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0073 Oberpräsidium von Pommern in Stettin (Rep. 60, Naczelne Prezydium Prowincji Pomorskiej w Szczecinie)

1632–1945; 7285 AE, 163,5 lfm.

Von den Reformen des preußischen Staates am Beginn des 19. Jahrhunderts, die in der Historiographie als die Stein-Hardenbergschen Reformen bekannt sind, waren auch die Provinzverwaltungen betroffen. Den Verordnungen vom Dezember 1808 zufolge war der Oberpräsident höchstes Verwaltungsorgan der Provinz. Die Kom-petenzen, die diesem neuen Amt eingeräumt wurden, machten den Oberpräsidenten erstens zum Vertreter der Zentralgewalt, der die ganze Provinzverwaltung kontrollierte, zweitens zum Ausführer von Anweisungen der Zentrale sowie seiner eigenen, im Rahmen seiner Aufgaben getroffenen Entscheidungen, drittens zu einem Beratungsorgan der Regierung. In Pommern wurde ähnlich wie in den anderen preußischen Provinzen das Amt des Oberpräsidenten tatsächlich erst 1815 aufgrund der Verordnung vom 30. April eingerichtet; nun wurde auch sein territoriales Einflußgebiet erst genau bestimmt. Anfangs repräsentierte er die Zentralbehörden und kontrollierte die Verwaltung, unterstützte aber auch die Regierung. Aus Kostengründen wurde das Amt des Oberpräsidenten personell mit dem des Präsidenten der Regierung Stettin zusammengelegt. Die Kompetenzen der Oberpräsidenten wurden durch die Instruktion vom 23. Oktober 1817 wesentlich gestärkt. Von nun an hatten sie das Recht, die Arbeit der Regierungsbeamten zu überwachen und zu kontrollieren, ohne direkt in die von ihnen bearbeiteten Fragen einzugreifen. Dadurch wurden die Kontrollrechte der Oberpräsidenten über die gesamte Provinzialverwaltung verstärkt. Gleichzeitig wurde jeder von ihnen zu direkten Vorgesetzten aller provinziellen Institutionen. Trotz seiner evidenten Aufwertung war das Amt aber von seinem Charakter her ein koordinierendes, kontrollierendes und repräsentierendes Organ, das noch keine Ebene in der direkten Verwaltungshierarchie Landrat–Regierung–Zentralbehörden darstellte. Ein deutlicher Wandel erfolgte erst 1825 (Instruktion vom 31. Dezember). Von diesem Moment an repräsentierte der Oberpräsident im Territorium seiner Provinz den König, er war Vertreter des Staates in Ständefragen (im Provinziallandtag), vertrat die Interessen der Provinz gegenüber dem König und den Zentralbehörden, leitete alle für die Provinz gemeinsamen Angelegenheiten, beaufsichtigte die Staatsverwaltung und die Tätigkeit der Selbstverwaltungen, entschied Beschwerden und Klagen über niedrigere Verwaltungsorgane, führte die Anweisungen der Zentralbehörden aus, war eine Instanz bei Kompetenzstreitigkeiten und hatte schließlich alle Ämter von provinziellen Charakter unter sich. Die Instruktion von 1825 führte dazu, daß das Amt des Oberpräsidenten offiziell zu einer zwischen dem Innenministerium und den Regierungen vermittelnden Instanz wurde. Von nun an kam ihm eine Machtfülle zu, die jener des Regierungsdepartements für Provinzialfragen (das bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts existierte) entsprach. Außerdem nahm der Oberpräsident an den Beratungen des Staatsrates teil und wurde als Vertrauensmann zu einem Werkzeug des bürokratischen Zentralismus mit großem Einflußbereich. Während der folgenden Jahre wurde die Verwaltung auf Provinzebene nicht wesentlich verändert und behielt die in der Mitte der 1820er Jahre erlangten Aufgaben. Zu deutlichen Wandlungen kam es erst in den 1870er Jahren, als die Kompetenzen des Staates und des Konsistoriums im Provinzialschulkollegium voneinander abgegrenzt wurden. Das Kollegium wandelte sich aus einer Abteilung des Konsistoriums zu einem eigenen Provinzialschulkollegium. Darüber hinaus nahm in dieser Zeit in der hier behandelten Institution ein Referat für Fabrikaufsicht seine Arbeit auf, das sich um die Verhältnisse in den größeren Firmen Pommerns kümmerte. Schließlich trennten die Gesetze der Jahre 1880 und 1883 das Amt des Oberpräsidenten von jenem des in der Provinzhauptstadt residierenden Regierungspräsidenten. Durch diese Beschlüsse wurde die Existenz zweier intermediärer Verwaltungsebenen endgültig besiegelt. Auf der anderen Seite forderten schon in den 1880er Jahren liberale Politiker, daß man sich, um die Arbeit der Bürokratie zu verbessern, zwischen dem Erhalt einer zweiten Verwaltungsinstanz entweder auf Ebene der Provinz oder des Regierungsbezirks entscheiden müsse. Dennoch wurde das Amt des Oberpräsidenten nicht verändert; am Ende des 19. Jahrhunderts übte er die Kontrolle über die gesamte Provinzverwaltung (administrative Gewalt) aus und hatte außerdem die politische und gerichtliche Gewalt inne (Verwaltungsgerichtsbarkeit). Im Falle einer Kriegsgefahr oder bei Naturkatastrophen wurde der Oberpräsident zum obersten zivilen Entscheidungsträger in seinem Tätigkeitsgebiet. In der Verwaltungsgerichtsbarkeit nahm der Oberpräsident die Rolle der zweiten Instanz bei Streitigkeiten zwischen den Regierungen untereinander, zwischen Regierungen und politischen Behörden sowie schließlich zwischen politischen Behörden und Landräten ein. Auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene waren die Entscheidungen des Amts endgültig. Das Oberpräsidium übte in seinem Territorium auch die Oberaufsicht über die protestantische und die katholische Kirche, über die Judengemeinden, verschiedenerlei Provinzialverbände und -institutionen sowie über das Schulkollegium und das gesamte Schulwesen aus. Erst während der Weimarer Republik wurden Versuche unternommen, u. a. das Oberpräsidium der Provinz zu reformieren, doch hatten sie aus Geldmangel keinen Erfolg. Auf Provinzebene sollte damals aus den zusammengefaßten Ämtern des Oberpräsidenten und der Regierung eine Instanz geschaffen werden, die sich zwischen den Kreisbehörden und den Ministerien befunden hätte. Vor diesem Hintergrund kam es bei der Organisation der hier zu behandelnden Behörde in den 1930er Jahren zu einschneidenden Änderungen. Durch die Verordnung vom 3. September 1932 wurde der Oberpräsident ständiger Vertreter der Regierung in der Provinz. Er überwachte sämtliche politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. Alle Provinzbehörden wurden dazu verpflichtet, ihm Informationen zu sämtlichen Themen zu liefern, die ihn interessierten. Der Oberpräsident überwachte unter Aufsicht des Ministers sowie in Zusammenarbeit mit dem Provinzialrat auch die Selbstverwaltung und alle Ämter, deren Tätigkeitsgebiet über die Grenzen eines Regierungsbezirks hinausreichte. In der NS-Zeit hatte wegen der Verbindung von Staatsämtern und Parteifunktionen der Gauleiter das Amt des Oberpräsidenten inne.

