, 6 AE.

Kirche und Schule, Bau und Reparatur der Kirche, Schulbau, Pacht des Kirchenlands, Einsetzung eines Kirchenrats, aus den Jahren 1694–1861, 20 AE.

Kriegsschäden, von den russischen Truppen während des Siebenjährigen Kriegs verursachte Zerstörungen, Streitigkeiten über den Holzeinschlag, aus den Jahren 1760–1844, 9 AE.

Weiden, Streitigkeiten um das Weiderecht und das Torfgraben zwischen der Gemeinde und den Gutsbesitzern, aus den Jahren 1717–1772, 7 AE.

Mühle, Streitfragen zwischen dem Müller und dem Gutsbesitzer, aus den Jahren 1764–1877, 6 AE.

Schmiede, Verpachtung, Verkauf, aus den Jahren 1768–1857, 3 AE.

Untertanen, Verzeichnis der Untertanen und Dorfbewohner, Verträge über den Verkauf von Höfen, Verpachtungen, Erbfragen, Armen- und Hypothekenfragen, aus den Jahren 1654–1865, 21 AE.

Prozesse, Erbfragen der Familie von Blankensee, Auseinandersetzungen mit anderen Besitzern sowie mit der Gemeinde, aus den Jahren 1703–1847, 16 AE.

Familie von Blankensee, Informationen über Erben, familiäre Streitigkeiten, aus den Jahren 1618–1770, 10 AE.

Familie von Eben, Korrespondenz, Hypothekenfragen, aus den Jahren 1840–1888, 3 AE.

Familie von Göllnitz, Patrimonialgericht, Erbfälle, Hypothekenfragen, aus den Jahren 1801–1822, 2 AE.

Familie von der Goltz, Erbfall Ernst von der Goltz, aus dem Jahre 1698, 1 AE.

Familie von Güntersberg, Quittierung des Kapitäns v. Blankensee für Fräulein v. Güntersberg, aus dem Jahre 1749, 1 AE.

Familie von Jargow, Eigentumsansprüche, aus den Jahren 1743–1788, 2 AE.

Familie von Kühl, Nachlaßinventare, Gerichtsfragen mit anderen Familien, aus den Jahren 1678–1777, 4 AE.

Familie von Lack, Abschrift eines Testaments, o. J., 1 AE.

Familie von Rohr, Prozesse, Testamente, Nachlässe, aus den Jahren 1656–1774, 7 AE.

Gut Baumgarten, Schätzung des Guts, aus dem Jahre 1860, 1 AE.

Gut Berkenbrügge, Pfandbriefe, Kolonie Berkenbrügge, aus den Jahren 1843–1871, 2 AE.

Gut Friedenau, Brandschäden, aus dem Jahre 1878, 1 AE.

Gut Grünhof, Verkauf von der Familie von Wedel gehörendem Land, Auseinandersetzungen, Rezesse und Separationen, Feststellung von Grundstücksgrenzen, aus den Jahren 1803–1855, 11 AE.

Gut Linde, Bienenzucht, aus den Jahren 1854–1855, 2 AE.

Gut Raakow, Beschwerde des Gemeinderats wegen der Reinigung der Gräben, Gemeindeabgaben, aus den Jahren 1754–1767, 1 AE.

Gut Reichenbach, Abrechnungen zwischen der Familie Blankensee und einem Pächter, aus dem Jahre 1749, 1 AE.

Gut Rietzig, Reglement des Guts, o. J., 1 AE.

Gut Steinberg, Verkauf von Land durch die Wedels, Auseinandersetzungen um eine Wassermühle mit der Familie v. Sydow, Preisfestlegung für das Gut, aus den Jahren 1796–1881, 8 AE.

Gut Streesen, Verkaufsverträge, aus den Jahren 1743–1787, 1 AE.

Gut Wuthenow, Preisfestsetzung für Grundstücke, aus dem Jahre 1860, 1 AE.

Königliche Verordnungen, Privilegien für den Adel der Neumark, Separationskosten, Bau der Eisenbahnlinie Stargard–Posen, aus den Jahren 1713–1843, 2 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Berghaus, H.: Landbuch der Mark Brandenburg, Bd. 3, Brandenburg 1856.

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547

0017 Familienarchiv von Dewitz-Wussow (Rep. 38d, Archiwum rodu Dewitz-Wussow)

[1416] 1564–1933; 479 AE, 3,3 lfm.

Inhalt

I. Familienarchiv

Personalia, Eheverträge, Erlaubnis der Kirchenbehörden zur Eheschließung, Verträge und Abkommen über die Teilung von Gütern, Alimenten für Witwen und Waisen, biographische Daten, Familienkorrespondenz, historische und genealogische Arbeiten über die Familie von Dewitz, Nachlässe einzelner Familienmitglieder, Testamente, Familientreffen, die Familie von Dewitz in Polen, aus den Jahren 1564–1933, 80 AE.

Privatkorrespondenz der von Dewitz, Briefe an die Familie und andere Personen, aus den Jahren 1730–1784, 6 AE.

Güter und Lehen, Privilegien, Eigentumstitel, Lehnsgüter, Verpflichtungen und sich daraus ergebende Lasten, familiäre Auseinandersetzungen wegen der Aufteilung von Gütern, Allodialgüter, Kauf, Verkauf, Verpfändung einzelner Güter, aus den Jahren 1611–1864, 112 AE.

Aktiva und Passiva, Bemühungen um die Rückgabe von Schulden, Kreditwechsel, finanzielle Verpflichtungen, Hypothekenschulden, Pfänder und Kautionen, aus den Jahren 1604–1807, 10 AE.

Zivil- und Strafprozesse, Prozesse wegen Schulden, Kontributionen, Steuern, Hasenjagd in der Schonzeit sowie anderen Vergehen und Verbrechen, aus den Jahren 1574–1794, 25 AE.

Gerichtswesen in Daber, Auseinandersetzungen über die Jurisdiktion in der Stadt, aus den Jahren 1727–1814, 2 AE.

Stadt Daber, Organisation der Selbstverwaltung, Lehnshuldigungen der Stadt, Privilegien (Abschriften aus den Jahren 1416–1737), Mühle, Brandschutzfragen, aus den Jahren 1598–1832, 9 AE.

Kirchen, Schulen, Spitäler und Archiv in Daber, Kirchen- und Spitalbesitz (Kirchenmatrikel, Visitationen, den Kirchen und Spitälern gehörende Landgüter), Bau und Reparatur der Kirchen sowie Gründung einer Schule, finanzielle Ausstattung und Besetzung kirchlicher Ämter, Geltendmachung von Forderungen durch die Geistlichen, Anklagen wegen Verunglimpfung von Geistlichen, Kirchenrechnungen, Besetzung von Schulämtern, Ableben von Geistlichen und ihre Beerdigungen, Inventar des Familienarchivs, Ordnung des Archivs in Hoffelde auf Anordnung des Königs, aus den Jahren 1598–1824, 32 AE.

