Lexika und Dokumentationen

Erinnerungen [Estland, Lettland 1917-1919]

Erinnerungen [Estland, Lettland 1917-1919]

Autor: H. v. A., geb. um 1897

Quellenbeschreibung: Autobiographischer Bericht, maschinenschriftliches Transkript, 53 Blatt

Entstehungszeit: 1947

Entstehungszusammenhang: Die Transkription des nicht vorliegenden Originals erfolgte durch eine mit "A.F." gekennzeichnete Person.

Entstehungsort: Westdeutschland

Zeitraum der Schilderung: 1917-1919

Personen: Harold Alexander (1891-1969), britischer Offizier, 1919 Kommandeur der Baltischen Landeswehr, 1944 Feldmarschall, 1946-1952 Generalgouverneur in Kanada, 1952-1954 Verteidigungsminister Großbritanniens; Pawel Michailowitsch Bermondt-Awaloff (1877-1974), russischer Offizier, 1919 Kommandeur der im Baltikum operierenden Westrussischen Befreiungsarmee[1]; Alfred Fletcher (1875-1959), Kommandeur der Baltischen Landeswehr und Politiker; Hans Baron Manteuffel-Szoege (1894-1919), Kreismarschall in Kurland, Offizier der Baltischen Landeswehr; Horst von Petersdorff (1892-1962), Freikorpsführer; Kārlis Ulmanis (1877-1942), 1918-1921, 1925-1926, 1931 und 1934-1940 lettischer Minister- und Staatspräsident

Schlagworte: Adel, Enteignung von Deutschen, Flucht im Ersten Weltkrieg, Freikorps, Revolution in Russland, Soldaten

Geographische Schlagworte: Lauenhof, Livland, Petersburg, Dorpat, Riga, Tuckum

Konkordanz: Lauenhof→Lõve, Estland; Petersburg → Са́нкт-Петербу́рг, Sankt Petersburg, Russland; Dorpat→ Tartu, Estland; Tuckum → Tuckums, Lettland

Fundort: Herder-Institut Marburg, Dokumentensammlung, Signatur: DSHI 140 Balt 491,9, Blatt 1-53, http://www.bkge.de/Projekte/Zeitzeugenberichte/Repertorium/Institutionen/3617-Herder-Institut-e.V..html;

Editionsmodus: Vollständiges Digitalisat

Inhalt:

Der Autor berichtet, wie er 1917 die russische Februar- und die Oktoberrevolution im Baltikum erlebte. Ausführlich schildert er seine Zeit als Angehöriger der Baltischen Landeswehr, für die er nach dem Ende des Ersten Weltkriegs an zahlreichen Kämpfen teilnahm.

Einordnung/Kommentar:

Der Bericht gleicht stilistisch in vielen Facetten weiten Teilen der Erinnerungsliteratur zum Ersten Weltkrieg und zu den Freikorpskämpfen in der Nachkriegszeit. Dies gilt insbesondere für die durchgängige Charakterisierung der Gegner als minderwertige Menschen. [2] Ebenso verbreitet ist es, das eigene Vorgehen als besonders klug und listig zu bezeichnen, ähnliches Verhalten der Gegner aber als hinterlistig und feige. Den Abenteuercharakter der militärischen Unternehmungen streicht er jedoch weniger stark heraus als andere Autoren, auch wenn seine Wortwahl oft ähnlich ist. Auf die häufig anzutreffende detaillierte Beschreibung schwerer Verletzungen[3] verzichtet er dagegen fast vollständig. Ihn leitet weniger eine voyeuristische Lust an der Darstellung grauenhafter Kriegserlebnisse als vielmehr die Absicht, die Kämpfe um die zukünftige politische Gestalt des Baltikums und seinen eigenen Beitrag dazu zu schildern.

