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Allgemeine Informationen

Die Anliegen des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker sind Kooperation, Vorstellung neuester Forschungsergebnisse sowie Nachwuchsförderung im Themenbereich des gemeinsamen Kulturerbes von Deutschen und Polen, d.h. der Kunstgeschichte der historischen deutschen Ostprovinzen, dem heutigen Nord- und Westpolen. Obwohl zwischen polnischen und deutschen Kunsthistorikern seit vielen Jahren persönliche Kontakte bestehen, gab es bis vor kurzem - anders als bei den Historikern, etwa die Deutsch-Polnische Schulbuchkonferenz - kein Gesprächsforum, in dem Vertreter wichtiger kunsthistorischer Institutionen aus Forschung und Lehre, Museum und Denkmalpflege beider Länder regelmässig zusammenkommen.

Geschichte

Auf Initiative von Dethard von Winterfeld (Univ. Mainz) und Andrzej Tomaszewski (Politechnika Warszawska/Technische Universität Warschau, 1995-1998 Generalkonservator der Republik Polen) fand 1988 an der Universität Mainz ein erstes Arbeitsgespräch über Probleme, Desiderate und Perspektiven der Zusammenarbeit deutscher und polnischer Kunsthistoriker im Bereich des "gemeinsamen Kulturerbes", d. h. der Kunstgeschichte der historischen deutschen Ostprovinzen im heutigen Nord- und Westpolen, statt. Damals allerdings konnten manche Dinge noch nicht so offen diskutiert werden wie nach den politischen Umbrüchen des Jahres 1989.

Das zweite Arbeitsgespräch, zu dem Andrzej Tomaszewski, Stanisław Mossakowski, der damalige Direktor des Kunsthistorischen Instituts der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (Instytut Sztuki Polskiej Akademii Nauk, Warszawa), sowie Jacek Purchla als Direktor des veranstaltenden "Internationalen Kulturzentrums" (Miedzynarodowe Centrum Kultury, Kraków) Anfang Oktober 1995 nach Krakau einluden, kann daher mit einigem Recht als Initialtagung bezeichnet werden. An ihrem Abschluss stand die Gründung des "Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker. Das gemeinsame Kulturerbe - Wspólne dziedzictwo kultury". Der Arbeitskreis tagt seither jährlich abwechselnd in Polen und in Deutschland.

Konferenzen

Die Konferenzen des Arbeitskreises haben traditionell einen thematischen Schwerpunkt, der durch Referate abgedeckt wird, zugleich bieten sie Raum für die Vorstellung von Projekten und für Fragen des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses. Dadurch wird der "feste Kern" des Arbeitskreises stets durch Wissenschaftler erweitert, die über das jeweilige Schwerpunktthema arbeiten. So werden gerade auch junge Wissenschaftler mit einbezogen, gleichzeitig lässt sich ein guter Überblick gewinnen, wer wo zu welchem Thema forscht, so dass sich ein enges Netz von Kontakten ergibt. In der kurzen Zeit seines Bestehens (seit 1995) hat sich der Arbeitskreis zu einem lebhaften Forum des wissenschaftlichen Diskurses entwickelt. Der jährliche Rhythmus der Treffen ermöglicht einen aktuellen und persönlichen Informationsaustausch, der bereits mehrere Kooperationsprojekte in Gang gesetzt hat.
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