Die Akten des Oberpräsidiums von Pommern gelangten in mehreren Schüben in das Stettiner Archiv. Die ersten kamen 1871 in die Magazine. Weitere Aktenpartien wurden schrittweise in den Jahren 1883, 1925, 1931, 1939 (zwei Partien), 1942 und 1944 (Landeskulturabteilung) übergeben. Gleichzeitig wurde aus Furcht vor alliierten Bombenangriffen seit 1942 damit begonnen, die Bestände des Stettiner Archivs auszulagern. Die Akten des Oberpräsidiums von Pommern wurden in den Jahren 1943–1944 mehrheitlich nach Nippoglense und Endingen gebracht. Nach 1945 wurden die in Nippoglense liegenden Archivalien nach Stettin zurückgeführt, wo sie schließlich 1971 geordnet wurden. Dagegen gelangten die Archivalien aus Endingen nach Greifswald, wo sie bis zum heutigen Tage aufbewahrt werden. Im Landesarchiv Greifswald: Rep. 60 Oberpräsident von Pommern, aus den Jahren 1815–1934, rund 3130 AE, 76 lfm. Im Geheimen Staatsarchiv PK in Berlin-Dahlem: HA XV Pommern, Rep. 60 Oberpräsident der Provinz Pommern, 31 AE aus den Jahren 1817–1944.