Die geschilderten Kämpfe waren der Endpunkt politischer und gesellschaftlicher Umbrüche, welche die aus dem Mittelalter überkommene politisch-gesellschaftliche Ordnung des Baltikums tiefgreifend veränderten. In den baltischen Provinzen des Zarenreiches hatten es deutschbaltische Adelsfamilien wie die von A.s verstanden, ihre frühneuzeitlichen Privilegien in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zu retten und die Region politisch und kulturell zu dominieren. Diese Position der kleinen Minderheit erschien angesichts der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Modernisierungen des 19. Jahrhunderts am Vorabend des Ersten Weltkriegs nicht mehr zeitgemäß. Deshalb versuchten bereits während der Revolution 1905 nationalistische und sozialistische Gruppen, die Vorherrschaft der Deutschbalten zu beenden. Diese Bestrebungen wurden von der zaristischen Regierung gewaltsam niedergeschlagen. In der Februarrevolution 1917 flammten sie wieder auf.[4] Die Revolution war unter anderem wegen des für Russland sehr ungünstig verlaufenden Ersten Weltkriegs ausgebrochen. Auch die Quelle lässt erkennen, wie negativ dieser Krieg die Stimmung beeinflusste - Herr von A. wollte, obwohl er dem Soldatenberuf nicht grundsätzlich abgeneigt war, auf jeden Fall vermeiden, zum russischen Militär eingezogen zu werden. Seine Loyalität zum Russischen Reich war wie bei der Mehrheit der Deutschbalten durch den Generalverdacht, dem sich die meisten Deutschen in Russland ausgesetzt sahen, nämlich feindliche Kollaborateure zu sein, schwer beschädigt worden.[5]

Die Ursachen der Februar- und der Oktoberrevolution interessieren den Autor nicht, für die Forderungen der Letten zeigt er kein Verständnis. Damit steht er unter den deutschbaltischen Adligen nicht allein.[6] Für ihn sind alle Revolutionäre gefährliche Aufrührer, gegen die es sich zu verteidigen gilt. Aus der Rückschau unterscheidet er die verschiedenen Gruppen nicht, sondern ordnet alle als Bolschewisten ein. Die militärischen Ereignisse beschreibt er jedoch relativ genau, als gut vernetzter Angehöriger des deutschbaltischen Adels und als (Unter-)Offizier der Landeswehr ist er gut informiert. Die von ihm erwähnte Petition, mit der die deutschbaltische Ritterschaft, die Standesvertretung des deutschestnischen Adels, Ende Januar 1918 beim deutschen Oberkommando Unterstützung suchte und sich von Sowjetrussland lossagte, entstand in einer Art Schattenkabinett in Dorpat[7], in dessen Umkreis sich Herr von A. bewegte. Der sowjetischen Reaktion auf diesen Akt, der Deportation von circa 500 deutschbaltischen Adligen nach Sibirien[8], entging Herr von A. nur durch die von ihm geschilderte abenteuerliche Flucht. Der kurz darauf erfolgte Einmarsch der deutschen Truppen und der Friede von Brest-Litowsk vom 3. März 1918 veränderten die Lage im Sinne der Deutschbalten, die Deportierten durften zurückkehren.[9] Nicht wenige junge Deutschbalten folgten nun wie Herr von A. den deutschen Aufrufen, sich deutschen Einheiten anzuschließen - mit Russland verband sie nichts mehr.[10]

Mit der Niederlage des Deutschen Reiches gegen die Westalliierten mussten sich die deutschen Truppen jedoch aus dem Baltikum zurückziehen oder sie lösten sich am Kriegsende auf. Erneut marschierten sowjetische Einheiten in Lettland und Estland ein und versuchten, Unabhängigkeitsbestrebungen zu unterbinden.[11] Da die jungen Staaten noch nicht über ausreichend eigene Truppen verfügten, traten den bolschewistischen Truppen mit Billigung der Westalliierten und in Abstimmung mit der lettischen Regierung deutsche Verbände entgegen. Diese bestanden aus den Resten der deutschen Armee, aus Freikorps, die aus deutschen Soldaten und Freiwilligen gebildet worden waren wie die von Herrn A. genannte Eiserne Division, sowie aus der Baltischen Landeswehr, einer 1918/19 gebildeten deutschbaltischen militärischen Formation.[12] Deutschbaltische Soldaten und Offiziere wie Herr von A. wurden aus ihren regulären Einheiten in die Landeswehr überstellt. Der "Stoßtrupp", dem Herr von A. angehörte, war eines der drei Detachements, in die sich die Baltische Landeswehr gliederte. Der Stoßtrupp verstand sich als Eliteeinheit - Stoßtrupps waren im Ersten Weltkrieg als taktische Neuerung eingeführt worden, welche die materielle Überlegenheit des Gegners ausgleichen und die Erstürmung gut befestigter Stellungen ermöglichen sollte. Den Stoßtruppsoldaten wurde daher körperlich wie soldatisch besonders viel abverlangt, sie leiteten daraus aber auch ein besonderes Selbstbewusstsein ab.[13]

