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BKGE | Projekte | Erschließung archivalischer Bestände

Eine zentrale Aufgabe des BKGE ist es, an der Erschließung von umfassenden Archivbeständen mit Originalquellen zur alten ostdeutschen Geschichte mitzuwirken, sie der wissenschaftlichen Öffentlichkeit leichter zugänglich zu machen und damit die Möglichkeiten der Forschung zu erweitern. Solche Bestände sind beispielsweise in Breslau/Wrocław, Danzig/Gdańsk oder Stettin/Szczecin erhalten.

Als erstes Ergebnis konnte in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion der staatlichen Archive Polens in Warschau 1996 der "Wegweiser durch die Bestände des Staatsarchivs Breslau bis zum Jahr 1945" (Schriften des Bundesinstituts für ostdeutsche Kultur und Geschichte Band 9) in deutscher Sprache publiziert werden. Es handelt sich um ein Inventar der Bestände dieses bedeutendsten schlesischen Archivs, das von polnischen Archivaren und Historikern erstellt und auf Veranlassung des Bundesinstituts ins Deutsche übersetzt wurde, sodass nahezu gleichzeitig eine polnische und eine deutsche Ausgabe veröffentlicht werden konnten.

Im Jahr 2000 erschien die Übersetzung des Danziger Archivführers (Schriften des Bundesinstituts für ostdeutsche Kultur und Geschichte Band 16), 2004 die Übersetzung des Archivführers Stettin (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Band 24). 2006 erschienen dann der Archivführer Landsberg an der Warthe (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Band 25) und der Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Band 27). Im Jahr 2007 folgte der Archivführer zur Geschichte Ostbrandenburgs (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Band 31).

Das Bundesinstitut kooperiert hinsichtlich der Erschließung von Archivalien ferner mit Ungarn und Rumänien, zwei Ländern Ostmittel- und Südosteuropas, in denen seit Jahrhunderten auch Deutsche gelebt haben und zum Teil noch leben. Die Zusammenarbeit besteht hier ebenfalls in einer Bestandsaufnahme von Quellen und ihrer Erschließung zur Vorbereitung eines "Wegweisers durch die Archivbestände zur Kultur und Geschichte der Deutschen im südöstlichen Europa", an der das Ungarische Nationalarchiv in Budapest und die Generaldirektion der Rumänischen Nationalarchive in Bukarest beteiligt sind.

Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
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