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Bestände in der Region "Sathmar"

6 Bestände:
Bundesarchiv Lastenausgleichsarchiv

Berichte über die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der deutschen Minderheiten in Südosteuropa 1918-1945.

Regionen: Banat, Batschka, Rumänien, Sathmar, Siebenbürgen, Slawonien, Slowakei, Syrmien, Ungarn

Signatur: Ost-Dok 16

Art: Situations- und Sachberichte (Umfang: ca. 590 Berichte)

Laufzeit: 1918-1945

Findmittel: Findbuch

Entstehung: Die Berichte entstanden als Dokumentation durch die Baltische Historische Kommission im Auftrag des Bundesarchivs.

Entstehungszeit: 1957-1964; 1969-1970

Themen: Themen sind die politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verhältnisse der deutschen Minderheiten, ihr Verhältnis zu den Staatsvölkern und politischen Minderheitsbewegungen sowie ihre Stellung während des Zweiten Weltkriegs.

Sonstiges/Beschreibung: Die Sammlung umfasst rund 590 Berichte und sonstige Unterlagen von Angehörigen der deutschen Minderheiten im ehem. Jugoslawien, Rumänien, Ungarn und der Slowakei. Die 1957-64 entstandene Sammlung wurde 1969/70 gezielt um 20 Berichte über Siebenbürgen ergänzt. Nicht berücksichtigt wurden die mehrheitlich zwangsumgesiedelten Gruppen aus der Dobrudscha, der Bukowina und Bessarabien. Die Situations- und Sachberichte stammen überwiegend von Personen des öffentlichen Lebens, von Lehrern, Geistlichen, Angehörigen freier Berufe; die Mehrzahl (428 Berichte) bezieht sich auf Siedlungsgebiete des ehem. Jugoslawiens, die übrigen entfallen mehrheitlich auf Rumänien, nur eine geringe Zahl bezieht sich auf Ungarn bzw. die Slowakei.

Bemerkungen: -

Literatur aus dem Bestand
  • Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa. In Verbindung mit Werner Conze [ab Bd. III], Adolf Diestelkamp [bis Bd. II], Rudolf Laun, Peter Rassow und Hans Rothfels bearbeitet von Theodor Schieder. Hrsg. vom Bundesministerium für Vertriebene und Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Bonn 1953-1962, Neudruck München 1984. Bd. I, 1-2: Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße, Bonn 1953, Bd. I, 3: Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße. Polnische Gesetze und Verordnungen 1944-1955, Bonn 1960.
Literatur zum Bestand
  • Das Bundesarchiv und seine Bestände. 3. Aufl. Boppard 1977 (Schriften des Bundesarchivs 10), S. 716.

Donauschwäbisches Zentralmuseum

Biographische Dokumente

Regionen: Banat, Batschka, Donaugebiet, Sathmar, Siebenbürgen, Ungarn

Signatur: -

Art: Tagebücher, Lebenserinnerungen, Briefe, Familiengeschichten, Ton- und Filmaufnahmen.

Laufzeit: -

Findmittel: interne Dokumentation

Entstehung: Die Dokumente stammen aus unterschiedlichen Entstehungszusammenhängen. Meist gelangten sie in Schenkungen o. Nachlässen von Privatpersonen ins DZM. Einige Interviews wurden von Mitarbeitern des Museums durchgeführt.

Entstehungszeit: -

Themen: Die verschiedenen persönlichen Aufzeichnungen und Dokumente erfassen ein breites Spektrum von Alltagsleben, traditionellen Bräuchen, Liedern und Gebeten, Familiengeschichten, Erlebnisse von Deportation, Flucht, Internierung und Zwangsarbeit, Ankunft und Neubeginn in Deutschland. Des weiteren Aussagen über Objekte, die dem Museum übergeben wurden und als Erinnerungsträger fungieren, sowie zum Heimatverständnis.

Sonstiges/Beschreibung: Jeweils einzelne bzw. mehrere Dokumente in verschiedenen Konvoluten.

Bemerkungen: Wegen der geringen Anzahl einzelner Objekte werden die verschiedenen Bestände hier zusammenfassend beschrieben.