Inhalt

Allgemeine Verwaltung, königlicher Hof, Reisen und Hochzeiten von Mitgliedern der königlichen Familie, Huldigungen, Wahlen zum Reichstag und zu den Landtagen, Kontakte mit verschiedenen Ministerien, Außenpolitik, Kontakte mit Frankreich, Schweden, England, Dänemark und Rußland, Arbeitsämter, Versicherungen, Arbeitslose, öffentliche Arbeiten, Programme für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in einzelnen Kreisen, aus den Jahren 1802–1934, 189 AE.

Selbstverwaltung und Kommunalwirtschaft, Provinzialselbstverwaltung, Landtage, Abgeordnetenwahlen, Eröffnung und Schließung der Sitzungen der pommerschen Landtage, Landtage in anderen Provinzen des Reiches: Ostpreußen, Westpreußen, Westfalen, Brandenburg, Provinz Posen, Hannover, Rheinprovinzen, Hessen, Schleswig-Holstein und Schlesien, Kreistage nach Kreisen, Organisation der Provinzialämter, pommersche Beamte aller Ebenen, Wahlen, Entlohnungen, Pflichten, laufende Kosten, Personalakten, Organisation und Tätigkeit von Kreis- und Gemeindeämtern, kommunale Fragen, Auszeichnungen, aus den Jahren 1793–1934, 1000 AE.

Jurisdiktion, Organisation und Tätigkeit der Gerichtsverwaltung, rechtliche Vorschriften, Verordnungen, Prozeßfragen, aus den Jahren 1818–1932, 33 AE.

Finanzen, Finanzämter und ihr Personal, Münzsystem, Wertpapiere, Kredite und kreditvergebende Institutionen, Anleihen, Verschuldung, Zuschüsse, Zölle und Steuern, Grenzkontrollen, neues Steuersystem, Grund- und Gebäudesteuern, Handwerks-, Tabak-, Verbrauchs-, Import- und Kommunalsteuern, Steuerreformen, Banken und Bankbeamte, Landbanken und Stadtkassen, Ritterschaftliche Bank, Sparkassen und ihre personelle Besetzung, Provinzial-Hilfs-Kasse, Revisionen und Kontrollen von Sparkassen, Organisation und Tätigkeit von Kreis-, Gemeinde- und Stadtsparkassen, aus den Jahren 1780–1934, 372 AE.

Bautätigkeit, Vorschriften und Verordnungen, Bauaufsicht und ihre Beamten, Bau von Schulen und Lehrerwohnhäusern in Stettin und Pölitz, von Häfen in Cammin, Jasmund, Leba, Stepenitz, Stettin und Swinemünde, von Kirchen, Denkmälern und dem Stettiner Theater, Wiederaufbau und Erhaltung des Stettiner Schlosses, aus den Jahren 1798–1934, 82 AE.

Handwerk, Industrie, Verordnungen und Vorschriften, Handwerker, Aufsicht über das Handwerk, Zunftfragen, Gesellen, Kredite für Handwerk und Industrie, Fabriken in der Provinz, rohstoffördernde Industrie und Hütten, Lagerstätten von Braunkohle und Torf, Mühlen, Brauereien, Brennereien, Zuckerraffinerien, Tuchherstellung, Salinen, Tabakindustrie, Unterstützung des Schiffsbaus, Schwarzmarktpreise, aus den Jahren 1816–1934, 127 AE.

Handel, ökonomische Gesellschaften, Börse, Binnen- und Hochseeschiffahrt, der Handel Stettins, Tarife, Transportkosten, Binnenhandel mit Leinsamen, Wein, Holz, Wolle und Kohle, Märkte und Jahrmärkte, Restaurants, Hotelwesen, kaufmännische Vereinigungen, seewärtiger Handelsverkehr, Häfen, Zölle, Sundzölle, Hafengebühren und ihre Regelung, Handel und Schiffahrt in verschiedene Länder Europas und der Welt, aus den Jahren 1816–1934, 126 AE.

