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Das BKGE bietet als neuen Service an, qualifizierte Abschlussarbeiten aus seinem Themenspektrum auf dieser Website der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Autorinnen und Autoren werden in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt, ihre Texte können direkt eingesehen werden:

  • Arnold, Lisa: Die Patenschaft Solingen-Goldberg (Schlesien) als Beispiel einer „west-ostdeutschen Patenschaft“ zwischen den 1950er-Jahren und der Jahrtausendwende
    In der Masterarbeit wird das Modell der Patenschaft einer westdeutschen Kommune über die früheren Bewohner einer Stadt in den ehemaligen deutschen Ostgebieten an einem konkreten Beispiel vorgestellt. Dabei werden die Grundlagen von Patenschaften ebenso erläutert wie die Entwicklung des Patenschaftswesens seit seinen Anfängen in den 1950er Jahren bis ins neue Jahrtausend. Patenschaften sollten Millionen Flüchtlinge und Vertriebene bei der Integration in die neue Heimat unterstützen. Doch welchen Beitrag konnte eine solche Patenschaft tatsächlich leisten? War sie erfolgreich oder doch nur eine Plattform dfür die "Ewiggestrigen"?

  • Breuer, Aline: Die „Heimatbücher der Deutschen aus Rußland“ 1954 bis 1964 – Eine Quelle zur Erforschung einer Erinnerungsgemeinschaft
    Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland versteht sich als Vertreterin aller Russlanddeutschen. Als solche erhebt sie Anspruch auf die Deutungshoheit über deren Geschichte. Bereits von 1954 bis 1964 hat die Landsmannschaft mit der Herausgabe so genannter Heimatbücher versucht, eine Erinnerungsgemeinschaft aller Russlanddeutschen zu schaffen. Anhand der Analyse der Beiträge aus diesen Heimatbüchern, die sich mit der Geschichte deutscher Kolonien in Russland befassen, wird aufgezeigt, welche historischen Ereignisse zur Etablierung eines einenden Gründungsmythos herangezogen wurden.

  • Kamińska, Magdalena: Der Gründungsprozess der ersten Universität in Krakau im Spiegel der Politik Kasimirs des Großen
    Der polnische König Kasimir der Große (1310–1370) schuf in seiner Herrschaftszeit die Voraussetzungen, die notwendig waren, um universitäres Leben in Polen möglich zu machen.
    In der vorliegenden Arbeit wird der Weg von der Idee der Krakauer Universität bis hin zur Gründung (1364) untersucht. Welche konkreten politischen Vorteile brachte die Gründung der Universität mit sich? Welche politischen und organisatorischen Herausforderungen – seien es Verhandlungen mit dem Papst oder die Standortfrage – galt es dabei zu bewältigen? Die teilweise kreativen, teilweise pragmatischen Lösungswege des Königs spiegeln Kasimirs Herrschaftscharakter wider und sind wertvolle Indikatoren für sein innen- wie außenpolitisches Wirken.

  • Kitchingman, Mark: Zwischen Hausmachtpolitik und zentrifugalen Kräften – Sigismund von Luxemburgs Kampf um die polnische Krone
    Sigismund von Luxemburgs Bestrebungen, die polnische Krone zu erlangen, wurden bis dato nur als Randnotiz zur Kenntnis genommen. Sie in den wissenschaftlichen Diskurs mit zu integrieren ist jedoch wichtig, da sich an diesen frühen Prozessen - die teilweise bis weit vor Sigismunds Geburt reichen - mehrere Dinge skizzieren lassen können: Zum einen wird die folgende Politik des jahrzehntelangen Königs von Ungarn sowie späteren Konzilkaisers verständlicher. Zum anderen sollten sich durch die Auseinandersetzungen um das Erbe König Ludwigs I. von Ungarn und Polen die Machtgeüge in ostmitteleuropa nachhaltig verschieben. Schließlich soll an Sigismunds Beispiel dargestellt werden, wie schon Ungeborene zum Säen von Herrschaftsansprüchen im 14. Jahrhundert von ihren royalen Familienoberhäuptern wie Schachfiguren für deren Ehepolitik eingesetzt wurden.