Herzoglicher Hof, Testament Bogislavs von Croy, Privileg Friedrichs II. für den pommerschen Adel, aus den Jahren 1684 und 1787, 2 AE.

Mecklenburg, Beziehungen der Familie von Dewitz zu den Herzogen von Mecklenburg (Gerichtsverfahren wegen Schulden), aus den Jahren 1722–1833, 5 AE.

II. Burggericht

Allgemeine Verwaltung, Gründung und Organisation des Burggerichts, Verzeichnisse der Gerichtsprozesse, Listen der Gerichtsakten, aus den Jahren 1717–1827, 8 AE.

Personalien, Bürgermeister und Gerichtsbeamte, aus den Jahren 1746–1816, 3 AE.

Zivilprozesse, Gerichtsverfahren der Stadt Daber mit den von Dewitz wegen Mühlen, städtischen Gütern, Unruhen, Huldigung und Gebühren, Streitigkeiten und Zivilprozesse von Stadtbürgern um Grund- und Hauseigentum, Dienste, Schulden und Erbschaften, aus den Jahren 1642–1811, 32 AE.

Strafprozesse, Mordprozesse, Urteile, Gefängnisse und Gefangene, aus den Jahren 1726–1812, 7 AE.

Freiwillige Gerichtsbarkeit, Testamente und ihre Veröffentlichung, Hypotheken, Erbentabellen, Erklärungen über Kauf und Verkauf, aus den Jahren 1728–1818, 20 AE.

Kirchen, Schulen und Spitäler, Kirchenmatrikel und -visitationen, Streitigkeiten und Ermittlungen der Kirchen-, Schul- und Spitalverwaltung wegen Schulden und Land, Pachten, Zerstörungen von Gebäuden und Feuerholz, Ansprüche der Kirchenverwaltung an die Patrone und die Stadt wegen des Baus und der Reparatur von Kirchen-, Schul- und Spitalgebäuden, Instandhaltung von Kirchen, Schulen und Spitälern, Ämterbesetzung in den Kirchen, Schulen und Spitälern, Pensionen des Personals, Streitigkeiten wegen Forderungen (Auszahlung von Pensionen und Deputat), Ermittlungen zu Erbschaften, Nachlässen und Alimenten, Kirchendiebstahl, aus den Jahren 1598–1838, 79 AE.

Polizeiliche Aufsicht in Daber, Ausführung von Entscheidungen und Verboten des Gerichts bezüglich von Steuern, Zehnt, Fourage und Abgaben an den Hof, Privilegien für das Handwerk, Verordnungen über den Handel mit verbotenen Waren, aus den Jahren 1681–1811, 12 AE.

Patrimonialgerichtsbarkeit, Verzeichnisse der Prozesse, Scheidungstabellen, Testamentseröffnungen, Ermittlungen wegen Vergewaltigungen, übler Nachrede und Alimenten, aus den Jahren 1772–1847, 8 AE.

Rechtsanwälte, von Rechtsanwälten und Gerichtskommissaren geführte Prozesse und Fürsorgefragen, aus den Jahren 1679–1815, 27 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

MSz

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548

0030 Familienarchiv von Enckevort-Vogelsang (Rep. 38d, Archiwum rodu Enckevort-Vogelsang)

[1200–] 1647–1925; 278 AE, 2,25 lfm.

Erstmals erwähnt wird das Dorf Vogelsang, das einige Kilometer östlich von Ueckermünde in der Nähe von Altwarp liegt, im 13. Jahrhundert. Eigentümer war damals der Ritter Vidante. Die Güter der Familie Vidante gingen zu Beginn des 14. Jahrhunderts in den Besitz der Familie von Muckerwitz über, anschließend dann an die von Broeckens. Gegen Ende des Dreißigjährigen Kriegs kaufte die Familie Lilienström Gut Vogelsang den von Broecken ab, 1705 wurde es von der Familie von Mayher übernommen. 1711 heiratete die Erbin, Helene Elisabeth von Mayher, Berd Friedrich von Enckevort, der durch Tausch und Kauf seine Güter zusammenfaßte, die von nun an Enckevort-Vogelsang hießen und aus den Dörfern Vogelsang, Warsin, Bellin, Albrechtsdorf, Mönkenberg und Christianenberg bestanden. Die Familie Enckevort besaß diese Güter bis 1945.

Die Familienakten wurden in zwei Partien 1933 und 1935 an das Stettiner Archiv abgegeben (Rep. 39 Kleine Accessionen). Die Sammlung von Karten und Plänen der Enckevort-Güter wurde aus dem Bestand ausgegliedert und der kartographischen Sammlung beigefügt (Rep. 44 Karten). 1943 wurde der Bestand nach Tütz evakuiert, von wo aus er nach dem Zweiten Weltkrieg nach Stettin zurückkehrte. Alle Akten haben sich erhalten, mit Ausnahme von 29 Karten und Plänen.

Inhalt

Materialien über die Schöpfer des Bestands, Genealogie, Geschichte (ab 1200) und Familienarchiv derer von Enckevort, aus dem 18. und 19. Jahrhundert, 8 AE.

Einzelne Familienmitglieder, persönliche Dokumente, Tauf-, Konfirmations-, Heiratsakten, Diplome, Schulzeugnisse, öffentliche Tätigkeit, Nachlässe, Besitzteilung, Pfandbriefe, Testamente, Erbverfahren, aus den Jahren 1647–1917, 23 AE.

Besitztümer der Familie, Lehnshuldigungen, Eigentumstitel, Grundstücksverzeichnisse, Kauf- und Verkaufsverträge, Parzellierungen, Auseinandersetzungen und Gerichtsprozesse, Strafsachen, Beschwerden, Schulwesen, Reparatur der Kirche, Kätner, Gutsverwaltung, Finanzen und Buchhaltung, Steuern, Belastungen der Güter, Pachten, Versicherung, Holzverkauf, Melioration, Reparatur von Brücken und Wegen, Bau einer Eisenbahn von Stettin nach Ueckermünde, aus den Jahren 1705–1925, 235 AE.

Varia, Landtag, Provinzialsynode, Landratsamt in Ueckermünde, Kreistage in Ueckermünde, Abteilung der Pommerschen Ökonomischen Gesellschaft, Stiftung von Enckevort, aus den Jahren 1840–1878, 12 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

MSz

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549

0022 Familienarchiv von Flemming (Rep. 39, Archiwum rodu Flemmingów)

1688–1898; 63 AE, 0,6 lfm.

