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BKGE

Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Band 89, 2022

Annelies Augustyns
Städtische Erfahrung in deutsch-jüdischen Selbstzeugnissen aus Breslau im 'Dritten Reich'

Deutsch-jüdische Selbstzeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus in Breslau zeigen, dass Räumlichkeit nicht nur als neutraler Rahmen interpretiert werden kann: Die Beziehung zwischen ‚Ariern' und ‚Juden' war im ‚Dritten Reich' im und durch den Raum strukturiert. Die Erfahrung der Einengung durch raumpolitische Eingriffe bis hin zur Zerstörung der jüdischen Gemeinschaft Breslaus und deren Wiedergabe im autobiographischen Narrativ stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. In Breslau lebte damals die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Bisher aus literaturwissenschaftlicher Perspektive wenig beachtete Breslauer Tagebücher und autobiographische Aufzeichnungen bieten wichtige Einblicke in den Zusammenhang zwischen nationalsozialistischer Raumnutzung und Ausgrenzung von ‚Gemeinschaftsfremden'.

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