Kommunikation, Post, Telegraph, Bau und Reparatur von Chausseen und Wegen, Finanzierung einzelner Bauvorhaben, Autobahn, Bau, Nutzung und Reparatur von Eisenbahnlinien, Schmalspurbahnen, Brücken und Dämme, ihr Bau und ihre Erhaltung, Fähren, Auto- und Flugzeugverkehr, die Post und ihre Organisation, Postgebühren, Telegraph, Bau von Telegraphenleitungen, Meteorologisches Institut, aus den Jahren 1816–1939, 286 AE.

Hochsee- und Küstenschiffahrt, Hafen in Kolberg, Wasserweg Stettin–Swinemünde, Seeämter, Schiffahrtsversicherungen, Dampfschiffahrt, Versicherung von Kapitänen und Steuerleuten, Leuchttürme, Markierung der Wasserwege, Dampfschiffahrts- und Seeschiffahrtsgesellschaften, Unfälle auf dem Meer, Seerettung, aus den Jahren 1815–1934, 45 AE.

Medizin, Veterinärmedizin, Sanitärfragen, Anordnungen und Vorschriften, Gesundheitsdienst, Ärzte, Ärztekammern, medizinisches Kollegium, Hebammen, ihre Schulung und Prüfungen, Veterinärmediziner, Vereinigung der Veterinärmediziner, Unfälle, Krankenversicherung, Rettungswesen, gesundheitliche Betreuung, Krankenhäuser, Heilanstalten, Erholungsheime, Badeorte, Körperertüchtigung, Sport, Sportvereine, Apotheken, Apothekergesellschaften, Gründung und Tätigkeit der Apotheken in verschiedenen pommerschen Ortschaften, ansteckende Krankheiten und ihre Bekämpfung, Epidemien, Quarantäne, Tierkrankheiten, Sanitär- und Veterinäraufsicht, aus den Jahren 1816–1934, 381 AE.

Sozialfürsorge, Stiftungen, Ämter der Sozialfürsorge in einzelnen Ortschaften und ihre Tätigkeit, Armen-, Familien- und Jugendfürsorge, Beihilfen, Unterstützung von Witwen und Waisen, Spenden für Arme und Krüppel, Waisenhäuser und Erziehungsanstalten in verschiedenen Ortschaften, Stiftungen und Legate, aus den Jahren 1780–1937, 356 AE.

Presse, Verlage, amtliche Tageszeitungen, Buch- und Pressehandel, Pressetitel, verbotene Drucke, Schul-, Adreßbücher, kulturelle Institutionen, Kartographie, hydrographische Karten, Karten der Wasserwege, Kreise und der ganzen Provinz, das Stettiner Archiv, die Erarbeitung einer Geschichte Pommerns, Theater, Kinos, musikalische, wissenschaftliche und kulturelle Gesellschaften, Denkmalschutz (auch Naturdenkmalschutz), Museen, aus den Jahren 1769–1934, 226 AE.

Statistik, Statistisches Büro, Volkszählungen, Standesämter, Statistiken von Schulen, Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr auf den Wasserstraßen, Landvermessungen, aus den Jahren 1832–1931, 25 AE.

Versicherungen, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen, Versicherungsanstalten, Beamte, Witwen- und Waisenkassen, Unterstützungs- und Sterbekassen in verschiedenen Orten, ihre Organisation und ihr Wirken, Satzungen, Feuerversicherungen, Versicherungsgesellschaften, Brandschäden, Schiffsversicherungen, aus den Jahren 1782–1945, 283 AE.

Polizei und Sicherheit, Vorschriften und Verordnungen, Polizeiämter und -beamte in der Provinz, die Polizeischule in Treptow a. d. R. und ihre Finanzen, Ausländerpolizei, Konsulate in Stettin, Vizekonsulate in Stralsund, Emigration aus Pommern, politische und kriminelle Verbrecher, Überwachung verschiedener gesellschaftlicher und politischer Organisationen, Propaganda, Zensur, verbotene Drucke, Kontrolle der Bühnen, Lotterien, Polizeivorschriften, Ermittlungen, Tumulte und Unruhen, Gefängnisse, Besserungsanstalten, Arbeitslager, aus den Jahren 1812–1944, 256 AE.