Erstmals werden die Flemmings in Pommern 1225 erwähnt (Nennung des Ritters Nikolaus Flemming). Die nächste Information ist auf 1281 datiert, als Adam Flemming aus Flandern nach Böck bei Cammin kam. Seine Söhne Kurt und Erdmann gründeten die beiden Linien, die in Böck und Martenthin beheimatet waren. Die Linie aus Böck teilte sich zwischen 1350 und 1450 in die beiden Seitenlinien in Schwirsen und Paatzig auf, außerdem in Matzdorf und Pribbernow. In den folgenden Jahrhunderten übernahmen die Flemmings viele Güter in der Umgebung von Cammin, weshalb diese Gegend im 18. Jahrhundert „Flemmingscher Kreis“ genannt wurde. Die Familiendomäne bestand aus den Dörfern Batzlaff, Benz, Bewerdick, Bosenthin, Bresow, Böck, Zarnglaff, Drammin, Groß Justin, Jassow, Klötzin, Kretlow, Klaushagen, Holzhagen, Lanke, Langendorf, Martenthin, Moratz, Harmsdorf, Wustermitz, Pemplow, Paatzig, Rönz, Ribbertow, Zebbin, Schwirsen, Tessin, Trebenow, Baumgarten, Wietstock und Sager. Im Kreis Naugard gehörten der Familie Burow, Groß Leistikow, Matzdorf, Speck und Schönhagen, im Kreis Greifenberg Koldemanz, Pustichow, Rensin, Schruptow und Hoff. Die Flemmings waren außerdem in den Kreisen Rummelsburg, Wollin-Usedom, Regenwalde und Pyritz begütert.

Von der Linie der Herren auf Nemitz und Schwirsen trennte sich im 17. Jahrhundert die Linie der Flemmings aus Iven ab, eines bei Anklam liegenden Guts, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts über 1200 ha groß war. Einige Linien des ausgedehnten Geschlechts derer von Flemming besaßen im 18. und 19. Jahrhundert auch Güter in der Mark Brandenburg, im preußischen Teil Sachsens, in Thüringen, Galizien, Schlesien und Rußland, in Schweden, Finnland, Schottland und auch in Italien.

Die Akten der pommerschen Linien der Flemmings gelangten in zwei Partien im Juni und November 1941 an das Stettiner Archiv und waren teilweise vom Staatsarchiv Magdeburg überwiesen worden. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Inventar angefertigt, das mit Sach- und Ortsverzeichnissen ergänzt wurde (Rep. 39). Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Bestand nach Pansin ausgelagert und kehrte nach dem Krieg ohne Verluste nach Stettin zurück.

Inhalt

Allgemeine Fragen, Familiengüter, Familienstipendien, Güter in Vorpommern, aus den Jahren 1708–1884, 5 AE.

Güter Iven, Beamte, Wirtschaftsgebäude, Vorwerke, Wälder, Schäden in den Napoleonischen Kriegen, Pachten, Schule und Kirche, Steuern, aus den Jahren 1708–1870, 14 AE.

Güter östlich der Oder (Hinterpommern), Gutsakten-Verzeichnisse von Martenthin und Schrubtow, Lehnsfragen, Güter in Borntin, Koldemanz, Klaushagen, Harmsdorf, Schönhagen, Pemplow, Rensin und Hoff, aus den Jahren 1688–1885, 4 AE.

Güter Martenthin, Rezesse, Baufragen, Beamte, Wald, Grundakten, Kirche und Schule, Schenke und Mühle, Pacht und Pächter, Verträge, Hypothekenschulden, Separationen, Steuern, Unterstützungen, aus den Jahren 1821–1898, 20 AE.

Teilung der Güter in Martenthin, Verkaufverträge des Guts in Kretlow, Schulen in Kretlow und Wustermitz, Verkauf von Bauernhöfen in Zanglaff sowie der Fall des Müllers Poppe, aus den Jahren 1758–1885, 10 AE.

Güter Schruptow, Separationsrezeß, Baufragen, Pachten, Schule und Kirche, aus den Jahren 1777–1860, 6 AE.

Varia, Güter in Brandenburg, Thüringen und Galizien, aus den Jahren 1688–1885, 4 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Klempin, R., Kratz, G.: Matrikeln und Verzeichnisse der pommerschen Ritterschaft vom XIV. bis in das XIX. Jh., Berlin 1869.

Sieben Jahrhunderte Flemmingscher Chronik, Bd. 1 Personengeschichte, Bd. 2 Gütergeschichte, hg. v. H. Flemming, Görlitz 1909–1911.

MSz

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551

0032 Familienarchiv von Maltzahn-Utzedell (Rep. 38d, Archiwum rodu Maltzahn-Utzedell)

[16. Jh.] 1738–1923; 35 AE, 0,3 lfm.

Die pommersche Familie von Maltzahn besaß seit dem Mittelalter zahlreiche Besitzungen westlich der Oder, darunter das Dorf Utzedell unweit von Demmin, zusammen mit den nahebei später entstandenen Vorwerken Dorotheenhof und Karolinenberg. Lange Zeit hindurch wurden diese Güter von der Familie Walsleben gepachtet. 1737 lösten Gustav Adolf und Carl Friedrich von Maltzahn die Güter im Dorf Utzedell von den Pächtern aus; sie blieben nun bis 1945 unter der direkten Verwaltung der Maltzahns.

1897 übergaben die Maltzahns aus Utzedell dem Staatsarchiv Stettin 5 AE. Nachdem man sich hier damit beschäftigt hatte, wurden sie den Besitzern zurückgegeben. Ein endgültiger Vertrag über die Übergabe des Familienarchivs Maltzahn-Utzedell wurde erst 1941 unterschrieben. Es ist unbekannt, wann die Akten genau an das Stettiner Archiv abgegeben wurden. Wahrscheinlich wurden sie am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Pansin ausgelagert.

Inhalt

Familiengeschichte, Abschriften und Regesten von Urkunden, Familienmitglieder, Informationen über die Familie, aus dem 16.–20. Jahrhundert, 4 AE.

Gut Utzedell und die umliegenden Besitzungen, Güterinventare, Gütertaxationen, Grundakten, Lehnsfragen, Testamente, Pachtverträge, Schulden, Grenzstreitigkeiten, Satzung der Maltzahn-Stiftung, Rechnungen, aus den Jahren 1738–1923, 31 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Berghaus, H.: Landbuch des Herzogthums Pommern und Fürstenthums Rügen, Bd. 1, Anklam 1856.

MSz

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552

0031 Familienarchiv von Podewils-Vorwerk (Rep. 39, Archiwum rodu Podewils-Vorwerk)

1613–1921; 138 AE, 1,55 lfm.

