Inhalt

Sie sind hier: BKGE » Aufgaben und Arbeitsbereich » Regioinale Schwerpunkte » Karte 2000 » (16) Bukowina

Bukowina

Historische Landschaft (rumänisch Bucovina, deutsch auch Buchenland) am Osthang der Waldkarpaten in der Ukraine (Nordbukowina) und in Rumänien (Südbukowina) mit dem Hauptort Czernowitz/Tscherniwzi. Im 10.-11. Jahrhundert Teil der Kiewer Rus, Mitte des 14. Jahrhunderts mit dem Fürstentum Moldau vereint, das Ende des 15. Jahrhunderts in türkische Abhängigkeit geriet. Das Osmanische Reich trat die Bukowina 1775 an Österreich ab. Deutsche Siedler (Buchenland- oder Bukowinadeutsche) und deutsch- bzw. jiddischsprachige Juden trugen zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des seit 1849 selbstständigen österreichischen Kronlandes bei. 1919 fiel die Bukowina an Rumänien, 1940 der Nordteil an die UdSSR (Ukraine). 1940/44 von deutschen und rumänischen Truppen besetzt; 1940 Umsiedlung der Bukowinadeutschen, 1941-1944 Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. 1944 wurde die nördliche Bukowina von den Sowjets besetzt und der Ukraine angeschlossen.

Wichtigste Städte

Czernowitz (ukrainisch Tscherniwzi, rumänisch Cernăuţi), Radautz (rum. Rădăuţi), Sereth (rum. Siret), Suczawa (rum. Suceava)

Forschungsprojekte im WID

siehe A/9: Geschichte, Volkskunde, Musik
siehe B/19: Literatur und Sprache
siehe C/21-27: Kunstgeschichte


Stand: 24.05.2011

BKGE-Flyer als herunterladbare PDF-Datei