Laufende Projekte

Oldenburg und Russland

Russland und das Haus Oldenburg (18.-19. Jahrhundert)

Peter von Oldenburg

Zwischen dem Hause Holstein-Gottorf-Oldenburg und der russischen Zarenfamilie bestanden seit der zweiten Hälfte des 18. und im 19. Jahrhundert sehr enge dynastische Beziehungen. Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg hielt sich zu zwei längeren Aufenthalten in Russland auf (1773-1774, 1811-1813). Seine Ehefrau aus dem Hause Württemberg war die Schwester der russischen Kaiserin Maria Fedorovna. Peter Friedrich Ludwigs Sohn, Georg von Oldenburg, heiratete 1809 die russische Großfürstin Katharina Pavlovna. Der aus der Ehe hervorgegangene Sohn Prinz Peter von Oldenburg begründete die sog. russische Linie der Oldenburger.

In Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (LMO) entsteht ein wissenschaftlicher Begleitband zur Ausstellung des LMO „Die vier Unvergesslichen. Das Zarenhaus und der Oldenburger Hof in der Zeit von Lavater und Tischbein", die im Oktober 2020 im Prinzenpalais in Oldenburg eröffnet werden soll. Der Sammelband wird im Herbst 2020 in der BKGE-Schriftenreihe erscheinen und die vielfältigen Verflechtungen der Adelsgeschlechter der Oldenburger, Württemberger und Romanovs im 18. und 19. Jahrhundert am Beispiel Herzog Peter Friedrich Ludwigs von Oldenburg und seiner Nachkommen sowie der Kaiserin von Russland, Maria Fedorovna, und der Großfürstin Ekaterina Pavlovna thematisieren. Darüber hinaus spielen der Austausch dieser Personen mit Johann Caspar Lavater und die von ihm für Maria Fedorovna angefertigten physiognomischen Porträts, die erstmalig auf der Ausstellung in Oldenburg im Herbst 2020 gezeigt werden, eine wichtige Rolle.

Foto: Rudolph Suhrlandt: Porträt des Prinzen Peter von Oldenburg (1812-1881), 1827. Landesmuseum Oldenburg.

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