Die Familie von Podewils übernahm das Dorf Vorwerk nahe Demmin am Ende des 15. Jahrhunderts zusammen mit einer zugehörigen Burg. Erstmals erwähnt worden war das Dorf 1128, als der hl. Otto von Bamberg hier weilte. Zwischen 1233 und 1264 war das Anwesen Sitz des pommerschen Herzogs Wartislaw III. Nach 1290 wird als Besitzer von Dorf und Burg die Familie Voß genannt. 1495 wurde es teilweise von Peter von Podewils übernommen, der erste seiner Familie in dieser Gegend. Der zweite Teil des Guts gehörte der Stadt Demmin. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Burg zerstört; der bisherige Sitz der Podewils wurde nach Sanzkow verlegt. 1777 übernahm Hans Heinrich Podewils den gesamten Besitz. Im 19. Jahrhundert zählte das Gut mit allen zugehörigen Ländereien 4499 Morgen. Die Familie Podewils besaß es bis 1945.

Im Februar 1943 überwies das Oberlandesgericht Stettin die Archivalien der Familie Podewils an das Stettiner Archiv. Anschließend wurden sie gemeinsam mit anderen Gutsarchiven nach Pansin ausgelagert.

Inhalt

Wirtschaft, Verkäufe, Pachtverträge, Militärkontributionen, Produktion und Verkauf von Bier, aus den Jahren 1613–1810, 26 AE.

Finanzen, Rechnungen, Käufe und Ausgaben, Hypothek der Güter, Inventare von mobilem und immobilem Besitz, Taxationen, aus den Jahren 1623–1838, 13 AE.

Familienangelegenheiten, Patente, Genealogie der Familie aus dem 18. Jahrhundert, Korrespondenz, aus den Jahren 1757–1838, 3 AE.

Testamente, von einzelnen Mitgliedern der Familie angefertige Testamente, aus den Jahren 1755–1840, 3 AE.

Nachlässe, Nachlässe einzelner Familienmitglieder, Nachlaßinventare, aus den Jahren 1713–1837, 10 AE.

Vormundschaften, Finanzberichte der Vormünder, aus den Jahren 1701–1800, 8 AE.

Schulden, Obligationen, Schuldenverzeichnisse, gerichtliche Auseinandersetzungen, aus den Jahren 1669–1837, 10 AE.

Prozesse, Gerichtssachen der Podewils, aus den Jahren 1672–1831, 21 AE.

Quittungsbücher und Rechnungen, Quittungen bezahlter Schulden sowie Rechnungen von Erbschaftsgebühren, aus den Jahren 1702–1809, 9 AE.

Patrimonialgericht, Gericht in Vorwerk, aus den Jahren 1754–1799, 27 AE.

Reskripte, behördliche Verordnungen, aus den Jahren 1797–1810, 1 AE.

Varia, Patrimonialgericht, Rezesse, Rechnungen, Pachtverträge, aus den Jahren 1633–1921, 7 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Berghaus, H.: Landbuch des Herzogthums Pommern und Fürstenthums Rügen, Bd. 1, Berlin u. Anklam 1865.

MSz

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553

0024 Familienarchiv von Puttkamer (Rep. 38d, Archiwum rodu Puttkamerów)

1572–1937; 750 AE, 8,9 lfm.

Von der Familie Puttkamer erfahren wir in Pommern im Mittelalter. Die älteste Erwähnung stammt von 1240. Im Laufe der Zeit gelangte das ausgedehnte, in viele Linien untergliederte Geschlecht in den Besitz von Gütern sowohl im Land Stolp-Schlawe wie auch in den Kreisen Cammin, Regenwalde und Saatzig. Seit dem 17. Jahrhundert besaßen die Puttkamers Vietzke, während sie Pansin und Lenz erst 1772 von den Borckes auf dem Erbweg übernahmen und sie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs besaßen. Im 18. Jahrhundert erwarben die Puttkamers auch Güter in Wangerin, Marsdorf, Krolow, Fritzow, Raddack, Schlakow und Peest. Die meisten von ihnen wurden im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts verkauft.

Die Familienakten Puttkamer bestehen aus einigen Familien- und Gutsarchiven und kamen fast ausnahmslos vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in das Stettiner Archiv. Wir wissen von Zugängen aus den Jahren 1935, 1938 und 1939. 1942 wurden die Akten in das Puttkamersche Schloß in Pansin ausgelagert. Nach dem Krieg kehrten sie nach Stettin zurück. Zu Beginn der 1950er Jahre übergab das Museum Köslin 3 AE; vom Museum Rügenwalde wurden 2 AE übernommen, die dem Bestand Puttkamer beigefügt wurden. 1968 trat das Staatsarchiv Bromberg, Abteilung in Thorn, 5 AE aus dem Puttkamer-Archiv nach Stettin ab, die schließlich der Sammlung von Handschriften und Nachlässen zugefügt wurden.

Inhalt

Lenz

Gut, Kirche und Schule, Grenzstreitigkeiten, Feldvermessung, Pachten, Separationen, Hypotheken, Rezesse, Fischfang, aus den Jahren 1572–1897, 38 AE.

Pansin und Wangerin

Familienangelegenheiten, Materialien zur Genealogie der Puttkamers, Gerichtssachen, Lehnsbriefe, aus den Jahren 1628–1847, 49 AE.

Schulden, Kapitalien, Obligationen, Mietzinsen und Schätzungen, aus den Jahren 1661–1937, 16 AE.

Kirche und Schulwesen, Kirchenpatronat, Bau und Reparatur der Kirche, Schule, aus den Jahren 1600–1866, 10 AE.

Fischfang, historische Informationen über den Fischfang auf dem Wangeriner See, Aufteilungen und Auseinandersetzungen um Fischgründe, Prozeßakten und Verkauf von Anteilen am Wangeriner See, aus den Jahren 1702–1878, 10 AE.

Wirtschaft, Schafzucht, durch die russische Armee verursachte Schäden, Reparaturen und Ausbau des Schlosses Pansin, Gebäudepläne, Kostenpläne, Bauverträge, Pachtverträge, Tierseuchen in Pansin, aus den Jahren 1746–1910, 66 AE.

Besitz Pansin, Korrespondenz der Puttkamers mit den Borckes, Auseinandersetzungen mit den Borckes um Pansin, Viehseuche, aus den Jahren 1671–1829, 13 AE.

Grenzen, Grenzreglements Pansins mit den umliegenden Gebieten, Gerichtsprozesse, aus den Jahren 1730–1837, 8 AE.

Pfarrei Pansin, die Pfarrei unter verschiedenen Pfarrern im 17. und 18. Jahrhundert, Bau und Reparatur der Schule, Kirchenrechnungen, Karte des Guts Pansin, aus den Jahren 1639–1891, 16 AE.

Mühlenwesen, die Mühle in Pansin, Eigentum des Müllers Saltzmann, aus den Jahren 1736–1836, 3 AE.

Steuern und Abgaben, Steuerfragen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, aus den Jahren 1620–1821, 6 AE.

Fürsorgewesen, Leistungen für ärmere Familienmitglieder, aus den Jahren 1824–1893, 8 AE.