Institut für Volkskunde der Deutschen im östlichen Europa (vorm.: Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde)

Einsendungsarchiv

Regionen: Baltikum, Banat, Batschka, Bessarabien, Böhmen, Bukowina, Dobrudscha, Gottschee, Karpatenukraine, Krim, Mähren, Niederschlesien, Oberschlesien, Ostpreußen, Polen (Wartheland), Pommern, Sathmar, Siebenbürgen, Slawonien, Slowakei, Ungarn, Westpreußen, Wolhynien

Signatur: E

Art: Erlebnisberichte, Liederbücher, Familiengeschichten, Familiendokumente u.a. (Umfang: ca. 3000 Dokumente)

Laufzeit: -

Findmittel: Datenbank im Aufbau

Entstehung: Johannes Künzig startete 1951 und 1956 Aufrufe in Heimatblättern, volkskundliche Überlieferungen von Heimatvertriebenen an die damalige Zentralstelle für Volkskunde der Heimatvertriebenen zu übersenden. Gesammelt werden sollten Schilderungen des heimatlichen Lebens, der Ausweisung, der Flucht und der Schicksale im Westen, Berichte zum Jahres-, Lebens- und Berufsbrauchtum, religiösem Brauchtum, Tracht und Volkskunst, Volkslieder, -musik, Kinderreime und -spiele, alte Volksschauspiele, -erzählungen, Volks- und Aberglaube, Volksmedizin, Wetterkunde (Wetterregeln), Rätsel, Sprichwörter, Ortsneckereien, Volkssprache, landschaftseigene Namengebung, Hausnamen, Personen-, Tier- und Pflanzennamen und Bilder/Fotografien.

Entstehungszeit: ab 1950 fortlaufend

Themen: Alltagsleben, Familie, Arbeit, Bräuche, Lieder, Flucht, Vertreibung, Aussiedlung, Ankunft in Westdeutschland.

Sonstiges/Beschreibung: Das Archiv der Einsendungen des Johannes-Künzig-Instituts umfasst neben Sammlungen von Liederbüchern, Zeitungsartikeln, Broschüren, Familiendokumenten, Fragebögen etc. zahlreiche Zeitzeugenberichte in Form von Erlebnisberichten und Berichten über lokale und regionale Besonderheiten, insbesondere von Vertriebenen, die von der alten Heimat erzählen.

Bemerkungen: Interessenten können gerne eine Anfrage per E-Mail schicken. Vor einem persönlichen Besuch sollte man sich mit dem Institut in Verbindung setzen und einen Besuchstermin vereinbaren.

Literatur zum Bestand
  • Johannes Künzig: Die Ostdeutschen in ihrer alten und neuen Umwelt – Aus der Arbeit der Zentralstelle für Volkskunde der Heimatvertriebenen bis Ostern 1956, in: Jahrbuch für Volkskunde der Heimatvertriebenen, 2 (1956), S. 170.

Sammlung Frauennachlässe, Institut für Geschichte der Universität Wien

Sammlung Frauennachlässe

Regionen: Böhmen und Mähren (Sudeten), Donaugebiet, Galizien, Polen, Sathmar, Siebenbürgen, Tschechoslowakei, Ungarn

Signatur: NL

Art: Vor- und Nachlässe bestehend aus versch. Dokumenten wie Erinnerungen, Tagebüchern, Briefen, Fotografien u.a. (Umfang: ca. 80)

Laufzeit: 19. und 20. Jahrhundert

Findmittel: Bestandsverzeichnis-Katalog

Entstehung: Die Idee zu einer Sammlung von Frauennachlässen entstand im Zuge der Quellensuche für die Ausstellung "Wer wählt, gewinnt? 70 Jahre Frauenwahlrecht" im Jahre 1989, die Gründung erfolgte 1991.

Entstehungszeit: seit 1991

Themen: Alltag, Familie, Ehe, Ausbildung/Studium, Beruf, Haushalt, Kindheit, Jugend, Krieg, Emigration, Flucht, Aussiedlung u.a.

Sonstiges/Beschreibung: Aktuell (Herbst 2012) umfasst das Archiv in exakt 200 aufgearbeiteten Beständen die Nach- und Vorlässe von 330 Personen (301 Frauen, 29 Männer) sowie den Nachlass des sozialen Vereins Wiener Settlement.

Bemerkungen: Der Bestand wird durch neue Übergaben oder durch Nachträge zu bereits übernommenen Vor- und Nachlässen ständig erweitert. Filmische Dokumentation der Sammlung unter: http://vimeo.com/115163526 [Dauer 20 min.]


Institut für Volkskunde der Deutschen im östlichen Europa (vorm.: Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde)

Tonarchiv

Regionen: Banat, Batschka, Bessarabien, Böhmen, Bosnien, Bukowina, Bulgarien, Dobrudscha, Donaugebiet, Egerland, Galizien, Gottschee, Karpatenukraine, Karpathengebiet, Mähren, Ostpreußen, Pommern, Russland, Sathmar, Schlesien, Siebenbürgen, Slawonien, Slowakei, Syrmien, Transdanubien-Schwäbische Türkei, Ungarn, Westpreußen, Wolga--Schwarzmeergebiet

Signatur: -

Art: digitalisierte Tonbandaufnahmen (Umfang: 1.100 Tonbänder (ca. 9.700 Audiofiles; 33.800 Min.))