Den deutschen Kontingenten gelang es ab Februar 1919, die sowjetischen Verbände, die zuvor Estland und weite Teile Lettlands erobert hatten, zurückzudrängen und am 18. März Mitau/Jelgava zu erobern. Lettland blieb allerdings auch in der Folgezeit Schauplatz von Kämpfen.[14] Zugleich traten Differenzen zwischen der deutschen Seite und der lettischen Regierung unter Kārlis Ulmanis auf, unter anderem über die Beibehaltung der Privilegien des deutschbaltischen Adels.[15] Der Kommandeur des "Stoßtrupps", Hans Baron Manteuffel-Szoege, putschte daraufhin am 16. April 1919 gegen die Regierung Ulmanis. In der Folge wurde eine neue, ebenfalls bürgerliche, aber sehr eng an Deutschland angelehnte Regierung unter Andrievs Niedra (1871-1942) gebildet, die einige deutschbaltische Mitglieder vorweisen konnte. Ulmanis sah sich jedoch weiterhin als Regierungschef Lettlands an, was zu bewaffneten Konfrontationen zwischen beiden Lagern führte. Die Deutschbalten traten hierbei als wichtige Stütze Niedras auf.[16]

Manteuffel wurde aufgrund des vom deutschen Oberkommando nicht gebilligten Putsches relegiert, führte seine Truppe jedoch auch bei der Erstürmung Rigas am 22. Mai 1919, bei der er ums Leben kam.[17] Die Eroberung Rigas wurde unter Deutschbalten und in konservativen und nationalistischen Kreisen der Weimarer Republik schnell zum Mythos. Der "Erste Soldat des Dritten Reiches", der "Ruhrkämpfer" Albert Leo Schlageter, soll an ihm entscheidenden Anteil gehabt haben[18] - Herr von A., der als einer der ersten an eben der Brücke gewesen sein will, die Schlageter mit seiner Geschützabteilung des Freikorps von Medem im Handstreich genommen haben soll, erwähnt diesen später prominenten Kampfgefährten jedoch nicht. Die Massaker mit mehreren Hundert Toten, welche nach der Eroberung der Stadt stattfanden, nennt er euphemistisch "Säuberung".[19]

Herr von A. bedauert, dass der Sieg in Riga nicht ausgenutzt wurde. Er ist davon überzeugt, dass aus der militärischen Stärke heraus auch eine Einigung mit der Regierung Ulmanis möglich gewesen wäre. Stattdessen habe die deutsche Führung strategische Fehler begangen, außerdem seien die deutschen und deutschbaltischen Baltikumskämpfer sowohl vom Deutschen Reich als auch von der lettischen Regierung, die ihnen Siedlungsland versprochen habe, verraten worden. Herr von A. übersieht dabei, dass in der historischen Konstellation des Jahres 1919 weder das Deutsche Reich noch die Deutschbalten in einer Position waren, aus der heraus sie Forderungen stellen konnten. Der baltische Adel stellte in den jungen Staaten nur eine sehr kleine Minderheit dar und konnte Forderungen nach der Restitution seiner Privilegien nur auf die militärischen Erfolge der Baltischen Landeswehr stützen. Diese war aber vom Deutschen Reich abhängig, hätte also nicht, wie es Herr von A. für notwendig hält, unabhängig agieren können. Das Deutsche Reich hingegen sah die Aufgabe der "Baltikumer" erfüllt - die bolschewistischen Truppen waren weit von der Reichsgrenze abgedrängt worden. Das Reich konnte es sich angesichts der Versailler Friedensverhandlungen auch nicht leisten, offen gegen den Willen der Westalliierten zu agieren. Letztere hatten den Kampf deutscher Einheiten gegen die Bolschewisten befürwortet, waren aber an einem stärkeren Einfluss Deutschlands im Baltikum und an der Wiederherstellung deutschbaltischer Privilegien nicht interessiert. Da Sowjetrussland nun seine Ansprüche auf das Baltikum erst einmal aufgab, gab es in den Augen der Alliierten keinen Grund mehr für eine deutsche militärische Präsenz in der Region. Die Westmächte drohten Deutschland schließlich sogar mit einer erneuten Hungerblockade, sollten die deutschen Verbände das Baltikum nicht verlassen. Der Reichsregierung blieb so nichts anderes übrig, als ihr Engagement zu beenden.[20] Herr von A. greift mit seiner These vom Betrug des Reiches an den Freikorpskämpfern aber einen Mythos auf, der in rechtsextremen Kreisen der Zwischenkriegszeit sehr populär war und stark zur Destabilisierung der Weimarer Republik beitrug.[21]

