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Pommern

Historische Landschaft an der Ostsee, von den im 6./7. Jahrhundert eingewanderten slawischen Stämmen Pomorje ("Küstenland") benannt. Im 12./13. Jahrhundert entstand das slawische Herzogtum der Samboriden (später "Pommerellen") mit Sitz in Danzig, westlich davon das Fürstentum der slawischen Greifen mit der Stammburg Stettin.

Ab der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erfolgte eine starke deutsche Besiedlung der Region. 1181 wurde Herzog Bogislaw I. als Reichsfürst anerkannt und mit Pommern belehnt. Nach mehreren Teilungen (etwa 1295 in Pommern-Stettin und Pommern-Wolgast) wurde das Gebiet 1478 unter Bogislaw X. wieder vereinigt. Durch den Westfälischen Frieden (1648) fiel der östlich der Oder gelegene Teil ("Hinterpommern") an Brandenburg, das spätere "Vorpommern" an Schweden. Im Ersten Nordischen Krieg (1658) gewann Brandenburg-Preußen Lauenburg und Bütow, im Zweiten (1720) Vorpommern bis zur Peene, 1815 den Rest ("Neu-Vorpommern"); es entstand die preußische Provinz Pommern.

1945 wurde Vorpommern der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands zugeteilt (Land Mecklenburg-Vorpommern; 1952 aufgeteilt in die DDR-Bezirke Rostock und Neubrandenburg, 1990 wiederhergestellt); Hinterpommern, Stettin und Swinemünde fielen an Polen.

Wichtigste Städte

Greifswald, Kolberg (polnisch Kołobrzeg), Köslin (polnisch Koszalin), Schneidemühl (polnisch Piła), Stargard (polnisch Stargard Szczeciński), Stettin (polnisch Sczeczin), Stolp (polnisch Słupsk), Stralsund, Swinemünde (polnisch Świnoujście)

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