  • Mader, Judith: Untersuchungen zur Bedeutung der Pest und anderer Katastrophen des 14. Jahrhunderts für das Ende des mittelalterlichen Landesausbaus
    Da das Ende des mittelalterlichen Landesausbaus sowie der von deutschen Gebieten ausgehenden Siedlungsbewegung in den Osten Europas in die Zeit nach den Pestwellen des 14. Jahrhunderts fällt, untersucht die Arbeit, ob hier ein Kausalzusammenhang besteht. Die Analyse der demographischen, wirtschaftlichen, sozialen und psychischen Folgen der Pest und anderer Infektionskrankheiten, Naturkatastrophen sowie politischer Krisen zeigt, dass ein Faktorenbündel das Erliegen des Landesausbaus und der Ostsiedlung bedingte. Dabei stellt sich die Pest als ein Katalysator oder Multiplikator dar, der bereits vorhandene Krisen des 14. Jarhhunderts intensivierte. Es werden u.a. bislang wenig beachtete Quellen zur Verbreitung und Auswirkung der Pest in Osteuropa herangezogen.

  • Tambke, Kristina: Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen kriegs- und vertreibungsbelasteter Kindheiten unter Berücksichtigung nationalsozialistisch geprägter Erziehung und deren Bedeutung für gegenwärtige Familienberatung
    Zwischen 20 und 25 Prozent der deutschen Bevölkerung sind in ihren Familiengeschichten von Flucht- und Vertreibungserfahrungen betroffen, deren Ursachen in den Folgen des Zweiten Weltkrieges liegen. In der Arbeit wird dargestellt, welchen vielfältigen traumatisierenden Ereignissen die damaligen Kinder und Jugendlichen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ausgesetzt waren. Insbesondere werden deren Verarbeitungsmöglichkeiten unter den Voraussetzungen der nationalsozialistisch geprägten Erziehung, der Eingliederungssituation in der neuen Heimat und dem Vorwurf der deutschen kollektiven Kriegsschuld betrachtet. Es wird erläutert, weshalb und auf welche Weise diese belastenden Erfahrungen das Leben der Betroffenen lebenslang beeinflussten und wie die Konsequenzen dieser Erfahrungen im intergenerationalen Dialog meist unbewusst an die folgenden Generationen weitergegeben wurden.

  • Zimmermann, Olesja: Die Eingliederung von Spätaussiedlern in Deutschland. Eine qualitative Analyse in der Hansestadt Hamburg
    Die Arbeit konzentriert sich auf die Integrationssituation von Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie soll zur Ergebnismessung und Bewertung der Aussiedlerpolitik in der Bundesrepublik Deutschland beitragen, um mögliche Problemlösungsansätze zu erarbeiten und diese an die politische Ebene weiterzugeben. Betont werden soll die Notwendigkeit der Integration von Aussiedlern in Deutschland, an der alle drei Ebenen - Einwanderungsgesellschaft, Politik und Aufnahmegesellschaft - beteiligt sind. Methodisch ist die Arbeit in die qualitative Sozialforschung einzuordnen. Mittels problemzentrierter Interviews wurde die subjektive Wahrnehmung der Interviewpersonen in Bezug auf ihre persönlichen Integrationserfahrungen gemessen und anschließend mittels des computergestützten Analyseprogramms MAXQDA einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen.

Haben Sie eine unveröffentlichte Master- oder Bachelor-, Magister-, Staatsexamens- oder Diplomarbeit mit Bestnote, die in den Themenbereich des BKGE fällt? Sie können sie zur Veröffentlichung auf dieser Seite dem BKGE vorschlagen. Ein internes Expertengremium wird dann über die Veröffentlichung auf der Website entscheiden. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

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