Laufzeit: -

Findmittel: Regesten der Titelzeilen der Audiofiles, ab 2012 Datenbank (Volltextsuche)

Entstehung: -

Entstehungszeit: 1951-1998 (Schwerpunktmäßig bis Mitte 1960er)

Themen: Im Zentrum der Aufnahmen standen Lied- und Erzählgut; es gibt jedoch zahlreiche Äußerungen zu Alltagsleben und Bräuchen der alten Heimat sowie zu Flucht, Vertreibung, Aussiedlung, Umsiedlung, Integration.

Sonstiges/Beschreibung: Die Tonaufnahmen wurden mit Heimatvertriebenen aus zahlreichen ehem. deutschen Reichs- und Siedlungsgebieten gemacht. Zu jeder Tonaufnahme gibt es eine Regeste, die die Hauptthemen des jeweiligen Gesprächs nennt und kurze Inhaltsangaben vermittelt. Zu vielen Bändern existieren auch eine Gewährsleutekartei und sog. Erfassungsbögen, auf denen die Gewährsperson nach der Angabe ihrer persönlichen Daten auch über Flucht und Vertreibung (Weg, Lageraufenthalte usw.) berichten sollte. Fotos der Gewährsleute, bisweilen auch während der Tonbandaufnahmen angefertigt, und die gesammelte Gewährsleute-Korrespondenz stellen eine wichtige Ergänzung des auf den Bändern zu Hörenden dar.

Bemerkungen: Interessenten können ihre Anfragen per E-Mail schicken. Vor einem persönlichen Besuch sollte man sich mit dem Institut in Verbindung setzen und einen Besuchstermin vereinbaren.

Literatur aus dem Bestand
  • Aus dem Volksleben des slawoniendeutschen Dorfes Sarwasch. Authentische Tonaufnahmen 1954-1972 von Johannes Künzig und Waltraut Werner, Freiburg o.J.
  • Gottfried Habenicht: Leid im Lied. Südost- und ostdeutsche Lagerlieder und Lieder von Flucht, Vertreibung und Verschleppung. Freiburg 1996, 472 S.
  • Gottfried Habenicht: Wolgadeutsche Lieder aus Argentinien. Die Aufzeichnungen Thomas Kopps in der Kolonie Santa Teresa. Freiburg 1993, 104 S.
  • Von Weihnachten bis Dreikönig. Authentische Tonaufnahmen 1953-1969 von Johannes Künzig und Waltraut Werner. Freiburg o.J.
Literatur zum Bestand
  • Elisabeth Fendl: Der karpatendeutsche Bestand im Tonarchiv des Johannes-Künzig-Instituts in Freiburg. In: Karpaten Jahrbuch 2006. Stuttgart 2005, S. 138-147.
  • Elisabeth Fendl: Materialien zur „Egerländer Volksmusik“ im Johannes-Künzig-Institut in Freiburg. Teil 1. In: Sänger- und Musikantenzeitung. Zweimonatsschrift für Volksmusik. Jg. 45, Heft 1 (Januar/Februar 2002), S. 32-35. Teil 2. In: Sänger- und Musikantenzeitung. Jg. 45, Heft 2 (März/April 2002), S. 99-101.
  • Elisabeth Fendl: „Ehe sie verklingen“ – Johannes Künzig und sein Tonarchiv (in Vorbereitung)
  • Johannes Künzig: Elfhundert Tonbänder dokumentieren deutsches und europäisches Schicksal. Das Volkskunde-Archiv des Instituts für ostdeutsche Volkskunde in Freiburg. Der gemeinsame Weg. 2. Jg. (1976), Heft 2, S. 21-23, S. 22.

Donauschwäbisches Zentralmuseum

Zeitzeugenbefragung

Regionen: Banat, Batschka, Donaugebiet, Sathmar, Ungarn

Signatur: -

Art: Fragebögen (Umfang: 52)

Laufzeit: -

Findmittel: interne Dokumentation

Entstehung: Zur Vorbereitung der Ausstellung "Heimat im Koffer" (2007) wurden Zeitzeugen mittels eines Fragebogens schriftlich befragt.

Entstehungszeit: 2007

Themen: Aufbruch vom Heimatort, Fluchtgepäck, Erinnerungsstücke und ihre Abgabe ins Museum.

Sonstiges/Beschreibung: -

Bemerkungen: -

Literatur aus dem Bestand
  • Henrike Hampe (Hg.): Heimat im Koffer. Flüchtlinge und Vertriebene aus Südosteuropa im Nachkriegsdeutschland. Begleitheft zur Ausstellung im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, 30.4.-5.10.2008. Ulm [2008]
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
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