Ähnlich verhält es sich mit dem Vorwurf an die lettische Regierung, ihr Versprechen auf Siedlungsland nicht eingehalten zu haben. Die Regierung hatte den Freiwilligen lediglich die lettische Staatsbürgerschaft versprochen, die Vorbedingung für den Grunderwerb in Lettland war. Allerdings hatten viele Werbeoffiziere dieses Versprechen eigenmächtig um einen Anspruch auf Land erweitert. Das benötigte Siedlungsland sollten die deutschbaltischen Gutsbesitzer zur Verfügung stellen, was durch die politische und militärische Entwicklung aber verhindert wurde.[22] Letztlich dürfte es jedoch bei weitem nicht bei allen Freikorpskämpfern der Wunsch nach einem Bauernhof in Lettland gewesen sein, der die deutschen Freiwilligen zum Kampf motivierte. Dass die Freiwilligenverbände zum Teil meuterten oder im Kampf "versagten", wie Herr von A. sich ausdrückt, war eher der Gesamtsituation im Baltikum geschuldet. Wer sich zum Kampf gegen den Bolschewismus gemeldet hatte, sah dieses Ziel erfüllt und war nicht unbedingt gewillt, schlecht versorgt, ausgerüstet und bezahlt sein Leben in undurchsichtigen baltischen Rivalitäten zu riskieren. Für die Abenteurer unter den "Baltikumern" und für diejenigen, die auf Sold und Beute spekuliert hatten, dürfte dies noch stärker gegolten haben.[23] Der von Herrn von A. kritisierte Wille der Esten und Letten zu radikalen Bodenreformen - die deutschbaltischen Gutsbesitzer verloren oft entschädigungslos ihren Grund und Boden oder durften nur Güter von 50-100 Hektar Größe behalten[24] - wurde durch das militärisch-schneidige Verhalten der deutschbaltischen "Barone" sogar gesteigert. Ein noch entschiedeneres Auftreten, wie Herr von A. es fordert, hätte dies eher verstärkt denn abgemildert.[25]

Nach ihrem Sieg in Riga wurden die deutschen Verbände wegen ihrer Verbindung zur ehemaligen Herrschaftsschicht deshalb auch nicht als Befreier gefeiert, sie sahen sich vielmehr unversehens von Großbritannien unterstützten lettischen Truppen der Regierung Ulmanis gegenüber, die neu aufgestellt worden waren. Zusammenstöße waren aufgrund der Ausgangslage, der Ziele und des mitunter anmaßenden Auftretens der Deutschen unausweichlich, die Kämpfe fanden jetzt zwischen Deutschen und Letten statt. Die Niederlagen der deutschen Verbände in der Schlacht bei Wenden/Cēsis am 20.-22. Juni 1919 gegen lettische und estnische Truppen war, anders als von Herrn von A. beschrieben, nicht nur auf Motivationsprobleme der deutschen Freiwilligen zurückzuführen, sondern auch auf Unzulänglichkeiten in der Baltischen Landeswehr und auf die veränderten Kräfteverhältnisse nach dem Ende des reichsdeutschen Engagements. Am 3. Juli 1919 kam es schließlich zu einem Waffenstillstand zwischen den beiden lettischen Regierungen, der die Rückkehr von Ulmanis ins Amt und die endgültige Räumung des Baltikums von deutschen Einheiten vorsah.[26]