Persönliche Angelegenheiten verschiedener Familienmitglieder, Genealogie des Geschlechts, Familienkorrespondenz, Nachlaßinventare, Skizze der Satzung der Familienstiftung, Militärfragen, Lageskizzen des Gutes Pansin, aus den Jahren 1784–1902, 32 AE.

Fritzow und Raddack

Material über die Familie, über die Lehen Fritzow und Raddack, Rezesse, Auseinandersetzungen, aus den Jahren 1716–1866, 11 AE.

Andere Besitzungen

Dulzig, Görshagen, Krolow, Marsow, Peest, Reinwasser, Schlakow, Sellin, Vitzke und andere

Allgemeine Angelegenheiten, Verwaltung von Görshagen, Marsow, Schlakow und Vitzke, rechtliche Beziehungen zwischen diesen Gütern, Kaufverträge, Rechnungen für Fürsorgeleistungen, Separationsrezesse, Gütervermessungen, Kriegslasten, Abschriften von Urkunden über die Teilung des Besitzes, Hypotheken, Pachtverträge, Bau und Reparatur von Kirchen und Schulen, aus den Jahren 1611–1918, 56 AE.

Besitz Görshagen, Pachtverträge, Rezesse, Prozesse wegen Unterschlagung, Grenzregulierungen, Auseinandersetzungen zwischen Görshagen und Vitzke, Hypotheken, Bau und Reparatur von Wirtschaftsgebäuden in Görshagen und Marsow, aus den Jahren 1703–1874, 49 AE.

Besitz Marsow, Wegebau, Pachten, Separationen, Mühlen, Forstwesen, Hypotheken, aus den Jahren 1662–1897, 33 AE.

Besitz Schlakow, Baufragen, Pachten, Separationsrezesse, Hypotheken, aus den Jahren 1642–1874, 37 AE.

Besitz Vitzke, Pacht- und Verkaufsverträge, Grenzrezesse, Hypotheken, Fischfang im Vitzker See, damit zusammenhängende Auseinandersetzungen, aus den Jahren 1681–1885, 42 AE.

Besitz Krolow, Separationsrezesse, Pachtverträge, Verkaufsverträge, Mühlen und Schmiede, Torfgewinnung, Hypotheken, Kirchen- und Schulfragen, aus den Jahren 1784–1866, 66 AE.

Besitz Peest, Separationsrezesse, Pachtverträge, Meliorationen, Verpachtung der Schmiede, Kirchenfragen, aus den Jahren 1647–1877, 30 AE.

Reinwasser, Dulzig und Sellin, Briefe, Verordnungen, Quittungen, aus den Jahren 1775–1802, 3 AE.

Andere Besitzungen, Rezesse, Auseinandersetzungen um die Gutspacht in den Kreisen Schlawe, Stolp und Regenwalde, aus den Jahren 1809–1878, 8 AE.

Familien

Familie von Puttkamer, Urkunden über die Güter Görshagen, Schlakow, Marsow und Vitzke, Lehnsbriefe, Nachlaßinventar Adrian Ernst von Puttkamer, Materialien über Mitglieder der Familie Puttkamer: Ernst Friedrich Georg, Ernst Julius, Franz Friedrich, Franz Ludwig, Gerhard Bogislav, Joachim, Joachim Ernst, Jacob Franz, Karl Friedrich und Werner, Genealogie der Familie, Briefe, Arbeiten über die Familie, aus den Jahren 1631–1886, 90 AE.

Angelegenheiten verschiedener pommerscher Geschlechter, von Borcke, von Massow, von Jagow, von Mildenitz, von Mühlhein, von Zollenberg, Nachlässe, Prozesse, aus den Jahren 1626–1845, 28 AE.

Staat, Matrikel, Verordnung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm an die pommerschen Stände, Separationstabelle im Kreis Saatzig, aus den Jahren 1628–1877, 8 AE.

Kirche, Einkünfte der Schlawer Synode, Verordnung über den geistlichen Besitz, Bewertung eines Richterkandidaten, aus den Jahren 1740–1829, 3 AE.

Repertorien, Aktenverzeichnis, aus dem Jahre 1850, 1 AE.

Varia, Prozesse und Lehnsfragen der von Puttkamers, aus den Jahren 1714–1827, 2 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Geschichte des Geschlechts des Herren, Freiherren und Grafen von Puttkamer, hg. v. der Familien Genossenschaft, Berlin 1878–1880.

MSz

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554

0026 Familienarchiv von Zitzewitz-Muttrin (Rep. 38d, Archiwum rodu von Zitzewitz-Muttrin)

1580–1896; 75 AE, 0,75 lfm.

Das pommersche Geschlecht von Zitzewitz wird in den Urkunden seit dem 14. Jahrhundert erwähnt. Seine Vertreter übten Hof- und Landämter aus, so z. B. der Kanzler Jakob von Zitzewitz aus Muttrin (gest. 1572). Der Familie Zitzewitz gehörten zahlreiche Güter im Osten des Herzogtums Pommern. Eine Linie, die als die älteste gilt, besaß Ländereien im Kreis Stolp; aus einem Teil von ihnen wurde im 18. Jahrhundert das Seniorat in Muttrin gebildet. Ihm gehörten einige Dörfer und Vorwerke an. Die größten davon waren Dumröse, Sanskow sowie Turtzig im Kreis Rummelsburg. Diese Güter gehörten den von Zitzewitz meist bis 1945. In einem 1939 veröffentlichten Güterverzeichnis wird Friedrich Karl von Zitzewitz als Besitzer von Muttrin genannt, das insgesamt 1574 ha zählte.

Die ältesten Hinweise auf das Zitzewitz-Archiv stammen von der Wende zum 18. Jahrhundert. Sein Eigentümer war Rüdiger Otto von Zitzewitz (gest. 1714). Friedrich von Zitzewitz (1721–1781) vergrößerte das Archiv erheblich. Die Materialien derer von Zitzewitz wurden von Max Stojentin zwischen 1895 und 1900 geordnet, als er seine Arbeit Geschichte des Geschlechts von Zitzewitz vorbereitete. 1938 wurden die Archivalien aus Muttrin als Depositum ins Stettiner Archiv gegeben. 1942 und 1943 wurden sie wahrscheinlich nach Pansin und Endingen ausgelagert. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten lediglich rund 20 % des Bestands von 1938 nach Stettin zurück. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 38d Zitzewitz-Muttrin, 2,9 lfm., aus den Jahren 1642–1925.

Inhalt

Familienakten und alte Inventare, Repertorium der Akten und Urkunden, Briefe Jakob von Zitzewitz’, Gütergrenzen, Testamente, Inventare, Abkommen, aus den Jahren 1772–1789, 10 AE.

Grundbesitzakten, Gebäude in Sanskow, Pachten, Abgaben, Nachlässe, Korrespondenz, Grundakten, Auseinandersetzungen, Eigentumsverhältnisse in Turtzig, aus den Jahren 1601–1848, 21 AE.