Militaria, Militärbehörden und -schulen, Quartiere, Übungsplätze, Mobilisierung, Verproviantierung der Armee, Lieferung von Lebensmitteln und Fourage für die Napoleonischen Truppen, Lebensmittellager, Entschädigungen und Kriegsschulden sowie ihre Beseitigung, Lazarette und Krankenhäuser, Versorgung der Verwundeten, Kriegsversehrte, Versorgung demobilisierter Soldaten, Rotes Kreuz und andere Organisationen der Verwundeten- und Kriegsversehrtenbetreuung, Kriegsgefangene, Geldsammlungen für das Militär, Jahrestage und Militärparaden nach Kreisen, aus den Jahren 1788–1936, 232 AE.

Schulwesen, Vorschriften und Verordnungen, Schulverwaltung, Prüfungskommissionen, finanzielle Fragen, Überwachung von Schulen unterschiedlicher Typen, pommersches Schulkollegium, Lehrer, ihre Ernennung und Entlohnung, Gymnasien und Progymnasien, Lehrerseminare, Weiterbildungskurse, Marienstift, Berufsschulen, Sonderschulwesen, Stipendien, Schul- und Volksbibliotheken, aus den Jahren 1815–1944, 218 AE.

Religionen und Bekenntnisse, Verordnungen, Verzeichnisse der Synoden, kirchliche Stiftungen, die neue Liturgie, Seminare, Visitationen, Bau und Reparatur von Kirchen, protestantische Geistliche und Kirchenbeamte, katholische Pfarreien und Geistliche, Kirchenbesitz, Steuern, Kollekten, Friedhöfe, religiöse Vereinigungen, jüdische Gemeinden in den einzelnen pommerschen Städten, aus den Jahren 1811–1941, 292 AE.

Landwirtschaft und Grundbesitz, Vorschriften und Verordnungen, übergeordnete Institutionen, Generalkommissionen, Beamte, Eigentumsverhältnisse, Parzellierung, Grenzziehung, Domänen, Vermessungen, neue Siedlungen, Steuern, Verschuldung, Entschuldung, landwirtschaftliche Kredite, Kreditgesellschaften, Zuschüsse für einzelne Güter, Mißernten, Naturkatastrophen, Lebensmittelpreise, Ackerbaukultur, landwirtschaftliche Ausstellungen, Schulen und Kurse für Landwirte, Kartoffelkrankheiten, Setzlinge, Gemüseanbau, Obstanbau, Pferde-, Vieh- und Borstenviehzucht, landwirtschaftliche Gesellschaften, aus den Jahren 1773–1944, 595 AE.

Meliorationen und Überschwemmungen, Meliorationsfonds, Kredite, Kosten der Meliorationsarbeiten, Melioration einzelner Güter, Verwaltung der Wasserwirtschaft, Vorschriften und Verordnungen, Entwässerungsgenossenschaften, ihre Organisation und Tätigkeit, Flußregulierung, Fonds für die Flußregulierung, Überschwemmungen, Sturmschäden, aus den Jahren 1818–1942, 166 AE.

Forst- und Jagdwesen, Vorschriften und Verordnungen, Verwaltung der Wälder, Holzlieferungen, Jagdwesen, Jagdtermine, Bau von Forsthäusern, Vogelschutz, aus den Jahren 1813–1933, 28 AE.

Fischfang, Verordnungen und Vorschriften, Fischfang in Binnen- und Hochseegewässern, Beamte, Häfen und Fischerhäfen, Heringsfang, Fischbesatz, Fischer und ihre Organisationen, Kontrollen, aus den Jahren 1816–1935, 52 AE.