Während sich Teile der Freikorps "weißen", antibolschewistischen russischen Verbänden anschlossen, wurde die Baltische Landeswehr dem lettischen Oberkommando unterstellt und erhielt einen britischen Kommandeur, Oberstleutnant Harold Alexander. Herr von A. beschreibt die gemeinsamen Operationen mit den lettischen Truppen in Lettgallen, wo noch bis 1920 gegen sowjetische Einheiten gekämpft wurde, und das angespannte Verhältnis zwischen noch vor kurzem verfeindeten Truppen.[27] Die Baltische Landeswehr wurde schließlich als 13. Tuckumsches Infanterieregiment in die lettische Armee aufgenommen, was nicht nur ihr Ende als eigenständige Einheit bedeutete, sondern auch das Ende der Militärkarriere von Herrn von A., der als deutschbaltischer "Estländer" nicht in der lettischen Armee dienen wollte. Angesichts des sozialen Abstiegs, den die deutschbaltischen Gutsbesitzer aufgrund der Enteignungen und ihrer Zurückdrängung aus dem politischen Leben erfuhren, fasste er wie etwa 10.000 andere Deutschbalten auch den Entschluss, nicht mehr ins Baltikum zurückzukehren.[28]

[1] Sauer 1995, S. 21.

[2] So bezeichnet Herr von A. gefallene Rotarmisten als "Strecke", also als Jagdbeute seiner deutschbaltischen Standesgenossen (Quelle, S. 12).

[3] Vgl. Theweleit 1986.

[4] Zägel 2007, S. 235-241; Deutinger 1999, S. 941-945, 950-953, 965f; Sauer 1995, S. 1; Jansen 2007, S. 75-88; Ungern-Sternberg 2006, S. 234f.

[5] Garleff 2007, S. 34-37.

[6] Vgl. Plath 2004, S. 318-321; Jörjo 1995; Karjahärm 1995, S. 450f; Pistohlkors 2005.

[7] Taube 1971, S. 112.

[8] Deutinger 1999, S. 954.

[9] Sauer 1995, S. 2.

[10] Garleff 2007, S. 29-37.

[11] Sauer 1995, S. 2; Deutinger 1999, S. 953f; Schulze 1969, S. 126, 138.

[12] Sauer 1995, S. 3, 5-7; Deutinger 1999, S. 966; Schulze 1969, S. 131-138; Brüggemann 1995, S. 460-466.

[13] Vgl. Raths 2009.

[14] Sauer 1995, S. 2f, 8f; Schulze 1969, S. 139f.

[15] Sauer 1995, S. 2f.

[16] Sauer 1995, S. 9-12; Schulze 1969, S. 140-142.

[17] Sauer 1995, S. 12f; Zägel 2007, S. 240; Deutinger 1999, S. 966; Schulze 1969, S. 144f.

[18] Vgl. z.T. mit eindeutiger Tendenz: Klein 2002, S. 58; Koch 1978, S. 156, 338; Grimm 1963, S. 215.

[19]Quelle, S. 43; Vgl. Sauer 1995, S. 12f.

[20] Sauer 1995, S. 3, 14-16, 23f; Schulze 1969, S. 139-153; Brüggemann 1995, S. 460-466.

[21] Koch 1978, S. 65f; Sauer 1995, S. 1, 21f, 29f; Schulze 1969, S. 160f.

[22] Sauer 1995, S. 3f; Schulze 1969, S. 133, 146, 157-159; Lenz 1996, S. 406.

[23] Vgl. Sauer 1995, S. 7.

[24] Deutinger 1999, S. 956ff., 968, 970; Vgl. Brüggemann 1995, S. 474.

[25] Vgl. Zägel 2007, S. 232; Brüggemann 1995, S. 456.

[26] Sauer 1995, S. 16; Zägel 2007, S. 241; Deutinger 1999, S. 966; Schulze 1969, S. 148-153.

[27] Schulze 1969, S. 153.

[28] Vgl. Deutinger 1999, S. 955-960; Filaretow 2008, S. 16f.

Literatur:

Brüggemann 1995: Karsten Brüggemann: Von der führenden Schicht zur nationalen Minderheit. Zur Klärung der Rolle der estländischen deutschen Minderheit bei der Begründung der Republik Estland 1918-1919. In: Nordost-Archiv 4/1995, S. 453-479

Deutinger 1999: Stephan Deutinger: Die baltischen Länder: Estland, Lettland, Litauen (mit Memelgebiet). In: Walter Ziegler (Hg.): Die Vertriebenen vor der Vertreibung. Die Heimatländer der deutschen Vertriebenen im 19. und 20. Jahrhundert: Strukturen, Entwicklungen, Erfahrungen. Stuttgart 1999, S. 939-997

Filaretow 2008: Bastian Filaretow: Die Baltische Brüderschaft. Wider den Zeitgeist? In: Michael Garleff (Hg.): Deutschbalten, Weimarer Republik und Drittes Reich. Band 1. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage, Köln, Weimar, Wien 2008, S. 11-50