Senioratsakten und Finanzen, Familienarchiv, Konstituierung des Vorstands eines Familienrats und dessen Entscheidungen, Hypotheken, Rechnungen des Seniorats, Quittungen, Korrespondenz über Pachtfragen, Pachtzinsen, aus den Jahren 1580–1896, 44 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

MSz

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555

0027 Familienarchiv von Zitzewitz-Zezenow (Rep. 38d, Archiwum rodu von Zitzewitz-Zezenow)

1510–1922; 178 AE, 1,8 lfm.

Im Jahre 1795 kaufte Kasper Wilhelm von Zitzewitz die Güter Zezenow und Dargeröse im Kreis Stolp. Beide Güter blieben bis 1945 in den Händen der Zitzewitz (letzter Besitzer: Wilhelm Siegfried von Zitzewitz).

Das Familienarchiv von Zitzewitz-Zezenow überdauerte den Zweiten Weltkrieg und wurde 1950 von Stolp nach Stettin gebracht. Es ist unbekannt, ob diese Akten irgendwann zuvor im Stettiner Archiv aufbewahrt worden waren. Bekannt ist nur ein Depositum von Archivalien der Familie Zitzewitz von 1940, doch ist schwer festzustellen, um welche Akten es sich dabei gehandelt hat.

Inhalt

Familiäre und persönliche Akten, familiäre Fragen, Korrespondenz, Eheurkunde des Jacob Ernst von Zitzewitz mit Henriette von Brosigschen, Immatrikulation des Heinrich von Zitzewitz an der Universität zu Berlin, Auszeichnungen, aus den Jahren 1755–1922, 5 AE.

Beteiligung am öffentlichen Leben und am Hofleben, Petition von Vertretern des Adels des Stolper Kreises an den preußischen Staatsminister (1848), Provinziallandtag, Verlobung Victoria Louises von Preußen mit Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg, aus den Jahren 1848–1913, 3 AE.

Eigentumstransaktionen, Eigentumstitel, Grenzfestlegung, Haus in Stolp, Kauf und Verkauf von Gütern, Lehnsbriefe, Güterinventare, Gut in Dargeröse, Hypothekenauszüge des Guts Zezenow, Kaufurkunde für das Gut Occalitz, Erbfragen, Schätzung des Guts Prebendow, Grenzregulierung, Prozeßfragen, aus den Jahren 1510–1902, 45 AE.

Regulierung des Eigentums zwischen Gut und Dorf, Regulierungen, Servituten, Hypotheken, Kauf von Bauernhöfen, Kauf- und Verkaufsverträge, aus den Jahren 1737–1868, 19 AE.

Gutsverwaltung, Pachtverträge, Prozesse, Gerichtsfragen, Baupläne für Wirtschaftsgebäude, Tierinventar, Meliorationsplan, Korrespondenz mit Pächtern, Pachtverträge, aus den Jahren 1633–1906, 19 AE.

Finanzen und Rechnungswesen des Guts, Obligationen, Ausgaben, Zahlungsaufforderungen, Rechnungen, Quittungen, Hypothekenschulden, Bankauszüge, aus den Jahren 1702–1918, 19 AE.

Patrimonialgerichtsbarkeit, Denkschrift über die Reform der Patrimonialgerichtsbarkeit, Gerichtsfragen, aus den Jahren 1735–1847, 16 AE.

Wege, Feuerschutz-, Sanitär-, Veterinär- und Jagdsachen, Bau und Reparatur von Wegen, Feuerversicherung, Feuerschutzversicherung Stolp, Haustierkrankheiten, Verordnungen über die Wolfsjagd, aus den Jahren 1633–1862, 9 AE.

Wahlen und Militaria, Verordnungen und Wahlordnung, Abgaben an die Armee, Bescheinigungen über die Befreiung vom Militärdienst, aus den Jahren 1766–1918, 10 AE.

Kirche, Pfarreien und Patronat, Visitationen, Rechnungen für den Bau der Kirche in Zitzewitz, Kirche in Zezenow, Instandhaltung der Gemeindegebäude, Verzeichnisse der Rückstände bei den Abgaben an die Kirche in Zezenow, Auseinandersetzungen zwischen der Dorfgemeinde und dem Gutsbesitzer, aus den Jahren 1565–1867, 33 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Stojentin, M.: Geschichte der Geschlechts von Zitzewitz, Stettin 1900.

Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern, Leipzig 1939.

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558

0012 Nachlaß Martin Wehrmann (Rep. 42, Spuścizna Martina Wehrmanna)

1880–1937; 159 AE, 2,55 lfm.

Martin Wehrmann wurde am 16.6.1861 in Stettin geboren. Nach dem Studium in Halle, Berlin und Göttingen übernahm er eine Lehrerstelle am Stettiner Mariengymnasium. 1886 wurde er zum Vorstandsmitglied der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde gewählt, eines Vereins, der sich um die Geschichte und Archäologie der Region verdient machte und 1824 vom Stettiner Oberpräsidenten Johann August Sack gegründet worden war. Zwischen 1887 und 1912 redigierte er gemeinsam mit Emil Walter das Jahrbuch der Gesellschaft, die „Baltischen Studien“; gleichzeitig war er Chefredakteur der Vereinseigenen „Monatsblätter der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde“. Außerdem wurde Wehrmann als eifriger Fürsprecher für die Einrichtung einer Historischen Kommission für Pommern bekannt, deren Ziel es vor allem war, die nichtstaatlichen Archivbestände zu inventarisieren und zu bearbeiten. Nach vielen Schwierigkeiten wurde diese Kommission 1910 von den Provinzialbehörden eingesetzt. Im April 1912 wurde Wehrmann als Gymnasialdirektor nach Greifenberg versetzt. Einige Jahre später, im Oktober 1921, wurde er Direktor des Gymnasiums in Stargard. 1926 ging er in den Ruhestand; er starb am 9.9.1937.

Martin Wehrmann gilt als einer der hervorragendsten Historiker Pommerns. Von Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere an verteidigte er die Wissenschaftlichkeit der Landesgeschichte und polemisierte gegen Universitätshistoriker, welche den Landeshistorikern vorwarfen, zu keinem umfassenden Blick in der Lage zu sein. Wehrmann aber war zutiefst von der Gleichrangigkeit von Landesgeschichte und allgemeiner Geschichte Deutschlands überzeugt. Dieser Überzeugung verlieh er in seinen wissenschaftlichen Werken Ausdruck, die für die Zeit zwischen 1886 und 1937 rund 950 Titel umfassen. Dieses Schaffen läßt sich in vier prinzipielle Gruppen unterteilen. Zur ersten gehören Synthesen zur allgemeinen Geschichte Pommerns (1904), zur Geschichte der Städte Stettin (1911), Greifenberg und des Greifenberger Landes (1921) sowie der Insel Rügen (1927). Eine zweite Gruppe besteht aus Arbeiten zur pommerschen Schulgeschichte, u. a. des Mariengymnasiums (1894) und seiner Bibliothek (1894). Zur dritten Gruppe gehören Veröffentlichungen zur Kirchengeschichte, der Wehrmann rund 180 größere oder kleinere Artikel und Miszellen widmete. Schon 1887 erschien seine umfangreiche Geschichte der Stettiner Kirche St. Jacob bis zur Reformation. Einige Jahre später legte er eine Arbeit zur Marienkirche vor (1891). Er schrieb auch zahlreiche Beiträge zum Bistum Cammin. Die letzte Werkgruppe Wehrmanns gilt der Geschichte des Greifenhauses. Hier ist von größeren Arbeiten die 1937 erschienene Genealogie der pommerschen Herzöge zu nennen sowie ein im selben Jahr publizierter Artikel über die Herzogsgräber.