Abteilung für Ackerbaukultur, Verwaltung und ihre Kompetenzen, Kontakte mit den Ministerien, Kompetenzstreitigkeiten, Beamte, Räumlichkeiten für die Bedürfnisse der Beamten, Siedlungswesen in verschiedenen Gegenden und Orten Pommerns, Pachten, Pläne neuer Siedlungen, Programm für die Stärkung der Bauernhöfe, Landkauf und -verkauf, Rentengüter, Grenzen und Vermessungen von Gütern, jüdische Güter und ihre Enteignung, Fonds für die Entwicklung der Landwirtschaft, Sparkassen, Regulierung einzelner Flüsse, Meliorationen, Überschwemmungen, Entwässerungsgenossenschaften, Ansiedlungskredite nach Kreisen, Grundrente, Staatsfonds zur Hebung der Ackerbaukultur, Streitfragen zwischen Landwirten und Ämtern, Entschuldung der Landwirtschaft, Personalakten von Beamten, aus den Jahren 1907–1945, 1519 AE.

Varia, Verordnungen und Vorschriften, Provinziallandtage, Reglementierung und Verteilung von Lebensmitteln während des Ersten Weltkriegs, Schulwesen und Bibliotheken, Internate, Hebung der Qualifikationen von Lehrern, Unterstützungen, Rechnungen und Kassenfragen, Sterbekassen, Beamte des Oberpräsidiums, ihre Pflichten und Entlohnung, Kosten der laufenden Verwaltung, Personalakten der Beamten, Bau und Erhalt von Straßen, Krankenhäuser, Verwaltung und Besitzungen der Krankenhäuser, Einkünfte der Krankenhäuser und ihre Kontrolle, Hebammenausbildung, Stiftungen, aus den Jahren 1632–1945, 396 AE.

Archivalische Hilfsmittel Findbuch.

Literatur

Białecki, T., Mazurkiewicz, T., Muszyński, M.: Podziały administracyjne Pomorza Zachodniego w latach 1800–1970 [Die Verwaltungsgliederung Pommerns in den Jahren 1800–1970], Szczecin 1970.

Branig, H.: Die Oberpräsidenten der Provinz Pommern, BSt NF, Bd. 46 (1959).

Fenske, H.: Die Verwaltung Pommerns 1815–1945, Köln, Weimar u. Wien 1993.

Frankiewicz, B.: Przegląd zawartości treściowej Naczelnego Prezydenta Prowincji Pomorskiej [Übersicht über den Inhalt der Akten des Oberpräsidenten der Provinz Pommern], SIA, Nr. 2 (1986).

Gierszewski, S.: Naczelne władze Prus Zachodnich (1772–1920). Zmiany administracyjne a sukcesje registratur [Die Oberbehörden Westpreußens (1772–1920). Änderungen der Verwaltung und Abfolge der Registraturen], in: Archeion, Bd. 33 (1960).

Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Bd. 3, Pommern, hg. v. W. Hubatsch, Marburg 1975.

Poniatowska, A.: Źródła do dziejów Pomorza Zachodniego w zespole akt Pruskiego Naczelnego Prezydenta Prowincji Pomorskiej [Quellen zur Geschichte Pommerns im Bestand des Preußischen Oberpräsidenten der Provinz Pommern], in: Archeion, Bd. 42 (1965).

Salmonowicz, S.: Administracja i prawo w prowincjach pomorskich [Verwaltung und Recht in den pommerschen Provinzen], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. IV, Teil 1 (1850–1918), hg. v. S. Salmonowicz, Toruń 2000.

Salmonowicz, S.: Podziały terytorialne i ustrój polityczny ziem pomorskich w latach 1815–1850 [Territoriale Gliederung und politisches System der pommerschen Gebiete in den Jahren 1815–1850], in: Historia Pomorza [Geschichte Pommerns], Bd. III, Teil 1, hg. v. G. Labuda, Poznań 1993.

Stelmach, M.: Kancelaria pruskich urzędów administracji państwowej na przykładzie rejencji w latach 1808–1945 [Die Kanzlei der preußischen Staatsverwaltungsbehörden am Beispiel der Regierung in den Jahren 1808–1945], Szczecin 1981.

Szukała, M.: Akta Naczelnego Prezydenta Prowincji Pomorze w zasobie Landesarchiv Greifswald [Die Akten des Oberpräsidenten der Provinz Pommern in den Beständen des Landesarchivs Greifswald], SIA, Nr. 11 (1997).

Wielopolski, A.: Ustrój polityczny Pomorza Zachodniego w XIX wieku [Das politische System Pommerns im 19. Jahrhundert], Poznań 1966.

RG

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Stand: 30.11.2004

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