Garleff 2007: Michael Garleff: Loyalität in der Krise. Deutschbalten während des Ersten Weltkrieges. In: Alfred Eisfeld, Victor Herdt, Boris Meissner (Hg.): Deutsche in Russland und in der Sowjetunion 1914-1941. Berlin 2007, S. 27-39

Grimm 1963: Claus Grimm: Vor den Toren Europas 1918-1920. Geschichte der Baltischen Landeswehr. Hamburg 1963

Jansen 2007: Ea Jansen: Das "Baltentum", die Deutschbalten und die Esten. In: Forschungen zur baltischen Geschichte 2/2007, S. 71-111

Jürjo 1995: Indrek Jürjo: Das nationale Erwachen der Esten im 19. Jahrhundert - ein Verdienst der deutschbaltischen Aufklärung? In: Nordost-Archiv 4/1995, S. 409-430

Karjahärm 1995: Toomas Karjahärm: Das estnisch-deutsche Verhältnis und die Russische Revolution von 1905. In: Nordost-Archiv 4/1995, S. 431-451

Klein 2002: Markus Josef Klein: Ernst von Salomon. Revolutionär ohne Utopie. Mit einem Vorwort von Armin Mohler. Überarbeitete Neuauflage, Aschau i. Ch. 2002

Koch 1978: Hannsjoachim W. Koch: Der deutsche Bürgerkrieg. Eine Geschichte der deutschen und österreichischen Freikorps 1918-1923. Berlin, Frankfurt/Main, Wien 1978

Lenz 1996: Wilhelm Lenz: Deutsche Siedlungspläne im Baltikum während des Ersten Weltkrieges. In: Ortwin Pelc, Gertrud Pickhan (Hg.): Zwischen Lübeck und Novgorod - Wirtschaft, Politik und Kultur im Ostseeraum vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Lüneburg 1996, S. 391-406

Pistohlkors 2005: Gert von Pistohlkors: Ursprung und Entwicklung ethnischer Minderheiten in der baltischen Region im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. In: Gert von Pistohlkors, Matthias Weber (Hg.): Staatliche Einheit und nationale Vielfalt im Baltikum. Festschrift für Prof. Dr. Michael Garleff zum 65. Geburtstag. München 2005, S. 13-35

Plath 2004: Ulrike Plath: Untergang oder Reform? Die Deutschen im Baltikum des 19. Jahrhunderts. In: Jan Hecker-Stampehl u.a. (Hg.): Perceptions of Loss, Decline and Doom in the Baltic Sea Region. Untergangsvorstellungen im Ostseeraum. Berlin 2004, S. 299-323

Raths 2009: Ralf Raths: Vom Massensturm zur Stoßtrupptaktik. Die deutsche Landkriegstaktik im Spiegel von Dienstvorschriften und Publizistik 1906 bis 1918. Freiburg 2009

Sauer 1995: Bernhard Sauer: Die Baltikumer. Berlin 1995

Schulze 1969: Hagen Schulze: Freikorps und Republik 1918-1920. Boppard 1969

Taube 1971: Arved Freiherr von Taube: Die baltisch-deutsche Führungsschicht und die Lösung Livlands und Estlands von Russland 1916-1918. In: Jürgen von Hehn u.a. (Hg.): Von den baltischen Provinzen zu den baltischen Staaten. Beiträge zur Entstehungsgeschichte der Republiken Estland und Lettland 1917-1918. Marburg 1971, S. 97-216

Theweleit 1986: Klaus Theweleit: Männerphantasien. 2 Bände, Frankfurt/Main 1986

Ungern-Sternberg 2006: Armin von Ungern-Sternberg: Perpetuierte Geschichte. Baltische Barone, Bauern und andere rhetorische Figuren. In: Peter Oliver Loew u.a. (Hg.): Wiedergewonnene Geschichte. Zur Aneignung von Vergangenheit in den Zwischenräumen Mitteleuropas. Wiesbaden 2006, S. 225-249

Zägel 2007: Jörg Zägel: Vergangenheitsdiskurse in der Ostseeregion. Band 2. Die Sicht auf Krieg, Diktatur, Völkermord, Besatzung und Vertreibung in Russland, Polen und den baltischen Staaten. Berlin 2007







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