Der größere Teil der Handschriften Martin Wehrmanns wurde aufgrund seines Testaments der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde übergeben, während ein Teil der Materialien – seine Karteikarten mit der Regestensammlung – in den Jahren 1938 und 1939 direkt an das Statsarchiv Stettin überwiesen wurde. Insgesamt zählte die Sammlung Wehrmann 1939 259 AE (Rep. 38f). Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Sammlung wahrscheinlich nach Pansin ausgelagert. Nach dem Krieg kehrte nur ein Teil des Nachlasses Wehrmann ins Archiv zurück.

Inhalt

Allgemeine Geschichte und Quellen zur Geschichte Pommerns, allgemeine Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Geschichte Pommerns: Mittelalter – Chroniken, Neuzeit, Beschreibung der Reise von Ludwiga Gonzaga, Königin von Polen, durch Pommern (1646), Karl XII., Friedrich II., 18 AE.

Geschichte der französischen Besatzung im 19. Jahrhundert, preußische Militärreformen, Pommern zur napoleonischen Zeit, Blücher in Pommern, Materialien zur Geschichte der Niederlande und Englands, 9 AE.

Das pommersche Herrscherhaus, Genealogie und Chronologie des Greifenhauses, Literatur und Quellen zum pommerschen Herrscherhaus, Regesten von Urkunden des 14. Jahrhunderts, Reisen der pommerschen Herzöge, die Herzöge auf den Universitäten, Hofordnungen, Bestattungsplätze der pommerschen Herrscher, 14 AE.

Einzelne pommersche Herzöge, Bogislav X., Quellen und Literatur, Außenpolitik, Kirche, Städte und Handel, Verwaltung, Gerichtswesen, Stände, Reise des Herzogs nach Palästina und Rom, Philip Julius, Reise des Herzogs 1602 nach Italien, 9 AE.

Kirchengeschichte, Inventare der pommerschen Klöster, Pilgerfahrten, wiederholte Taufen, 4 AE.

Bistum Cammin, Materialien zur Geschichte des Bistums, Synoden des Camminer Domkapitels, Geschichte einzelner Bischöfe, Kanoniker, Archidiakone von Cammin, 9 AE.

Reformation, die pommersche Kirche vor der Reformation, Geschichte der Reformation, Johann Bugenhagen, die Reformation in Stettin, Kolberg und Stolp, 11 AE.

Materialien zur Geschichte einzelner Lande und Ortschaften, Freienwalde, Rügen, Stralsund und Zachan, 4 AE.

Materialien zur Geschichte des Kreises Greifenberg, Kirchen und Ortschaften, 5 AE.

Materialien zur Geschichte des Kreises Stargard, Kirchen und Ortschaften, 2 AE.

Allgemeine Materialien zu pommerschen Städten, die Städte im Mittelalter, mittelalterliche Wehrmauern, Stadtansichten, Gilden, 8 AE.

Materialien zur Geschichte von Stargard, Geschichte der Stadt (allgemein), Geschichte zwischen 1535 und 1636, Geistesleben, Daniel Hebron, Peter Groening (Gründer des Gymnasiums), 10 AE.

Materialien zur Geschichte von Stettin, Verfassung und Verwaltung im 15. Jahrhundert, Stadtansichten und -pläne, Schloß und Schloßkirche, Stettiner Kirchen: St. Marien, St. Georg, St. Gertrude, St. Jacob, St. Peter und Paul, der Stettiner Handel, Familie Loitz, Seemannshaus, Handelskrieg zwischen Stettin und Frankfurt/Oder, die Stettiner Schiffahrt, Industrie und Handwerk, Jageteuffel-Kolleg, Pädagogium, französische Besatzung, Belagerung der Stadt (1813), Polizei, Kirchenbücher, 34 AE.

Materialien zur Kunstgeschichte, Büßerkreuze, pommersche Gobelins, 2 AE.

Zeitschriften, Stettiner Zeitungen, 1 AE.

Persönlichkeiten, David Herlicius, 1 AE.

Archivalische Hilfsmittel und Bibliographien, Materialien über Archive, Verzeichnis der alten Drucke in der Stadtbibliothek, 3 AE.

Verschiedene Sammlungen, Landwirtschaft und Siedlungswesen in Pommern, Ärzte und Apotheken, Juden, die niederdeutsche Sprache, regionale Literatur, Geschichte des Kreises Cammin, 15 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch; Engel, F.: Rep. 38f Wehrmann (Inventar der Sammlung M. Wehrmann).

Literatur

Belleé, H.: Die Arbeiten Martin Wehrmanns in zeitlicher Folge, in: BSt NF, Bd. 33 (1931).

Braun, W.: Die Arbeiten Martin Wehrmanns der Jahre 1931 bis 1936 in zeitlicher Folge, in: BSt NF, Bd. 38 (1936).

Kausche, D.: Gedenkworte zum 100. Geburtstag Martin Wehrmanns, in: BSt NF, Bd. 48 (1961).

Randt, E.: Martin Wehrmann als Geschichtsforscher Pommerns, in: Pommersche Heimatpflege 2 (1931), H. 2.

Unterstell, R.: Martin Wehrmann (1861–1937) als Historiograph Pommerns, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 44 (1995).

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561

0011 Loepersche Sammlung (Rep. 38f, Zbiór Samuela Gottlieba Loepera)

[1128] 1606–1790; 182 AE, 12 lfm.

