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Westpreußen

Gebiet an der unteren Weichsel, das im Mittelalter zum Deutschen Orden gehört hat. Dieser musste 1466 das Culmer Land und Pommerellen, Danzig und andere Städte sowie das Bistum Ermland an Polen abtreten. Nach ihrer Annexion durch das Königreich Preußen in den Teilungen Polens von 1772 und 1793 wurden diese Gebiete (ohne das Ermland) Westpreußen genannt.

1815 wurde die Provinz Westpreußen (mit den Regierungsbezirken Danzig und Marienwerder) gebildet, die 1824 mit Ostpreußen zur Provinz Preußen verschmolz, 1878 jedoch wieder selbstständig wurde. Durch den Versailler Vertrag (1919) kam der größte Teil von Westpreußen an Polen (sog. Polnischer Korridor), Danzig wurde Freie Stadt. Was übrig blieb, bildete nach der Abstimmung vom 11. Juli 1920 den Regierungsbezirk Westpreußen in Ostpreußen sowie den Nordteil der Grenzmark Posen-Westpreußen (1922). 1939 wurde der Reichsgau Danzig-Westpreußen gebildet. 1945 wurde ganz Westpreußen polnisch.

Wichtigste Städte

Danzig (polnisch Gdańsk), Graudenz (poln. Grudziądz), Thorn (poln. Toruń)

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