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Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Band 66, 2018 (in Vorbereitung)

2018. Ca. 450 S. Zahlreiche Abb. ISBN 978-3-11-050160-5

Jerzy Ilkosz, Beate Störtkuhl:

Netzwerke der Moderne. Breslauer Architektur in der ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts

Breslau/Wrocław, Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2016, war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein Zentrum der Architekturmoderne, das heutige Besucher fasziniert. In den damals entstandenen Bauten und Entwürfen spiegelt sich die von raschem Wandel und vielfältigen Einflusssträngen geprägte Architekturgeschichte jener Jahre wider.

Bedeutende Architekten waren über längere Zeit oder an einzelnen Projekten in Breslau tätig, unter ihnen Max Berg, Hans Poelzig, Ernst May, Erich Mendelsohn oder Hans Scharoun. Die Personenkonstellationen vor Ort ließen eine Kulturszene mit Innovationspotential und internationaler Resonanz entstehen– die damals an der Peripherie des Deutschen Reiches liegende Hauptstadt Schlesiens war alles andere als provinziell.

1933 verließen viele Kulturschaffende die Stadt, einige wählten den Weg ins Exil. Zur Neugestaltung der Gauhauptstadt Breslau entwickelte Werner March in Hitlers Auftrag gigantomanische Pläne, deren Realisierung einen großflächigen Abriss historische Bausubstanz bedeutet hätte. Andererseits zeichnen sich personelle und ideelle Kontinuitäten zwischen Weimarer Republik und NS-Zeit ab, die hier erstmals den Blick genommen werden.

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