Der Kösliner Gerichtsbeamte Samuel Gottlieb Loeper (1712–1778) hatte breite wissenschaftliche Interessen und sammelte viel. Er hatte von seinem Vater Johann Loeper eine Sammlung von Manuskripten und alten Drucken geerbt, die er erheblich vergrößerte. Nach Samuel Gottliebs Tod kam die Sammlung an dessen Cousin. 1828 traten dessen Erben Johann Georg und Johann Ludwig Loeper an die Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde heran, um die Archivalien ordnen zu lassen. Die Arbeit kam nur langsam voran; 1834 übergaben die Brüder Loeper den Nachlaß ihres Großvaters der Gesellschaft als Depositum; sie bestand aus Manuskripten sowie rund tausend Drucken, Karten, Graphiken und Bildern. Die Sammlung enthielt viel Quellenmaterial zur Geschichte Pommerns, u. a. Handschriften Thomas Kantzows und den Codex Friedrich Dregers. Dem am 3.8.1834 zwischen den Spendern und der Gesellschaft geschlossenen Vertrag zufolge sollte der Nachlaß Loeper im Falle einer Auflösung der Gesellschaft oder bei einer Verlegung ihres Sitzes aus Stettin in eine andere Stadt in das Eigentum des Mariengymnasiums übergehen. Dem Vertrag wurde in drei Abschriften ein Verzeichnis der Gegenstände beigefügt. Eine Kopie wurde in den Akten der Gesellschaft aufbewahrt, eine zweite im Gymnasium, eine dritte am Wohnort eines der Brüder Loeper, in Meesow, Kreis Regenwalde. Bald stellte sich heraus, daß das Depositum der Gesellschaft nicht aus der gesamten Sammlung bestand. 1836 wurde im Berliner Antiquariat Friedländler ein Pergamentmeßbuch zum Verkauf angeboten, das von Loeper signiert worden war. Der preußische Thronfolger Prinz Friedrich Wilhelm kaufte es und übergab es der historischen Gesellschaft zu Stettin.

Nach 1855 nahm auf Anordnung des preußischen Premierministers Otto von Manteuffel das Provinzialarchiv Stettin den Akten- und Bibliotheksbestand der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde unter seine Obhut, darunter auch die Sammlung Loeper. Bei den Ordnungsarbeiten wurden die Handschriften aus dem Bestand ausgegliedert und aus ihnen die „Sammlung Samuel Gottlieb Loeper“ geschaffen (Rep. 38f), während die Bücher an die Bibliothek gingen, die Karten an die kartographische Abteilung. 1942 wurde bei der Auslagerung des Stettiner Archivs die Sammlung Loeper nach Martenthin, Kreis Friedeberg, gebracht, anschließend dann ins westliche Deutschland. Erst 1948 wurde sie von den englischen Besatzungsbehörden nach Stettin zurückgegeben.

Inhalt

Verschiedene Schriftstücke, Repertorien der alten Archive (ab 1128) – abgeschrieben und geordnet von Friedrich Dreger, Registratur des Familienarchivs Eberstein, Informationen über die von Emmanuel Wendtland gesammelten Urkunden, aus dem 17. und 18. Jahrhundert.,18 AE.

Natur, Manuskript Dregers, von Elihard Lubinus angefertigte Beschreibung Pommerns, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, 1 AE.

Ethnographie, Geographie, Topographie und Statistik, Beschreibung Pommerns von M. Adam Gerschorium aus Danzig, aus dem Jahre 1670, 1 AE.

Geschichte Pommerns, Handschrift der Kantzow-Chronik, Genealogie pommerscher Geschlechter, biographische Daten der pommerschen Herzöge, Beschreibung der Kirchen in der Superintendantur Wolgast, Adelssiegel und -wappen, Matrikel der Herzöge von Rügen für die Jahre 1257–1326, bearbeitet von Dreger, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 32 AE.

Länder und Ereignisse, Abschriften von Urkunden aus den Jahren 1390–1742 über die Beziehungen Pommerns zu Polen, Dänemark, Schweden, Brandenburg, Mecklenburg und Sizilien, Beziehungen der pommerschen Herrscher zu Kaiser Karl V., Dokumente aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, Kapitulation Bogislavs XIV. vor den Schweden, Frieden von Osnabrück, Bestätigung der Ständeprivilegien durch die Kurfürsten von Brandenburg, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 20 AE.

Verfassung und Verwaltung, Ordnungen, Privilegien, Einberufung der Landtage, Beschlüsse, Resolutionen der Städte, Verordnungen der schwedischen Behörden in Pommern, Satzungen, Zölle, Akzise, Matrikel, Hufentabelle für einzelne pommersche Kreise, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 40 AE.

Herzogliches Haus, Genealogie der pommerschen Herzöge und Bischöfe von Cammin, Erläuterungen zu den pommerschen Wappen, Teilung des Herzogtums, Erbverträge, Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen, Tod der Kaiser Leopold und Josef I., aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 4 AE.

Adelsstand, Geschichte des adligen Standes, pommersche Lehnsfragen, Mecklenburgisches Lehnsrecht, Lehnsverfassung von 1569, Steuern, Güterschätzungen, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 11 AE.

Städte, Geschichte pommerscher Städte: Bärwalde, Demmin, Daber, Greifswald, Greifenhagen, Kolberg, Köslin, Rummelsburg, Pollnow, Pyritz, Stolp, Stargard, Stettin und Schivelbein, Abschriften von Lokationsurkunden und Privilegien, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 19 AE.

Adels- und Bürgergeschlechter, Genealogie von Familien, Lehnsbriefe, Pfarrer aus Kolberg, Nachlaß Johann Mikraelius, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 7 AE.

Recht, Gewohnheitsrecht, slawisches Recht, das Recht einzelner Städte, Klöster und Kapiteln, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, 4 AE.

Kirche, Geschichte der Kirche in Pommern in allgemeiner Beziehung, Statuten des Camminer Domkapitels, Matrikel von Kolbatz, Matrikel der Kollegiatskirche von Kolberg (Abschriften F. Dregers), Klostermatrikel (Abschriften F. Dregers), Schulakten, aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, 10 AE.

Varia, Katalog der Brüggemann-Bibliothek (später General-Landschafts-Bibliothek), Juristisches, Verordnungen von 1529 bis 1712, Edikte, herzogliche und königliche Privilegien, Instruktionen für Beamte, Erläuterungen und Rechtsprechung höherer Instanzen, Rechtsprechung über Soldaten, Beschlüsse des Stettiner Landtags, Kirchen- und Schulfragen, Abkommen zwischen Schweden und Preußen über die Küstenschiffahrt (1723), aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, 14 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Turek-Kwiatkowska, L.: Z dziejów służby archiwalnej. Archiwa na Pomorzu Zachodnim w latach 1808–1914 [Aus der Geschichte des Archivdienstes. Die Archive in Pommern zwischen 1808 und 1914], Warszawa 1968.

Stelmach, M.: Losy archiwaliów szczecińskich w okresie II wojny światowej [Das Schicksal der Stettiner Archivalien während des Zweiten Weltkriegs], SIA, Nr. 9 (1995).

Szukała, M.: Działalność Towarzystwa Historii Pomorza i Starożytności w dobie tworzenia niemieckiej jedności państwowej (do 1871 r.) [Die Aktivitäten der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde während der staatlichen Einigung Deutschlands], in: PZP 43 (1999), H. 3.

MSz

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Stand: 30.11.2004

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